Lexikon der Filmbegriffe

Sword and sorcery

wörtlich: Schwert und Magie, Zauberei; alternativ zu (aber nicht ganz deckungsgleich mit) heroic fantasy

Abenteuer mit Schwert und Magie. Der Begriff wird Fritz Leiber zugesprochen, der ihn 1960 geprägt haben soll. Typische Vertreter dieser Gattung sind Robert E. Howards Conan-Serie, Fritz Leibers Serie um Fafhrd und den grauen Mausling, André Nortons Hexenwelt sowie Stephen Donaldsons Trilogien um Thomas Covenant, den Zweifler. Die Wurzeln von sword and sorcery liegen in den Pulps der 1930er Jahre. Schon hier zeichnete sich ein serielles Produktionsprinzip ab, in dem es nicht mehr so sehr um die Schöpfung phantastischer diegetischer Welten ging als vielmehr darum, die Helden durch schon vorliegende Weltentwürfe hindurchwandern zu lassen, diese nur noch als Hintergrund für verschiedenste Schwert- und Kampfabenteuer nutzend. Dieses der Gebrauchsliteratur entstammende Prinzip wurde in den verschiedenen Fantasy-Formen des Films adaptiert, so dass Helden wie Conan – der den „Barbarenfilm“ begründete – ursprünglich literarische Figuren waren.

Literatur: Strugnell, John: Hammering the demons: sword, sorcery and contemporary society. In: Twentieth-century fantasists: essays on culture, society, and belief in twentieth-century mythopoeic literature. Ed. by Kath Filmer. Basingstoke: Macmillan / New York : St. Martin's Press 1992, S. 172-182.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


Zurück