Lexikon der Filmbegriffe

imbibition process

auch: imbibition printing, dye transfer; dt.: Hydrotypie, Verfahren der Farbstoffübertragung (= dye transfer) oder ‑absaugung


Dieser Farbstoffabsaugungs‑ oder Färbungsübertragungsprozess, eine Weiterentwicklung des älteren Handschiegl-Prozesses,  gewann bei einigen Filmstudios Anerkennung. Bis 1934 lagen 78 Produktionen vor, von denen viele aber wiederum nur Farbsequenzen enthielten. Die Produktion bei Technicolor, die das Imhibitionsverfahren als „Technicolor-3" adaptiert hatten, wuchs in den Jahren 1928 bis 1930 deutlich, sank aber in den Jahren 1931 und 1932 während der Weltwirtschaftskrise. Der letzte abendfüllende Technicolor‑Stummfilm war 1928 The Viking von MGM, er hatte aber schon Musik‑ und Toneffekte. Warner Bros. produzierte On with the Show 1929, den ersten vollständigen Technicolor‑Tonfilm. Weitere mit dem Technicolor Process No. 3 gedrehte Filme waren Produktionen aller größeren Hollywood-Studios – Mystery of the Wax Museum (1933, Warner Bros.), Whoopee! (1930, United Artists), King of Jazz (1930, Universal) und Under a Texas Moon (1930, Warner Bros).


Die Erfahrungen aus dem Technicolor-3-Verfahren gingen in das 1932 vorgestellte Technicolor-4-Verfahren ein, für das Technicolor die Exklusivrechte für sich beanspruchte. Da Eastman-Kodak für Technicolor das Filmmaterial herstellte, brachte die Firma 1947 das verwandte Dye-Transfer-Verfahren nur für die Herstellung druckgraphischer Produkte auf den Markt. 

Referenzen:

Brewstercolor

dye transfer

Hydrotypie

Technicolor II: Drei-Farben-Technicolor


Artikel zuletzt geändert am 15.09.2015


Verfasser: JH


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