Lexikon der Filmbegriffe

vigilant movies

dt. etwa: „Selbstjustiz aus Gerechtigkeitsempfinden“; von lat.: vigilans (= wachsam, aufmerksam, fürsorglich)


 


Vor allem im amerikanischen Film ausgeprägtes Motiv, in deren Geschichten ein oder mehrere Akteure gewaltsam gegen kriminelle Elemente der Geschichte vorgehen, weil die Institutionen der Verbrechensbekämpfung nicht handeln können oder wollen. Vigilanten sind nicht durch persönliche Racheinteressen angetrieben (auch wenn die Grenzen fließend sind), sondern handeln aus uneigennützigen Motiven, legitimieren sich selbst durch Rechtschaffenheit und sehen sich selbst im Dienste der Gesellschaft und der Verteidigung der für alle verbindlichen Rechtsordnung. Vigilanten-Figuren finden sich in vielen Genres, vom Western über den Gangsterfilm bis hin zu Science-Fiction- und Drogenfilmen.


Literatur: Mortensen, Erik: Vigilant citizens and horrific heroes: Perpetuating the positive portrayal of vigilantes. In:  Representations of violence in popular cultural genres. Ed. by David Frank Schmid. Santa Barbara, Cal./Denver, Col.: Praeger 2016, S. 149-164 (= Violence in American popular culture. 2.). – Tanrisever, Ahu: Aging vigilantes. In seinem: Fathers, warriors, and vigilantes. Post‑heroism and the US cultural imaginary in the twenty‑first century. Heidelberg: Winter 2016, S. 175-240. 

Referenzen:

Selbstjustiz im Film


Artikel zuletzt geändert am 25.10.2017


Verfasser: HHM


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