Lexikon der Filmbegriffe

elektrodynamische Lautsprecher

Werner von Siemens hatte bereits 1878 ein Patent für einen elektrodynamischen Lautsprecher angemeldet, der allerdings ohne verfügbare Verstärker nicht zum Einsatz kam. Erst 1925 wurde auf der Berliner Funkausstellung ein erstes funktionierendes System vorgestellt. Im gleichen Jahr hatten die beiden Ingenieure Edward Kellog und Chester Rice von der amerikanischen Firma Western Electric den dynamischen Tauchspulenlautsprecher entwickelt, der als „Geaphon“ oder als „Panatrope“ auch in Kinosälen eingesetzt werden konnte. Bei elektrodynamischen Lautsprecher schwingt eine Spule in einem magnetischen Feld und gibt ihre Bewegungen auf eine Membran weiter, die den hörbaren Schall in den Raum abstrahlt. Als Membranmaterial fungieren die verschiedensten Werkstoffe (Polypropylen, Aluminium, PVC, Polystyrol, Kevlar, Titan, langfaseriges Papier usw.). Immer gilt: Hohe Membransteifigkeit verhindert klangverfälschende Partialschwingungen. Die Membran ist ihrerseits mit dem Rand fest verbunden (man spricht von einer „Sicke“). 

Referenzen:

Rice-Kellogg-Lautsprecher


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: JH


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