Lexikon der Filmbegriffe

Spirograph

Die Erfinder des Spirographen waren die drei Wiener Leo Friedrich Herrmann, Josef Swoboda und Carl Lutzenberger. Ihr 1901 vorgestellter Reihenapparat – auch unter dem Namen Vita beworben, möglicherweise in Anlehnung an das Vitaskop von Armat, und als „Familien‑Kinematograph“ beworben – nahm die Bilder auf einer spiralförmig angeordneten Scheibe auf, so dass eine Filmlänge von rund 40sec erreicht werden konnte. Das Filmmaterial war in einer lichtdichten Kassette enthalten, die in das Gerät eingelegt und ausgewechselt werden konnte. Der Apparat konnte sich in Europa nicht durchsetzen, hatte aber in den USA Erfolg. Dort erschien er unter dem Namen Spirograph und konnte sich unter Amateurfilmern verbreiten. Als 1913 Thomas Edison mit seinem „Heimkino“ auf den Markt kam, verlor der Spirograph seine Bedeutung.


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2016


Verfasser: JvH W


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