Lexikon der Filmbegriffe

reminiscent role

dt. etwa: „Erinnerungsrolle“, „Reminiszenz-Rolle“


Alltagsbezeichnung für den Auftritt eines Schauspielers, der in einer Neuadaption eines Stoffes auftritt, in deren Erstadaption er bereits agiert hatte. Gerade bei Filmserien wie Star Wars (1977ff) spielt der Wiederauftritt der Stars früherer Filme nicht nur als Indikation des Zusammenhangs der Filme, sondern auch als Zusatzgratifikation für die Connaisseure der Reihe eine gewichtige Rolle; die Stars der Anfangsfilme – Harrison Ford („Han Solo“) und Carrie Fisher („Princess Leia Organa“) – wurden mehrfach neu eingesetzt; die Ausbeutung der Popularität der Stars geht sogar so weit, dass der inzwischen verstorbene Peter Cushing, der im ersten Film der Reihe den Kommandanten des ersten Todessterns („Grand Moff Tarkin“) gespielt hatte, in Rogue One (2016) per CGI sogar in einer Sprechrolle wieder zum Leben erweckt wurde. Ein anderes bekanntes Beispiel ist John Travoltas „Chili Palmer“ aus dem Film Get Shorty (1995, Barry Sonnenfeld), der die gleiche Rolle noch einmal in dem Sequel Be Cool (2005, F. Gary Gray) spielte.

Referenzen:

Cameo: Typologie


Artikel zuletzt geändert am 27.08.2017


Verfasser: HJW


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