Lexikon der Filmbegriffe

trunk shot

dt. etwa: Einstellung aus einem Kofferraum heraus; von engl.: trunk = Kofferraum


Oft aus der Szene heraus entwickelt zeigt das Bild den geöffneten Kofferraum und – aus der Position der Kamera heraus motiviert – die Figuren, die scheinbar hineinschauen. Derartige Bilder sind Teil einer Blickmontage, sei es, dass der Kofferraum ein signifikantes Objekt enthält (oder gerade nicht), sei es, dass die Einstellung die Subjektive einer dort gefangenen oder versteckten Figur ist. Die Affinität des Einstellungstyps zum Krimi und seinen verwandten Genres ist evident.


Da es schwierig ist, Kamera und Kameramann tatsächlich in einem realen Kofferraum unterzubringen, werden für die Einstellung meist Rahmen gebaut, die die Enge des Kofferraums nur anzeigen, ohne tatsächlich zu einem Auto zu gehören.


Trunk shots werden von Quentin Tarantino fast wie ein Markenzeichen in seinen Filmen plaziert. Allerdings sind sie bereits viel länger in Gebrauch; gelegentlich wird He Walked by Night (USA 1948, Alfred L. Werker) als erster Film nominiert, in dem sich ein Beispiel findet, in dem die Polizisten den Kofferraum eines Mordverdächtigen besichtigen. 


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2016


Verfasser: JvH


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