Lexikon der Filmbegriffe

Hauptsendezeit

auch:  Hauptabendprogramm,; engl.: prime time


Die Hauptsendezeit ist in Hörfunk und Fernsehen der Zeitraum der höchsten Hör- oder Fernsehnutzung zwischen 06.00 (bzw. 7.00) und 9.00 Uhr bzw. 20.00 Uhr und 23.00 Uhr. Die Regelungen zur Hauptsendezeit finden sich in der BRD in den Landesmediengesetzen. Nach LMG NRW (§ 33b Abs. 3) etwa liegt die Hauptsendezeit im Hörfunk regelmäßig in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und 12.00 Uhr, im Fernsehen in der Zeit zwischen 19.00 Uhr und 23.00 Uhr.


Die Hauptsendezeit vereinigt alle Familien, wogegen die Nebensendezeiten sehr unterschiedliche Publika ansprechen. Die Programme in den verschiedenen Abschnitten des Tagesprogramms sind auf die jeweils besonderen Adressaten abgestimmt – jeweils besondere Zuschauerschichten werden als Zielgruppe mit einem auf sie zugeschnittenen Programm‑ und Werbeangebot bedient. Im deutschen Privatfernsehen erzielen die Sendeplätze während der Primetime die höchsten Werbeeinnahmen pro Minute, so dass ein hoher Deckungsbeitrag bei Filmrechten erzielt werden kann; die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten unterliegen dagegen einem totalen Werbeverbot, müssen also die Kosten aus den allgemeinen Einnahmen finanzieren.


In anderen nationalen Fernsehsystemen sind die Zeiten oft anders eingeteilt. Im US‑amerikanischen TV etwa ist die Hauptsendezeit in Teilphasen aufgeteilt. Early Evening (auch: early fringe) bezeichnet die Phase zwischen 17.00 und 19.30, während zwischen 19.30 und 21.00 Uhr die peak time mit den höchsten Einschaltquoten liegt. 

Referenzen:

Primetime

Stripping


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: W HHM


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