Lexikon der Filmbegriffe

Diorama II: Schaukästen

Ein Diorama ist ein Schaukasten, in dem Dinge und vor allem Szenen aus der Realität in einem beliebigen Maßstab verkleinert abgebildet und dargestellt werden. Dabei wird auf eine präzise Wiedergabe der perspektivischen Verhältnisse geachtet, in dem Realobjekte, Modelle und gemalte Hintergründe angeordnet sind, um einen möglichst perfekten räumlichen Eindruck entstehen zu lassen. Dioramen eignen sich zur Ausstellung zahlreicher Themen, die in lebensnahen Szenarien im Museum oder in anderen Ausstellungskontexten dargestellt werden sollen (Alltagsszenen, Werkstätten, Militaria und ähnliches). Man benutzt sie auch in der Entwicklung, Erprobung und Dokumentation von dramatischen oder Ballett-Inszenierungen. Traditionellerweise hatten Dioramen Gucklöcher. Doch können auch offene Dioramen dazu verwendet werden, einen Bühnenaufbau oder eine Realszene meist im Aufblick zu präsentieren. Im Film werden Dioramen im Filmtrick angewendet – man versteht darunter miniaturisierte Szenen, die als setting für Animationen verwendet werden. 
 

Referenzen:

Diorama I: Illusionsszenen

Guckkasten


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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