Lexikon der Filmbegriffe

opening credits

auch: opening credits sequence, front credits, beginning titles


Die Eröffnung eines Films mit der schriftlichen Bekanntgabe der Produktions- und Verleihfirmen (oft mit kleinen Titeltafeln oder Kurzsequenzen), des Titels des Films und wichtiger Beteiligter (Darsteller, Kamera, Musik, Regie etc.) wird oft als opening credits sequence bezeichnet. Oft sind es vor allem in älteren Filmen tatsächliche Schrifttafeln, die dazu benutzt werden; seit den 1950ern ist es aber üblich geworden, die Schriften auf einführende Bilder zu legen, die Landschaften etc. zeigen und mit (genreüblichen) Mood-Musiken bereits in die Handlungswelt des Films einführen (oft on-screen credits genannt). Seitdem die Personnage der Filmbeteiligten am Ende als Rolltitel oder als Folge von Schrifttafeln verzeichnet wird, beschränken sich die eingangs des Films gegebenen Informationen auf das Nötigste. Ausnahmen sind sehr selten – Sergio Leones C’era u.a.volta il West (Italien/USA 1968) gab den Filmtitel erst am Ende des Films bekannt; François Truffauts Fahrenheit 451 (Großbritannien 1968) präsentierte die Titel in gesprochener Form über Bilder von Fernsehantennen, korrespondierend der schriftlosen Filmwelt, in der die Handlung spielt; Woody Allens Manhattan (USA 1979) verzichtete auf extradiegetische Schriften, markierte den Titel nur durch eine zufällig im Bild erscheinende Manhattan-Schriftreklame an einem Hochhaus. 


Artikel zuletzt geändert am 27.08.2017


Verfasser: AS


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