Lexikon der Filmbegriffe

pay or play

auch: pay-or-play,take-or-pay


Als pay or playwird eine Vertragsform bezeichnet, die ein Studio, eine Produktionsfirma oder ein Produzent mit einem Mitarbeiter des Filmteams (Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Mitglieder des technischen Teams) verbindet, die den Vertragsgeber auch dann zur Zahlung der vertraglich vereinbarten Gage verpflichtet, wenn er später entscheidet, die Dienste des Vertragsnehmers in Anspruch zu nehmen (wenn es nicht schuldhafte Gründe dafür gibt, dass jener nicht mehr an den Dreharbeiten teilnehmen kann). Manchmal werden zusätzlich Sperrzeiten vereinbart, in denen die Vertragsnehmer nich in anderen Projekten arbeiten dürfen; so verpflichtete sich Kurt Russell, als er den mit 15 Millionen US-$ dotierten Vertrag für Soldier(1998) unterzeichnet hatte, für 18 Monate in keinem anderen Film zu spielen. Für die Studios sind die Pay-or-Play-Verträge ein Mittel, Stars und deren voraussichtlichen Imagewert zu sichern oder auch Talente an sich zu binden. 


Literatur: Rosenfeld, Meyer /  Susman,  L.L.P.: Navigating the “pay or play” minefield. In: The Business  of Film(Beverly  Hills, Cal.), Oct.-Nov. 1997. 


Artikel zuletzt geändert am 28.12.2018


Verfasser: HHM


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