Lexikon der Filmbegriffe

Pekinger Filmakademie

international: Beijing Film Academy(BFA); im Dt. manchmal auch: Filmhochschule Peking (Pinyin Beijing Diànying Xuéyuàn)


Die Pekinger Filmakademie, die einzige Filmhochschule in China und die bedeutendste ihrer Art in Asien, wurde im Mai 1950 unter der Bezeichnung Performance Art Institution of the Film Bureau of the Ministry of Culture („Darstellende Kunstinstitution des Filmbüros des Kulturministeriums“) gegründet; bis heute befindet sie sich in Haidian, dem Universitätsviertel von Peking. Sie wurde mehrfach umbenannt, erhielt ihren heutigen Namen erst am 1.6.1956, wurde zugleich als Universität anerkannt. Zulassung bekamen und bekommen bis heute nur 400-500 Studenten pro Jahrgang. Während der Kulturrevolution (1966-76) stellte die Akademie ihre Arbeit mehr oder weniger ein, ließ erst nach der Reorganisation der Schule 1978 wieder Studenten zu. Die Akademie gilt als eine der weltbesten Ausbildungsstätten des Films; die 1950 gegründete Bibliothek enthält mehr als 200.000 Bände. Sie ist beständig um neue Ausbildungsabteilungen gewachsen, enthält (seit 2014) ein Filmmuseum. Zu ihren bekanntesten Absolventen gehören Regisseure der sogenannten vierten (wie Wu Tianming), fünften (wie Tian Zhuangzhuang, Chen Kaige und Zhang Yimou) und sechsten Generation (wie Zhang Yuan), aber auch eine ganze Reihe von Schauspielern (wie Xu Jinglei, Zhao Wei, Huang Xiaoming und Liu Yifei). 


Homepage: http://eng.bfa.edu.cn/.


Literatur: Clark, Paul: Reinventing China. A Generation and Ist Films. Hong Kong: Chinese University Press 2005. – Ni, Zhen: Memoirs from the Beijing Film Academy. The Genesis of China's Fifth Generation. Durham [...]: Duke University Press 2002. 


Artikel zuletzt geändert am 28.12.2018


Verfasser: AS


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