Lexikon der Filmbegriffe

Produktionsmusik

engl.: production music, library music, trailer music, stock music


Als Produktionsmusik wird Musik bezeichnet, die speziell zur Nutzung in TV, Film, Hörfunk, Werbung, Filmtrailern, Videospielen, Imagefilmen, YouTube usw. produziert wird. Sie wird von so genannten music libraries (= Produktionsmusikarchiven) beigesteuert, die oft mehrere hunderttausend Musiken anbieten; zu den wichtigsten zählen die amerikanischen Anbieter Jingle Punks, Associated Production Music, FirstCom Music, VideoHelper und Extreme Music. Sie vergeben Lizenzen für unterschiedliche Nutzung vergeben und besitzen in aller Regel alle Nutzungsrechte an der von ihnen angebotenen Musik, die meist für die libraries produziert werden. Zwar wurden die ersten Ton-Archive dieser Art bereits nach dem Aufkommen des Tonfilms gegründet, doch induzierte erst das Fernsehen (seit Mitte der 1940er) erhebliche Nachfragen nach Füllmusiken einen massiven Aufschwung der Verwendungen der meist nur bis zu 3 Minuten langen Musikstücke der libraries. Bis in die 1960er waren es Stile des Jazz (à la Elmer Bernstein oder Henri Mancini), seit den 1970ern Idiome von Pop und Rock, die meistnachgefragt waren. Produktionsmusik ist meist nicht im normalen Musikhandel erhältlich. Sie wird als Thema‑ und/oder Hintergrundmusik in Rundfunk, Film und Fernsehen verwendet. Zwar sind die Komponisten anonym oder schreiben unter Pseudonym, doch hat es in den Jahren nach 1990 eine gewisse Zuwendung zu historischen Klängen gegeben. 

Referenzen:

Archivmusik

stock music


Artikel zuletzt geändert am 27.08.2017


Verfasser: W HHM


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