Lexikon der Filmbegriffe

microfilmmaking

auch: micro-budget filmmicrocinema


Die Produktion von Low- und No-Budget-Filmen wird oft als microfilmmakingbezeichnet. Ohne Unterstützung der großen Studios, außerhalb des narrativen und stilistischen Mainstreams werden die Filme dieser Produktionsform mit einem Aufwand von bis zu 30.000 US-$ hergestellt, Geld, das meist aus privater Tasche stammt. Die finanzielle Englage bedingt, dass die microfilmmakersoft als erste zu Technologien greifen, die Kostenersparnis erbringen (wie etwa der Dreh auf Video). Der Terminus ist gebräuchlich seit den 1980ern, als es zu einer radikalen Veränderung der Verbreitungsplattformen kam (Video und DVD, Video on Demand, Streaming-Dienste, Videoportale wie Youtube und Vimeo usw.). Es kam die Hoffnung auf, dass in der Szene der microfilmmakerTalente außerhalb der Routinen des Studiosystems sichtbar würden. Dass die mikro-budgetierten Filme für die großen Studios von Interesse sein würden, ist spätest seit dem Schauerfilm Paranormal Activity(2009, Oren Peli) bekannt, der nur 15.000 US-$ Produktionskosten hatte, dessen Verleihrechte Paramount übernahm und mehr als 190 Millionen US-$ Einnahmen realisierte. Heute (Stand: 2017) deutet sich an, dass die großen Firmen nach wie vor die teuren, effektvollen und action-orientierten Blockbuster betreuen, in allen anderen Spielarten des Films aber vermehrt auf Produktionen aus dem Korps der Low-Budget-, Independent- und der Mikrofilme zugreifen. 


Literatur: De Ville, Donna: The Persistent Transience of Microcinema (in the United States and Canada). In: Film History: An International Journal27,3, 2015, S. 104-136. – Parks, Stacey: The insider's guide to independent film distribution. Amsterdam [...]: Focal Press [...] 2007. – Zeitschrift: MicroFilmmaker(2005ff). 


Artikel zuletzt geändert am 28.12.2018


Verfasser: HHM


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