Lexikon der Filmbegriffe

Überblendungseinrichtung

(1) Kameras, die die Möglichkeit vorsehen, während des Filmens eine Überblendung vorzunehmen, entstanden wohl erst in den frühen 1930ern (wie die 35mm-Kamera Debrie Parvo L etwa,1930). Gemeint ist damit, dass die Kamera die Möglichkeit haben muss, die Blende über eine gewisse Anzahl der Bilder zu schließen, dann den zu belichtenden Film zurückzuspulen und – bei sich in gleicher Zeit öffnender Blende – erneut zu belichten. Kann allgemein der Film zurückgespult werden, besteht auch die Möglichkeit der Doppelbelichtung.


(2) Bezeichnung der Koppelung von Dia- und Filmprojektoren, die bei Doppelprojektion die eine Bild-Quelle ab- und sie gleichzeitig auf dem zweiten Projektor aufblenden können. Gleiches gilt für den Wechsel der Tonspur von einem auf den anderen Projektor. Dies kann geschehen durch Betätigung der Lichtverschlusseinrichtungen, durch mechanische Koppelung derselben oder durch mechanischen Wechsel der Kabinenfenster und Wechsel der Tonspur durch einen Schalter. Bei Nichtsynchronität des Umschaltens von einem auf den anderen Projektor treten Überblendungsfehler auf (durch zu spätes Anlassen des Antriebsmotors des zweiten Projektors, durch Nichtbeachtung der Überblendungszeichen usw.); aber auch ungleiche Bildwandausleuchtungen der beiden Projektoren werden als Störung der Kontinuität der Projektion wahrgenommen. 

Referenzen:

Überblendzeichen


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: JH


Zurück