Lexikon der Filmbegriffe

Tulu cinema

manchmal auch: Coastalwood


Das Tulu cinema gehört zu den vielfältigen Ausprägungen des indischen Kinos. Es ist in der westindischen Provinz Tulu Nadu lokalisiert. Erste Filme in der Regionalsprache Tulu entstanden in den 1970ern, wurden – angesichts der kleinen Sprechergruppe – fast ausschließlich regional ausgewertet. Erst der Film Suddha (2005, Ramchandra P.N.), der auf dem Festival des asiatischen Films in Delhi 2006 ausgezeichnet wurde und der eine Familiengeschichte erzählt, brachte einen nationalen Durchbruch. Seitdem entstehen fünf bis zwölf Filme pro Jahr (darunter Aamait Asal Eemait Kusal [2012, Ranjan Shetty], eine Adaption von Shakespeares A Comedy of Errors , oder die Action-Romanze Rickshaw Driver [2013, H.S. Rajashekar]). Die bislang größten Kassenerfolge des Tulu-Kinos waren die Komödie Oriyardori Asal (2011, H.S. Rajashekar) und Chaali Polilu (2014, Veerendra Shetty Kavoor) über drei Freunde, die ihre Arbeitslosigkeit zu bewältigen suchen, der 470 Tage ununterbrochen in Mangalore lief. 


Artikel zuletzt geändert am 25.04.2018


Verfasser: KB


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