Lexikon der Filmbegriffe

Stereoskopie

v. griech. stereo = fest, starr, körperlich, räumlich

Die Gesamtheit der Verfahren zur Aufnahme und Wiedergabe raumgetreuer Bilder. Die Aufnahme erfolgt mit Stereokameras, die zwei Bilder durch Objektive belichten, die im Augenabstand entfernt voneinander sind. Die Wiedergabe arbeitet beim Einbandverfahren, bei dem die beiden Teilbilder auf einem Filmstreifen untergebracht sind, mittels eines Stereovorsatzes, beim Zweibandverfahren mit zwei miteinander synchronisierten Projektoren. Bei den Brillenverfahren tragen die Zuschauer Brillen mit Farbfiltern oder Polarisationsgläsern. Brillenlose Verfahren benutzen dagegen eine Rasteranordnung von feinen vertikal angeordneten Drähten vor der Bildwand zur Erzeugung von Richtungsunterschieden. Letztere spielen für die Stereokinematographie keine große Rolle. 

Literatur: Gerhard Kemner (Hrsg.): Stereoskopie. Technik, Wissenschaft, Kunst und Hobby. Berlin: Museum für Verkehr und Technik 1989. – Lüscher, H.: Räumliches Sehen und die wichtigsten Grundbegriffe der Stereo-Photographie. Braunschweig: Franke & Heidecke 1928.
 

Referenzen:

3D-Film

3D-Kinematographie

Iwanow-Verfahren

Stereoskop

Stereoskop: stereoskopischer Film

Stereoskop: View-Master


Artikel zuletzt geändert am 21.01.2012


Verfasser: JH


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