Lexikon der Filmbegriffe

location scout

wörtlich: „Orts-Kundschafter“; meist auch dt. (manchmal auch: Locationscout); alternativ: Motivsucher; selten: Motivaufnahmeleiter


Derjenige, der – in Kooperation mit dem Szenenbildner, oft auch mit dem Regisseur – für einen Film in Planung die Drehorte (und oft auch schon Motive für die Kamera) ausfindig macht, wird als location scout bezeichnet. In den USA ist der location scout ein eigener Beruf, der in die meisten Produktionen eingebunden wird. Oft werden nicht nur projektbezogene Drehorte gesucht, sondern es gibt ganze Bibliotheken möglicher Drehorte, die mit Photos oder Videos dokumentiert sind, oft auch Angaben zu den Möglichkeiten des Drehens enthalten (Parken, Zufahrten, Wasser- und Stromversorgung etc.); oft kommen Voranfragen für Drehgenehmigungen, Notizen zu Anwohnern und Behörden hinzu. Der location scout organisiert auch Drehort-Besichtigungen vor Beginn der Dreharbeiten selbst.


Seit 2010 gibt es den Bundesverband Locationscouts (BVL) als Berufsverband (URL: http://www.bvlocation.de).


Literatur: Klaucke, Günter: Kein Drehort aus der Wundertüte. In: Film & TV Kameramann 47,7, 1998, S. 140ff. - Maier, Robert G.: Location scouting and management handbook. Boston: Focal Press 1994. – McCurdy, Kathy M.: Shoot on location. Burlington, Mass.: Focal Press 2011.

Referenzen:

Drehort

location

location manager


Artikel zuletzt geändert am 12.06.2016


Verfasser: JH


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