Lexikon der Filmbegriffe

contract player

dt. etwa: Vertragsschauspieler


Im Hollywood-System der 1930er und 1940er war es üblich, dass die Studios Schauspieler (wie auch Drehbuchautoren, Musiker/Komponisten, Regisseure und andere Akteure der Filmproduktion) per Vertrag exklusiv dem Studio verpflichteten (meist für sieben Jahre; es gab aber auch Kontrakte für eine gewisse Menge an Filmen). Ähnliche Verträge gab es zwischen Schauspielern und Produktionsfirmen und einzelnen Produzenten. Lagen derartige Verträge vor, konnte der Schauspieler meist nicht mehr über die Rollen (mit-)entscheiden, die er spielte, und durfte auch an keinen Produktionen außerhalb des vertraggebenden Studios teilnehmen. Das Vertragssystem sicherte den Studios eine gewichtige Kontrollfunktion; erst mit dem Aufkommen von unabhängigen Agenten und Vermittlungsagenturen und Interessenvertretungen von Filmschaffenden kam es zu einem Rückgang der Macht der Studios. Die Verträge ähneln in vielerlei Hinsicht den Verträgen, die heute zwischen Sportlern und ihren Vereinen geschlossen werden. 


Artikel zuletzt geändert am 12.06.2016


Verfasser: HHM


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