Lexikon der Filmbegriffe

See a Dog, Hear a Dog

im Fachjargon verbreitete Devise der Tongestaltung bzw. der Ton-Objekt-Koordination im Sound-Design


Basierend auf der nahezu automatischen Synthese von Klängen und Objekten in der Film- wie aber auch der Realitätswahrnehmung, gilt im Ton-Design die oft genutzte Devise des See a God, Hear a Dog – dem Objekt wird ein artgemäßes Geräusch zugeordnet, selbst in den Fällen, in denen das Objekt der Phantasie entstammt. Große Objekte (wie große Maschinen, Monsterfiguren etc.) bekommen große Klänge (vor allem ein größeres Bassfundament), kleine kleine (wie etwa Insekten), die oft auf dem Bereich hoher Frequenzen basiert sind. Die Nichtkoordination von Objekt und Ton, wie sie z.B. in manchen Cartoons auftaucht (Auftritt eines Löwen mit der Stimme eines Kätzchens) ist einer der sichersten Lachanlässe (und wird oft zur Psychologisierung der Figuren genutzt [etwa als „kleinlaut sein“]). 


Artikel zuletzt geändert am 27.08.2017


Verfasser: JH


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