Lexikon der Filmbegriffe

Mock-Up

auch im Dt. als Äquivalent von Maquette gebräuchlich; von engl.: mock up = Modell, Attrappe; seit den 1920ern als Bezeichnung im Rahmen von Simulationen nachweisbar (ohne den spöttisch-höhnischen Unterton von to mock)


Modellhafte Nachbildungen von Originalen, die vor allem zur Veranschaulichung oder als Substitute der Originalia dienen, werden manchmal als Mock-Ups bezeichnet. Sie dienen nicht der Täuschung (wie die Attrappen, Potemkinschen Dörfer etc.), sondern sind in Alltagstätigkeiten wie etwa Simulationen eingebunden. Mock-Ups können maßstäblich gefertigte Modelle sein, die im Film etwa in Trickaufnahmen verwendet werden. Gelegentlich werden aber Mock-Ups in Originalgrößen ausgeführt, die in Dreharbeiten als Handlungsorte eingesetzt werden sollen. Zu den bekanntesten Mock-Ups dieses Typus gehört das Bates-Haus auch Alfred Hitchcocks Psycho (1960) oder die Mauer, die das Revier des Riesenaffen vom Rest der Insel trennt, in King Kong (1933). Gelegentlich werden derartige Orte nicht nur in Dreharbeiten, sondern auch als Attraktionen des Filmtourismus verwendet; die Ponderosa-Ranch aus der TV-Serie Bonanza (1959-73) etwa konnte bis 2004 in dem Ort Incline Village in Nevada besichtigt werden. Viele Mock-Ups werden nicht nur auf dem Gelände der Studios, sondern sogar in Hallen aufgebaut, um unabhängig von Wettereinflüssen drehen zu können. (

Referenzen:

Maquette


Artikel zuletzt geändert am 20.03.2017


Verfasser: JvH


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