Lexikon der Filmbegriffe

Armeefilmstudios der NVA

1960 als Armeefilmstudio gegründet, später in Filmstudios der NVA umbenannt und 1991 aufgelöst (die Produktionen gingen in den Besitz des Bundesarchivs über) – die DDR-Armeefilmstudios hatten die Aufgabe, Filme als interne Nachrichtenschau über aktuelle militärische Ereignisse zur Vorführung fast ausschließlich vor Soldaten herzustellen. Die meist kurzen Produktionen berichteten über Stand von Technik und Bewaffnung, über Manöver und Paraden; viele dienten erkennbar der sozialistischen Wehrerziehung und politischen Motivation der Soldaten; es finden sich sogar mitunter kuriose Berichte über das Alltagsleben in den Kasernen und über die kollektive Freizeitgestaltung der Soldaten (und satirische Beiträge wie in dem Film Zum weißen Kobold [1965] über die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums in der Armee). Es entstanden ca.1.500 Filme über Themen wie Grenzsicherung, Grenzsoldatentum in der Wendezeit sowie Zivildienst im Gesundheitswesen produziert; kurz vor Schließung des Filmstudios waren zudem die “Verweigerer im Dienst” und der Zivildienst im Gesundheitswesen ein neues Thema.


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: HHM


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