Lexikon der Filmbegriffe

wet-for-dry


dt. etwa: nass als trocken



Wet-for-dry nennt sich ein Verfahren, bei dem Darsteller in einem wassergefüllten Tank gefilmt werden, um den Eindruck zu erwecken, als bewegten sie sich in einer Realität, in der die Gravitation außer Kraft gesetzt oder von anderer Art sei als die gewohnte. Insbesondere lange Haare oder Gewänder können bei dieser Technik durch wallende Bewegungen in Szene gesetzt werden. Natürlich werden wasserfeste Makeups verwendet.


In den meisten Fällen der seit den frühen 1980ern so realisierten Szenen geht es um den Eindruck der Unwirklichkeit, der Heraushebung von Szenen als Szenen eines magischen Status u.ä. Die Irrealität der Bewegungen impliziert ein Moment des Nachdenkens über die Anderssein dieser Figuren (oder Bilder), das Bild wird zum Anlass des Staunens. Das Phantastische selbst wird zum Bildgegenstand. Ein bekanntes Beispiel ist die Szene in Raiders of the Lost Ark (USA 1981, Steven Spielberg), in der Geister aus der Bundeslade aufsteigen.


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2016


Verfasser: JvH


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