Lexikon der Filmbegriffe

Schauspielerfilm

Alltagssprachliche Redeweise für einen Film, dessen Reiz weniger in Erzählung, Requisite, visueller Opulenz, dramaturgischem Aufbau usw. verankert ist als im Spiel der Schauspieler. Entsprechend langsam sind derartige Filme erzählt, das Moment von Bewegung und Action tritt zurück, auch wenn die Konstellation der Figuren spannungsreich ist (wie etwa die zwischen einem Taxifahrer und einem Auftragsmörder, der eine Nacht durch Los Angeles gefahren werden will wie in Collateral, 2004, Michael Mann). Das Zentrum der Erzählung ist die Darstellung innerer Konflikte und inneren Erlebens, weshalb die Ausdrucksfähigkeit der Schauspieler so sehr gefordert wird, dass sie fast wie eine Gattungsbezeichnung eingesetzt werden kann. 


Artikel zuletzt geändert am 28.12.2018


Verfasser: JvH


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