Lexikon der Filmbegriffe

grid

von engl.: grid = Netz, Gitter; auch: grid editing; dt. etwas unglücklich: „Rechenmontage“ (Vinzenz Hediger)


Aus der Handwerkssprache des Schneideraums stammende Bezeichnung für eine Montageform, die vor allem in Trailern verwendet wurde: Basierend auf der Zerstückelung von Szenen durch andere Szenen oder Dialogstücke, die die Kontinuität der basalen Szene durchbrechen und sogar so etwas wie eine Gegenstimme zu ihr bilden (oder vielleicht eines ihrer Themen vertiefen), gestattet es die Grid-Montage, große Mengen an Informationen in kurzer Zeit zu vermitteln, ohne dabei auf zeitliche, räumliche oder logische Kontinuität abzuzielen. Dafür erzielt sie große Informationsdichte und oft Irritationen: die Schnittfrequenzen werden erhöht, Standphotos und Freeze-Frames integriert, graphische Elemente und Schriften einbezogen, im Ton mit außergewöhnlichen Klängen, Geräuschen und Slogans kombiniert.


Literatur: Hediger, Vinzenz: Verführung zum Film. Der amerikanische Kinotrailer seit 1912. Marburg: Schüren 2001, Kap. 1.4.5. 


Artikel zuletzt geändert am 27.08.2017


Verfasser: AS


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