Lexikon der Filmbegriffe

Wiener Schluß

Der Wiener Schluß ist ein Kuriosum aus der Theatergeschichte: Der österreichische Kaiser Joseph II. ordnete per Dekret an, dass die Stücke, die im Wiener Burgtheater (Teutsches Nationaltheater) aufgeführt wurden, keine traurigen Ereignisse behandeln sollten, um die kaiserlichen Zuschauer nicht zu deprimieren. Viele Stücke mussten deswegen geändert und mit einem neuen Happy-End versehen werden (wie sogar Shakespeares Romeo und Julia und Hamlet). Das Dekret wurde nach Josephs Tod (1790) wieder aufgehoben.


Literatur: Roger, Christine: L’introduction de Shakespeare dans les répertoires des scènes viennoises. In: Revue germanique internationale 5, 2007, S. 37‑49.

Referenzen:

Happy-End

Happy-End: Typologie


Artikel zuletzt geändert am 05.04.2018


Verfasser: JvH


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