Lexikon der Filmbegriffe

Stereoskop: View-Master

auch: Viewmaster; Viewmaster-Klone nannten sich oft „Stereorama“, „StereoRama“ oder „Stereorama-Betrachter“, um dem Markennamen-Schutz auszuweichen

Der stereoskopische Film blieb eine Randerscheinung der Filmgeschichte. Dagegen hatte das photographische Stereoskop auch im 20. Jahrhundert große Popularität. Der aus München stammende Erfinder Wilhelm B. Gruber entwickelte in den 1930er Jahren eine Scheibe im Durchmesser von knapp 10cm, auf der 7 Doppelbilder im Format 10,5x11,7mm Platz fanden. Dazu gab es einen speziellen Betrachter mit einem Hebel auf der Seite, mit dem man Bild für Bild weiterschalten konnte. Er tat sich 1938 mit der US-amerikanischen Firma Sawyer’s in Portland zusammen – und der View-Master war das erste gemeinsame Produkt. Andere Stereobetrachter stammten aus anderen Firmen, viele benützten größere Bildscheiben, so dass höhere Auflösungen erreicht werden konnten. In den 1950er Jahren kamen View-Master-Kameras auf den Markt. Nach diesem Stereoskopen-Prinzip wurden bis in die späten 1960er Jahre View-Master-Betrachter gebaut, die meist in Spielzeugläden vertrieben wurden. 


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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