Lexikon der Filmbegriffe

Protokooperation

auch: Allianz, Mutualismus; manchmal: Eusymbiose


Der eigentlich der Ökologie entstammende Begriff bezeichnet eine lockere Form der Symbiose, bei der der beide Partner Nutzen aus der Beziehung zum anderen ziehen, ohne dabei auf den anderen angewiesen zu sein. Als Metapher wird der Begriff in der Medienökonomie gelegentlich auf sich ergänzende Verwertungsketten angewendet (als eine Art „unbeabsichtigten Merchandisings“). Allerdings zeigt schon die Interessenallianz von Film- und Musikindustrie, dass es zwischen den beteiligten Partnern schnell zu Kooperationen weiterführender Art (etwa durch Rechteeinräumungen oder -abtretungen, durch Kostenbeteiligungen oder -übernahmen oder gar durch Fusionierungen) kommt. Das Verfahren des product placement ist eine Strategie, Produkte durch ihre Verwendung im Film zu popularisieren (oder gar erst bekannt zu machen).


Ein ganz zufällig entstandenes und ungeplantes Beispiel ist die Popularität der BMX-Räder, die durch die Filme E.T. (1982, Steven Spielberg) und BMX Bandits (1983, Brian Trenchard‑Smith) massiv befördert wurde. 

Referenzen:

Product Placement


Artikel zuletzt geändert am 05.04.2018


Verfasser: HHM


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