Suchergebnisse für die Suche nach: bühne



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Guckkastenbühne

die Bezeichnung bezieht sich wohl auf die Jahrmarktsattraktion des GuckkastensDie Bezeichnung Guckkastenbühne wird (meist mit spöttischem Unterton) steht für einen Typus des Bühnenbildes, das seit dem späten 17. Jahrhundert die bis heute wichtigste Bauform der Theaterbühne darstellt. Sie hat drei Wände, nur die vierte Wand zu ... [weiterlesen]
2.

Szenenbild

meist: BühnenbildIm Theater versteht man unter Bühnen- oder Szenenbild die Gesamtgestaltung des Bühnenraums einer besonderen Szene. Meist fertigt der Szenograf resp. der Produktionsdesigner eine Skizze des Bühnenaufbaus an (auch diese wird „Bühne ... [weiterlesen]
3.

Broadway II: Broadway-Hollywood

... ren äußerst erfolgreiche Filmstoffe, die Dramaturgie zahlreicher Musicals wurde dort erprobt und ausgearbeitet, und die Anzahl von Stoffen, die auf Aufführungen auf den Broadway und Off-Broadway-Bühnen zurückgehen, sind Legende.Auch eine ganze Reihe von Broadway-Schauspielern trat in der Filmproduktion auf. Manchmal trauten die Produzenten der Popularität der Bühnenschauspieler nicht; so wurde etwa nicht Julie Andrews, die die Rolle der Eliza Doolittle in der seit Jahren erfolgreichen Bühnenfassung von My Fair Lady spielte, in der Filmversion (1964) verpflichtet, sondern Audrey Hepburn. (Julie Andrews übernahm ein Jahr später die Hauptrolle der Maria in der Filmadaption von The Sound of Music, 1965, nicht etwa Mary Martin, die die Rolle erfolgreich am Broadway spielte.) Derartige Neubesetzungen sind recht oft vorgekommen – Tallulah Bankhead (weiterlesen]
4.

Drehbühne

engl.: revolving stageEine Drehbühne ist eine kreisförmige, drehbare Spielfläche, die meist in den Bühnenboden eingelassen ist, manchmal aber auch auf diesem aufliegt. Sie wurde 1490 erstmals von Leonardo da Vinci in Mailand angewendet, findet sich im japanischen Kabuki-Theater seit den 1650er Jahren. Wirkliche Verbreitung fand sie erst nach den Arbeiten Karl Lautenschlägers in M&
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5.

Illusionsbühne

auch: Imaginationsbühne; von griech. illusio = Verspottung, Ironie, TäuschungAus der Guckkastenbühne entwickelte sich die Illusionsbühne – sie versucht, die fiktionale Welt bei der Aufführung mit den Mitteln der Architektur, der Malerei, mit Hilfe der Requisiten, aber auch mittels diverser Tricks möglichst naturgetreu vorzut ... [weiterlesen]
6.

Wandeldekoration

engl., frz.: WandeldekorationDer italienische Architekt und Maler Giorgio Vasari erfand im 16. Jahrhundert die sogenannte Wandeldekoration. Dabei wird die Dekoration selbst bewegt, als würde sich die Bühne vor einem Hintergrund verschieben. Technisch wurde dazu im Hintergrund die Landschaft, die auf ein langes Textillaken aufgemalt war, auf zwei Walzen aufgewickelt, so dass sie langsam hinter dem B&uum ... [weiterlesen]
7.

stand-up comedian

oft auch nur: stand-up; dt. manchmal: BühnenkomikerAls stand-up comedy bezeichnet man eine Form der Bühnenkomödie, bei der der Komiker direkt mit dem Publikum kommuniziert. Meist ist er allein auf der Bühne und erzählt in manchmal rasend schneller Geschwindigkeit amüsante Geschichten, kurze Witze (oft sogenannt: bits) und meist ... [weiterlesen]
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Souffleur

von frz.: souffler = blasen, hauchen; ursprünglich von lat.: sufflare = hineinblasen; seit dem 18. Jahrhundert in der Bühnensprache üblich; weibliche Form: Souffleuse; engl.: prompter Der in der Praxis der meisten Bühnen seit dem 18. Jahrhundert gebräuchliche Souffleur steht oder sitzt normalerweise im Souffleurkasten, der in der Mitte der B ... [weiterlesen]
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Fernsehoper

Die Fernsehoper ist ein komplexes Bühnenwerk mit dramatischer Dichtung, Musik und weiterem als Gesamtkunstwerk, das extra für die Fernsehausstrahlung erstellt oder als eine Version einer Bühnenoper erarbeitet wird. Im weiteren Sinne gehören auch Fernsehübertragungen von Bühnenopern dazu. Eine Fernsehversion bedarf aber in aller Re ... [weiterlesen]
10.

Szenarium

oft auch: Szenario; von griech. skene = Schattenraum, Zelt hinter der Bühne, Bühnengerüst; frz. scène = Szene(1) Im Film gelegentlich als Bezeichnung für Drehbuch (dem frz. scénario abgelauscht). In diesem Verständnis zunächst als Aufzeichnung des in Akte und Szenen eingeteilten Handlungsablaufs der Commedia dell‘Arte – die Dialoge wurden in jeder Au ... [weiterlesen]
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Theater im Film

... anke vom Theatrum Mundi schwingen in allen diesen Filmen mit. Mit The Baby of Mâcon hat 1993 Peter Greenaway den Film zum barocken Welttheater geliefert. Endgültig geht die Trennschärfe zwischen Bühne und Leben, zwischen Ernst und Spiel in einem beispiellosen Theater der Grausamkeit verloren. Es ist vor allem die Schnittstelle von einerseits Theater im Sinne einer Absprache zwischen Bühne und Publikum, dass es sich beim Bühnengeschehen um eine absichtsvolle Täuschung handelt und einer vorsätzlichen schädigenden Täuschung, die sich unmittelbar auf die Realität auswirkt andererseits, die das Sujet des Theaters im Film so interessant macht.Literatur: Brewster, Ben / Jacobs, Lea: Theatre to cinema;: Stage pictorialism and the early feature film. New York: Oxford University Press 1997. – Curot, Frank: Théâtre, théatralité et style d'éspace filmique dans Le Carrosse d'Or de Jean Renoir. In: CinémAction, 93, 1999, S. 42‑50. – Klein, Thomas: Ernst und Spiel. Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film. Mainz: Bender 2004. – Klein, Thomas: Der Bühnentod im Film. In: Schoenmakers, Henri [...] (Hrsg.): Theater und Medien. Grundlagen – Analysen – Perspektiven. Eine Bestandsaufnahme. Bielefeld: transcript 2008, S. 229-236.   ... [weiterlesen]
12.

Schaunummer

Format der frühen Kinematographie, das artistische Vorführungen, Zaubereien, Tanz-Darbietungen und andere Bühnenperformances (Varieté-Programme etc.) aufzeichnet. Dabei kommen bereits die ersten für das Kino entwickelten Special Effects und Tricks zum Einsatz (vor allem der ehemalige Schausteller und Bühnenzauberer Georges Méliès brachte das Arsenal seiner ... [weiterlesen]
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Portal

auch: Bühnenrahmen, Bühnenportal, Portalrahmen, Portalanlage, technisches PortalDie bilderrahmenartige Umfassung der Bühne, wie sie vom Zuschauer aus sichtbar ist, wird „Portal“ genannt. Sie bildet die vordere Öffnung der Guckkastenbühne. Das Portal besteht aus zwei Seitenteilen ... [weiterlesen]
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Schnürboden

auch: Rollenboden, manchmal auch: Seilboden, Oberbühne; im Engl. spricht man manchmal von flies (bzw. von: to fly scenery), wenn Requisiten an Seilen auf den Schnürboden gezogen und damit aus dem Sichtfeld der Bühne entfernt werdenAlte Bezeichnung eines Oberbodens über der Bühne, gelegentlich auch einer Arbeitsgalerie seitlich-oberhalb ... [weiterlesen]
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Bühnenfechten

im Dt. auch: Bühnenkampf, Theaterfechten, szenisches Fechten; engl.: stage fight, stage combatBühnenfechten ist eine choreografische Disziplin, die zur Schauspielerausbildung gehört. Sie dient der optisch und akustisch anspruchsvollen Darstellung von Fechtkämpfen, Duellen und ähnlichem auf der Bühne oder vor der Kamera. Die tats&a ... [weiterlesen]
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Bühnenmusik

auch: Handlungsmusik, Inzidenzmusik, diegetische MusikAls Bühnenmusik wird diejenige Musik bezeichnet, die auf oder hinter der Bühne als Teil der Handlung gespielt wird. Der Ausdruck entstammt der Theaterpraxis. Fanfaren, Jagdmusiken, Tanzmusik, gesungene Lieder und anderes mehr, das essentiell zur Handlung gehört, rechnen auch dann dazu, wenn die Akteure das musikalische Spiel nur vort&aum ... [weiterlesen]
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Bühnenanweisung

manchmal auch: Szenenanweisung; seltener: RegieanweisungIn Drehbüchern und Dramentexten werden solche Bemerkungen, die sich auf Bühnenbild und Ausstattung, Aussehen und Verhalten der Akteure, Rhythmen der Aktion und Tempi des Geschehens, Musikeinsätze und Geräuscheffekte und dergleichen mehr beziehen und nicht für das Publikum, sondern nur für diejenigen, die das Drama realisieren und die die Szenenanweisung in Maske und ... [weiterlesen]
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Rollenarbeit

Rollenarbeit bezeichnet die Auseinandersetzung des Schauspielers mit einer Bühnenfigur im Rahmen von Probenarbeit und Aufführung. Sie umfasst die Rollenanalyse sowie den Prozess des Erlebens und Darstellens, der von der improvisatorischen Annäherung bis zur Fixierung der gefundenen Spielvorgänge und Haltungen. Dabei werden alle Ausdrucksmittel der Bühne – Requisiten und Obje ... [weiterlesen]
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Alabastra-Verfahren

Im Jahre 1908 versucht der deutsche Filmpionier Oskar Messter, das von dem Ingenieur Engelmann erfundene Alabastra-Verfahren in Berlin kommerziell auszuwerten. Dabei handelt es sich um filmisch repräsentierte Schauspieler, die auf einer echten, dreidimensionalen Bühne zu agieren schienen. Gedreht wurden die Schauspieler vor schwarzem Hintergrund. Die Filme wurden dann von einem Vorführapparat unterhalb der weiterlesen]
20.

Dekorationszug

manchmal: LastzugEin Dekorationszug ist eine bühnentechnische Vorrichtung, die zum vertikalen Bewegen von Bühnen-Dekorationen oder Personen dient. Er ist entweder parallel zur Bühnenöffnung geführt oder wird eigens angebracht, so dass Dekorationen eines je besonderen Stücks auf die Bühne ... [weiterlesen]
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Teichoskopie

von griech.: teíchos = Mauer, skopía = Wacht, Umschau; dt. oft: MauerschauTeichoskopie ist ein dramentechnisches Mittel, Ereignisse, die sich auf der Bühne nicht oder nur schwer darstellen lassen, dennoch auf der Bühne zu realisieren - durch einen meist erhöht stehenden Beobachter, der den anderen Figuren und den Zuschauern von einem Geschehen berichtet, das außerhalb ih
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Bühnenbild

... ;nglich als Theaterausstattung entwickelt, hat die Gestaltung des Environments im Film natürlich viel mehr Freiheiten, kann viel mehr mit Details arbeiten. Oft unterscheidet man verschiedene Funktionen des Bühnenbildes: (1) Eine rein illustrierende Dekoration geht oft kaum über eine Bebilderung der Handlung hinaus, verankert aber auch dann die Handlung in einer historischen Epoche, vielleicht auch in einer nationalen Stilistik. (2) Ein subjektives Bühnenbild inszeniert vor allem Wohnungen und Häuser als Selbstdarstellungen von Figuren. (3) Rauminstallationen sind darüber hinaus bereits auf die Inszenierung der szenischen Handlung, das räumliche Arrangement der Figuren, mögliche Bewegungen und Verlagerungen der Figurenkonstellationen etc. ausgerichtet. (4) Das verfremdende weiterlesen]
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Backstage-Musical

von engl. ‚back stage‘ = hinter der BühneDas Leben hinter der Bühne steht im Mittelpunkt dieses Musical-Subgenres. Nach Erfindung des Tonfilms wurde das Backstage-Musical bald (ab 1933) eine ideale Form, Qualitäten des Tons im Kino zu präsentieren: Es verband ein Maximum an Gesangseinlagen mit einem Minimum an Rechtfertigung (Altman). Die Song-and-Dance-Szenen ergeben sich
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production number I

Die Attraktion des kinematographisch aufgezeichneten Tons erfuhr zu Beginn des Tonfilmkinos seine Steigerung durch die Verbindung mit Gesang und Tanz in Anlehnung an tradierte Bühnengattungen wie die Operette, das Musical oder das Varieté. Frühe Exemplare der in den USA umgehend entstehenden Gattung des Filmmusicals basierten – so zum Beispiel The Hollywood Revue of 1929 (1929) – direkt auf dem Nummernprinzip des Variet&e ... [weiterlesen]
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Broadway I: Broadway-Theater

Broadway = eine Straße in Manhatten (New York), im engeren Sinne: das Theaterviertel am Times Square zwischen der 41ten und 53ten Straße und zwischen der Sixth und Ninth AvenueBroadway ist eine allgemeine Bezeichnung für eine bestimmte Art der Bühneninszenierung von Shows, Revuen, Musicals und Theaterstücken – es gibt ca. 40 Theater sowie Kleinbühnen, jährlich we ... [weiterlesen]
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Szene

... rmischen sich manchmal diese drei Kriterien der Unterteilung.Literatur: Pfister, Manfred: Das Drama. Theorie und Analyse. München: Fink 1977, Kap. 6. Zahlr. Neuaufl.(2) Szene wird auch als Synonym für Bühne gebraucht, z. B. in der Redewendung „Verwandlung auf offener Szene“. Gemeint ist wohl die für den Zuschauer einsichtige Bühne, also die „Bühne des Spiels“.(3) Eine Szene ist Teil eines Films, die meist schon im Drehbuch vorgenommen wird. Gegenüber der Sequenz, deren formale Eigenständigkeit sich oft aus Montageformen ergibt (wie bei der Komparations- und Parallelmontage), bezeichnet man mit dem Begriff Szene die Kontinuität der beobachteten Handlung, eine oft an die Situation des Alltagslebens oder die Szene des Theaters gemahnende Einheit der Interaktion, der Kommunikation oder des Handelns. Nach den traditionellen Regeln der Dramaturgie beginnt ei ... [weiterlesen]
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Manteau d'Arlequin

franz., = Mantel des HarlekinsBezeichnung einer einfachen Art von Bühnenrahmen zum Verkleinern oder Vergrößern der Bühnenöffnung im Kulissentheater. Er bestand aus zwei Seitenteilen (auch Draperien oder Kulissen genannt) sowie aus einer entsprechenden Soffitte als oberem Abschluss. Die drei Rahmenteile waren einzeln zu bewegen. Trotz der fixen Distanz zwischen Zuschauer und ... [weiterlesen]
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Theatermilieu

engl. manchmal: film about theatre; auch: backstage moviesZahlreiche Spielfilme machen sich das schillernde Motiv des typischerweise aufgeheizten und spektakulären Theatermilieus zu Nutze und ziehen daraus mehrere Vorteile: Im Zentrum steht die (mehr oder weniger klischierte) Berufswelt des Theaters und die dazugehörigen Figuren – vom schrulligen Bühnenarbeiter über die exzentrische Künstlergestalt bis zur hysterischen. ... [weiterlesen]
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Belasco-Tendenz

engl.: Belasco tendencyGegen Ende des 19. Jahrhunderts gerieten Bühnenbild und Ausstattung immer mehr ins Zentrum der Inszenierung. Insbesondere David Belasco, ein amerikanischer Produzent und Regisseur, suchte eine geradezu naturalistische Nachahmung der Realität auf der Bühne zu erreichen (bis zu solchen Entscheidungen, ganze Räume in New York abbauen und auf der weiterlesen]
30.

Inzidenzmusik

auch: Handlungsmusik; heute meist: szenische Musik, On-Musik; engl.: source music; von lat.: incidens = hineinfallendMusiken, deren Ursprung im Bild zu sehen ist – ein Radio spielt, ein Plattenspieler wird eingeschaltet, die Kapelle spielt zur Hochzeit auf, eine Blaskapelle marschiert vorbei –, und man hört dazu die entsprechenden Klänge. Der Terminus entstammt der Bühnenpraxis. Inzidenzmusiken werden auch dann als Teil des
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Vierte Wand

engl. fourth wall; GuckkastenbühneDie Metapher der „vierten Wand“ bezieht sich auf die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Sie kam im realistischen Schauspielstil des späten 19. Jahrhunderts auf. Die Geltung der Metapher bedingt zweierlei: Zum einen verhalten sich die Figuren, als sei die Öffnung nicht vorhanden und agierten sie in einem geschlossenen Raum, der nur z ... [weiterlesen]
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Lykopodium

... euerschein. Da Lykopodium sehr rasch verpufft, tritt keine Hitzeentwicklung ein. Zu Zeiten des Kulissentheaters war Lykopodium wegen der geringen Wahrscheinlichkeit, offenes Feuer zu entzünden, der einzige Bühneneffekt zur Erzeugung von hell aufleuchtenden Flammen, der auf der Bühne erlaubt war. Heute ist Bärlapp weder im Theater noch im Film noch in Gebrauch – wegen zahlreicher synthetischer pyrotechnischer Mittel, aber auch wegen der geänderten Vorschriften im Umgang mit offener Flamme auf der Bühne. ... [weiterlesen]
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Blocking

manchmal auch: plotting, selten: grouping, actor placement; meist als Technik der Szeneninszenierung (to block a scene); deutsch oft: Choreografierung(1) Als blocking bezeichnet man in der englisch-amerikanischen Theater- und filmischen Inszenierungspraxis die präzise Festlegung der Bewegungen von Akteuren auf der Bühne. In der Regel werden die Aktionen der Schauspieler im Szenenraum, vor allem aber auch die Konstellationen, die sie zwische ... [weiterlesen]
34.

Shepperton Studios

... ios und produzierte noch im Gründungsjahr Watch Beverley (1932) und Reunion (1932). Ende 1934 wurde deutlich, dass das Studio vergrößert werden musste, und öffnete 1936 erneut mit sieben Tonbühnen, zwölf Schneideräumen und drei Kinosälen. In dem älteren Studio-Bau war ein Hotel und ein Restaurant untergebracht. French Without Tears (1939) wurde der wohl bekannteste Vorkriegsfilm des Studios. Im Krieg war der Aufnahmebetrieb erheblich gestört, weil nicht nur die Bombardements der nahegelegenen Flugzeugfabrik Vickers-Armstrong zu permanenten Drehunterbrechungen zwangen, sondern auch, weil das Kriegsministerium die Bühnen-Crew des Studios für den Bau von Flugzeu ... [weiterlesen]
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Upstage

= hinten, Hintergrund(1) Der am weitesten vom Publikum entfernte Bereich der Kulisse resp. der Bühne wird im englischen Theater bis heute upstage genannt. Die Bezeichnung entstammt der Praxis, Bühnen mit Neigung zum Publikum hin zu bauen, so dass der hintere Teil der Bühne höher liegt als der vordere und so für das Publikum besser sich ... [weiterlesen]
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Cakewalk

Der Cakewalk, der zu den grotesk-übertreibenden Inszenierungsweisen der Bewegung auf der Bühne der populären schwarzen Jazzkultur gehörte, geht auf eine Tradition der Sklavenarbeiter der großen Südstaaten-Plantagen zurück, die an ihren freien Sonntagnachmittagen mit stark nach hinten gedrücktem Oberkörper den gravitätischen Gang der Gutsbesitzer nachahmten/verulkten. Ironischerweise berichtet die Leg ... [weiterlesen]
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Peepshow

... Szenen sichtbar; manchmal wurde mit dem 3-D-Effekt gespielt; wurden Bilder eingesetzt, konnten diese in aller Regel mittels Draht oder Leinenzügen gewechselt werden, so dass in Kombi-Shows Bildwechsel wie Bühnenumbauten eingesetzt wurden. Ein zweiter Typus – manchmal boite d‘optique [= optisches Gehäuse] genannt – war höher als tief und führte den Blick mit einem Spiegel auf die Frontseite zurück. Ein dritter Typus entstammt dem erotischen Theater und gestattet einen (heimlichen und meist anonymen) Blick auf eigentlich verbotene erotische Szenen. Heute sind Peepshows zentrale Drehbühnen, um die Einzelkabinen der Zuschauer herumgruppiert sind. Durch einen Schlitz, den man durch den Einwurf von Geldstücken öffnen kann, wird für eine vereinbarte Frist der Blick auf das Bühnengeschehen freigegeben.Edisons Filme wurden in Peepshows ausgewertet, und auch manche Formen der Daumenkinos standen als Peepshows an öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Penny-Arkaden und ähnlichen Orten.Literatur: Balzer, Richard: Peepshows. A Visual History. New York: Abrams 1998. – Robinson, David: From Peep Show to Palace. The Birth of ... [weiterlesen]
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Kulisse I

engl. set, scenery; für Kulissenwechsel: engl. scene changeIm Theater entstand im 17. Jahrhundert die Kulissenbühne, die den Szenen-Hintergrund durch gemalte Kulissen illusionierten. Im 18. Jahrhundert wurde sie dynamisch verwendbar, weil die Kulissen durch flache Führungsschienen im Bühnenboden (die „Freifahrtschlitze“) seitlich auf den „Kulissenwagen“ (ital.: ... [weiterlesen]
39.

key grip

auch: first grip, head grip; im Theater meist: stage handVorarbeiter, der die Gruppe der Bühnenarbeiter leitet; zudem beaufsichtigt er den Transport von allen Gegenständen, die auf der Bühne bewegt werden (auch Kameras, Stative, Pofeste u.ä.). Er steht oft in enger Verbindung mit den Beleuchtern und dem Kamerateam, weil z.B. die Bewegung von Kränen und Dollies mit dem ... [weiterlesen]
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Naturalismus

... ash; ungeschönt-realistisch, mit manchmal banalen Themen, meist im Unterschichten-Milieu spielend –, von Bedeutung, sondern auch seine ausstattungs- und schauspieltechnischen Implikationen. Schon der Bühnennaturalismus hatte versucht, eine Illusion des Realen mit möglichst realistischen, nicht bloß gemalten oder angedeuteten Bühnenbildelementen und Kostümen zu erreichen. Im Schauspielen suchte man das Bühnenspiel dem realen menschlichen Ausdrucks- und Kommunikationsverhalten anzunähern (sei es durch Beobachtung und Nachahmung, sei es durch Erinnerung); François Delsarte und Konstantin Stanislawski waren Schauspiellehrer, die den Anspruch in Schauspielerausbildung umzusetzen versuchten. Der Zuschauer wurde konzipiert als letztlich wissenschaftlich motivierter Betrachter, der das Geschehen wie in einem Herbarium durch die vierte Wand hindurch betrachten kann.Im Film steht das Konzept des Naturalismus für eine mö
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Programmheft

... töne ersetzt wird. Etwa ab 1951 gab es auch farbige Ausgaben. Die Programmheftserien wurden in der BRD in den 1960ern nach und nach eingestellt (1969 erschien die letzte Ausgabe der Illustrierte Film‑Bühne), in der DDR erschienen die letzten Hefte 1979, nur in Österreich werden bis zum heutigen Tag zu jedem in den Kinos anlaufendem Film noch Filmprogramme (Neues Filmprogramm, Filmindex und Neuer Filmkurier) herausgegeben. Herausgeber der Programmheftserien waren zunächst Verlage, später auch einzelne Verleihfirmen, die ihre eigenen Filme bewarben. Eine Sonderrolle spielen Programmhefte für Kinobetreiber, die von Verleihern zur Branchen-Information und zur branchenbezogenen Werbung für die eigenen Filme herausgegeben wurden (wie z.B. Paimann’s Filmlisten für die österreichischen Kinobetreiber, 1916-1965).Meist wurden die Programmhefte gegen einen geringen Preis verkauft. Sie wurden schnell zu privaten Samme ... [weiterlesen]
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Victorine Studios

... os (u.a. The Magician, 1926) und leitete mehrere Modernisierungen ein (u.a. die Umstellungen auf ein geschlossenes Kunstlichtstudio mit elektrischer Beleuchtung; der Strom kam aus einem eigenen Generator). Alle Bühnen wurden baldmöglichst auf Tonfilmproduktion umgestellt. 1932 verließ Ingram die Firma; unter dem Namen Studios Aubert Franco Films de La Victorine wurden die Studios fortgeführt (nun im Besitz von Franco Films, Aubert und Gaumont [= Gaumont Franco Films Aubert (GFFA)], die 1938 in Konkurs gingen). Das Studio geriet am 22.11.1939 unter das Management des Studio Centrazur; alle Erweiterungsarbeiten wurden mit dem Krieg gestoppt. Gegen Ende des Krieges gingen die beiden größten Tonbühnen in Flammen auf, wurden erst 1957 renoviert. Wahrscheinlich wurde das Gelände 1948/49 von der Stadt Nizza zurückgekauft, die bis heute als Besitzer des Geländes auftritt. Zwar entstanden ab 1955 einige Filme in den Studios (darunter Nana, 1955, Christian Jaque, Bonjour Tristesse, 1958, Otto Preminger, oder Les aventures de Till L'Espiègle, 1956, Gérard Philipe, Joris Ivens), doch nahmen sie offi ... [weiterlesen]
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Buftea Studio

... auch eine neuerrichtete Burganlage. Ein Kostümfundus von 30.000 historischen Kostümen und annähernd eine Million Requisiten gehören zum Studio. Es hatte ein eigenes Kopierwerk und fünf Bühnen mit einer Gesamtfläche von 3.000qm, so dass mehrere Produktionen gleichzeitig realisiert werden können. Eine der Bühnen war so groß, dass das Innere der Mailänder Scala darin nachgebaut werden konnte (wie in dem Musiker-Biopic Darclée, Rumänien 1961, Mihai Iacob). Das Studio wurde von einer ganzen Reihe von osteuropäischen Produktionen genutzt; zudem entstanden (in den 1960ern und 1970ern) französische und westdeutsche Koproduktionen. Lange galten historische Monumentalfilme (wie Rascoala, Rumänien 1965, Mircea Mures, der 1965 die Goldene Palme in Cannes gewann, oder die internationale Koproduktion Kampf um Rom II – Der Verrat, 1968, Robert Siodmak) als Spezialität des Studios, in dem bis 1989 aber annähernd 600 Spielfilme und diverse Fernsehserien entstanden ... [weiterlesen]
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Berkeley Girls

Busby Berkeley gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Choreographen der klassischen Phase des amerikanischen Revuefilms, sondern auch als derjenige, der wie kein anderer die Tänzer und insbesondere Tänzerinnen zu ornamentalen Mustern arrangierte, die er wiederum aus Kamera-Perspektiven filmte, die sich ganz auf das Figural-Geometrische seiner Bühnenarrangements konzentrierte. Um die Aufmerksamkeit von aller Individualität der ... [weiterlesen]
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Praktikabel

auch: Podest; engl.: platformZerlegbare Podeste, heute oft in genormter Größe, von unterschiedlicher Höhe, manche sogar höhenverstellbar, gehören zur Bühnenausstattung und bilden im Theater begehbare Bauteile zur Herstellung von Bodenerhebungen und Bühnenaufbauten aller Art. Im Film werden sie außerdem dazu verwendet, die relative Höhe von Akteuren zu manipul ... [weiterlesen]
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knockabout comedy

... Buster Keaton, aber auch Jackie Chan) die Action-Szenen selbst gespielt haben. Sie entstammt der Tradition des Populärtheaters und des Zirkus, und gerade frühe Komödienstars kamen von Vaudeville-Bühne und Zirkus zum Film; Charlie Chaplin etwa kam mit der Theatertruppe „Karno Speechless Comedians“ in die USA und übertrug Spiel-, Aktions- und Inszenierungsweisen von der Bühne auf den Film. Die knockabout comedy gilt heute als Form flacher Unterhaltung, die Bezeichnung ist meist pejorativ verwendet. Literatur: Staveacre, Tony: Slapstick! The illustrated story of knockabout comedy. North Ryde/London: Angus & Robertson 1987.  ... [weiterlesen]
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Extravaganza (2)

In der Sprache des amerikanischen Revuetheaters seit den 1860er Jahren ist eine Extravaganza ein Ausstattungsstück, das vor allem in den Unterhaltungstheatern am Broadway aufgeführt wird. Es kann sich dabei um Revuen, Ballette oder Musicals handeln. Der Luxus in der Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme und des Personals der Inszenierung spielt vor allem in der Inszenierung von exotischen, märchenartigen und phantastischen ... [weiterlesen]
48.

spike mark

Begriff aus der Theatergeschichte: Auf dem Boden der Bühne werden Markierungen (mittels Klebeband oder Farbe) angebracht, die vor allem beim Bühnenumbau die Stellen kennzeichnen, an die Requisiten platziert werden sollen. Im Film wird mit ähnlichen Markierungen gearbeitet, die aber die Positionen der Schauspieler im Verlauf einer Szene fixieren.   ... [weiterlesen]
49.

Bieroper

... Stücke, Stegreifeinlagen, die Besetzung von Frauenrollen mit männlichen Darstellern oder Sängern machten die Bieroper zu einem höchst derben, aber auch höchst lebendigen Format der Musikbühne. Immer spielt dabei der reichliche Konsum von Bier eine zentrale Rolle. 1971 formierte sich das 1. Wiener Bieropernensemble, das die Form zu neuer Popularität brachte.Musikalische Parodien spielen auch in der Geschichte des Tonfilms und vor allem des Fernsehens eine immer wieder bemerkenswerte Rolle. Allerdings blieb die Derbheit der Bieroper meist unerreicht, vielleicht auch aus dem Grunde, dass deren Aufführungen in Film und Fernsehen nicht an die lebendige Auseinandersetzung zwischen Bühne und anwesendem Publikum, zudem unter den besonderen Bedingungen der Aufführung im Wirtshaus, auf Feiern usw. anknüpfen konnte. ... [weiterlesen]
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Kinoplasticon

Kinoplasticon war ein auf dem Vivaphone basierendes Sound-on-Disc-Verfahren, das im April 1913 im Scala-Theater in London vorgeführt wurde. Dabei wurden Filmbilder von der Seite auf eine bettlakenartige Leinwand auf der Bühne projiziert, auf der gleichzeitig Schauspieler agierten. Die Schauspieler in den Filmen – nach Hepworths Autobiographie wurden mehrere Filme produziert (darunter Good Queen Bess, 1913) – trugen weiße K ... [weiterlesen]
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Dekor

... werden, um eine bestimmte Atmosphäre des Handlungsraums herzustellen. Dekore sind fast immer illusionsfördernd gesetzt, unterstützen also die diegetische Eigenständigkeit des Spiels. Auf der Bühne handelt es sich fast ausschließlich um die Dekoration von Innenräumen, im Film werden oft auch Außenräume dekoriert. Dekore sind manchmal sehr reduziert, auf das Wesentliche verdichtet. In Derek Jarmans Wittgenstein (1993) etwa sind die Objekte des Dekors oft isoliert und darum umso mehr exponiert und als signifikante Objekte ausgezeichnet. Literatur: Kaczmarek, Ludger / Ohler, Peter / Wulff, Hans J.: Fortnum & Mason im Kino: Derek Jarmans Film Wittgenstein. In: Wittgenstein Studien (Heidelberg [...]: Springer), Diskette 1, 1995, File 16-1-95. – Klette ... [weiterlesen]
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Walzeroperette

... alzertraum (1907) von Oscar Straus eine Kette schwungvoll rauschender und sinnlich betörender Operettenwalzer durch die Jahrzehnte, deren Qualität und  Eingängigkeit über den Erfolg des Bühnenwerks mit entschieden haben. Die bereits in der Strauß-Operette Wiener Blut (1899) angewandte Methode, aus der musikalischen Hinterlassenschaft eines Komponisten die Musik für neue Bühnenwerke zusammenzustellen (die in vielem schon auf die kompilierenden Techniken vieler Filmmusiken vorausweist), wurde in den späten 1920ern im Niedergang der Wiener Operette wieder verstärkt aufgegriffen. Alle diese sogenannten „Wien“-Operetten perpetuierten den Mythos vom goldenen Alt-Wien mit seiner ,eigentümlich österreichischen Freude an kauziger Narrheit‘ (Oehlmann), mit seiner „schlamperten“ Gemütlichkeit und Heurigen-Seligkeit.  Die von Erich Wolfgang Korngold sowie Oscar Straus aus Werken von Strauß (Vater und Sohn) zusammengestellten Pasticcios in  Walzer aus Wien (1930) und Drei Walzer (1935), in denen die Walzer Dreh- und Angelpunkt des szenischen Geschehens bilden, bezeichnen sowohl Übergang als auch Gleichlauf zu frühen Tonfilmoperetten wie Zwei Herzen im Dreivierteltakt (1930, Géza von Bolváry; Musik: Robert Stolz), Der Kongress tanzt (1931, Erik Charell; Mu ... [weiterlesen]
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Gemeindekino

... sh; Beyel, Christian: Kinoreform und Gemeindekino. In: Schweizerische Zeitschrift für Gemeinnützigkeit, 2-3, 1919. – Haefker, Hermann: Kino und Kunst. M. Gladbach: Volksvereins-Verlag 1913 (Lichtbühnen‑Bibliothek. 2.). – Warstat, Willi / Bergmann, Franz: Kino und Gemeinde. Mönchen-Gladbach: Volksvereins‑Verlag 1913 (Lichtbühnen‑Bibliothek. 3.). ... [weiterlesen]
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Übertitel

Insbesondere bei Aufführungen des Musiktheaters wird seit den 1990ern gelegentlich mit sogenannten Übertiteln gearbeitet, die vor allem bei fremdsprachigen Produktionen auf den großen Opernbühnen und auf internationalen Theaterfestivals oberhalb der Bühne eine Laufschriftanzeige oder – in der Art der vom Film her gewohnten Untertitel – eine mittels Beamer projizierte ... [weiterlesen]
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Rampensau

Umgangssprachliche, ironisch gefärbte und despektierliche (aber nicht unbedingt beleidigende) Bezeichnung für einen Schauspieler, für den der Auftritt auf der Bühne ein Moment höchster Konzentration ist und der dann zu darstellerischer Höchstleistung aufläuft. Die Fähigkeit, die Gegenwärtigkeit und Intensität des Spiels auf der Bühne auszustellen, ist ... [weiterlesen]
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Kontorsion

von lat.: contortio = Drehung, WindungSchlangenmenschen können ihren Körper in Positionen verdrehen und verbiegen, die für die meisten Menschen unmöglich sind. Sie treten mit ihren Kontorsions-Nummern im Zirkus auf; im Film finden sie sich fast ausschließlich in zirzensischen Zwischenspielen oder dargestellten Bühnennummern, gelegentlich aber auch als besondere Qualität von Figuren bei der Durchführung grö ... [weiterlesen]
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bunraku

... ikum sichtbar. Auf diese Weise unterbleibt jede Illusion hinsichtlich der Bewegungssouveränität und Intentionalität der Puppen selbst. Erzähler und Musiker haben ihre eigenen Teil- bzw. Hilfsbühnen. In den aufgeführten Stücken wird häufig auf eine dem Publikum zugängliche Weise der Widerstreit zwischen giri, dem unbedingten Pflichtbewusstsein gegenüber der Gesellschaft, und ninjo, den persönlichen Gefühlen und Emotionen des Individuums behandelt. Eine eindrucksvolle direkte kinematographische Verschmelzung von Bunraku-Puppenthater mit den Darstellungen menschlicher Schauspieler via match cutting bietet Masahiro Shinodas Adaption von Chikamatsus Puppenspiel Shinjuten no Amijima (d.h. soviel wie „Freitode aus Liebe in Amijima“) in Shinjû: Ten no Amijima (1969). Aus der Hand Shinodas stammt auch die neuere filmische Adaption einer Samurai-Geschichte nach einem Bunraku Chikamatsus: Yari no Gonza (Gonza, der Lanzenkämpfer, aka: Die verbotene Liebe des Samurai, 1985/86). Zu nennen ist hi ... [weiterlesen]
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Fettschminke

auch: Bühnenschminke, Theaterschminke; engl.: grease paint; von: grease = einfettenZum Schminken der Schauspieler in Theater und Film wird schweiß‑ und wasserfeste Fettschminke verwendet; wasserlösliche Schminke (Wasserschminke) zerläuft durch den Schweiß. Vor allem im Theater und in der Pantomime, aber auch in der Frühzeit des Films diente die Fettmaske dazu, besonders markante Teile des Gesichts – wie die ... [weiterlesen]
59.

episches Theater

... ls Betrachter, nicht als emotional Beteiligte angesprochen werden. In diesem Sinne werden Verfremdungseffekte eingesetzt, die die Identifizierung der Zuschauer verhindern sollen: kommentierende Sprecher auf der Bühne, in die Handlung eingeschobene Lieder, Spruchbänder, projizierte Texte. Eine abgeschlossene Handlungsillusion soll damit aufgebrochen werden. Das epische Theater steht klar im Horizont aufklärerischer Interessen – es will gesellschaftliche Verhältnisse transparent machen und Veränderungen bewirken, indem die Zuschauer aktiviert werden. Brechts Überlegungen spielen bis heute auch für den Film eine gewichtige Rolle und sind von diversen Filmemachern in die Inszenierung ein ... [weiterlesen]
60.

Logenplatz

U.a. bezeichnet Loge einen zur Bühne hin geöffneten Sitzraum in der Oper, im Theater und im Kino; er ist zu den anderen Logen und Sitzplätzen des Zuschauerraums geschlossen und wird von hinten betreten. Logenplätze sind deutlich teurer als Plätze im offenen Zuschauerraum und dienen Reichen und Figuren des öffentlichen Lebens ebenso als abgeschotteter Bereich wie aber auch als ... [weiterlesen]
61.

Scena per angolo

Fernandino Galli Bibiena führte 1711 in seinem Werk „Architettura civile“ zum ersten Mal die „Winkelbühne“ (scena di angolo) ein. Dabei handelt es sich um eine schräg einzusehende Raumkomposition, die ausgehend von einer vorgezogenen Gebäudeecke über zwei Fluchtpunkte entwickelt wurde und sich in diagonaler Richtung scheinbar zu weitesten Raumfolgen hin öffnete. Dieserart stand der auf der ... [weiterlesen]
62.

Phantasmagorie (2)

... operierende Figuren, die Projektion von lebenden Schauspielern – die Effekte waren vielfältig, das Publikum begeistert. Um 1800 entstanden in Europa und auch in den USA eine Reihe von Phantasmagorienbühnen, die in den nächsten 20 Jahren, einige noch später z.T. als Reisebühnen auftraten, z.T. als Pauseneinlagen in anderen Theatern auftraten.Ausgangs des 18. Jahrhunderts sind optische Trugbilder und Totenerscheinungen ein populäres literarisches Motiv und gehören in die Vorgeschichte des Kinos und seiner Reflexionsformen.Literatur: Philadelphus, Theod[or]: Phantasmagorie. Oder Die Kunst, Geister erscheinen zu lassen. Zur belustigenden Unterhaltung. Quedlinburg/Leipzig: Basse 1833. – Heard, Mervyn: Phantasmagoria. The secret life of the magic latern [...]. Hastings: Projection Box 2006. - URL: http://www.visual-media.be/phantasmagorie.html. – Mannoni, Laurent. The phantasm
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63.

Travestie (2): Transvestismus

... rch ihre forciert alberne Verkleidung bzw. auch raffinierte Kostümierung sowie durch ihr Verhalten humorheischende bis lächerliche Verwicklungen verursachen. Während in den älteren Travestie-Bühnenshows häufiger bekannte weibliche Stars imitiert wurden, entwickeln die Darsteller/innen der Filme ihre eigenen Star-Auren. Ein Meister des neueren Travestiefilms ist der spanische Regisseur Pedro Almodóvar. Einem breiteren Publikum bekannt wurden auch Werke wie La Cage aux Folles I-III (Ein Käfig voller Narren (Frankreich/Italien 1978-1985, Edouard Molinaro, dann Georges Lautner) sowie Tootsie (USA 1982, Sydney Pollack), Mrs. Doubtfire (USA 1993, Chris Columbus) und das kömodiantische Road Movie The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert (Australien 1994, Stephan Elliott), in dem zwei Drag Queens und ein Transsexueller die ... [weiterlesen]
64.

Theater der Grausamkeit

frz.: théâtre de la cruautéAntonin Artaud stellte das Konzept des 1931 entstandenen Theaters der Grausamkeit in seiner Textsammlung Le Théâtre et son Double 1938 vor. Sie ist auf eine Ritualisierung der Bühne – und damit auf eine Rückführung des Dramas auf seinen kultisch-religiösen Ursprung – ausgerichtet. Ziel des Theaters der Grausamkeit ist es, den Zuschauer einer existentiellen Gre ... [weiterlesen]
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Kostümbildner

manchmal kurz: Garderobe; selten auch: Garderobier; engl.: costume designer, costumer, wardrobe supervisorKostümbildner(innen) entwickeln anhand des Drehbuchs die Bekleidung der agierenden Figuren. Dieses Tätigkeitsfeld entstand – in Anlehnung an die Theaterberufe – in den 1910er Jahren mit der Verbreitung des jungen Mediums Film. Es wurde in der Anfangszeit oft auch von Bühnenbildnern ausgeführt.Bis heute gibt es f&uu ... [weiterlesen]
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Rüstmeister

Rüstmeister fertigen Kostüme und Accessoires aus Metall für Film-und Bühnenproduktionen. Neben Rüstungen und Waffen entstehen in ihren Werkstätten auch Masken, Kronen, feine Metallkonstruktionen für Kopfbedeckungen sowie spezieller Metallschmuck.Bis ins 17. Jahrhundert war es der Plattner, der mit der Anfertigung von Rüstungen befasst war. Diese wurden aus körpergerecht geformten einzelnen Stahlplatten gef ... [weiterlesen]
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Monodrama

auch: Einpersonenstück; von griech. ‚monos‘ = alleinGenrebegriff, der aus der Theaterwissenschaft stammt und eine dramatische Handlung meint, die von einer einzigen Person getragen wird. Dies ist auf der Bühne zum einen eine relativ künstliche Form, zum anderen Bravourleistung und Tour-de-force für SchauspielerIn und AutorIn gleichermaßen. Monodramen sind meist Einakter, weil die Situation sich dramaturgisch verh ... [weiterlesen]
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Interpassivität

... zlig;en“ definiert werden kann: Man genießt nicht selbst, sondern durch einen Stellvertreter. Pfaller unterstreicht seine These durch das Beispiel der Darstellung einer toten Person auf einer Theaterbühne. Wenn diese Person niesen muss, erfolgt üblicherweise allgemeines Gelächter. Aber warum? Sowohl die übrigen Darsteller als auch das Publikum wissen, dass die Person in Wirklichkeit nicht tot ist. Die Freude lässt sich, so Robert Pfaller, der die Theorie in Anlehnung an Konzepte Jacques Lacans und Slavoj Zizeks ausgearbeitet hat, dadurch erklären, dass durch den Fauxpas bewusst werde, dass durch die Theaterinszenierung nicht so sehr die realen Zuschauer getäuscht wurden, sondern vor allem der fiktive naive Beobachter. Auch der Zuschauer ist doppelt konstituiert – a ... [weiterlesen]
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Welttheater

oft lat.: theatrum mundi; auch: Großes Welttheater(1) Im Mittelalter wurde das Bild der Welt als Theater erfunden, eine Globalmetapher, die die Welt auf der begrenzten Bühne des Theaters und oft auch in der begrenzten Zeit der Aufführung erfassen sollte, die die Weltordnung zur Schau stellen und ihre inneren Störungen als Drama illuminieren sollte. Seinerzeit war das Welttheater vor allem als Bildvorstellung der Eitelkeit und Nic ... [weiterlesen]
70.

canned drama

In der Frühzeit des Films wurde der Film technisch oft als Aufzeichnung des Theaters, ästhetisch als Nachfolger der Bühne angesehen. Weil zudem zahlreiche Filme auf kurzen Bühnenszenen beruhten, war canned drama (neben picture play und photo play oder photo drama) eine allgemeine, vor allem in der Kritik gebräuchliche Bezeichnung für den Film. Die Bezeichnung entstand wohl, w ... [weiterlesen]
71.

British National Studios

... te. Ludwig Blattner, ein Toningenieur hatte das Studio 1938 übernommen; nach seinem Selbstmord 1935 trat der amerikanische Produzent Joe Rock an seine Stelle. In dieser Zeit erfolgte der Ausbau auf vier Tonbühnen und auf einen langen Korridor. In den frühen 1940ern wurden die Rock-Studios von John Maxwells Associated British Picture Corporation (ABPC) übernommen und in British National Studios umbenannt. Die Geschäfte in den 1940ern gingen schlecht, bis Douglas Fairbanks Jr. 1952 die Studios kaufte (und sie wiederum in National Studios umbenannte). Es begannen eine ganze Reihe von Aufnahmen für die US-Fernsehgesellschaft NBC; zudem ließ die Fernsehproduktion der Associated British Corporation ihre Filme zumeist hier realisieren, verwertete (als Associated-Rediffusion) von 1955 an auch wohl amerikanische Produktionen in der Reihe Douglas Fairbanks Presents. Trotz der guten Auslastung wurde das Studio 1958 von Fairbanks a ... [weiterlesen]
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Volksschauspieler

Der in Kritik und Umgangssprache verbreitete Begriff Volksschauspieler bezeichnet einen Bühnen-, Film- oder Fernseh-Schauspieler, der meist durch die Darstellung eines bestimmten Rollentypus sich beim Publikum einer großen und dauerhaften Beliebtheit erfreut. Meist verkörpern sie lokale Sozialtypen (wie die bis heute stabilen Assoziationen Wien / Hans Moser, München / Beppo Brehm, Köln / Willy Millowitsch oder Hamburg / Henr ... [weiterlesen]
73.

staged photography

dt. etwa: „bühnenmäßige Photographie“; manchmal: directorial photography; dt. gelegentlich: inszenierte Fotografie, Fototheater, szenische Fotografie, narrative FotografieIn den Techniken der seit den 1980ern verbreiteten und begrifflich als eigenständig gekennzeichneten staged photography inszeniert der Fotograf ein vorfilmisches Szenario, in das Figuren/Personen, Gegenstände, Kostüme so arrangiert werden, ... [weiterlesen]
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Applausometer

... Dauer von Applaus als Indikatoren für den Erfolg von Aufführungen anzusehen). Neuerdings werden sie auch bei Schreiwettbewerben eingesetzt. Ein Beispiel für die nicht-mediale Rolle von Applaus in Bühnenshows mag der Dokumentarfilm Talentprobe (BRD 1981, Peter Goedel) über einen Talentwettbewerb in Köln sein.Der Apparat wurde schon früh in TV-Shows eingesetzt (darunter Arthur Godfrey's Talent Scouts, USA 1948-58, Queen for a Day, USA 1956-64 oder Opportunity Knocks, Großbritannien 1956-90). Auch in Deutschland wurden die Geräte mehrfach in TV-Unterhaltungsshows vor mehr oder weniger großem Publikum eingesetzt (darunter Deutschland sucht den Superstar, 2002ff). Das Applausometer basiert auch im TV-Kontext auf der Rolle des Publikums als beurteilendem Gremium, das in der Beifallskundgebung (oder in der akustisch geäußerten A ... [weiterlesen]
75.

Filmbund

Der Filmbund wurde als „Vereinigung aller am Film Schaffenden Österreichs“ am 31.12.1922 in Wien gegründet. Sein Präsident war der Regisseur Heinz Hanus. Mitglieder waren mehrere berufsständische Verbände (Union des Bühnen- und Kinopersonals, Vereinigung der Filmregisseure Wiens, Verband der Filmdarsteller, Kinotechnischer Verband, Österreichischer Bühne ... [weiterlesen]
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Filmberufe

cf. Berufe des Films: Musik (dt./engl.); Berufe des Films: Tontechnik (dt./engl.); -- Ausstattung cf. art department; Artdirektor; Berufe des Films: Szenenbild (engl./dt.); greensman; Kostümberufe; Kostümbildner; Modistin / Putzmacher / Hutmacher; Produktionsdesigner; propmaker; Requisitenhersteller; Rüstmeister; scenic artist; -- Beleuchtung cf. Beleuchter; best boy; Einleuchten; gaffer; -- Bühne cf. weiterlesen]
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Eidophusikon

manchmal dt.: Wolkentheater; von griech.: eidos = Gestalt, Form; physis = natürlichDer englische Maler Philip James de Loutherbourg eröffnete im Februar 1781 am Leicester Square ein  illusionistisches mechanisches Kleintheater, das er Eidophusikon nannte. Es handelte sich um eine Kleinbühne (1,8x2,5m), die mit maßstabgerechten beweglichen Figuren und echten Requisiten bespielt wurde. Vor allem wurden transparente Bilder verw
... [weiterlesen]
78.

breaking the fourth wall

dt. etwa: die vierte Wand einreißenAls „vierte Wand“ wird oft die imaginäre Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum bezeichnet. Es gibt wenige Gelegenheiten, die vierte Wand einzureißen – Direktadressierungen, Mitteilungen des Schauspielers (nicht der Rollenfigur) an das Publikum etc. Theaterprogrammatisch war das Einreißen der vierten Wand lange Jahre von höchstem Interesse, sollten doch die äs ... [weiterlesen]
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Burleske

engl.: burlesque; manchmal auch: burlesk; von ital. burla = Scherz; allgemein und gattungsunabhängig als Bezeichnung für derbe Verspottung, karikierende Verzerrung etc.; dazu auch burlesco = scherzhaftBurleske bezeichnet heute eine derb-lustige, oft provokative Bühnenshow mit Slapstickelementen, komischen Sketchen, anzüglichen oder gar obszönen Liedern, mehrdeutigen Tanzeinlagen, Striptease-Nummern und einem leichtbekleideten ... [weiterlesen]
80.

integrated musical

Integrated musical bezeichnet allgemein ein Subgenre des Musicalfilms, in dem die musikalischen Nummern scheinbar spontan aus alltäglichen Situationen heraus entstehen und nicht als Bühnenshow vor Publikum motiviert sind. Diese Form war besonders während der Hochzeit des Musicalfilms zwischen 1944 und 1954 ausgesprochen populär. Meist wird das integrated musical als Gegenstück zum Backstage‑Musical verstanden, welches u ... [weiterlesen]
81.

Rostrum-Kamera

oft einfach nur: Rostrum; von lat. rostrum = (eigentl.:) Schnabel, davon übertragen: (die mit Schnäbeln verzierte) Rednerbühne auf dem ForumIm Allgemeinen eine fest auf einer tischartigen Bühne angebrachte Kamera, die im einfachsten Fall senkrecht nach unten auf das abzufilmende Objekt ausgerichtet ist. Die Beine der Vorrichtung sind von Hand oder motorgetrieben in der Höhe verste ... [weiterlesen]
82.

Backdrop

auch: backcloth, background, backing, drop, drop curtain; meist in der Kurzform: dropBühnentechnischer Ausdruck für einen bemalten Vorhang, der auf der Bühne als Hintergrund dient; auch künstlicher Hintergrund bei fotografischen Aufnahmen. Kann aus Papier, Pappe, Leinwand oder einem sonstigen geeigneten Material bestehen, einfarbig oder bemalt sein oder auch vergrößerte Moti ... [weiterlesen]
83.

Unterrichtsfilm

... „Sachfilme“ zum Einsatz in den Schulen angeboten worden, die vor großen Schülergruppen in angemieteten Kinosälen gezeigt wurden. Ab 1910 entstanden in Deutschland sogenannte Lichtbildbühnen, worunter man sich Vereinigungen vorstellen muss, die kulturell bedeutsame Filmveranstaltungen für Schulen und ein allgemeines bildungsbeflissenes Publikum organisierten. 1918 schlossen sie sich im Bilderbühnenbund deutscher Städte zusammen. 1919 entstand die erste Bildstelle (am Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht). Eine erste Fundierung einer Didaktik des Lehrfilms wurde durch die 3. Internationale Lehrfilmkonferenz in Wien (1931) angeregt. Der Lehrfilm wurde vom „Bildungsfilm“ abgegrenzt. Und man einigte sich darauf, für den Lehrfilm auf 16mm-Sicherheitsfilm zu insistieren (ab 1934), damit war der Einsatz in den Schulen dauerhaft ... [weiterlesen]
84.

Extravaganza (1)

von ital. stravaganza = Überdrehtheit, verrücktes Benehmen, VerdrehtheitIn die Formenwelt der Zwischenspiele zählt die Extravaganza. Man versteht darunter ein musikalisches (manchmal auch literarisches) Klein-Werk, das hinsichtlich Stil und Struktur vollkommen frei ist. Meist auf der Bühne realisiert, enthält es Elemente der Burleske, der Pantomime und der Parodie. Im 19. Jahrhundert wurden zudem viele Ausdrucksformen des Sla ... [weiterlesen]
85.

Locus / Loci (pl.)

... n derartige Bilder „Raumtotalen“ nennen). Loci sind Räume, in denen „Szenen“ spielen, dramatische Einheiten von Raum, Zeit und Handlung. Die Verwandtschaft der Locus-Einstellung zur Bühne des Theaters ist nicht zu übersehen. Die einzelne Locus-Einstellung ist immer wie ein Bühnenszenarium zum Zuschauer hin geöffnet, und die Aktionen sind entsprechend auf die Sichtbarkeit für die Kamera angelegt. Das starre Gegenüber von Handlungsraum und Kamerastandort lässt an die Metapher des „Puppenhauses“ denken und wurde in der neueren Griffith-Literatur als Charakteristik der „Frontalität“ ... [weiterlesen]
86.

Hosenrolle

engl.: cross-dressing role; manchmal auch: gender-bending roleIm Theater bzw. auf der Opernbühne bezeichnet die Hosenrolle die Darstellung einer männlichen Figur durch eine Schauspielerin; bis ins 17. Jahrhundert wurden umgekehrt auch Frauenrollen von Männern bzw. Kastraten gespielt. Meistens handelte es sich um komische Verdrehungen der Geschlechter. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts, z.B. in Mozarts „Idomeneo“ (1781) und &b ... [weiterlesen]
87.

gimbal Stage / gimbal Platform

... n mehrere Freiheitsgrade besitzt, ohne dass sein Stellplatz verändert werden muss (z.B. der Kreiselkompass in einem Schiff). Eine gimbal stage übertrifft damit die Möglichkeiten von einfachen Drehbühnen erheblich. Mit ihrer Hilfe lassen sich Szenen verwirklichen, in denen (a) der Eindruck erweckt werden soll, die Schwerkraft sei außer Kraft gesetzt, etwa dadurch, dass jemand an den Wänden oder an der Decke eines Zimmers läuft. Zudem wird sie (b) z.B. in Katastrophenfilmen eingesetzt, wenn die veränderten Bedingungen für Bewegungen von Personen in gekippten und verdrehten Objekten, etwa in einem untergegangenen und abgedrifteten U-Boot oder in einem abgestürzten Flugzeug simuliert werden sollen. Je nach Größe von Plattform und Aufbau kommen zur Steuerung der Bühne Seile und Gestänge oder gar eine ausgefeilt ... [weiterlesen]
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Produktionsdesigner

... tzten Endes, wie die Bauten des Films aussehen werden, auf die wiederum die Kostüme und die Lichtsetzung abgestimmt werden müssen. Zur Arbeitsgruppe des Produktionsdesigners gehören nicht nur der Bühnenbildner und der Ausstatter, sondern auch die Handwerker, die die Bühnenbilder herstellen. Meist ist der Produktionsdesigner auch für die Kalkulation der sächlichen Produktionskosten und für die Einhaltung von Budget-Plänen verantwortlich.Die Berufsbezeichnung wird auf William Cameron Menzies‘ Leistung für Victor Flemmings Gone with the Wind (USA 1939) zurückgeführt und als ein Hinweis darauf angesehen, welch überragende Rol ... [weiterlesen]
89.

Todd-AO

... Sie war die erste Ton-Firma, die sich auf die Umrüstung zur Digitalaufzeichnung vorbereitete. Als sie das New Yorker Tonstudio TransAudio kaufte, nannte sie sich in Todd-AO East um. Neben der New Yorker Tonbühne entstanden weitere Studios – insbesondere auf dem Gelände der CBS in Studio City, wo die mit 11.000qm größte Bühne der Firma steht. 1995 wurden die Todd-AO Studios West als Nachfolger der Skywalker Sound South in Santa Monica und Los Angeles eröffnet, die mit der Todd-AO Sitcom Stage das erste bandlose Tonstudio betrieben. Die Todd-AO/Editworks, die sich auf Postproduktion spezialisiert hatte, folgte 1996 in Atlanta, Georgia. Die Firma war zudem die erste vollständig digital arbeitende Tonfirma in Europa (1996 nahm Todd/AO UK Ltd. in London die Arbeit auf). Todd-AO ist heute das wohl weltweit bedeutendste Konglomerat von Firmen, die sich auf die Ton-Postproduktion spezialisiert haben. ... [weiterlesen]
90.

Praxinoskop

aus dem Griech.; wörtl. etwa: TätigkeitsseherIm Jahre 1877 patentierte der Franzose Emile Reynaud sein Praxinoskop, ein optisches Spielzeug, das ähnlich dem Zoetrope chromolithographische Bilder auf der Innenseite einer Trommel montierte, die durch kleine Facettenspiegel auf einem Zylinder in der Mitte der Trommel als kontinuierliche Bewegung perzipiert wurden. Zwei Jahre später fügte Reynaud eine Vorbühne hinzu, so dass ... [weiterlesen]
91.

grip

von engl.: to grip (altengl. gripe) = ‚etwas fest ergreifen, zupacken‘; Berufs- bzw. Tätigkeitsbezeichnung beim Theater, Film und Fernsehen(1) Allgemein als Bühnenarbeiter beim Theater; dt. etwas altertümelnd manchmal als Kulissenschieber.(2) Bei Film- und Fernsehproduktionen ist der grip für die Organisation und den Aufbau von Ausstattungen und Szenerien verantwortlich. Er sorgt dafür, dass Licht und Requisiten z ... [weiterlesen]
92.

Dramaturgie

Dramaturgie ist die Wissenschaft von der Kunst des Dramas und des Theaters, die aus der Lehre von seinem Wesen die inneren Gesetze und Aufbaumittel im Hinblick auf ihre Bühnenwirksamkeit deduktiv oder induktiv ableitet. Zum ersten fasst man unter Dramaturgie im Deutschen heute eine rezeptionsästhetische Disziplin, die sich um Wirkungsgesetze, Regeln der dramatischen Effekte, die Bedeutung der Identifikation des Zuschauers mit den Figuren un ... [weiterlesen]
93.

blackface

... it den 1840er Jahren sogar von schwarzen Akteuren angelegt wurde. Bis in die 1930er Jahre war dieser Typus auf den amerikanischen Vaudeville- und später auch auf den europäischen Variété-Bühnen sehr verbreitet und steht in enger Verbindung zur Entwicklung der schwarzen Minstrel-Show. Die Blackface-Mode endete mit dem Niedergang der Vaudeville-Bühnen, als sie mit Rassismus und Bigotterie assoziiert wurde, sie findet sich aber als Black and White Minstrel Show bis in die 1970er Jahre im englischen Fernsehen.Die Bedeutung des Blackface für die Image-Geschichte der amerikanischen Bevölkerung ist außerordentlich hoch und nahezu immer mit Tendenzen der Diskriminierung und Diffamierung verbunden. So werden die meist bösartigen Schwarzen-Rollen in Griffiths Birth of a Nation (1915) ausschließlich von weißen Akteuren in schwarzer Maske gespielt. Der bekannteste Blackface-Darsteller der Filmgeschichte ist Al Jolson, der mit seiner Rolle in The Jazz Singer (1927) den Typus weltweit bekannt machte. Zahlreiche Blackfaces finden sich im Cartoon – hier kam die Überzeichnung der Maske dem hyperbolischen Grundzug des Zeichentricks sicherlich entgegen. Ein europäisches Beispiel findet sich in Hitchcocks Young and Innocent (1937) – ausgerechnet der Mörder ist ... [weiterlesen]
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féerie

Die Féerie war ein Genre vor allem des frühen französischen Films bis Anfang der 1910er Jahre, das hauptsächlich von Georges Méliès und Pathé Frères produziert wurde. Sein Ursprung lag in der gleichnamigen Bühnengattung, die während des 19. Jahrhunderts in Frankreich populär war. Die Stoffe lehnten sich häufig an Märchen oder phantastische Erzählungen an. Doch stand in de ... [weiterlesen]
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Eisenbahn im Film

... n, wobei die Kamera direkt auf der Lokomotive montiert war und dem Publikum so die Möglichkeit eröffnete, Kenntnis von fernen Weltgegenden zu erlangen. Dramaturgisch bietet das Abteil eine ideale Kleinbühne, auf der man in relativer Abgeschlossenheit und mit dem Gefühl des Ausgeliefertseins an Geschwindigkeit und Ort oft zwangsweise mit Fremden kommunizieren muss. Der Bahnhof schließlich als soziale Großbühne sei erwähnt, auf der die unterschiedlichsten sozialen Schichten mit divergenten Verhaltensweisen und Interessen vertreten sind.Aus der Grundsituation des Eisenbahnfahrens kann der Film eine ganze Typologie von Motiven und Genres entfalten: von Kraft-und-Technik-Glorifizierung (Das Stahltier, 1934/35, Willy Zielke) und Berufs-Beschreibungen (Wallers letzter Gang, BRD 1988, Christian Wagner) über metaphyische Beziehungsfilme (Rheingold, BRD 1977, Niklaus Schilling), Liebesgeschichten (Europa, aka: Zentropa, Dänemark 1991, Lars von Trier), lebensverändernde Kontakte (und Kontrakte) mit Fremden und Zwangsbekanntschaften (Strangers on a Train, USA 1951, Alf ... [weiterlesen]
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Nebelmaschine

... Maschinentyp und Fluid können die Eigenschaften des Nebels bezüglich Standzeit und Dichte verändert werden. Man verwendet Nebelmaschinen in Film- und Fernsehproduktionen, aber auch im Rahmen von Bühnenshows, meist, um eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen oder um die räumliche Wirkung von Scheinwerfern zu erhöhen. Bis in die 1970er wurde Film-Nebel mittels kochendem Wasser, durch die Erwärmung von Ölen, mittels flüssigen Stickstoffs oder Trockeneis (die beiden letzteren vor allem für Bodennebel) hergestellt. Der Hamburger Günther Schaidt entwickelte das heutige Nebelfluid und Maschinen, die mit Hilfe einer Kolbenpumpe o.ä. unter hohem Druck durch ein auf ca. 300& ... [weiterlesen]
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Sainete

von span.: sainete = Leckerbissen; manchmal auch: género chicoWie die Farce bezeichnet der Sainete kurze Einakter mit überzeichnender Typisierung, kollektivem Personal und stark dialogischer Handlungsführung. Er präsentiert Sittengemälde aus dem turbulenten Madrider Volksleben mit einem Akzent auf Situations- und Wortkomik. Das Bühnengeschehen der Sainetes ist eine burleske oder satirische Momentaufnahme aus dem Volksl ... [weiterlesen]
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Farce I: Geschichte

... u den Traditionen der Commedia dell‘Arte wirkte die Tradition massiv in die frühe Filmkomik hinein. Die frühen Komödien Charlie Chaplins, die Geschichten der Keystone Cops und die aus einer Bühnenshow entwickelten Gags der Marx Brothers. Moderne Vertreter eines farcenhaften Stils sind Reihen wie die englische Carry-On-Serie, manche Filme Eddie Murphys oder auch Leslie Nielsens. Heute findet sich die Tradition der Farce auch in den komischen Formaten des Fernsehens.Literatur: Bermel, Albert: Farce. A history from Aristophanes to Woody Allen. New York: Simon and Schuster 1982. – Nowak, Anneliese: Die amerikanische Filmfarce. München: TR-Verlagsunion 1991. ... [weiterlesen]
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alternative comedy

... er diese lustig machte. Den Anfang machte die überdrehte, manchmal surrealistisch anmutende Studentenkomödie The Young Ones (1982-84). Ihre Ursprünge hatte die alternative comedy auf den Stand-Up-Bühnen in den Londoner Clubs (vor allem in London's Comedy Store in Soho). Das Spektrum der Kritik wurde durch Absolutely Fabulous (1992-2004) maßgeblich erweitert – die Serie wandte sich gegen Formen der TV-Comedy, die latent rassistisch und frauenfeindlich orientiert war. Fortführungen dieser aggressiv-kritischen Form der Comedy fanden sich auch in den USA. ... [weiterlesen]
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showstopper

auch: show-stopperAls showstopper werden im klassischen Musical gelegentlich die Bühnenperformances bezeichnet, die sich klar von der Narration abheben. Durch ihre inhaltliche wie auch thematische Freistellung kommt es während der musikalischen Nummern somit zu einem Bruch in der filmischen Narration. Verstärkt wird dieser noch, wenn der Liedtext in keiner Verbindung zum Plot steht und die Protagonisten sowie anfangs vorgestellte Neben ... [weiterlesen]
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Dramenverfilmung

... tionen künstlich begrenzt erscheinen. Auch der „theatralische“ Schauspielstil wirkt eher antifilmisch. Dramenverfilmungen verfolgen sehr verschiedene Methoden, von der mehr oder weniger starren Bühnen- oder Theateraufzeichnung bis zur filmischen Neukonzeption, die frei mit der Vorlage umgeht. Beispiele: Shiwoi Trup (Deutschland/UdSSR 1929; Fedor Ozep); Gaslight (Großbritannien 1939, Thorold Dickinson); A Taste of Honey (Großbritannien 1961, Tony Richardson); Geschichtsunterricht (BRD 1972, Jean-Marie Straub, Danièle Huillet); Death and the Maiden (Großbritannien/USA/Frankreich 1994, Roman Polanski).Literatur: Manvell, Roger: Theater and film. A comparative study of the two forms of dramatic art, and of the problems of a ... [weiterlesen]
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Dramödie

eingedeutscht aus engl.: dramedyDie Zusammenziehung aus engl. dramatic comedy kennzeichnet gegenüber der älteren Bezeichnung eher die Inhalte von Spielfilmen und – vornehmlich – Fernsehserien als Bühnenstücke. Das seit Mitte der 1980er Jahre entstehende Hybrid- oder Fusionsgenre der dramedy enthält sowohl Aspekte des thematisch ernsten Fernsehdramas (in den USA bevorzugt Einstünder) mit seinem festen Ensemble ... [weiterlesen]
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Digital Set Design

Digital set design ist die englische Bezeichnung für moderne computergestützte Arbeit am Szenen- bzw. Bühnenbild eines Drehortes. Der set designer kann dabei Computer und Software als einfache Planung- und Entwicklungsinstrumente nutzen, indem er wie ein technischer Zeichner arbeitet, er kann aber auch eine Realszene hybridisieren, d.h. mit digitalen Elementen unauffällig anreichern und erweitern, indem etwa virtuelle Topografien ... [weiterlesen]
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Jupiterlicht

... Siegfried: Die Jupiterlampen brennen weiter (1926). Nachdruck in seinem: Kino. Frankfurt: Suhrkamp 1974, S. 73-76. – Witting, Reinhold (Hrsg.): Künstler im Jupiterlicht. [Innentitel: So kamen sie zur Bühne und zum Film.] Wiesbaden: Gebauer [1955].  ... [weiterlesen]
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Drogenfilme

Die 1930er und 1940er sind die Blütezeit der Anti-Drogen Filme. Zu den bekanntesten zählt wohl Reefer Madness (dt.Kifferwahn: 1938), der in den 1960ern ob seiner allzu durchsichtigen Appelle Kultstatus in der Hippieszene genoss, was ihn wiederum ihn als Musical Ende der 1990er Jahre noch einmal auf die Bühnen Broadways katapultierte.Während der 1960er sind Drogen Teil der Anti-Kultur. 1967 liefert Roger Corman mit The Trip, den al ... [weiterlesen]
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Jukebox-Musical

von engl.: jukebox = Musikbox(1) Ein Jukebox-Musical ist ein Film- oder Bühnen-Musical ohne Original-Score bzw. -Partitur. Gewissermaßen kehrt sich die Produktionslogik normaler Musicals um – für das Musical oder auch für die Rock-Oper werden Songs geschrieben, die sich danach möglicherweise als Evergreens vom ursprünglichen Musical lösen; die Songs dienen aber primär dazu, die Geschichte zu erzähle ... [weiterlesen]
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Vorsprechen

Das Vorsprechen gehört zum Prozess der Auswahl von Schauspielern bei der Besetzung eines Stücks im Theater oder eines Films. Das eigentliche Vorsprechen wird als Teil des Castings auch audition genannt. Bei Sängern spricht man vom Vorsingen.Literatur: Boldt, Ulrike: Casting für Film, Fernsehen und Bühne, Einsichten in die deutsche Casting‑Branche und Tips für eine erfolgreiche Bewerbung. Berlin: Henschel 2010, S. 2 ... [weiterlesen]
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Chronotopos

... icht (Festlegung, Richtigkeit, Urteil), der Weg (Leben, Reise, Reifung), die Heimat, das Exil, die Landschaft, der Tatort, der Fluss, die Insel, das Schiff, der Leuchtturm, die Stadt, die Festung, das Haus, die Bühne usw. Sie alle kündigen dem Leser durch ihre Konventionalisierung bereits gewisse Oppositionen und Verläufe innerhalb der Handlung an; sie lenken Handlung und Zeit; sie werden zu sinntragenden und sinnstrukturierenden Elementen.  Literatur: Bachtin, Michail M.: Formen der Zeit im Roman. Untersuchungen zur historischen Poetik. Hrsg. von Edwald Kowalski und Michael Wegner. Frankfurt: Fischer 1989. Zuerst russ. 1975. Neuübers.: Chronotopos. Frankfurt: Suhrkamp 2008. – Sierek, Karl: Chronotopenanalyse und Dialogizität. Prolegomena zu einer anderen Art der Laufbildbetrachtung. In: Montage/AV 5,2, 1996, S. 23-49. –  Wegner, Michael: Die Zeit im Raum. Zur Chronotopostheorie Michail Bachtins. In: Weimarer Beiträge 35,8, 1989, S. 1357 1367. ... [weiterlesen]
109.

expanded cinema

... m Gazevorhang gespielt und mit elektrischem Ton verstärkt, den Eindruck einer Filmprojektion erwecken will, wird zum expanded cinema gezählt. Performances der 1960er Jahre, in denen Darsteller auf der Bühne vielfältig mit dem Filmbild interagieren, bildeten die Hoch-Zeit des expanded cinema. In den 1980er Jahren ließ die deutsche Filmgruppe „Schmelzdahin“ Filmschlaufen während der Projektion durch chemische Bäder laufen, bis das Filmbild sich zersetzte. Im Theater haben Regisseure wie Robert Wilson oder Christoph Schlingensief mit dem Einsatz von Filmprojektionen als Bestandteil der Kulissen gearbeitet. Literatur: Youngblood, Gene: Expanded Cinema. New York: E.P. Dutton 1970. – LeGrice, Malcol: Abstract film and beyond. Cambridge, Mass./London: MIT Press 1977.  ... [weiterlesen]
110.

Operettenfilm

oft auch irreführenderweise: Filmoperetten, TonfilmoperettenAls Operettenfilm bezeichnet man Filme meist deutscher oder österreichischer Herkunft, die auf Bühnenoperetten zurückgehen. Mit der Adaption der Oscar-Strauss-Operetten Ein Walzertraum (1925, Ludwig Berger) setzte noch während der Stummfilmzeit eine erste Welle von Filmen nach erfolgreichen Vorlagen der Zeit ein, die mit dem Aufkommen des Tons anschwoll – der O ... [weiterlesen]
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Theateraufzeichnung

... e Rolle gespielt; erst das Fernsehen hat den Mitschnitt von Life-Veranstaltungen des Theaters zu einer eigenen Programmgattung erhoben. Dagegen steht die Dramenverfilmung (manchmal auch: Theaterfilm), die keine Bühneninszenierung abfilmt, sondern – basierend auf der Vorlage eines Dramas – eine mit spezifisch filmischen Mitteln gestaltete Neukonzeption anstrebt.Theateraufzeichnungen dienen zum einen als eine Dokumentation, die der theaterwissenschaftlichen Analyse zugrundeliegt (da die Aufführung selbst einmalig und flüchtig ist, ist es nötig, mittels der Aufzeichnung einen analytisch kontrollierten Zugang zur Aufführung überhaupt erst zu gewinnen); zum anderen werden derartige Aufzeichnungen auch bei Neuinszenierungen zu Rate gezogen, um Kriterien für die Inszenierung zu gewinnen.Literatur: Rosenstein, Doris / Se ... [weiterlesen]
112.

Wenyi-Genre

... ihrem Ehemann und ihrem Liebhaber. Das Genre entwickelte sich in den 1930ern im Studiosystem Shanghais, wurde in den 1940ern auch in Hongkong aufgegriffen. Die meisten Wenyi-Dramen adaptieren moderne Romane und Bühnenstücke. Zu den bekanntesten Beispielen gehören Xiao Cheng Zhi Chun (Spring in a Small City, China, 1948, Fei Mu) oder Dong nuan (The Winter, Taiwan 1969, Han Hsiang Li). Der Einfluß der Wenyi-Filme ist bis heute z.B. in den Film Wong Kar-Wais spürbar (etwa in Fa yeung nin wa / In the Mood for Love (Hongkong/Frankreich 2000). ... [weiterlesen]
113.

curtain line

(1) Theatergeschichtlich der letzte Satz, der gesprochen (oder auch gesungen) wird, bevor sich der Vorhang senkt.(2) auch: center line; plaster line;Eigentlich die Linie, an der der herabsinkende Vorhang auf den Boden der Bühne trifft. In erweiterter Bedeutung auch: Trennlinie, Markierung. ... [weiterlesen]
114.

Voice of the Theatre

... r um mehrere Varianten erweitert: A-1 bis A-6). 1966 wurde die A-7 eingeführt, eine Kombination von Hornlautsprecher und Einkammer-Bassreflexsystem. Die A-7 wurde zur Legende und sogar von Rockmusikern als Bühnenlautsprecher verwendet. ... [weiterlesen]
115.

Ständeklausel

... noch: Mitglieder des kleinen Adels) mit ihren Problemkonstellationen und in schicksalhaften Verläufen dargestellt werden, so dass einem bürgerlichen Publikum die Identifikation mit den Figuren auf der Bühne erleichtert wurde. Als Prinzip der „Fallhöhe“ sind Nachklänge der Ständeklausel bis heute in Geltung. ... [weiterlesen]
116.

comedy routine

Als comedy routine bezeichnet man die Monologe, die ein Stand-Up-Komödiant auf der Bühne vorträgt. ... [weiterlesen]
117.

Filmpalast

manchmal auch: Kinopalast; engl.: movie palace, palace cinemaIm engeren Sinne ist der Kinopalast ein spezifischer Typus von Kino, der vor allem in den Jahren von 1913 bis 1932 gebaut wurde. Er zeichnete sich durch die Pracht der Ausstattung (daran erinnert die Bezeichnung), seine Größe und die Perfektion der technischen Ausstattung (Bühnenshow, eigenes Orchester, Kinoorgel etc.) aus. Das 1919 in New York eröffnete Capitol Theatre ... [weiterlesen]
118.

Tableaux vivants I: Formatgeschichte

dt.: lebende Bilder, engl.: living pictures, living paintingsDas Theater-Format der tableaux vivants ist seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar. Es ist wohl französischer Herkunft und war sowohl auf der Bühne wie seit dem 19. Jahrhundert auch im halb-öffentlichen Raum als Gesellschaftsspiel sehr erfolgreich – diese nannte man parlor theatricals und betrieben das Einnehmen von lebenden Bildern und das Anlegen entsprechender Kost&uum ... [weiterlesen]
119.

FEKS (Fabrik des Exzentrischen Schauspielers)

Im Dezember 1921 gründeten eine Gruppe von jungen russischen Schauspielern und Regisseuren in Petrograd die Fabrik des Exzentrischen Schauspielers, darunter Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg und Sergei Yutkewitsch. Beeinflusst vom deutschen Expressionismus, verkünden sie ein neues sozialistisches Theater, basierend auf den Prinzipien des Zirkus und des Vaudeville. Ebenso wie bei Eisenstein finden sich Filmsequenzen in ihren Bühnenprod ... [weiterlesen]
120.

Dramedy

Die Zusammenziehung aus engl. dramatic comedy kennzeichnet gegenüber der älteren Bezeichnung eher die Inhalte von Spielfilmen und – vornehmlich – Fernsehserien als Bühnenstücke. Das seit Mitte der 1980er Jahre entstehende Hybrid- oder Fusionsgenre der dramedy enthält sowohl Aspekte des thematisch ernsten Fernsehdramas (in den USA bevorzugt Einstünder) mit seinem festen Ensemble an ausgearbeiteten, komplexen C ... [weiterlesen]
121.

Musical: dual focus structure

Die thematische Fixierung der meisten Hollywoodmusicals auf die Dramatisierung von Musical-Inszenierungen selbst (meist Backstage-Musical genannt) bedingt eine für das Genre insgesamt konstitutive dichotome Grundstruktur (dual focus structure), welche der im Hollywood-Kino etablierten „cause/effect"-Syntax zuwider läuft. Vielmehr herrscht die Opposition grundverschiedener Größen vor. So geht eine Diskrepanz „Bühne
... [weiterlesen]
122.

Williams-Verfahren

... nahme des Akteurs vor weißem Hintergrund wird danach in das unbelichtete Feld einkopiert.Literatur: Seeber, Guido: Der Trickfilm in seinen grundsätzlichen Möglichkeiten. Berlin: Vlg. d. Lichtbildbühne 1927. Repr. Frankfurt: Filmmuseum 1979. ... [weiterlesen]
123.

C.C.C.-Studios

... ndern wie Jugoslawien und Rumänien. In der Hochphase des Studios waren 200 Leute beschäftigt; die Zahl fiel bis auf 80 (1976). Die Studios sind seit 1980 schalldicht und wurden zunehmend auch als Probebühnen für Theateraufführungen genutzt. In den besten Jahren entstand nahezu ein Viertel der bundesrepublikanischen Filme in den CCC-Studios. Mehr als 700 Filme wurden in den Studios produziert, Brauners CCC-Produktion ist für über 250 Filme verantwortlich. Spätere Produktionen der Studios waren Fassbinders Querelle (1982), der Otto-Film (1985) oder Agnieszka Hollands Hitlerjunge Salomon (1989), der 1992 mit einem Oscar für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.Literatur: Dillmann-Kühn, Claudia: Artur Brauner und die CCC. Filmgeschäft, Produktionsalltag, Studiogeschichte 1946-1990. Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1990 (Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums.). ... [weiterlesen]
124.

Second City actor

... 6-1984) und die seit 1975 laufende beliebte NBC-Sendung Saturday Night Live (SNL).Zahlreiche vielseitige und erfolgreiche Schauspieler, Comedians, Drehbuchautoren und Regisseure haben ihre ersten Sporen auf der Bühne von The Second City verdient und führen die Bezeichnung „Second City actor“ wie ein Qualitätsprädikat. Zu den bekanntesten Namen zählen hier etwa Alan Arkin, Dan Aykroyd, John Belushi, Jim Belushi, Peter Boyle, John Candy, Chris Farley, Tina Fey, Shelley Long, Rick Moranis, Bill Murray, Mike Myers, Gilda Radner, Harold Ramis, Joan Rivers, Martin Short und George Wendt.Eine Reihe von auch in Europa bekannten Filmkomödien verfügt hinsichtlich der Produktion und/oder Besetzungsliste über einen SNL- oder Second City-Hintergrund, so: The Blues Brothers (1980, John Landis); Wayne‘s World (1992, Penelope Spheeris); Coneheads (1993, Steve Barron); Stuart Saves His Family (1995, Harold R ... [weiterlesen]
125.

Pierrot

... idenswert, für Liebhaberrollen geeignet. Eine nachgerade klassische Ausarbeitung dieser Figur gab Jean-Louis Barrault in Les Enfants du Paradis (Frankreich 1945, Marcel Carné) – unter Deburaus Bühnennamen Baptiste Deburau, melancholisch, weiß geschminkt, in weiße wallende Gewänder gehüllt. Jean-Paul Belmondo spielte in Jean-Luc Godards Film Pierrot le Fou (Elf Uhr nachts, Frankreich 1965) die Titelrolle nicht mehr als Inkarnation des Rollenfachs, sondern als dessen Kritik: Eine Figur, die das Geschehen nie kontrollieren kann und am Ende zum Selbstmord greift, um die Kette des Geschehenden zu unterbrechen.Literatur: Ashdawn‑Lecointre, Leisha: Le Théâtre du peuple, Pierrot et Les Enfants du paradis. In: Bulletin de la Société Théophile Gautier, 21, 1999; S. 347‑355. – Fischer, Lucy: Rabbit's Moon: the Pierrot figure in theater, painting an ... [weiterlesen]
126.

Pantomime

Das Wort Pantomime (griech. pantomimos = alles nachahmend, aus pan, panthos = alles und mimesthai = nachahmen) hat zwei Bedeutungen: Erstens bezeichnet es ein Bühnenstück, das ohne Worte, nur durch Gebärden, Mimik, Körperhaltungen und Bewegungen aufgeführt wird; zweitens benennt es den Künstler, der ohne den Einsatz der Sprache, nur mit Hilfe seines Körpers sich seinem Publikum verständlich macht.In der Frü ... [weiterlesen]
127.

Kabarett

Ein dem Thematermilieu ähnliches Motiv sowie Schauplatz und Institution gleichermaßen: Kleinkunstbühne, auf der Chansons, Gedichte, Balladen und Conférencen, aber auch Pantomimen, Gesangs- und Tanz-Nummern vorgetragen werden. Der Tonfall ist meist humoristisch-satirischer Art, häufig entschieden politisch und hat eine Tendenz zu (harscher) Gesellschaftskritik. Die Inhalte sind in der Regel pointiert und komprimiert, reagie ... [weiterlesen]
128.

Kung-Fu-Filme

... (1966-1967) und den daraus kompilierten Spielfilmen betritt der in Amerika geborene chinesische Kung-Fu-Kämpfer und Theoretiker Bruce Lee (1940-1973) in der Rolle des „Kato“ die internationale Bühne, um von nun an bis zu seinem frühen Tod (und darüber hinaus bis heute) das Genre zu beherrschen. Zu den Filmklassikern aus Hongkong mit (dem echten) Bruce Lee zählen Filme wie (The) Big Boss (Bruce Lee – Die Todesfaust des Cheng Li, 1971, Lo Wei), Fists of Fury (Bruce Lee – Todesgrüsse aus Shanghai, 1972, Lo Wei), Enter the Dragon (Bruce Lee - Der Mann mit der Todeskralle, USA 1973, Robert Clouse) und Game of Death (Bruce Lee – Mein letzter Kampf, 1973-77/78, Robert Clouse). Mit den Slapstick-Einlagen eines Jackie Chan neigte das Genre seit Mitte der 1970er Jahre immer mehr zur Komödie, während im Westen ehemalige Filmgegner Lees wie Chuck Norris und Adepten wie Cynthia Rothrock, Jean-Claude Van Damme oder Steven Seagal die Kampfkunst verbreiteten. Für westliche Vorstellungen vom Kung-Fu prägend wurde auch David Carradine als philosophierender Meister Kwai Chang Caine in der TV-Serie Kung Fu (USA 1972-1975). Bemerkenswerte Kung-Fu-Filme aus den letzten Jahren sind etwa Ong-bak (Thailand 2003, Prachya Pinkaew) und Kung Fu (China/Hongkong 2004, Stephen Chow). Literatur: Hunt, Leon: Kung fu cult masters. London: Wallflower Press 2003. – West, David: Chasing dragons: an introduction to the martial arts film. London / New York: Tauris 2006. ... [weiterlesen]
129.

Audience plant

auch: audience ringer; im Dt. meist nach dem frz. Theaterbegriff „Claque“Mitarbeiter einer Bühnenshow, der angewiesen ist, im Zuschauerraum zu sitzen, um entweder auf ein Zeichen hin an einem Stück oder Sketch mitzuarbeiten oder aber durch sein Beispiel bestimmte Zuschauerreaktionen und -emotionen (Klatschen, Lachen, Unmutsäußerungen) hervorzurufen.  ... [weiterlesen]
130.

foley stage

engl-amer. Bezeichnung für: Ton-Bühne, Ton-Studio ... [weiterlesen]
131.

Englische Komödie: 1930-1990

Mit dem Erfolg des Tonfilms in den 1930er Jahren etablierte sich in Großbritannien auch der erste Typ der Filmkomödie. Sie knüpfte unmittelbar an englische Bühnentraditionen der Unterhaltungsformate, wie sie die Music Hall bot (Songs, Revue, Varieté) an. Die Filme übernahmen neben dem Format auch Stars wie Gracie Fields und George Formby. Eine Weiterentwicklung erfuhr dieser Typ Komödie in den späteren 1930e ... [weiterlesen]
132.

comedian

auch: banana, comic, joker, jokesterKomiker, Komödiant, Schauspieler, der mit komischen Rollen assoziiert wird. Ursprünglich ein improvisierender Alleinunterhalter mit artistischem Geschick auf der Bühne (stand-up comedian), später dann in Film und Fernsehen. In Deutschland auch Ausdruck für das Stammpersonal von Sketch-Serien im (Privat-)TV. Im Unterschied zum ‚Filmclown‘ überwiegt beim comedian der Sprechan ... [weiterlesen]
133.

Frontlautsprecher

... ash; zu verhindern. Die Fontlautsprecher werden um den Centerspeaker ergänzt, einen eigenen Mittelkanal, der vor allem für die Sprachwiedergabe zuständig ist, wogegen die Frontlautsprecher die Tonbühne (front-staging) der Film-Musik aufbauen. ... [weiterlesen]
134.

Kinoreformbewegung

... nnt sich, die von Pädagogen (Hermann Lemke, Ernst Schultze), Volksbildnern (Hermann Häfker, Adolf Sellmann), Kunsttheoretikern (Konrad Lange), Juristen (Albert Hellwig) und Kirchenvertretern sowie von Bühnenangehörigen getragen wird (letztere sehen im Kino einen unerwünschten Konkurrenten und schließen sich oft deshalb dem Protest an). Sie richtet sich nicht gegen das Kino an sich, sondern gegen das ‚Schundfilm‘-Programm. Schmähschriften wie gut gemeinte Appelle an die Filmindustrie, Charakter und Moral verderbende Werke (u.a. Kriminalfilme, Melo- und Sozialdramen) aus dem Programm zu nehmen und nur noch den „guten“, d.h. jugendfreien und dem Bildungsideal des wilhelminischen Bürgertums entsprechenden Film zu produzieren, entstehen zu Hunderten. Die Autoritäten greifen lokal ein (u.a. in Berlin Polizeizensor Karl Brunner), in Hamburg bildet sich 1912 eine Lehrerkommission, die moralisch unbedenkliche Filme empfiehlt. Bis zur Einführung der zentralen Reichsfilmzensur im Mai 1920 hält sich die Art der Beschäftigung mit dem „Sensationsfilm“.Die ästhetische Refo ... [weiterlesen]
135.

Grand Guignol

... ml;tze großen Théâtre du Grand Guignol in der Rue Chaptal in Paris 1898 ihr Echo fand: Das Theater wurde schnell für seine kurzen, aber tief schockierenden Aufführungen bekannt. Die Bühnentricks, mit denen die meist blutigen Effekte an den Leibern der Schauspieler erzeugt wurden, wurden über Jahrzehnte verbessert. Für einige hielt das Theater sogar die Patente. Nach den großen Anfangserfolgen hatte sich schon um 1920 ein deutliches Nachlassen des Publikumsinteresses gezeigt. Bis zu seiner endgültigen Schließung (1962) konnte das Grand-Guignol-Theater an die große Popularität des Jahrhundertanfangs nicht mehr anknüpfen.Oft ist darauf hingewiesen worden, dass insbesondere neuere Horror- und Splatterfilme tricktechnisch und stofflich an die Darstellungstraditionen des Grand Guignol anknüpften und dass auch die Dramaturgie, Entsetzen und Gelächter in einem grotesk-makabren Spiel zu ... [weiterlesen]
136.

Pinewood Studios

... ie Studios grundlegend renoviert und in einigen Teilen erweitert, vor allem für die zunehmende Bedeutung der Fernsehproduktionen umgerüstet. Als letzte Erweiterung wurden 1999 zwei große neue Tonbühnen eingeweiht, 2000 und 2001 neue Fernsehstudios für Breitwandfernsehen – und gleichzeitig wurden die Studios der Rank Group PLC eingegliedert und mit den Shepperton Studios zusammengeführt. In den letzten Jahren entstanden Filme wie Interview with the Vampire, Mission: Impossible, The Fifth Element, Tomb Raider, Iris und Charlotte Gray in den Studios. ... [weiterlesen]
137.

Cameraphone

... ie Firma wich aber nach Arizona aus. Tatsächlich ausschlaggebend für die Einstellung der Dreharbeiten war aber die mangelhafte Qualität der Schauspieler, die meist als Artisten von den Vaudeville-Bühnen kamen und an Sprechrollen nicht gewöhnt waren. ... [weiterlesen]
138.

Filmarchiv Wolffsohn

Karl Wolffsohn war Herausgeber und Verleger der seit 1911 wöchentlich erscheinenden Lichtbildbühne. Er erkannte frühzeitig die wirtschaftliche Notwendigkeit der Dokumentation und wissenschaftlichen Auswertung der aktuellen und langfristigen Entwicklung des Films. Aus der Arbeit der Zeitschrift entstand ein ständig aktualisiertes Archiv, das auch die internationale Literatur erfasste. Am 30.5.1927 wurde das Archiv mit einem Festakt ... [weiterlesen]
139.

scenic artist

dt. meist eingeschränkt: KulissenmalerEin scenic artist gehört zum Bühnenbildteam (art department) und arbeitet an gemalten oder gezeichneten Dekorationen des Sets, stellt u.U. Gemälde als Requisiten her, fertigt malerisch zu realisierende Hintergründe (wie z.B. Fensterausblicke auf Landschaften und Wolken). ... [weiterlesen]
140.

Polyecran

Polyecran nannte sich ein Multiprojektions-Verfahren, das in der CSSR von dem Bühnenbildner Josef Svoboda entwickelt und 1958 vorgestellt wurde. Es operierte mit mehreren verschiedenen Leinwänden, die räumlich angeordnet waren. Konzeptionell ähnelt es eher der Videoinstallation als der Mehrfachprojektion im engeren Sinne, weil die einzelnen Leinwände unabhängig voneinander waren und nicht auf die Illusion eines einzigen ... [weiterlesen]
141.

Dolby Pro Logic

Als Nachfolgesystem von Dolby Surround wurde das Pro-Logic-System als fünfkanaliges Tonsystem für den Kino- und TV-Amateur vorgestellt. Vor allem der als Dialogkanal ausgearbeitete Centerkanal erlaubte es dem Zuschauer, den sehr engen Bereich des Phantom-Centers, der bei Verwendung einer Stereobühne beim Hören synthetisiert wird, zu verlassen und dennoch das Tonsignal immer klar der Leinwand bzw. dem Bildschirm zuordnen zu kö ... [weiterlesen]
142.

Filmgebärde

In der Stummfilmzeit verbreitete Redeweise, die die Bühnengebärde bzw. die Pantomime als theatralisches Ausdrucksmittel von der Rolle des nichtverbalen Ausdrucks im Film unterschied – hier wird sie ganz zum zentralen Mittel der Darstellung, während sie im körperlichen Spiel von Theaterschauspielern immer vom Text des Stücks eingerahmt war. Die Filmgebärde galt sogar als unmittelbarer Ausdruck des Seelischen, die vo ... [weiterlesen]
143.

Mehrfachadressierung (1)

... rtner und Gesamtpublikum zusammen, konstituiert ein komplexes kommunikatives Gefüge. Ähnlich wird auch Sprachhandeln vor Publikum (in vielen TV-Shows etwa gleich mehrfach: die Sprechhandelnden auf der Bühne – das Publkum im Saal – das Publikum zu Hause) als „mehrfachadressiert“ untersucht.Literatur: Hoffmann, Ludger (1984) Mehrfachadressierung und Verständlichkeit. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 55, S. 71-85. – Kühn, Peter: Mehrfachadressierung. Untersuchungen zur adressatenspezifischen Polyvalenz sprachlichen Handelns. Tübingen: Niemeyer 1995. – Schlickau, Stephan: Mehrfachadressierung im Rundfunk. In: Folia Linguistica 32,3-4, 2009, S. 365-386. ... [weiterlesen]
144.

Phone-in-Sendungen

... men adaptieren und kopieren so situative Formate der unmittelbaren Interaktion. Sie sind aber nicht identisch mit den Formen der unvermittelten Interaktion – das Geschehen findet auf einer imaginären Bühne statt, es sind Zuschauer anwesend. Und alle Beteiligten wissen, dass sie sich in einem öffentlichen Raum bewegen.Literatur: Wulff, Hans J.: Phone-In-Shows und Therapie-Talks. Kommunikationstheoretische Überlegungen. In: Talk auf allen Kanälen. Angebote, Akteure und Nutzer von Fernsehgesprächssendungen. Hrsg. v. Jens Tenscher u. Christian Schi­cha. Wiesbaden: West­deutscher Ver­lag 2002, S. 181-197. ... [weiterlesen]
145.

Dekoration

... verwandt. Sie befasst sich vor allem mit künstlerischen Bestandteilen und Charakteristika der Raumausstattung, aber auch mit der verzierenden Ausgestaltung von Gegenständen der Gebrauchskunst. Die dem Bühnenbild des Theaters verwandte Form der Dekoration im Film lehnt sich meist an die auch in der Realität verbreiteten Stilistiken der Gebrauchs- und Einrichtungskunst an, weil diese qua Wissen des Zuschauers als Indikatoren der dargestellten sozialen Welt lesbar sind. Es ist die Aufgabe der Dekoration, insbesondere Räume so auszugestalten, dass sie als lebensweltliche Alltagsräume der Figuren der Handlung erscheinen können, so dass das Dekorative als ihnen genuiner Ausdruck gelesen wer ... [weiterlesen]
146.

wrock

... praxis, spielen beim wrock das Kostümieren (costume play oder kurz cosplay) der Akteure und die klassische Konzertsituation eine große Rolle, bei der sich die Mitwirkenden deutlich in Musiker auf der Bühne und Publikum im Saal unterteilen lassen.Literatur: Cuntz-Leng, Vera: Voldemort can’t stop the Rock: Harry Potter und das Wizard-Rock-Phänomen. In: Rock and Pop in the Movies, 3, 2013, S. 6-23. – Rozario, Rebecca-Anne do: Wrocking the Collaboration: Wizard Rock and the Work of J.K. Rowling. In: Musicology Australia 33,2, 2011, S. 265-276. ... [weiterlesen]
147.

deus ex machina

lat. = der Gott aus der MaschineDie Bezeichnung bezieht sich ursprünglich auf die mechane (griech./lat.; auch: machina), eine kranähnliche Maschine, die im antiken Theater das Herabschweben der Gottheit von oben ermöglichte. In verschiedenen griechischen Tragödien wurde eine unlösbare Verwicklung kurz vor dem Ende durch den Machtspruch eines mittels Maschinerie von oben auf die Bühne herabgelassenen Gottes gelöst. A ... [weiterlesen]
148.

Tortenschlacht

engl.: custard pieDie Tortenschlacht ist eine der auffälligsten Besonderheiten der Stummfilmkomik. Auf der Bühne oder im Film galt das „face-full of gunge“ als optimaler Abschlussgag. Eine der Erfindungsgeschichten der Film-Tortenschlacht besagt, dass Mabel Normand Fatty Arbuckle bewerfen durfte, der später aber eine Revanche erhielt (Mabel and Fatty‘s Married Life, 1916). Mack Sennett organisierte im gleichen Jahr ei ... [weiterlesen]
149.

Schlagbild

... sind sozusagen „verdichtete Bilder“. Der Kunstwissenschaftler Michael Diers aktualisierte Warburgs Konzept und übersetzte es auf das ,emblematisch‑symbolische Ballett auf der politischen Bühne, das aus dem Repertoire der Tradition‘ schöpft. Wie nun die Beziehungen von Schlagbildern zu älteren Bedeutung tragenden Bildern ist, wie diese umgedeutet oder neu interpretiert werden, ist ein ungelöstes methodisches Problem. Ob etwa der Kniefall Willy Brandts  vor dem Warschauer‑Ghetto‑Mahnmal nicht nur den Canossagang Heinrichs IV. als Vorbild habe, sondern auch die Figur der Mutter aus der Statuengruppe „Elternpaar“ auf dem Soldatenfriedhof zu Vladsloo‑Praedbosch von Käthe Kollwitz, ist höchstens produktionsästhetisch von Belang; dass der Kniefall eine eindrücklich bildgewordene Erinnerungsmarke für einen rabiaten Bruch der deutschen Beziehungen zur eigenen Geschichte geworden ist, ist dagegen sicherlich unstrittig.Literatur: Warburg, Aby: Heidnisch‑antike Weissagung in Wort und Bild zu Luthers Zeiten. = Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch‑Historische Klasse (Heidelberg: Winter) [26, 1919]. – Diers, Michael: Schlagbilder. Zur politischen Ikonographie der Bundesrepublik Deutschland. Frankfurt: Fischer 1997. ... [weiterlesen]
150.

Szenographie

ital.: scenografia; (eingeschränkt für die) engl.: scenography; auch: FilmbildnereiLehre bzw. Kunst der Inszenierung im Raum; zugleich Sammelbegriff für die Tätigkeiten von Bühnenbildnern, Film- und Theaterarchitekten, Production‑ und Setdesignern, Ausstellungsmachern oder Museumsgestaltern, die vermeint sind, wenn man von szenografischer Gestaltung spricht. Szenographische Arbeit basiert auf der Koordination von Raum ... [weiterlesen]
151.

kiss cam

... kann den Kuss aber auch verweigern. Großbildleinwände werden für die Zeit der Dominanz der Kiss Cam zum Aufmerksamkeitszentrum des Stadiumpublikums – neben das Spielfeld tritt eine zweite Bühne der Übertragung. Es handelt sich um eine Art rhythmisierender Zwischen- oder Pausenaktion, die das reine Spielgeschehen (etwa beim Baseball) um eine zweite Spielebene komplementiert, in der das anwesende Live-Publikum als Akteur einbezogen ist. Die Einlagen werden aber in zahlreiche Übertragungen übernommen. Die Kiss-Cam-Einlage wird dann für die Heimzuschauer zur gaglastigen Einlage, die an die Zwischenbilder (honey shots) internationaler Sportveranstaltungen erinnert.  ... [weiterlesen]
152.

Ausstattungsfilm

Als Ausstattungsfilm bezeichnet man trivialerweise Filme, die sich besonders durch die Ausstattung auszeichnen. Ausstattungsfilm bezeichnet keinesfalls ein Genre, sondern ist mit dem Kostümfilm vergleichbar, nur dass eben Dekoration und Bühnenbild als besonders sorgfältig ausgeführte Elemente des Films markiert sind. Meist bezieht es sich auf Historienfilme.Allerdings muss gefragt werden, ob nicht auch viele Science-Fiction-Filme ... [weiterlesen]
153.

Carry-On-Filme

im Dt. auch: Ist-ja-irre-Filme Bei den Carry-On-Filmen handelt es sich um eine Reihe zwischen 1958 und 1978 produzierter Komödien, die v.a. in Großbritannien jahrelang verlässlich ein Millionenpublikum anlockten und sich auch dank vielfältiger Franchise-Aktivität (Bühnenprogramme, TV-Serien, Syndication und Revivals) bis heute großer Bekanntheit erfreuen. Zunächst der Tradition der Ealing-Komödie verpf ... [weiterlesen]
154.

center stage

auch: stage center; dt. etwa: Mitte der Bühne, zentraler Aktionsraum Das Zentrum des szenischen Handlungsraums (meist ein einzelnes Zimmer oder ein abgegrenzter Außenbereich), auf dem die Schauspieler agieren und auf die hin die Ausstattung orientiert ist, wird eher umgangssprachlich oft stage center genannt. Die Konzentration vor allem der Interaktionen auf einen engeren Raumbereich gestattet es nicht nur, dem Zuschauer bessere räum ... [weiterlesen]
155.

Convention

oft auch kurz: Con; vom engl.: convention = Versammlung; von lat.: convenire = zusammenkommen  Eine Convention im weiteren Sinne ist eine Veranstaltung, auf der Menschen mit gleichartigen Interessen an Sujets und Praktiken der Unterhaltungskultur (wie etwa Comic- und Animefans, Rollenspieler, Fantasyfreunde und ‑spieler, Computerspieler etc.) sich treffen, um andere Gleichgesinnte kennenzulernen. Derartige Veranstaltungen umfassen oft Bühne ... [weiterlesen]
156.

Bühne

Bei deutschen Produktionen wird alles, was mit der Kamera selbst zu tun hat, also nicht dem optischen Bereich, als Bühne bezeichnet: Dazu gehört der Kamerawagen, oft Dolly (aus dem Amerikanischen) genannt, die Schienen des Dollys (die benutzt man, wenn immer es geht, weil die Kamera dann bei Fahrten nicht ruckelt), Stativ u.ä. ... [weiterlesen]
157.

Toilettenszene

... onstrativen Ausstellens von Reichtum, Macht oder Exklusivität (weshalb sich Toilettenszenen gehäuft in historischen Filmen, die im Adelsmilieu spielen, aber auch in Kontexten wie dem Militär, der Bühne etc. finden); hier werden private Figuren in öffentliche Würdenträger transformiert. Oder sie zeigen Figuren, die sich im Sich-Zurechtmachen auf wichtige Begegnungen vorbereiten, ihr Auftreten in der Öffentlichkeit kontrollieren, sich vielleicht auch kritisch gegenüberstehen. Der Spiegel spielt in dieser Art der Toilettenszene eine wichtige Rolle; die Begegnung der Figur mit sich selbst ist oft ein Moment hoher empathischer Dichte, schafft einen Zugang zur Innenwelt der Figur. ... [weiterlesen]
158.

Hippie-Film

... hase der Hippiekultur vielfach als Umbruchphase (oft in Verbindung mit Coming-of-Age-Geschichten dargestellt worden. Bemerkenswert sind die Musical-Adaption Hair (1979, Milos Forman), die erst 10 Jahre nach der Bühnenpremiere auch filmisch adaptiert wurde, und Taking Woodstock (2009, Ang Lee), der das Woodstock-Festival aus der Perspektive der Veranstalter dramatisierte. Literatur: Bapis, Elaine M.: American film as agent of social change, 1965‑1975. Jefferson, N.C.: McFarland 2008. – Becker, Matt: A Point of Little Hope. Hippie Horror Films and the Politics of Ambivalence. In: The Velvet Light Trap, 57, Spring 2006, S. 42‑59. – MacFarlane, Scott: The hippie narrative. A literary perspective on the counterculture. Jefferson, N.C. [...]: McFarland 2007.  ... [weiterlesen]
159.

Sensationsdrama

auch: Spektakelstück, Sensationsdrama; engl.: sensation drama  Sensationsdramen sind eine Form des Bühnenmelodramas – mit großem Aufwand inszeniert. Sie gewannen im Viktorianischen England ihre wohl prägnanteste Ausprägung, die nicht nur international adaptiert wurde, sondern auch in den frühen Film Impulse und Vorbilder abgab. Diese Dramen waren eher durch Action, überwältigenden Sensationalismus ... [weiterlesen]
160.

Kulissenbauer

engl.: construction manager Der Kulissenbauer ist der Chef der Tischler (construction crew), der auch Stuckateure, Bildhauer, Maler und Kunstmaler angehören. Mit Materialien wie Styropor, Holz, Gips und Pigmentfarbe, aber auch vorgegebenen Objekten bauen sie ebenso realistische wie phantastische Möbel, Kulissen und Hintergründe. Sie arbeiten eng mit Regisseuren und Szenen-/Bühnenbildnern zusammen. Bei Großaufträgen kan ... [weiterlesen]
161.

Rockrolle

... ;er Beliebtheit; erinnert sei an Ernst Lubitschs Ich möchte kein Mann sein (1918),  Reinhold Schünzels Maskerade als mondäne Nachtclub‑Besucherin in Der Himmel auf Erden (1927), an die Bühnenmaskerade von Fritz Schulz, der in Drei Tage Mittelarrest (1930) als Soldat eine Soldatenbraut gibt, oder an Max Hansens Auftritt als Sängerin in Die - oder keine (1932). Ähnlich beliebt war die Rolle in zahlreichen amerikanischen Komödien nicht erst seit Beginn der Stummfilmzeit – Wallace Beerey etwa hatte zwischen 1914 und 1916 mehr als dreißig Filme als schwedisches Mädchen (Rollenname: „Sweedie“) gespielt. Erinnert sei an Fred MacMurrays Rolle als verkleidete Großmutter in Sing, You Sinners (USA 1938, Wesley Ruggles), an die überdrehte Parodie, die drei Soldaten als Andrew Sisters darbieten (in Winged Victory, USA 1944, George Cukor) oder an Robin Williams‘ Rolle als Haushälterin in Mrs. Doubtfire ( ... [weiterlesen]
162.

mark

... die für die Kamera unsichtbar sind. Sind bei den Proben einmal die Markierungen fixiert worden, gelten sie als verbindliche Vorgaben für die Bewegungen der Schauspieler auf dem Set. Darum gilt auf der Bühne wie auf bei Dreharbeiten die strikte Devise, dass die Markierungen getroffen werden müssen (Hit the mark!).  ... [weiterlesen]
163.

Boyana Film

auch: Nu Boyana Film StudiosBoyana Film wurde 1962 gegründet und hat bis heute seinen Sitz in Boyana nahe dem bulgarischen Sofia; die Studios entstanden bereits in den 1950ern. Es gehört zu den größten europäischen Filmstudios (auf einer „Film City Boyana“ genannten Fläche von mehr als 20ha und mehr als 1.000 Angestellten), enthält nicht nur 13 Tonbühnen, sondern auch alle Produktionsabteilungen vo ... [weiterlesen]
164.

Kamerateam

... ann (director of photography), der exekutive Kameramann (camera operator, cameraman/camerawoman), der Kameraassistent (assistant cameraman), der Schärfenzieher (focus puller), der clapper-loader, der Kamerabühnenmann (grip, key grip), der Operateur des Kamerawagens (dolly grip), eventuell ein zweiter Kameramann (additional camera, additional camera operator). Das Kamerateam ist für die technische Realisierung der Aufnahme verantwortlich und stimmt die handwerklichen Tätigkeiten meist unabhängig aufeinander ab. Entscheidungen über die Bildgestaltung dagegen werden meist mit dem Regisseur zusammen getroffen. Das differenzierteste Kamerateam arbeitet(e) wohl in den Hollywood-Studios; in anderen Systemen werden viele der Aufgaben anders unter den Beteiligten aufgeteilt. Es ist allerdings deutlich, dass die Zusammensetzung des Kamerateams auf einer Analyse des Handlungsfel ... [weiterlesen]
165.

Gesamtkunstwerk

... nem Buch Oper und Drama (1852) werden die einzelnen Künste einem gemeinsamen Zweck untergeordnet. Als Vorbild und Feindbild zugleich hatte er die französische grand opéra vor Augen, in der alle Bühnenkünste auf ihrem neusten technischen Stand vereinigt waren. Das Gesamtkunstwerk sollte danach alle Einzelgattungen der Kunst vernichten und umfassen gleichermaßen, um zu einer „unbedingten, unmittelbaren Darstellung der vollendeten menschlichen Natur“ gelangen zu können.Dass auch der Film die Potenz besitzt, alle Einzelkünste in diesem von Wagner angedeuteten Sinne zu umgreifen und zu integrieren, ist vor allem in einer kunsthistorisch geschulten Kritik immer wieder angesprochen worden (so dass Filme wie La règle du jeu, Frankreich 1939, Jean Renoir, oder Otto e mezzo, Italien 1963, Federico Fellini, neben anderen als „filmische Gesamtkunstwerke“ annonciert werden). Eine eigene theoretische Programmatik hat es aber – von Hermann Häfkers „Kinetographie“ (1915) und einigen Überlegungen aus den 1920ern sowie Arbeiten zur Film ... [weiterlesen]
166.

Benshi

... bereits Ton und grafische Hilfsmittel zur Verfügung standen. Man spricht von einem regelrechten Benshi-System und meint damit eine poetische Symbiose von eingesprochener Filmvorführung, theatralischen Bühnenelementen und Opernszenen, die den Zuschauern wichtiger war als der Film selbst. Die Benshi wurden mehr verehrt als die Filmstars selbst. Der Bruder des berühmten Regisseurs Akira Kurosawa war ein bekannter Benshi-Meister. Die Tradition wird bis heute gepflegt und einige wenige junge Talente lassen sich in dieser Präsentationskunst ausbilden.Literatur: The Benshi: Japanese silent film narrators. Ed. by Friends of Silent Films Association / Matsuda Film Productions. Tokyo: Urban Connections 2001. – Bernardi, Joanne: Writing in light: the silent scenario and the Japanese pure film movement. Detroit: Wayne State University Press 2001 (Conte ... [weiterlesen]
167.

Above / below the line costs

... , die mit der Vorproduktion verbundenen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Alle anderen Kosten werden als below the line costs bezeichnet: Kosten für Nebenrollen und Statisten, Materialkosten, Bühnen- und Kostümkosten, Mieten, Einkauf von Musikrechten, Versicherungen, Kosten für Publicity, die Erstellung der Trailer und dergleichen mehr. ... [weiterlesen]
168.

Diorama II: Schaukästen

... der Entwicklung, Erprobung und Dokumentation von dramatischen oder Ballett-Inszenierungen. Traditionellerweise hatten Dioramen Gucklöcher. Doch können auch offene Dioramen dazu verwendet werden, einen Bühnenaufbau oder eine Realszene meist im Aufblick zu präsentieren. Im Film werden Dioramen im Filmtrick angewendet – man versteht darunter miniaturisierte Szenen, die als setting für Animationen verwendet werden.   ... [weiterlesen]
169.

Stegreifspiel

... s. Die Methoden des Stegreiftheaters finden sich heute auch in der systemischen Thearpie, insbesonders in G. Hellingers Familienaufstellungen.Literatur: Marschall, Brigitte: "Ich bin der Mythe". Von der Stegreifbühne zum Psychodrama Jakob Levy Morenos. Wien [...]: Böhlau 1988.  ... [weiterlesen]
170.

directions

(1) dt. = BühnenanweisungBezeichnung für die Hinweise im Skript, die den Schauspieler darüber informieren, wie er sich zu bewegen hat, mit welchen Gesten und Ausdrucksgesten er den Dialog unterstützen soll.(2) Umgangssprachliche Bezeichnung für die Anweisungen, die der Regisseur den Schauspielern während des Drehs gibt. ... [weiterlesen]
171.

Rockumentary

... Konzerte ein beliebtes dokumentarisches Sujet. Die Filme fanden ein hochstrukturiertes vorfilmisches Ereignis vor, in das sie sich nach Art der Programmatik des Direct Cinema einschmiegen konnten. Sie verbanden Bühnenshows, Aufnahmen des Publikums, manchmal Interviews mit Beteiligten, atmosphärische Bilder der Geschehnisse am Rande des Konzerts. Lonely Boy (1961, Roman Kroiter, Wolf Koenig) über Paul Anka ist der wohl erste Film in dieser Art. D.A. Pennebakers Bob-Dylan-Film Don‘t Look Back (1966), sein Konzert-Film Monterey Pop (1967) und vor allem Michael Wadleighs mit großem Aufwand gedrehte Dokumentation Woodstock (1970) brachten einen enormen wirtschaftlichen Erfolg und stießen eine ganze Reihe weiter ... [weiterlesen]
172.

Proben

... uo;heiße‘ mit Kamera statt. Eine erste und noch sehr einfache Form ist die Textprobe (read-through), die von den Darstellern durchgeführt, aber weder mit Kostümen noch in der späteren Bühnenposition geprobt wird. In den Textproben beginnen die Diskussionen um das Mise-en-Scène des Stücks. Die ‚Trockenprobe‘ dient nicht nur dazu, die Akteure an ihre Bewegungen im szenischen Raum heranzuführen, sondern auch dazu, die technischen Mitarbeiter auf das Spiel und die Bewegungen im Raum vorzubereiten, so dass das Licht darauf abgestimmt werden kann, dass Kamerapositionen und -bewegungen abgesprochen werden können etc. Ganz am Ende stehen dann die ‚heißen Proben‘ (run-through), bei denen nicht nur das Zusammenspiel der Akteure, sondern auch das zwischen Schauspielern und technischen Mitarbeitern ausprobiert wird.(2) Daneben finden sich technische Proben (als Licht- und Stellproben), die ohne die Darsteller gemacht werden können, sowie Garderobenproben.(3) Filmstücke, die nach einer Aufnahm ... [weiterlesen]
173.

Home-Talkie

eigentlich: home-talkie unitDer amerikanische Bühnen- und Show-Produzent Charles R. Rogers gründete 1929 die Home‑Talkie Machine Corporation, mit der er sein Tonsystem für den 16mm-Amateurmarkt produzierte, das einen 16mm-Projektor mit einem Plattenspieler synchronisierte; die Platten hatten einen Durchmesser von 10", einseitig bespielt und liefen mit 33-1/3 U/min. Es wurde mit einem Kontaktgeber ausgeliefert, das man mit dem Rad ... [weiterlesen]
174.

split focus

Vor allem in der Theaterdramaturgie spricht man von split focus, wenn zwei Dialoge oder Ereignisse gleichzeitig auf der Bühne ablaufen, die beide von gleicher Wichtigkeit für das Stück sind. Eine derartige Doppelung relevanten Geschehens wird in aller Regel vermieden, um die Eindeutigkeit des Spiels sicherzustellen; allerdings kann sie im improvisierenden Spiel sich eher unabsichtlich ergeben, und manchmal setzt man die Form ein, um di ... [weiterlesen]
175.

Feuerwerker

... en oder durch kleine Sprengsätze am Körper nicht verletzt werden und ähnliches mehr. Er verwahrt die Sprengmittel sowie die Mittel, die für die Feuer-Effekte verwendet werden. Anders als dem Bühnenpyrotechniker ist dem Filmfeuerwerker auch der Umgang mit gewerblichen Sprengstoffen gestattet. Die Ausbildung erfolgt in Lehrgängen an Spezialschulen; die Lizenz als „Filmpyrotechniker“ wird in der BRD durch das 1976 erlassene Sprengstoffgesetz (SprengG; Erlaubnisschein lt. §7, Befähigungsschein lt. §20) geregelt, das wiederum auf die viel ältere, bereits 1696 erlassene Brandenburgische Feuerwerker‑Ordnung zurückgeht.Schutzpatronin der Feuerwerker ist übrigens die heilige Barbara.Literatur: Lefebvre, Thierry (sous la direction de): Pyrotechnies. Une histoire du cinéma incendiaire. Paris: AFRHC 2003 (1895. 39.). – Hummig, Wolf-Ingo: Lehrbuch zum staatlich anerkannten Sonde ... [weiterlesen]
176.

Kascheur

von franz. cacher = verbergenEin Kascheur ist ein Bühnenhandwerker, der plastische Ausstattungsteile wie Felsen, Säulen, Blumen oder Bäume aus Kaschiermasse – traditionellerweise ein Gemisch aus Leim, Sägespänen, Korkmehl und anderem, oft wird außerdem Gips verwendet – modelliert. Bemalung und Beleuchtung lassen das billige Material als solide Masse erscheinen. Darum meint das Kaschieren vor allem einen Akt ... [weiterlesen]
177.

Filmoperette

auch: OperettenfilmDie Filmoperette bildete ein wesentliches Genre zu Beginn der Tonfilmzeit vom Ende der 1920er bis zur ersten Hälfte der 1930er Jahre. Ihre Handlung beruht wie in der Bühnenoperette auf einer Verwechslungskomödie mit einer Liebesgeschichte eines Hauptpaares. Die Hauptdarsteller waren Kinostars, konnten aber auch bekannte Sänger sein, so z.B. im „Sängerfilm“. Die Filmoperette stand im Medienverbun ... [weiterlesen]
178.

Operette: Tanzformen

... änzen, welche die „klassische“ Operette bis 1918 maßgeblich bestimmten, gehörten Polka, Galopp (Cancan), Marsch und Walzer. Welche dieser Tanzformen in den Mittelpunkt des jeweiligen Bühnenwerkes rückte, war zunächst von den dramaturgischen Erfordernissen des Sujets abhängig. So verbindet sich mit Offenbachs parodistischem Orpheus nicht der Walzer, sondern der Galop infernal (Cancan); und auch die Hauptwerke eines Franz von Suppé, einem der Väter der Wiener Operette, wurden nicht vom Walzer, sondern wie seine „komischen Opern“ Fatinitza und Boccachio zeigen, von Märschen und italienischen Gesangsformen geprägt; und selbst das Chef d´Œuvre der ganzen Gattung: Johann Strauß‘ Fledermaus präsentiert eine Vielzahl von Tanzformen ohn ... [weiterlesen]
179.

Berufe des Films: Szenenbild (engl./dt.)

art department / Szenenabteilung, Künstlerische Abteilungart department assistant / Assistent des Filmarchitekten (erste zwei bis drei Berufsjahre)art department runner / Volontärart director / Filmarchitektassistant art director / assistierender Filmarchitekt (mit großer Berufserfahrung)construction foreman, draftsman / Bühnenmeistercostume design / Kostümbildnerillustration artist, production painter / Illustratorproduct ... [weiterlesen]
180.

Artdirektor

eigentlich und ursprünglich auch: art director; manchmal auch: production designer, set designer; im Dt. manchmal auch: Szenenbildner, AusstatterDer art director ist der Leiter der Gruppe von Handwerkern, die für das Bühnenbild zuständig sind. Er ist der erste Assistent des Produktionsdesigners (bei kleineren Produktionen oft in Personalunion) und überwacht die Arbeiten an den Bauten und am Dekor sowie die Pflege der Requisit ... [weiterlesen]
181.

Hollywood Bowl

Die Hollywood Bowl – eines der größten natürlichen Amphitheater der Welt – wurde am 11.7.1922 eröffnet; es bietet heute 18.000 Zuschauern Platz. Es wurde von Beginn an primär für Konzertveranstaltungen genutzt – Konzerte aller Musikrichtungen, von klassischer Musik bis zum Jazz, von der Rock- und Pop- bis zur volkstümlichen und zur Weltmusik. Zunächst lag die Bühne wie der Zuschauerraum ... [weiterlesen]
182.

Prominentenpaare

... ml;ren, ist das dauernde öffentliche Interesse sicher. Wenn nun ein Paar wie Elizabeth Taylor und Richard Burton eine spannungsreiche Ehe öffentlich inszenieren, ist es, als spielten sie auf einer Realbühne das so verborgene Interesse des Boulevard aus. Die Intimität der Details, die berichtet werden, ist nur ein Teil der Inszenierung der Stars, gehört ihrem Marketing wesenhaft zu. Alle Elemente des nur vorgeblich Privaten werden so zu Sujets eines öffentlichen Schauspiels, das immer mit Zuschauern rechnet. Das Prinzip gilt für alle Segmente der Unterhaltungsindustrie, geht sogar darüber hinaus (wie man an Präsidentenpaaren leicht sehen kann). Es können ganze Familien (wie der Jackson-Clan), über deren inneren Konflikte geredet wird, es können Beziehungsgeschichten von der Phase der Verliebtheit über die Ho ... [weiterlesen]
183.

top shot

... uuml;hmt sind die top shots in den Filmen Busby Berkeleys, in denen der extreme Blickwinkel es gestattet, die Formationen von Tänzern und vor allem Tänzerinnen als ornamentale Muster zu gestalten. Die Bühne wird so zur Fläche, auf der die Figuren in grafischen Mustern angeordnet werden können. (3) Entrealisierung: Gelegentlich wird der top shot als ganz und gar unübliche Kameraposition eingesetzt, was für den Zuschauer oft eine momentane Irritation des Raumeindrucks – einen Wahrnehmungsschock – bedeutet. Ein berühmtes Beispiel ist der zweite Mord in Hitchcocks Psycho (1960), der den Mord an dem Detektiv als top shot auf den oberen Treppenabsatz im Haus der Bates‘ visualisiert. ... [weiterlesen]
184.

Neorealismus: Konzept

Der filmische Neorealismus betritt die Bühne der Filmgeschichte unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkriegs. Er ist Teil einer in der Literatur- und Kulturdiskussion verankerten neorealistischen Debatte in Italien ab 1935. Die Filmschaffenden führen – noch während dem Faschismus – intensive Diskussionen um einen neuen Realismus (verbunden mit Filmsichtungen z.B. russischer Revolutionsfilme oder von Avantgardefilmen) im Umk ... [weiterlesen]
185.

Distanzierung

engl.: distantiationIn der Theatertheorie Brechts ist die Verfremdung das wichtigste formale Mittel der Inszenierung – dadurch sollte der Zuschauer daran gehindert werden, sich illusionierend-identifizierend in die dargestellte Welt zu verlieren, um ihn der Tatsache bewusst zu machen, dass er einer Fiktion beiwohnt, das Stück ihm die Wirklichkeit ideologisch und institutionell überformt und er als souveränes Subjekt dem Bühne ... [weiterlesen]
186.

Mimographie

... en Transkriptionsverfahrens enthält. In dieser allgemeinen Bedeutung wird „Mimographie“ bis heute – wenngleich selten – als sorgfältige Beschreibung von Ausdrucksgesten auf der Bühne oder allgemeiner als Beschreibung der schauspielerischen Leistung gebraucht.Literatur: Fischer, Renate: Zur Verschriftung der Gebärdensprachen Gehörloser: Bewegungsnotation mit der Mimographie. In: Kodikas/Code 18,1-3, 1995, S. 63-74. – Thomas Koebner (Hrsg.): Schauspielkunst im Film. St. Augustin: Gardez!-Vlg. 1998.
... [weiterlesen]
187.

Paradox des Schauspielers

... r 1906. Andere Ausg.: Frankfurt: Insel 1964. Andere Ausg. in: Ästhetische Schriften. Hrsg. v. Friedrich Bassenge. Berlin: Das europäische Buch 1984, S. 481-538. Andere Ausg.: Berlin: Staatl. Schauspielbühnen 1986. Andere Ausg. Wädenswil: Stutz 1981. Geschrieben frz. 1774; zuerst ersch. 1830.  ... [weiterlesen]
188.

Dramolett

auch: Dramolettevon griech.: „drama“, mit französierender Endung; wörtlich: „kleines Drama“Das im 18. Jahrhundert in seiner Verwendung als Neutrum aufgekommene, im Französischen maskuline Wort steht für ein kurzes Bühnenstück mit dramatisierender Handlung. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird im Deutschen terminologisch exakter von „Einakter“ gesprochen, so dass der & ... [weiterlesen]
189.

Zyklorama

... s deutsche Wort Zyklorama meint in der Regel eine Rundleinwand, so wie sie bereits im 19. Jahrhundert als Projektionsfläche für große Szenarien wie z.B. Städtepanoramen diente. Für das Bühnentheater hatte der spanische Maler, Designer und Erfinder Mariano Fortuny y Madrazo in Deutschland seit 1902 kuppelförmig gewölbte, aufgemauerte und verputzte Zykloramen entworfen (engl. auch fortuny dome genannt), um im Zusammenspiel mit entsprechender Beleuchtung die Illusion von Himmel und unendlichem Raum erzeugen zu können. Derartig aufwendige Konstruktionen wurden später durch hängende und gebogene Vorrichtungen ersetzt (etwa Vorhänge), von denen sich die filmtechnisch bis heute verwendeten Teil-Zykloramen ableiten.Beim technische ... [weiterlesen]
190.

Weibliche Täter

... weiblichen Serien-Mördern auf kriminalhistorischen Fällen, so kommt es auch vor, dass die Sujets ins Komische verschoben werden (Frank Capras Arsenic and Old Lace, USA 1944, der auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Joseph Kesselring aus dem Jahre 1941 basiert, das wahrscheinlich den authentischen Fall der Wardlow-Schwestern adaptiert, die 1909 als „schwarze Witwen“ berüchtigt wurden).Im modernen Film werden weibliche Täterinnen deutlicher pathologisiert und ausgehend von Edward Dmytryks The Sniper (USA 1954) und Hitchcocks Psycho (USA 1960) oft als Motivatorinnen für männliche Täter ins Feld geführt. Dies scheint mit der zunehmenden Popularisierung der Psychoanalyse und Kenntnis von Freuds Konzept des „Ödipus-Komplexes“ einherzugehen. Berüchtigte Fälle weiblicher (Mit-)Täterschaft avancieren ab den 1960er Jahren zu Filmerfolgen: Arthur Penns Bonnie and Clyde (USA 1967, basierend auf dem Parker/Barrow-Fall von 1932-34), Leonard Kastles Honeymoon Killers (1970) und aus jüngerer Zeit Oliver Stones Natural Born Killers (USA 1994, basierend auf dem Starkweather/Fugate-Fall von 1957/58). Fälle wie der der Serienmörderin Aileen Wuornos (verhaftet 1991) werden schnell filmisch aufgegriffen (Peter Levins TV-Film Over ... [weiterlesen]
191.

Kabuki

... lichen Nô-Spiel (auch: Noh-Spiel) betont das Kabuki visuelle Drastik und dramaturgisch wirkungsvollen Einsatz von Schaueffekten, Mimik und stilisierten Emotionen.Bereits die ersten japanischen Filme waren bühnennahe Versionen bzw. Adaptionen von klassischen Kabuki-Stücken und behandelten neben der immer wieder neu bearbeiteten Samurai-Thematik auch Motive aus dem Leben in der modernen Großstadt. Die politisch und kulturell gewollte, weitgehende Abkopplung von westlichen Traditionen des Filmemachens zwang die japanischen Regisseure, eine weitgehend eigenständige Filmsprache zu entwickeln. Zu den ursprünglichen Konventionen des Kabuki-Theaters wie auch der Filme im Kabuki-Stil gehörten auffällige Eigenheiten wie z.B. die on ... [weiterlesen]
192.

Stationendrama

... rgeben.Das Stationendrama geht auf Spielformen des mittelalterlichen geistlichen Dramas zurück, in dem z.B. die wichtigsten Stationen aus der Leidensgeschichte Christi als simultane Darbietung auf mehreren Bühnen oder im unverbundenen Nacheinander von Szenen inszeniert wurden. Es wurde theatergeschichtlich erst mit den Dramen von Büchner, Strindberg oder Wedekind wieder aktualisiert, später dann in die Formen des epischen Theaters eingebunden. Das expressionistische Stationendrama konzentrierte sich auf die Figur des Helden (als „dramatisches Subjekt“), und die Szenen der Folge erscheinen ganz auf die zentrale Figur bezogen – alle Szenen kehren einzelne Charakterzüge oder Widersprüche in ihm heraus. Das (linke) epische Theater dagegen suchte vor allem das Milieu in der Reihung von Stationen greifbar zu machen.Die episodale Bauweise beider Formen hat sich auch im Film niedergeschlagen. Dem dominierenden Sujet der Erzählung gehorchend, neigen melodramatische Formen eher der expressionistischen Zentrierung der Helden-Figur zu (De Wisselw ... [weiterlesen]
193.

floor

Als floor bezeichnet man den Bereich eines Studios, der als Set bei Dreharbeiten genutzt wird. Entsprechend werden die Special Effects, die – als „Bühneneffekte“ – unmittelbar vor der Kamera inszeniert werden, floor effects genannt. Sie bestehen aus mechanischen, hydraulischen, pneumatischen, pyrotechnischen und elektrischen Tricks. ... [weiterlesen]
194.

Tragikomödie

engl.: tragicomedy; franz. tragi-comédie; von dem römischen Dichter Plautus aus ‚tragicocomoedia‘ gebildetes Kofferwort, das die beiden eigentlichen Gattungen der antiken Dramentheorie miteinander verbindet. Ursprünglich ist eine ernste Handlung gemeint, die glücklich ausgeht; manche Theoretiker sehen dagegen explizit im tragischen Ausgang das Wesen der Tragikomödie. Als eigene „dritte“ Bühnenga ... [weiterlesen]
195.

Vordergrund / Hintergrund

engl.: foreground / background; engl. manchmal abgekürzt als f.g. / b.g.; gelegentlich auch in einer dem Theater entlehnten Sprechweise: downstage (= Vordergrund), upstage (= Hintergrund)Kompositionell wird oft vom Bild- oder Bühnenvorder- resp. -hintergrund gesprochen. Gemeint sind alle Objekte und Figuren, die am nächsten zur Kamera (oder am weitesten von ihr entfernt) sind. Wichtiger ist, dass damit meist auch angedeutet wird, was f ... [weiterlesen]
196.

Passionsgeschichte

... edeutendsten Werken). Im Bereich der Pop-Musik nahm sich beispielsweise das Musical Jesus Christ Superstar der Thematik an. Ebenso dient die Passionsgeschichte seit dem Spätmittelalter als Vorlage für Bühnenstücke (Passionsspiel). Im Subgenre des Bibelfilms setzt die Leidensgeschichte des Erlösers den zentralen dramaturgischen Rahmen. Immer wieder kommt es dabei zu Protesten, wenn beispielsweise die Kreuzigungsszene besonders realistisch (The last temptation of Christ, USA 1988, Martin Scorsese; The Passion of the Christ, USA 2004, Mel Gibson) dargestellt oder die Figur des Jesus mit starken politischen Facetten versehen wird (Golgatha, Frankreich 1934, Julien Duvivier; Il Vangelo Secondo Matteo, Italien 1964, Pier Paolo Pasolini). Komödiantische Verwertung fand die Passionsgeschichte beispielsweise in Filmen wie The Life of Brian (Grloßbritannien 1979, Terry Jones) oder in Das Gespenst (BRD 1984, Herbert Achternbusch) – nicht, ohne auch hier für Debatten zu sorgen.Literatur: Backhaus, Knut: Die Passion Christi und ihr Publikum. Ein Film, vier Evangelien und das Schauspiel eines Sterbenden. In: ... [weiterlesen]
197.

limelight

... e. Zudem ließ sich der Lichtstrahl gezielt leiten und scheinwerferartig ausrichten. Bereits seit 1837 benutzte man derartige Lampen in Londoner Theatern, um von Brüstungen oder Balkonen aus Teile der Bühne zu beleuchten oder Sonnen- bzw. Mondlicht zu simulieren. Wer als Schauspieler in diesem Kunstlicht agieren durfte, hatte bereits eine wichtige, herausgehobene Rolle inne. Dem später dann auf beinahe alle Bereiche von herausgestellter Öffentlichkeit und gesellschaftlichem Interesse übertragenen englischen Ausdruck „to be in the limelight“ entspricht die deutsche Redewendung „im Rampenlicht stehen“.Bevor den frühen Filmemachern mit Elektrizität betriebene Scheinwerfer und Lampen zur Verfügung standen, benutzten sie ebenfalls derartige chemische, aus dem Theaterfundus abgeleitete Lichtquellen.Auf die atmosphärischen Konnotationen des Ausdrucks zielte – nicht als erster und auch nicht als letzter – Charles Chaplin als Regisseur bei der Titelgebung zu seinem Films Limelight (USA 1952), in dem er Höhen u ... [weiterlesen]
198.

Abblende / Aufblende

... so dass es nicht verwundert, dass Ab-/Aufblenden zur Markierung von Szenengrenzen verwendet werden. Das Kino übernimmt in seiner Frühzeit die Ab-/Aufblende als kinematographisches Gegenstück des Bühnenvorhangs, der eine ähnliche Differenz von Stück und Aufführung akzentuiert. ... [weiterlesen]
199.

mystery film: Typologie

Thematisch lassen sich unterscheiden: (1) Adaptionen von Bühnenstücken; (2) Detektivgeschichten, die häufig die Charakterisierung der Persönlichkeit des Detektivs und seiner Lebensumstände in den Mittelpunkt rücken (man denke an so bekannte Figuren wie Nick Carter, Philip Marlowe, Hercule Poirot, Sam Spade) und (3) Filme mit hohem Anteil an Horrorelementen. Insbesondere im Deutschen versteht man unter der Kategorie Myste ... [weiterlesen]
200.

symphonischer Film / Filmsymphonie

... Filmregisseur David Lynch in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Angelo Badalamenti geschaffen, als er 1989 in New York Szenen aus Wild at Heart mit Musik zu einer musical-ähnlichen Live-Performance auf der Bühne vorführte und gleichzeitig einen Videofilm davon anfertigte (Industrial Ballroom No. 1 - The Dream of the Broken Hearted, USA 1990). ... [weiterlesen]
201.

Schwedenfilm

... tar-Regisseure Mauritz Stiller und Victor Sjöström. Zentral für den Schwedenfilm galt die „Ineinanderverknüpfung von Mensch und Natur“, wie es in einer Besprechung der Licht-Bild-Bühne von 1924 heißt.(2) In der frühen Nachkriegszeit erfährt das Konzept eine Umwertung. Ideen nordischer Naturverbundenheit werden nun auf den Körper und insbesondere die sexuelle Natürlichkeit (bzw. ihre „freizügige“ filmische Darstellung) ausgeweitet. Filme wie Hon dansade en sommar (Sie tanzte nur einen Sommer, Arne Mattson, 1951), Tystnaden (Das Schweigen, Ingmar Bergman, 1963) oder Jag är nyfiken (Ich bin neugierig, Vilgot Sjöman, 1967-1968) boten solchen Darstellungen einen künstlerischen Rahmen und ebneten damit (auch) den Weg für die spätere „Sexfilmwelle“ aus den skandinavischen Ländern.Literatur: Schröder, Stephan M.: Mehr Spaß mit Schwedinnen? Funktionen eines deutschen Heterostereotyps. Berlin: Nordeuropa-Institut 1996, 36 S. (Arbeitspapiere „Gemeinschaften“. 3.). – Skretting, Kathrine: Filmsex und Filmzensur. Die ‚Bettkanten’-Filme in Skandinavien 1970-1976. In: Montage/AV, 2000,9,1, S. 47-62. – Vonderau, Pa ... [weiterlesen]
202.

Lichtspielgesetz (1934)

... pielgesetz nebst Durchführungsbestimmungen. Unter besonderer Berücksichtigung der Lichtspielveranstaltungen durch die Ortspolizeibehörden. Zusammengest. u. erl. v. Werner Beuss. Berlin : Lichtbildbühne / Leipzig: Maier 1934 (Handbücherei: Der Film im öffentlichen Recht. 1.). – Das Lichtspielgesetz vom 16.2.1934. Für Fachschul-Lehrgänge. Bearb. v. Günter Sühnhold. München: Deutscher Volksvlg. 1939 (Filmfachbücherei. 1.). ... [weiterlesen]
203.

Lothario

... bliche Verwendung des Übernamens für einen notorischen, aber charakterlich unzuverlässigen ‚Dorfcasanova‘ im allgemeinen englischen Sprachgebrauch (the village lothario) sowie auf der Bühne, im Film und im Feuilleton auf Nicholas Rowes domestic tragedy „The Fair Penitent“ von 1703 zurück, wo von dem „haughty, gallant, gay Lothario“ die Rede ist.Titelnahmen im Stummfilm z.B.: A Mexican Lothario (1910, Fred J. Balshofer), Lulu‘s Lost Lotharios (1915). ... [weiterlesen]
204.

Dime Museum

... als Museumskonzept umzusetzen suchten. Die Dime Museums versammelten bald nicht mehr nur natürliche und künstliche Objekte, sondern auch Wachsmuseen, Menagerien, wissenschaftliche Experimente, Kleinstbühnen und andere Unterhaltungsangebote bis hin zu Freakshows – für den Preis von zehn Cent: einem Dime. Dime Shows nahmen früh Filme in ihr Angebot auf. Dime Shows hatten ihre hohe Phase zwischen 1840 und 1900; mobile Shows arbeiteten aber noch bis in die 1960er Jahre hinein.Literatur: Wood, J.G.: Dime Museums. In: Atlantic Monthly 55, June 1885, S. 759-765. – Dennett, Andrea Stulman: Weird and Wonderful: The Dime Museum in America. New York: New York University Press 1997.  ... [weiterlesen]
205.

Pratfall / Pratfalling

Aus dem engl. Slang übernommener bühnensprachlicher Ausdruck, von dem alten engl. Substantiv (16. Jahrhundetrt) prat, pratte „Hinterteil, Gesäß“ + fall „Fall, fallen“: Eine Routine im Slapstick, bei der der Darsteller rückwärts auf sein Hinterteil fällt, etwa, weil er auf der sprichwörtlichen Bananenschale ausrutscht. Ein perfektes Beispiel findet sich in Keatons The Cameraman (1928, Ed ... [weiterlesen]
206.

Stanislawski-System

auch: Stanislawski-MethodeDer russische Regisseur und Theatertheoretiker Konstantin S. Stanislawski erstrebte ein Theater, das so realistisch wie möglich sein sollte. Das Schlüsselelement des Eindrucks einer unvermittelten Realität des Bühnengeschehens war der Schauspieler – er vor allem anderen konnte das Spiel authentifizieren. Zu diesem Zweck vertrat er die Ansicht, dass ein Schauspieler eigene Erfahrungen und Gefühl ... [weiterlesen]
207.

Ballyhoo

... t in der Filmwerbung im Fernsehen. Heute spricht man meist von „hype“.(2) Im Rock‘n‘Roll-Auftritt bezeichnet ein „ballyhoo“ eine Achter-Figur, die der Akteur mehrfach auf der Bühne zurücklegt. Manchmal wird er dabei von einem Spot verfolgt. Entsprechend bezeichnet man derartige regelmäßige Bewegungs-Figuren von Leuchtkörpern als „ballyhoos“. Den wohl berühmtesten Versuch, mit purem Licht vergängliche grafische Bewegungsmuster auf das Bild zu bringen, hat wohl Pablo Picasso in Clouzots Film Le Mystère Picasso (1956) unternommen. Ähnliche rhythmische Lichtmuster erzeugt Godfrey Reggio in den Zeitrafferaufnahmen des Verkehrs in Städten in seinem Film Koyaanisqatsi (1976-82). ... [weiterlesen]
208.

Scene Dock / Scenery Dock

auch: scene bayDer Teil eines Studios, in dem Requisiten und Teile der Bauten oder des Bühnenbildes verwahrt werden, die (manchmal mit leichten Veränderungen) erneut verwandt werden können.  ... [weiterlesen]
209.

comedy of errors

... autus kannte, der jedoch noch älter ist und in der griechischen Mittleren Komödie, spätestens in der Neuen Komödie nachweisbar wird.Inhaltlich handelt es sich um komische Situationen auf der Bühne oder im Film und für den Zuschauer vergnügliche Dialoge, die sich (1) aus Verwechslungen ergeben, in denen Zwillinge oder Doppelgänger auftreten, oder die (2) durch Missverständnisse, die durch Namensgleichheiten oder Vertauschungen von Identitäten ausgelöst werden, entstehen, wobei der Zuschauer die Zuschreibungsfehler i.d.R. durchschauen soll. In einer bedeutungserweiternden Verwendung wird der Ausdruck noch allgemeiner auf andere Humor erzeugende Verwicklungen bezogen, die sich a ... [weiterlesen]
210.

Associated Actors and Artists of America (AAAA)

... riété-Künstler – und der 1913 ins Leben gerufenen Actors' Equity Association of America gegründet. 4-A‘s hatte von Beginn an die Interessen der Künstler in den Bereichen Bühne, Film und Funk öffentlich zu repräsentieren, sie vor allem juristisch zu vertreten. Noch zu Beginn durch die als unzuverlässig geltenden Variété-Gewerkschaften dominiert, gründete 4-A‘s schon 1938 eine Television Commission, und tatsächlich bildeten der Niedergang des Variétés und der rasend schnelle Aufbau des Fernsehens die Hauptthemen, um die der Dachverband sich von den 1930er bis zu den 1970er Jahren kümmerte.  ... [weiterlesen]
211.

Feston

... auml;ude benutzt. Im Film versteht man darunter natürliche oder künstliche Behänge aus Blumen, Früchten, Girlanden usw. zur Verzierung von Gebäuden. Festons werden als Requisit für Bühnendekorationen oft gebraucht und sind in dieser Verwendung schon seit dem Altertum bekannt.  ... [weiterlesen]
212.

Requisite

von lat. requisitum = das Verlangte; engl.: propertiesAlle zur Aufführung eines Bühnenwerks erforderlichen kleineren Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände werden „Requisiten“ genannt – Briefe und Brieftaschen, Uhren und Gläser, Geschirr aller Art, Schirme und Stöcke, Zeitungen und Radios, Dosen und Flaschen, Lampen, Rauchutensilien, Militaria und anderes mehr. Requisiten, Dekorationen (Kulissen) und Kost&uu ... [weiterlesen]
213.

Eidophor

engl.: eidophor screen; seltener: wide screen, giant screen; dt. manchmal: Vergrößerungsbildschirm, Großmonitor, Eidophor-Bildschirm, Großbildprojektor; aus dem Griech. = BildträgerEidophor ist der Pionier der Fernseh-Großbild-Projektionsverfahren, wurde vor allem bei Großveranstaltungen verwendet, um Redner, Musiker oder andere Bühnenakteure zu zeigen, kam aber auch bei Werbe- und Verkaufsvorführunge ... [weiterlesen]
214.

Musikerfilm vs. Konzertfilm

... r Konzerttourneen bilden einen lockeren Rahmen, um mehrere Ausschnitte aus Auftritten verschiedener Musiker oder aus verschiedenen Auftritten eines Musikers mit kurzen Anekdoten aus dem Publikum oder hinter der Bühne zu verknüpfen, wie schon die Filme mit den Beatles oder den Talking Heads, mit Sting oder Prince fürs Kino zeigen. Der Übergang vom dokumentarischen Konzertfilm zum fiktionalen Musikerfilm ist also fließend, was auch mit dem doppelbödigen Status eines Stars als realer Person und charismatischer Figur zu tun hat. Beide Filmarten beziehen unter gegensätzlicher Akzentsetzung ihre Attraktivität aus der Verbindung von Dokumentation und Fiktion. Wesentliches Merkmal in diesem Zusammenhang ist beim Musikerfilm, dass ein Ausschnitt aus einer Biografie oder eine entscheidende Wende in seinem Leben geschildert wird, wobei oft Liebe und Familie zur Musik in Konkurrenz stehen, bis sich die Leidenschaft für die Musik durchsetzt und die erfolgreiche Karriere zum Ergebnis hat. ... [weiterlesen]
215.

Ehekomödie

engl. marital comedy; auch: comedy of marital disillusion; marital comedy of manners; matrimonial comedy; marital-mixup comedy; comedy of maladjustment; gelegentlich und eher zynisch auch: comedy of the delayed fuck;Als Bühnendrama der ‚marital comedy‘ bereits im 17. Jahrhundert beliebt (John Dryden); kann als ein Subgenre der Romantic comedy gesehen werden. Im Unterschied zur Heiratskomödie steht aber nicht – als Ziel der ... [weiterlesen]
216.

Revuefilm

... entwurf zu lesen sind. Doch es gibt markante Unterschiede: Anders als das Musical, das auch die geschmeidig in die Handlung integrierte Nummer kennt, pflegt der Revuefilm die von der Handlung separierte und als Bühnengeschehen gekennzeichnete Nummer wie im Backstage-Musical. Entsprechend werden im – tendenziell statisch fotografierten – Tanz nicht so sehr die Figuren der Handlung aufeinander bezogen, sondern die Stars in ein möglichst spektakuläres Licht gerückt. Letztlich erreicht der Revuefilm bei aller Kostspieligkeit kaum je das ausgeklügelte Raffinement und die berauschende Opulenz des Musicals. Nach 1945 verschwindet er nahezu vollständig (von wenigen Produktionen abgesehen, die von Regisseuren stammen, die sich bereits während des Zweiten Weltkriegs im Genre hervortaten) und wird in den 1950er Jahren vom (hauptsächlich bundesdeutschen) Schlagerfilm abgelöst.Literatur: Belach, Helga [Hrsg.]: Wir tanzen um die Welt. Deutsche Revuefilme 1933-1945. München: Hanser 1979. – Klooss, Reinhard / Reuter, ... [weiterlesen]
217.

Dokumentarspiel

... "Tatsachenspiele" inszeniert wurden. Die enge Verzahnung des Dokumentartheaters mit den ARD-Spielfilmabteilungen belegt die Tatsache, dass die wichtigsten dieser „szenischen Berichte“ noch vor ihrer Bühnenpremiere als Dokumentarspiele ausgestrahlt wurden, beispielsweise Heinar Kipphardts Stücke „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ (HR 1964) und „Die Geschichte des Joel Brand" (WDR 1964) oder „Die Ermittlung“ von Peter Weiss (WDR 1966). Die spielerische Behandlung vergangener Themen ist bis heute eine der großen Fernsehgattungen geblieben – erinnert sei an die auch formal Neuland betretenden Arbeiten Heinrich Breloers (Einmal Macht und zurück..., 1995; Das Todesspiel, 1996; Die Manns, 2001). Literatur: Neubauer, Franz: Geschichte im Dokumentarspiel. Paderborn/München/Wien/Zürich: Schöningh 1984 (Geschichte, Politik und Massenmedien. 2.). – Paget, Derek: True stories? Documentary drama on radio, screen and stage. Manchester [...]: Manchester University Press 1990.  ... [weiterlesen]
218.

Dekorationsstreifen

auch: SprießenDeko-Steifen dienen zum Befestigen aufgestellter Dekorationsteile auf der Bühne. Sie werden oft aus Holz hergestellt; gebräuchlich sind aber auch in der Länge verstellbare, aus Metall gefertigte Dekorationssteifen (auch: Patentsteifen).  ... [weiterlesen]
219.

Lichtspieltheater

Versammlungsräume, in denen öffentliche Filmvorführungen stattfinden und die zu diesem Zweck errichtet wurden, werden Kinos, Filmtheater oder Lichtspieltheater genannt. In der -theater-Endung wird die Stellung als Äquivalent zum Illusionsraum des Theaters sowie zum Gegenüber von Bühne/Leinwand und Publikum akzentuiert. Lichtspieltheater unterliegen der Versammlungsstättenverordnung mit ihren besonderen Vorschriften ... [weiterlesen]
220.

Intrigenspiel

Motiv und Handlungsmuster zugleich, das eigentlich für die Bühne entworfen wurde, wo bevorzugt Intrigen in höfischen Zusammenhängen gezeigt wurden. Voraussetzung für Intrigenspiele ist ein Milieu oder eine Institution mit spezifisch hierarchischem Gefüge oder jedenfalls ein überschaubares Figurenmosaik oder Gruppenporträt von konkurrierenden Individuen, die sich gegenseitig zu Fall bringen wollen und dabei mit- ... [weiterlesen]
221.

Pikareske

... nder und soziale Schichten, besteht er dank Geistesgegenwart und Erfindungsgabe zahlreiche Abenteuer. Er vertritt die Lebensideologie von der Unzulänglichkeit alles Menschlichen und betrachtet die Welt als Bühne, auf der mehr schlechte als rechte Inszenierungen stattfinden. Der Grundton der Pikareske ist ungeschminkt-realistisch, und in ihren Schilderungen erhebt sie – zwischen Satire und Klamauk pendelnd – den Anspruch auf eine vielfach pessimistische, aber didaktische Gesellschaftskritik. Der nah verwandte Abenteuerfilm kommt ohne pikareske Hauptfigur und gesellschaftskritische Ansätze aus, ist dafür aber fast immer in exotischem Gelände angesiedelt.Beispiele: Casanova (Frankreich 1927, Alexandre Volkoff); Münchhausen (Deutschland 1943, Josef von Baky); Tom Jones (Großbritannien 1063, Tony Richardson); L‘Armata Brancaleone (Italien 1965, Mario Monicelli).Literatur: Dassanowsky-Harris, Robert: The Southern journey: Candy and The Magic Christian as cinematic picaresques. In: Studies in Popular Culture 15,1, 1992, S. 95-111. ... [weiterlesen]
222.

Anschluss: Auftritt / Abtritt

... er ein Akteur über mehrere Bilder hinweg in kontinuierlicher Bewegung gezeigt werden, ist zudem strikt auf die Kontinuität der Bewegungsrichtungen zu achten: – Hat ein Akteur im ersten Bild die Bühne nach rechts (links) verlassen, betritt er den Bildraum in der folgenden Einstellung von links (rechts). Richtungswechsel müssen explizit dargestellt werden. Diese Regeln haben sich seit 1960 ein wenig aufgeweicht, sie werden nicht mehr strikt gebraucht, sind aber nach wie vor in Geltung und werden in den meisten Filmen weiterhin beachtet.   ... [weiterlesen]
223.

kakushin eiga

... sbquo;kakushin eiga‘ (Reformfilm bzw. reformierter Film) genannt wurde. Ein Film sollte nun mehr sein als – wie allenthalben noch üblich und beliebt – weitgehend statisch abgefilmtes Film-Bühnentheater. So wirkten die drei 1918 in Chichi no namida [„Vaters Tränen“] zusammen, ein Film, von dem noch Teile des Drehbuchs Masumotos erhalten sind. Tanakas Versuche, die typisch japanischen, filmbegleitenden Erzähler (benshi) mehr und mehr durch kameratechnische und dramaturgische Verfahren des Films selbst zu ersetzen, wurden mit wütenden, streikähnlichen Protesten der Betroffenen ebenso gekontert wie die – letztlich jedoch durchgesetzte – Abschaffung der ‚onnagata‘, jener männlichen Schauspieler, die bisher die Frauenrollen zu verkörpern hatten.Der Regie-Meisterschüler von Tanaka und Oguchi, Kenji Mizoguchi, führte die melodramatische Nikkatsu-Schule des shinpa-Films später zu formaler Vollendung.Leider sind fast alle Filme aus jener Zeit durch das verheerende Erdbeben von 1923 in der Region Kanto, das auch große Teile Tokyos zerstörte, vernichtet oder bleiben verschollen. Literatur: Bernardi, Joanne: Writing in light: the silent scenario and the Japanese Pure Film Movement. Detroit: Wayne State University Press 2001, bes. S. 26-27. – Gerow, Aaron: One print in the age of mechanical reproduction: film industry and culture in 1910s Japan. In: Screening the Past 11, 2000, URL: http://www.latrobe.edu.au/screeningthepast/firstrelease/fr1100/agfr11e.htm. – Masumoto, Kiyoshi: Riarizumu no eiga ["Filmischer Realismus"]. In: Katsudo Kurabu 4,5, Mai 1921, S. 28-29. ... [weiterlesen]
224.

Mandala-Filme

... iebenden Paares; T,O,U,C,H,I,N,G (1968) ist dagegen ein reines Farbspiel in Mandala-Graphiken.Literatur: Brauen, Martin: Das Mandala. Der Heilige Kreis im tantrischen Buddhismus. Köln: DuMont 1992. – Bühnemann, Gudrun: Ma.n.dalas and Yantras in the Hindu Traditions. Leiden/Boston: Brill 2003. – Holitzka, Klaus / Niemuth, Jochen: Das Mandala als Grundstruktur des Universums. Seeon: Falk 1994. ... [weiterlesen]
225.

Bühne - Dramaturgie

Bei deutschen Produktionen wird alles, was mit der Kamera selbst zu tun hat, also nicht dem optischen Bereich zugehört, als Bühne bezeichnet: Dazu gehört der Kamerawagen, oft Dolly genannt, die Schienen des Dollys (die man benutzt, wann immer es geht, weil die Kamera dann bei Fahrten nicht ruckelt), das Stativ u.ä. ... [weiterlesen]
226.

Exzentrismus

... o;Fabrik des exzentrischen Schauspielers“). Beispielhaft dafür eine Exzentrisierung Gogols, bei der die Figur Chaplins in das Theaterstück Die Heirat projiziert wird und von der Leinwand auf die Bühne springt. Die Exzentrik knüpft an das formalistische Konzept der Verfremdung und das damit verbundene Privileg des Heterogenen gegenüber dem Kontinuierlichen und Geschlossenen an. Zentrale Stichworte hierfür sind: Attraktion, Mechanik, Schauspieler als Modell, Brechung mit tradierten Kunstformen, Exponierung der Verfahren, Kunst als Spiel.Literatur: Christie, Ian / Gillet, John (eds.): Futurism, formalism, FEKS: 'Eccentrism' and Soviet cinema 1918-1936. London: BFI 1978. – Poliwoda, Bernadette: F·EKS. Fabrik des exzentrischen Schauspie ... [weiterlesen]
227.

prop

... ner Innendekoration werden für die Zerstörung im Lauf der Handlung vorbereitet.Für die Beschaffung all dieser Objekte ist der Requisiteur (property master) zuständig; ihr Arrangement auf der Bühne obliegt dem Dekorateur (set dresser).  ... [weiterlesen]
228.

Santo Films

Bezeichnung für eine Gruppe von – überwiegend mit dem Eigennamen „Santo“ beginnenden – Filmen mit dem mexikanischen Star-Luchador Rodolfo Guzmán Huerta (1917-1984), der seit 1942 unter dem Bühnennamen „(El) Santo“ als Ringer bzw. Catcher arbeitete. Seit den späten 1950er Jahren trat er in über 50 Spielfilmen auf (von Santo contra Hombres infernales, 1958, Joselito Rodríguez, b ... [weiterlesen]
229.

Astoria Studio / Kaufman Astoria Studio (KAS)

... dio für kurze Zeit geschlossen, eröffnete als Tonstudio aber im gleichen Jahr wieder – und Filme wie Glorifying the American Girl (1929) oder Applause (1929) zeugten von der Qualität der Tonbühne. In den 1930er Jahren wurden die Studios zunehmend für unabhängige Produktionen (wie The Emperor Jones, 1933) geöffnet. 1940 übernahm das Kriegsministerium Astoria, das in Army Pictorial Center (resp. Signal Corps Pictorial Center) umbenannt wurde. Regisseure wie Frank Capra, George Cukor oder John Huston arbeiteten hier, und hier entstand das Army-Navy Screen Magazine. Die US-Armee nutzte die Studios zur Lehr- und Werbefilmproduktion bis 1970 weiter, seit 1946 konnte man sie aber als Studios für Produktionen mieten.1976 übernahm eine Stiftung – die Astoria Motion Picture and Television Center Foun ... [weiterlesen]
230.

Kandelaber

von lat.: candelabrumKandelaber sind Standleuchter (resp. Kerzenständer), die aus einem – oft dreiteiligen – Fuß, einem säulenartigen, kannelierten, mitunter von Tierfüßen getragenen Schaft und einem Kapitell oder einer keulenartig gebauchten Hohlform zum Aufstellen der Kerze, Lampe oder Feuerschale bestehen. Am Kopf sind sie oft mehrarmig ausgebildet. Im Film und auf der Bühne werden Kandelaber gern verwen ... [weiterlesen]
231.

Ästhetik des Schreckens

... erade darin spezifische Bedingungen für die ästhetischen Prozesse, die sie eröffnen. Die Ästhetik des Schreckens durchzieht Kunst und Malerei (Bacon), das Theater der Grausamkeit erobert die Bühnen (Artaud), die Liebe empfängt ihre Motive und Impulse seit den antiken Tragödiendichtungen aus Aggression und Gewalt. Die Suche nach Amusement und Nervenkitzel dient der Zerstreuung und Kompensation (Kartharsis), fungiert aber auch als Tabubruch gegen eine traditionelle Ästhetik des Schönen, Wahren und Guten, im 20. Jahrhundert fortgeführt als Dialektik von Massen- versus Hochkultur. Karl-Heinz Bohrer hat das Konzept mehrfach vorgestellt. Seine Absicht war es, Gewalttätigkeit und Gewaltphantasien rein formal zu deuten, sie als Stilmittel der Ästhetik auszuweisen und sie so aus inhaltlichen oder wirkungsästhetischen Deutungen, aus moralischen, psychoanalytischen und anthropologischen Bewertungskriterien herauszulösen.Literatur: Karl-Heinz Bohr ... [weiterlesen]
232.

dark lady

... galt in den 1940er Jahren als Idol der Goldenen Zeit des mexikanischen Kinos). Ein besonderer Fall ist Margarita Carmen Cansino (1918-1987), eine New Yorkerin mit aus Spanien emigriertem Vater, die unter ihrem Bühnennamen Rita Hayworth bekannt wurde (z.B. mit The Strawberry Blonde, 1941, Raoul Walsh, und Gilda, 1946, Charles Vidor). Der Stummfilm-Star Miriam Cooper[-Walsh] (1891-1976, z.B. in D.W. Griffiths Birth of a Nation, 1915, und Intolerance, 1916) beanspruchte ob seiner dunklen ausdrucksvollen Augen die Auszeichnung „Dark Lady des Stummfilms“. Literatur: Conner, Floyd: Lupe Velez and her lovers. New York: Barricade Books 1993. – Cooper, Miriam [/ Herndon, Bonnie]: Dark lady of the silents: my life in early Hollywood. Indianapolis: Bobbs-Merril 1973. – Feldvoß, Marli: Apropos Rita Hayworth. Frankfurt a.M.: Neue Kritik 1996 (Apropos, 6.). – Hershfield, Joanne: The invention of Dolores del Rio. Minneapolis [u.a.]: Univ. of Minnesota Press 2000. – Peary, Gerald: Rita Hayworth. Ihre Filme – ihr Leben. München: Heyne 1985. – Ramírez, Gabriel: Lupe Vélez: la mexicana que escupía fuego. México: Cineteca Nacional 1986.  ... [weiterlesen]
233.

Motion Capturing

auch: Motion Capture, MoCapUrsprünglich für die Biomechanik-Forschung entwickelt, ist das Motion Capturing heute eine der wichtigsten Effekttechnologien für die Erschaffung digitaler Charaktere in Filmen und Videospielen. Beim Motion Capturing (wörtlich: Einfangen von Bewegung) bewegt sich ein menschlicher Schauspieler auf einer speziellen Bühne und wird dort von mehreren digitalen Sensoren erfasst. An allen Gelenkpunkten sei ... [weiterlesen]
234.

Phantasmagorie (1)

von griech. phantasma = Geistererscheinung, ageirein = versammeln; allgemein für: Trugbild, Totenbild, Geisterbild, Blendwerk; Wahnbild; engl.: phantasmagoriaAllgemein versteht man unter dem Schlagwort „Phantasmagorien“ alle Arten von Trugbildern, zum Beispiel in Form fantastischer Bilder oder auf der Bühne. Schopenhauer bezeichnete sogar das Gesamt aller Realerscheinungen als „Phantasmagorien“.Bei Marx, später ... [weiterlesen]
235.

Spotleuchte

... ushebt; man spricht dann von Spotlicht (engl. spot light; dt. manchmal auch: Fresnel-Licht). Im Theater wird dieses Licht manchmal als Verfolgerlicht bezeichnet, weil es einzelne Akteure, die sich über die Bühne bewegen, verfolgen kann; dabei wird die Spotleuchte traditionellerweise von Hand nachgeführt. Besondere Bauarten ermöglichen es, sie auch als Projektor zu benutzen. In dem Fall werden Lochblenden (cookies) in den Strahlengang eingefügt, die am Beleuchtungsort ein scharf abgegrenztes Schattenmuster erzielen. ... [weiterlesen]
236.

Ramoji Film City

... erabad entfernt. Außerdem beherbergt es eines der populärsten asiatischen Tourismus- und Erholungsgebiete (mit jährlich mehr als einer Million Besuchern).Die Studiostadt hat mehr als 50 einzelne Bühnen; es heißt, dass 500 verschiedene Sets vorgehalten werden und binnen kürzester Zeit bespielt werden können. Es ist möglich, mehr als 50 einzelne Filme zeitgleich zu produzieren. Es werden nicht nur indische Produktionen realisiert, sondern auch eine Vielzahl internationaler, v.a. amerikanischer Filme. Das Studio umfasst alle Abteilungen, die zur Produktion von Filmen erforderlich sind, bis hin zur Postproduktion. Zu den Filmen, die in RFC entstanden, gehören Lagaan: Once Upon a Time in India (2001, Ashutosh Gowariker) und Chokher Bali (2003, Rituparno Ghosh). ... [weiterlesen]
237.

Leavesden Studios

... arry Potter and the Chamber of Secrets, 2002; Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, 2004; Harry Potter and the Goblet of Fire, 2005). Das Studio-Areal ist mehr als 45.000qm groß; es umfaßt neben Bühnenbauten Produktionsbüros, ein Trickstudio und Lagergebäude; hinzu kommt ein mehr als 300.000qm großes Außengelände. Das Gesamtgelände der Studios ist Teil eines größeren Gewerbegebietes – die Studios selbst gehören heute zu MEPC Ltd., dem größten britischen Betreiber von Industrieparks. Homepage: http://www.mepc.co.uk/leavesdenpark/Home.aspx ... [weiterlesen]
238.

Opernverfilmung

... nd Musik-Formen denkbar.Auffallend ist die Affinität, die manche Regisseure (wie z.B. Luchino Visconti, Daniel Schmid, Patrice Chéreau) zur Oper haben und sie immer wieder als Regisseure an die Opernbühnen gebracht haben.Beispiele: Die verkaufte Braut (Deutschland 1932, Max Ophüls) nach der Oper von Smetana. – Trollflöjten (Schweden 1974, Ingmar Bergman) nach „Die Zauberflöte“ von Mozart. – Linda di Chamounix (Schweiz 1996, Daniel Schmid) nach der Oper von Donizetti.  ... [weiterlesen]
239.

Dandysmus

... cute;cadence, dandystische Autoren, ausgehend u.a. von Charles Baudelaire, sich fortsetzend noch in Oscar Wilde, sich vom Spektakel der Selbstinszenierung ab- und dem Spektakel weiblicher Inszenierungen auf der Bühne zuwendend. Extreme Selbstinszenierung, elitärer und snobistischer Habitus, narzisstisch gefärbte Arroganz gegenüber dem bourgeoisen Umfeld: Dandysmus manifestiert sich historisch und im Film in einer ganzen Anzahl fast immer selbstbezüglicher Inszenierungsweisen. Schauspielerinnen (beispielsweise Sarah Bernhardt) und Tänzerinnen (beispielsweise Loie Fuller) seien nach der Jahrhundertwende dandystisch „umkodiert“ und die so entstandenen Ikonen durch die Massenmedien, vor allem d ... [weiterlesen]
240.

Docu-Soap

... ort, Abnehmen in Essen, Die Helden von Eisenheim). Auf der Grenze zwischen Soap und Reality-TV entstanden auch Reihen wie die WDR-Produktion Die Fussbroichs (1990ff), deren Protagonisten die Sendung schnell als Bühne für ihre Selbstdarstellungen zu funktionalisieren wussten. Docu-Soaps sind möglich geworden durch den Einsatz der kleinen Mini-Kameras und Mini-Discs (für Tonaufnahmen), so dass auf größere Aufnahmeteams verzichtet werden kann. Aber auch durch die Entwicklung von Darstellungsformen für Gegenstände des Privaten, wie sie in Talk-Shows und im Reality-TV vorliegen, tragen zur Gattung bei, die das dokumentarische Arbeiten und seine Zielvorstellungen stark verändert hat.  ... [weiterlesen]
241.

Wetter III: Special Effects

Ein ganzer Teil der Wetterlagen im Film ist künstlich hergestellt. Wind- und Regenmaschinen, Schneekanonen und Nebelwerfer, Kunstschnee aus Schaum und ähnliches machen es möglich, Wetterbedingungen nach Drehbuch einzurichten. Der größte Teil der Hilfsmittel stammt (oft allerdings in deutlich verkleinerter Form) der Bühnentechnik. Fast immer geht es darum, mit den diversen Hilfsmitteln das Environment der Handlung dramat ... [weiterlesen]
242.

Hornlautsprecher

engl.: exponential horn; selten: Druckkammerlautsprecher Lautsprecher mit einem vorgesetztem Trichter, der den Schall bündelt, die abstrahlende Fläche vergrößert und damit am Hörplatz deutlich höhere Schalldrücke erzeugt als frei abstrahlende Modelle, werden Hornlautsprecher genannt. Sie kommen hauptsächlich auf Bühnen und in Kinos zum Einsatz.  Sie werden am Ausgangspunkt (an der inneren Hornö ... [weiterlesen]
243.

Vorhang

engl.: curtain, grand drape, main drapeAllgemeine Bezeichnung für die Rahmung von Filmen mit sich öffnenden und schließenden Vorhängen zu Beginn und zu Ende des Stücks. Der Vorhang entstammt den Traditionen des Theaters, verschließt und öffnet die „vierte Wand“, trennt Zuschauer- und Bühnenraum. Wird er geöffnet, beginnt das Spiel (oder es wird beim Aktwechsel unterbrochen); wird er am Ende g ... [weiterlesen]
244.

Kinothek

... d Musikhandlung. Berlin-Lichterfelde 1927. – Krones, Hartmut: Optische Konzeption und musikalische Semantik. Zum "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik" von Hans Erdmann, Giuseppe Becce und Ludwig Brav. In: Bühne, Film, Raum und Zeit in der Musik des 20. Jahrhunderts. Hrsg. v. Hartmut Krones. Wien [...]: Böhlau 2003, S. 119-142.  ... [weiterlesen]
245.

Act curtain

oft auch kurz: curtainSpielerische Bezeichnung für eine musikalisch ausgedrückte Eröffnung oder Beendigung eines „Aktes“ der Spielhandlung. Ursprünglich aus dem Theater stammend, war es üblich, einzelne Akte durch die Öffnung oder Schließung des Bühnenvorhangs anzuzeigen. In Film und Fernsehen hat sich diese Interpunktions-Funktion u.a. auf den Einsatz musikalischer Mittel verlagert – sei es, ... [weiterlesen]
246.

Musical

... deale des „American Way of Life“ wider. (3) Die wohl populärste und insgesamt wichtigste Variante stellt das Show-Musical (backstage variety) dar, in dem inhaltlich stets die Inszenierung einer Bühnen-Show oder später auch die Produktion eines Film-Musicals im Zentrum stehen.In späten Musicals, besonders seit den 1970er Jahren, ist erstmals ein realistischer Anspruch spürbar. Die altbewährte „happy-go-lucky“-Syntax wird ad absurdum geführt und damit die Gleichzeitigkeit von künstlerischem Erfolg und erfüllter Liebe der Performer-Protagonisten negiert. Es herrscht das „sad clown“-Motiv vor (z.B. in New York, New York, 1977, oder Cabaret, 1972). Die konventionellen Subgenre-Strukturen sind jedoch selbst in den jüngeren Beispielen im Kern erhalten geblieben. Auch wenn die Hochphase des schon oft totgesagten Genres eindeutig in der Zeit von 1930 bis 1960 zu verorten ist, erfreut es sich nach wie vor großer Beliebtheit. Neben aufwendigen Hollywood-Produktionen (Chicago, 2002) entstehen heute außerdem immer wieder innovative europäische Variationen des amerikanischen Musical-Formats.Literatur: Altman, Rick (ed.): Genre: The Musical. London/Boston: Routledge&Kegan Paul 1981. – Cohan, Steven (ed.): Hollywood Musicals. The Film Reader. London/New York: Routledge 2002. – Feuer, Jane: The Hollywood Musical. Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press, 2nd ed. 1993. – Green, Stanley: Encyclopedia of the Musical Film. New York: Oxford University Press 1981. – Hischak, Thomas S.: Film it with music. An encyclopedic guide to the American movie musical. Westport, Conn. [u.a.]: Greenwood Press 2001. – Stern, Lee Edward: Der Musical-Film. München: Heyne 1974. ... [weiterlesen]
247.

Avala Film

... tpreise in Cannes, Los Angeles und Berlin) und wurden mehrfach Oscar-nominiert. Das Studiogelände ist fast 25ha groß und liegt etwa 4km außerhalb von Belgrads Zentrum. Es beherbergt mehrere Tonbühnen, einen eigenen Kostüm-Fundus sowie Post-Produktions-Studios. Die Firma beschäftigt heute (Stand: 2009) etwa 200 Personen.  ... [weiterlesen]
248.

British Actors Equity Association (BAEA)

oft auch: Equity, Actors EquityEine Gruppe von Schauspielern aus dem Londoner West End gründete 1930 die British Actors Equity Association (BAEA), die sich schnell zur führenden und heute einzigen Schauspielergewerkschaft Englands entwickelte und die heute neben Schauspielern auch Sänger, Tänzer, Choreografen, Dramaturgen, Theaterdirektoren, Bühnenbildner, Zirkusartisten, Fernseh- und Radioentertainer, Stuntleute und Regisseu ... [weiterlesen]
249.

Art Cinema: Film d‘Art

1908 wurde in Paris die Firma Film d'Art gegründet, die u.a. Theaterstücke für den Film inszenierte, die von bekannten Darstellern der Comédie Française gespielt wurden. Auch schrieben renommierte (Bühnen-)Autoren Geschichten für sie, darunter Paul Lavedan (L'Assassinat du Duc de Guise, Le Bargy/Calmettes 1908). Als künstlerisch wertvoll galten diese Werke, da das Profilmische (Akteure, dramatische oder lit ... [weiterlesen]
250.

International Alliance of Theatrical Stage Employees and Moving Picture Machine Operators (I.A.T.S.E., IATSE)

Am 17.7.1893 gründeten 17 Bühnenarbeiter in New York die National Alliance of Theatrical Stage Employes, die ein Jahr später in die American Federation of Labor (AFL) als Gewerkschaft aufgenommen wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich der Beruf des Filmvorführers entwickelte, versuchte die IATSE diese zu vereinnahmen, doch erst nachdem zwei weitere Gewerkschaften, vor allem die IBEW (International Brotherhood of Electrical W ... [weiterlesen]
251.

zeitbasierte Medien

... en Medien. Das ist einerseits von archivalischem und wissenschaftlichem Interesse (damit lassen sich Aufführungen aufbewahren und aus der Kette der alleinigen Rezeptionsberichte herausbrechen; und für Bühnenereignisse wird eine dokumentgeführte Aufführungsanalyse möglich), führt andererseits zu Kunstformen, die die Gestaltung der Zeit zu ihrem Kernanliegen machen. In einem weiten Sinne gehört der Film zu den zeitbasierten Medien; im engeren Sinne werden Videokunst, Ton-Dia-Show, Installationen oder auch computergestützte oder -geführte Spielszenarien dazugerechnet. Vor allem interaktive Handlungsszenarien, die den Rezipienten als Akteur in einem technisch-medial vorformatierten Handlungsraum konstruieren, sondern lassen sich in ihren verschiedenen Verlaufsformen dokumentieren. In der Medientheorie wurde vor allem der Archiv-Aspekt derartiger Medien herausgearbeitet.Literatur: Ernst, Wolfgang: Das Gesetz des Gedächtnisses. Medien und Archive am Ende (des 20. Jahrhunderts). Berlin: Kadmos 2007. ... [weiterlesen]
252.

American Academy of Dramatic Arts (AADA)

Die Academy ist die älteste Organisation, die in den USA Schauspieler für Bühne, Film und Fernsehen ausbildet. Sie wurde 1884 von Franklin Haven Sargent in New York gegründet und hat seit 1974 auch eine Niederlassung in Hollywood. Das Ausbildungsprogramm für etwa 200 Studenten umfasst Kurse in Schauspiel, verschiedenen Schaupielstilen, Schauspielen vor der Kamera, Sprech- und Stimmübungen, Fecht- und Bewegungsübunge ... [weiterlesen]
253.

Modistin / Putzmacher / Hutmacher

... ehr. Bis in die 1960er Jahre waren Hüte sehr gefragt und die Berufe verbreitet, da kaum jemand ohne Hut vor die Tür ging. Heute ist Modist/in ein eher seltener Ausbildungsberuf. Doch für Film und Bühne hat er seine Bedeutung behalten; denn dort ist der traditionelle Herrenhut oder Zylinder noch ebenso gefragt wie fantasievolle Damenhutkreationen vergangener Jahrhunderte.Von der Firma Theaterkunst wurden Hüte und andere Kopfbedeckungen bis in die 1980er Jahre durch angestellte Facharbeiter(innen) gefertigt. Erst mit dem Rückgang der Aufträge für Neuanfertigungen wurde die Abteilung aufgelöst und die Aufträge an selbständige Handwerksbetriebe vergeben. ... [weiterlesen]
254.

Kostümberufe

engl.: wardrobe departmentFür die Anfertigung von Kostümen und Accessoires, die für Film- und Bühnenproduktionen gebraucht werden, sind besondere handwerkliche Qualifikationen gefragt. Die einzelnen Berufsfelder und Betriebe haben sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. In der Zusammenarbeit von– Kostümbildnern,– Modisten,– Herren- und Damenschneidern,– Gewandmeistern,– Schuhmachern,– R&uum ... [weiterlesen]
255.

4-Kanal-Magnetton

auch: 4-Kanal-MagnetraumtonDer vierkanalige Magnetton bestand aus drei Bühnenkanälen (links, mitte, rechts), die die Lautsprecher hinter der Leinwand, und einen Effektkanal (heute meist: Surround), der die Saallautsprecher speiste. Bei den Magnetverfahren wurde eine Magnetbandbeschichtung neben der Filmperforierung aufgeklebt resp. aufgedampft („bespurt“). Vier Tonköpfe nahmen das Signal für jeden Kanal einzeln ab. Dur ... [weiterlesen]
256.

Ein-Kamera-Verfahren

... der Entwicklung der Montage auf und ist seitdem das Standardverfahren geblieben, mit dem Filme inszeniert werden; im Fernsehen dagegen (resp. in fernsehtypischen Gattungen wie Sitcom, Seifenoper, Talkshow oder Bühnenshow) herrscht die Mehr-Kamera-Technik vor. ... [weiterlesen]
257.

Dark stage

engl.; dt. etwa: „dunkle Bühne“In der Zeit vor 1920 verbreitete Bezeichnung für eine geschlossene, im Studio aufgebaute Szenerie, in der ausschließlich Kunstlicht verwendet wurde. ... [weiterlesen]
258.

Stichwortgeber

Auf der Bühne werden Figuren, die in einem Dialog oder in einer Handlung nur geringe Bedeutung haben, die aber einer anderen Figur Gelegenheit geben, ihre Wissen oder Klugheit, ihre moralische Festigkeit und ihren Anstand kundzutun, eher ironisch „Stichwortgeber“ genannt. Diese Rolle kann auch von Reportern gespielt werden, die Politikern die Möglichkeit eröffnen, ihre besonderen Ansichten auszubreiten, die also nicht als k ... [weiterlesen]
259.

billing

von engl.: bill = Rechnung, als Verb: = durch Anschlag bekannt machenDie Praxis des billing entstammt dem Theater und den Vaudeville-Bühnen: Die Größe, mit der der Name eines Stars in der Titelsequenz eines Films erscheint, ist ebenso Teil der Verträge mit ihnen wie die Reihenfolge, in der sie genannt werden. Im allgemeinen gilt, dass Namen im oberen Teil von Plakaten größere Bedeutung haben als solche im unteren Plaka ... [weiterlesen]
260.

Walla

oft: walla-walla; auch: rhubarb, talk-talk; selten: omnisEin Gewebe diffuser und einzeln nicht zu verstehender Hintergrundkonversation wird im Amerikanischen oft walla oder auch rhubarb genannt: Dabei werden Nebendarsteller, Bühnenarbeiter, unbeschäftigte Schauspieler dazu aufgefordert, leise die beiden namengebenden Wörter zu sprechen – es entsteht dann ein diffuser Gesprächsteppich, der die Sound-Atmosphäre der Szene ... [weiterlesen]
261.

Shaw Brothers I: 1958-1970

... eitere 6 Sets wurden ab 1964 gebaut und im Dezember 1965 fertiggestellt. Ende der 1960er nahmen die Shaw Studios 850.000 Quadratfuß Raum in Anspruch, es gab allein 5 Verwaltungsgebäude, zwölf Tonbühnen, vier Personalwohnheime für 1.500 Arbeiter, 17 ständige Außensets (mit Gärten, Palästen und ganzen Straßenzügen). Zudem gab es ein Gebäude für Soundtracks inklusive Komponisten und Musikern, ein Lager- und Versandhaus für die fertigen Filme sowie ein Kostümlager mit über 80.000 Kostümen. In ihrer Blütezeit 1971 waren die Shaw-Studios die bekanntesten und erfolgreichsten in Hongkong. Die Shaws betrieben ihre Studios nach dem in Hollywood erprobten Prinzip des Star-Systems und der Massenfertigung. Zwischen 1961 und 1964 produzierte das Studio 13-18 Filme im Jahr, 1965 kam man auf 26. Ein Jahr später erreichte man den Höhepunkt mit über 40 Filmen. Während ein normaler Hongkong-Film ein nur sehr geringes Budget von 200.000HK$ (etwa 20.000སྒྱ) aufwies, lag das Budget von Shaw-Produktionen etwa fünfmal höher. Der erste Shaw-Blockbuster war The Kingdom and the Beauty (1958, Li Hanxiang). Zu den weiteren Hits zählen u.a. das Musical Love Eterne (1963, Li Hanxiang, King Hu Jinquan) und der Kostümfilm The Empress Dowager (1975).Literatur: Hong Kong Film Archive (ed.): The Shaw screen. A preliminary study. Hong Kong: Hong Kong Film Archive 2003. – Rayns, Tony: Le veritable histoire des freres Shaw. In: Cahiers du Cinéma, 362/363, Sept. 1984, S. 58-60. ... [weiterlesen]
262.

Abblende

... so dass es nicht verwundert, dass Ab-/Aufblenden zur Markierung von Szenengrenzen verwendet werden. Das Kino übernimmt in seiner Frühzeit die Ab-/Aufblende als kinematographisches Gegenstück des Bühnenvorhangs, der eine ähnliche Differenz von Stück und Aufführung akzentuiert. ... [weiterlesen]
263.

Anthology drama

Frühes amerikanisches Fernsehformat, in dem jede Episode eine abgeschlossene Spielhandlung war. In der amerikanischen Fernsehgeschichtsschreibung wird das anthology drama als künstlerisch anspruchsvollster Beitrag des Fernsehens der 1950er Jahre angesehen. Die Episoden wurden live ausgestrahlt. Mitte der 1960er Jahre endete das Format; eine Reihe des Kraft Television Theatre aus New York war 1957/58 die letzte Live-Produktion einer New Yorker B&uu ... [weiterlesen]
264.

spatial turn

dt. etwa: „räumliche Wende“; auch: topographical turn, topological turnAls spatial turn wird eine durch Michel Foucault angeregte, seit den 1980ern diskutierte Wende oder Kehre in den Kulturwissenschaften bezeichnet, die den Raum (spatial = räumlich) als kulturelle Größe wieder wahrnimmt und als Grundlage kultureller Praxen und Ordnungen zu bestimmen sucht. So rücken Räume als Bühne historischer und kul ... [weiterlesen]
265.

Bühnenbildner

auch: Bühnenmeister; im Film meist: Szenenbildner ... [weiterlesen]
266.

Performance

... ch gewesen war. Die Performances der Kunstproduktion knüpften an die Auftritte von Musikern und Popstars im Fernsehen der 1960er an, entwickelten deren Mischungen von Musik, Show, Tanz, Körpersprache, Bühnenbild, kompilierte Fremdmaterialien weiter. Wann die eigentlichen Performances einsetzten, ist umstritten und unklar (Arnulf Rainer: Automatenphotos, 1968; Josef Beuys: Erweiterter Kunstbegriff, 1967; Jamie Lee Byars, Selbstdarstellungen, 1967ff). In den 1970ern wurde die Performance zum Zentrum einer breiten Bewegung der Aktionskunst, politisierte sich zusehends. Eher existentielle Themen wie Einsamkeit, Vereinzelung standen Imperialismus-Thematiken ebenso gegenüber wie einer feminist ... [weiterlesen]
267.

Baffle

dt.: Umlenker, Abweiser, SchallwandAls baffles werden zuallererst Stellwände bezeichnet, die auf der Tonbühne dazu dienen, den Ton zu dämpfen, die Echo-Effekte zu dämpfen und so den Raumeindruck zu verändern. Dazu wird neben Stoffen inzwischen eine ganze Reihe von Plastikstoffen verwendet. Manchmal werden auch Mikrofon-Hüllen, die zu diesem Zweck der Tonbeeinflussung dienen, zu den baffles gerechnet.  ... [weiterlesen]
268.

Vorproduktion

engl.: pre-productionIn der Phasengliederung der Produktion eines Films bezeichnet Vorproduktion alle Arbeiten, die den eigentlichen Dreharbeiten vorausgehen – Arbeit am Drehbuch, das Finden der Drehorte, Bühnenbau-Arbeiten, Ausstattung, die Besetzung der Rollen. Die Redeweise ist allerdings ambivalent: Eine Reihe dieser Arbeiten sind meist noch nicht abgeschlossen, wenn der Dreh beginnt, insofern bezeichnet „Vorprod ... [weiterlesen]
269.

Balaban & Katz

... 8), Tivoli (1921), Uptown (1925) und Chicago (1921) –, die am Rande der Innenstadtzonen lagen, durch den frühen Einbau von Klimaanlagen ebenso wie durch die Auswahl der Filme, durch die musikalischen Bühnenshows und andere Life-Events angesprochen. 1925 fusionierte B&K mit Famous Players-Lasky Studio und bildete die nationenweit auftretende Kette der Publix Theatres; seit 1930 nannte sich die Firma – vor allem wegen der zunehmenden Bedeutung der Kinoketten für die Vermarktung der Studio-Produktion – Paramount Publix; 1933 ging das Konglomerat in den Bankrott und wurde als Paramount Pictures, Inc. reorganisiert; Barney Balaban wurde Präsident der neuen Firma (1936). Nach dem „Paramount-Urteil“ mussten Studio und Kinokette 1948 wieder getrennt werden.Literatur: Gomery, Douglas: The movies become big business. Publix Theatres and the chain store strategy. In: Cinema Journal 18,2, 1979, S. 26-40. – Gomery, Douglas: Shared Pleasures. A History of Movie Presentation in the United States. London: BFI Publishing 1992. – Gomery, Douglas.: El cine se convierte en un gran negocio. Los cines de Publix y la estrategia de la cadena de salas. In: Archivos de la Filmoteca,14, Juni 1993, S. 150-163. ... [weiterlesen]
270.

Trockenprobe

Proben ohne Kamera, oft sogar ohne Bühnen- oder Szenenbild; gelegentlich in einem Probenraum. ... [weiterlesen]
271.

Filmclown

... ein Publikum zum Lachen zu bringen vermag, verbunden mit einer spezifischen individuellen Gesten- und Gebärdensprache, die zum Markenzeichen des Künstlers wird. Die typische Schminke und Maskerade der Bühnen- und Musikclowns ist dagegen nebensächlich. Berühmte Filmclowns sind Woody Allen, Rowan Atkinson, Roberto Benigni, Bourvil, Jim Carrey, Charlie Chaplin, Marty Feldman, Louis de Funès, Stan Laurel & Oliver Hardy, Buster Keaton, Jerry Lewis, Harold Lloyd, die Marx Brothers, Giulietta Masina, Preston Sturges, Jacques Tati, Totò, Robin Williams. Nicht zuletzt der alten Tradition der Circusclowns - die hier auch als Filmclowns agieren – ist Jacques Tatis häufig verkannter TV-Film Parade (Frankreich/Schweden 1974) gewidmet.  Literatur: Barloewen, Constantin von: Clown. In: Handbuch populäre Kultur. Hrsg. v. Hans-Otto Hügel. Stuttgart/Weimar: Metzler 2003, S. 134-138. – Dale, Alan S.: Comedy is a man in trouble: slapstick in American movies. Minneapolis: University of Minnesota Press 2000. – Karnick, Kristine Brunovska / Jenkins, Henry: Classical Hollywood Comedy. New York/London: Routledge 1995. – Seidman, Steve: Comedian Comedy: A Tradition in Hollywood Film. Ann Arbor: UMI Research Press 1979. – Christen, M.: Der Zirkusfilm – Exotismus, Konformität, Transgression. Marburg: Schüren 2010. ... [weiterlesen]
272.

Wigwag

Die Lampe, die vor allem auf Tonbühnen in Studios angeschaltet wird, wenn Aufnahmen gemacht werden, und die davor warnt, das Studio zu betreten und möglicherweise die Aufnahme zu verderben. ... [weiterlesen]
273.

Comeback

... ird die Comeback-Metapher gesetzt.In übertragenem Sinn können auch soziale oder politische Themen, Stil- und Modetrends oder auch Filmgenres ihre Comebacks haben – eine neue Präsenz auf der Bühne des öffentlichen Lebens, in politischen Diskursen, in konsumistischen Praktiken etc. Literatur: Glombitza, Birgit: Das Comeback als Karriereform. In: epd Film, 25, 2008, S. 22-25 [zu Robert Downey, Jr.]. – Carlson, Thomas C.: The Comeback Corpse in Hollywood: Mystery Train, True Romance, and the Politics of Elvis in the '90s. In: Popular Music and Society 22,2, Summer 1998, S. 1-10. ... [weiterlesen]
274.

rensageki

‚Serialisierung, serielle Geschichte, Kettendram‘, von japanisch rensa ‚Kette‘ + geki ‚Drama(tisierung), Film‘In den 1910er Jahren populäre Präsentationsform, bei der sich Live-Bühnenauftritte von Schauspielern mit Filmszenen (zumeist Außenaufnahmen) abwechselten. Betrifft geschichtlich die sogenannte Meiji-Zeit (1868-1912) sowie die Taishô-Zeit (1912-1926). Der Begriff ist auch für ... [weiterlesen]
275.

Beiseitesprechen

engl.: to make an aside; gelegentlich: ad spectatores; auch: Aparté-SprechenSeit der Antike kennt das Theater die Praxis des Beiseitesprechens: Einer der Schauspieler spricht seine (gedachten) Gedanken zum Publikum gewendet aus, wobei die Mitspieler so tun, als hörten sie es nicht. Beiseitesprechen ist eines der Verfahren, mit denen die „vierte Wand“ – die ontologische Grenze zwischen Bühne/Leinwand und Zuschauerrau ... [weiterlesen]
276.

Komikerkomödie

... Viele Komiker schreiben ihre Drehbücher selbst oder arbeiten ihre eigenen Gags aus. Die übrigen Darsteller sind Staffage, die Handlung meist nur ein Rahmen. Die Komikerkomödie entstammt der Live-Bühne des Vaudeville und des Zirkus. Die Abstimmung mit narrativen Rahmen, die Festlegung der Rollen, die an einem Auftritt beteiligt sind, die Insignien von Klasse, Rasse, Status, Amtswürde, Geschlecht werden in unmittelbarem Kontakt mit dem Publikum erprobt, ebenso wie der Umgang mit Rhythmus, Beschleunigung und Exzess. Literatur: Krutnik, Frank (ed.): Hollywood comedians. The film reader. London/New York: Routledge 2003. – Seidman, Steve: Comedian comedy. A tradition in Hollywood film. Ann Arbor, Mich.: UMI Research Press 1981. ... [weiterlesen]
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Ardmore Studios

Die Ardmore Studios in Bray, County Wicklow (in der Nähe von Dublin), die über drei Produktionshallen und fünf Tonbühnen verfügen, wurden am 12.5.1958 in Betrieb genommen (andere Quellen datieren die Gründung fälschlicherweise auf Dezember 1958). Mit staatlichem und privatem Kapital ausgestattet, wurden zunächst Inszenierungen des Abbey Theatres verfilmt, doch schon bald fanden sich ausländische Produktion ... [weiterlesen]
278.

pack shot

auch: packshotIm Werbefilm nennt man Einstellungen, in denen das Produkt (die „Packung“ resp. die Produktverpackung) bildfüllend präsentiert wird, pack shots. Berühmt ist die Werbung für Lucky Strike (seit den 1990er Jahren), die die Produktverpackung auf eine imaginäre Bühne stellt und selbst zu dramatisieren sucht. Der Werbefilm grenzt damit an manche Formen des Animations-, Avantgarde- und Trickfilms, in d ... [weiterlesen]
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Deutscher Ausschuss für Lichtspielreform

In Deutschland wurde der Ausschuss für Lichtspielreform nach einer Tagung in der Berliner Urania im April 1917 gegründet. Aufgaben: (1) Aufnahme und Fortführung eines sachlich geordneten Inventariums im Sinne der Lichtspielreform brauchbaren und guten Kopien; (2) Ausarbeitung und Ausschreibung von Film- und Textaufgaben zur Ergänzung des vorhandenen Materials. (3) Die Ausarbeitung von Spielfolgen für die Bilderbühnen. Vo ... [weiterlesen]
280.

Woodfall Film Productions

Bereits 1956 begann eine Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Tony Richardson und dem Dramatiker John Osborne, die in die Gründung der Woodfall Film Productions, Inc. einmündete (1958), bei der der Produzent Harry Saltzman als Geldgeber beteiligt war. Die ersten Produktionen waren – in Verlängerung der erfolgreichen Bühnenkooperation – Adaptionen von Osbornes Stücken Look Back in Anger (1958) und The Entertainer ... [weiterlesen]