Lexikon der Filmbegriffe

Isokephalie

von griech. isos = gleich und kephale = Kopf; engl.: isocephaly

Isokephalie
ist ein Stilprinzip aus der bildenden Kunst. Es besagt, dass die Köpfe der Figuren einer dargestellten Gruppe in gleicher Höhe, also auf einer horizontalen Linie angeordnet sein sollten. Dabei ist gleichgültig, ob die Figuren sitzen oder stehen; die logische Distanz der Figuren spielt ebenso wenig eine Rolle wie die zum Betrachter. Das Prinzip wurde in der griechischen Antike vor allem an den mehrfigurigen Reliefdarstellungen entwickelt und galt als Bedingung für kompositionelle Strenge, Klarheit und Überschaubarkeit. Es findet sich bis heute als ikonographische Qualität auch der Filmfotografie.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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