Lexikon der Filmbegriffe

Transaktionsfernsehen

auch: Transaktions-TV, interaktives Teleshopping; engl.: T-Commerce, Transaction Televison, Transaction TV


Unter dem Konzept Transaktionsfernsehen sind alle Fernsehdienst bezeichnet, die eine messbare Transaktion – den Verkauf einer Ware oder einer Dienstleistung sowie die Anbahnung des einen oder des anderen – zwischen Anbieter und Zuschauer zum Ziel haben. Dazu werden gemeinhin das Pay-TV und das Pay-per-View-TV gerechnet, TV-basierte Produktverkäufe (Teleshopping, Direct-Response-TV [DRTV], TV-basiertes Merchandising und -Licensing), Reiseshopping und TV-basierte Telephon-Mehrwertdienste. Der seinerzeit als zukunftsweisender Modellfall gegründete deutsche Sender 9Live, der nie über das Finanzierungsmodell des Call-In hinausgekommen war, stellte allerdings 2011 seinen Betrieb wieder ein. Erst mit der Integration von TV und Internet sind – entgegen der um 2000 geäußerten Umsatzerwartungen – im sogenannten Teleshopping tatsächlich Umsätze in Milliardenhöhe generierbar.


Literatur: Goldhammer, Klaus / Wiegand, André: Transaktionsfernsehen in Deutschland. In: Kommerz, Kommunikation, Konsum. Zur Zukunft des Fernsehens. Hrsg. v. Mike Friedrichsen. Baden-Baden: Nomos 2004, S. 225‑240. – Lueg, Christian: Pay‑TV, Transaktionsfernsehen, Hotlines und Call‑Media. Alternative Einnahmequellen für den Privaten Rundfunk am Beispiel des Senders Neun Live. München: AVM 2009. 

Referenzen:

Call-In-Sender

cost per order


Artikel zuletzt geändert am 15.09.2015


Verfasser: HHM


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