Lexikon der Filmbegriffe

Monroe-Effekt

Der Monroe-Effekt im allgemeinen bezeichnet heute einen starken Aufwind an Hochhausfassaden. Passanten kann es geschehen, dass ihnen beim Durchqueren solcher Zonen die Bekleidung hochgeweht werden. Der Name stammt von der berühmten Szene (dress-blowing-up scene) aus dem Film The Seven Year Itch (USA 1955, Billy Wilder), in der Marilyn Monroe über einem U-Bahn-Lüftungsschacht der Rock hochgeweht wird. Die kurzzeitige Entblößung der Beine unter dem Rock ist zugleich ein Jahrmarktsspaß wie aber auch eine immer wieder genutzte Gag-Szene im Film. Die vielleicht älteste derartige Szene findet sich in What Happened on Twenty-third Street, New York City (USA 1901, George S. Fleming, Edwin S. Porter). Die Szene wurde in unzähligen Filmen reproduziert (darunter in Tommy, Großbritannien 1975, Ken Russell, oder The Woman in Red , USA 1984, Gene Wilder), findet sich in Musikvideos und sogar Cartoons – des öfteren als Parodie oder gar als eher bösartige Thematisierung der Züchtigkeit junger Frauenfiguren.


Artikel zuletzt geändert am 20.03.2017


Verfasser: JvH


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