Lexikon der Filmbegriffe

Cordin

auch: Cordin Scientific Imaging


Cordin ist eine in Familienbesitz befindliche Hightech-Firma aus Salt lake City, Utah, die nahezu ein Weltmonopol im Bau von Hochgeschwindigkeitskameras besitzt, die für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt werden. Erste Konzepte entstanden in den 1940ern während des Manhattan-Projekt zum Bau der Atombombe, als es darum ging, Superzeitlupenaufnahmen der Explosionen zu machen; der Techniker Berlin Brixner konstruierte eine Kamera, deren Bilder mittels rotierender Spiegel zustande kamen, die Sid They baute (für bis zu 1 Million Aufnahmen pro Sekunde). Die Technik stand unter Geheimhaltung; erst als diese 1953 aufgehoben wurde, wurde sie öffentlich vorgestellt. 1956 gründeten Earl Pound und Bill Partridge die Cordin Company(der Name ist eine Zusammenziehung aus coordination, um auf die enge Kooperation von Regierung, Universität und privater Initiative zu verweisen). 1959 trat Sid Nebeker der Firma bei, die sich schnell zum Monopolisten entwickelte, zumal  sie 1969 den einzig nennenswerten Konkurrenten Beckman & Whitleyübernahm. 1982 wurden elektronische image converter camerasin das Cordin-Programm aufgenommen, 1994 erprobte man die Möglichkeiten der CCD-Technik, 2004 wurde vollends auf elektronische Bilderfassung gesetzt. 


Artikel zuletzt geändert am 21.12.2018


Verfasser: JH


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