Suchergebnisse für die Suche nach: einstellungsgröße



1.

Einstellungsgrößen

engl. manchmal: field sizeDie folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Einstellungsgrößen. Die menschliche Figur ist der Maßstab, an dem die Einstellungsgrößen festgemacht werden. Eine Übertragung auf Objekte oder auf andere Lebewesen ist immer problematisch. Für die Definition ist die Abbildungsgröße entscheidend, nicht der Abstand der Kame ... [weiterlesen]
2.

Bewegungsblende

Die Bewegungsblende verbindet zwei Einstellungen einer Szene (und nicht zwei Szenen mit unterschiedlichen Schauplätzen). Sie wird meistens dazu benutzt, am gleichen Schauplatz zwischen zwei Einstellungsgrößen zu wechseln und dabei den Schnitt in einer Bewegung zu verbergen. In der Bewegung der Kamera (z.B. bei einer Begleitfahrt) wird ein Bildelement (wie z.B. ein Baum), das sich zwischen Kamera und Akteur schiebt und den Akteur f&uum ... [weiterlesen]
3.

champ / hors-champ

... ahrgenommen wird, endet er nicht an den Rändern des Filmbildes, sondern erstreckt sich als hors-champ darüber hinaus. Die filmästhetische Gestaltung des champ erfolgt zum einen durch die Wahl der Einstellungsgröße, zum anderen durch die wiedergegebene Tiefe des Raumes im Sinn des Verhältnisses zwischen der vorfilmischen Raumtiefe und kameratechnischen Tiefenschärfe. Der hors-champ wird indiziert und oft verdeutlicht durch Filmfiguren, die den champ betreten oder verlassen. Er kann durch den Blick einer Figur im Bild aus dem champ angezeigt werden oder durch den Ton, dessen Quelle im hors-champ zu vermuten ist. Die Ergänzung des in engen weiterlesen]
4.

Einstellung

(1) Einstellungmeint den kontinuierlichen Abschnitt zwischen zwei Schnitten. Diese wird definiert durch die Einstellungsgröße, d.h. den gezeigten Bildausschnitt, der seinerseits aus dem Abstand der Kamera zum gezeigten Objekt und den verwendeten Objektiven (siehe auch Brennweite) resultiert, sowie durch die Einstellungslänge. Innerhalb einer Einstellung sind Veränderungen der Einstellungsgr& ... [weiterlesen]
5.

30-Grad-Regel

... wei aufeinander folgenden Einstellungen verwendet werden, ebenfalls um 30° unterscheiden. (3) Wird die Kameradistanz verändert, sollte der Heran- oder Wegsprung ausreichend groß sein („eine Einstellungsgröße überspringen“, heißt es manchmal). Hier muss sich zwar nicht der Winkel der Kameraposition zur Handlungsachse ändern, sondern die Distanz der Kamera zum Geschehen oder zur Figur, die im Zentrum steht. Diese Regeln bedeuten, dass die Differenz zwischen den Einstellungen für die Filmwahrnehmung ein solches Maß an Unterschiedlichkeit einnehmen sollte, dass die Veränderung nicht als Fehler, sondern als tatsächlicher Sprung wahrgenommen wird. Trotz des Eindrucks der Kontinuierlichkeit des Geschehensflusses müssen also die Bilder eine solche Differenz aufweisen, dass sie Prägnanz gewinnt und als signifikante Veränderung der Kameraposition wahrgenommen wird. Es muss innerhalb des Continuity-Systems also eine für die Wahrnehmung ans
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6.

Einstellungsübergänge

... drittes neutrales „Nullbild“ vermittelt werden;– eine Vielzahl von Trickblenden;– die Bewegungsblende, die dazu dient, in einer einzigen Einstellung durch einen unsichtbaren Schnitt die Einstellungsgröße zu wechseln;– durch Sequenzblende, indem die beiden Bilder in einer rasend schnellen Schnittfolge ineinander montiert werden. ... [weiterlesen]
7.

Selbstreferenz

... uo;, Jan Berg). Eine historische Marke für den Beginn der Selbstreferezierung des Films lässt sich dem zufolge nicht setzen, da Film in all seinen ästhetischen Beschaffenheiten (Kadrage, Montage, Einstellungsgrößen, Kamerabewegungen etc.) und durch die immer schon gegebene Präsenz des Apparates bei der Darstellung seiner Inhalte mit anwesend ist.Von dieser medien-ontologisch verstandenen Selbstreferenz ist jene Selbstreferenz im engeren Sinne zu unterscheiden, die sich als Sujet in Filmerzählungen findet. Hier werden vor allem Backstage-Dramen (z.B. George Cukors A Star is Born, USA 1954) oder die Versuche der Selbstaspektivierung im Autorenfilm der „neuen Wellen“ (Fellinis 8 ½, Italien 1963, Truffauts La Nuit américaine, Frankreich 1973, Godards Le Mépris, Frankreich 1963, Fassbinders Warnung vor einer heiligen Nutte, BRD 1971) bedeutsam als Selbstannäherungen und Intellektualisierungen des Filmhandwerks und -künstlertums.Literatur: Scheffel, Michael: Formen selbstreflexiven Erzählens. Eine Typologie und sechs exemplarische Analysen. Tübingen: Niemeyer 1997. – Karpf, Ernst [...] (Hg.): Im Spiegelkabinett der Illusionen. Filme über sich selbst. Marburg: Schüren 1996 (Arnoldshainer Filmgespräche. 13.). – Berg, Jan: Techniken der medialen Authentifizierung. In: Ursula von Keitz / Kay Hoffmann (Hgg.): Die Einübung des dokumentarischen Blicks. Marburg: Schüren 2001, S. 51-70. - Franz Loquai: Buch im Buch und Film im Film. Überlegungen zur Selbstreflexivität in Literatur und Film. In: Klaus Manger (Hg.): Die Wirklichkeit der Kunst und das Abenteuer der Interpretation. Heidelberg: Winter 1999, S. 181-206. ... [weiterlesen]
8.

talking head

dt. „sprechender Eher ironische Bezeichnung für die Dominanz der vor allem in Fernsehdokumentationen auftretenden „sprechenden Köpfe“ von Interviewten, die meist in halbnaher bis naher Einstellungsgröße aufgenommen werden (sei es, vor einem szenisch-sprechenden Hintergrund – Bücherwände für Geisteswissenschaftler, Labore für Chemiker, Archivregale für Historiker etc. –, ... [weiterlesen]
9.

Intellektuelle Montage

... tellung synthetisiert, sondern auf der Kollision elementarer Bedeutungen – es entsteht ein Konflikt der Bildassoziationen (nicht nur der Bildinhalte, sondern auch solcher Parameter wie Tiefenschärfe, Einstellungsgröße oder Beleuchtungsstil).Allgemein wird Eisensteins Film Oktjabr (UdSSR 1928) als Beispiel angesehen, in dem Eisenstein die Reichweite des Konzepts der „intellektuellen Montage“ demonstrieren wollte. Eine der Möglichkeiten der Gedankenverbindung ist die Verallgemeinerung: Eine Szene des Filmes zeigt russische Truppen, die – um „für Gott und Vaterland“ zu kämpfen – auf St. Petersburg zumarschieren; die Handlung wird unterbrochen, es folgt eine schnell geschnittene Reihe von Standbildern von Figuren aus verschiedenen Kulturkreisen, die alle das Thema „Gott“ haben. Ein anderer Typus ist die (kritische) Metaphorisierung: Zum Bild einer Jesuskrone werden Bilder anderer Gottheiten geschnitten, die die Einzigartigkeit, die Erlösungs- und Führungsrolle Jesus ... [weiterlesen]
10.

Aufnahmedistanz

(1) Der Abstand zwischen dem Aufnahmeobjekt und der Kamera wird als Aufnahme- oder (heute meist) Kameradistanz bezeichnet. Bildausschnitt und relative Einstellungsgröße ergeben sich aber erst abhängig von der Brennweite des Objektivs, so dass die Angabe der Aufnahmedistanz nur dann sinnvoll ist, wenn die Brennweite bekannt ist.(2) In der Frühzeit des Kinos gab es Standardisierungen der Aufnahmedistanz. Für die meisten Studio ... [weiterlesen]
11.

Auflösung

... tisches Prinzip innewohnt, das den Verlauf der Szene nach relevanten Teileinheiten gliedert – und darüber befinde, welche Handlungen zentral sind, welche Elemente der Szene durch Veränderung der Einstellungsgrößen akzentuiert werden, wie und welche Figuren visuell zu Gruppen zusammengefasst werden etc. Fast alle Sequenz-Muster des Films (Blickmontage, Schuss-Gegenschuss, 180-Grad-Regel etc.) werden in der Auflösung benutzt. Oft dient ein Storyboard dazu, szenische Auflösungen vorzunehmen, ohne dass man dazu an den Set gehen müsste.   ... [weiterlesen]
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Kameraperspektive

Die Kameraperspektive, der Kamerastandpunkt bzw. die Kameraachse ist die Blickorientierung der Kamera auf ein Objekt oder Geschehen. Sie ist eine erste, ebenso zentrale wie grundlegende Kategorie der Beschreibung. Sie kann gegliedert werden in drei verschiedene relative Positionen bezogen auf das vorfilmische Objekt oder Ereignis: (1) bezogen auf die Distanz der Kamera zum Objekt (Einstellungsgrößen) und die verwendeten Optiken (angle of v ... [weiterlesen]
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Kadrage

auch: Kadrierung; von frz. cadrage = BildeinstellungMeint die Auswahl der Einstellung, also technisch die Einstellungsgröße und ästhetisch die Gestaltung des Bildausschnittes. ... [weiterlesen]
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Filmtheorie

... ilaspekten fassen: Möglichkeiten der Inszenierung der Realität vor der Kamera (Mise-en-Scène, Licht, Schauspielführung, Ausstattung etc.); fotografische Abbildung (Wahl von Kamerastandort, Einstellungsgröße, Perspektive, Tiefenschärfe, Wahl des Objektivs, Kamerabewegungen); Strategien der filmischen Bedeutungsproduktion über das photographische Verhältnis hinaus (Metapher und Metonymie, Montage etc.).Die Dramaturgie des Films untersucht die Elemente und Leitgesichtspunkte, die Handlungsaufbau und -führung steuern, im Hinblick auf die beabsichtigten Wirkungen beim Zuschauer. Dazu zählen insbesondere die Figurenkonstellation und die darin angelegten Konflikte, Beziehungen und Charakterisierungen von Prot- und Antagonist, Spannungserzeugung und -auflösung, Umgang mit dramatischer und rhythmischer Beschleunigung usw.Die Gattungstheorie des Films untersucht Arten und Formen des Films bzw. Grundformen des filmischen Aussagens wie Spielfilm, Dokumentarfilm, Experimentalfilm, Essayfilm, Lehrfilm, Werbefilm etc. Die nahe verwandte Genretheorie unterscheidet Gruppen von Filmen, die stoffliche, dramaturgische, thematische oder stilistische Gemeinsamkeiten ... [weiterlesen]
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Detailaufnahme

engl.: extreme close-upDie nächste Einstellungsgröße. Objektstrukturen (wie etwa Holzmaserung), Kleinobjekte (wie z.B. Waffenteile oder Schmuckstücke) und Körperteile (Nase, Augen, Lippen usw.) werden unnatürlich groß herausgestellt. Die Detailaufnahme ist immer signifikant und hebt oft das wesentliche Detail einer Handlung hervor (wie das Türschild, den Finger an der Klingel, die Mündung einer Schusswaf ... [weiterlesen]
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Halbnah / Halbnahaufnahme

engl.: waist shot, mid shot; manchmal auch: full shotEinstellungsgröße auf die menschliche Figur, etwa von der Hüfte an aufwärts. Halbnahe Bilder öffnen den Blick auf den Zusammenhang von gestischem und mimischem Ausdruck. Die Distanz ist aber selten, tritt vermehrt eigentlich nur bei sitzenden Figuren auf. ... [weiterlesen]
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Totale

engl.: long shot; auch: distance shot, total view, vista shot; kurz gelegentlich: LSEinstellungsgröße. Entgegen der „weiten Aufnahme“, die das Gesamt des Raumes wiedergibt, zeigt die Totale nur das Gesamt des Handlungsraumes. Sie orientiert über den Ort der Handlung, soweit er im Augenblick für das sich entwickelnde Geschehen von Bedeutung ist, und damit auch über die Dinge und Personen, die in die Handlung hinei ... [weiterlesen]
18.

Halbtotale

engl.: medium long shot; auch: semi long shotEinstellungsgröße. Zeigt die Totale den gesamten Handlungsraum der Szene, löst die Halbtotale die handelnde Gruppe als Ganzes aus der weiteren Umgebung heraus, lässt ihr aber einen gewissen Spielraum. Sie rückt näher an die Figuren heran, zeigt sie in voller Körpergröße. Damit kann sie sich durch ihre Gestik ausdrücken, die ebenso gut erkennbar ist wie di ... [weiterlesen]
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Comics / Comic Strips

... rial neu konzipieren muss. Grundsätzlich kann das in der herkömmlichen Formensprache des Erzählkinos geschehen, denkbar sind aber auch formale Verfahrensweisen – außergewöhnliche Einstellungsgrößen, spektakuläre Kamerawinkel, drastische Farbdramaturgie, hohe Schnittfrequenzen u.ä. –, die besonders im klassischen Genrekino undenkbar wären. Inhaltlich liegt der Schritt zu Phantastik und Fantasy nahe (und damit auch der Griff zu üppigen Special Effects), überhaupt die Tendenz zu diegetischen Welten, die nur geringen oder gar keinen Anspruch auf Realitätsnähe erheben. Beispiele (neben den traditionellen Superhelden-Figuren): Barbarella (Italien/Frankreich 1967, Roger Vadim); Fritz the Cat (USA 1971, Ralph Bakhsi); Astérix chez les Bretons (Frankreich 1986, Pipo van Lamsverde); Werner Beinhart (BRD 1990, Niki List ... [weiterlesen]