Lexikon der Filmbegriffe

Mystimation

Kofferwort aus: mystique + animation


Wohl in den 1950ern entstandene Bezeichnung für Kombinationen von Realbildern (vor allem von gespielten Szenen), Lithographien, Objekt-Modellen und Puppen- oder Zeichnungs-Animationen, deren Zusammengesetztheit aus verschiedenen Bildquellen ein beständiges Rätsel des Bildverstehens ist. Vor allem die Filme Karel Zemans (etwa Vynález zkázy (Die Erfindung des Verderbens, CSSR 1958), der die Bezeichnung selbst gebrauchte (und sie möglicherweise sogar erfunden hatte), wurden als Beispiele der Mystimation ausgewiesen – Zemans Ziel war gewesen, den Look der Filmbilder seiner Jules-Verne-Adaptionen an die Holzschnitte und Kupferstiche anzunähern, mit denen die frühen Buchausgaben der Verne-Romane ausgestattet waren. 

Referenzen:

Mischfilm


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: JvH


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