Lexikon der Filmbegriffe

Concept Art (1)

dt. etwa: konzeptionelle Kunst


Entstanden in den 1960er Jahren, thematisierte die Concept Art die Frage der Kunst selbst, indem sie vom materialisierten Kunstwerk Abschied nahm und nur noch sogenannte „Konzepte“ wie verbale Anleitungen, Photographien, Videoaufzeichnungen, Skizzen, Pläne, Modelle und andere Belege oder Dokumente exponierte. Die Exponate sind nicht mehr als originale Werke, sondern Konzepte derselben – es ging darum, so die Einbildungskraft des Betrachters zu aktivieren, ihm wurde die (imaginäre) Realisierung des Werks überantwortet. Der Concept Art ist seinerzeit unterstellt worden, ein unreflektiertes Mißtrauen gegenüber dem Bild, insbesondere dem medial verbreiteten Bild zu artikulieren. 


Literatur: Alberro, Alexander [...] (eds.): Conceptual art. A critical anthology. Cambridge, Mass. [...]: MIT Press 1999. – Gregor, Ulrich: Film und Konzeptualismus. Über einige Tendenzen im Avantgardefilm. In: Conceptualisms. [Zeitgenössische Tendenzen in Musik, Kunst und Film...]. Hrsg. v. Christoph Metzger. Saarbrücken: Pfau 2003, S. 53-62.- Niemeyer, Thomas: You press the button. Fotografie und Konzeptkunst. Frankfurt: Revolver, Archiv für Aktuelle Kunst 2004. – Osborne, Peter (ed.): Conceptual art. London [...]: Phaidon 2002.


Artikel zuletzt geändert am 21.12.2018


Verfasser: HHM


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