Lexikon der Filmbegriffe

Scotchlite

Normale Kinoleinwände reflektieren das Projektionslicht möglichst diffus, um allen Besuchern im Kino ein helles und brillantes Bild zu präsentieren. Die Aufprojektionsfläche Scotchlite der Firma 3M dagegen reflektiert den einfallenden Lichtstrahl direkt zurück zu seiner Ursprungsquelle. Sie besteht aus Millionen kleiner Glaskugen mit einem Durchmesser von 0,05 mm, die auf der Unterlage aufgebracht sind. Die Brechung in den Glaskügelchen ist vergleichbar mit der Reflexion des Lichtstrahls durch einen Spiegel. Damit ist bei einem Betrachtungswinkel aus der optischen Achse die Scotchlite- Bildwand 1.600mal heller als eine weiße Fläche. Schon bei geringer Lichtintensität des Projektors ist die Lichtausbeute sehr hoch, der Beleuchtungseffekt auf den Schauspieler zu vernachlässigen. 3M stellte 1940 die Reflexionsfolie zum ersten Mal vor. Einige Jahre später wurde sie für das Aufprojektionsverfahren modifiziert. Sie wird als Scotchlite No. 7610, auch High Gain genannt, bis heute angeboten.



Verfasser: JH


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