Lexikon der Filmbegriffe

Hornlautsprecher

engl.: exponential horn; selten: Druckkammerlautsprecher


Lautsprecher mit einem vorgesetztem Trichter, der den Schall bündelt, die abstrahlende Fläche vergrößert und damit am Hörplatz deutlich höhere Schalldrücke erzeugt als frei abstrahlende Modelle, werden Hornlautsprecher genannt. Sie kommen hauptsächlich auf Bühnen und in Kinos zum Einsatz.  Sie werden am Ausgangspunkt (an der inneren Hornöffnung“) durch eine große Luftbewegung einer Membran angetrieben, der als Schalldruck auf Grund der kontinuierlichen Vergrößerung des Hornquerschnitts den Wellenwiderstand stoßfrei verändert, so dass am Ende des Horns der Ton auf einer verhältnismäßig riesigen Abstrahlfläche an die Außenluft abgegeben wird – der Wirkungsgrad ist also sehr hoch. Erste Typen des elektrisch angetriebenen Hornlautsprechers wurden bereits Ende der 1920er vorgestellt (1925: Victor Orthophonic; 1926: Wente und Thuras erweiterten den Western-Electric-Lautsprecher 555‑W um ein Horn; 1928: Herman J. Fanger; 1929: R.P.G. Denman; 1929: J.D. Seabert / Westinghouse); sie kamen u.a. als Western-Electric-System WE 555W auch in Kinos zum Einsatz. In den 1940ern brachten neue Systeme von Klipsch und Altec-Lansing („Mantoray“) ins Kino. 


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: JH


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