Lexikon der Filmbegriffe

Licht: Farbtemperatur


Die Farbtemperatur ist ein Maß, um einen jeweiligen Farbeindruck einer Lichtquelle quantitativ zu bestimmen. Sie wird in Kelvin (K) gemessen. Gebräuchliche Leuchtmittel haben Farbtemperaturen in den Größenordnungen von unter 3.300 Kelvin (Warmweiß), 3.300 bis 5.300 Kelvin (Neutralweiß) bis über 5.300 Kelvin (Tageslichtweiß). Der Kelvin‑Wert eines Leuchtmittels gibt Aufschluss darüber, ob die Lampe warmes Licht oder kühl wirkendes Licht abgibt. Die Grundregel: Eine Leuchte mit einer niedrigen Kelvin‑Zahl spendet warmweißes Licht. Je höher der Kelvin‑Wert, desto kühler ist die Lichtwirkung. Benannt ist er nach dem britischen Physiker William Thomson (Erster Baron Kelvin).


Einige typische Farbtemperaturen in Abhängigkeit der Leuchtmittel:


Kerze / 1500 K


Glühlampe 40W / 2200 K


Glühlampe 60 W / 2600 K


Glühlampe 100 W / 2800 K


Glühlampe 200 W / 3000 K


Halogenlampe / 2600-3300 K


Leuchtstofflampen / 2700-4000 K



LED‑Lampen / 2700-6000 K


Thungston Licht / 3200 K


PAR Halogen Licht / 3200 K


Leuchtstofflampe (Kaltweiss) / 4000 K


Xenon‑Lampe / 4500-5000 K


Morgensonne‑/Abendsonne / 5000 K


Mittagssonne, Bewölkung / 5500-5800 K


Tageslichtlampe / 5600-7000 K


HMI / HMP Metalldampflampe / 6000 K


Tageslicht mit bedecktem Himmel / 6500-7500 K


Tageslicht mit Nebel, starkem Dunst / 7500-8500 K


Blauer Himmel (magische Stunde, magic hour), kurz vor Sonnenuntergang / 9000-12.000 K


Klares blaues, nördliches Tageslicht / 15.000-27.000 K


Literatur: Dunker, Achim: "Die chinesische Sonne scheint immer von unten". Licht‑ und Schattengestaltung im Film. 6., überarb. Aufl. Konstanz/München: UVK 2014, S. 89ff. 


Artikel zuletzt geändert am 24.04.2018


Verfasser: JH


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