Suchergebnisse für die Suche nach: färbung



1.

Farbverfahren im Stummfilm II: Bad

Bad (hinzugefügt): Bei der Virage (engl. tinting) wie bei der Färbung (engl. toning) wird das schwarzweiße Positiv in eine Wanne mit Farblösung getaucht. Bei der Virage nimmt die Gelatine die Farbe an, bei der Färbung wird das in der Emulsion enthaltene Silber beim Baden gegen ein Farbsalz ausgetauscht. Jedes der beiden Verfahren erzeugt eine Farbe, die Kombination aus beiden erg ... [weiterlesen]
2.

Lavendel

... ich aus dem lavendelfarbenen (d.h. hellblauen) Schichtträger des Schwarzweißfilms. Die Franzosen benutzten statt lavande oder bleu lieber marron, was auf eine bräunliche bzw. rot-bräunliche Färbung der Filmunterlage hinweist, die ebenfalls gebräuchlich war. Die Einfärbung der Schicht verhinderte, dass das Trägermaterial selbst Licht reflektierte und so unerwünschtes Licht die Emulsion traf. Absorbierte vorher die Einfärbung die Strahlen, verhindert heute eine Lichthof-Schutzschicht mögliche Reflexionen. ... [weiterlesen]
3.

Subtext

... Ebene absichtlich weggelassen werde und dann von den Schauspielern zusätzlich durch ihr Spiel zu leisten sowie von den Zuschauern zu ergänzen sei, wodurch man dann eine gewisse persönlich-aktive Färbung dramatischer Situationen und Konstellationen oder eine ‚konnotative Färbung‘ des Gesagten erhalte und so das Interesse des Publikums gesteigert werden könne.(2) Manchmal werden auch verdeckte oder unbewusste Motive der Figuren als Subtext verstanden, so dass für die Darstellung ein vor allem im Dialogtext unerkennbarer assoziativ-affektiver Hof von Motiven reflektiert und nonverbal ausgedrückt werden muss, der oft auch in die ideologische Verfasstheit der diegetischen Realität verweist.Literatur: Dick, Bernard F.: Anatomy of film. Boston: St. Martin's Press 1978, S. 82-112. 4th ed. 2002. – Te ... [weiterlesen]
4.

Sepia

... als „Vergilbung“ ausgegeben. Elektronisch kann mittels des „Sepia-Effekts“ Bildern eine künstliche „Alterung“ erzeugt werden.Im Film bezeichnet Sepia eine monochrome Einfärbung früher Filme mittels einer Schwefelnatriumlösung (Schwefeltonung). Sepiafärbung ist zugleich eine der wichtigsten Viragierungen des Stummfilms gewesen. Auch im Film wird Sepia als Indikator für das Alter von Bildern verwendet. Ray Harryhausens The Beast from 20.000 Fathoms (1953) wurde sogar als „in glorious Sepia“ offeriert. Mit der Sepiatönung wird aber nicht nur die Historizität von Bildmaterial angezeigt, sondern oft auch der Affekthintergrund der Nostalgie aktiviert (wie in Michael Ciminos Heaven‘s Gate, 1980, gelegentlich – etwa in der berühmten Rollschuhtanz-Sequenz – die Farbe ... [weiterlesen]
5.

Virage

... ;hrung die transparenten Bereiche des Bildes (Himmel mit Wölkchen, helle Kleidung, Schaumkronen auf dem Meer etc.) die Farbe tragen, während sie auf den dunklen Stellen nicht zu sehen ist. (2) Bei der Färbung (engl. toning, frz. virage) werden schwarzweiße Filmteile ebenfalls in Bäder gelegt. Ein chemischer Prozess tauscht das im Bild enthaltene Silbersalz gegen Farbsalze aus, die u.a. auf der Basis von Schwefel (gelb), Kupfer (rot) oder Eisen (blau) hergestellt wurden. Bei diesem Verfahren sind die vorher dunklen, d.h. silberhaltigen Teile des Bildes nun farbig, während die hellen Stellen (die wenig Silbersalz enthielten) die Farbe kaum angenommen haben. Tinting und toning lassen sich gemeinsam anwenden, wodurch Farbkombinationen entstehen. Bei beiden Prozessen müssen nach dem Trocknen die eingefärbten Teile in der richtigen Reihenfolge aneinander montiert werden, so dass das Endresultat vie ... [weiterlesen]
6.

Dipo-Film

Auf beiden Seiten des Schichtträgers mit fotografischen Emulsionen beschichtete Positivfilme, die bevorzugt zum Kopieren von Zweifarbenfilmen eingesetzt wurden. Die Einfärbung der Schichten erfolgte nach dem Beizfarben- und/oder Tonungsverfahren sowie nach dem Kodachrome-Verfahren(1). Kopiert wurde nacheinander oder gleichzeitig für beide Schichten von Farbauszügen, die mit einer Bipack- oder Strahlenteilerkamera aufgenommenen wor ... [weiterlesen]
7.

shot flow

dt. etwa: Fluss der BilderDer Eindruck eines „gleichmäßigen Fließens“ der Einstellungen eines Films wird dann zu einer Kerncharakteristik der Montage, wenn die Schnitte unsichtbar werden sollen und der Eindruck einer allgemeinen Kontinuität der Bewegung, der Informationsvergabe und der emotionalen Einfärbung des Films entstehen soll. Der shot flow wirkt gestört, wenn das Tempo von Bewegung und Schnitt nicht ... [weiterlesen]
8.

Handlampe

... uml;nnen. Da sie meist in der Nähe der Kamera eingesetzt werden, werden sie zur Vermeidung von unerwünschten Schatten, des Zurücktretens des Tiefenprofils der Objekte, Spiegelungen (wie die Rotverfärbung bei Augen) vor allem indirekt eingesetzt. Heute werden neben Halogen- meist LED-Lampen eingesetzt.  ... [weiterlesen]
9.

Volksschauspieler

... ypen (wie die bis heute stabilen Assoziationen Wien / Hans Moser, München / Beppo Brehm, Köln / Willy Millowitsch oder Hamburg / Henry Vahl zeigen), sprechen Dialekt (oder zumindest mit dialektaler Einfärbung), sind auf ein oft recht schmales Rollenfach festgelegt. Sie gehören zu den Ausprägungen eines populären Theaters ebenso wie eines regionale Spezifik betonenden Trivialkinos und -fernsehens. Die Gattung der Volksschauspieler verliert seit den 1980ern an Bedeutung, was mit der sozialen Binnendifferenzierung der (bundesdeutschen) Gesellschaft und der sich verändernden medialen Praktiken von Zuschauern zusammenhängt. An ihre Stelle treten „volkstümliche Schauspieler“, die heute auf der Bühne ... [weiterlesen]
10.

Sneak

dt. etwa: SchleicherWenn ein musikalisches Motiv oder eine Phrase „schleichend“ in die Erzählung eingeführt wird, spricht man von einem sneak – meist ist dann ein Dialog mit einer leisen, kaum merklichen Musik unterlegt, die man zunächst gar nicht bemerkt oder als eine Einfärbung des Gesprochenen wahrnimmt; erst danach wird die Musik zu voller Laustärke aufgezogen und beherrscht den Ton. Ein berühmtes B ... [weiterlesen]
11.

imbibition process

auch: imbibition printing, dye transfer; dt.: Hydrotypie, Verfahren der Farbstoffübertragung (= dye transfer) oder ‑absaugung Dieser Farbstoffabsaugungs‑ oder Färbungsübertragungsprozess, eine Weiterentwicklung des älteren Handschiegl-Prozesses,  gewann bei einigen Filmstudios Anerkennung. Bis 1934 lagen 78 Produktionen vor, von denen viele aber wiederum nur Farbsequenzen enthielten. Die Produktion bei Technicolo ... [weiterlesen]
12.

Stimmencasting

vor allem bei Nachrichtensprechern auch: Sprechercasting; engl.: cast a voice Nicht nur im Hörspiel und bei der Auswahl von Voice-Over-Stimmen, sondern vor allem auch im Synchronisierungsbetrieb ist – von eher technischen Qualitäten abgesehen, die erfüllt sein müssen – die Auswahl der Stimmen der Sprecher und Sprecherinnen von größter Bedeutung: Können sie die affektiven Färbungen der Rolle angeme ... [weiterlesen]
13.

Sonochrome

Sonochrome war ein monochrom vorgefärbtes Filmmaterial (unter Ausnahme der Tonspur). Es wurde 1928 von Kodak in den Markt eingeführt, blieb bis in die 1970er lieferbar. Das Angebot umfasste siebzehn verschiedene Farbtönungen (von „Rose Doree“ bis zu „Inferno“). Das Material wurde im Spielfilm höchst selten als Einfärbung einzelner Szenen eingesetzt; gebräuchlicher war es in kurzen Werbefilmen, vor ... [weiterlesen]
14.

Kolorierung / Kolorisierung

engl.: coloring, colorization, colorisation; auch im Dt. bezeichnet man das elektronische Einfärben von Filmen meist als colorizationDie nachträgliche Einfärbung eines Schwarzweiß‑Filme kann sowohl manuell, mechanisch wie auch elektronisch oder digital erfolgen. Jacques Malthête beispielsweise kolorierte zu Studienzwecken mit einem Haarpinsel in wochenlanger Arbeit zwei 35mm‑Kopien eines Films seines Urgroß ... [weiterlesen]
15.

Figurenrede

... falt der Formen zurückgegriffen, entsteht eine Hybridform literarischen Erzählens.(2) Im Theater (und ähnlich im Film) erfolgt die Rede der Figuren, die hinsichtlich dialektaler und soziolektaler Färbung von vornherein festgelegt sein müssen, fast immer direkt aus deren subjektiver Perspektive; entsprechend ist dramaturgisch immer zu berücksichtigen, welches Vorwissen die einzelne Figur besitzt, möglicherweise auch, welche sachlichen und sozialen Ziele sie verfolgt. Natürlich finden sich aber auch Formen des indirekten Rede-Reports (von Botenbericht bis Zeugenaussage). Gelegentlich kann die Subjektivität des unvermittelten Sprechens in Redestücken, die der sachlichen Erläuterung oder der Moral von der Geschichte gewidmet sind auch modal aufgehoben werden – dann wird das diegetisch abgeschlossene Feld situativen Sprechens (meist vorübergehend) aufgebrochen, die Rede gerät auf ein anderes textsemantisches Niveau. Literatur: Asmuth, Bernhard: Einführung in die Dramenanalyse. 7., aktual. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler  2009, S. 62-84 (Sammlung Metzler. 188.). – Kreye, Horst: Intentionen in der Figurenrede literarischer Texte. In: Dialoganalyse II. Referate der 2. Arbeitstagung Bochum 1988. 2. Hrsg. von Edda Weigand und Franz Hundsnurscher. Tübingen: Niemeyer 1 ... [weiterlesen]
16.

Pathécolor

Pathécolor ist ein Verfahren der Schablonenkolorierung, das von der Firma Pathé Frères 1905 patentiert wurde. Mit Hilfe von Schablonen und Farbwalzen konnten mehrere Farben auf einen schwarz-weißen Filmstreifen aufgetragen werden, um Figuren und Hintergründe in Farbe zu gestalten. Diese besonders feine und exakte Art der Färbung wurde von seinen Herstellern vor allem als ,naturgetreu‘ beworben, weshalb es ne ... [weiterlesen]
17.

Polychromide

Von dem amerikanischen Chemiker und Fotografen Aron Hamburger ausgearbeiteter englischer Zweifarbenfilm mit Strahlenteiler- und später auch Bipack-Kamera zur Aufnahme und Dipo-Film für die Kopie. Zur Einfärbung des Dipo-Films diente das Beizfarben-Verfahren mit der Besonderheit, dass die die Farbstoffe in den Schichten bindende Beize wie bei Harmonicolor erst nach dem Einfärben zugeführt wurde. (GK)Literatur: Cornwell-Clyne, ... [weiterlesen]
18.

Zentrales / azentrales Imaginieren

... tändig erfasst. Denn neben dem emotionalen Verständnis und neben der Übernahme von Gefühlen kommt es zugleich zu eigenständigen affektiven Reaktionen der Zuschauer, die eine ganz andere Färbung beinhalten können: zum Beispiel Ekel statt Freude, Angst statt Erleichterung, weil wir vielleicht mehr wissen als die Figuren und ihre Lage anders einschätzen oder weil wir ihre moralischen Werte nicht teilen.Literatur: Wollheim, Richard: On Art and the Mind. Cambridge, Mass.: Harvard University Press 1974. – Ds.: The Thread of Life. Cambridge, Mass.: Harvard University Press 1984. ... [weiterlesen]
19.

black comedy

dt.: schwarze KomödieDas Adjektiv black „schwarz“ steht hier mit der Bedeutungsfärbung „düster, unheilvoll, depressiv“ und spielt auf einen Gemütszustand an, dessen Charakterisierung auf die Bewertung der schwarzen Galle in der antiken Säftelehre zurückgeht. Offenbar um zu vermeiden, dass black im Amerikanischen im Sinne von African American missverstanden werden könnte, bevorzugen einige Aut ... [weiterlesen]
20.

Schablonenkolorierung

... onen. Die Kopie erhielt so Farblage nach Farblage, bis alle Teile, die koloriert werden sollten, ihren Auftrag erhalten hatten. Wie schon bei der Handkolorierung kamen bis zu sechs Farben zum Einsatz. Da die Einfärbung maschinell geschah, ließen sich bei diesem Verfahren viele Kopien recht schnell herstellen, was den Preis pro Kopie sinken ließ. Schablonenkolorierte Filme stellten wegen ihrer Pracht oft Höhepunkte im Programm dar. Dabei handelte es sich vor allem um Natur- und Reisefilme, während für Spielfilme lieber das billigere tinting und toning angewandt wurde. In den 1920er Jahren wurden nur noch ganz wenige Spielfilme auf diese Weise hergestellt.   ... [weiterlesen]
21.

Handkolorierung

engl.: hand colouring, frz.: coloriage à la mainNeben der Einfärbung durch Bäder, welche bereits in den ersten Jahren der Kinematographie angewandt wurde, gab es bis um 1905 die Handkolorierung. Wie der Name sagt, wurde Phasenbild für Phasenbild mit der Hand bemalt. Dabei kamen bis zu sechs Farben zum Einsatz, wobei in der Regel Frauen mit einen feinen Haarpinsel eine jeweilige Farbe, für die sie zuständig waren, auf d ... [weiterlesen]
22.

amerikanische Nacht

... uster der Szene auf „Nacht“ hindeutet. Die Sonnenstrahlen sollten senkrecht zur optischen Achse auf das Szenario fallen; ein wolkenloser, tiefblauer Himmel sowie harte Schatten und bläuliche Einfärbung, die den Eindruck von „Mondlicht“ suggerieren, verbessern den Nacheffekt ebenso wie die nur partielle Ausleuchtung der Szenerie. Das Verfahren ist besonders bei Farbaufnahmen sehr genau auszuführen.International geläufig ist die französische Bezeichnung nuit américaine, die daran erinnert, dass zuerst amerikanische Kameraleute den Nachteffekt realisiert und routiniert angewendet haben. Zum einen bereitete die Belichtung tatsächlicher Nachtszenen Schwierigkeiten, und zum anderen war es wesentlich billiger, tagsüber zu drehen. Ein bekannte ... [weiterlesen]
23.

churro / churro cinematográfico

von mexikan.-span.: churro, einer Art frittierten Spritzgebäcks, übertragen dann: Murks, Quatsch; auch als Redewendung: etwas, das „weggeht wie die Semmeln“Bezeichnung für im Mexiko der 1950er und frühen 1960er Jahre mit geringen Budgets massenhaft hergestellte Unterhaltungsfilme ohne höheren künstlerischen Anspruch. Entspricht in seiner Bedeutungsfärbung weitgehend der engl.-amerikan. Bezeichnung quicki ... [weiterlesen]
24.

Familiensaga

... utobiografisch motiviert – wie Jim Sheridans In America, 2002 –, was manchmal zu einer deutlichen Authentifizierung der Erzählung beiträgt, manchmal aber auch nur zu einer nostalgischen Einfärbung der Geschichte führt. Viele Familiensagas sind Literaturverfilmungen, aber längst nicht jede ist gleichzeitig ein Familiendrama. ... [weiterlesen]
25.

Beizfarben-Verfahren

... e wurden in den bereits eingefärbten Schichten erst nachträglich durch Überführung des Silberbildes in Chromsilber als Beize gebunden. Dadurch sollte eine besonders gleichmäßige Anfärbung herbeigeführt werden.Literatur: Koshofer, Gert: Farbfotografie. 3: Lexikon der Verfahren, Geräte und Materialien. München: Laterna magica 1981, S. 33. ... [weiterlesen]
26.

plot device

Als plot device bezeichnet man Figuren (u.U. auch Objekte), die in eine Geschichte eingebracht werden, um sie voranzubringen, ihre affektive Einfärbung zu modifizieren. In aller Regel geht es um Informationen, die scheinbar zufällig auftauchen, die aber für die Geschichte wichtig sind; es können Figuren aus der Vergangenheit sein, alte Briefe, die auf dem Speicher lagen, belauschte Gespräche und anderes mehr, die für die ... [weiterlesen]
27.

ad lip

... ;berlassen. Das Verfahren ist nicht nur in der Komödie verbreitet, wenn es um das Gewinnen von Situationskomik und Spontaneität des Spiels geht, sondern auch als Strategie, dialektale und soziolektale Färbungen für das Lokal- und Sozialkolorit des Films zu gewinnen, sofern die Schauspieler über das vorausgesetzte Sprachwissen verfügen. ... [weiterlesen]
28.

kowairo

Japanisch für „Tonfall, Stimmfärbung, Stimmnachahmung“.Synchronisationstechnik des frühen japanischen Films. Dabei werden einzelne, emotional besonders herausgehobene bzw. zu betonende Textzeilen bei der Aufführung live eingesprochen.Literatur: Literatur: Bernardi, Joanne: Writing in light: the silent scenario and the Japanese Pure Film Movement. Detroit: Wayne State University Press 2001, S. 35-37. ... [weiterlesen]
29.

Giallo

ital. giallo = gelbGiallo bezeichnet die Umschlagfärbung italienischer Trivialromane, die dem Giallo-Film als inhaltliche, geschmackliche und stilistische Vorlagen dienten. Der Giallo wird als italienische Schundvariante des Thrillers angesehen. Das inhaltliche Muster ist stereotyp: Ein meist maskierter, behandschuhter Mörder tötet in oftmals surrealer Weise schöne Frauen. Die Morde sind dabei häufig sexuell motiviert. Mario ... [weiterlesen]