Lexikon der Filmbegriffe

Film Music Society

bis 1997: Society for the Preservation of Film Music, Inc.


The Film Music Society, Inc. ist eine in Los Angeles beheimatete Non-Profit-Organisation, die 1983 von dem Musiklogen William H. Rosar gegründet wurde, im Jahr, als das American Film Institute die Decade of Preservation ausrief. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, die zumeist unveröffentlichten Materialien zu erfassen und zu archivieren, die für die amerikanische Filmindustrie komponiert, orchestriert und aufgenommen wurden – sprich: die vorliegende Sheet Music (von den Manuskripten der Komponisten, der Orchestratoren und der Orchesterauszüge), die Aufnahmen (auf allen Tonträgern) und die Dokumente selbst (neben den cue sheets auch die Verträge, die Korrespondenzen etc.). Als Quellen dienen neben den Studioarchiven vor allem auch die Sammlungen und Nachlässe von Komponisten, die an akademische Bibliotheken und Archive gegeben werden, die zudem in Sicherungskopien auch in anderen Repositorien aufbewahrt werden. Zwar gelten große Teile der Bestände der Studio-Archive als verloren, doch bemühten sich bereits in den späten 1940ern (namentlich der Brite Frederick W. Sternfeld) und in den 1970ern einzelne Archivare und Komponisten (vor allem die Komponisten Fred Steiner und David Raksin sowie der Musikarchivar Jon Newsom der Library of Congress Music Division) darum, die noch existierenden Bestände zu sichern. Zur Gruppe der Gründer gehörten u.a. Komponisten, Filmjournalisten, Bibliothekare. Seit dem Bestehen der Gesellschaft gibt sie die Vierteljahreszeitschrift The Cue Sheet heraus, die nicht nur über die Aktivitäten der Society berichtet, sondern auch Artikel und Interviews zur Geschichte der Filmmusik enthält.


Homepage der Gesellschaft: http://www.filmmusicsociety.org. 


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2017


Verfasser: HHM


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