Lexikon der Filmbegriffe

Eichingerfilm

Diffamierende Bezeichnung der deutschen Filmkritik der 1990er: Gemeint sind die an der Kinokasse höchst erfolgreichen Produktionen des Münchner Produzenten und Regisseurs Bernd Eichinger (darunter Der bewegte Mann, 1994,  Das Superweib, 1996, Der Untergang, 2004, oder die Remakes der TV-Spielfilmserie German Classics, 1996-97). Den Filmen wurde ihre kommerzielle Glattheit und Gefälligkeit ebenso vorgeworfen wie ihre oft undurchsichtigen politisch-ideologischen Positionen (von Christiane F. ‑ Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, 1981, bis zum Der Baader Meinhof Komplex, 2008), ihr Spiel mit traditionellen Affekt-Dramaturgien und die Abwesenheit jeglicher ästhetischer Distanz. 


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2016


Verfasser: JvH


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