Lexikon der Filmbegriffe

trade show

Im engeren Sinne die Vorführung eines einzelnen Films vor einem Publikum, das mit Filmhandel zu tun hat – Kinobesitzern, Verleihern, Ankäufern von Fernsehrechten etc. Im weiteren Sinne sind trade shows oft mehrtägige Veranstaltungen für das gleiche Publikum. Die großen Filmfestivals (wie in Berlin, Cannes, Rotterdam) umfassen fast immer eine parallel zum öffentlichen Festival ausgerichtete trade show, das den Filmrechtehandel bedient. Kurioserweise spielt die trade show in der Geschichte des Urheberrechts eine marginale Rolle: Ob eine Aufführung in ihrem Rahmen als öffentliche Vorführung gewertet werden muss, war wegen der Implikationen für die urheberrechtliche Schutzfrist umstritten. Traditionell gab diese Aufführung dem Besteller eines vorführungsreifen Films Gelegenheit und Recht, gegenüber dem Hersteller etwa vorliegende Mängel zu beanstanden. In einem umstrittenen Urteil von 1934 (Landgericht Berlin, 27.10.1934) wurde sie als öffentliche Vorführung gewertet.

Referenzen:

preview

Pressevorführung


Artikel zuletzt geändert am 05.02.2012


Verfasser: JH CS


Zurück