Lexikon der Filmbegriffe

trigger

auch: trigger film; oft auch: social guidance film; von engl.: to trigger = auslösen, auch im Dt.: (an-)triggern


Kurze nichtfiktionale Filmstreifen, die dazu dienen, eine Diskussion mit Material und Positionierung anzustoßen, werden oft trigger genannt.  Ursprünglich handelte es sich um Filme, die im Kontext von Schule und Jugendbildung eingesetzt wurden und die versuchten, subjektive Themen der Bereiche Moral, Ethik, Anstand usw., aber auch der Sicherheit (etwa im Straßenverkehr), Umgang mit Sexualität (etwa zur jugendlichen Schwangerschaft), Gesundheit (etwa zum Rauchen) u.ä. anzusprechen. Diese Filme hatten meist keine oder eine nur lose zusammenhängende zusammenhängende Geschichte; vor allem enthielten sie keine conclusio oder Moral von der Geschichte – diese blieb dem Unterrichtsgespräch vorbehalten. Sie werden heute insbesondere in TV-Diskussionsrunden eingesetzt, um dem Publikum wie den Diskutierenden einen Ausgangspunkt für das Thema zu geben und zugleich das anstehende Problem aufzureißen. Auch hier verzichten die Filme auf ein Resümee, sondern exponieren die Kontroverse, die ein Thema im gesellschaftlichen Diskurs und in den Prozessen der Meinungsbildung einnehmen kann. 


Artikel zuletzt geändert am 15.09.2015


Verfasser: HHM


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