Lexikon der Filmbegriffe

actor-director

(1) dt. etwa: „Schauspieler, die auch Regisseure sind“; als „Schauspielerregisseur“ werden meist Regisseure bezeichnet, deren Fähigkeit, Schauspieler zu führen und in die Rolle einzuweisen, bemerkenswert ist; der umgekehrte Funktionsrollenwechsel wird oft als: director-actorbezeichnet


So sehr die Professionen beim Film getrennt sind, sind eine ganze Reihe von Akteuren in mehreren Rollen aktiv: Schauspieler, die selbst Regieaufgaben unternehmen (wie Orson Welles, Gene Kelly, Sylvester Stallone, Clint Eastwood, Robert Redford, Kenneth Branagh), Regisseure, die auch als Schauspieler auftraten (wie Sidney Pollack, François Truffaut, Rainer Werner Fassbinder), oder andere, die in beiden Professionen aktiv waren (wie Charlie Chaplin, Jerry Lewis, Nikita Mikhalkov, Woody Allen). Es sind meist männliche Fachwechsler, Frauen wechseln selten die Seiten (wie etwa Barbara Steisand, Jodie Foster oder Sarah Polley).


(2) auch: actor-director teams


Die Filmgeschichte kennt in allen nationalen Kinematographien zahlreiche Paarungen von Schauspielern und Regisseuren, die vielfach miteinander kooperierten. Dazu rechnen George Cukor & Katherine Hepburn, John Ford & Henry Fonda / John Wayne / Maureen O‘Hara, Alfred Hitchcock & James Stewart, Ingmar Bergman & Liv Ullmann / Bibi Andersson, Federico Fellini & Giulietta Masina / Marcello Mastroianni, Francois Truffaut & Jean Pierre Léaud, Jean-Luc Godard & Anna Karina, Billy Wilder & Jack Lemmon, Martin Scorsese & Robert De Niro /  Leonardo DiCaprio, Steven Spielberg & Tom Hanks, die Coen-Brüder & Frances McDormand / John Turturro. Die Vermutung liegt nahe, dass derartige Paarungen im kollektiven Gedächtnis zu einem generalisierten Bild verschmelzen, das in die Wahrnehmung der Filme selbst hineinwirkt.


Artikel zuletzt geändert am 21.12.2018


Verfasser: KB


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