Lexikon der Filmbegriffe

Fandom

engl. (etwa = Fansein“); auch im Dt. üblich; gelegentlich dt.: Fantum; irrtümlich manchmal als Fangemeinde (fan base) ausgewiesen


Es gehört zum Ausdruck des Fandoms, zumindest passiv sich als Mitglied einer imaginären Gemeinschaft von Fans zu bekennen, geht aber oft weit darüber hinaus. Angefangen vom regelmäßigen und wiederholten Konsum des Gegenstands des Fanseins – das können im Film Schauspieler, Regisseure, Genres und ähnliches sein – über die Verfolgung des Schreibens über den Gegenstand (in der Presse, in Fanzines usw.), das Sammeln von objektbezogenen Dingen (von Autogrammkarten bis hin zu reliquienartig behandelten Gegenständen), fanobjekt-verursachten Reisen bis hin zu eigenem aktiv-kreativen Schaffen – Biographica, Kurzgeschichten und Romane (fan literature), Bilder (fan art), Untertitelungen von Filmen (film dubs), parodistische Umarbeitungen des Objekts (vidding) und ähnlichem mehr. Auch die Zugehörigkeit zu Fanclubs und die Teilnahme an mehr oder weniger kommerziell orientierten Fan-Versammlungen (conventions undmeet-ups) gehören zum Ausdrucksverhalten von fandom


Literatur: Harris, Cheryl / Alexander, Alison: Theorizing fandom: Fans, subculture, and identity.Creskill, N.J.: Hampton Press 1998. – Jenkins, Henry: Textual Poachers. Television Fans and Participatory Culture. London/New York: Routledge 1992. – Hills, Matt: Star Warsin Fandom, Film Theory, and the Museum. In: Movie blockbusters. Ed. by Julian Stringer. London/New York: Routledge 2003, S. 178-189. 

Referenzen:

fan art

Fan-Fiction

vidding


Artikel zuletzt geändert am 21.12.2018


Verfasser: KB


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