Suchergebnisse für die Suche nach: große



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Massenszene

engl.: crowd shot, crowd scene, manchmal auch: mob sceneMassenszenen zeigen große Menschenmengen. Sie gehören zur Inszenierung mancher Formen der Öffentlichkeit (in Sportstadien und auf großen Plätzen, bei manchen Kriegsszenen, zur Darstellung besonders großen Andrangs etc.). Massenszenen sind ausgesprochen teuer, so dass manch ... [weiterlesen]
2.

Fußballfilm: Fußball-Dokumentarfilm

... gelten – die erste überlieferte Dokumentation eines offiziellen Fußballspiels war Blackburn Rovers v West Bromwich (1898). Dokumentationen einzelner Spiele sowie Berichte vom Randgeschehen des großen wie des kleinen Fußballs waren stets und von Anbeginn fester Bestandteil der Wochenschauen im Kino und der Tagesberichterstattungen im Fernsehen. Diesen Fußballspiel-Filmen (Richard Kirn) standen ebenfalls schon immer thematisch ausgerichtete Dokumentarfilme an der Seite, die von großen Turnieren (offizielle FIFA-Dokumentarfilme zu den Fußball-Weltmeisterschaften), gro&s ... [weiterlesen]
3.

Kinoformen: USA

In den USA werden traditionellerweise drei große Gruppen von Kinos unterschieden:– First Run Theatres spielen die großen Hollywood-Produktionen der großen Verleihfirmen in der ersten – und meist umsatzstärksten – Auswertungsphase; sie liegen im Stadtzentrum, sind technisch auf neuestem Stand und haben meist recht ... [weiterlesen]
4.

telemetry device

dt. etwa: telemetrisches ModellVor allem dann, wenn animatronische Figuren sehr groß und die einzelnen Bewegungsabläufe schwer zu koordinieren sind, arbeitet man mit verkleinerten Puppenmodellen der großen Figur: Die beiden sind miteinander so verkoppelt, dass die große Figur alle Bewegungen der kleinen automatisch wiederholt; so kann die gro&s ... [weiterlesen]
5.

Megaphon

dt.: Sprachrohr, umgangssprachlich: FlüstertüteGroßes, trichterförmiges Gerät, um die Stimme zu verstärken und um sie zu einem bestimmten Ort zu lenken. Je größer das Verhältnis von Sprechöffnung und Schalltrichteröffnung ist, desto lauter und weiter vernehmbar ist das hineingesprochene Wort. Das Megaphon wurde als „Sprechtrompete“ (speaking trumpet) um 1670 von dem Engländer S
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6.

straight-to-video

auch: direct-to-video, made-for-video; neuerdings auch: made-for-DVD, straight-to-DVD, direct to DVDAllgemeine Bezeichnung für Filme, die keinen Kinostart haben, sondern ausschließlich auf Video oder heute auf DVD in den Handel kommen – Filme, die nur Spezialinteressen und entsprechend kleine Zuschauergruppen bedienen (wie Teile der Horror- und Splatter-Produktion) oder die (wie Dokumentarfilme) erfahrungsgemäß keine große< ... [weiterlesen]
7.

Kinoformen: Überblick

Das Kino hat im Laufe der Entwicklung eine große Vielzahl verschiedener Formen angenommen. Die Formen werden nach mehreren Gesichtspunkten differenziert:(1) nach Adressaten und Publikum:– Premierenkinos sind Kinos in den Zentrallagen der Großstädte, in denen die festliche Übergabe von Filmen an die Öffentlichkeit oft im großen Stil als Events begangen wird;– Vo ... [weiterlesen]
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Monopol / Oligopol / Polypol

... auch Nachfragemonopole existieren, wenn etwa für den Schulfilm nur das staatliche Schulmonopol auftreten kann.– Ähnlich differenziert man Oligopole in Märkte mit wenigen Anbietern und einer großen Zahl von Nachfragern (Angebotsoligopol) oder wenigen Nachfragern und vielen Anbietern (Nachfrageoligopol oder Oligopson). Bei genau zwei Anbietern bzw. Nachfragern spricht man von einem Duopol. Ein Oligopol ist homogen, wenn die angebotenen Güter aus Sicht der Kunden einander perfekt substituieren, also gleichwertig sind – es bestehen darum keine Präferenzen für Güter unterschiedlicher Anbieter; es ist heterogen, wenn die angebotenen Güter einander nur in begrenztem Maße ersetzen könnten. Insbesondere die Marktmacht der Hollywood-Studios formierte sich als ein über Jahrzehnte stabiles Oligopol, weil die Firmen nicht nur die Produktion (Studios), sondern auch die Distribution der Filme (durch zum Teil große Theaterketten) kontrollierten. Gleichwohl blieben die oligopolistischen Tendenzen der Filmindustrie in Hollywood bis heute bestimmend – die wenigen große ... [weiterlesen]
9.

Publikumsrenner

engl.: blockbuster, hit Alltagsbezeichnung für etwas, was beim Publikum sehr beliebt ist, großen Anklang findet, sich großer Nachfrage erfreut (Bücher, Museen,Theateraufführungen etc.) – also auch Filme, die überaus große Begeisterung des Publikums gewinnen und dementsprechend hohe Einspielergebnisse zeitigen ... [weiterlesen]
10.

Kino (1)

Die Abspielstätten von Filmen werden Kinos genannt. Die ersten Vorführungen geschahen noch in Zelten auf dem Jahrmarkt, und erst zu Beginn des Jahrhunderts entstanden die Nickelodeons (in den USA) resp. die Ladenkinos (in Deutschland). Schnell entstanden große Kinopaläste, die sich in Aufwand und Aussehen an die Ausstattung der großen Theater anlehnten. Daneben fanden sich zahll ... [weiterlesen]
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Broadway I: Broadway-Theater

... rbeitet höchst erfolgreich bis in die frühen 1950er, als sich eine ganze Reihe von „Off-Broadway-Theatern“ auch am Broadway ansiedelten, die man als Reaktion auf die Kommerzialisierung der großen Theater ansehen kann. Sie spielten zahllose Stücke, die es nicht auf die großen Bühnen schafften, experimentierten mit Darstellungsstilen, gingen oft über das Standardrepertoire von Musik, Schauspiel, Requisite der großen Bühnen hinaus. (Das Off-Off-Broadway-Theater bezeichnet experimentelle Theater, die nicht mehr am Broadway angesiedelt sind.)Literatur: Bloom, Ken: Broadway. Its history, people and places. An encyclopedia. New York: Facts on File 1991. 2nd ed. New York: Routledge 2004. – Harris, Andrew B.: Broadway theatre. London [...]: Routledge 1994. – Alpert, Hollis: Broadway! 125 years of musical theatre. Ed. by Museum of the City of New Y ... [weiterlesen]
12.

Aktionsbild

Nach der Filmtheorie von Gilles Deleuze eine von mehreren Arten des Bewegungsbildes. Das Aktionsbild charakterisiert das realistische, fantastische und dokumentarische Kino. Deleuze unterscheidet die große Form von der kleinen Form. Die große Form geht von der Situation zur Aktion, die die Situation verändert. Die kleine Form geht von der Aktion zur Situation und von dort zu einer neuen A ... [weiterlesen]
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Indien: Genres des indischen Kinos

... (1913), gilt als Begründer des Genres. Bis 1923 waren 70% aller indischen Filme Mythologicals. Danach nimmt der Anteil kontinuierlich ab. Filme dieses Genres erzählen Geschichten aus einem der beiden großen indischen Epen, der Ramayana und dem Mahabarata. Unter den Filmgenres der Zeit war das Mythological auf Grund seiner Stoffe das angesehenste.– Devotional: Genre der 1930er Jahre. Filme dieses Genres erzählen das Leben der zahlreichen singenden Heiligen (Singer-Saints) aus dem Mittelalter. Diese heiligen Sänger komponierten einige der populärsten Lieder Indiens.– Historical: Genre, welches sich v.a. in den 1930er Jahren großer Beliebtheit erfreute. Filme dieses Genres glorifizieren Epochen der indischen Geschichte wie z.B. das Delhi-Sultanat oder das Mughal-Imperium. Das Genre ist eng ... [weiterlesen]
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Grand Guignol

... die den Schauer- und der Horrorgenres zugehörten. Die Sensationsberichterstattung um die Jack-the-Ripper-Morde deutete eine Popularisierung des Makabren an, die in der Gründung des 300-Sitzplätze großen Théâtre du Grand Guignol in der Rue Chaptal in Paris 1898 ihr Echo fand: Das Theater wurde schnell für seine kurzen, aber tief schockierenden Aufführungen bekannt. Die Bühnentricks, mit denen die meist blutigen Effekte an den Leibern der Schauspieler erzeugt wurden, wurden über Jahrzehnte verbessert. Für einige hielt das Theater sogar die Patente. Nach den großen Anfangserfolgen hatte sich schon um 1920 ein deutliches Nachlassen des Publikumsinteresses gez ... [weiterlesen]
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Trinkerfilm

auch: Alkoholismus im Film, booze movie, Dipsomanie im Film, Säuferfilm, Trunksucht im FilmDer klassische Trinkerfilm, der auf bis heute beispielhafte Weise das Martyrium des Alkoholikers in seiner ganzen Breite vorführt, ist Billy Wilders The Lost Weekend (USA 1945), der eine Suchtepisode vom Beginn bis zum – hier märchenhaften – Ende des Trinkens durchexerziert. Trinkerfilme gehören meist einer der großen Motiv ... [weiterlesen]
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Blendenöffnung

... ter Lichtstärke versteht man die maximale Blendenöffnung eines Objektivs. Die Lichtstärkenangabe ist auf dem Objektiv selbst vermerkt. Kleine Blendenzahlen (1,4, 1,7, 2, 2,8 etc.) stehen für große, große (z.B. 8, 16) entsprechend für kleine Blendenöffnungen. Die Lichtmenge, die durch das Objektiv durchgelassen wird, ist zu dem Quadrat des Blendendurchmessers proportional. Je weniger Licht zur Verfügung steht, desto lichtstärker muss das Objektiv sein – bei größerer Blendenöffnung wird mehr Licht durchgelassen. Allerdings wird bei größer werdender Blendenöffnung der Schärfentiefenbereich – also der Ber ... [weiterlesen]
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Statist / Statisterie

Statisterie = Gruppe der Statisten; früher auch: Figuranten; im Dt. oft: KomparsenStatisten gehören zum sozialen Setting von Szenen; sie sind als einzelne unauffällig, agieren in der Menge mit anderen und haben keine individuelle oder tragende Rolle, sind also am eigentlichen Geschehen nicht beteiligt; gerade in Massenszenen treten Laien als Statisten auf. Sie können in großen Mengen auftreten (etwa bei der Darstellung von S ... [weiterlesen]
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Filmarchiv Austria

... Seit Dezember 1996 übernahm Ernst Kieninger die Leitung.Durch die Eingliederung des Archivs der Austria Wochenschau, der Übernahme der staatlichen Sammlung wissenschaftlicher Filme und den Erwerb der großen privaten Dokumentationssammlung Leutner wurde der Bestand erheblich vergrößert. Derzeit verwahrt das Archiv ca. 60.000 Filmtitel, etwa 600.000 Fotos und Film-Stills, 25.000 Filmprogramme, 10.000 Plakate, 15.000 Bücher, diverse Zeitschriften, Partituren, Drehbücher, Firmenunterlagen, Nachlässe bedeutender Filmschaffender sowie eine große Sammlung filmtechnischer Geräte.Das Filmarchiv sammelt neben international herausragenden Werken vor allem Filme und filmbezogenes Material mit Österreich-Bezug. Seine Aufgabe sieht das Archiv aber nicht nur in der Sammlung und Erhaltung, sondern auch im Erschließen und Verfügbarmachen des audiovisuellen Erbes. Von besonderer Bedeutung ist dabei der 1997 bezogene neue Standort Audiovisuelles Zentrum Wien im Augarten, der im Sinne einer modernen Mediathek mittels entsprechender Benutzerstruktur ... [weiterlesen]
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Schmalfilm

engl.: narrow gauge film, narrow-gauge filmDie Anbieter auf dem Amateurfilm-Markt waren von Beginn an bemüht, die Preise für das Material niedrig zu halten. In der Regel wurde es durch Längs-Teilung von 35mm-Film, der in großen Mengen und zu niedrigen Preisen auf dem Markt war, hergestellt. Er wurde in zwei oder mehr Streifen zerlegt, so dass die Substandard-Größen 17,5mm, 16mm, 9,5mm und 8mm entstanden, die sch ... [weiterlesen]
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Pinewood Studios

30km westlich von London stehen die Pinewood Studios. Sie wurden auf dem Gelände von Heatherden Hall errichtet, einem weitläufigen viktorianischen Gebäude mit großen Freiflächen. Der kanadische Kaufmann Grant Morden kaufte das Gelände in den 1920er Jahren, errichtete eine Music-Hall und ein türkisches Bad und führte das Anwesen als diskreten Treffpunkt für Politiker und Diplomaten. Als Morden 1934 starb, ... [weiterlesen]
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Fußballfilm: Fußball-Spielfilm

... -spezifische Handlungsmuster auf, wie sich der Fußball als Milieu auch mit so gut wie jedem arrivierten Genre des populären Films kompatibel zeigt. Die Bandbreite an Sujets ist weit gesteckt: biopics großer Stars (O rei Pelé, 1963; Best, 2000), Mannschafts­dramen (Das große Spiel, 1942), Fangeschichten (Fever Pitch, 1997; Fußball ist unser Leben, 1999) etc. Spezielle Topoi sind neben vielen anderen die Entführung eines Star-Spielers (schon 1911 in Harry the Footballer), die Problematik eines alternden Stars (Bloomfield, 1970), der Triumph des Underdogs (The Big Green, 1995), die übermäßige Fußballeiden­schaft von Kindern (Der neue Fimmel, 196 ... [weiterlesen]
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Soundies

Soundies werden 3minütige, mit filmischen Spielhandlungen bebilderte Aufnahmen populärer Musikdarbietungen genannt, die in den 1940er Jahren eine kurze Blütezeit erlebten. 1940 brachte die Mills Novelty Company eine Panoram genannte „Filmmaschine“ auf den Markt, eine Kiste mit einem 16mm-Projektor, der sein Material von einer 800 Fuß langen Filmschleife über einen Spiegel auf einen 18x22 Zoll großen Bildsch ... [weiterlesen]
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Konglomerat

Zusammenschluss mehrerer Firmen, die teilweise in unterschiedlichen Branchen tätig sind. Die großen Hollywood-Studios sind heute Teil von vertikal und horizontal integrierten Konglomeraten, die in der Regel neben einem Studio auch ein nationales Fernseh-Network in den USA umfassen. Universal gehört zum Mischkonzern General Electric, dem größten Industrieunternehmen der Welt; die übrigen fünf weiterlesen]
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Reality-TV: Subformen

Es gibt eine große Zahl von Subformen des Reality-TV:– Augenzeugen-Videos, in denen oft zufällig entstandene Videoaufnahmen vor allem von Unglücksfällen, Katastrophen, großen Rettungseinsätzen der Feuerwehr und dergleichen mehr dramatisiert werden;– Reality Soaps, in denen Alltagsleben manchmal unter nahezu experimentellen Bedingungen beobachtet wird (wie in der
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Megacity

... USA 1973, Richard Fleischer) gehört ebenso zu den dramatischen Potentialen der Megacities wie die rabiate Begrenzung der Lebenszeit (etwa in Logan‘s Run, USA 1976, Michael Anderson), die Versklavung großer Bevölkerungsteile zu Arbeitszwecken (schon in Metropolis, Deutschland 1927, Fritz Lang), die Zentrierung der Städte auf sakral anmutende Riesenbauten (wie in Blade Runner, USA 1982, Ridley Scott); eine latente Bereitschaft zum Aufstand steht oft gegen eine militaristisch-repressive Ordnung wie in Judge Dredd (USA 1995, Danny Cannon) oder gegen eine Totalüberwachung wie in Gattaca (USA 1997, Andrew Niccol); manchmal sind große Städte wie New York gar als Gefängnis gezeichnet worden (Escape from New York, USA 1981, John Carpenter); und gelegentlich sind ganze Planeten mit Stadtstrukturen überwuchert wie der Stadtplanet Coruscant in Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith (USA 2005, George Lucas) oder die Erde in New Rose Hotel (USA 1998, Abel Ferrara).Dass sich die realen Städte inzwischen den futuristischen Entwürfen ... [weiterlesen]
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Teenie-Film

... nd Slasherfilme oder Gewalt-Filme (Rockerbanden-Filme, Hood-Filme, gangsta films, Jugendknast-Filme) subkategorisiert werden. Auch Genremischungen sind möglich. Teeniefilme wurden seit den 1950er Jahren in großer Zahl – über 100 – als Exploitationsfilme hergestellt, als die Filmindustrie diese Altersklasse als Zielgruppe entdeckte und auf Themen wie Sex, Drogen, Musik und Gewalt setzte. Unterscheiden lassen sich daher auch vier Haupttypen: (1) Rock’n’Roll-Filme, (2) Horrorfilme, (3) Filme über Jugendkriminalität und (4) Filme über „nette und ordentliche“, d.h. vorbildliche Teenager.Beispiele für die große Bandbreite des Teeniefilms: In I Was a Teenage Werewolf (Der Tod hat schwarze Krallen, USA 1957, Gene Fowler Jr.) sucht ein Teenager Rat bei einem üblen Psychodoktor, der ihn in einen Werwolf transformiert. In Back to the Future I-III (Zurück in die Zukunft, USA 1985-1990, Robert Zemeckis) wird ein 17jähriger Schüler von einer als Sportwagen getarnten Zeitmaschine entführt. Kids (USA 1995, Larry Clark) erzählt die Geschichte eines Jungen in einer New Yorker Skater-Clique, der den sportlichen Ehrgeiz hat, möglichst viele Mädchen zu entjungfern, selbst dann noch, als er erfährt, dass er wahrscheinlich HIV-positiv ist.Literatur: Betrock, Alan: The I Was a Teenage Juvenile Delinquent Rock'n'Roll Beach Party Movie Book: A Complete Guide to the Teen Exploitation Film, 1954-1969. New York: St. Martin's Press 1986. – Doherty, Thomas Pat ... [weiterlesen]
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Szenographie

... Dramaturgie des szenischen Geschehens und den medialen Optionen, die eingesetzt werden sollen. Szenographie gehört spätestens seit den 1920ern zu den handwerklich-künstlerischen Abteilungen aller großen Studios. Besondere Herausforderungen an die szenographische Gestaltung bieten neben historischen Stoffen vor allem die Zukunftsräume der Science-Fiction. Der Begriff der Szenographie war vor allem in Italien und Spanien etabliert, bürgert sich aber seit Jahren auch im Deutschen ein.Literatur: Weihsmann, Helmut: Cinetecture. Film, Architektur, Moderne. Wien: PVS Verleger 1995. – Albrecht, Donald: Designing Dreams. Modern Architecture in the Movies. London: Thames and Hudson 1986. Dt.: Architektur im Film. Die Moderne als große Illusion. Basel: Birkhäuser 1989. – Film Architecture and the Transnational Imaginati ... [weiterlesen]
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Einschaltquote

... rtschaftliche Fernsehen ist die Ermittlung der Quoten essentiell, weil auf dieser Basis die Sekundenpreise für Werbesendungen berechnet werden. Die öffentlich-rechtlichen Sender dagegen geraten bei zu großer Beachtung der Quoten in das Problem, ihren Programmauftrag (Information, Bildung und Unterhaltung) zugunsten einer zu großen Abhängigkeit vom Publikumsgeschmack nicht mehr erfüllen zu könnenLiteratur: Zuschaueranteile als Massstab vorherrschender Meinungsmacht. Die Ermittlung der Zuschaueranteile durch die KEK nach § 27 des Rundfunkstaatsvertrages. Hrsg. v.d. Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich u.d. Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten. Berlin: Vistas 1999.  ... [weiterlesen]
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Academy of Television Arts and Sciences (ATAS)

... an (in den USA gab es erst 50.000 Fernsehgeräte) als Qualitätswächter und Archiv begleiten sollte: Die Academy of Television Arts and Sciences wurde gegründet. Ihr gehörte schnell eine große Zahl von Fernseh-Professionellen an, die sich in Berufsgruppen (peer groups, heute: 27 an der Zahl) organisierten. Von der Filmindustrie als Konkurrenz empfunden, führte ATAS lange ein Schattendasein. Am 15.11.1955 entstand auf Betreiben des TV-Entertainers Ed Sullivan eine zweite TV-Akademie in New York, was plausibel war, da ein großer Anteil der frühen TV-Produktionen in New York entstand; dieser Anteil wurde in den 1960ern schnell kleiner, die Bedeutung New Yorks als Fernsehproduktionsstandort ebenfalls. 1957 ... [weiterlesen]
30.

nighttime serial

Im amerikanischen Sprachgebrauch eine thematisch eng mit der soap opera verwandte TV-Serie, die sozusagen das Komplement zu den Serien ist, die im Tages- oder Hauptabendprogramm (daytime, evening resp. primetime serials). Ihre Geschichte beginnt in den 1960er Jahren, als ABC Peyton Place (1964-69) als erste Nachtserie produzierte. Dallas (1978-91) etablierte das nighttime serial als eines der großen Erfolgskonzepte der 1980er Jahre, gefolgt von ... [weiterlesen]
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Konzertaufzeichnung

auch: Konzertfilm; engl.: concert film; oft auch: rockumentaryKonzerte in allen Musiksparten werden manchmal aufgezeichnet, zunächst, um sie für die Nachwelt aufzubewahren, seit den Tagen der großen Rockkonzerte und später der Video- resp. DVD-Vermarktung, weil die Aufzeichnung ein weiteres Element der Verwertungskette darstellt. Eine große Anzahl von Konzertaufzeichnungen &ndas ... [weiterlesen]
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Comeback

engl.: Rückkehr, Wiederkehr, ZurückkommenEine Person des öffentlichen Lebens, die nach einer Phase der Beliebtheit, Popularität, ja Berühmtheit (im Sport: der großen Siege) oft für Jahre zu einem Unbekannten (im Sport: zweitklassig) geworden ist, dann aber aufgrund einer Rolle, eines Auftritts, eines Werks (im Sport: eines Sieges, neuer Hochform) erneut öffentliche Aufmerksamkeit gewinnt, feiert in ihrer &bdqu ... [weiterlesen]
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Katastrophenfilm

engl.: disaster moviesFilme, die große Zerstörungen visualisieren und thematisieren, hat es seit Beginn der Filmgeschichte gegeben. Das Spektakuläre und Sensationelle war immer fester Bestandteil der Filmtradition, von Gunning zu Recht Kino der Attraktionen genannt. Der oft lustvoll ausgeführten Zerstörung in der Diegese korrespondiert der gefahrlosen Teilhabe auf der Rezipientenseite, die wie die reale Schaulust bei Brä ... [weiterlesen]
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Zyklorama

... Bedeutung: „künstlicher Rundhintergrund, Rundhorizont“Das deutsche Wort Zyklorama meint in der Regel eine Rundleinwand, so wie sie bereits im 19. Jahrhundert als Projektionsfläche für große Szenarien wie z.B. Städtepanoramen diente. Für das Bühnentheater hatte der spanische Maler, Designer und Erfinder Mariano Fortuny y Madrazo in Deutschland seit 1902 kuppelförmig gewölbte, aufgemauerte und verputzte Zykloramen entworfen (engl. auch fortuny dome genannt), um im Zusammenspiel mit entsprechender Beleuchtung die Illusion von Himmel und unendlichem Raum erzeugen zu können. Derartig aufwendige Konstruktionen wurden später durch hängende und ge ... [weiterlesen]
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film fleuve (1)

von frz.: fleuve = StromFilme über große Flüsse oder die an großen Flüssen spielen und in denen der Fluss eine wichtige Rolle spielt. Beispiele sind die am Mississippi spielenden Tom-Sawyer- und Huckleberry-Finn-Geschichten von Mark Twain (vielfach verfilmt), der eine Fahrt über den Missouri erzählende Abenteuerwestern The Big Sky (1952, Howard Hawks), aber auch Dokume ... [weiterlesen]
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Rollenbiografie

Die Folge der Rollen, die ein Akteur gespielt hat. Es ist evident, dass manche Schauspieler hier große Kontinuität aufweisen und immer wieder ähnliche Rollen gespielt haben, somit in ein gewisses „Rollen-Fach“ hineingehören (wie Hans Albers oder Jean-Paul Belmondo). Andere haben dagegen eine große Vielfalt von Rollen gespielt, die oft auch ganz verschiedenen Rollenf& ... [weiterlesen]
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Néo-Polar

aus dem Französischen; gelegentlich nur: Polar; frz. auch: néo noir; Variante des roman noir;Hatte die Stilrichtung des „harten“ amerikanischen Krimis der 1930er und 1940er Jahre in Frankreich große Bewunderung auf sich gezogen, die in der série noire einen prägnanten Ort gefunden hatte, in der zunehmend französische Autoren publizierten, so trat etwa ab 1968 eine sozialkritische Richtung des Kriminalrom ... [weiterlesen]
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Society of Independent Motion Picture Producers (SIMPP)

... oren an; in den späten 1940er und 1950er Jahren, als die Studios immer weniger Festverträge hatten und immer größere Mengen von Akteuren im Werkvertrag beschäftigten, hatte der Verband großen Zulauf. Er war in die Auseinandersetzungen um die Entflechtung der großen Studios involviert, hat immer wieder zugunsten einer Liberalisierung des Marktes zu intervenieren versucht und unterstützte außerdem die Gründung einer ganzen Reihe unabhängiger Produktionsfirmen. 1963 löste sich die SIMPP in ihrer bisherigen Form auf. Die Geschichte des Verbandes wird heute im „Hollywood Renegades Archive“ gepflegt.Literatur: Aberdeen, J.A.: Hollywood Renegades. The Society of Independent Motion Picture Producers. Los Angeles: Cobblestone Entertainment 2000. – Davis, Matt: Hollywood renegades. The Society of Independent Motion Picture Producers. Palos Verdes Estates, Cal.: Cobblestone Enterprises 1996. – Weitere Informationen: http://www.cobbles.com/simpp_archive/index.htm. ... [weiterlesen]
39.

Aaton

... ntstand bald eine Kamera, die der US-amerikanische Dokumentarist Jean-Philippe Carson für seine Arbeit im Rahmen der Black-Panther-Bewegung entwickelt hatte und die bei minimaler Ausstattung möglichst große Robustheit aufweisen sollte (einer ihrer Nachfolger ist die nur 2kg schwere „A-Minima“, die heute vertrieben wird). Gleichzeitig zu diesem Beitrag zu einem ‚cinéminima‘ wurde von 1971 bis 1973 die Schulterkamera „Aaton 7A“ entwickelt, die Leichtigkeit mit ergonomischer Gestaltung vereinigte; ihre Entwicklung mündete in die Konzeptionierung der heute noch gebauten Studiokamera Aaton-XTRprod, die für ihre Leichtigkeit bekannt ist. Frühe Experimente mit Videoausspiegelung folgten, an deren Ende eine eigene winzige, nur mikrophongroße Videokamera präsentiert wurde („la Paluche“). 1985 erreichte Arriflex, dass die Konkurrenzfirma Lizenzen vor allem für die Verwendung von Arri-Optiken übernehmen musste. Doch Aaton erholte sich von diesem Rückschlag schnell und ist bis heute einer der wichtigsten Anbieter von 16mm-Kameras geblieben.Literatur: http://www.aaton.com/. ... [weiterlesen]
40.

17,5mm-Film - Pathé

... ormat auf. Ähnlich wie beim 16mm-Format brachte man 1932 eine Tonspur auf dem Bildstreifen unter, indem man eine der beiden Perforations-Spuren opferte. In Frankreich genoss das Format in den 1930er Jahren große Popularität (4823 Kinos benutzten es); im Ausland spielte es aber keine große Rolle; in England verschwand es z.B. mit dem Kriegseintritt 1939. Und auch in Frankreich starb es während der Besatzungszeit aus, weil die Deutschen keine Aufführungsgenehmigungen außerhalb der 35mm-Norm gaben. ... [weiterlesen]
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Engel im Film

... t Geschmack an Zigaretten und Alkohol. Erinnert sei auch an den wohl bekanntesten Film des Magischen Realismus – an Fernando Birris Un Señor muy viejo con unas alas enormes (Ein sehr alter Mann mit großen Flügeln, Kuba/Spanien 1988), in dem nach einem Wirbelsturm ein alter Mann mit großen weißen Flügeln auf einer Karibik-Insel entdeckt wird und bald zu einer halb weltlichen, halb sakralen Attraktion wird.Das Spektrum der Funktionen, in denen Engel auftreten, ist ungemein weit. Traditionelle Engelsgestalten wie in John Hustons Bibelverfilmung La Bibbia (Italien 1965) stehen Verkündigungsengeln wie dem von Jean-Luc Godard aus Je vous salue, Marie (Frankreich 1985) gegenüber, der die unbefleckte Empfängnis in Frage stellt. Manche Engel sind komödiantische Figuren – in Topper (USA 1937, Norman Z. McLeod; Fortsetzungen: Topper Takes a Trip, 1939; Topper Returns, 1941) kehrt ein lebenslustiges Ehepaar nach dem eigenen Tod auf die Erde zurück, um die Ehe eines Freundes zu retten; in Ein Engel auf Erden (BRD 1959, Geza von Radvanyi) möchte ein Schutzengel seinen ihm anbefohlenen Schützling vor einer unglücklichen Ehe bewahren; als alter weißhaariger Mann erscheint der Engel Clarence in Frank Capras It‘s a Wonderful Life (USA 1946) und tröstet den deprimierten Helden der Geschichte. Andere dage ... [weiterlesen]
42.

Shepperton Studios

1931 kaufte der schottische Kaufmann Norman Loudon das nahezu 60ha große Areal „Littleton Park“ kaufte, der mit seiner Firma Flicker Productions höchst erfolgreiche „flicker books“ (Daumenkinos) produziert hatte. Er gründete 1932 die Sound City Film Producing & Recording Studios und produzierte noch im Gründungsjahr Watch Beverley (1932) und Reunion (1932). Ende 1934 wurde deutlich, dass das Studio ver ... [weiterlesen]
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Fehlbesetzung

... chingis Khan) in The Conqueror (USA 1956, Dick Powell), Tony Curtis als Wikinger in The Vikings (USA 1958, Richard Fleischer) oder Raquel Welch als Steinzeitfrau in One Million Years BC (USA 1966, Don Chaffey). Große Produktionen lassen in manchen Fällen bis heute erste Filmausschnitte einem Testpublikum vorführen, um ggfs. umzubesetzen; ein prominentes Beispiel hierfür ist die Rolle des Marty McFly aus Back to the Future (USA 1985, Robert Zemeckis) – man hatte schon große Teile des Films mit Eric Stoltz abgedreht, ersetzte diesen jedoch schließlich durch den damaligen TV-Jungstar Michael J. Fox. Letztlich entscheidet das Publikum, ob es eine Rollenverkörperung akzeptabel findet oder nicht. Manchmal scheiden sich die Geister (wenn manche z.B. Heinz Rühmann als Verkörperung der Kommissar-Maigr ... [weiterlesen]
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Goldener Löwe

ital.: Leone d’OroMit dem Goldenen Löwen wird bei den jährlich veranstalteten Filmfestspielen von Venedig der beste Wettbewerbsfilm prämiert. Er gilt als wichtigste Auszeichnung des Festivals, noch vor dem „Großen Preis der Jury“ (gran premio della giuria). Das Motiv wurde aus dem Stadtwappen Venedigs entnommen. Seit 1970 wird ein weiterer Goldener Löwe als Ehrenpreis für das Lebenswerk eines Filmschaf ... [weiterlesen]
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Hollywood Edge

Hollywood Edge ist die weltweit größte Sound-Effects-Bibliothek. Sie wurde 1991 gegründet und umfasst eine Vielzahl von Tönen und Tonsequenzen, die für große Hollywood-Produktionen erarbeitet wurden und die für die Tongestaltung von Filmen, Radio- und TV-Produktionen sowie Werbefilmen und Computerspielen  neu kontextualisiert werden. Hollywood Edge bildet heute eine Vertriebunion mit Sonomic, einer anderen ... [weiterlesen]
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Universum-Film Aktiengesellschaft (UFA)

Die am 18.12.1917 in Berlin gegründete Universum-Film Aktiengesellschaft (Ufa) wurde in den 1920er Jahren zum größten deutschen Filmunternehmen ausgebaut. Nach dem Vorbild der großen Hollywoodstudios strebte man eine Vormachtstellung durch vertikale Integration an, indem Produktion, Verleih und Distribution unter einem Dach vereint wurden. Sinnbildlich für diese Bestrebungen waren die hochmodernen firmeneigenen Studios in N ... [weiterlesen]
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Turner Broadcasting System (TBS)

... tur seines Vaters so viel Geld erwirtschaftet hatte, dass er für 3 Millionen US-$ eine kleine lokale Fernsehstation in Atlanta (Kanal 17) kaufen konnte. Kanal 17 musste ein Kontrastprogramm zum Angebot der großen Networks (ABC, NBC, CBS) machen – Turner gab dem Kanal den Namen WTSG (der Fama folgend: Watch This Channel Grow!), wechselte die gesamte Belegschaft aus, kaufte Filme, Serien und Shows, die sich von der Konkurrenz unterschieden, und investierte viel in die Verbesserung der Übertragungsqualität. Turner pries sein Programm als sauber, sex- und gewaltfrei, patriotisch und konservativ an. Er kaufte die Übertragungsrechte an den Spielen des Baseball-Teams Atlanta-Braves, platzierte beliebte Unterhaltungssendungen zur selben Zeit wie die ABC-Nachrichten und ließ keine Chance aus, gegen die große ... [weiterlesen]
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Verleihgarantie

... etreten werden, gilt es, möglichst noch vor oder während der Produktion weitere Rechtevorverkäufe (vor allem Fernseh- und Video-/DVD-Rechte) zu tätigen, wobei die Zugehörigkeit zu einem großen Verleih insbesondere für US-amerikanische Low-Budget-Produktionen eine große Erleichterung des weiteren Rechteverkaufs darstellte. Die Kinoerlöse dienen meist zuerst dazu, die garantierten Verleiheinspiele (sowie der Werbungs‑ und Verleihkosten) zu refinanzieren, können so die gesamten Produktionskosten nur in den seltensten Fällen einspielen.Literatur: Ebbers, Joris J. / Wijnberg, Nachoem M.: The effects of having more than one good reputation on distributor investments in the film industry. In: Journal of Cultural Economics, 2012, Online. ... [weiterlesen]
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Backlot

dt. etwa ‚Studioaußengelände‘In den größeren Studios ist das backlot eine oft sehr große, unerschlossene Freifläche, mittels derer große Flächen für Außenaufnahmen oder Hintergründe für Szenen in der freien Natur gestaltet werden können. Oft ist das backlot mit Straßenaufbauten überbaut gewesen, die in ganz versch ... [weiterlesen]
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Mini-Majors

auch: Mini MajorsIm Journalismus über Themen aus der Unterhaltungsindustrie ist es üblich, Firmen, die Spielfilmproduktion, -finanzierung und -distribution unter einem Dach betreiben, nach ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und der Größe ihrer Projekte zu klassifizieren. So haben sich insbesondere in Nordamerika drei Hauptebenen herausgebildet, die von den großen Firmen, den sogenannten Hollywood Majors (oder einfac ... [weiterlesen]
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Kollywood

Das Bollywood-Kino entsteht in der Hindi-Filmindustrie in Kerala. Eine große inhaltliche wie ökonomische Konkurrenz ist die südindische Tamil-Filmindustrie, auch bekannt als Kollywood. Der Name ist aus dem Ortsnamen Kodambakkam bei Madras abgeleitet, wo diese Industrie ihren Sitz hat, und zugleich eine Variation des bekannteren Bollywood, das seinerseits als Kofferwort aus Bombay und Hollywood gebildet wurde. Die Verflechtungen der be ... [weiterlesen]
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Scheinbewegung

... nzufügen. Die verschiedenen Arten von Scheinbewegungen werden mit den Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet:– Alpha-Phänomen: Bewegungseindrücke, die auftreten, wenn verschieden große Reize dicht aufeinanderfolgen;– Beta-Phänomen: Bewegungseindrücke, die bei dicht aufeinanderfolgenden Darbietungen entstehen (z.B. beim Film);– Gamma-Phänomen: Bewegungseindrücke, die entstehen, wenn bei Dunkelheit ein relativ großer und heller Lichtreiz plötzlich erscheint oder verschwindet („induzierte Bewegung“);– Delta-Phänomen: Bewegungseindrücke, die bei dichter Folge von Reizen verschiedener Helligkeit auftreten; hellere Reize scheinen weiter vorne, dunkle Reiz ... [weiterlesen]
53.

Branchenzeitungen

... s direkte Konkurrenz zu Variety. Box Office ist die Branchenzeitung des amerikanischen Kinogewerbes und richtet sich in erster Linie an Kinobetreiber, zum Teil mit vergleichbaren Dienstleistungen wie die beiden großen Konkurrenten (wöchentliche Tabellen mit Einspielergebnissen, Rezensionen etc.). Box Office löste in den 1960er Jahren den Motion Picture Herald als wichtigstes Organ der Kinobetreiber-Branche ab, der aus einer Reihe von Fusionen in den 1910er und 1920er Jahren entstanden war und in der klassischen Hollywood-Ära neben Variety als einflussreichste Branchenzeitung galt. In den großen europäischen Filmländern erscheinen ebenfalls Branchenzeitungen mit einem Angebotsprofil und einer Publikumsadressierung, die denen von Variety und dem Hollywood Reporter vergleichbar sind: Le Film Français in Frankreich, Screen in Großbritannien und Blickpunkt Film in Deutschland. ... [weiterlesen]
54.

Groupe des 5

... ten Filme haben durchwegs Helden, die in Sinn-Krisen stecken, die aus den Routinen und Zwängen bürgerlichen Alltags aussteigen und nach eigenen Sinn-Horizonten suchen. Die Filme genossen in ihrer Zeit große Sympathien, z.T., weil die Helden einer nur diffus-politischen Protesthaltung folgten, weil die Geschichten sich oft gegen die „großen“ narrativen Bögen sperrten, stattdessen ihr Zentrum in episodalen Strukturen fanden. Zudem entstammten die Helden den verschiedenen Emanzipationsbewegungen der Zeit. Geradezu hellsichtig ist Gorettas Pas si méchant que ça(1974), der die Geschichte eines Möbeltischlers erzählt, der nicht mehr genug Aufträge bekommt und Banken ausraubt, um seine Leute zu bezahlen; eine Postbeamtin, die ihn bei einem Überfall erkannt hatte, solidarisiert sich mit ihm. So finden auch die seit den 1970ern andauernden Strukturveränderungen im Handwerk ein künstlerisches Echo. Literatur: Film in der Schweiz. München [...]: Hanser 1978. (Reihe Film;17). – Gersch, Wolfgang: Schweizer Kinofahrten. Begegnungen mit dem neuen Schweizer Film. München [...]: Hanser 1984, S. 44-60. – Monaco, James: "Au milieu du monde": Alain Tanner and Swiss film. In: Movietone News, 51, Aug. 1976, S. 30-33. ... [weiterlesen]
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Nordisk Films-Kompagni

... ungen folgten in den nächsten Jahren. Seit dem 1.1.1907 firmiert die Nordisk allein, der Kinobetrieb wurde ausgegliedert; 1911 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Von Beginn an wurde in großer Breite produziert (1906 sollen schon 200 Filme, darunter 40 Spielfilme entstanden sein). Der pseudodokumentarische Sensationsfilm wurde das wichtigste Genre der Frühzeit der Firma. Zwischen 1910 und 1916 liegt die „goldene Zeit“ der Firma. Erst der Weltkrieg und die dadurch verursachten Probleme in der internationalen Vermarktung, insbesondere der Zwang, die deutsche Niederlassung in die neugegründete Ufa einzubringen, führten zu einer tiefen Krise, die 1920 – mit einer Produktion von nur noch 8 Filmen – ihren Höhepunkt erreich ... [weiterlesen]
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Magischer Realismus

... rch starke formale Merkmale signalisiert und gerechtfertigt werden. Der wohl bekannteste Film des Magischen Realismus ist Fernando Birris Un Señor muy viejo con unas alas enormes (Ein sehr alter Mann mit großen Flügeln, Kuba/Spanien 1988), in dem nach einem Wirbelsturm ein alter Mann mit großen weißen Flügeln auf einer Karibik-Insel entdeckt wird, der bald zu einer halb weltlichen, halb sakralen Attraktion wird. So leicht sich hier realistische und phantastische, antiklerikale und ironische Elemente miteinander verbinden, so anders war das Verfahren der Realitätsdarstellung im „poetischen Realismus“, eine dem „Magischen Realismus“ in vielen Punkten ähnliche Stilrichtung des französischen Films der 1930er Jahre: In ihm wurde auf „magische“ Elemente weitgehend verzichtet.Beispiele: Últimas imágenes del naufragio (Argentinien/Spanien 1989, Eliseo Subiela); El Viaje (Argentinien/Frankreich 1992, Fernando E. Solanas); Erendira (Mexiko/Frankreich/BRD 1983, Ruy Guerra). Literatur: Scheel, Charles W.: Réalisme magique et réalisme ... [weiterlesen]
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Begebenheit (2)

... h erzählte Weihnachtsgeschichte am Ende auf eine wahre Begebenheit zurückzuführen sei. In einem viel umfassenderen Sinne erweist sich die Anekdote der KZ-Häftlinge, die für die Nazis im großen Stil Falschgeld herstellen sollten, als Begebenheit am Rande der „großen Geschichte“ (in Die Fälscher, BRD 2007, Stefan Ruzowitzky). ... [weiterlesen]
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Independent-Film

Film, der nicht mit Mitteln eines großen Studios finanziert oder nicht von einem großen Filmverleih verliehen wird. In den frühen 1910er Jahren bezeichnete man in den USA Filmproduzenten wie Carl Laemmle oder Jesse Lasky als Independents, die nicht zum trust gehörten, dem Zusammenschluss der wichtigsten Filmfirmen wie Edison, Biograph und Pathé, die zwischen 1908 und 1911 ein ... [weiterlesen]
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Problemfilm

engl.: social problem film; DDR-Jargon: Gegenwartsfilm; ursprünglich wohl ein Ausdruck der westdeutschen Filmkritik der 1950er JahreGroße unspezifische Gruppe von Filmen, die klassen- oder gruppenspezifische oder individuelle Problem- bzw. Konfliktlagen thematisieren, für die es in der dargestellten Welt keine adäquate Lösung gibt (basierend auf Klassendifferenz, Armut, sozialen Konventionen). Bevorzugte Motive und Themen di ... [weiterlesen]
60.

creative industries

... wächst, gehören alle (bildenden und darstellenden) Künste, Literatur, Musik, Film und Fernsehen, Kulturinstitutionen wie Museen oder Bibliotheken, die Spieleindustrie, der Bereich Mode/Design und große Teile der Werbung, der Software- und Multimedia-Produktion. Oft werden Nonprofit- (wie Museen) von Profit-Bereichen (wie den Kinos) getrennt, wobei deutlich ist, dass die Grenzen zunehmend verwischen. Ebenso werden massenmediale Bereiche (wie Film und Video) von solchen unterschieden, in denen es um besondere Objekte an besonderen Orten geht (wie Kunstwerke in Museen).Nach Caves‘ einflussreicher Studie sind die Kreativindustrien durch eine Reihe besonderer Charakteristika ausgezeichnet, die ihre ökonomische Eigenständigkeit ausmachen (vom Prinzip des Kunsts-um-der-Kunst-willen bis hin zur Notwendigkeit, Produkte dieser Industrien durch Urheberrechts-Regelungen zu schütz ... [weiterlesen]
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Elgéphone

Wegen der großen Schwierigkeiten, mit dem von ihm patentierten und vertriebenen Chronophonographen größere Säle beschallen zu können, entwickelte der französische Ingenieur Léon Gaumont den Elgéphone-Lautsprecher (nach den beiden Anfangsbuchstaben seines Namens) – eine von Georges Laudet und Gaumont entwickelte mechanische Verstärkereinrichtung, die nach dem Orgelprinzip mit einer Pressluftregu ... [weiterlesen]
62.

Pappaufsteller

engl.: cardboard cutoutsGelegentlich arbeitet man bei der Inszenierung großer statischer Szenen mit vielen Darstellern, die zudem noch öffentliche Ämter einnehmen (man denke an Messen, Krönungen etc.), nicht nur mit gemalten Darstellungen der Akteure, sondern traditionellerweise auch mit menschengroßen Pappaufstellern. Heute werden meist digital Realdarsteller eingefügt, di ... [weiterlesen]
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Kinoballade (1)

... ;gen, nicht mehr von „Kinodramen“, sondern vielmehr von Kinoballaden zu sprechen, weil doch das Dramatische in den Filmen der Zeit deutlich zurückgenommen war und eine Zwischenform zwischen den großen Gattungen des Dramatischen, Epischen und Lyrischen im Kino zu entstehen schien. Heute ist der Begriff nach wie vor in der Filmkritik gebräuchlich, wobei die Lakonie des Vortrags, die zwanghaft erscheinende Folge der Ereignisse und die starke Distanz des Films zu seinen Figuren die wesentlichen Charakteristika zu sein scheinen. Zu den oft genannten Beispielen gehören Große Freiheit Nr. 7 (Deutschland 1944, Helmut Käutner), Stroszek (BRD 1977, Werner Herzog) oder auch La Reine Margot (Frankreich 1994, Patrice Chéreau).  ... [weiterlesen]
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romantisches Filmepos

engl.: romantic epicUntertypus des Filmepos – ähnlich wie dieses wird die Erzählung in großer Ruhe und Breite vorgetragen. Zeitgenössische Umstände wie die Napoleonischen Kriege (War and Peace, USA 1955, King Vidor), der Sezessionskrieg (Gone with the Wind, USA 1939, Victor Flemming), die russische Revolution (Doctor Zhivago, Großbritannien 1965, David Lean; Reds, USA 1981, Warren Beatty), der Erste oder der Zwei ... [weiterlesen]
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Plakatmaler

... freie Künstler wie auch Gebrauchsgrafiker entwickeln sich zu Vollzeit-Plakatmalern. Die bis heute dominierende Struktur des Filmplakats wird geprägt: Neben den credits dominiert zumeist eine übergroße, mehrfarbige künstlerische Darstellung einer Schlüsselszene oder eine Collage verschiedener Szenen die Plakatfläche. Die entbehrungsreiche Zeit nach dem 2. Weltkrieg entpuppt sich als goldene Phase für den Plakatmaler, da das Plakat das Hauptwerbemedium darstellt; es wird bewusst auf Überproportionalität und Idealisierung gesetzt, um eine Alltagsflucht in Aussicht zu stellen. Mit dem Siegeszug des Fernsehens vollzieht sich der nächste Umbruch: Die Kinopaläste werden aufgrund erheblicher Einbußen flächendeckend geschlossen oder in „Schachtelkinos“ ... [weiterlesen]
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Walzer im Film

... en (Walzerkrieg, Deutschland 1933) und als Tanzmusik auf gezeigten Festivitäten der verschiedensten Art und in allen erdenklichen Besetzungen vom Akkordeonsolo über das Rummelplatz-Orchestrion bis zum großen Orchester. Geschätzt wurden am Walzer Schwung und Eleganz, der Ausdruck von Lebensfreude, aber auch die Traurigkeit, Melancholie und Resignation eines Valse lente oder Valse triste, aber auch seine Neigung zum auftrumpfend Rauschhaften; von den Nazis demagogisch genutzt als Aufputschmittel gesungener Durchhalte-Parolen à la Davon geht die Welt nicht unter (aus Die große Liebe, Deutschland 1942, Rolf Hansen, Musik: Michael Jary).Neukomponierte Filmwalzer wurden meist gesungen. Hauptvertreter dieser im deutschen Unterhaltungsfilm der 1930er und 1940er Jahre besonders zahlreich eingesetzten Walzerlieder waren vor 1933 Friedrich Hollaender, Franz Grothe, Michael Jary, Peter Kreuder, Werner Richard Heymann und Robert Stolz, von denen vie ... [weiterlesen]
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Preußenfilm

Zwischen den Enden des ersten und des zweiten Weltkriegs wurde eine ganze Welle von Filmen in die Kinos gebracht, die sich der Geschichte Preußens annahmen. Gab es noch in der Vornazizeit eine gewisse Preußenkritik (Der Hauptmann von Köpenick, 1931; Mädchen in Uniform, 1931), so überwogen doch offene Preußenverherrlichungen sowie Filme, die die Tugenden des Preußentums nostalgisch feierten. Eine große Grup ... [weiterlesen]
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Travelling Matte

... erholt werden, um theoretisch unbegrenzt viele Elemente miteinander zu kombinieren. Im TV-Bereich geschieht das ganze Compositing elektronisch, als Blue Box oder Chroma Key ist es Standardtechnik jedes Studios. Großeinsatz hatte die Travelling-Matte-Technik in SF-Filmen wie Star Wars (1977, George Lucas), Superman (1978, Richard Donner) oder Flash Gordon (1980, Mike Hodges). Das Verfahren ist aufwendig und fehleranfällig: große Flächen sind einheitlich zu beleuchten, die Bildelemente müssen farblich zusammenpassen, mechanische Toleranzen beim Kopieren lassen Bildteile wackeln, und durch die mehrfachen Kopiergenerationen erhöht sich die Körnigkeit des Bildes. Seit den 1990er Jahren wird die ‚travelling matte‘ deshalb zunehmend durch digitales Compositing ersetzt, für das das Kameranegativ eingescannt oder gleich mit HDTV-Kameras gedreht wird. ... [weiterlesen]
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Illustrationsmusik

... t Hilfe der von den Kinomusikern angelegten Zettelkästen für ihre Notenarchive oder/und gedruckter Spezialsammlungen (Kinothek) bzw. anhand von „Musikfahrplänen“ (cue sheets), die von großen Filmfirmen den Leihkopien beigegeben oder in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. In der Endphase des Stummfilms kamen die systematisch rubrizierten Empfehlungen in Vademecums wie dem Allgemeinen Handbuch der Film-Musik (Berlin 1927) von Becce, Brav und Erdmann oder Ernö Rapées Encyclopedia of Music for Films (New York 1925) hinzu. Der Begriff der Illustration wurde im angelsächsischen Raum von der Stummfilmzeit an analog seiner Bedeutungen im Deutschen verwendet. Die Kunst der Film-Illustration wurde in der Regel von den Kinokapellmeistern, in großen Premieren-Kinos auch von spezialisierten Arrangeuren ausgeübt. Nachfahren die ... [weiterlesen]
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Kamerakopf

(1) Als „Kamerakopf“ bezeichnet man den eigentlichen Kamerateil eines Gerätes ohne Optiken und – bei Video – ohne Aufzeichnungsmedien. Erst mit einem Objektiv, der Stromversorgung, einem Rekorderteil oder – bei Studiokameras – einem Kabel, mit dem das Signal weitergegeben wird, sowie mit einem Stativ (als Handgriff, Schulter-, Stand- oder Fahrstativ wie bei großen Studiokameras) kann die Kamera tatsä ... [weiterlesen]
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comique troupier

engl.: military vaudeville, dt.: Militärkomödie, Militärgroteske, Soldatenposse; von franz.: comique „Komik“ bzw. „Komiker“ + troupier „Soldat, Landser“Wird sowohl zur Kennzeichnung des Genres als auch als Typenbezeichnung für den ausführenden Schauspieler verwendet. In dieser besonders in Frankreich geschätzten Variante der low comedy spielen Landserfiguren eine große Rolle, die ... [weiterlesen]
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Dschungel

... t. Wenn dann der Dschungel noch zum Ort des Schreckens wird, sei es, weil ihm das Naturschreckliche, das Urzeit-Schreckliche oder das Alien-Schreckliche innewohnt, dann erweist er sich als ideale Folie für große Gefahr, Action (Filme zwischen Creature from the Black Lagoon, 1954, Jack Arnold, und Predator, 1987, John McTiernan). Ähnlich wie das Hochgebirge im Bergfilm, aber auch wie die Wüste ist der Dschungel durch seine topografische Struktur weniger Umwelt der Handlung denn als spezifische Landschaft selbst antagonistische Mitspielerin. Wenn in Kautschuk (1938, Eduard von Borsody) Piranhas und Krokodile (genauer: Kaimane) in großer Zahl den Abenteurern entgegenstehen, sie mit dem Tod bedrohen, sind dies natürlich Tiere, die im Amazonasbecken leben. Aber sie sind auch Symbole der Widerständigkeit der wilden Natur, Extremifizierungen der narrativen Gefahr, Symbole des Dort-Seins. Im Tonfilm ist dem Dschungel eine polyphone akustische Dimension aus Geräuschen und Tierstimmen zugeordnet. Außerdem ist der urwüchsige Raum ein beliebter Schauplatz für die Expedition und Schatzsuche und bietet Gelegenheit, sich vor Verfolgung zu schützen – birgt also gerade im Gegensatz zum Gefahrenraum auch die Potentiale des (narrativen) Schutzraums in sich (man denke an Gorillas in the Mist, 1988, Michael Apted).Literatur: Koebner, Thomas: Insel und Dschungel. Zwei Landschaftstypen im Film. Ein Exkurs. In: Berg, Jan / Hoffmann, Kay (Hrsg.): Natur und ihre filmische Auflösung. Marburg: Timbuktu-Verlag 1994, S. 95-108. ... [weiterlesen]
73.

Tropikalismus

... n Vorzeichen des Antiimperialismus und im Gefolge des Cinema nôvo im brasilianischen Film seit Ende der 1960er Jahre erneut bemerkbar. Vor allem als Richtung der Unterhaltungsmusik hatte der Tropikalismus große Popularität – in den Texten wie aber auch in musikalischen Strukturen, die Motive internationaler Popmusik aufnahmen, verarbeiteten die Musiker (zu ihnen gehörten z.B. Caetano Veloso oder Gilberto Gil) zeitgenössische Themen wie die Militärdiktatur, die Stadtguerilla, wiesen auf Protestbewegungen hin. Auch die Filmemacher der Bewegung griffen verstärkt auf Ausdrucksformen, Stoffe und Motive der Volkskultur zurück, um eine eigenständige, von ausländischen Einflüssen freie Filmkunst zu schaffen. Angesichts der Zensur des Militärregimes tarnten sie ihre Gesellschaftskritik mit metaphorischen Stilmitteln und einer surrealistischen Bilderwelt. Repräsentativ für die Filme der Trop ... [weiterlesen]
74.

Happy-End: Typologie

Beim Happy-End lassen sich vier Spielarten unterscheiden: (1) Das Happy-End weist eine große Realitätskonformität und somit Glaubwürdigkeit auf, wie z. B. bei Good Will Hunting (USA 1997, Gus van Sant), in dem der Titelheld seine psychotherapeutische Behandlung vorerst abschließen und am Ende der Therapie einen Lebensplan entwickeln kann. Er verlässt erstmals Boston und folgt seiner weiterlesen]
75.

Liberty Media Corp.

... 004) aus dem Kernbereich herausgelöst; die Besitzanteile an Ascent und Discovery Communications wurden am 15.3.2005 als Discovery Holding Company verselbständigt.Liberty Media besitzt Anteile an einer großen Anzahl von Kabelkanälen (wie z.B. Starz oder Court TV; insbesondere gehören die Discovery-Kanäle zu 49,2% zum Firmenbesitz); der Homeshopping-Kanal QVC gehört zu 98% zu Liberty. Anteile an Kabelbetreiber-Firmen, Telefon- und Onlinespiele-Anbietern und Satellitenbetreibern sowie ein 17%-Anteil an der News Corp. und 4%-Anteile an Time-Warner verbreitern die Verankerung von Liberty im Gesamt der Medienbetreiber und -zulieferer. Selbst an hardware-orientierten Firmen liegen Beteiligungen vor (etwa an Motorola, die Set-Top-Boxen für das Betreiben von Pay-TV baut). Der Firmenleiter John Malone ist international als einer der großen Medientycoone vom Ende des 20. Jahrhunderts bekannt. Liberty im Jahre 2004 insgesamt 17.160 Mitarbeiter und setzte 7,682 Milliarden US-$ um.
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simulcasting

Kontraktion von: simul[taneous broad]castAls simulcasting wird die gleichzeitige Übertragung von Fernseh- oder Radiosendungen über mehrere Sender oder Netze bezeichnet. Ein Beispiel ist die Übertragung von Präsidentenreden in den USA, die gleichzeitig über die großen TV-Networks (ABC, CBS, NBC), eine Reihe von Kabelnetzen (wie CNN und CNBC) und eine ganze Reihe von Radiosendern ausgestrahlt wird. Der Terminus wurde zun& ... [weiterlesen]
77.

Knüller

auch: Hammer, Knaller, Volltreffer, Sensation, ReißerAlltagssprachliche Bezeichnung für etwas, das großes Aufsehen erregt, großen Anklang findet, möglicherweise als sensationell empfunden wird. Der Ausdruck entstammt der Pressesprache aus den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts und benennt bis heute eine Presse-Story, die als Aufmacher verwendet werden kann. Anfänglich e ... [weiterlesen]
78.

Weite Aufnahme

auch: Supertotale, Panorama-Einstellung, Panoramaaufnahmeengl.: extreme long shot; auch: long distance shot, panoramatic viewEinstellung mit dem weitesten Aufnahmewinkel – eine erweiterte Totale, die den engeren Handlungsort in seiner weiteren Umgebung lokalisiert, um den Zuschauer in geografischen Perspektiven zu orientieren. Weite Aufnahmen sind fast immer Landschaftsaufnahmen, Panoramen großer Landschaften, sie zeigen Blicke auf ferne ... [weiterlesen]
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Paramount Case

auch: Paramount Decree, Consent DecreeSchon 1921 hatte die Federal Trade Commission (FTC) begonnen, die monopolistischen Tendenzen der großen Hollywood-Studios zu untersuchen, und hatte das block booking als wettbewerbsverzerrende Praxis gebrandmarkt. 1928 begann ein Prozess zwischen der FTC und zehn großen Studios, angeführt durch Famous Players-Lasky, den Vorgänger der spätere ... [weiterlesen]
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Feature

von engl.: feature = aktueller Artikel; Gesichtszug, typische Eigenschaft; besonders behandeln, groß aufmachen; darstellen(1) Oft ein Sammelbegriff für alle großen Formate, also umfassende Berichte, Reportagen und Dokumentationen. In diesem Sinne als Bezeichnung für eine ca. 40-45min lange Filmform (im Umfang von zwei Rollen) im Kontrast zum Kurzfilm.(2) Als Feature wurde ursprünglich die mit Musikeinspielungen und anderen ... [weiterlesen]
81.

Virtual Print Fee

Virtual Print Fee (VPF) ist ein Hilfsfond, in den Verleiher einzahlen, um die Umrüstung von Kinos für die digitale Projektion zu unterstützen. Ein Ziel des 1999 angeregten, 2005 gestarteten Projekts war es, vor allem die großen amerikanischen Studios dazu zu bewegen, die Auswertung von Filmen auf digitale Projektion umzustellen, indem die Ersparnisse bei digitalem Versand gegenüber den üblichen Verleihkopien den Kinos z ... [weiterlesen]
82.

Alltagsbeobachtung

engl. selten als: flow-of-life film (vor allem für die Filme des Neorealismus und die Filme Satyajit Rays)Erzählform in sogenannt „kleinen Filmen“, die als unspektakuläre Milieu-, Quartier- oder Charakterstudien daherkommen, auf die große Geste etwa des Melodramas oder des Ausstattungs- und Kostümfilms verzichten und stattdessen die Beschreibung des Alltäglichen und Beiläufigen, der kleinen Dinge des Le ... [weiterlesen]
83.

Trust

... ommission und das US-Justizministerium), die etliche Male auch im Filmmarkt gegen Monopolisierungstendenzen einschritten (so 1915, als die Arbeit der Motion Picture Patents Company untersagt, oder 1948, als den großen Studios verboten wurde, große Kinoketten zu betreiben, oder 2001, als der geplante Video-on-Demand-Dienst MovieFly untersagt wurde, der, unterstützt von AOL Time Warner, Sony Pictures Digital Entertainment, Paramount Pictures, Vivendi Universal und Metro-Goldwyn-Mayer von Movies.com – im Besitz von Walt Disney und 20th Century Fox – getragen werden sollte).Literatur: Borneman, Ernest: United States versus Hollywood. The Case Study of an Antitrust Suit. In: Tim Balio (ed.): The American Film Industry. Madison: Wisconsin University Press 1976, S. 332-370. – Conant, Michael: Antitrust in the Motion Picture Industry. New York: Arno Press 1978. – Liefmann, Robert: Kartelle, Konzerne und Trusts. 7., umgearb. und erw. Aufl. Stuttgart: Moritz 1927. – Tschierschky, Siegfried: Kartell und Trust. 2., völlig neubearb. Aufl. Berlin [...]: de Gruyter 1932. ... [weiterlesen]
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Emergo

Emergo nannte sich ein Verfahren, bei dem ein fast vier Meter großes Kunststoffskelett während der Vorführung des Horrorfilms House on Haunted Hill (USA 1959, William Castle) mit fluoreszierenden Knochen an einem Seil über das Publikum im Kinosaal flog und in einer Loge verschwand, während auf der Leinwand während des Höhepunkts des Films ein Gerippe mit Getöse in sich zusammenfiel. Castle setzte Emergo ein, u ... [weiterlesen]
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große Szene

Die „große Szene“ war im Theater des 19. Jahrhunderts das Kernstück unzähliger Theaterstücke und ein Publikumsmagnet ersten Ranges. Oft ein Höhepunkt der emotionalen Erregung des Dramas, wurde von den (weiblichen) Darstellern erwartet, dass sie in unmäßigem Zorn außer sich gerieten. Die Darstellung weiblichen Furors gerät seit der französischen Revolution ins Zentrum eines melodramatisc ... [weiterlesen]
86.

Filmwissenschaft

... plinären Arbeitsfeld der Filmwissenschaft Fragen heraus, zu deren Behandlung die Filmtheorie auf Erkenntnisse und Methoden unterschiedlichster Bezugs- und Nachbarwissenschaften zurückgreift.Eine erste große Gruppe von Arbeiten entstammt eigentlich soziologischen und pädagogischen Interessen (wie z.B. Emilie Altenlohs Dissertation „Zur Soziologie des Kinos“, 1914). Der zweite wichtige Impuls, der schließlich in eine eigenständige Filmwissenschaft mündete, entstammte der Psychologie (z.B. Hugo Münsterbergs Studie „The Photoplay. A Psychological Study“, 1916). Der dritte Impuls entstammt den Arbeiten, die aus der praktischen Auseinandersetzung mit dem Material des Films und seinen signifikativen Möglichkeiten se ... [weiterlesen]
87.

Cinéac (1)

Kofferwort aus frz.: cinéma + actualités Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfreuten sich filmische Aktualitäten großer Beliebtheit. Insbesondere in Frankreich etablierte sich früh ein eigener Aktualitäten-Kinotypus. 1908 kaufte Pathé in Paris ein ehemaliges Wachsmuseum, um dort das Pathé‑Journal zu präsentieren. Gaumont eröffnete 1910 unter dem Namen Gaumont Actualitiés ein eigene ... [weiterlesen]
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Kultfilm

Anders als der Blockbuster, der ein großes heterogenes Publikum zu binden versucht, versammeln sich um Kultfilme subkulturelle Gemeinschaften, die den Kultfilm als Ausdruck einer gemeinsamen ästhetischen, stilistischen oder politischen Haltung ansehen. Entgegen der großen thematischen und stilistischen Heterogenität der Kultfilme zeichnen sie sich durch die gemeinsame Qualität d ... [weiterlesen]
89.

Sampling

... dem stratified sampling gibt es die – verbreitetere und aus der Statistik bekannte – Technik der Zufallsstichprobe (random sampling): Aus einem Gesamtensemble wird durch Zufallswahl ein ausreichend großes Sample gewählt, das das Gesamt einigermaßen angemessen repräsentieren (also: in seinen wesentlichen Qualitäten wiedergeben) kann.Erwähnt sei schließlich die Technik der systematischen Stichprobe (systematic sampling): Dabei wird ein erstes Element einer Grundgesamtheit willkürlich gewählt, alle anderen in einer festgelegten Folge. Gesetzt, ein Gesamtverzeichnis aller Filme, die in Deutschland seit 1945 gedreht worden sind, läge vor (ob im Alphabet der Titel oder in ihrer Chronologie, ist gleichgültig); unter den ersten zehn Filmen wird willkürlich einer bestimmt, sodann wird jeder zwölfte Eintrag der Liste als Element des Samples festgehalten; auf diese Weise entsteht eine Auswahl, die – bei ausreichend großer Grundgesamtheit – für „repräsentativ“ gelten kann.Eine eigene Methode ist ... [weiterlesen]
90.

Verleih: Vermarktungsstrategien

... von finanzschwächeren Verleihern wie Miramax, New Line, MGM/UA bevorzugt. (3) Beim „erprobenden“ resp. „begrenzten Verleih“ (limited release) wird ein Film zunächst in wenigen großen Städten gespielt; erst dann, wenn die Einspielergebnisse zufriedenstellend sind, wird der Film „stufenweise“ eingesetzt (s.o.). Beispiele aus jüngerer Zeit sind The Crying Game (Miramax) or Slingblade (New Line). Oft wird der begrenzte Einsatz auch nur zu Werbezwecken gemacht, der Film soll eigentlich im Kabel oder als Video-/DVD-Kopie vermarktet werden. Regency, Polygram, Savoy oder auch Gramercy sind Verleiher, die diese Strategie bevorzugen. (4) Beim „regionalen Verleih“ (market-by-market release) hat der Verleiher nicht Geld genug für eine deckende Auswertung; stattdessen bedient er mit 20-40 Kopien nacheinander einzelne Regionen der USA; für die gesamte nationale Auswertung können mehr als 12 Monate vergehen. Firmen wie Samuel Goldwyn, Fox Searchlight, Trimark und Mandalay bevorzugen diese Form, die manchmal auch road show genannt wird. (5) Eine „Kunstkino-Auswertung“, wie sie typischerweise bei Nicht-US-Filmen, Independent-Filmen und ähnlichem erfolgt, findet mit bis zu 10 Kopien in kleineren Arthouse-Kino ... [weiterlesen]
91.

Erstaufführungskino

auch: Uraufführungskino; engl.: first-run theatre; manchmal auch: premium-run theatreFür Erstaufführungen werden repräsentative, große und luxurierende Kinos in den hauptstädtischen Zentren genutzt. Schon in der Stummfilmzeit, vor allem dann aber in der Zeit der großen Hollywood-Studios wurden A-Filme gezielt in die Erstaufführungshäuser gebracht, manchmal nu ... [weiterlesen]
92.

movie-brats

... wood Mavericks“ entstanden außerhalb der Studios und zogen nicht nur die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich, sondern konnten auch die Kritiker ansprechen – sie attestierten den Filmen einen großen künstlerischen Ausdruckswillen und ästhetische Perfektion und Eigenständigkeit; den movie-brats wurde der Rang von auteurs eingeräumt. Erst die großen Blockbuster ermöglichten den movie brats aber, die eigenen Interessen gegen die Filmindustrie durchzusetzen: Spielberg mit Jaws (1975), Coppola mit The Godfather (1972, 1974) und Lucas mit American Graffiti (1973). Aus einer Position ökonomischer Stärke waren sie nun in der Lage, die traditionellen Strukturen der Produktionsprozesse in Frage zu stellen und zu verändern. Sie suchten in der Folge nicht nur neue ästhetische Ausdrucksformen, sondern auch neue Technologien, um ihre formalen Ideen zu verwirklichen. Literatur: Pye, Michael / Myles, Lynda: The Movie Bra ... [weiterlesen]
93.

CinemaScope

Nachdem Cinerama 1952 für großes Aufsehen gesorgt hatte, kaufte 20th Century-Fox die Rechte an einem Verfahren namens Anamorphoscope, das der französische Erfinder Henri Chrétien schon Ende der 1920er Jahre entwickelt und patentiert hatte. Eine anamorphotische Linse verzerrt das Bild während der Aufnahme und entzerrt es wieder während der Wiedergabe. Somit erreicht man, dass ein breiteres Bild auf einen Standardfilm p ... [weiterlesen]
94.

exposure plays

Begriff aus der Drehbuchpraxis des Hollywoodfilms. Man versteht darunter Geschichten, in denen der Berufsalltag mit seinen Problemen und Kuriositäten handlungstragend ist. Die Protagonisten sind Workaholics, ohne dabei große Ambitionen auf Macht, Erfolg oder ähnliches zu haben. Sie definieren sich über ihren Beruf und versuchen, als kleine Rädchen einer großen Maschinerie d ... [weiterlesen]
95.

Phonofilm

... stummen, im Dance-Hall-Milieu spielenden Film Dream Street (1921). Das größte Problem bei den Aufführungen waren die damals noch unzureichend entwickelten Lautsprecher, die bei der Wiedergabe in großen Räumen den Ton erheblich verzerrten; außerdem jaulte der Ton wegen der Gleichlaufschwankungen der Projektoren, so dass es de Forest nicht gelang, eine potente Filmproduktionsfirma für sein Tonsystem zu gewinnen.Das System arbeitete zwar einwandfrei, doch konnte De Forest nie ausreichendes Kapital einwerben; auch blieben ihm die großen Kinoketten verschlossen. Es gilt als sicher, dass de Forest das Verfahren nicht nur auf deutsche Vorarbeiten stützte, sondern die Ausgangsidee seinem Studienkollegen Theodore Willard Case gestohlen hat, so dass die Geschichte des Lichttons im Kino fast kriminalistische Züge enthält. Ein Rechtsstreit mit Case führte schon 1926 zum Zerfall der Firma, die Case gehörigen Patente gingen an die Fox Film Corporation (23.7.1926). 1927 gab De Forest auf und verkaufte die Firma an den Produzenten Pat Powers. Ungefähr zur gleichen Zeit hatten Fox Movietone und Western Electric (in den USA), Tonfilm und Tri-Ergon (in Deutschland) unter Rückgriff auf die Case-Patente ähnliche Lichtton-Verfahren entwickelt, die bis in die späten 1940er die Standards des Filmtons werden sollten. ... [weiterlesen]
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Traumfabrik

... ute; Fülop-Müllers Die Phantasiemaschine, sondern auch ein Roman Ilja Ehrenburgs unter dem Titel Die Traumfabrik, der der These ihren bis heute populären Namen gibt.Auch wissenschaftlich fand sie große Beachtung: Wolfenstein/Leites etwa nahmen den „Tagtraum“, der auf tieferliegende, sprachlich oft kaum artikulierbare Wünsche und Ängste verweise, als eigentliches Thema der Hollywoodproduktion. Der Film stelle kollektive Träume aus, er mache Unbewusstes kollektiv zugänglich. Durchaus kritisch versteht sich die anthropologische Studie Hortense Powdermakers, die Hollywood weniger als eine Region denn als einen besonderen kollektiven Bewusstseinszustand beschrieb – als gemeinsamen Bezugspunkt einer großen Gruppe von Menschen, die alle mit der Herstellung von Filmen beschäftigt sind und zugleich eine breite soziale Praxis teilen; die Mitgliedschaft zu dieser Gemeinde ist zugleich Teilhaberschaft an der Fabrik der Träume.Literatur: Hortense Powdermaker: Hollywood ... [weiterlesen]
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Drehfassung

... uml;teren Film nacheinander enthalten; diese Fassung des endgültigen Skripts wird breakdown script genannt.Bis ein Drehbuch den Stand des shooting scripts erreicht hat, vergehen mehrere Monate und eine oft große Anzahl von Beratungen; oft sind mehrere Autoren an der Entwicklung des Buchs beteiligt (von Forever and a Day, 1943, heißt es, dass 21 Autoren involviert gewesen seien). Und es kommt sogar gelegentlich vor, dass der ursprüngliche Drehbuchautor an der Erstellung des shooting scripts nicht mehr beteiligt ist (so heißt es, dass Joe Eszterhas, der 3 Millionen US-$ für das Ursprungsskript für Basic Instinct, 1992, kassiert hat, nach großen Konflikten mit dem Regisseur Paul Verhoeven aus der letzten Arbeit am Skript entlassen wurde).   ... [weiterlesen]
98.

Requisitenhersteller

... che Objekte, die im Verlauf der Dreharbeiten zerstört werden sollen. Meist werden auch die Modelle vom Propmaker gebaut, die z.B. gesprengt oder sonstwie zerstört werden. Requisitenmacher arbeiten bei großen Produktionen oft in einem sogenannten prop shop, einer eigenen Werkstatt nicht nur für den Modellbau; so ist es möglich, dass noch in letzter Minute Requisiten gebaut oder für besondere Verwendungen präpariert werden können. Im prop shop arbeiten bei großen Historienfilmen oft 50 Mitarbeiter zusammen, doch selbst aufwendigere normale Produktionen beschäftigen oft mehr als 20 Requisitenbauer. ... [weiterlesen]
99.

Lions Gate Films

... Filmindustrie in Vancouver zu bündeln, die Firma mit Geld ausstattete, die daraufhin mehrere kleine Studios kaufte. Nach Affliction (1997) und Gods and Monsters (1998) war American Psycho (2000) der erste große Erfolg, eine Produktion, die für amerikanische Produktionsverhältnisse zu kontrovers war. Zum größten Erfolg der Firma wurde Michael Moores Dokumentarfilm 9/11 (2004). Giustra verließ Lions Gate 2000, Jon Feltheimer und Tom Ortenberg übernahmen seine Aufgaben. Sie entschieden, den Hauptakzent der Firmentätigkeiten auf die Video- und DVD-Distribution zu setzen, was mit der gewaltigen Rechte-Bibliothek gut zusammenging. Artisan Entertainment wurde 2003 dem Konzern einverleibt. Output Deals mit StudioCanal, ITC/Carlton und Republic Pictures vermehrten den Bestand. Nur selten kam es zur Ko-Produktion mit großen Studios (wie in der stillen Beteiligung an dem 20th-Century-Fox-Film The Day After Tomorrow, 2004). Lions Gate Films gehört zu Lions Gate Entertainment. ... [weiterlesen]
100.

Medienreligion

... ash; Religion kann nicht sterben, sie kann nur ihre Form verändern. Ein Ergebnis dieser Umformungsprozesse ist, so Luckmann, dass aus der deutlich sichtbaren und kirchlich institutionalisierten Religion zu großen Teilen unsichtbare Individuenreligion geworden ist. Religionshermeneutische Untersuchungen des Kinofilms und des Fernsehens zeigen, dass Funktionen der Religion – Sinnstiftung, Orientierungsvermittlung, Ritualisierung des Alltagslebens durch mediale Zeitstrukturierung, Teilnahme an nicht nur imaginärten Gemeinden – als religiöse Valenz an Medien zumindest teilweise übergegangen ist. Sie lässt sich an rituellen Praktiken der Rezeption (im Kino, aber auch am Fernsehen) ablesen, findet ihre Spuren in den Verwendungen narrativer Sinnmuster des Kinos in der Alltagswelt von Rezipienten, Schlüsselszenen und Schlüsseltexte leben in ihrer Erinnerung weiter und formen ihre Biographie mit, sie greifen in ihre Selbst- und Weltdeutung ein, Medienerfahrungen dienen als Ressourcen der Sinnorientierung. Dergestalte Medienreligion kommt zumeist ohne explizit religiöse Semantik aus, sie ist eine Diesseitsreligion: explizite Bezugnahmen auf große Transzendenzen fehlen in aller Regel.Literatur: Schilson, Arno: Medienreligion. Zur religiösen Signatur der Gegenwart. Tübingen [...]: Francke 199 ... [weiterlesen]
101.

Prix Italia

... -, drei für Fernsehprogramme und eines für Internet-Angebote), zu denen Regisseure, Produzenten, Wissenschaftler und Kritiker gehören. Es gilt ein Rotationsprinzip, um zu verhindern, dass sich zu große Kontinuität einstellt. Es werden vier „Große Preise“ verliehen (für Radio, Fernsehen und Internet sowie ein Spezialpreis).Informationen: http://www.prixitalia.rai.it/. ... [weiterlesen]
102.

Denham Studios

Nach dem großen Erfolg von The Private Life of Henry VIII (1933) und The Scarlet Pimpernel (1935) entschloß sich Alexander Korda, ein ungarischer Emigrant, sein eigenes Kapital mit Unterstützung der Prudential Assurance Company in den Bau eines eigenen Studios zu stecken. Im Sommer 1935 begannen die Bauarbeiten auf einem 165 Morgen großen Areal in der Nähe des Dorfes Denham in ... [weiterlesen]
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Glamour / Glamour-Fotografie

vom schott. glamoury = magischDer mit leuchtend, opulent oder auch luxuriös umschriebene Begriff glamour wurde in den 1920er Jahren von den Publikumszeitschriften (fanzines) der Hollywood-Filmwirtschaft übernommen, die damit die besondere Aura und die besondere Ausstrahlung ihrer Filmstars zu umschreiben versuchten. Die von den Foto-Abteilungen der Hollywood Studios produzierten, stark ausgeleuchteten und inszenierten, oft überlebensgroß ... [weiterlesen]
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Lomographie

... nd Wolfgang Stranzinger fanden die Kamera auf dem Flohmarkt und riefen die Lomographie ins Leben – fotografiert wird rund um die Uhr, ohne Blitz, am liebsten blindlings aus der Hüfte heraus, in einer großen Menge von Schnappschüssen. Entwickelt wird im minimalistischen Kleinformat 7x10cm. Das Material wird auf großen Bildtafeln präsentiert, die bis zu 1.000 Lomographien zu Tableaus arrangieren.In den „Lomo-Regeln“ ist das Programm einer automatisierten Alltagsfotografie niedergelegt (mit Regeln wie „Nähere Dich den Objekten Deiner fotografischen Begierde so weit wie möglich!“, „Don‘t think!“ oder „Du musst nicht im Vorhinein wissen, was auf Deinem Film drauf ist!“), die den Stil der Kamera und die ästhetische Qualität des Bildes dem Zufall überlässt. Lomographie bedeutet die Abkehr vom geplanten Bild, das Aufgeben eines Anspruchs auf semiotische, ästhetische oder kommunikative Kontrolle über das Foto oder den Prozess seiner Herstellung.Die Lomo-Regeln werden gelegentlich auch auf Digitalfotografie übertragen. Erforderlich ist eine billige Digitalkamera mit VGA-Auflösung (die dann – oft schon herstellerseitig – Spycam, Funcam oder Pencam genannt wird).Literatur: http://www.lomo.de/ ... [weiterlesen]
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Hollywood

Hollywood ist das metaphorische, wenn nicht gar das geographische Zentrum der amerikanischen Film-, Fernseh- und Schallplattenproduktion. Von den großen Film-Gesellschaften hatten aber nur Paramount (Melrose Ave) und Columbia (Gower St.) ihre Ateliers direkt in Hollywood, während Universal im San Fernando Valley (Universal City), Warner Brothers in Burbank, 20th Century-Fox in Century City und MGM in Culver City produzierten.Der ca. zehn K ... [weiterlesen]
106.

Girlkultur

Die Urbanisierung der deutschen Populärkultur der 1920er Jahre fand in der Girlkultur Berlins seinen Kulminationspunkt. Insbesondere die Revuegirls wurden zu einer Ikone der neuen Massenkultur, die zugleich eine eigentümliche Mischung deutscher Ängste und Phantasien und amerikanischer Moden (oder was man dafür hielt) anzeigte. Der Film war neben den Revuen der großen Revuetheater das wichtigste Medium, in dem sich der neue F ... [weiterlesen]
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Medienmenü

... chen Gesellschaften zu Distinktionsmerkmalen geworden sind und liefern vor allem hinsichtlich des Informationsgewinns kulturelles Kapital, sind dementsprechend eng mit dem sozialen Status des Nutzers verbunden. Großen Einfluss üben zudem die Selbstwahrnehmung der sozialen Position, die Bewertung der Medieninhalte aus; und es zeigt sich, dass auch Geschlecht, Alter, Herkunft und persönliches soziales Umfeld Einfluss auf die Auswahl der genutzten Medien und auf die aufgewendete Zeit der Nutzung ausüben. Ähnliche soziale und individuelle Differenzierungen weisen auch die Nutzungsmuster von dominant unterhaltungsorientierten Medienangeboten auf. Gerade diese Angebote werden oft als „Multi-Tasking-Rezeptionen“ – also in Verbindung mit anderen Alltagstätigkeiten – genutzt. Persönlichkeitsmerkmale wie Nervösität, Sensibilität und emotionale Labilit&a ... [weiterlesen]
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Singing Western

auch: singing cowboy picture oder horse operaSpielart des Western, die sich vor allem in den 1930/40er Jahren bei einem ländlichen und neu in die (Groß-)Stadt gezogenen Publikum der Arbeiterklasse großer Beliebtheit erfreute. Ein Beispiel ist California (1946, John Farrow); zum singing western gehören aber auch Produktionen wie Cat Ballou (1965, Elliot Silverstein) oder das Musical Paint Your Wagon (1969, Joshua Logan).Die Filme ... [weiterlesen]
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Syndication

... sie an Programmanbieter zu verkaufen. Im US-Markt wird dabei oft eine Reihenfolge eingehalten – nach der Auswertung in den Kabelnetzen und Pay-TV-Programmen werden die Rechte von Syndikatoren an die großen Netze und lokale Anbieter weitervermarktet (es kommt zu den „Nachaufführungen“ [reruns]). Aus dem Syndikations-System ausgenommen sind die meisten Life-Übertragungen (Shows, Sportübertragungen u.ä.). Gelegentlich werden Programmtypen wie Game-Shows, Talkshows und Formate des Reality-TV unmittelbar an die lokalen Stationen verkauft, die so in den Genuß einer ‚first-run syndication‘ kommen.Für die Finanzierung von Programmen sind Syndikations-Einspiele eigentlich zusätzliche Einnahmen; neuerdings werden aber voraussichtliche Syndikations-Gewinne im Finanzplan berücksichtigt. Einige Programme haben ausschließlich durch Syndikation großen finanziellen Erfolg gehabt (Baywatch, 1989-1999). In den USA regulierten die Financial Interest and Syndication Rules von ... [weiterlesen]
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Sascha-Film

... üdern, das Unternehmen durch Übernahme eines Drittels der Stammeinlagen. 1934 beteiligte sich das Tobis-Tonbild-Syndikat (Berlin) an der Sascha-Film, die ab nun den Namen Tobis-Sascha trug. Der letzte große Filmerfolg war Maskerade (1934). Der letzte große Filmerfolg war Maskerade (1934). 1936 war die sogenannte Pilzer-Gruppe gezwungen – aufgrund des (wirtschaftlichen) Anschlusses der österreichischen Filmindustrie an die deutsche, der lange vor dem tatsächlichen politischen Anschluss erfolgte, ihre Anteile zu verkaufen. 1938 wurde die Tobis-Sascha-Filmindustrie in die neu gegründete 1938 wurde die Tobis-Sascha-Filmindustrie in die neu gegründete Wien-Film umgewandelt.Literatur: Günter Krenn: Der bewegte Mensch – Sascha Kolowrat. In: Elektrische Schatten. Beiträge zur österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien: Filmarchiv Austria 1999, S. 37-46. – Gerhard Renner: Der Anschluss der österreichischen Filmindustrie seit 1934. In: Oliver Rathkolb u. a. (Hg.): Die veruntreute Wahrheit. Hitlers Propagandisten in Österreich 1938. Salzburg 1988 (= Schriftenreihe des Arbeitskreises für historische Kommunikationsforschung, Bd. 1, S. 1-34. ... [weiterlesen]
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Export-Union des Deutschen Films GmbH

... FA finanziert. Jeder Rechteinhaber deutscher Filme kann die Leistungen der Export-Union in Anspruch nehmen. Vor allem Spielfilme, aber auch kinogeeignete Dokumentarfilme und Kurzfilme, die in den Wettbewerb der großen internationalen Festivals eingeladen sind, werden mit PR-Maßnahmen unterstützt. Insbesondere durch enge Kooperation mit den großen internationalen Film- und Fernsehfestivals, durch die Organisation von Ständen, spezialisierten eigenen Festivals und Filmreihen und internationale Publikationen, aber auch durch Übernahme der Kosten für die Untertitelung von Festivalkopien versucht die Gesellschaft, die internationale Vermarktung deutscher Filmproduktionen zu unterstützen.   ... [weiterlesen]
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THX-Ultra / THX-Select

... auml;le eines THX-5.1-Systems. Während die Subwoofer-Übernahmefrequenz bei THX-Ultra bei 80Hz liegt, wurde sie bei der THX-Select-Norm auf 100Hz heraufgesetzt. THX-Select ist für kleine bis mittelgroße (ca. 30qm), THX-Ultra für große Hörräume (ab ca. 40qm) geeignet. Beide Systeme erreichen einen Schalldruck von 105dB bei verzerrungsfreier Wiedergabe eines Tonsignals.  ... [weiterlesen]
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dbx

... das Bandrauschen überdeckt. Im Unterschied zu den Dolby-Verfahren wird das gesamte Frequenzspektrum angehoben (bei Dolby werden nur hochfrequente Anteile des Signals bearbeitet). Dbx spielte im Markt keine große Rolle – im Consumer-Bereich wegen des Preises, im professionellen Bereich durch die verbesserten Profi-Verfahren der Dolby-Studios. Heute stellt die Firma hochwertige Studio-Signalprozessoren her und hat sich aus dem Heimgerätemarkt vollständig zurückgezogen. Von großer Bedeutung sind die Blackmer VCAs (voltage controlled amplifiesr).  ... [weiterlesen]
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gimmick III: Ton-Gimmick

... Kontrast zum wahrscheinlichen Realgeräusch haben einen komischen Effekt. In den Bud-Spencer-Filmen etwa ist der Faustschlag des Protagonisten als dumpfer Schlag ausgeführt, als schlüge jemand mit großer Kraft in einen Sandsack und als sei dieses Geräusch über alle Maßen verstärkt worden. Fliegende Gegenstände werden dann manchmal mit zischenden Geräuschen untermalt. Manchmal kommt es auch zu einer komischen Verschiebung des Realgeräusches - wenn also jemand mit dem Kopf gegen einen großen Gong schlägt, wird das (ja durchaus reale) Geräusch des Gongschlags als Gimmick-Repräsentation des Schmerzes aufgefasst. ... [weiterlesen]
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output deal

... lgreich war. Es hat eine ganze Reihe spektakulärer output deals gegeben, mittels derer u.a. die Kirch-Media die Rechte an Tausenden von oft kaum vermarktbaren Titeln angehäuft hatte. Einer der letzten großen deals kam 1999 zwischen dem amerikanischen Network International Division und der deutschen Kinowelt Medien – danach sollten die deutschen Verwertungsrechte diverser Dokumentar- und Sachfilmproduktionen sowie der Spielfilmproduktionen der Warner-Studios von 1996 bis 1999 und der Fernsehproduktionen (Serien, Reihen, Fernseh- und TV-Spielfilme) an die Kinowelt fallen. 2001 musste der Vertrag aber rückgängig gemacht werden, da die Kinowelt die 300 Mill. US-$ Zahlungssumme nicht aufbringen konnte.   ... [weiterlesen]
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Missionsfilm: Weiterleben

... rfilm Missionens Människor (‚Missionsleute‘, 2006) über die Werke von vier Missionaren/-innen in Tanzania.In den letzten Jahren verstärken sich Bemühungen, das zum Teil nur unter großen Schwierigkeiten dokumentierbare historische Material vor 1965 (ca. 80 Filme aus 60 Ländern, auf 35mm und 16mm) zu sammeln und neu zu edieren. Dabei steht der Wunsch im Vordergrund, den Jungen Kirchen der Dritten Welt zu ihrem Gedächtnis zu verhelfen.Materialien: ‚Abenteurer Gottes‘ – Dreiteilige Dokumentation über die Geschichte der Mission (BR, 15.09.2003, Marcel Bauer); dazu Trailer (4:39 min): http://www.missio-aachen.de/Images/TrailerNet_tcm14-14627.wmv. – Weitere Trailer: http://images-missions.net/films.html. ... [weiterlesen]
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Vivaphone

... mit manchmal sehr populären Akteuren. Das Verfahren wurde aber schon um 1913 aufgegeben, weil die Synchronisation von Grammophon und Projektor nie wirklich funktioniert hatte und vor allem die Beschallung großer Säle nur unbefriedigend gelang.Literatur: Hepworth, Cecil M.: Came the Dawn. Memories of a Film Pioneer. London: Phoenix House 1951. ... [weiterlesen]
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Gevaert

... äftigten arbeitete. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hatte die Firma Niederlassungen in Paris, Wien, Berlin, Mailand, Moskau, London, Buenos Aires und Rio de Janeiro, konkurrierte weltweit mit den anderen großen Firmen, die Photopapiere und Filmmaterialien anboten. 1920 wurde die Gevaert Company of America gegründet (mit einem Grundkapital von 15 Millionen Franken); die bestehende Firma wurde in die N.V. Gevaert Photo-Producten umgewandelt. In Heult (bei Westerlo) wurde 1928 ein weiteres Werk eröffnet, in dem zunächst Nitrozellulose, später Zellulose-Triacetat für die Filmindustrie hergestellt wurde. 1929 wurde ein Röntgenfilm vorgestellt, 1935 ein spezielles Papier für die Dokumentenphotographie. Nachdem noch Ende der 1940er Pläne zur Übernahme Agfas durch Gevaert vorlagen, schloß sich Gevaert 1964 mit dem deutschen Agfa-Konzern zur Agfa-Gevaert AG (Sitz: Leverkusen) / Gevaert-Agfa N.V. (Sitz: Antwerpen) zusammen (mit 60% Besitzanteil Bayer = Agfa), die in dem Chemie-Konglomerat Bayer dem „Sektor IV: Informationssysteme“ bildete; die beiden Teilfirmen blieben aber selbständig, waren nur an die Bayer-AG verpachtet. Erst 1981 übernahm Bayer das Doppel, brachte es 1999 an die Börse. Heute (Stand: 2006) besitzt Gevaert N.V. einen der größten Anteile an der Agfa-Gevaert AG (25%), die aus der Fotopapier- und Rohfilmherstellung praktisch ausgestiegen ist und in drei neue Firmen aufgelöst werde ... [weiterlesen]
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Williamson Kinematograph Company

... eigte. 1897 begann er selbst, Filme aufzunehmen, ein erster Katalog mit 60 Titeln lag 1899 vor. Handelte es sich bei diesen Filmen meist noch um kurze One-Reelers, bildete Attack on a China Mission (1900) einen großen Durchbruch zur Montage – der Film gilt als eines der allerersten Beispiele für eine Alternationsmontage, mittels der Williamson eine Verfolgung realisierte. Die Anschluss-Kontinuität blieb eines der Themen – sie war schon in Stop Thief! (1901) weiterentwickelt worden. Our New Errand Boy (1905) gilt als eine der schnellsten Burlesken des frühen Kinos und erzählt von den chaotischen Geschehnissen, die ein Junge auf den Straßen von Hove auslöst. Williamson gehört dan ... [weiterlesen]
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Goldener Schnitt

... e galten als „schön“ und „wahr“ zugleich, weil sie auf natürlichen Harmonien beruhten. Insbesondere in den Poetologien und Ikonologien der Renaissance hatte der goldene Schnitt große Bedeutung, die bis heute fortwirkt. Oft unbewusst eingesetzt, werden in der Bildgestaltung und in der Wahl von Bildformaten Proportionen aufgesucht, die dem goldenen Schnitt nahekommen (wie z.B. das europäische Standardformat 1,66:1).Literatur: Hagenmaier, Otto: Der goldene Schnitt. Ein Harmoniegesetz und seine Anwendung. 6., unveränd. Aufl. Augsburg: Weltbild-Verlag 1988. – Schoot, Albert van der: Die Geschichte des goldenen Schnitts. Aufstieg und Fall der göttlichen Proportion. Stuttgart-Bad Canstatt: Frommann-Holzboog 2005 (Ästhetik. 3.). Orig. holl.: De ontstelling van Pythagoras. Over de geschiedenis van de goddelijke proportie. Baarn: Agora 1999. ... [weiterlesen]
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Umkehrfilm

... für das Drehen von Nachrichtensendungen verwendet. Zwei weitere Gründe, warum das Material von vielen Filmemacher bevorzugt wird: Umkehrfilm ist viel unempfindlicher am Schneidetisch, so dass es, ohne große Kratzer zu bekommen, geschnitten werden kann. Sowohl Schwarzweiß- wie auch Farbumkehrfilm haben gute Projektionsqualitäten. Umkehrfilm wird auch wegen seiner kontrastarmen Qualität eingesetzt, um Dupnegative direkt vom Negativ zu ziehen, ohne über den zusätzlichen Schritt eines Zwischenpositivs gehen zu müssen. Eine Kopie kann auch direkt vom Umkehr-Original gezogen werden, indem man wiederum Umkehrmaterial benutzt.Die Emulsion des Umkehrfilms unterscheidet sich kaum von Negativfilm, vielmehr wird die Umkehrung in der Entwicklung erzeugt (cross-processing). Statt den Film nach ... [weiterlesen]
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Voyeur / Voyeurismus

... (Reporter, Fotografen, Filmemacher – die Grundsituation des Kinos ist ja eine voyeuristische –, Psychiater, Polizisten oder, engl. treffend „private eyes“ genannt, Detektive), sowie den großen Bereich des Zufalls- und Alltagsvoyeurismus (Tourist), des „die-Augen-nicht-abwenden-Könnens“.Wesentlich für den „direkten, nicht sublimierten Voyeurismus“ (Metz) mit erotischem Ziel, der das Kino seit seinen Anfängen begleitet, wie aber auch für die zahlreichen Formen des sublimierten oder ‚reflexiven‘ Voyeurismus (nach Metz die „cinematographische Skopophilie“) ist die Distanz zwischen Betrachter und betrachteter Person, die eine nicht-personale, nicht-partnerschaftliche Beziehung definiert, obgleich bei der voyeuristischen Beschäftigung – in Theater, Striptease oder Peepshow – durchaus das Einverständnis der Betrachteten vorliegen kann. Wird diese Distanz aufgehoben und die Beziehung personalisiert, kann nicht mehr sinnvoll von Voyeurismus gesprochen werden.Wird die allgemein vorhandene Neigung zu Voyeurismus/Exhibitionismus verdrängt, können sich Neurosen oder gefährliche Neigungen bis hin zur Mordlust entwickeln (filmisch verarbeitet etwa in Peeping Tom, Großbritannien 1959, Michael Powell; Silence of the Lambs, USA 1991, Jonathan Demme). Die Zahl der Filme mit voyeuristischen Themen unterschiedlichster Ausprägung wird allein für die Hollywood-Produktion zwischen 1900 und 1995 auf über 1200 veranschlagt. Periodisierungen des Materials anhand stilistischer Klassifizierungen sind versucht worden, die von den einfach-direkten, jahrmarkta ... [weiterlesen]
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Qawwali-Party

... xte werden zunehmend auf ihre weltliche Dimension beschränkt. Andererseits sind solche Musikeinlagen aber bis heute in der Lage, einen Bezug der Handlung und/oder der Figuren des Films mit einem der beiden großen Epen Indiens, dem Mahabharata und dem Ramayana herzustellen. Qawwali-Parties finden sich bis heute im Hindi-Film, besonders prominent etwa in Awaara (1951) oder am Ende von Pardes (1997). ... [weiterlesen]
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Welttheater

oft lat.: theatrum mundi; auch: Großes Welttheater(1) Im Mittelalter wurde das Bild der Welt als Theater erfunden, eine Globalmetapher, die die Welt auf der begrenzten Bühne des Theaters und oft auch in der begrenzten Zeit der Aufführung erfassen sollte, die die Weltordnung zur Schau stellen und ihre inneren Störungen als Drama illuminieren sollte. Seinerzeit war das Welttheater vor allem als Bildvorstellung der Eitelkeit und Nic ... [weiterlesen]
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Vinten

... Optronics Ltd), die Kamerazubehör (berühmt bis heute: die Stative der Firma) fertigt, und Vinten Broadcast Limited, die TV-Technik erarbeiten und bauen –, war das eine logische Folge der beiden großen Produktbereiche, die von der gleichen Firma bis dahin bedient worden waren. Vinten gehört heute zur VITEC-Gruppe, die 1995 aus Vinten hervorging (als Vitec Group plc).Homepage: http://www.vinten.com/level.php?cn=company-history&lang=1Homepage Vitec-Gruppe: http://www.vitecgroup.com/ ... [weiterlesen]
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Warwick Cinephone

... onität hergestellt werden konnte. Außerdem waren – wie in Hepworths Vivaphone – Indikatoren in Bild und Ton gegeben, die den Gleichlauf erleichtern sollten. Das Verfahren hatte aber keine großen Chancen, nicht nur, weil es zu sehr auf die Kompetenz der Vorführer vertraute, sondern vor allem, weil es keine ausreichende Verstärkung des Tons für die größer werdenden Kinos gab. Zwar kam es noch zu einem Kooperationsvertrag mit dem Plattenlabel Victor Talking Machine Company (das später in RCA aufging), der den Victor-Stars den Auftritt im Kino ermöglichen sollte. Doch wurde die Arbeit mit dem Cinephone schon 1911 eingestellt. ... [weiterlesen]
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Mafiafilm

... n 2008, Matteo Garrone). In der amerikanischen Diaspora geht es um die Geheimgesellschaft, die nicht nur mit dunklen Geschäften, sondern auch fremden Ehrenkodices und rabiatem Machismus assoziiert ist, mit großem Gangstertum und einer kapitalistischen Wirtschaft „unter“ der offiziellen Wirtschaft, sind Teile des amerikanischen Mafiafilms lokalisiert, von Little Caesar (USA 1930, Mervyn LeRoy) bis zur Trilogie The Godfather (USA 1972-90, Francis Ford Coppola). Vorstellungen von Kapital und Macht, von Fremdheit und Archaismus, von der Unbegrenztheit des Erlebnisses von Gewalt und Macht bilden auch hier zentrale Wertorientierungen aus. Japanische (wie in Hana-Bi, Japan 1997, Takeshi Kitano) und russische Gangster-Organisationen (wie in Eastern Promises, Großbritannien [...] 2007, David Cronenberg) spielen dagegen im westlichen Kino eine nur nachgeordnete Rolle.Literatur: Larke‑Walsh, George S.: Screening the Mafia. Masculinity, Ethnicity and Mobsters from "The Godfather" to "The Sopranos". Jefferson, NC [...]: McFarland 2010. – Renga, Dana (ed.): Mafia Movies. A Reader. Toronto [...]: University of Toronto Press 2011. – Vorauer, Markus: Die Imaginationen der Mafia im italienischen und US-amerikanischen Spielfilm. Münster: Nodus Publikationen 1996.  ... [weiterlesen]
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Off-Kino

Journalistische und umgangssprachliche Bezeichnung für Kinos seit den 1960ern (in Europa seit den späten 1970ern), die unabhängig oder sogar gegen die großen Mainstreamkinos und Kinokomplexe versuchten, ein „anderes“ Programm zu veranstalten. Darin waren sie den Programmkinos verwandt (mit Angeboten für spezielle Publika, Reihen zu spezifischen Themen, mit Blick auf den filmhistorischen Kanon etc.), gingen aber m ... [weiterlesen]
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Phonograph (1)

... t 1887 gebauten Grammophons und wurde in diversen Nadeltonverfahren auch im Kino eingesetzt.Literatur: Frow, George L.: Edison Cylinder Phonograph Companion. Woodland Hills, CA: Stationery X-Press 1994. – Große, Günter: Von der Edisonwalze zur Stereoplatte. Leipzig: VEB Lied der Zeit 1981. – Jüttemann, Herbert: Phonographen und Grammophone. Herten: Verlag Historische Technikliteratur 2000. – Overbeck, Peter: Die Tonträger. In: Musik und Kulturbetrieb. Medien, Märkte, Institutionen. Hrsg. v. Arnold Jacobshagen u. Frieder Reininghaus. Laaber-Verlag. Laaber 2006, S. 75–112 (Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert. 10.). – Read, Oliver / Welch, Walter L.: From Tin Foil to Stereo. Evolution of the Phonograph. Indianapolis: Howard W. Sams & Co., Inc., 1959. ... [weiterlesen]
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Profil

von ital. profilo = SeitenansichtProfil bezeichnet allgemein einen Längsschnitt oder einen Umriss. Dem Profil wird in der Porträtdarstellung des menschlichen Gesichtes und Körpers eine große individuelle Signifikanz zugeschrieben und ist darum als reine Profilzeichnung im Scherenschnitt, aber auch in manchen Arten der Zeichnung ebenso prägnante wie prominente Darstellungsform des oder der Dargestellten. In der Porträtku ... [weiterlesen]
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shoshimin-geki

auch: shomin-geki; von japan. shoshimin = untere Mittelklasse (aus shô-shimin = städtischer Kleinbürger) und geki = (Film-)DramaIn der spezifisch japanischen Filmgenreklassifikation handelt es sich bei shoshimin-geki wie bei dem manchmal gleichbedeutend gebrauchten shomin-geki um ein Subgenre des gendai-geki, d.h. um Spielfilme über die Gegenwart (die sogenannte Showa-Ära) des modernen urbanen Japan nach dem großen Erd ... [weiterlesen]
132.

Propmaker

... king in Hollywood meist innerhalb von kleinen Familienbetrieben betrieben wird, arbeiten Propmaker in Europa in semipermanenten Projektnerzwerken von Freiberuflern, die meist noch anderen Berufen nachgehen. Nur große, kommerzielle Spielfilmproduktionen haben indes genug Kapitalvolumen, um die aufwendige, oftmals wochenlange Arbeit an einzelnen Artefakten zu gestatten. ... [weiterlesen]
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sleeper

auch: sleeper hit, cinderella filmBezeichnung für Filme, die zu einem großen Publikums- und/oder Kritikerfolg geworden sind, der nicht absehbar war und der auch nicht durch entsprechenden Werbeaufwand unterstützt war. Sie gewinnen erst nach dem Kinostart Aufmerksamkeit und werden vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt. Darum dauert es auch oft lange, bis der Kassenerfolg sich abzeichnet – entgegen der Blockb ... [weiterlesen]
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Roxy Film

Der Produzent Luggi Waldleitner machte sich 1952 mit seiner Produktionsfirma Roxy Film (München) 1951 selbständig. Schon das erste Filmprojekt – der Heimatfilm Tausend rote Rosen blüh'n (1952) – wurde ein großer Erfolg. Es folgten weitere Unterhaltungsfilme nach dem Prinzip, Leinwandstars wie Maria Schell (Bis wir uns wiederseh‘n, 1952) und Dieter Borsche (Die Barrings, 1955) zum Marketing-Zentrum der Roxy-Filme ... [weiterlesen]
135.

earballs

Die Zuhörer, die einer Rundfunk- oder auch Onlineübertragung insbesondere von Konzerten lauschen, werden manchmal höchst abfällig earballs genannt – ein Kunstwort, das mach dem Muster eyeballs (= Glotzer) gebildet wurde. Der implizite Vorwurf gehört der allzu großen Versunkenheit der Rezeption, vor allem aber der Abwesenheit jeder Art von Distanz oder gar Kritik.  ... [weiterlesen]
136.

Tachyskop

auch: Elektrotachyskop, Schnellseher, Anschütz-Schnellseher, Electrical Wonder AutomatDer Fotograf Ottomar Anschütz stellte im Preußischen Kultusministerium in Berlin am 19.3.1887 erstmals einen Apparat vor, in dem sich eine Scheibe mit 1,5m Durchmesser drehte. Auf ihrem Rand waren 9x13cm große Glasplatten mit Phasenfotografien angebracht; erst seit 1892 verwendete Anschütz Zelluloid-Platten. Die Scheibe wurde mit einer Kur ... [weiterlesen]
137.

Superscope (1)

Breitwandverfahren, das für die Aufnahme eine normale 35mm-Kamera ohne anamorphotische Optik verwendet und das darum als billigere Alternative zu CinemaScope von RKO Pictures 1954 vorgestellt in dem Film Vera Cruz von Robert Aldrich worden war. Es musste vom Kameramann darauf geachtet werden, dass alle bildwichtigen Informationen in einem 23,9x11,2mm großen Teilfeld des Bildes enthalten sind. Das Breitwandformat entsteht erst in einem opti ... [weiterlesen]
138.

Sundance / Sundance Film Festival

... independent films zu sehen waren. Ab 1981 zeigte man auch Dokumentarfilme, ab 1985 internationale Filme. Doch erst Anfang der 1990er Jahre wurde das Festival – vermittelt durch den Namen Redfords und den großen Publikumszuspruch – auch für die Hollywood Majors zu einem wichtigen Ort, die dort junge Talente „entdeckten“ und Filme für ihre eigenen Independent-Verleihe unter Vertrag nahmen. Zu den Filmen, die zuerst bei Sundance groß herauskamen, gehören Blood Simple (1985) von den Gebrüder Cohen und The Blair Witch Project (1999). War Sundance 1993 noch ein Insider-Festival mit 5.000 Teilnehmern, waren es im Jahre 2003 über 20.000. Das Sundance Institute macht sich seit seiner Gründung in Sundance, Utah, zur Aufgabe, den amerikanischen Film zu erneuern und zu fördern, indem es ... [weiterlesen]
139.

Anachronie

... n (Vorgeschichten, back stories u.ä.); letztere dagegen füllt Lücken innerhalb der ‚Basiserzählung‘ auf. Für dramaturgische Belange ist die interne Analepse wie im Krimi von großem Belang; manchmal werden sogar entscheidende Ereignisse mehrfach dargestellt und erweisen erst in der zweiten Darstellung ihren tatsächlichen Verlauf; in Mildred Pierce (USA 1945, Michael Curtiz) etwa zeigt erst die am Ende wiederholte und komplettierte Version des Anfangsmordes des Films die wahre Täterschaft.Literatur: Genette, Gérard: Discours du récit. In: Figures III. Paris: Seuil 1972. Dt. in: Die Erzählung. München: Fink 1994, 2. Aufl. 1998.  ... [weiterlesen]
140.

Bristolphone

... s Fitzpatrick, und The River Woman, 1928, Joseph Henabery) auch realisiert. Allerdings konnte sich die Firma nicht gegen die Verstärker-Patente der Western Electric und die Musikrechte, die Warner Bros. im großen Stil aufgekauft hatten, durchsetzen, und meldete 1929 Konkurs an. ... [weiterlesen]
141.

Scorsese-Gesetz

Meist zynisch und beckmesserisch gebrauchte Augenblickswendung, mit der gesagt werden soll, dass Produkte von ehemals großen Regisseuren immer länger werden, je weniger diese zu sagen haben. Nicht einmal die Vermutung ist haltbar, dass überlange Filme bevorzugt von älteren Regisseuren stammten. ... [weiterlesen]
142.

Mehrkanal-Verfahren

... e– 6.1: DTS-ES / DTS-ES Discrete– 7.0: Cinemiracle; Cinerama: Ton–7.1: SDDS (Sony Dynamic Digital Sound)– 8.0: Todd-Belock– 9.0: KinopanoramaVereinzelt ist neuerdings auch schon in großen Sälen mit 8.1-Verfahren gearbeitet worden, die aber nur aus zusätzlichen Kanälen zu den üblichen 5.1-Systemen entstehen. ... [weiterlesen]
143.

McGurk-Effekt

... ;en, wie das akustische Signal erzeugt wurde. Da unsere Erinnerung besagt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Lippenbewegung und Lauten gibt, übt die visuelle Information der Lippenbewegung einen großen Einfluss auf die Verarbeitungseinheit für Phoneme in unserem Gehirn aus. Das Sprachzentrum kombiniert offenbar die widersprüchlichen Sinneseindrücke, um sie zu korrigieren und schafft so einen neuen, virtuellen Eindruck.Werden Filme synchronisiert, entspricht der gesprochene Text oft nicht der Lippenbewegung; dennoch scheint sie halbwegs synchron zu sein, was was sich mit einer Dominanz des Hörens erklären lässt.Literatur: McGurk, H. / MacDonald, J.: Hearing Lips and seeing voices. In: Nature 246, 1976, S. 746-748. – MacDonald, J. / McGurk, H.: Visual influences on speech perception process. In: Perception and Psychophysics 24, 1978, S. 253-257. – Vatakis, A. / Ghazanfar, A.A. ... [weiterlesen]
144.

Sängerfilm

... Stummfilmzeit „Sängerfilme“ – so spielte der beliebte Operntenor Erik Schmedes 1919 im Paul Czinner-Film Inferno. Der „Sängerinnen-Film“ ist dagegen selten geblieben.Der große Star des deutschen Sängerfilms der 1930er Jahre war nach Richard Tauber Dein ist mein Herz, 1934) und vor Benjamino Gigli (Dir gehört mein Herz, 1938; Bajazzo, 1942) der polnische Tenor Jan Kiepura, der 1935 in dem Film Ich liebe alle Frauen auf dem Zenith von filmischer Laufbahn und Popularität stand; der Tonfilmschlager „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau‘n“ ist bis heute populär geblieben; Kiepura spielte in insgesamt 19 Filmen mit, oft im Duett mit der ungarischen Sängerin Martha Eggerth (Zauber der Bohème, 1937; Addio Mimi!; 1947). Ein Star des internationalen Sängerfilms war der Tenor Mario Lanza (The Great Caruso, 1951; Seven Hills of Rome, 1957), der Tenor Rudolf Schock wurde im Film wohl nur in der BRD wahrgenommen (Stimme der Sehnsucht, 1956).Das Genre findet sich bis heute – Yes, Giorgio (1982) ... [weiterlesen]
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Jupiterlicht

... (elektrischen) Bogenlicht- und Quecksilberdampflampen, die 6, 8, ja 12 und mehr horizontale Lichtbogen nebeneinander in Flächenleuchten angeordnet hatten. Nebenher galten auch besonders hochgerüstete große Scheinwerfer für das Oberlicht als „Jupitersonnen“. Der Name ist heute allerdings weitestgehend vergessen.Literatur: Kracauer, Siegfried: Die Jupiterlampen brennen weiter (1926). Nachdruck in seinem: Kino. Frankfurt: Suhrkamp 1974, S. 73-76. – Witting, Reinhold (Hrsg.): Künstler im Jupiterlicht. [Innentitel: So kamen sie zur Bühne und zum Film.] Wiesbaden: Gebauer [1955].  ... [weiterlesen]
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Optigan

... egleitung anstimmen konnte. Eine professionalisierte Fassung des Optigan kam 1975 unter dem Namen Orchestron auf den Markt. Optigan wurde – wohl vor allem auf Grund der mangelhaften Tonqualität - ein großer Mißerfolg; Mattel verkaufte die Produktion 1973 an die Miner Industries (die eine Tochter namens Opsonar eigens für die Optigan-Produktion gründete), die die Produktion aber 1976 endgültig einstellte.Heute spielt die Klangwelt des Optigans nur noch zu nostalgischen Zwecken eine Rolle – Optigan-Klänge zeigen eine Phase der Klangbearbeitung an, die das Potential der elektonischen Klangbearbeitung mit höchster Primitivität auslotete, gerade darum aber historisch so spezifische Klänge erzeugte. Verwendung finden Klänge des Optigans z.B. im Sountrack von Eternal Sunshine of the Spotless Mind (USA 2004, Michel Gondry). Literatur: http://www.optigan.com/ [Fan- und Sammlerseite].http://www.synthmuseum.com/opt/opt3500201.html [Einzeldarstellung]. ... [weiterlesen]
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Technichrome

... ;r Aufnahmen des offiziellen Dokumentarfilms zu den Olympischen Spielen 1948 in London (XIV. Olympiade – The Glory of Sport, Castleton Knight, für die J. Arthur Rank Organization). Es wurden speziell große Bipack-Magazine mit einem Fassungsvermögen von 400ft Eastman-Bipack-Film eingesetzt. Auch eine spanische Filmproduktion stellte 1948 noch zwei Kurzfilme (mit Spielhandlung?) mit Technichrome her, das dann wieder eingestellt wurde.Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 32-33, 343-345. – Koshofer, Gert: Color. Die Farben des Films. Berlin: Spiess 1988, S. 81. – Koshofer, Gert: Kodak und der Kinofarbfilm. In: Weltwunder der Kinematographie (hrsg. v. Joachim Polzer) 6, 2002, S. 342. ... [weiterlesen]
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Blog

... der Filme entgegenzukommen scheint. Die gedruckte Filmkritik ist damit vor allem als Empfehlungsjournalismus deutlich in Frage gestellt.Die Publikationseigenschaften von Weblogs führen jedoch auch zu einer großen Bandbreite stilistischer und inhaltlicher Qualitäten. Darüber hinaus sind sie durch ihren hybriden Status gleichzeitig private Mitteilung und Publikation zu sein, bislang nur unzureichend juristisch definiert, was sie zu vermehrten Zielen für Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechtsstreiten macht.Literatur: Bruns, Axel: Blogs, Wikipedia, Second Life, and beyond. From production to produsage. New York [...]: Lang 2008 (Digital Formations. 45.). – Diemand, Vanessa / Mangold  Michael / Weibel, Peter (Hgg.): Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen. Hannover: Heise 2007. ... [weiterlesen]
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British Lion Films

... en Filmen dieser Phase gehörten The Third Man (1947, Carol Reed), Odette (1950, Herbert Wilcox) und die David-Lean-Filme The Sound Barrier (1952) und Hobson's Choice (1953). 1949 akzeptiert die Firma einen großen Kredit der National Film Finance Corporation, den sie allerdings nicht zurückbezahlen konnte und darum 1955 in Konkurs gehen musste. British Lion wurde als Verleihfirma British Lion Films Ltd. neu formiert. 1958 nahmen die Produzenten John und Roy Boulting, Sidney Gilliat und Frank Launder die Arbeit auf. Unter ihrer Leitung wurden Filme des Kitchen-Sink-Kinos (darunter A Taste of Honey, 1961, The Entertainer, 1960, The L-Shaped Room, 1962, und Saturday Night and Sunday Morning, 1960) vertrieben, die Firma galt bald als wichtige Agentur des neuen englischen Kinos.Nach den Finanzkrisen der 1960er wurde British Lion an die Barclay Securities (einen Versicherungskonzern) verkauft. Unter der Leitung von Peter Snell entstanden weitere erfolgreiche Filme wie Don't Look Now (1973), The Wicker Man (1973) und The Man Who Fell to Earth (1976). Aufgrund des Wertes der Filmbibliothek, deren Re ... [weiterlesen]
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Schule im Film

manchmal auch: SchulfilmDer Schulunterricht ist eine klassische Konfrontationssituation, zudem eine, die jeder erlebt hat. Das macht die die dramatische Ausgangssituation ebenso wie die Faszination des Schulfilms aus. Schulfilme gibt es in großer Zahl und unterschiedlichster Art. Mal sind sie aus der Sicht des Lehrers, mal aus der der Schüler erzählt. Ihr Ton ist mal mehr, mal weniger versöhnlich – das reicht von den nostal ... [weiterlesen]
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Buftea Studio

... tischen Partei kontrolliert)Das Buftea-Studio ist das einzig größere Studio Rumäniens. Es wurde 16km nordwestlich von Bukarest in den Jahren 1952-58 nahe dem Städtchen Buftea auf einem 30ha großen Areal aufgebaut; auf dem Gelände wurden künstliche Hügel und Seen gebaut, einige Sets stehen dauerhaft zur Verfügung; zum Gelände gehört auch eine neuerrichtete Burganlage. Ein Kostümfundus von 30.000 historischen Kostümen und annähernd eine Million Requisiten gehören zum Studio. Es hatte ein eigenes Kopierwerk und fünf Bühnen mit einer Gesamtfläche von 3.000qm, so dass mehrere Produktionen gleichzeitig realisiert werden k&o ... [weiterlesen]
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Schüfftan-Verfahren

Der Kameramann Eugen Schüftan (1893-1977) entwickelte zusammen mit Ernst Kunstmann einen nach ihm benannten Kamera-Spiegeltrick, der vor allem durch die Verwendung in Fritz Langs Metropolis (1926) Berühmtheit erlangte. In einem Winkel von 45 Grad befindet sich vor der Kamera eine Spiegelfläche, auf der ein Modell wiedergegeben ist. Zugleich erfasst die Kamera aber reale lebensgroße Akteure, weil die Spiegelfläche an geeignet ... [weiterlesen]
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Historiophotie

... all wird die Wiedergänger-Figur zur zumindest materiellen Hülle der historischen Figur. Ein Beispiel mag Otto Gebühr sein, der in seinen diversen Friedrich-II-Darstellungen zur Re-Inkarnation des Großen Königs wurde.Literatur: Rosenstone, Robert: History in images/History in words: Reflections on the possibility of reall putting history onto film. In: The American Historical Review 93, 1988, S. 1173-1185. – White, Hayden: Historiography and Historiophoty. In: American Historical Review 93, 1988, S. 1193-1199. – Toplin, R.B.: The Filmmaker as Historian. In: American Historical Review 93, 1988, S. 1210-1227. – Nieberle, Sigrid: Literarhistorische Filmbiographien. Autorschaft und Literaturgeschichte im Kino; mit einer Filmographie 1909-2007. Berlin/New York: de Gruyter 2008 (Media and Cultural Memory. 7.). ... [weiterlesen]
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Beziehungen im Alltag

Meist thematisiert in sogenannten „kleinen“ Filmen, die in unspektakulärem Milieu spielen und Alltagsschicksale ohne große Gesten oder tragische Ausgänge zeichnen. Es herrscht ein realistischer, entdramatisierender Stil vor. Häufig agieren Charakterdarsteller statt Stars. Die Handlung kreist um Konflikte, die auf „natürlichen“ Dialogen und psychologischen Beobachtungen beruhen. Im Mittelpunkt steht ei ... [weiterlesen]
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Balaban & Katz

... zudem bewusst auf Veränderungen in Bevölkerungsstruktur und Publikumswünschen einstellte. Vor allem die Mittelschicht-Besucher wurden durch den Bedienungs- und Einrichtungsluxus insbesondere der großen Kinopaläste – Central Park (1917), Riviera (1918), Tivoli (1921), Uptown (1925) und Chicago (1921) –, die am Rande der Innenstadtzonen lagen, durch den frühen Einbau von Klimaanlagen ebenso wie durch die Auswahl der Filme, durch die musikalischen Bühnenshows und andere Life-Events angesprochen. 1925 fusionierte B&K mit Famous Players-Lasky Studio und bildete die nationenweit auftretende Kette der Publix Theatres; seit 1930 nannte sich die Firma – vor allem wegen der zunehmenden Bedeutung der Kinoketten für die Vermarktung der Studio-Produktion – Paramount Publix; 1933 ging das Konglomerat in den Bankrott und wurde als Paramount Pictures, Inc. reorganisiert; Barney Balaban wurde Präsident der neuen Firma (1936). Nach dem „Paramount-Urteil“ mussten Studio und Kinokette 1948 wieder ... [weiterlesen]
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Jadran Film D.D.

Nach dem Krieg wurde Jadran Film in Zagreb gegründet, produzierte eine ganze Reihe von Dokumentarfilmen, stieg aber vermehrt in Spielfilmproduktionen ein. Nach dem Vorbild der Cinecittà-Studios wurden die 110.000qm großen Studios der Firma in Dubrava, einem Vorort von Zagreb, gebaut und 1955 eröffnet. Sie wurden schnell die wichtigsten Studios Jugoslawiens, mehr als 800 Filme jugoslawischer und internationaler Produktion entsta ... [weiterlesen]
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Master-Scene-Script

dt. manchmal sogar: Master-Scene-Skript; engl. auch: master scene screenplaySpätestens mit dem Tonfilm ist man in Hollywood vom continuity script, das (fast) jede Einstellung vorgibt, zum master scene script übergegangen. Darin werden nur mehr die einzelnen master scenes festgehalten; im Skript wird der allgemeine Schauplatz einer Szene notiert, nicht aber detaillierte Kameraeinstellungen. Dramaturgisch wichtige Großeinstellungen und ... [weiterlesen]
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Vilm

Kontraktion aus: Vi[deo und Fi]lm(1) Niklaus Schilling war lange der einzige renommierte Regisseur des Neuen deutschen Kinos, der Filme auf Video für das Kino produzierte. 1981 stellte er einen auf Halbzoll-VHS-Amateurvideo gedrehten Kurzfilm vor (Zeichen und Wunder, der auf 16mm umkopiert bei der 1982er Berlinale uraufgeführt wurde). Mit seinem Film Der Westen leuchtet (BRD 1982) begann er, im großen Stil mit Video zu experimentieren ... [weiterlesen]
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shapeshifter

... nen Persönlichkeit“ als zugespitzter Ausdruck moderner bürgerlicher Subjektivität nachhaltig im kollektiven Bewusstsein.Doch der shapeshifter kann in praktisch jeder Gattung auftauchen. Die großen Meisterverbrecher der Filmgeschichte, Fantômas, Mabuse, Fu Manchu oder Keyser Soze (The Usual Suspects, Bryan Singer, USA 1995) operieren von allem Anfang an als Formwandler, deren Identität letztlich nur allegorisch fassbar ist; im Film Noir tritt der shapeshifter etwa als trügerische femme fatale in Erscheinung, in der romantischen Komödie als vorerst unberechenbares Objekt des amourösen Interesses; und im Psychothriller schließlich – man denke etwa an The Silence of the Lambs (Jonathan Demme, USA 1991) – mag er einem Psychopathen die Aura des Enigmatischen oder gar Unverständlichen verleihen. Formwandler können Haupt- oder Nebenfiguren sein, und shapeshifting mag sich vorübergehend oder dauerhaft an einer oder mehreren Figuren festmachen oder von einer Figur zu einer andern wechseln, so dass der shapeshifter als letztlich mediale Selbstreflexion auf den Prozess der Figurenkonstruktion begriffen werden kann.Literatur: Vogler, Christopher: The Writer‘s Journey. Mythic Structure for Writers. 2nd ed. Studio City, CA: Michael Wiese Productions 1998. – Iaccino, James F.: Psychological Reflections on Cinematic Terror. Jungian Archetypes in Horror Films. Westport, Connecticut [...]: Praeger 1994. – Iaccino, James F.: Jungian Reflections within the Cinema. A Psychological Analysis of Sci-Fi and Fantasy Archetypes. Westport, Connecticut [...]: Praeger 1998.  ... [weiterlesen]
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Pulp-Literatur

... g;erst populär. Pulp wird meist im Sinne von (billigem) „Schund“ verwendet. In den 1980ern erlebte das „Pulp-Prinzip“ – Figuren und Ereignisse in holzschnittartiger Knappheit, großer Drastik der Darstellung, Überzogenheit der Effekte usw. - eine Erneuerung, Prinzipien des Exploitation-Kinos wurden populär.Literatur: Haining, Peter: The classic era of the American pulp magazines. Chicago, Ill.: Chicago Review Press 2000. – McCracken, Scott: Pulp. Reading popular fiction. Manchester [...]: Manchester University Press 1998. Repr. 2000. – Simpson, Paul / Bushell, Michaela / Roddis, Helen: The rough guide to cult fiction. London: Rough Guides 2005. ... [weiterlesen]
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Vierer-Konstellation

Figurenkonstellation, Motiv und Erzählmuster zugleich, bei dem vier Figuren – oft in Gestalt zweier (heterosexueller) Paare – sich näher kommen und meist über Kreuz betrügen oder fremdgehen. Die Spannbreite an Genres ist groß: Vierecksgeschichten sind oft frivole (Sex-)Komödien, in denen moralische Entscheidungen und Verstrickungen keine große Rolle spielen (Quadrille, Frankreich 1937, Sacha Guitry). N ... [weiterlesen]
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historische Milieustudie

... recherchiert und inszeniert. Dabei kann die historische Milieustudie durchaus die Grandezza und Extravaganz eines Ausstattungs- und Kostümfilms annehmen. Ebenso oft verzichtet sie jedoch bewusst auf solche großen Gesten und schildert – freilich mit derselben Genauigkeit – in einer Gesellschaftskritik das Lebensgefühl von sozialen Umfeldern, die sich fernab von Prunk und Pracht befinden. Außerdem birgt sie das Potenzial zur Parabel, die Vertrautes im Unvertrauten und zeitgenössische Konflikte in Konstellationen vergangener Zeiten zu verstecken vermag. Verwandt ist die historische Rekonstruktion, die sich an einem verbürgten historischen Ereignis oder einem authentischen Fall orientiert und versucht, ihn im Format eines (mehr oder weniger auf Authentizität ausgerichteten) Spielfilms wiederzugeben.Beispiele: Dangerous Liaisons (USA/Großbritannien 1988, Stephen Frears); The Age of Innocence (USA 1993, Martin Scorsese); The Ice Storm (USA 1997, Ang Lee). ... [weiterlesen]
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Ninja-Film

... sicht billig produzierte Filme unterschiedlicher Herkunft nahmen sich des Stoffes an und gaben die Figur des Ninjas innerhalb kürzester Zeit der Lächerlichkeit preis. Unverhältnismäßig große Aufmerksamkeit wurde dem Genre im Zuge der Gewaltvideo-Debatte zur Mitte der 1980er Jahre zuteil. Bis auf kleine Auftritte im Action- und Martial-Arts-Film ist der Ninja heute von den Leinwänden verschwunden. ... [weiterlesen]
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Tauwetter-Filme

... r Stalin verordneten sozialistischen Realismus den Rücken zu. Vor allem ging es darum, das entstellte historische Gedächtnis der Gesellschaft wieder herzustellen. Im Westen stießen die Filme auf großes Interesse, wurden als Alternative zu Hollywood gefeiert und gewannen in Cannes, Venedig und Locarno Hauptpreise. Filme wie Letjat Schurawli (dt.: Wenn die Kraniche ziehen, aka: Die Kraniche ziehen, 1957, Michail Kalatosow) über eine zerrissene Liebe im Krieg, Ballada o Soldatje (dt.: Die Ballade vom Soldaten, 1959, Grigori Tschuchrai) über die Fahrten eines unschuldigen Jungen, der mit reiner Liebe belohnt wird, oder Andrej Tarkowskijs autobiografische Skizze Iwanowo Detstwo (dt.: Iwans Kindheit, 1962) – alle diese Filme spielen in der Zeit des zweiten Weltkriegs und behandeln das Problem einer neu zu gewinnenden historischen Erfahrung aus dieser Zeit – stehen bis heute für eine Suchphase, in der das russische Kino zu einer neuen ästhetischen Rigorosität fand.Die neue Kulturpolitik blieb jedoch unschlüssig, nach Chruschtschows Absetzung 1964 wurden Filme vermehrt wieder zu Zensurfällen, und mit dem Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in Pra ... [weiterlesen]
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Zielgruppe

... viel gezielter vorgenommen werden kann, und sie macht es möglich, Produkte sehr genau auf Gruppenbedürfnisse abzustimmen. Zielgruppen-Kenntnis ist insbesondere im privatwirtschaftlichen Fernsehen von großer Bedeutung, weil die Preise für Werbekunden zielgruppenspezifisch ausgehandelt werden.Literatur: Blothner, Dirk: Filminhalte und Zielgruppen . Wirkungspsychologische Untersuchung zur Zielgruppenbestimmung von Kinofilmen der Jahre 1998 und 1999 auf der Basis des GfK-Panels. Berlin : FFA 2000. – Freier, Kerstin: Work-Life-Balance-Zielgruppenanalyse am Beispiel eines deutschen Automobilkonzerns. Frankfurt ]...]: Lang 2005 (Arbeitswissenschaft in der betrieblichen Praxis. 23.). – Gersten, Wendy: Zielgruppenselektion für Direktmarketingkampagnen. Scoringmodellierung bei unterrepräsentierter Zielgruppe unter Verwendung supplementierender Datenbestände. Frankfurt [...]: Lang 2005 (Informationsmanagement und strategische Unternehmensführung. 9.). ... [weiterlesen]
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Fliege

... chaltet. Schriftzüge oder Markensymbole der Fliegen werden meist in dem Design-Konzept der Sender viel breiter eingesetzt, bilden oft sogar ein graphisches Zentrum des Corporate Design (wie z.B. die „große Eins“ der ARD). ... [weiterlesen]
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Dialektfilm

auch: MundartfilmSpiel- oder Dokumentarfilm, dessen Dialoge oder Kommentar nicht in einer nationalen Hochlautung, sondern in regionalen gesprochenen Sprachen abgefasst sind. Dialektrede wird dramaturgisch zur Verstärkung von Authentizität und für ein hohes Maß an Wiedererkennbarkeit sprachräumlicher Faktoren eingesetzt. Eine große Nähe zu den Charakteren – in der Regel kleine Leute – und hohe Präz ... [weiterlesen]
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Gang-Film

... onsform von Jugendlichen dargestellt. Eines der bedeutendsten Genres, das weniger dem Zusammenfinden von altersspezifischen Cliquen gewidmet ist als vielmehr die Realität der Lebensverhältnisse in den großen Städten reflektiert, ist der neuere Gang-Film. Walter Hills The Warriors lieferte 1979 die Blaupause für den modernen Gang-Film. Der Film bot furiose Straßenkämpfer-Action mit einem Dutzend durchstilisierter Straßengangs wie den „Clowns“, den „Riffs“, der Girl-Gang „The Lizzies“, den Teddy-Boys „The Boppers“. Als die „Warriors“, die härteste Gang New Yorks, des Mordes an einem der Anführer einer anderen Gruppe bezichtigt werden, müssen sie sich aus der Bronx bis nach Coney Island auf die andere Seite der Stadt durchschlagen. In John Carpenters Escape from New York (1981) hatte die Polizei bereits die Waffen gestreckt. Da sie der Gewalt in den Straßen nicht mehr Herr werden konnte, errichtete sie kurzerhan ... [weiterlesen]
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Verleihkopie

... ür ein kleines Spezialpublikum reserviert. In der BRD werden Filme für ein Breitenpublikum sowie viele Arthaus-Filme heute mit ca. 200 Verleihkopien gestartet. Höhere Kopienzahlen sind selten und großen Blockbustern vorbehalten; Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (2004) startete z.B. mit 1.231 Kopien, The Day After Tomorrow (2004) mit 995 Kopien, so dass in einem solchen Fall nahezu ein Drittel der BRD-Kinoleinwände gleichzeitig bespielt werden kann. Für die Kalkulation wichtig ist der sogenannte Kopienschnitt – Lola rennt (1998), der mit ca. 200 Kopien gestartet wurde, erreichte 1.734 Zuschauer pro Kopie; dagegen erreichten Lethal Weapon 4 (1998, BRD: 689 Kopien) nur 833 Zuschauer pro Kopie , The X-Files – The End (1998, BRD: 649 Kopien) nur 717 Zuschauer.  ... [weiterlesen]
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space opera

... Prozessen, die in einer überschaubaren Gruppe wie einer Raumschiffbesatzung vor sich gehen. Ein dezidiertes Interesse an inneren psychologischen Problemen der Helden, eine Inszenierung, die der Entfaltung großer Emotionen Raum gibt, sowie ein Handlungsort außerhalb der bewohnten Welt sind andere Bestimmungselemente, die immer wieder genannt werden.Erste Anfänge wurden mit Serien wie Flash Gordon (1936ff) gesetzt. In den 1950ern gab es Mischungen zwischen Seifenoper, SF-Film und Abenteuergenre (Rocketship XM, 1950, Kurt Neumann; Riders to the Stars, 1954, Richard Carlson), manchmal mit historischen Einschlägen (First Men in the Moon, 1964, Nathan Juran). Die reale Raumfahrt dämmte diese Genremischungen zunächst ein, gab Raum für die space operas im engeren Sinne - die Star-Wars-Reihe im Kino (1977ff) und vor allem die der Seifenoper nahen Fernseh-Serien um das Raumschiff Star Trek (1966ff) und seine Kino-Filme ( ... [weiterlesen]
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Wassertank

... fekt ist in zahllosen Katastrophenfilmen wie When Worlds Collide (1951), Earth Quake (1974) oder Indiana Jones and the Temple of Doom (1984) angewandt worden. Bei letztem wurde ein mehr als fünf Kubikmeter großes Wasserbassin in ein Miniaturmodell der Höhle, in der die Handlung spielt, entleert. In Master and Commander (2003) kam sogar ein hydraulisch betriebener 10-Kubikmeter-Wassertank zum Einsatz. Heute werden derartige Sequenzen vermehrt mit Mitteln der Computeranimation realisiert. ... [weiterlesen]
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Overspill

... Region lokalisiert, in der Radio- und Fernsehsignale empfangbar sind, die nicht für diese Region (etwa: die Schweiz) ausgestrahlt werden, spricht man von „Spill-In“. Die Schweiz hat z.B. einen großen Anteil an Spill-Ins – sprich: an deutschen, französischen, italienischen und anderen Sendesignalen.  ... [weiterlesen]
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Lansing Manufacturing Company

... roingenieur John Hilliard, die Physiker Robert Stephens und John Blackburn – Arbeiten an einem Zwei-Wege-Lautsprecher, der mit einer neuen Frequenzweiche ausgestattet war; die tiefen Frequenzen wurden mit großen 15"-Lautsprechern in einem nach hinten offenen System abgestrahlt. Die ersten Exemplare der bei Lansing gefertigten Tonanlagen wurden in das New Yorker Loew-Kino „Capitol Theater“ zur Premiere von Romeo and Julia (1936, George Cukor) eingebaut; im gleichen Jahr gewannen die Lautsprecher einen Academy Award. Die Firma ging 1941 in die Altec Lansing Co. über. ... [weiterlesen]
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Cowboywestern

Spielart des Western, in dessen Zentrum die Figur des Cowboys, seine Arbeit mit oft atemberaubend großen Herden und damit auch die Landschaft steht, in der sich beide bewegen. Einerseits sind Cowboys hypermaskulin, wortkarg und trotz ihrer Arbeit im Verbund höchst einzelgängerisch; Freundschaften sind entsprechend selten (man denke aber an die Sozialisationsgeschichten Cowboy, USA 1957, Delmer Daves, und The Cowboys, USA 1972, Mark Ry ... [weiterlesen]
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Guerilla-Marketing

Vor allem als Marketing-Strategie für kleine und mittlere Unternehmen mit geringem Werbeetat wurde „Guerilla-Marketing“ in den 1980ern in den USA entwickelt. Dabei wird auf Marketingkanäle zurückgegriffen, die billig zu haben sind, oder es werden Kooperationsgeschäfte mit großen Unternehmen abgeschlossen. Die Nutzung von Rest-Werbesekunden in Funkmedien, gezielte Streuung von Leserbriefen, Podiumsdiskussionen, Ve ... [weiterlesen]
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Happy Slapping

... gezündet und ein elfjähriges Mädchen von drei Klassenkollegen vergewaltigt – immer vor dem Auge der Handykamera. Obwohl die wirklich bekannten Fälle übersichtlich waren, zudem ein großer Anteil der Filme offensichtlich gestellt ist, hatte die öffentliche Wahrnehmung des Happy Slapping hysterische Züge und wurde als Indiz für eine unkontrollierte Verrohung der Jugendlichen angesehen.Michael Haneke hatte in seinem Film Bennys Video (Österreich 1992) die Praxis des Happy Slapping vorweggenommen: Der Film erzählt die Geschichte eines Dreizehnjährigen, der ein gleichaltriges Mädchen mit einem Elektroschockgerät tötet und die Tat auf Video aufnimmt. ... [weiterlesen]
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Kino-Pravda

... Pravda kondensierte Vertov seine Theorie des Dokumentarischen – das Kino soll danach Wahrheiten zeigen, die mit bloßem Auge nicht gesehen werden können. Die Episoden der Wochenschau entstammten großenteils Bereichen des täglichen Lebens, gaben Märkte, Schulen, Bürgermeistereien Gesicht, waren zum Teil mit versteckter Kamera gefilmt. Auf inszenierte Teile wurde grundsätzlich verzichtet. Im Stil schlicht, einfach, in einem relativ rohen Zustand – wohl auch, um anderen Filmemachern und Journalisten zu zeigen, wie eine Kino-Propaganda funktionieren kann –, kamen aber immer wieder experimentelle Elemente zum Tragen.  ... [weiterlesen]
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edit points

oft auch: edit in / edit outAls edit points werden die Punkte auf einem Filmstreifen oder Videoband bezeichnet, an denen eine bestimmter Klang oder eine bestimmte Musik einsetzen oder aufhören soll. Diese Punkte spielen beim Mischen und vor allem beim Anlegen des Tons eine große Rolle, weil der Musikeinsatz oft bildgenau auf den Verlauf der Handlung abgestimmt werden muss.  ... [weiterlesen]
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Dinocittà

... er gleich neben den berühmten Cinecittà-Studios bei Rom sein eigenes Italo-Hollywood, die Dinocittà, errichten, seinerzeit das größte Filmstudio der Welt (u.a. mit einem 50 Hektar großen Außengelände). Hier entstanden vor allem historisch-monumentalische Filme wie Barabbas (Italien 1961, Richard Fleischer), Waterloo (Italien/UdSSR 1969, Sergej Bondartschuk) und John Hustons Mammutwerk La Bibbia (Italien 1966). De Laurentiis verkaufte das Studio 1973 an die italienische Regierung, als es bankrott war, und produzierte in den USA weiter. Dinocittà gilt als zweites Filmstudios Roms, auch wenn bis heute nicht ganz klar ist, wie es weitergeführt werden soll. Die Studios wurden 2001 für 30,5 Millionen US ... [weiterlesen]
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Historisches Frauenschicksal

... men, die das Öffentliche der Figur ausloten. So oder so ist das historische Frauenschicksal eines der wenigen Formate, das Charakterschauspielerinnen – besonders jenen über Dreißig – große Rollen anbietet. Beispiele sind Queen Christina (USA 1933, Rouben Mamoulian) über das Leben einer schwedischen Königin aus dem 17. Jahrhundert, Sissi (Österreich 1955, Ernst Marischka) über die Jugend und frühe Ehe der österreichischen Kaiserin Elisabeth, Rosa Luxemburg (BRD 1985, Margarethe von Trotta) über Arbeit und Tod der deutsch-polnischen Sozialistin und Pazifistin, die 1919 in Berlin ermordet wurde, oder Artemisia (Frankreich/BRD/Italien 1997, Agnès Merlet) über die erste anerkannte Malerin der europäischen Kulturgeschichte, Artemisia Gentileschi. ... [weiterlesen]
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limited release

auch: platform release, roadshow theatrical release, reserved seat engagementBeim „erprobenden“ resp. „begrenzten Verleih“ (limited release) wird ein Film zunächst in wenigen großen Städten gespielt; erst dann, wenn die Einspielergebnisse zufriedenstellend sind, wird der Film „stufenweise“ eingesetzt. Die Praxis des begrenzten Verleihs geht zurück in die 1930er, als insbesondere aufwendige Epen ... [weiterlesen]
182.

Spätwerk

... oder zu Unrecht – als Verfallsphase (oft genannt ist Alfred Hitchcock), was wiederum Anlass werden kann zur Diskussion der ästhetischen Qualitäten der Filme der Schaffensphase. Anderen wird eine große intellektuelle und moralische Reife unterstellt (wie etwa Ingmar Bergman und den Filmen nach Fanny och Alexander, 1982). Manchmal werden im Spätwerk die Gewichte sogar noch einmal neu austariert. Ein vielgenanntes Beispiel ist Luis Buñuel, der das Programm einer surrealistischen Filmkunst in seinen letzten Filmen (unter ihnen Belle de Jour, 1967, Le Charme discrète de la Bourgeoisie, 1972, und Cet obscur Objet du Désir, 1977) noch einmal neu formulierte. ... [weiterlesen]
183.

roadblocking

auch: roadblockSlangausdruck, mit dem man die zeitgleiche Ausstrahlung eines Werbespots auf zwei oder mehr TV-Kanälen bezeichnet. Das Verfahren erzielt sehr große Netto-Reichweiten, weil nahezu alle Zuschauer, die in einem Ausstrahlungsgebiet zuschauen, mit dem Spot konfrontiert werden. Wenn es gelingt, die Werbeblöcke auf verschiedenen Kanälen selbst zeitgleich zu schalten, entsteht beim Zappen sogar ein zusätzlicher Aufmer ... [weiterlesen]
184.

Buffonade

... ie seltsamen Abenteuer des Mr. West im Land der Bolschewiki, UdSSR 1924, Lev Kuleshov) oder auch Musik-Komödien wie Vesyolyye rebyata (dt.: Lustige Burschen, UdSSR 1934, Grigori Aleksandrov) zeigen sie den großen Einfluss, den das Majakowskij-Theater auf den sowjetischen Film gehabt hat. ... [weiterlesen]
185.

Nachrichtenfilm

... filme für die verschiedenen Kino-Wochenschauen zu drehen. In den 1930ern war das Nachrichtenfilmformat, wie wir es heute kennen, ausentwickelt. Politische Ereignisse, Sportveranstaltungen, Katastrophen und große Unglücke, technische Innovationen, Modeschauen, Klatsch über Prominente - die Sujets, die dokumentiert wurden, betrafen alles, was von öffentlichem Interesse war. Leichte 35mm-Kameras waren die Kameras für Kino-Wochenschauen; sie wurden erst in den späten 1950ern durch 16mm-Kameras abgelöst; das Fernsehen nutzte zunächst 16mm-Film, bevor es auf elektronische Kameras umstellte. Aktualität, Vereinfachung der Verbreitung und des Handels mit Nachrichtenfilmen, Kostenvorteile für die Videoaufzeichnung: Mit dem Fernsehen geht die Bedeutung des Nachrichtenfilms zurück. Die Ermöglichung der Satellitenübertragung schuf zudem die bis dahin undenkbare Möglichkeit einer globalen Live-Berichterstattung. ... [weiterlesen]
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Shaw Brothers I: 1958-1970

... ;r die Belegschaft sowie Räume für Filmschnitt, Tonaufnahme und Tonnachbearbeitung fertiggestellt. Zudem konnten die Filme in Farbe (Eastmancolor) und in Widescreen (ShawScope) hergestellt werden. Der große Erfolg der Shaw-Farbfilme Madam White Snake (1956), The Magnificent Concubine (1962), Bride Napping (1962) und Dream of the Red Chamber (1962) ebnete den Weg für Farbfilme in Hongkong. Am 6.12.1961 wurden die Shaw Studios offiziell eröffnet. 1.200 Studiomitarbeiter bezogen ihre Quartiere und nahmen die Arbeit in den 25 Abteilungen auf. Weitere 6 Sets wurden ab 1964 gebaut und im Dezember 1965 fertiggestellt. Ende der 1960er nahmen die Shaw Studios 850.000 Quadratfuß Raum in Anspruch, es gab allein 5 Verwaltungsgebäude, zwölf Tonbühnen, vier Personalwohnheime für 1.500 Arbeiter, 17 ständige Außensets (mit Gärten, Palästen und ganzen Straßenzügen). Zudem gab es ein Gebäude für Soundtracks inklusive Komponisten und Musikern, ein Lager- und Versandhaus für die fertigen Filme sowie ein Kostümlager mit über 80.000 Kostümen. In ihrer Blütezeit 1971 waren die Shaw-Studios die bekanntesten und erfolgreichsten in Hongkong. Die Shaws betrieben ihre Studios nach dem in Hollywood erprobten Prinzip des Star-Systems und der Massenfertigung. Zwischen 1961 und 1964 produzierte das Studio 13-18 Filme im ... [weiterlesen]
187.

Charakterstudie

... ßerst knapp bemisst). Das Spektrum an Genres ist breit und reicht von Biopics und Ehedramen über Tragikomödien bis hin zu Milieustudien und Thrillern. Die dominierende Geste ist jedoch nicht die große, ausladende, sondern die fokussierende, aufs Detail gerichtete. Entsprechend kommen Abenteuer-, Action- und Ausstattungsfilme kaum vor.Beispiele: Images (Irland 1972, Robert Altman); Ansikte mot Ansikte (Schweden 1975, Ingmar Bergman); Trois Couleurs: bleu (Frankreich/Schweiz/Polen 1993, Krzysztof Kieslowski); Heidi M. (BRD 2001, Michael Klier); Mi vida sin mí (aka: My Life Without Me, Kanada/Spanien 2003, Isabel Coixet). ... [weiterlesen]
188.

WAMPAS Baby Stars

Die Western Association Of Motion Picture Advertisers vergab in den Jahren zwischen 1922 und 1934 eigene Jahrespreise an solche Nachwuchsdarstellerinnen, denen man eine große Filmkarriere zutraute. Der Preis, der in jedem Jahr an 13 Darstellerinnen – die WAMPAS Baby Stars - vergeben wurde, war vor allem als Image-Werbung für die Ausgezeichneten gedacht. Die Preisverleihung wurde auf einer eigenen festlichen Veranstaltung vorgenommen, ... [weiterlesen]
189.

cheat shot

... ar die Distanzen zwischen den beiden Akteuren verringert werden; auch diese Manipulation fällt nur bei genauestem Sehen auf. (2) Einer der einfachsten Filmtricks ist die Suggestion eines Geschehens in großer Höhe, das tatsächlich in nur wenigen Zentimetern Höhe stattgefunden hat – zeigt ein Bild nicht die Lage des tatsächlichen Bodens, muss die Höhe des Geschehens aus Kontextdaten erschlossen werden. Harold Lloyd zappelt (in Feet First, 1930) einmal an der Fassade, als sei er auf der Höhe des zehnten Stocks. Die Kamera fährt am Ende der Sequenz zurück und zeigt ihn zehn Zentimeter über dem Trottoir an einem Gitter hängend – entlarvt; es bildet sich schnell eine Menschentraube. Auch das Dach, von dem Laurel und Hardy in Lauging Gravy (1931) herunterfielen, war nur 15cm vom Studioboden entfernt. Und dass Meryl Streep in Postcards from the Edge (1990) verzweifelt an einem Fenstersims und tatsächlich unmittelbar über dem ... [weiterlesen]
190.

Filmverlag der Autoren

... ner Fassbinder, Veith von Fürstenberg, Hans W. Geissendörfer, Peter Lilienthal, Hans Noever, Thomas Schamoni, Volker Vogeler und Wim Wenders. Der Filmverlag war ein Selbsthilfeschritt, um sich von den großen Produktionsgesellschaften abzusetzen und eigene künstlerische und politische Interessen gegen die Filmindustrie durchsetzen zu können. Gagen und Einnahmen wurden nur zu 50% ausgeschüttet, die andere Hälfte floß in einen Fonds, aus dem neue Projekte finanziert werden sollten. Damit war auch eine Verstetigung der Arbeit beabsichtigt. Bis 1974 lag der Schwerpunkt auf der Produktion; da die Bilanzen selten ordentlich geführt wurden, kam es zur Distanzierung der Gesellschafter vom Filmverlag; erst als Rudolf Augstein vom „Spiegel“ sich mit 55% an der Firma beteiligte und nur 5 Mitgesellschafter mit je 6,5% Besitzanteilen übrigblieben, konnte mit größerer Sicherheit operiert w ... [weiterlesen]
191.

X-Filme Creative Pool

... uuml;nstlerisch erfolgreich, bedeuteten aber ökonomisch erhebliche Rückschläge. Beckers‘ Good Bye, Lenin! (2003) wurde dagegen ein weltweiter Kassenerfolg. Es wurde deutlich, dass trotz der großen Erfolge die Firma unterfinanziert war; darum kaufte sich die Berliner Senator-Film 200 mit 51% in die Firma ein, erhöhte 2002 den Anteil sogar auf 56%. Nach der Insolvenz von Senator (Mai-Juni 2004) geriet X-Filme in die Insolvenzmasse von Senator; die Firma hätte die Senator-Anteile für 14 Millionen € zurückkaufen können, wäre dann aber selbst Konkurs gegangen. Die Gründungsregisseure haben 2005 eine neue Firma Y-Filme gegründet, wollen aber mit dem Produzenten Arndt, der weiterhin X-Filme leitet, weiter zusammenarbeiten.Weitere Information: www.x-filme.de ... [weiterlesen]
192.

Kommunales Kino

... grade Kommunaler Kinos unterschiedlich: Das reicht von Kinos mit wenigen Spielterminen im Monat, die vollständig auf ehrenamtlicher Tätigkeit basieren, bis zu solchen mit vollem Spielbetrieb, in denen große Teile der anfallenden Tätigkeiten durch hauptamtliche Mitarbeiter erledigt werden.Das erste Kommunale Kino der BRD wurde schon 1963 in München als Teil des Stadtmuseums das Filmmuseum München eingerichtet, das als Kinemathek das Sammeln, Restaurieren und Zeigen von Filmen als seine Hauptaufgaben sah. Mit dem filmforum wurde das erste explizit als „Kommunales Kino“ ausgewiesene Projekt am 27.9.1970 in Duisburg eröffnet. Am 3.12.1971 folgte in Frankfurt das zweite Kino dieser Art (ab 1973 unter der Leitung von Walter Schobert). Schon 1973 gab es zehn kommunal geführte Kinos in der BRD. Nach einem Frankfurter Gerichtsurteil waren die KoKis neben anderen öffentlichen kulturellen Einrichtungen wie Theater, Konzert, Museum und Biblioth ... [weiterlesen]
193.

Movietone City

Eher scherzhafte Bezeichnung für das 120ha große Studiogelände der Fox Film Corporation, das die Firma 1926 eröffnet hatte: Fox besaß die Rechte am Movietone-Patent und hatte mit dem Tonfilm The Jazz Singer (1927) einen der größten Kassenerfolge des Jahres erzielt. Das neue Studio lag am westlichen Rand von Beverly Hills und galt als das modernste Studio seiner Zeit. ... [weiterlesen]
194.

Cromoscope

Als Technicolor zu Beginn der 1960er Jahre das TechniScope-Verfahren entwickelte, bei dem CinemaScope-Bilder unverzerrt auf 35mm-Film aufgenommen wurden, wobei die Bildhöhe nur zwei Perforationslöchern entsprach (so dass also mit halbem Materialverbrauch gegenüber dem herkömmlichen CinemaScope-Verfahren gearbeitet werden konnte), entstand eine so große Nachfrage, dass Technicolor das Verfahren für andere Kopierwerke liz ... [weiterlesen]
195.

Kostümberufe

... ffen und Teile von Rüstungen.– Fundusverwalter(innen) sorgen auch heute für eine effiziente Ordnung und Verwaltung der oft Millionen Stücke. Sie pflegen Karteien und Datenbanken.– Bei großen Produktionen gibt es Spezialisten, die sich um die Kleidung der Statisterie (ironisch: dressing the masses) kümmert.Neben besonderer handwerklicher Geschicklichkeit bzw. künstlerischem Talent ist berufsübergreifend ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Kreativität, gestalterischem Können sowie Arbeiten unter Termindruck gefordert. ... [weiterlesen]
196.

Inkognito

Wenn der wahre Name geheim gehalten wird und man als ein anderer scheint als der, der man ist – ein komödiantisches Motiv, das ebenso die kleinen Leute, die gelegentlich so tun, als seien sie groß, wie die großen Leute, die sich im Film immer wieder inkognito unters Volk mischen. Derartige Geschichten gehören in die 1950er Jahre, sie würden heute kaum noch tragen. Wenn in der dänischen Komödie Ein Mädel ... [weiterlesen]
197.

Groß-Cinema-Scope

Henri Chrétien, der Erfinder des Hypergonar-Objektivs, das das Seitenverhältnis von CinemaScope zuließ (1927 vorgestellt), veranstaltete 1937 auf der Pariser Weltausstellung eine Aufführung: Auf einer 60x10m großen Freilicht-Bildwand am „Palast des Lichts“, der damals größten Leinwand der Welt, wurden zwei CinemaScope-Filmbilder zum Panorama nebeneinander projiziert. Das Material war von zwei Seite- ... [weiterlesen]
198.

Balázs Béla Studios (BBS)

... kte traf – aufgrund der Meinung der Mitglieder – die Studioleitung. Diese Studioleitung bestand aus fünf Personen, die die Mitgliedschaft alle zwei Jahre aus ihren Reihen wählte. Der erste große Erfolg des Studios wurde Szábos Kurzfilm Te (IT: You, 1963). Im Laufe der 1960er wuchs die Mitgliederzahl des BBS kontinuierlich, während die finanziellen Mittel und die Produktionsbedingungen gleich blieben (1970 hatte das Studio 80 Mitglieder und produzierte 8 Filme). Ab 1970 übernahm im BBS endgültig eine neue Generation das Zepter mit einem gänzlich neuen künstlerischen Programm: György Szomjas, Ferenc Grunwalszky, Gábor Bódy und andere. Das wichtigste neue Experiment dieser Epoche war der sogenannte „soziografische Dokumentarfilm“. 1976 entstand unter Federführung Gábor Bódys eine eigene Abteilung für experimentellen und avantgardistischen Film, in der u.a. Béla Tarr arbeitete. Nach dem Ende der kommunistischen Zentralregierung wurden die BBS 1989 in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt. ... [weiterlesen]
199.

Kostümleitung

Die Kostümleiterin ist für die Organisation und Koordination innerhalb des Kostümhauses verantwortlich. Sie bildet die Schnittstelle zwischen den Kostümbildner(innen), den Kostümwerkstätten und dem Fundus. Um die Idee eines Kostümentwurfs bei der Herstellung herauszuarbeiten, sind großes Fachwissen und Einfühlungsvermögen nötig.Die Kostümleiterin nimmt die Ideen, Wünsche und Vorstellun ... [weiterlesen]
200.

Mikrofone

... Magneten vorbei. Dadurch wird eine elektrische Spannung in die Spule induziert, die sozusagen eine analoge elektrische Abbildung der Schallwelle darstellt. Membran und Spule bilden zusammen eine vergleichsweise große Masse, die eher träge auf Schallimpulse reagiert, diese Mikrofone sind also nicht so empfindlich wie Kondensatormikrofone. Sie eignen sich aber sehr gut als Sprechermikrofone oder für Gesangsaufzeichnungen.Literatur: Gayford, Michael (ed.): Microphone engineering handbook. Oxford [...]: Focal Press 1994. – Rumsey, Francis / McCormick, Tim: Sound and Recording. An Introduction. 2nd Edition. Oxford: Focal Press 1994. – Whitacker, Jerry C. (ed.): Master handbook of audio production. A guide to standards, equipment, and system design. New York [...]: McGraw-Hill 2003. ... [weiterlesen]
201.

Argosy Pictures

... ve, 1947), sich als finanzielles Desaster erwies, war Ford gezwungen, erneut Western zu drehen, um Argosy zu konsolidieren. Fort Apache (1948), Three Godfathers (1948) und She Wore a Yellow Ribbon (1949) wurden große Erfolge. Gleichwohl realisierte Ford weiterhin Filme für Studios wie Twentieth Century-Fox, um Argosy über Wasser zu halten. RKO kündigte den Verleihvertrag, Republic Pictures trat an seine Stelle. Noch Fords Irland-Drama The Quiet Man (1952) wurde ein Erfolg, doch als Cooper im Mai 1952 die Firma verließ, um Präsident der Cinerama Corporation zu werden, entstand eine Finanzierungslücke, die Ford nicht mehr schließen konnte (oder wollte). The Sun Shines Bright (1953) wurde der letzte Film der Firma. Argosy stellte 1956 endgültig die Arbeit ein. ... [weiterlesen]
202.

ad lip

Abkürzung, von lat.: ad libitum = nach Gutdünken, nach BeliebenUrsprünglich stammt die Bezeichnung ad lib aus der Musik – als Spielanweisung, die dem Interpreten große Freiheit in der Gestaltung des Werks (sowohl hinsichtlich der Wahl des Tempos als auch der Ausschmückung des Stücks mit eigenen Improvisationen) gewährt. Auf das Schauspiel übertragen sind damit solche Spielszenen gekennzeichnet, die auf k ... [weiterlesen]
203.

Insert: Metz

Eine eigene Position nehmen die Inserts (hier übersetzt als: Einfügungen) in der „großen Syntagmatik“ von Christian Metz ein. Inserts sind hier „Einstellungen mit Sequenzstatus, die in eine Kette von Einstellungen eingefügt sind, die selbst wiederum einen Sequenzstatus besitzt. Sie erhalten den Staus einer Sequenz dadurch, dass sie nicht wie die Einstellungen, die sie umgeben, in das relationale System, das die ... [weiterlesen]
204.

Adoleszenz

... Teenagerkino (das allein durch die Zielgruppe definiert ist). Ob dort auch tatsächlich Geschichten über die Adoleszenz erzählt werden, ist zweitrangig. Einige Beispiele aus dem unübersehbar großen Korpus von Filmen: Mädchen in Uniform (Deutschland 1931, Leontine Sagan), Pather Panchali (Indien 1955, Satyajit Ray), Der junge Törless (BRD 1966, Volker Schlöndorff). Literatur: Vergerio, Flavio (a cura di): Cinema e adolescenza. 400 filme. Bergamo: Moretti & Vitali 2000. – Bernstein, Jonathan: Pretty in pink. The golden age of teenage movies. New York: St. Martin's Griffin 1997. – Shary, Timothy: Generation multiplex. The image of youth in contemporary American cinema. Austin: University of Texas Press 2002. – Shary, Timothy (ed.): Youth culture in global cinema. Austin: University of Texas Press 2007.  ... [weiterlesen]
205.

Auricon

... 5, Dreharbeiten: Sommer 1964, mit einer Auricon realisierte) entdeckt. Sie wurden schließlich – mit zahlreichen Modifikationen – vor allem wegen des geringen Gewichts, der Zoom-Optiken und der großen Kassetten von Regisseuren des frühen Direct Cinema verwendet (Primary, 1959, Richard Leacock; Salesman, 1960, und Gimme Shelter, 1970, Albert and David Maysles; Don’t Look Back, 1965, und Monterey Pop, 1968, D.A. Pennebaker; Titicut Follies, 1967, Frederick Wiseman, wurden mit Auricon-Kameras realisiert).  ... [weiterlesen]
206.

Applausometer

... alent Scouts, USA 1948-58, Queen for a Day, USA 1956-64 oder Opportunity Knocks, Großbritannien 1956-90). Auch in Deutschland wurden die Geräte mehrfach in TV-Unterhaltungsshows vor mehr oder weniger großem Publikum eingesetzt (darunter Deutschland sucht den Superstar, 2002ff). Das Applausometer basiert auch im TV-Kontext auf der Rolle des Publikums als beurteilendem Gremium, das in der Beifallskundgebung (oder in der akustisch geäußerten Ablehnung) zu einem oft exzesshaft agierenden Mitglied des Bühnengeschehens wird. ... [weiterlesen]
207.

awareness event movie

dt. etwa: Filme über Sensibilisierungs-EventsGroßereignisse können als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden, sie  können massenhafte Solidarisierungseffekte auslösen. Filme, die vor allem Konzertveranstaltungen dokumentieren, werden manchmal awareness event movies genannt. Das Benefiz-Konzert, das George Harrison im New Yorker Madison Squere Garden am 1.8.1971 organisiert hatte, war wohl das erste Wohl ... [weiterlesen]
208.

Academy Format

engl.: Academy aperture; manchmal auch: Full Academy aperture, Academy frame, Academy maskDas Vollbild des klassischen Hollywood-Tonfilms im Seitenverhältnis 1,37:1 (4:3) basiert auf einer Norm, die von den großen Studios 1931 verhandelt worden war und die die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 1932 verabschiedete. Einige Kameras wurden daraufhin umgebaut; die meisten Kameras belichten aber bis heute das volle Bildformat, so dass ... [weiterlesen]
209.

D&B Films

... Quasi-Remake des französischen Luc Besson-Thrillers Nikita namens Black Cat mit Jade Leung in der Hauptrolle, dessen Fortsetzung Black Cat 2 – Assassination of President Yeltsin im Jahre 1992 ein so großer Misserfolg war, dass man die Filmproduktion einstellte. Quellen: Moser, Leo: Eastern-Lexikon. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2001. – Hong Kong Film Archive, online: http://www.lcsd.gov.hk/CE/CulturalService/HKFA/english/eindex.html ... [weiterlesen]
210.

Isotype

... nd vor der zunehmenden Mathematisierung der Wirtschaftswissenschaft und -politik, die aufgrund ihrer formalen Anspruchshaltung die arbeitende Bevölkerung von jedem Verständnis der Zahlenwelten, die zu großer politischer Bedeutung anwuchsen, fernhielten. Isotype verstand sich so nicht nur als ein Versuch der Popularisierung, sondern vor allem der Aufklärung, um Partizipation an politischen Prozessen trotz der Bildungsvoraussetzungen zu ermöglichen.Isotype: Otto Neurath: International picture language [1936], URL: http://www.vknn.at/neurath/.Literatur: Neurath, Marie: Isotype. In: Instructional Science 33,2 (Amsterdam), 1974, S. 127-150. – Neurath, Marie: Otto Neurath und Isotype. In: Graphic Design, 42, 1971, S. 11-30. – Neurath, Marie: Isotype in films. In: Scannan: Journal of the Portlaoghise Film Society 1,3, 1946. ... [weiterlesen]
211.

cultural lag

... usbau der ISDN- oder DSL-Anschlüsse deutlich hinter den sich verändernden Nutzungsgewohnheiten der Netz-Nutzer herhinkt oder wenn Multimedia als Bildungsmedien zur Verfügung stehen, aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung tatsächlich auch eingesetzt werden).Literatur: Hall, Edward Twitchell: Beyond culture. New York: Anchor Books / New York: Doubleday 1989. – Ogburn, William Fielding: Kultur und sozialer Wandel. Ausgewählte Schriften. Neuwied/Berlin: Luchterhand 1969. Engl. Orig. 1964. ... [weiterlesen]
212.

Bildpostkarte

... hen 1872 und 1874. Sie war einfarbig auf der Mitteilungsseite der Postkarten bedruckt, so dass oft die Bilder überschrieben wurden. Zwar gab es schon 1878 Postkarten im Lichtdruckverfahren, doch setzte die große Mode der Bildpostkarten erst in den 1890er Jahren ein. Es entstand die Szene der Philokartisten, Postkarten-Alben kamen in Mode. Neben den gedruckten und massenhaft aufgelegten Postkarten gab es sogenannte Freundschaftskarten, die als Unikate von Künstlern gestaltet wurden.Die Ikonografie die frühen Bildpostkarten spielten für die Bildgestaltung des frühen Films eine wichtige Rolle; insbesondere die fotografischen Karten aus den Kolonien (die oft von „Eingeborenen“ unterzeichnet waren) dokumentieren die bildgewordenen Stereotypen des Fremden und lassen sich als bildgebende Muster im Kolonialfilm bis lange nach dem Ersten Weltkrieg nachweisen.Literatur: Hiery, Hermann Joseph: Bilder aus der deutschen Südsee. Fotografien 1884-1914. Paderborn [...]: Schöningh 2005. – Jaworski, Rudolf: Deutsch ... [weiterlesen]
213.

Tonbild (1)

Um 1900 breitete sich die Praxis aus, im Kino eigens aufgenommene Phonografen-Walzen oder Grammophon-Platten bei Filmvorstellungen mitlaufen zu lassen. Großes Echo hatten Aufführungen auf der Pariser Weltausstellung 1900, auf der das Phono Cinéma Théâtre mit sprechenden Aufnahmen berühmter Schauspieler und Gesangsaufnahmen zeitgenössischer Opern- und Operettenlieblinge das Publikum fasziniert hatte. 1902 kam G ... [weiterlesen]
214.

Remake

... ar (USA 1962, J. Lee Thomson; USA 1991, Martin Scorsese); Abre los ojos (Spanien 1997, Alejandro Amenábar; USA 2001 [Vanilla Sky], Cameron Crowe).Literatur: Hobsch, Manfred: Mach‘s noch einmal! Das große Buch der Remakes. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002 [Filmographie]. – Durham, Carolyn A.: Double takes. Culture and gender in French films and their American remakes. Hanover, NH [...]: University Press of New England 1998. – Horton, Andrew (ed.): Play it again, Sam. Retakes on remakes. Berkeley [...]: University of California Press 1998.  ... [weiterlesen]
215.

Orphan films

... die Bedeutung derartiger Filme als historische Dokumente, ihren Wert als Zeugnisse historischer, regional oft spezifischer sozialer Praxen usw. Die zum Teil deutlich verschiedenen Zugänge zu dem unabsehbar großen Korpus an Filmen werden in den letzten Jahren vermehrt miteinander in Berührung gebracht oder gar verschmolzen. Für die Erhaltung der orphan films wurde in den USA die National Film Preservation Foundation eingerichtet, die seit 1993 über jährlich 250.000 US-$ verfügen kann. Literatur: Cohen, Emily: The Orphanista Manifesto. Orphan Films and the Politics of Reproduction. In: American Anthropologist 106,4, Dec. 2004, S. 719-731. – Streible, Dan: The role of orphan films in the 21st century archive. In: Cinema Journal 46,3, Spring 2007, S. 124-128. – Wintle, Pamela / Homiak, John P.: Guide to the Human Studies Film Archives. Washington: National Museum of Natural History, Smithsonian Institution 1995.  ... [weiterlesen]
216.

Hornlautsprecher

... strahlende Modelle, werden Hornlautsprecher genannt. Sie kommen hauptsächlich auf Bühnen und in Kinos zum Einsatz.  Sie werden am Ausgangspunkt (an der inneren Hornöffnung“) durch eine große Luftbewegung einer Membran angetrieben, der als Schalldruck auf Grund der kontinuierlichen Vergrößerung des Hornquerschnitts den Wellenwiderstand stoßfrei verändert, so dass am Ende des Horns der Ton auf einer verhältnismäßig riesigen Abstrahlfläche an die Außenluft abgegeben wird – der Wirkungsgrad ist also sehr hoch. Erste Typen des elektrisch angetriebenen Hornlautsprechers wurden bereits Ende der 1920er vorgestellt (1925: Victor Orthopho ... [weiterlesen]
217.

Eon Production

... t. Die Inszenierung wurde schnell mit aufwendigen Stunts durchsetzt. Die Handlung spielte an exklusiven, meist exotischen Orten, die Interieurs (insbesondere der Bösewichte) waren die von Superreichen. Der große Erfolg machte es möglich, die Produktionskosten immer höher anzusetzen (und die production values auch sichtbar zu machen). Der erste Film der Reihe wurde Dr. No (1962, Terence Young). Die Partnerschaft mit Saltzman endete 1975 (Saltzman verkaufte seine Anteile an United Artists, den Bond-Verleih). Broccoli führte Eon zunächst allein weiter, nahm 1985 seinen Stiefsohn Michael G. Wilson in die Firma auf, die jener heute – nach Broccolis Ausscheiden 1995 und Tod 1996 – mit Broccolis Tochter Barbara Broccoli führt.Um den Namen „Eon“ (von griech. Aion = Ewigkeit, Äone) rankt sich die – falsche – Anekdote, dass es sich um ein Akronym für „Everythong or nothing“ handele.  ... [weiterlesen]
218.

Psychorama

... old Daniels) folgte bald. In den Film waren Einzelbilder von Schlangen, mit denen eine Abwehrreaktion ausgelöst werden sollte, Bilder von Herzen eingeschnitten, die Entspannung signalisieren sollten, sowie große Buchstaben, mit denen das Wort „blood“ buchstabiert wurde, das Angst induzieren sollte, an entsprechenden Stellen eingeschnitten. Das Verfahren erwies sich aber als sinnlos, es wurde vom Publikum nicht akzeptiert. Gleichwohl blieb die Einzelbildmontage (als subliminal cut) bis heute gelegentlich in Gebrauch, auch wenn die Annahme eines ohnmächtigen Zuschauers heute aufgegeben ist.Literatur: Corrigan, R.E. / Becker, H.C.: Subliminal communication processes. Status and possibilities. New Orleans: Precon Process and Equipment Corp. 1958. ... [weiterlesen]
219.

Studiobrände

Aufgrund des schnellentflammbaren Nitrat-Materials, aus dem die Filme hergestellt wurden, bestand für die frühen Studios eine enorme Brandgefahr. Tatsächlich gab es in mehreren Studios große Brände - allerdings nicht nur wegen des Filmmaterials. – Als erstes geriet das Studio der Thanhouser Film Corporation in New Rochelle in Brand (am 13.1.1913). Das Feuer hatte eine so hohe Publicity für das Studio erzeugt, das ... [weiterlesen]
220.

Havas

... die Firma um. Am 4.4.2000 wurde für der international anbietende Marketing-Agentur Snyder Communications, Inc. (SNC) für 2,1 Milliarden US-$ übernommen. Nach einer Reorganisation entstanden drei große Abteilungen – die Euro RSCG Worldwide („integrierte Kommunikationskonzepte“); MPG („Medien- und Programmentwicklung, Programmhandel“) and Arnold Worldwide Partners („Werbung“). Das Firmenkonglomerat ging im Juli 2004 in den Besitz des Geschäftsmanns Vincent Bolloré über, der VUP mit seiner Firma Lagardère zu dem neuen Gebilde Editis verschmolz, an dem er einen Anteil von 26,41% kontrolliert. U.a. gehören die Fernsehsender Canal Plus und CLT zum Havas-Konzern (Stand: 2006); 2005 beschäftigte Havas mehr als 14.000 Menschen; im gleichen Jahr erwirtschaftete die MPG (Media Planning Group, die Programmhandel-Agentur der Havas-Gruppe) mit 2.450 Mitarbeitern einen Umsatz von 11 Milliarden US-$. ... [weiterlesen]
221.

Fin-Syn-Rule

auch: Fin/Syn-Rule, „Fin-Syn“-Rule; eigentlich: Financial Interest and Syndication RuleDie Fin-Syn-Rule wurde 1970 von der Federal Communication Commission (FCC), der obersten Rundfunkregulierungsbehörde der USA, erlassen. Sie verfolgte zwei Ziele: Die Übermacht der großen Networks (CBS, ABC und NBC) sollte begrenzt und zugleich die Verhandlungsmacht der unabhängigen Film- und Fernsehproduzenten gestärkt werden. ... [weiterlesen]
222.

Magnum Photos

1947 wurde Magnum Photos als erste unabhängige Foto- und Fotografenagentur von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger in Paris gegründet. Der Anekdote folgend geht der Name auf eine übergroße Flasche Champagner zurück, die anlässlich der Gründung getrunken wurde. Es war das Ziel der Agentur, als unabhängige Kooperative humanistisch gesinnter Photographen der Macht der Bildmedien (i ... [weiterlesen]
223.

Zeltkino

... weiten Weltkrieg) oder wenn besondere Events mit Kinoaufführungen versorgt werden sollten. Bis heute werden manche Wanderkino-Veranstaltungen (etwa in den Badeorten an der Nordsee), Kinoveranstaltungen auf großen Ausstellungen wie der Bundesgartenschau (etwa 1963 in Hamburg) oder auf Rockkonzerten (wie im dänischen Roskilde) in Zelten angeboten.  ... [weiterlesen]
224.

Leavesden Studios

... Goblet of Fire, 2005). Das Studio-Areal ist mehr als 45.000qm groß; es umfaßt neben Bühnenbauten Produktionsbüros, ein Trickstudio und Lagergebäude; hinzu kommt ein mehr als 300.000qm großes Außengelände. Das Gesamtgelände der Studios ist Teil eines größeren Gewerbegebietes – die Studios selbst gehören heute zu MEPC Ltd., dem größten britischen Betreiber von Industrieparks. Homepage: http://www.mepc.co.uk/leavesdenpark/Home.aspx ... [weiterlesen]
225.

Kriegsdrama

... Gefangenheit der Figuren als Kriegsgerichtsverhandlungen (Paths of Glory, 1957; King and Country, 1964) und zeigen dabei die rücksichtslose und unmenschliche Macht von Disziplin und Gruppenräson. Eine große Gruppe von war dramas spielt an der Heimatfront – Mrs. Miniver (1942), The Best Years of Our Lives (1946) oder auch Hope and Glory (1987) – und fragt nach den Zerstörungen ziviler Lebensformen, aber auch nach den Anpassungen, die Menschen an die Allgegenwart der Kriegshandlung vollbringen. In diese Gruppe gehören auch die meisten der Filme, die nach den Auswirkungen des Films auf die Liebe fragen (Casablanca, 1942; Le dernier Métro, 1980), die den moralischen, sozialen und psychologischen Implikationen des Widerstands gewidmet sind (L‘Armée des Ombres, 1969; Het Meisje met het rode Haar, 1981) oder auch den aberwitzigen Zerstörungen des Sozialen bei Verfolgung und Vernichtung (The Pianist, 2002; die verschiedenen Verfilmungen des Anne-Frank-Tagebuchs).Literatur: Vonderau, Patrick: Krieg im Kino. Aufriß eines Problemfeldes. In: Krieg und Medien. Verantwortung zwischen apokalyptischen Bildern und paradiesischen Quoten. Hrsg. v. Petra Grimm u. Ralph Capurro. Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2004, S. 97-106. ... [weiterlesen]
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mobiles Kino

engl.: travelling cinema(1) Bevor es ortsfeste Kinos gab und bevor die großen Unternehmerfamilien des Jahrmarkts als Kinobetreiber auftraten, gab es in ganz Europa und Amerika ein breites Bedürfnis nach Filmveranstaltungen, die oft in Kombination mit anderen Formen der Unterhaltungskunst dargeboten wurden. Bis Ende der 1900er Jahre, als die meisten Städte feste Kinos hatten, ja, auf dem Lande bis in den ersten Weltkrieg hinein geh&oum ... [weiterlesen]
227.

Lesben (2)

Von einer großen Zahl von Schauspielerinnen des klassischen Hollywood heißt es, dass sie lesbisch gewesen seien. Greta Garbo, Marlene Dietrich, Joan Crawford, Barbara Stanwyck, Judy Garland – sie waren nicht nur übler Nachrede ausgesetzt, sondern wurden auch durch gezielte Kampagnen der Studios als Heterosexuelle inszeniert. Bis heute wird mit der Tatsache, dass Schauspielerinnen lesbisch sind, von der Industrie äuße ... [weiterlesen]
228.

foley artist

... steht meist aus denjenigen, die die Geräusche erzeugen (foley artists, walkers), und den Technikern, die sie abmischen (foley editor, foley mixer, foley engineer). Das Ton-Studio (foley stage) umfasst eine große Reihe von Objekten – von Metallblechen über leere Behälter, Waffen, Haushaltsgegenstände etc. –, die je nach Aufgabe eingesetzt werden. Insbesondere der Ton von Action-Sequenzen wird meist übertrieben – gerade hier wird von einem naturalistischen Sound-Konzept abgewichen und mit erkennbarem Kunst-Ton gearbeitet (ein bekanntes Beispiel sind die Faustschläge aus den Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filmen). ... [weiterlesen]
229.

Kopienschnitt

... tion der Rentabilität einer Kopie wichtig. Ob eine Kopie mit 300 oder 400 Zuschauern als rentabel gelten kann, hängt nicht nur von den Kopierwerkskosten, sondern auch von allgemeinen Vorkosten ab. Die großen Erfolge liegen deutlich darüber – Das Parfüm (2006) startete in Österreich mit 92 Kopien und erreichte am ersten Wochenende einen Kopienschnitt von 1.420 Zuschauern. ... [weiterlesen]
230.

akustische Markenidentität

... ens oder einer Marke – die korporative Identität hat so auch eine akustische Dimension. Zu den Techniken des akustischen Brandings gehören die Entwicklung eines Audio-Logos (wie die Fanfaren der großen Filmfirmen vor Beginn der Kinovorführung), eines marken- oder firmentypischen Markenthemas (brand theme, etwa als Handy-Klingelton), ggf. eines ebensolchen Liedes (brand song). Manchmal wird eine charakteristische Stimme als identitätsstiftende Stimme eingesetzt. Insbesondere die Vielzahl der neuen Medien, die auch oder sogar insbesondere im Akustischen gegen das Feld der Konkurrenzen abgesetzt sein müssen – Podcasts, Audiobooks, Smartphones, aber auch Konsolen- und Computerspiele usw. –, hat die Bedeutung des Audio-Brandings vergrößert. Literatur: Bronner, Kai / Hirt, Rainer (Hrsg.): Audio‑Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gessell ... [weiterlesen]
231.

LFE-Kanal

... (z. B. 5.1). Um den Datenstrom klein zu halten, besitzt dieser Kanal meistens nur eine begrenzte Bandbreite von 20–100 Hz. Ursprünglich wurde der LFE-Kanal eingeführt, um im Kino einen einzigen großen Subwoofer hinter der Leinwand mit eigenen Signalen zu versorgen. Damit wurde es möglich, sehr tiefe Töne wiederzugeben, ohne alle Lautsprecher und Verstärker so groß dimensionieren zu müssen. Außerdem wurde es möglich, den Tiefbass separat zu regeln, ohne dabei andere Frequenzen im Tief-, Mittel- oder Hochtonbereich zu beeinflussen. Der LFE-Kanal wurde von Ingenieuren der Dolby-Laboratorien im Umkreis der Tonausstattung von Star Wars (1977)konzeptioniert; der erste Film, der die beiden ursprünglich für 70mm-Vorführungen angelegten Front-Lautsprecher mit eigenen Bass-Lautsprechern nutzte, war Close Encounters of the Third Kind (1977). Der LFE-Kanal wurde 1987 ... [weiterlesen]
232.

verwunschenes Haus

auch: Spukhaus, Spukzimmer; engl.: haunted houseDas verwunschene Haus ist ein Motiv der phantastischen Literatur, das sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute und auch vom Film schon früh adaptiert wurde (etwa in Buster Keatons Kurzfilm The Haunted House, 1USA 1921, oder in Paul Lenis The Cat and the Canary, USA 1927). Der Handlungsort ist meist von einem Fluch oder einer vergangenen ungesühnten Schuld belastet, um den Prei ... [weiterlesen]
233.

Filmauto (3)

Bezeichnung für die Wagen des Wanderkinos, die für die Projektion von Filmen voll ausgerüstet sind, so dass Filme auch in kinolose Orte gebracht werden können. Filmwagen wurden vor allem in den 1920er Jahren entwickelt, um Aufklärungsfilme an allen möglichen Orten zeigen zu können. Ein Beispiel für einen möbelwagengroßen Filmwagen findet sich in Wim Wenders‘ Im Lauf der Zeit (BRD 1975). ... [weiterlesen]
234.

cinema da retomada

... nden. 2002 wurde eine neue Agentur zur Förderung des brasilianischen Films gegründet (Agência Nacional do Cinema / Ancine). Die Filme nahmen Handlungsorte des Cinema Novo – die Favelas der großen Städte und vor allem das Sertão, das arme Hinterland im Nordosten des Landes – wieder auf; die Konzepte des Cinema Novo wurden aber revidiert und modernisiert. Thematisch handeln viele der Filme von sozialer Gewalt, von Korruption und von der allgemeinen Krise der staatlichen Institutionen im Umgang mit einer sich radikal verändernden Welt.Literatur: Schlesinger, Martin: Brasilien der Bilder. Weimar: VDG 2008. – Oricchio, Luiz Zanin: O cinema de novo. Um balanço crítico da retomada. São Paulo: Estação Liberdade 2003. – do Amaral Brilhante, Lucyana: Imagens do Brasil: o sertão em deus e o diabo na terra do sol e em abril despedaçado. In: Revista Querubim. Rvista eletrônica de trabalhos científicos nas áreas de Letras, Ciências Humanas e Ciências Sociais 6,10, 2010, S. 48-54. – Desbois, Laurent: La rénaissance du cinéma brésilien. De „L'Atlantide“ à la „Cité de Dieu“. Paris: Harmattan 2011. ... [weiterlesen]
235.

De Havilland Law

dt. unüblich: de-Havilland-GesetzVon den 1920ern an bemühten sich die Studios, möglichst große Kontrolle über die Images der Stars auszuüben, die meist unter Exklusiv-Vertrag standen und imagegerecht eingesetzt werden konnten – sowohl hinsichtlich der Rollen, die sie spielten, wie aber auch ihrer öffentlichen Auftritte und sogar ihres Privatlebens. Erst die Schauspielerin Olivia de Havilland, die einen Sieben ... [weiterlesen]
236.

dialogue editor

... nahmen aus anderen Aufnahmen der Szene oder durch Nachaufnahmen ersetzt werden, die die Schauspieler nach den eigentlichen Dreharbeiten in einem Tonstudio passend zu den Szenenaufnahmen eingesprochen haben. Bei großen Produktionen arbeitet der Dialogeditor mit einem ADR-Editor zusammen, der für die Nachaufnahmen zuständig ist (oft übernimmt er die Aufgabe aber auch selbst). Bei der Bearbeitung der Dialoge wird auch eine Abstimmung auf die Hintergrundgeräusche (etwa bei Aufnahmen an belebten Plätzen, in Restaurants, bei Parties oder ähnlichem) vorgenommen (das oft sogenannte walla). Nach Abschluss des Dialogschnitts übernimmt der re‑recording mixer die Abmischung aller Tonspuren (Dialog, Geräusch, Musik). ... [weiterlesen]
237.

Kontorsion

... ilm Topkapi, USA 1964).Manchmal treten Kontorsionisten auch als lebende Puppen auf. Bekannt ist vor allem der Rag-Doll-Akt, bei dem ein oder zwei (lebende) Partner den Schlangenmenschen wie eine schlaffe, lebensgroße Puppe (= rag doll) hin- und herschleudern, verbiegen, durch die Luft werfen usw.; am Ende der Nummer wird die Puppe oft in einen kleinen Kasten gestopft, aus dem sie in einer Art finalem Gag selbst herausklettert und sich als Artist dem Publikum zeigt. Eine nicht-kontorsive Variation ist der brasilianische Dança da boneca de pano (etwa: Tanz mit der Stoffpuppe), der meist mit einer tatsächlichen Puppenfigur ausgeführt wird. Beide Formen des Rag-Doll-Aktes sind im Film dargestellten Bühnenauftritten vorbehalten, finden sich im frühen Film allerdings auch als eigenständige Film-Sujets. ... [weiterlesen]
238.

VUFKU

... meist kurze Filme produzierten. Kurz nach der Gründung wurde VUFKU zum Vertreter des staatlichen Monopols über alle Filmbereiche der Republik (Produktion, Verleih, Vorführung), übernahm ein großes Studio in Odessa sowie zwei Produktionsstätten in Kiew und Kharkiv, mietete zudem ein Studio auf der Krim an (wegen der dortigen 250 Sonnentage). Vor allem das Studio in Odessa wurde modernisiert und mit moderner (westlicher) Studiotechnik ausgerüstet. 1927 folgte ein Neubau der Studios in Kiew, das für einige Jahre zu den modernsten Produktionseinrichtungen Europas zählte und zudem Produktionsroutinen einführte, wie sie auch in Hollywood gebräuchlich waren. Neben Erziehungs-, Dokumentar- und Agitpropfilmen entstanden allein 1928 106 Filme (88 in Odessa, 18 in Kiew). Das komplett vert ... [weiterlesen]
239.

cosplay

... ns und weitet sich auf das Nachahmen von Figuren aus Literatur, Spielfilm, Fernsehserie und Computerspiel aus. Die überwiegend weiblichen cosplayer finden in der Regel auf eigenen Konstümwettbewerben, großen Fan-Conventions oder im privaten Raum zusammen; mitunter werden Cosplayer-Zusammenkünfte jedoch auch in Manier so genannter Flashmobs abgehalten. Literatur: Thorn, Matthew: Girls and Women Getting Out of Hand: The Pleasure and Politics of Japan's Amateur Comics Community. In: Kelly, William W. (Hrsg.): Fanning the Flames: Fans and Consumer Culture in Contemporary Japan. Albany: State University of New York Press 2004, S. 169-187. ... [weiterlesen]
240.

Ansager

auch: ProgrammsprecherDiejenigen, die in Hörfunk und Fernsehen Sendung an‑ oder absagen, werden Ansager genannt. In der Frühzeit des bundesdeutschen Fernsehens galten die Ansager (bzw. Ansagerinnen, die die absolute Majorität bildeten) als Vertreter und Außendarsteller der Institution Fernsehen, weshalb die Auswahl der Ansagerinnen große öffentliche Aufmerksamkeit genoss. Zu den bekanntesten Ansagerinnen gehö ... [weiterlesen]
241.

Gemeindekino

... operation von Staat und Reformern beschlossen wurde. Es sollten Schulkinos eingerichtet werden, die Lehr- oder Kulturfilme zeigen sollten – als Gegenentwurf gegen die Angebote der kommerziellen Kinos, die großen Teils als „Schmutz- und Schundfilme“ kategorisiert wurden. Doch konnte sich das Programm der Gemeindekino-Reformer beim breiten Publikum nicht durchsetzen. Es blieb nur der autoritär beschützte Bereich der Schule und der Schulkinos (bzw. -filme), an dem die Bemühungen der Reformer fortgesetzt werden konnten.Ergänzend zur Gemeindekinobewegung bleibt zu fragen nach den Verbindungen etwa zur (katholisch basierten) Lichtbildnerei in München‑Göadbach (heute: Mönchen‑Gl.), die ja im nationalen (nicht nur im katholischen) Maßstab ein publizistisches Zentrum der Kinoreformbewegung in Deutschland war und auch Beispielfilme verlieh, zu Beispielprogrammen in Kunstvereinen (wie Häfkers frühe ästhetisch ambitionierte Beispielprogramme ,guter Filme‘), in Partei‑ und Volkshäusern (wo politische Ideen umgesetzt werden sollten), sowie nach denen zur vaterländischen Propaganda im unmittelbaren Vorfeld und den ersten Jahren des 1. Weltkriegs.Literatur: Schulze, Volker: Frühe kommunale Kinos und die Kinoreformbewegung in Deutschland bis zum Ende des ersten Weltkrieges. In: Publizistik, 1, 1977, S. 62‑71. – Siegert, Paul Ferd[inand]: Bürgerliches Selbstverständnis, Kinoreform und früher Schulfilm. Eine kulturwissenschaftliche Analyse. Magisterarbeit Lüneburg 1995, URL: dok.uni‑lueneburg.de/texte/Kinoreform.pdf.Historische Texte: Ackerknecht, Erwin: Das Lichtspiel im Dienste der Bildungspflege. Handbuch für Lichtspielreformer. Berlin: Weidmann 1918. – Beyel, Christian: Kinoreform und Gemeindekino. In: Schweizerische Zeitschrift für Gemeinnützigkeit, 2-3, 1919. – Haefker, Hermann: Kino und Kunst. M. Gladbach: Volksvereins-Verlag 1913 (Lichtbühnen‑Bibliothek. 2.). – Warstat, Willi / Bergmann, Franz: Kino und Gemeinde. Mönchen-Gladbach: Volksvereins‑Verlag 1913 (Lichtbühnen‑Bibliothek. 3.). ... [weiterlesen]
242.

aerial war film

... strategischen Bomber des Kalten Krieges (wie  Strategic Air Command, USA 1955, Anthony Mann). Neuere Filme adaptieren die Konventionen beider Gruppen bei oft radikal erneuerter Technik – manchmal mit großem Erfolg an der Kinokasse (wie Top Gun, USA 1986, Tony Scott). Die Muster des Luftkriegsfilms sind gelegentlich mit anderen Genres kombiniert worden – bis hin zum Spionage-Melodram wie in Jet Pilot (USA 1957, Josef von Sternberg).Literatur: Orriss, Bruce W.: When Hollywood ruled the skies. The aviation film classics of World War II. Hawthorne, Cal.: Aero Associates 1984. – Paris, Michael: From the Wright brothers to Top gun. Aviation, nationalism and popular cinema. Manchester [...]: Manchester University Press 1995. – Pendo, Stephen: Aviation in the cinema. Metuchen, N.J. [...]: Scarecrow Press 1985. ... [weiterlesen]
243.

Oral History: Film

... ndigener Gruppen selbst durchgeführt werden oder Kolonialgeschichte aus der Sicht der Kolonisierten neu konfigurieren.Um die Methode der Oral History sind auch mehrere audiovisuelle Archive entstanden, die große Mengen von Filmmaterial versammeln, um es späterer Forschung zugänglich zu machen. Dazu gehört das bekannte Projekt der Shoah Foundation von Steven Spielberg über die Erfahrungen der KZ-Häftlinge, das Projekt Archimob (= Archives de la mobilisation) um den Filmemacher Frédéric Gonseth, das Hunderte von Zeugnissen über die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs gesammelt hat, oder das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939-45 über die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der Nazi-Zeit.Literatur: Lacasse, Germain (éd.):  Pratiques orales du cinéma. Textes choisis. Paris: L'Harmattan 2011. – Knopf, Kerstin: Decolonizing the lens of power. Indigenous films in North America. Amsterdam [...]: Rodopi 2008. ... [weiterlesen]
244.

Oral History

... chen und Betroffenen – durch die Bank kleine Leute, die in der offiziellen Geschichte keinen Platz haben – einen Zugang zu einer historischen Erfahrung unter- oder außerhalb der Geschichte der großen politischen Ereignisse und Persönlichkeiten zu gewinnen, eine Alltags- und Mentalitätengeschichte, die es ermöglicht, in verschiedenen und unvertrauten Milieus und Lebenswelten einen „Blick von innen“ (view from inside) zu gewinnen. Dabei sollten die Zeitzeugen möglichst wenig vom Interviewer oder Filmemacher beeinflusst werden. Die kommunikative Macht des Interviewers, das Gespräch zu steuern, wurde bewusst aufgelöst zugunsten eines freien Berichts, einer unbeeinflussten Erzählung, so dass gerade lange Zeit vernachlässigte Gebiete und Gegenstände der Soz ... [weiterlesen]
245.

Mainstream

... Wirkweisen des Konformitätsdrucks zurückgeführt, der dazu führt, dass Menschen dazu neigen, sich Urteile, Haltungen, Wahrheitsannahmen und ähnliches mit anderen zu teilen, so dass sich große Gruppen geteilter Meinungssysteme (belief systems) und geschmacklicher Präferenzen herausbilden.Literatur: Holert, Tom: Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft. Berlin [...]: Ed. ID‑Archiv 1996; 2. Aufl. 1997. – Hügel, Hans‑Otto: Lob des Mainstreams. Zu Begriff und Geschichte von Unterhaltung und populärer Kultur. Köln: Halem 2007. ... [weiterlesen]
246.

Übersichtsschwenk

engl.: surveying panInsbesondere bei Szeneneröffnungen wird manchmal mit Übersichtsschwenken gearbeitet, die wie ein etablierender Schwenk das Handlungsfeld der Szene präsentieren, ohne dabei eine bestimmte Figur zu begleiten (insofern sind sie oft ein Sonderfall der establishing shots). Ein fast klassisches Beispiel ist die Einführung der Hans-Albers-Figur in Große Freiheit Nr. 7 (Deutschland 1944, Helmut Käutner), der ... [weiterlesen]
247.

Berkeley Girls

... spektiven filmte, die sich ganz auf das Figural-Geometrische seiner Bühnenarrangements konzentrierte. Um die Aufmerksamkeit von aller Individualität der Tänzerinnen abzulenken, engagierte er eine große Gruppe von jungen Frauen, die einander auffallend ähnelten. Man nannte diese Gruppe Berkeley Girls. Dass er mit dieser Strategie eine Anonymisierung der Bühnenakteure vornahm, war einer der Ansatzpunkte der Kritik an der verdeckten Politik des Sexuellen dieser Art der Inszenierung.Berkeley hatte seine Tänzer und Tänzerinnen zunächst in production sequences für Filme choreographiert, für die er nicht selbst Regie führte, bevor er ganze Filme für Warner Bros. inszenierte. Al ... [weiterlesen]
248.

Merchandising

... ll ist; und die Planung der Folgeverwertungen der Rechte an Inhalten, Figuren, Design, Markennamen u.ä. erreichte erst in den 1970ern das Ausmaß, das dem Merchandising gelegentlich zukommt. Filme mit großem Merchandising‑Angebot gehören fast alle dem Blockbuster-Kino an (darunter Star Wars, 1977-83, 1999-2005; Jurassic Park, 1993; Harry Potter, 2001-11) oder fußen auf bekannten TV-Serien wie den diversen Teilserien von Star Trek.Literatur: Hartlieb, Holger, von / Schwarz, Mathias: Handbuch des Film‑, Fernseh‑ und Videorechts. Begr. von Horst von Hartlieb. 5., neubearb. und erw. Aufl. München: Beck 2011, S. 949-966.(2) In einem betriebs- und werbewirtschaftlichen Sinne bezeichnet Merchandising alle Formen der Verkaufsförderung, vor allem die Präsentation von Produkten für die Konsumenten. Zu diesem Merchandising-Verständnis gehören Werbegeschenke, Werbezettel, Aufsteller und ähnliches (im Kino würde man auch die Plakate und Aushangphotos dazurechnen). ... [weiterlesen]
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Heimatfrontfilm

... er Front und im zivilen Leben, vor allem die der Frauen in der Heimat. Die Filme gehören zugleich zu anderen, standardisierten Genres wie Kriegsfilm, Romanze, Drama oder Revuefilm. Aber gerade aufgrund der großen Erfolge der als prototypisch geltenden Wunschkonzert (Ufa 1940, Eduard von Borsody) und Die grosse Liebe (Ufa 1942, Viktor von Tourjansky), liegt es nahe anzunehmen, dass es sich aus Sicht der Produktion (und darin war das Propaganda-Ministerium wesentlich involviert) um einen Produktionszyklus handelte, der Erfolg beim Publikum versprach – kommerziell wie auch im Sinne der Ideologie. Die Filme wurden als „Filme unserer Zeit“ vermarktet, wiederholten und variierten aber wie andere Genrefilme auch publikumswirksame Motive und Handlungsmuster der ersten Erfolge.Literatur: Hufendiek, Rebekka: „Ein doppelter Wall aus Herzen und Stahl“. Krieg und Emotionen im Heimat-Frontfilm. In: Kunst der Propaganda – der Film im Dritten Reich. Hrsg. v. Manuel Köppen & Erhard Schütz. 2., überarb. Aufl. Bern [...]: Lang 2008, S. 173-187. – Lowry, Stephen: Heimatfrontfilme. & ... [weiterlesen]
250.

Motivikone

... en Bildikonen finden lässt, für die ein einzelnes Bild zentral ausgemacht werden kann, lässt sich ein solches bei Motivikonen nicht ausweisen. Vielmehr gibt es eine Vielzahl an Bildern, die durch große Ähnlichkeit gekennzeichnet sind, weshalb die Möglichkeit, genau das eine Bild auszumachen, sich nicht bietet. Gleichwohl besitzen auch Motivikonen durchaus motivische Prägnanz und erfüllen ähnlich den anderen 'Ikonen'-Formaten textuelle und mnestische Funktionen. Durch den Begriff wird es der Forschung ermöglicht, dennoch die 'Ikone' zu fassen und sie somit in die Reihe der 'Ikonen'-Formate aufzunehmen.Literatur: Viehoff, Reinhold / Fahlenbrach, Kathrin: Ikonen der Medienkultur: Über die (verschwindende) Differenz von Authentizität und Inszenierung. In: Michael Beuthner [...] (Hrsg.): Bilder des Terrors – Terror der Bilder? Kriegsberichterstattung am und nach dem 11. September.  Köln: Herbert von Halem 2003, S. 42-59. – Grittmann, Elke / Ammann, Ilona: Ikonen der Kriegs- und Kriesenfotografie. In: Diess. / Neverla, Irene (Hrsg.): Global, lokal, digital – Fotojournalismus heute. Köln: Herber ... [weiterlesen]
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Altersrolle

... uml;nderten Vorzeichen forterzählen (ein Beispiel ist The Best Exotic Marigold Hotel, Großbritannien/Indien 2011, John Madden).Literatur: Dompke, Christoph: Alte Frauen in schlechten Filmen. Vom Ende großer Filmkarrieren. Hamburg: Männerschwarm‑Verlag 2012. – Küpper, Thomas: Filmreif. Das Alter in Kino und Fernsehen. Berlin: Bertz + Fischer 2010. (2)  Bezeichnung der Rolle im Gefüge der Alters- und Lebenslaufmodelle – auch der Pubertierende erfüllt eine Altersrolle. Klaffen Schauspieler- und Figurenalter auseinander, wird also der Akteur mit einer Rolle betreut, die sich deutlich von seinem eigenen Lebensalter unterscheidet, wird oft mit einer Altersmaske gearbeitet: Es kommt dann oft zu Irritationen der Illusion – das Spiel wird durchsichtig. ... [weiterlesen]
252.

Öl-auf-Glas-Animation

... en manchmal auch Wasserfarben wie Gouache (vermischt mit Glycerin, um den Prozess des Trockens zu verlangsamen) verwendet. Derartige Animationen werden fast immer von einem einzelnen Animator und nicht in einem großen Studio erstellt. Der bekannteste Animator des Verfahrens ist Alexandr Petrov; für The Old Man and the Sea (Rußland/Kanada/Japan 1999) nach Hemingways Novelle erhielt er den Oscar; die insgesamt 29.000 Aufnahmen des Films wurden mit einer IMAX-Kamera gemacht. Als älteres Meisterwerk der Technik gilt Oskar Fischingers 11minüter Motion Painting No. 1 (USA 1947) zum Brandenburgischen Konzert Nr. 3 von Johann Sebastian Bach.Literatur: Kenyon, Heather: Animating Under the Camera. In: Animation World Magazine 3,2, May 1998, URL: http://www.awn.com/mag/issue3.2/3.2pages/3.2student.html. – Ani ... [weiterlesen]
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Lisa Film

... l;dien wie etwa Tante Trude aus Buxtehude (1971) oder Piratensender Powerplay (1981) mit Stars wie Thomas Gottschalk und Mike Krüger; Die Supernasen (1984) oder auch Zärtliche Chaoten (1986) wurden zu großen Publikumserfolgen. Ab Mitte der 1980er verlagerte sich die Produktion auf TV-Serien wie Ein Schloß am Wörthersee (1990-93), Tierärztin Christine (1993‑96), Das Traumhotel (2004ff) und Agathe kann's nicht lassen (2005-07). Der Lisa Film gehören heute die Lisa Film Produktion GmbH (Wien), Lisa Film Vertrieb GmbH (Velden am Wörther See) und die Event Filmproduktion GmbH (München) an. 2013 wurde die Mona-Film aus der Lisa-Film ausgegliedert, die 2007 gegründet worden war und in enger Kooperation mit Lisa-Film stand.Homepage: http://www.lisafilm.at/lisafilm/index.jsp. ... [weiterlesen]
254.

Tierhorror

... sänderungen als Antworten auf Atombombenversuche, Umweltverschmutzungen u.ä. herausstellen, also letztlich vom menschlichen Umgang mit der Natur verursacht werden. Nicht erst seit den 1970ern ist eine große Gruppe von ökokritischen Filmen erkennbar, die dieses Motiv ganz zum Thema machen. Auch in den Horrorfilmen sind Tiere in das soziale Geschehen eingebunden, sie verlieben sich in menschliche Figuren (wie King Kong sich die Figur der Ann Darrow als Sehnsuchtsfigur erkor); manchmal auch nehmen sie Rache für etwas, das Menschen ihren tierischen Gefährten antaten (man denke an Orca, USA 1977, Michael Anderson, der den Tod seiner Wal-Gattin blutig rächte). Ein Tiefenthema des Tierhorrorfilms ist die Infragestellung des Mensch-Tier-Verhältnisses, das die Unterwerfung der Tiere so selbstverständlich unter die Erscheinungsformen der Naturbeherrschung stellt – auch darum fallen Filme wie Moby Dick (USA 1956, John Huston, nach dem Roman von Herman Melville, 1851), der den riesigen Wal fast als transzendentalen Gegenspieler des Kapitän Ahab setzt, oder Filme wie Alfred Hitchcocks The Birds (USA 1962), in dem die eigentliche harmlosen Tiere sich ohne jeden erkennbaren Grund zu einem Kollektivwesen z ... [weiterlesen]
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Telebrücke

... ieren. Die Moderation hatten meist der russische Journalist Vladimir Posner und der US-Entertainer Phil Donahue (der US-Titel der Sendungen war Donahue in Russia). Die Sendungen erfreuten sich v.a. in der UdSSR großer Beliebtheit. Die Telebrücken gehörten zu jenen Projekten, die das bevorstehende Ende des Kalten Krieges signalisierten. Sie bestanden nicht nur im Austausch mit den USA, sondern auch mit anderen Ländern (von den 41 derartigen Sendungen im Jahre 1987 basierten z.B. nur 10 auf der Verbindung zu US-amerikanischen Teilnehmern).Literatur: Julia Risch: Russen und Amis im Gespräch. Die sowjetisch‑amerikanische Telebrücke (1982‑1989). Ein vergessener Beitrag zur Beendigung des Kalten Krieges. Berlin: SAXA 2012. ... [weiterlesen]
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Dollywood

... hr gehörte es zu den größten Animationsstudios Westeuropas. Es war für seine perfekten Puppenanimationen bekannt. Die TV-Serie Rick de Kikker (1967-68) für den TV-Sender TROS wurde ein großer Erfolg. Über die Jahrzehnte bekannt geblieben ist die Figur des Loeki de Leeuw, die im holländischen Fernsehen zu den Werbeunterbrechungen lief (von 1972 bis 2004). Außerdem produzierte das Studio weiterhin Comic-Hefte und -Reihen sowie (unter dem Label Star-Film) einige Spielfilme. 1972 wurde das Studio geteilt; die Puppenanimation verließ Amsterdam und nahm eine Kooperation mit den Toonder-Studios in Nederhorst den Berg (südöstlich von Amsterdam) auf. Nach Geesinks Tod (1984) führte seine Tochter Louise die Arbeit ihres Vaters weiter.Literatur: Ripmeester, Leenke: Entertainment from the Netherlands: the Geesink collection. In: Tijdschrift voor Mediageschiedenis 15,1, 2012, S. 74-101, URL: http://www.tmgonline.nl/index.php/tmg/article/view/5.(2) Dollywood ist ein Freizeitpark in der US‑amerikanischen Kleinstadt Pigeon Forge im Bundesstaat Tennessee. Nachdem der Park 1961 als Rebel Railroad gegründet worden war, erlebte er einige Namenswechsel, bevor er 1986 mit Dollywood seinen heutigen Namen erhielt. Name ... [weiterlesen]
257.

DreamWorks Animation

... eranimierte Spielfilme. Das erste selbst produzierte Filmprojekt der Firma ist 1998 Antz, nach Pixars Toy Story (1995) der zweite computeranimierte Spielfilm überhaupt. Mit Shrek gelang dem Studio 2001 der große Durchbruch: Die 60 Millionen US-$ teure Produktion spielte weltweit über 480 Millionen Dollar ein und gewinnt den Oskar für den besten Animationsfilm. Neben Shrek und dessen drei Fortsetzungen gelingt es vor allem mit Kung Fu Panda (2008, 2011) und Madagascar (2005, 2008, 2012) weitere, sehr erfolgreiche Film-Franchises am Markt zu etablieren. Seit 2010 produziert das Studio seine Filme zunehmend auch in 3D. Erklärtes Ziel von DWA ist es, zwei bis drei Animationsfilme pro Jahr zu veröffentlichen. Literatur: Laporte, Nicole: The Men Who Would Be King: An Almost Epic Tale of Moguls, Movies, and a Company Called DreamWorks. Boston [...]: Houghton Mifflin Harcourt 2010. ... [weiterlesen]
258.

Rockrolle

... bsolvieren, das die Verkleidung mit Lachen zur Kenntnis nimmt. Fast immer handelt es sich um komische Geschichten oder Episoden. Bereits in der Filmkomödie der Weimarer Republik erfreute sich die Rockrolle großer Beliebtheit; erinnert sei an Ernst Lubitschs Ich möchte kein Mann sein (1918),  Reinhold Schünzels Maskerade als mondäne Nachtclub‑Besucherin in Der Himmel auf Erden (1927), an die Bühnenmaskerade von Fritz Schulz, der in Drei Tage Mittelarrest (1930) als Soldat eine Soldatenbraut gibt, oder an Max Hansens Auftritt als Sängerin in Die - oder keine (1932). Ähnlich beliebt war die Rolle in zahlreichen amerikanischen Komödien nicht erst seit Beginn der Stummfilmzeit – Wallace Beerey etwa hatte zwischen ... [weiterlesen]
259.

Ehrenring des deutschen Films

... h die Produktion übernommen hatte, mit dem Ehrenring dekoriert (dokumentiert in Die deutsche Wochenschau, 553 [16], 1941, Sujet 9). Andere Preisträger waren Veit Harlan (1942, für seinen Film Der große König) und Wolfgang Liebeneiner (1942, für seinen Film Die Entlassung). ... [weiterlesen]
260.

Tiercasting

... ofessionalität aufgeben und zum reinen Marketing-Event degenerieren – so veranstaltete die deutsche Tierbedarfshandlung Freßnapf vom 26.6. bis zum 20.10.2010 in 90 Geschäften der Kette mit großem Publikumszuspruch ein Tiercasting für die Daily-Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten. ... [weiterlesen]
261.

Asylum Studios

eigentlich: The Asylum; auch: The Global AsylumThe Asylum ist eine US‑amerikanische Filmproduktions‑ und Filmverleihgesellschaft, die 1997 von David Rimawi und Sherri Strain, zwei ehemaligen Village Roadshow‑Mitarbeiter und dem Regisseur David Michael Latt gegründet wurde. Die Firma ist heute vor allem dafür bekannt, Low‑Budget‑Filme zu drehen (sogenannte Mockbuster), die die Blockbuster der großen Film ... [weiterlesen]
262.

Digital Cinema Package

Als Digital Cinema Package (meist kurz: DCP) bezeichnet man die Kollektion von digitalen Files, die zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Bild-, Ton- und sonstigen Daten im digitalen Kino verwendet werden. Die Bezeichnung wurde durch die Digital Cinema Initiatives eingeführt und deren Spezifikationen normiert. In aller Regel besteht das DCP aus multi-gigabyte-großen Material eXchange Format (MXF)-Files, die zur Aufzeichnung von Ton- und Vide ... [weiterlesen]
263.

verlorene Filme

... rden Filme oft bewusst zerstört, um in einem Recyling-Prozess die Silbernitratanteile zurückgewinnen zu können).Da Filme zum kulturellen Erbe gehören, ist die Frage der Langzeitsicherung von großer Dringlichkeit. Die Umkopierung von Filmen auf Nitrozellulosebasis auf das 1940 von Kodak vorgestellte schwer entflammbare Acetatmaterial (Sicherheitsfilm) kann nur eine Zwischenlösung darstellen, da auch dieses Material chemisch zersetzt wird. Allerdings verlängert sich damit der Zeitraum der Sicherung erheblich (darum auch gilt bis heute die Archiv-Devise: Nitrate won’t wait). Ob die Digitalisierung längerfristige Perspektiven der Filmsicherung bereitstellen wird, ist noch kaum absehbar.Literatur: Cherchi Usai, Paolo: The death of cinema. History, cultural memory and the digital dark age. Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2008. Zuerst London: BFI 2001. – Drubek-Meyer, Natascha / Izvolov, Nikolai: Textkritische Editionen von Filmen auf DVD. Ein Diskussionsbeitrag. In: Montage/AV 16,1, 2007, S. 183-199. – Waldman, Harry: Missing reels. Lost films of American and European cinema. Jefferson, NC: McFarland 2000. ... [weiterlesen]
264.

Koppeln

... olltisch statt. Für die pausenlose Vorführung von Kinofilmen mit einem Projektor gibt es neben dem Spulenturm seit Ende der 1960er auch die sogenannten Telleranlagen, bei denen der Film horizontal auf großen Tellerebenen liegt. ... [weiterlesen]
265.

Risikokommunikation

Oft im Zusammenhang mit den Ergebnissen der sogenannten Technikfolgenabschätzung bezeichnet Risikokommunikation das Gesamt an Mitteln, Plänen und Strategien, die Behörden und Firmen zur öffentlichen Kommunikation der Identifikation, der Bewertung und des Managements von Risiken aller Art bereitgestellt haben, die große Bevökerungsmengen betreffen (von Umwelt- und Naturkatastrophen über Lebensmittelvergiftungen bi ... [weiterlesen]
266.

Keyframe-Animation

... fixieren, nicht nur die Endpunkte. Ob die Zwischenstadien zwischen den Kernbildern manuell von Zeichnern oder vom Computer realisiert werden, spielt für die ästhetische Betrachtung des Vorgangs keine große Rolle – in beiden Formen kann durch das Einfügen weiterer Keyframes der Bewegungsablauf verfeinert und durch Raffung oder Dehnung des zeitlichen Abstandes zwischen den Keys massiv in den Rhythmus des Films eingegriffen werden. Eine der ersten computeranimierten Filme im Keyframe-Verfahren war der oscar-gekrönte Kurzfilm Hunger (USA 1974, Peter Foldes). ... [weiterlesen]
267.

Habsburgerfilm

... ebenso wie von Militarismus, Klassengesellschaft, einem traditionellen Verständnis der Geschlechterrollen, von Macht-Intrigen und ähnlichem beschworen. Bereits der 1950 gedrehte Film Erzherzog Johanns große Liebe löste eine Welle von Filmen aus, die meist im Wien des 19. Jahrhunderts spielen (Kaisermanöver, 1954; Der Kongress tanzt, 1955; Kronprinz Rudolfs letzte Liebe, 1956; Kaiserball, 1956 usw.). Mit den drei Sissi-Filmen (1955-57) erreichte das kleine Genre seinen Höhepunkt. Es ist die Abwendung vom Österreich der Nachkriegszeit, die den Filmen ablesbar ist und die oft als „Erinnerungsverweigerung“ und indirekt als Auseinandersetzung mit der Frage nach der Schuld Österreichs an der Nazizeit gelesen wurde.Literatur: Fritz, Walter: Im Kino erlebe ich die Welt. 100 Jahre Kino und Film in Österreich. Wien/München: Brandstätter 1997. – Seeßlen, Georg: Sissi – Ein deutsches Orgasmustrauma. In: Marsiske, Hans-Arthur (Hrsg.): Zeitmaschine Kino. Darstellungen von Geschichte im Film. Marburg: Hitzeroth 1992, S. 64-79. ... [weiterlesen]
268.

Primat-Rezenz-Effekt

... bar mit Behaltens- resp. Reproduktionsleistungen koppelt.Für die Strukturierung der Informationsverarbeitungen filmischer Darstellungen ist der Primär-Effekt als „Anbahnungs-Strategie“ von großer Bedeutung und wird in der Drehbuchliteratur manchmal in den Techniken des planting avisiert.Literatur: Anderson, John R.: Kognitive Psychologie. Eine Einführung. Heidelberg: Spektrum‑der‑Wissenschaften 1988. ... [weiterlesen]
269.

Connected-TV

oft auch: Smart-TV, Hybrid-TV; oft auch: vernetztes FernsehenUnter Connected TV versteht man einen großen Bildschirm (= TV-Gerät) mit Anschluss an Rundfunknetze (Kabel, Satellit, DVB-T, IPTV) einerseits und das breitbandige offene Internet andererseits. Im Kern handelt es sich bei den erwartbaren Gebrauchsformen vernetzten Fernsehens um fernsehnahe Nutzungen von TV-, Radio- und Internetangeboten auf allerdings niedrigem Interaktivität ... [weiterlesen]
270.

wrock

... te Anhängerschaft. Anders als beim filk, einer anderen musikalischen Fanpraxis, spielen beim wrock das Kostümieren (costume play oder kurz cosplay) der Akteure und die klassische Konzertsituation eine große Rolle, bei der sich die Mitwirkenden deutlich in Musiker auf der Bühne und Publikum im Saal unterteilen lassen.Literatur: Cuntz-Leng, Vera: Voldemort can’t stop the Rock: Harry Potter und das Wizard-Rock-Phänomen. In: Rock and Pop in the Movies, 3, 2013, S. 6-23. – Rozario, Rebecca-Anne do: Wrocking the Collaboration: Wizard Rock and the Work of J.K. Rowling. In: Musicology Australia 33,2, 2011, S. 265-276. ... [weiterlesen]
271.

Zeittotale

... p 1995, darin v.a. Kap. I: Dehnung und Verdichtung. Zur Zeitlichkeit der Medien, S. 11-71.(2) Der Begriff wurde wohl erstmals von Alexander Kluge in den 1980ern auch in dem Sinne verwendet, dass bei ausreichend großem Abstand vom Sujet – etwa beim Porträtieren von Städten – das Vergehen der Zeit keine wichtige Rolle mehr spielt – anders als in Narrationen, bei denen allerdings größere Zeiträume wie etwa mehrjährige Zeiträume in Liebesgeschichten gerafft, kondensiert oder übersprungen werden können. ... [weiterlesen]
272.

Makrosequenz

manchmal auch: HypersequenzVor allem in der Mediendidaktik verbreitete Gelegenheitsbezeichnung für eine große Einheit der filmischen Erzählung wie Akten, die ihrerseits aus mehreren syntagmatischen Einheiten bestehen. Der Begriff findet auch in der Unterrichtsplanung Verwendung, bezeichnet dort die Darstellung der Abfolge der Teilstücke einer thematischen Unterrichtseinheit (und der damit verbundenen Konzepte der einzelnen Lehr-/ ... [weiterlesen]
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Sexting

... nahmen des eigenen Körpers über Instant‑Messaging‑Anwendungen durch mobile Endgeräte (Smartphone, Tablet, Internet) zu versenden und im Rahmen des Sexting einzusetzen. Sexting ist ein großes medienpädagogisches und jugendrechtliches Problem, weil es nicht nur elementare Fragen des Schutzes der Persönlichkeitssphäre aufwirft, sondern auch in enger Verbindung zu Formen des Cybermobbing zu stehen scheint.Literatur: Hiestand, Todd C.: Sexting and youth. A multidisciplinary examination of research, theory, and law. Durham [...]: Carolina Academic 2014. – Hinduja, Sameer / Patchin, Justin W.: School climate 2.0. Preventing cyberbullying and sexting one classroom at a time. Thousand Oaks, Cal.: Corwin 2012. ... [weiterlesen]
274.

proletarischer Film

... und linke Organisationen; die bekanntesten Produktionsfirmen waren die Prometheus Film‑Verleih und Produktionsgesellschaft GmbH, die sich hauptsächlich mit Spielfilmen beschäftigte (wie etwa der große Erfolg Mutter Krausens Fahrt ins Glück, 1929, Piel Jutzi, oder Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?, 1932, Slatan Dudow), die SPD-Produktionsgesellschaft Film‑ und Lichtbilddienst (mit Filmen wie Brüder, 1929, Werner Hochbaum, oder Lohnbuchhalter Kremke, 1930, Marie Harder) und die Filmkartell "Weltfilm" GmbH, die in der Hauptsache Dokumentarfilme produzierte. Angeregt wurde die Bewegung durch den sowjetischen Revolutionsfilm und die damit verbundenen Hoffnungen, mit Filmen erzieherisch auf die Gesellschaft einzuwirken.Der proletarische Film erlebte in den 1960ern eine Renaissance. Dokumentarfilme wie In der Fremde (19 ... [weiterlesen]
275.

Wolkentank

engl.: cloud tank Der Wolkentank, den Scott Squires – Douglas Trumbull hatte ihn zu den Dreharbeiten von Closed Encounters of the Third Kind (USA 1977, Steven Spielberg) in seine SFX-Abteilung geholt – entwickelte, war ein ca. 8.000l großes Aquarium, das zur Hälfte mit Salzwasser gefüllt war, auf dem die gleiche Menge Süßwasser schwamm; wurde nun weiße Tinte in den Süßwasserbereich eingefü ... [weiterlesen]
276.

Leuchtdiode

... 1990er Jahre zahllose Anwendungen im Bereich der LED‑Leuchtmittel im Alltagsgebrauch. Inzwischen sind LED-Leuchten auch im Filmlicht gebräuchlich (Stand: 2016) – von kleinen Spot-Lights bis zu großen Flutern. Die Vorteile der LED-Leuchten liegen auf der Hand: fast kein Verschleiß, geringer Stromverbrauch (so dass sie in vielen Anwendungsfällen von Batterien aus betrieben werden können), geringe Wärmeentwicklung, geringes Gewicht. ... [weiterlesen]
277.

Loser's Point

... lleingelassen, verloren und hilflos oder unterlegen; der behauptete Effekt wird noch verstärkt, wenn das Bild dabei aus einer Aufsicht gefilmt wird. Auch ein gegenüber den Porträt-Konventionen zu großer Raum über dem Kopf der Figur indiziere deutlich den Status der Figur als dramatischen loser. ... [weiterlesen]
278.

Neues Sehen

... uhaus wollten in interessanten Blickwinkeln (extremen Auf‑ oder Untersichten, Verkantungen etc.) ihre Umgebung darstellen. Auch experimentiert man mit Licht und Schatten, was im Endergebnis häufig zu großen, schattigen Bildpartien führte. Kompositorisch legt sich das Neue Sehen auf keinerlei Regelungen fest. Vielmehr wurden kreative Impulse auf abzubildende Sujets angewandt, um eine neue Interpretation des reproduktiven Moments in der Photographie zu schaffen. Literatur: Haus, Andreas / Frizot, Michel: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Fotografie. In: Michel Frizot (Hrsg.): Neue Geschichte der Fotografie. Köln: Könemann 1998, S. 457-475.  ... [weiterlesen]
279.

Übertitel

Insbesondere bei Aufführungen des Musiktheaters wird seit den 1990ern gelegentlich mit sogenannten Übertiteln gearbeitet, die vor allem bei fremdsprachigen Produktionen auf den großen Opernbühnen und auf internationalen Theaterfestivals oberhalb der Bühne eine Laufschriftanzeige oder – in der Art der vom Film her gewohnten Untertitel – eine mittels Beamer projizierte Übersetzung des (gesprochenen oder gesung ... [weiterlesen]
280.

Gordischer Knoten

Gelegentlich wird in der Dramaturgie die Metapher vom „Gordischen Knoten“ verwendet. Das Bild weist zurück auf die antike Geschichte von kunstvoll verknoteten Stricken, die von den Göttern selbst am Streitwagen des Königs Gordios von Phrygien, um die Deichsel untrennbar mit dem Wagen zu verbinden; der Sage nach werde derjenige, der den Knoten löse, die Herrschaft über Asien antreten – es war Alexander der Gro&szl ... [weiterlesen]
281.

Televoting

... mten vorgegebenen Zeitraums. Die Stimme kann per Telephon oder Handy, oft auch per SMS oder sogar E-Mail abgegeben werden. Das Verfahren wird nicht nur in Unterhaltungsangeboten des Fernsehens, sondern auch auf großen Aktionärsversammlungen eingesetzt. Um das Verfahren gegen ausbeuterische Interessen zu sichern, dürfen in der BRD laut Rundfunkstaatsvertrag nur Gebühren in Höhe von maximal 0,50 € je abgegebener Stimme erhoben werden. Gleichwohl lassen sich durch das Verfahren Kostendeckung oder sogar Kostenüberschüsse erzielen. Gerade wegen dieser verdeckten Geldflüsse ist dem Televoting vorgeworfen worden, eine verdeckte Verwertung der Zuschauerkontakte zu sein und eben nicht – wie von vielen Betreibern reklamiert – Teil einer Demokratisierung des Fernsehens ist. Literatur: Bolay, Stefan: Televoting‑ und Gewinnspiel‑Call‑In‑Shows zwischen Teleshopping und reaktionellen Programm. In: Kommunikation & Recht 12,2, 2009, S.91‑96. ... [weiterlesen]
282.

Proxy

von engl.: proxy = Stellvertreter Ein Proxy kommt in der Postproduktion immer dann zum Einsatz, wenn die zur Verfügung stehende Rechenleistung zu gering ist, um hohe Datenraten in Echtzeit zu verarbeiten. Da viele Filme heute nur noch digital aufgezeichnet werden, ist es nicht mehr notwendig, sie am Schneidetisch zu bearbeiten, sondern Farbkorrekturen oder den eigentlichen Schnitt am heimischen Computer vorzunehmen. Sind die großen Rechen ... [weiterlesen]
283.

whitewashing (1)

... uml;chliche Verfehlung abmildernden Form kommuniziert werden. Techniken des whitewashing werden vor allem zur Entlastung von Trägern von Machtpositionen in staatlichen Zusammenhängen, in Firmen und in großen Organisationen verwendet.  ... [weiterlesen]
284.

Snorricam

... wendet (wie in Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt, Deutschland 1932, Slatan Dudow) und weist auf die Strategien der entfesselten Kamera zurück. Heute genießt das Verfahren in Musik-Videoclips große Popularität. Zudem ist es auch in vielen Handy-Filmen (als Bewegtbildvariante des Selfies) verwendet worden.  ... [weiterlesen]
285.

Adbusting

Kofferwort aus engl.: ad (advertisment) = Werbung, to bust = (umgangsspr.) zerschlagen, kaputt machen; öfters: adbuster = Werbeknacker, „jemand, der Werbung auffliegen lässt“ Als adbusting wird oft eine Strategie bezeichnet, die Werbung großer Marken zu kopieren und leicht zu variieren (meist unter Beibehaltung der klaren Verweisung auf Markennamen und Markendesign), um dadurch den manipulativen Charakter von Werbung grei ... [weiterlesen]
286.

Film Music Society

... llem auch die Sammlungen und Nachlässe von Komponisten, die an akademische Bibliotheken und Archive gegeben werden, die zudem in Sicherungskopien auch in anderen Repositorien aufbewahrt werden. Zwar gelten große Teile der Bestände der Studio-Archive als verloren, doch bemühten sich bereits in den späten 1940ern (namentlich der Brite Frederick W. Sternfeld) und in den 1970ern einzelne Archivare und Komponisten (vor allem die Komponisten Fred Steiner und David Raksin sowie der Musikarchivar Jon Newsom der Library of Congress Music Division) darum, die noch existierenden Bestände zu sichern. Zur Gruppe der Gründer gehörten u.a. Komponisten, Filmjournalisten, Bibliothekare. Seit dem Bestehen der Gesellschaft gibt sie die Vierteljahreszeitschrift The Cue Sheet heraus, die nicht nur über die Aktivitäten der Society berichtet, sondern auch Artikel und Interviews zur Geschichte der Filmmusik enthält. Homepage der Gesellschaft: http://www.filmmusicsociety.org.  ... [weiterlesen]
287.

Geyer-Werke

Am 15.7.1911 gründete Karl August Geyer in Berlin‑Lankwitz eine Kino‑Kopier‑Gesellschaft m.b.H. Geyer legte mit dieser ersten Filmkopieranstalt Deutschlands den Grundstein für das Entstehen eines neuen Dienstleistungszweigs in der Filmindustrie, die Postproduktion. Aufgrund der damals verwendeten Nitrozellulose brach am 17.9.1917 ein Großfeuer aus, das einen großen Teil des Filmlagers vernichtete. Im Jahr 1918 ... [weiterlesen]
288.

prepper movie

... r Katastrophenfilme sind die prepper movies , die (vor allem seit den 200ern) offen oder verdeckt ein Programm des Überlebens nach dem Tag der Katastrophe (vor allem nach dem Atomschlag, manchmal auch nach großen Naturkatastrophen) progagieren. Am deutlichsten kennzeichnen pseudo-dokumentarische Filme meist US-amerikanischer Herkunft die innere Didaxe des „Vorbereitens“, die die Katastrophe als Planspiel realisieren. Das TV-Dokudrama After Armageddon (USA 2010, Stephen Kemp) erzählt vom Überlebensversuch einer Familie nach einer Epidemie, die mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung dahingerafft hat; Supervolcano (USA 2005, Tony Mitchell) handelt von den minimalen Überlebensmöglichkeiten nach dem Ausbruch des Yellowstone-Vulkans; Day After Disaster (USA 2009, Emre Sahin) ist ein Dokudrama über die Exp ... [weiterlesen]
289.

Minstrel Show

... The Jazz Singer (1927) markierte einen Übergang der Minstrel-Formen in den Film. In den zahlreichen jazz shorts der 1930er und 1940er waren sie ein Basis-Element der Performance-Inszenierung. Doch auch in großen Hollywood-Produktionen bleibt die minstrelsy als Show-Element erhalten – so traten Fred Astaire in Swing Time (1936), Judy Garland und Mickey Rooney in Babes in Arms (1939) oder Bing Crosby in Holiday Inn (1942) als Blackface-Darsteller auf. Spike Lees Sozialsatire Bamboozled (2000) sucht die sozialhistorischen und ideologischen Grundlagen des Minstrels selbst zu thematisieren. Literatur: Bean, Annemarie / Hatch, James V. / McNamara, Brooks (eds.): Inside the minstrel mask. Readings in nineteenth century blackface minstrelsy. Hanover, N.H.: Wesleyan University Press 1996. – Rogin, Michael: Black masks, white skin: Consciousness of class and American national culture. In: Radical History Review, 54, 1992, S. 141 152. – Bucholtz, Mary / Lopez, Qiuana: Performing blackness, forming whiteness: Linguistic minstrelsy in Hollywood film. In: Journal of Sociolinguistics 15,5, 2011, S. 680 706. – Hauswedell, Charlotte: Love and Theft und Bamboozled. Die MinstrelShow in Theorie und Film. In: Black, white & in between. Hrsg. v. Laura Bieger. Aachen: Shaker 2008, S. 176-194. – Nowatzki, Robert: “Blackin'up is us Doin'White Folks Doin'Us”: Blackface Minstrelsy and Racial Performance in Contemporary American Fiction and Film. In: Literature Interpretation Theory 18,2, 2007, S. 115 136. ... [weiterlesen]
290.

Milkyway Image Ltd.

... ; des öfteren in Co-Regie mit Wai – wurden weltweit rezipiert (The Mission, 1999, My Left Eye Sees Ghosts, 2001, Election, 2005), wohl auch durch die regelmäßige Teilnahme der Filme an den großen Festivals (Cannes, Venedig, Berlin, Toronto) und durch das Engagement Quentin Taantinos für Election;. Daneben entstanden eine ganze Reihe weiterer Film wie Triangle (2007, Ringo Lam, Johnnie To, Tsui Hark), die den Stil der Hongkong-Kriminalfilme weiterentwickelten. Zu den Gründen der dauerhaft hohen Qualität gehört die Arbeit einiger Autoren ( Ka‑Fai Wai, Kam‑Yuen Szeto, Nai‑Hoi Yau, Kin‑Yee Au und Tin‑Shing Yip), die manchmal als „Milkyway Creative Team“ tituliert werden. Literatur: Bettinson, Gary: Sounds of Hong Kong cinema: Johnnie To, Milkyway Image, and the sound track. In: Jump Cut, 55, Fall 2013, URL: http://ejumpcut.org/archive/jc55.2013/BettinsonToAudio/text.html. - Carobelli, Michela / Borri, Alessandro: Milkyway image. Le sghembe geometrie del noir. In: Close‑up: Storie della Visione 5,11, 2001, S. 54‑60. - Pang, Laikwan: Masculinity in crisis: films of Milkyway Image and post‑1997 Hong Kong Cinema. In: Feminist Media Studies 2,3, 2002, S. 325‑340. - Sun, Yi: Shaping Hong Kong cinema’s new icon: Milkyway Image at international film festivals. In: Transnational Cinemas 6,1, 2015, S. 67‑83.  ... [weiterlesen]
291.

Carry-On-Filme

im Dt. auch: Ist-ja-irre-Filme Bei den Carry-On-Filmen handelt es sich um eine Reihe zwischen 1958 und 1978 produzierter Komödien, die v.a. in Großbritannien jahrelang verlässlich ein Millionenpublikum anlockten und sich auch dank vielfältiger Franchise-Aktivität (Bühnenprogramme, TV-Serien, Syndication und Revivals) bis heute großer Bekanntheit erfreuen. Zunächst der Tradition der Ealing-Komödie verpf ... [weiterlesen]
292.

Kinopalast

auch: Filmpalast; engl.: movie palace, auch (UK): picture palace Bezeichnung für große, opulent ausgeschmückte Kinos der Zeit zwischen 1910 und den 1940ern. Die Hochphase der Kinopaläste war die zweite Hälfte der 1920er. Das Ziel der manchmal überbordenden Ausstattung der Kinos war gerichtet auf ein Publikum, das den Kinobesuch als einen Austritt aus der Alltagswelt in eine Welt des Luxus und der Verschwendung genie&sz ... [weiterlesen]
293.

matinée idol

... der sogar pejorativen Beigeschmack, signalisiert sie doch, dass die Popularität der Stars eher aus den Nachmittagsvorstellungen (eines jüngeren und ärmeren) Publikums entspringt als den Rollen in großen A-Produktionen (weshalb die matinée idols des öfteren parodiert wurden; ein Beispiel ist Stan Laurel als Re-Inkarnation Rudolph Valentinos [unter dem Namen Rhubarb Vaselino] in dem Film Mud and Sand, 1922). Die aus den 1920ern stammende Bezeichnung lebte in den 1960ern wieder auf (oft parallel zu teen idol, allerdings oft übertragen auf Musikstars der Zeit); ein bekanntes Beispiel war Tony Curtis, dessen Karriere als matinée idol begann. Die Bezeichnung ist heute ungebräuchlich. Literatur: Carroll, David: The matinee idols. New York: Arbor Hous ... [weiterlesen]
294.

Tal der Ahnungslosen

Satirische Bezeichnung des DDR‑Sprachgebrauchs für Regionen im Nordosten um Greifswald und im Südosten der DDR im ehemaligen Bezirk Dresden, in denen UKW‑Radio‑ und Fernsehübertragungen aus dem damaligen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (in der DDR Westfernsehen genannt) auch mit großem Aufwand nicht terrestrisch empfangen werden konnten. Die Bewohner dieser Gebiete, die vom Westfernsehen und ‑UKWR ... [weiterlesen]
295.

Sensationsdrama

auch: Spektakelstück, Sensationsdrama; engl.: sensation drama  Sensationsdramen sind eine Form des Bühnenmelodramas – mit großem Aufwand inszeniert. Sie gewannen im Viktorianischen England ihre wohl prägnanteste Ausprägung, die nicht nur international adaptiert wurde, sondern auch in den frühen Film Impulse und Vorbilder abgab. Diese Dramen waren eher durch Action, überwältigenden Sensationalismus ... [weiterlesen]
296.

disease-of-the-week movies

... ft auch als feelgood movies rubriziert werden können).Eigene Aufmerksamkeit verdienen die Filme über AIDS, die oft mit der emotionalen Konzentration auf die Heldenfigur gegen die homophoben Vorurteile großer Teile des Publikums inszeniert waren (der erste Film dieser Art war  John Ermans An Early Frost, NBC, 1985).Die programmatische Bedeutung des disease-of-the-week-Motivs ging nach der Jahrtausendwende zurück.Literatur: Harty, Kevin J.: Film. In: The Body, URL: http://www.thebody.com/content/art14020.html. ... [weiterlesen]
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Zielgruppenfilm (1)

... fensiv Partei, wurden manchmal sogar in laufenden Arbeitskämpfen gedreht und gezeigt. Ein bis heute bekanntes Beispiel deutscher Herkunft ist Christian Ziewers Liebe Mutter, mir geht es gut (BRD 1971). Von großer Bedeutung waren die Diskussionen in der französischen Filmszene, die die Rolle der Filmemacher im revolutionären Kampf zu bestimmen suchten (vgl. dazu Das ist nur der Anfang – der Kampf geht weiter [aka: Ce n’est qu’un debut...]; BRD/Frankreich 1968/69, Claudia Alemann). Jean-Luc Godards Tout va bien (Alles in Butter; Frankreich 1972) oder Marin Karmitz‘ Coup pour coup (Schlag auf Schlag; Frankreich/BRD 1971) sind prägnante Beispiele aus dieser Zeit. Im Extremfall entstanden Filmer-Kollektive, die durch d ... [weiterlesen]
298.

Zubehörschuh

... s aufschieben konnte. Zur Koordination der Blendenöffnung mit Blitzgeräten erhielten die Zubehörschuhe einen elektrischen Mittenkontakt (meist nach ISO 518). Das Zubehör wird meist mit einer großen Tellerschraube befestigt.Zubehörschuhe werden in verschiedenen Bauformen auch für Camcorder verwendet (etwa zur Befestigung von Mikrophonen oder Videoleuchten). Heute werden oft „proprietäre“ Schuhe verwendet, die mit mehr als 10 Kontakten versehen sind und auch Signale zur Stromversorgung und für ein Stereo‑Mikrofon durchführen können.Auch viele Stative haben Zubehörschuhe, auf denen das Zubehör befestigt werden kann. ... [weiterlesen]
299.

sound designer

... ische Ansprüche u.ä. der Filmhandlung möglichst optimal ermöglichen. Wenn das Sound-Design vorher festliegt und der Film in Abstimmung auf seine Tonwelt konzipiert wird, hat man es mit einer großen Ausnahme zu tun; eines der wenigen Beispiele ist die Arbeit Gary Rydstroms, der für Jurassic Park (USA 1993, Steven Spielberg) das röhrende Geräusch der Dinosaurier schon vor den Drehvorbereitungen entwarf.Nur gelegentlich werden damit auch Spezialisten bezeichnet, die einzelne Probleme des Tons lösen (so, wie der Tonmeister Ron Bochar in der Produktion des Gestaltwandler-Films Wolf, USA 1994, Mike Nichols, just die Geräusche konzipierte, die den Szenen untermischt wurden, in denen sich Jack Nicholson in einen Werwolf verwandelte). ... [weiterlesen]
300.

stock music

... findet stock music noch im Film Verwendung. So benutzte der Regisseur Quentin Tarantino zum Beispiel Produktionsmusik von Keith Mansfield für den Film Kill Bill (2003). Der Markt wird heute von den mit den großen Plattenfirmen und Verlagen verbundenen libraries dominiert. Produktionsmusik ist im Allgemeinen nicht im normalen Musikhandel erhältlich. Da die Schallplatten mit Produktionsmusik oft direkt an Rundfunkarchive verkauft wurden und nicht in den freien Handel kamen, gelten sie bei Sammlern heute als selten und sehr wertvoll. Diverse Aufnahmen wurden deshalb neu ediert. Die erste Production Music Library wurde von De Wolfe Music im Jahr 1927 mit dem Aufkommen des Tonfilms eingerichtet. Es handelte sich dabei meist um Wachswalzen, auf der die Musik eingraviert war. Library‑Komponisten und Interpreten arbeiten auch anonym und sind nur selten außerhalb ihres eigenen professionellen Kreises bekannt. Erst in den letzt ... [weiterlesen]
301.

Chorfilm / Chöre im Film

... fang des Films, der, meist kraft der Persönlichkeit eines charismatischen Chorleiters, über Probenphasen, einen ersten und den Zuschauer überraschenden guten Auftritt hin zu einem Wettbewerb oder großen Konzert am Schluss des Films geführt wird. Die im Chor singenden Figuren erfahren dabei durch das Erlebnis des Kollektivs eine Persönlichkeitsstärkung und erhalten in den meisten Fällen eine neue Zukunftsperspektive. Überproportional häufig ist es Gospelmusik, die im Film interpretiert wird. Dabei greifen die Filme in der gesellschaftlichen Realität existierende Einstellungen und Tendenzen hinsichtlich einer neuen, wissenschaftlich belegten Wertschätzung von Chorsingen als generationenübergreifendem, therapeutischem, gesundheitsförderndem und bildungsrelevantem  Mittel auf. Eine besondere Gruppe von Filmen nimmt den Chor zum Ort einer Handlung, die sich um außerchorische Inhalte dreht (wie etwa im Kriminal- oder Schulfilm). Literatur: Maas, Susanne: Chöre im Spielfilm. Eine Untersuchung zur Darstellung von Bildung durch Chorsingen im fiktionalen Film. Münster: LIT-Verlag 2014. – Clift, S. [...]: Choral singing and psychological wellbeing: Quantitative and qualitative findings from English choirs in a cross-national survey. In: Journal of Applied Arts and Health, 1,1, 2010, S. 19-34. ... [weiterlesen]
302.

Hofkino

Hofkinos entstanden durch die Errichtung frei stehender Kinosäle in den Innenhöfen von Wohnhausanlagen oder -komplexen. Sie entstanden in großen Städten (wie Berlin oder Wien) vor allem in den 1910er Jahren; ihre Phase endete aber schon im Krieg. Eine Neubelebung fand das Hofkino-Konzept als Modell nachbarschaftlicher Kino- oder Videoveranstaltungen in den 1990ern und 2000ern, bei dem Filme für eine eng umgrenzte Zuschauersc ... [weiterlesen]
303.

Zwischenfilmverfahren

... r Olympiade 1936 eingesetzt wurden, arbeiteten mit sogenanntem Halbformatfilm (35mm-Film, auf dem das Einzelbild jedoch nur die Abmessung von 9x12mm gegenüber 18x24mm des normalen Filmbildes hatte; mit der großen Kassette ergab sich damit eine kontinuierliche Aufnahmedauer von 65 Minuten). Die mechanischen Filmabtaster der beiden Zwischenfilmwagen arbeiteten zunächst mit 180 Zeilen, wurden jedoch 1938 auf eine andere Norm von 441 Zeilen umgebaut. 1936/37 stellte die Fernseh-AG ein transportables Zwischenfilmgerät (1,20x1,30x0,65m) vor, das auch für Innenaufnahmen konzipiert war. 1938 lösten die ersten Fernseh‑Reportagewagen mit zwei elektronischen Speicherrohr‑Kameras, Bildmischpult, Einkanal‑Modulator und UKW‑Relaissender die Zwischenbild-Lkws ab – damit hatte das vollelektronische Fernsehen das Zwischenfilmverfahren verdrängt. Literatur: Riedel, Heide: Die Entwicklung des Zwischenfilmverfahrens. In: Medienwissenschaft. Ein Handbuch zur Entwicklung der Medien und Kommunikationsformen. Hrsg. von Joachim‑Felix Leonhard [...]. Berlin [...]: de Gruyter 2002, S. 2140-2143. ... [weiterlesen]
304.

Tellerbetrieb

Für die pausenlose Vorführung von Kinofilmen mit einem Projektor gibt es neben dem Spulenturm seit Ende der 1960er auch die sogenannten Telleranlagen, bei denen der Film horizontal auf großen Tellerebenen liegt. Zur Vorführung wird der Anfang des Films aus der Mitte des Wickels herausgeführt und auf einer anderen Ebene wieder aufgewickelt. ... [weiterlesen]
305.

Lithfilm

engl.: lith film; eigentlich: lithographic filmLithographische Kopierfilme werden vor allem in der photographischen und als Teil der Druckpraxis zur Reproduktion von Strichvorlagen wie Zeichnungen und Schriften verwendet, weil sie eine extrem steile Gradation (einen äußerst hohen Kontrastumfang) haben, weshalb sie geeignet sind, den geringen Kontrastumfang der Vorlage in einen großen Dichteumfang umzusetzen. Im Film werden sie vor al ... [weiterlesen]
306.

mobile cinema (1)

... rmöglichen, sondern vor allem mithilfe des Kinos Aufklärungsarbeit zu leisten. Eine ebenso cineastisch wie politisch motivierte Wiederbelebung des mobilen Kinos waren die Wanderkinos nach der Zeit des großen Kinosterbens (einer der Protagonisten in Wim Wenders‘ Im Lauf der Zeit, BRD 1976, betreibt ein solches). Ein eigenes Thema ist der Einsatz mobiler Kinoarbeit in den Kolonialreichen. Insbesondere die englischen Kolonien hatten fast immer eine mobile film unit, der auch die Distribution von Aufklärungsfilmen oblag. Auch aktivistische Gegenbewegungen (wie etwa die brasilianische Gruppe TV Viva) haben sich die Strategien des mobile cinema zu eigen gemacht. Literatur: Aufderheide, Patricia: Latin American Grassroots Video. Beyond Television. In: Public Culture 5,3, 1993, S. 579‑592. – Druick, Zoë: Mobile Cinema in Canada in Relation to British Mobile Film Practices. In: Screening Canadians: Cross‑Cultural Perspectives on Canadian Film. Ed. by  Wolfram R. K ... [weiterlesen]
307.

shiny-floor-Format

dt. etwa: Glänzender-Boden-Format Umgangssprachliche, von der Presse verwendete Bezeichnung für TV-Shows wie z.B. Game-Shows, die großen Samstagabend-Unterhaltungen oder Talk-Shows. Die Bezeichnung bezieht sich wörtlich auf die glänzenden Studioböden dieser Shows.  ... [weiterlesen]
308.

Spektakularisierung (1)

von lat.: spectaculum = Schauspiel, Augenweide, Anblick, auch Krach, Lärm Allgemeine Bezeichnung der Verfahren, mit denen man ein Ereignis so gestaltet, dass es öffentliches Aufsehen erregt. Viele Spektakel mit seichtem oder befremdlichem Charakter werden mit der Bezeichnung ins Abfällige gerückt; allerdings werden manche Großereignisse (wie etwa Feuerwerke, Bälle usw., aber auch Medienschauspiele wie die Oscar-Verle ... [weiterlesen]
309.

Schulmädchen‑Report

... iteln wie Swinger-Report oder Mutti-Report). Literatur: Miersch, Annette: Schulmädchen‑Report: der deutsche Sexfilm der 70er Jahre. Berlin: Bertz + Fischer 2003. – Keßler, Christian: Der große Reporte‑Report. 1. Teil: Was Cineasten nicht für möglich halten. In: Splatting Image, 81, März 2010, S. 5-10. – Weißbach, Dieter Wolfgang: Imaginationen kollektiver Pubertät. Die Schulmädchenreporte. Vorurteile und Nachurteile. In: Medien praktisch 19,1, 1995, S. 29-32.  ... [weiterlesen]
310.

Oprahization

... and the glamour of misery. An essay on popular culture. New York: Columbia University Press 2003. (2) Die Bezeichnung wird vor allem auch in der Politik-Kritik und -Satire verwendet, wenn Politiker durch allzu große Empathie mit Leidtragenden versuchen, für sich Sympathien zu gewinnen. Literatur: Kuypers, Jim A. [...]: Compassionate Conservatism: The Rhetorical Reconstruction of Conservative Rhetoric. In: American Communication Journal 6,4, Summer 2003, S. 1-27. ... [weiterlesen]
311.

Hippie-Film

... 1968er Rassenunruhen in Chicago die rassistischen und gewalttätigen Exzesse der amerikanischen Politik und Administration anprangert, kontextualisiert die Hippie-Kultur in einem politischen Horizont. Eine große Rolle spielten Musikdokumentationen wie  Monterey Pop (1968, Don A. Pennebaker) oder Woodstock (1970, Michael Wadleigh). Seit den 1970ern ist die kurze Phase der Hippiekultur vielfach als Umbruchphase (oft in Verbindung mit Coming-of-Age-Geschichten dargestellt worden. Bemerkenswert sind die Musical-Adaption Hair (1979, Milos Forman), die erst 10 Jahre nach der Bühnenpremiere auch filmisch adaptiert wurde, und Taking Woodstock (2009, Ang Lee), der das Woodstock-Festival aus der Perspektive der Veranstalter dramatisierte. Literatur: Bapis, Elaine M.: American film as agent of social change, 1965‑1975. Jefferson, N.C.: McFarland 2008. – Becker, Matt: A Point of Little Hope. Hippie Horror Films and the Politics of Ambivalence. In: The Velvet Light Trap, 57, Spring 2006, S. 42‑59. – MacFarlane, Scott: The hippie narrative. A literary perspective on the counterculture. Jefferson, N.C. [...]: McFarland 2007.  ... [weiterlesen]
312.

mobile cinema (2)

Im Besonderen spricht man von mobile cinema, wenn das Kino in autobus-großen Gefährten untergebracht ist oder die Projektion vom Auto aus erfolgt. Letztere sind ausschließlich für Open-Air-Veranstaltungen sinnvoll einzusetzen. Erstere enthielten ca. 20 Sitzplätze und wurden nicht nur auf Messen, Industrieausstellungen und ähnlichem als eine Art von „beweglichen Messeständen“ eingesetzt, sondern arbeite ... [weiterlesen]
313.

Twist Ending

... orge Albert Smith) und wird in Langfilmen seit Das Cabinet des Dr. Caligari (Deutschland 1919, Robert Wiene) relativ regelmäßig eingesetzt. Ein regelrechter Boom von Twist Endings ist im Nachfeld des großes kommerziellen Erfolges von The Sixth Sense (USA 1999, M. Night Shyamalan) und Fight Club (USA 1999, David Fincher) zu beobachten. Literatur: Strank, Willem: Twist Endings. Umdeutende Film-Enden. Marburg: Schüren 2014. Kurzfassung: Das überraschende Ende. In: Cinema, 59, 2014, S. 120-126. – Barratt, Daniel: „Twist Blindness“. The Role of Primacy, Priming, Schemas, and Reconstructive Memory in a First-Time Viewing of The Sixth Sense. In: Puzzle Films. Complex Storytelling in Contemporary Cinema. Ed.by Warren Buckland. Chichester: Wiley-Blackwell 2009, S. 62-86. – Wilson, George (2006) Transparency and twist in narrative fiction film. In: Thinking through cinema: Film as philosophy. Ed, by Murray Smith & Thomas Wartenberg. Oxford/New York: Blackwell 2006, S. 81-95. ... [weiterlesen]
314.

Gänsehauteffekt

... aber auch als kognitiv-moralische Manifestation der Textevaluation, wenn etwa jubelnde Menschenmassen den totalen Krieg fordern (wobei wiederum das Wissen von Rezipienten wie auch individuelle Erinnerungen von großer Bedeutung für das Zustandekommen des Effekts sind). Literatur: Gabrielsson, Alf: Strong experiences with music. Oxford [...]: Oxford University Press 2011. – Panksepp, Jaak: The emotional sources of „chills“ induced by music. In: Music Perception 13,2, 1995, S. 171-207. – Wassiliwizky, Eugen [...]: Art‑Elicited Chills Indicate States of Being Moved.  In: Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts, 27.7.2015. ... [weiterlesen]
315.

Plakatmaler: neue Entwicklungen

... he Abbildung gerät zur Regel, oft werden Film-Stills kopiert und in die Maske des Posters eingefügt. Der Plakatmaler bekleidet heute ein aussterbendes Gewerbe, da sich seine Handarbeit nur noch wenige große Luxuskinos in den Metropolen leisten können. Auch geht es primär darum, das vom Verleih vorgegebene Postermotiv lediglich mittels Projektionsverfahren frei zu kopieren oder zu variieren. Dies geschieht aus nostalgischen Gründen sowie aufgrund der so immer noch erreichbaren Fernwirkung. Jedoch ist auch ein Trend der Revitalisierung der traditionellen Plakatwerbung festzustellen, der das Verlangen widerspiegelt, sich inmitten der multimedialen Reizüberflutung über „handgemachte“ ästhetische Qualität abzuheben. In Deutschland existieren 2012 noch rund zehn aktive Plakatmaler, die sich aber längst nicht ausschließlich durch Aufträge der Kinobetreiber fina ... [weiterlesen]
316.

Victorine Studios

... Comedians, 1967, Peter Glennville, oder Le Clan des Siciliens, 1969, Henri Verneuil), bis 1970 ein erneuter Brand drei Bühnen vernichtete; die Versicherungszahlungen ermöglichten den Bau einer neuen, großen Halle, die bis heute benutzt wird. 1975 gründete man – nachdem die Studios unter Verwaltung der Stadt Nizza gestanden hatten – die Victorine Studios, die 1976 auch die Verwaltung des Studiogeländes übernahmen. 1982 kündigten die lokalen Behörden den Nutzungsvertrag, die Studios mussten erneut schließen; die neue Firma La Victorine Côte d’Azur nahm die Arbeit 1983 aber wieder auf; das Studio wurde zu einer der leistungsfähigsten europäischen Produktionsstätten. 1995 musste die Betreibergesellschaft (nun: Victorine SA) Konkurs anmelden. Zwar arbeiteten die Studios weiter, doch erst 1999 kamen sie mit einem 18 Jahre währende Nutzungsvertrag in den Besitz der Euro Media Television Group / SFP; die Studios firmieren seitdem als Riviera Studios. Truffauts La nuit américaine (1973) ist der Film, der den Studios selbst eine gewichtige Rolle einräumt.Homepage: http://www.euromedia‑france.com/studio/studios‑riviera/. ... [weiterlesen]
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Volksschauspieler

Der in Kritik und Umgangssprache verbreitete Begriff Volksschauspieler bezeichnet einen Bühnen-, Film- oder Fernseh-Schauspieler, der meist durch die Darstellung eines bestimmten Rollentypus sich beim Publikum einer großen und dauerhaften Beliebtheit erfreut. Meist verkörpern sie lokale Sozialtypen (wie die bis heute stabilen Assoziationen Wien / Hans Moser, München / Beppo Brehm, Köln / Willy Millowitsch oder Hamburg / Henr ... [weiterlesen]
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beach party movies

auch: beach movies; dt. manchmal: BeachfilmeAls Beach Party Movies bezeichnet man ein kleines Genre von Filmen, das sich um die Produktionen der American International Pictures (AIP) versammelt. Die kurze Erfolgsgeschichte des Genres beginnt nach Vorläufern wie Gidget (1959) mit Beach Party (1963), einer AIP-Produktion, die einen ebenso unerwarteten wie großen Kassenerfolg hatte. Der Film reicherte eine coming of age story um diverse Musik ... [weiterlesen]
319.

living dolls

... ick; als Hinweis auf eine fast starre Körperkontrolle der Figur aber auch in Melodramen wie L'Année dernière à Marienbad, Frankreich 1961, Alain Resnais); gemein ist ihnen die Anmutung großer Artifizialität und einer bewusst hergestellten Differenz zwischen Schauspiel und alltäglichem Verhalten.Literatur: Schneider, Sara K.: Vital Mummies. Performance Design for the Show-Window Mannequin. New Haven, Conn. [...]: Yale University Press 1995. ... [weiterlesen]
320.

team scoring

Als team scoring bezeichnet man manchmal eine arbeitsteilige Form der Komposition der Filmmusik: Vor allem in den großen Studios der 1940er wurde aufgrund des Zeitdrucks, unter dem viele Filme entstanden, nicht ein einzelner Komponist mit der Komposition des Scores betraut, sondern ein ganzes Team. Dazu wurde der Film in Abschnitte aufgeteilt und es wurden Themen vorvereinbart, die in der musikalischen Begleitung den Film auch thematisch durcha ... [weiterlesen]
321.

Rock‘n‘Roll-Film

... ige Plattenlabels, um die Rolle von DJs (wie insbesondere Alan Freed in zahlreichen Filmen als Alan Freed agiert hat). Dass Rockmusik industriell für einen Massenmarkt gefertigt und darum mit dem Potential großer ökonomischer Gewinne assoziiert ist, ist ebenso thematisch gewesen wie die Rolle von Musikern als jugendkultureller Ikonen. Beides ist in den Filmen als Teil jugendlicher Lebensentwürfe thematisiert worden, als erstrebenswerte Wunsch-Phantasien.Formal knüpfen die Filme an Musical- und Revue-Formate an. Doch auch die neuen Darbietungsformen der Fernsehshows finden als formale Prinzipien, die die Erzählung regieren. Einige Filme reduzieren die Erzählung fast vollständig, konzentrieren sich ganz auf die Darbietung der Performances der Musiker und Musikgruppen. Andere lehnen sich deutlich an Erzählformen des Kinos an, kontextualisieren Jugendmusik z.B. mit den sozialen Bedingungen des Alltagslebens, aus denen Musik oft als Ausbruchsform erfaßbar wird.Filme: The Girl Can‘t Help It (Schlagerpiraten); USA 1956, Frank Tashlin. – Rock Around the Clock (Ausser Rand und Band); USA 1956, Fred F. Sears. – Loving You (Gold aus heißer Kehle); USA 1957, Hal Kanter. – King Creole (Mein Leben ist der Rythmus); USA 1958, Michael Curtiz.Literatur: MacGee, Mark Thomas: The Rock and roll movie encyclopedia of the 1950s. Jefferson [...]: McFarland 1990. ... [weiterlesen]
322.

platinblond

Platin gilt als eines der edelsten und teuersten Metalle. Als Bezeichnung für eine Haarfarbe tritt „platinblond“ 1929 zum ersten Mal in den Werkekampagnen für den Howard-Hughes-Film Hell‘s Angels (USA 1930) auf: Die erst 18jährige Jean Harlow, die ihre erste große Hauptrolle spielte, färbte ihr Haar schneeweiß und wurde nach allen Regeln der Glamour-Fotografie inszeniert; durch die extreme Helligkeit ... [weiterlesen]
323.

Berufsverbot

Berufsverbote im Film haben immer mit der staatlichen Kontrolle der Filmindustrie zu tun. Neben politischen Gründen waren es vor allem rassistische Motive, die die Aufsichtsbehörden dazu veranlassten, Filmkünstler aller Art die Ausübung ihrer Berufe zu untersagen (was in einer großen Anzahl von Fällen dazu führte, dass die Opfer derartiger Verbote emigrierten). Ein bis heute bekanntes und extremes Beispiel ist der ... [weiterlesen]
324.

direktionale Kontinuität

... ken hilft, eine Bewegung sei kontinuierlich-durchgängig, wird auch dann beachtet, wenn die Ereignisse, die zwei aneinander angrenzende Einstellungen zeigen, durch einen erkennbaren und unter Umständen großen Hiatus getrennt sind: Jemand verlässt eine Wohnung nach links – er tritt nach links aus dem Haus auf die Straße. Ein Flugzeug startet in New York nach rechts – es landet von links kommend in London. Und selbst Telefonate sind inzwischen so geschnitten, dass der eine Sprecher nach rechts, der andere nach links orientiert ist, als führten sie ein Vis-à-vis-Gespräch, das in Schuss-Gegenschuss-Auflösung gezeigt wird. Derartige Anschlüsse suggerieren die Kontinuität eines Bewegungsablaufes (u ... [weiterlesen]
325.

Theatercoup

... cht enden wollenden Pendelbewegung zwischen der Realität des besetzten Warschaus und der Inszenierung einer falschen Realität. Beispiele für den zweiten Typus finden sich in der Filmgeschichte in großer Zahl. Insbesondere Slapstickiaden und musikalische Einlagen (wie die zahlreichen Musiknummern in den Marx-Brothers-Filmen) rechnen zu den Szenenformen, die den Gang der Erzählung zeitweilig aussetzen und wie ein „Stück im Stück“ eigene Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dabei oft den Repräsentationsmodus der eigentlichen Geschichte aufgebend.Literatur: Rizzoli, Renato: Representation and ideology in Jacobean drama. The politics of the Coup de théâtre. Lewiston, NY [...]: Edwin Mellen Press 1999. ... [weiterlesen]
326.

Zigeuner im Film

... s hin zum Gypsie-/Balkan-Pop. Eine weitere Gruppe von stereotypkritischen Filmen bilden (semi-)dokumentarische (Kurz-)Filme, die einer kleinen kritischen Gegenöffentlichkeit zugehören. Inszenieren die großen Publikumsfilme Zigeuner als Typen und als ambivalente Grenzfiguren der sozialen Ordnung, so bemühen sich die Filme dieses Genres um realistische Porträts von Roma-Gruppen.Schließlich ist das Grauen des Völkermords Thema einer ganzen Reihe von Filmen gewesen. Oft werden dabei von Überlebenden Erinnerungen an die NS-Verfolgung und die Nachkriegsjahr mit späterer und aktueller Lebenserfahrung verbunden ( wie in Ceija Stojka, Österreich 1999). Literatur: Bibliographie: Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere 116, 2011: Zigeuner/Roma im Film. URL: http://www.rrz.uni-hamburg.de/Medien/berichte/arbeiten/0116_11.html. – Chiline, Edouard: The Celluloid Drom: Romani Images in Russian Cinema. In: Framework – the Journal of Cinema and Media 44,2, Fall 2003, S. 34-41. -Dobreva, Nikolina Ivantcheva: The curse of the traveling dancer. Romani representation from 19th-century European literature to Hollywood film and beyond. Ph.D. Thesis, Amherst, Mass.: University of Massachusetts Amherst 2009. – Hagen, Kirsten von: Inszenierte Alterität. Zigeunerfiguren in Literatur, Oper und Film. München/Paderborn: Fink 2009. ... [weiterlesen]
327.

Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF)

... de im „Königsteiner Abkommen“ beschlossen, dass das Institut als selbständige Institution der Bundesländer arbeiten sollte.  Das Institut produzierte in den folgenden Jahren eine große Anzahl von Wissenschaftsfilmen; zudem brachte es einige technische Neuerungen (darunter eine Drehspiegel-Hochgeschwindigkeitskamera, die 300.000 B/sec aufnehmen konnte) hervor. 1977 wurde das IWF in die „Blaue Liste“ der Bundesregierung aufgenommen und von nun an durch Bund und Länder finanziert. Nach diversen Evaluationen wurde das Institut 2001 als Dienstleistungsgesellschaft (IWF Wissen und Medien GmbH) neu konfiguriert, konnte aber die angestrebte Teil-Selbstfinanzierung nicht erreichen und wurde am 31.12.2010 geschlossen.Publikationen des IWF: Diverse Kataloge. – Zeitschrift: Research Film (Bulletin of the Research Film Section of the International Scientific Film Association and of the Encyclopaedia Cinematographica = Le film de recherche = Forschungsfilm)   [1], 1952/54; 2, 1955/57 bis 9, 1976/78; damit Ersch. eingest. – Schriftenreihe: Publikationen zu wissenschaftlichen Filmen (ab 1963).Literatur: Wolf, Gotthard: Der wissenschaftliche Film in Deutschland. Wuppertal‑Elberfeld: Lucas [1957]. – Ds.: Der wissenschaftliche Dokumentationsfilm und die Encyclopaedia Cinematographica. München: Barth 1967. – Ds.: Der wissenschaftliche Film in der Bundesrepublik Deutschland. Bonn‑Bad Godesberg: Inter Nationes 1975. Zugl. engl. Ausg. – Rieck, Joachim: Technik der wissenschaftlichen Kinematographie. München: J.A. Barth 1968. ... [weiterlesen]
328.

Bildfunk

eigentlich: Bildrundfunk; engl.: facsimile transmission, facsimile broadcastingNach einer ganzen Reihe experimenteller Versuche, Bilder per Funk zu übermitteln, nahm am 20.11.1928 die Deutsche Welle in Berlin die Versuchsphase eines Dienstes namens „Bildfunk“ auf (zunächst bis zum 20.12. 1928). An fünf Wochentagen um die Mittagszeit und an zwei Abenden um die Abendzeit wurde ein 10x10cm großes Bild drahtlos übe ... [weiterlesen]
329.

cheat cut

... mschnitt wieder an gewohnter Stelle ist. Derartige physikalische Manipulationen des dargestellten Raums sind interessanterweise oft wenig auffällig. Manchmal werden die täuschenden Einstellungen unter großem Aufwand realisiert: So findet sich in Alfred Hitchcocks The Wrong Man (USA 1956) eine kontinuierliche Fahrt von außen nach innen, durch das Sichtfenster einer Gefängniszelle, bis die Zelle in ganzer Größe im Bild ist; zu dem Zweck wurde die Wand, in die die Tür eingelassen ist, so gebaut, dass sie zur Seite geschoben werden konnte, wenn die Kamera ausreichend nahe war. ... [weiterlesen]
330.

slob comedy

... r laute und respektlose, radikal pubertäre und zugleich unmoralische Tonfall der slobs einen festen Platz im Kino. Es sind vor allem die Spaßformeln männlicher Peer-Groups, die zu ihrer Zeit ein großes zumeist jugendliches Publikum ansprachen. Die Bedeutung des Genres ging Ende der 1980er zurück, wurde durch die nicht minder unanständigen gross-out comedies abgelöst. Filme: Stripes (USA 1981, Ivan Reitman); Porky‘s (USA 1982, Bob Clark); Police Academy (USA 1984, Hugh Wilson); Spies Like Us (USA 1985, John Landis). ... [weiterlesen]
331.

Girl Power

... „Buffy studies“, 1997-2003), aber auch anderer Serien wie der von James Cameron inszenierten Serie Dark Angels (USA 200-02). Dem Girl-Power-Konzept wurde vor allem von der feministischen Kritik eine große Nähe zu den neoliberalen Konzepten individueller Erfolgs-Lebensläufe sowie die Nähe des Girl-Power-Modells zu konsumistischen Handlungsidealen sowie die Offenheit des Konzepts zur Produktion von Merchandising-Artikeln, Sequels aller Art (einschließlich der Computerspiele) sowie die Tatsache, dass das Modell in den Drehbuchschmieden der Unterhaltungsindustrie gefertigt worden sei (und also keinesfalls einer revolutionären Bewegung junger Frauen entsprungen war), vorgeworfen. Literatur: Costi, Angela: Super Slick Power Chicks: The New Force or Elaborate Parody? In: Senses of Cinema, 22, Oct. 2002, URL: . – Early, Frances H. / Kennedy, Kathleen (eds.): Athena's Daughters: Television's New Women Warriors. Syracuse, NY: Syracuse University Press 2003. – Hopkins, Susan: Girl Heroes: The New Force in Popular Culture. Annandale, N.S.W.: Pluto Press 2002. – Inness, Sherrie A. (ed.): Action Chicks: New Images of Tough Women in Popular Culture. New York: Palgrave Macmillan 2004. ... [weiterlesen]
332.

No-Budget-Film

... de). Dass No-Budget-Filme wie die Dostojewski-Adaption Die Spieler (BRD 2007, Sebastian Bieniek), der ganze 2.000 D-Mark gekostet haben soll, als Preisträger auf einem A-Festival nominiert wurden, ist eine große Ausnahme. Gelegentlich werden No-Budget-Filme auch heute noch zu Publikumserfolgen – man denke an Robert Rodriguez‘ El Mariachi (Mexiko 1992), der ganze 7.225 US-$ gekostet haben soll.Das unfinanzierte Filmemachen ist gelegentlich auch als Gegenbewegung gegen die Budget-Zwänge ausgewiesen worden – etwa in dem Programm der garage movies, die Ken Russell seit etwa 2000 im heimischen Garten realisiert.Literatur: Levy, Emanuel: Cinema of outsiders. The rise of American independent film. New York [...]: New York University Press 1999. – Garon, Jon M.: The independent filmmaker's law and business guide. Financing, shooting, and distributing independent and digital films. Chicago, Ill.: Chicago Review Press 2009. – Maschwitz, Stu: The DV rebel's guide. An all‑digital approach to making killer action movies on the cheap. Berkeley, Cal.: Peachpit Press 2007. ... [weiterlesen]
333.

Kleinkriminalität im Film

... ödie und porträtieren – ähnlich wie die Gaunerkomödien – liebevoll-ironisch ihre meist etwas dusseligen Hauptfiguren, die sich in der Regel ziemlich ungeschickt anstellen und den großen Coup, von dem sie fortwährend träumen, nur selten landen.Beispiele: Porte des Lilas (Frankreich 1957, René Clair); Paper Moon (USA 1972. Peter Bogdanovich); Crackers (USA 1984, Louis Malle); Wise Guys (USA 1986, Brian de Palma); La petite Voleuse (Frankreich 1988, Claude Miller); Riff‑Raff (Großbritannien 1991, Ken Loach); Small Time Crooks (USA 2000, Woody Allen). ... [weiterlesen]
334.

Indiewood

Die Grenzlinie zwischen den Studioproduktionen und den Filmen des unabhängigen Kinos (auch im Deutschen meist: Independents) hat sich seit den 1990ern verwischt; als erster Film des Indiewood gilt Steven Soderberghs Sex, Lies and Videotape (USA 1989). Mit dem aus der Kritik stammenden Indiewood bezeichnet man die Abteilungen der großen Studios, die unabhängig produzierte Filme vermarkten, manchmal sogar schon während der Produkti ... [weiterlesen]
335.

Quotierung

... lig;e der heimischen Filmindustrien orientiert waren. Für Deutschland, das eine potente Filmindustrie hatte, konnte eine Quote von 1:1 durchgesetzt werden; Frankreich dagegen, dessen Studios nach dem Krieg große finanzielle Probleme hatten, musste sich auf eine Quote von 1:7 (= ein französischer, sieben amerikanische Produktionen) einlassen. Höchst bemerkenswert ist die englische Quote von 1:20, die deutlich auf die Kapital-Krise der englischen Filmindustrie hinweist; Versuche, die Quote für die heimische Produktion zu verbessern, wurde durch die US-Studios durch die Finanzierung britischer Billigproduktionen (quota quickies) unterlaufen. Unter der Drohung, bei zu schlechter Quotierung die amerikanischen Filme ganz vom Markt zu nehmen, führten dazu, dass Länder wie Ungarn auf die Quotierung ganz verzichteten. ... [weiterlesen]
336.

Dingsymbol

... ebenso als Symbol für innere (und äußere) Vorgänge wie auch als Objekt, das den zentralen Konflikt der Geschichte und den überraschenden Wendepunkt markiert.Dingsymbole finden sich in großer Vielzahl auch im Film. Angefangen bei eher traditionellen Verwendungen (wie eine Blume in Luc Bessons Léon, 1994, die ein Symbol für die soziale und psychische Entwurzelung des Protagonisten ist und die am Ende in einen Garten eingepflanzt wird und so die Re-Sozialisierung des Helden ausdrückt), Schlüsselsymboliken (Hitchcocks The Ring, 1927, etwa kondensiert die Geschichte immer wieder in den titelgebenden Ring) bis zu fast parodistischen Verwendungen der Dingsymbolik (wie der fliegende Händler in Penns Little Big Man, 1970, der im Verlauf der Geschichte ein Körperteil nach dem anderen verliert), zu ganz im Objekt realisierten Bedeutungen (wie ein Amulett in Red River, 1948, Howard Hawks, das verlässlich die Intimität und subjektive Bedeutung der sozialen Beziehungen der Protagonisten anzeigt) und zu Verrätselungen (wie die Bilder der Fäulnis in Peter Greenaways A Zed and Two Noughts, 1985).  ... [weiterlesen]
337.

doorway dolly

... zum Transportieren von Requisiten verwendet. Verwandt ist der etwas größere Western dolly. Beide werden eingesetzt, wenn es die Enge der Räume und Durchgänge erfordert oder wenn der Einsatz großer Kamerawagen finanziell nicht möglich ist.  ... [weiterlesen]
338.

formula film / formula movie

... mde Kulturkreise auf unterschiedliche ‚Formeln‘. So lässt sich nicht nur vom „Hollywood formula film“ sprechen, der sich seit der Stummfilmzeit herausgebildet hat, sondern auch eine große Filmindustrie wie die indische greift ganz rigide auf wiederum für sie spezifische Rezeptur-Bestandteile zurück, so dass es z.B. unter den Entscheidungsgewaltigen zu der für den westlichen Betrachter befremdlichen Diskussion darüber kommt, ob zur Belebung der lahmenden Bollywood-Industrie auch Horrorfilme nach westlichem Plot produziert werden sollen, die dann aber – getreu der indischen Erfolgsformel – mit strahlenden jungen Helden, schmachtenden Schönen, Musik-, Gesangs- und Tanzeinlagen durchsetzt werden sollen.Literatur: Deane, Pamala S.: Silent movies. In: St. James encyclopedia of popular culture. Ed. by Tom Pendergast, Sara Pendergast. Bd. 4: P-T. Detroit [etc.]: St. James Press 2000. – Harris, Cheryl Denise: An analytical and descriptive study of thematic change and patterning in Indian formula film of the 1970's. M.A.-Thesis, Ohio State University 1984. – Schatz, Thomas: Hollywood genres: formulas, filmmaking, and the studio system. Boston, Mass.: McGraw-Hill 1981. – Solomon, Stanley J.: Beyond formula: American film genres. New York: Harcourt Brace Jova ... [weiterlesen]
339.

Cyclotrona

Das panoramatische Cyclotrona-Verfahren wurde 1955 in den USA von Frank Caldwell vorgeführt und hatte seine erste große öffentliche Präsentation auf der Weltausstellung in Brüssel 1959 (gleichzeitig mit dem russischen Panoramen-Verfahren Kinopanorama). Nach 1958 ging Cyclotrona in Cinema-160 über. ... [weiterlesen]
340.

Chronophonograph

... etungen, dramatische Dialogszenen und ähnliches. Letzten Endes spielte das Verfahren aber nach 1913 keine Rolle mehr, was auf die gegenüber normaler Filmmusik-Beschallung deutlich höheren Kosten, große Probleme bei der Synchronisation von Grammophon und Geschwindigkeit der Projektion sowie auf die mangelhafte Lautstärke in größeren Kinosälen zurückzuführen ist. Literatur: Gaumont, Leon: Werdegang des Tonfilms. Berlin: Gaumont 1929. – Jossé, Harald: Die Entstehung des Tonfilms. Beitrag zu einer faktenorientierten Medien­geschichtsschreibung. Freiburg/München: Karl Alber 1984, S. 85ff. ... [weiterlesen]
341.

Cinecolour

... der aufgenommenen beiden Farbauszüge wurden auf dem Positivfilm hintereinander kopiert. Projiziert wurde durch zwei Objektive mit Prismenvorsatz und Farbfiltern. Später lagen dann die beiden je 8x11mm großen Teilbilder ähnlich wie bei Raycol in der Mitte des Bildfeldes übereinander. Die Rechte an Cinecolour wurden schließlich von der Dufay-Chromex Ltd. übernommen, die sich jedoch dann mit Dufaycolor und Dufaychrome befasste.Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 271-275. ... [weiterlesen]
342.

Filmformate: Übersicht

engl.: film gaugeEs hat in der Frühzeit des Films eine große Menge unterschiedlicher Formate gegeben. Von größerer Bedeutung sind im Verlauf der Filmgeschichte die folgenden Formate geworden:– 8mm: Kodel 1930; Kodak 1932; 1965 weiterentwickelt zu Super-8– 9,5mm: Pathé 1922– 16mm: Kodak 1923; 1971 weiterentwickelt zu Super-16– 17,5mm: eingeführt 1903 durch Ernemann; American Cinemat 1915; Movet ... [weiterlesen]
343.

Frontlautsprecher

engl.: front speakerIm Surround-Betrieb werden die beiden Lautsprecher, die auf Seiten der Leinwand stehen und die den linken und rechten Tonkanal wiedergeben, Frontlautsprecher genannt. Sie sollen groß genug sein, dass sie das Frequenzspektrum ausreichend differenziert darstellen können. Bei großen Leinwänden werden weitere Frontlautsprecher eingesetzt, um sogenannte akustische „hot spots“ – Bereiche der Leinw ... [weiterlesen]
344.

Farbfilm (technisch) II

... zu den bisherigen Verfahren recht einfach zu handhabende moderne Mehrschichtenfilm auch für das Kino eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten international weitere ähnliche Fabrikate aller großen Filmhersteller, von denen die ab Ende 1950 hergestellten Eastman-Color-Materialien der Kodak und ihre verbesserten Nachfolger einen breiten Durchbruch auf qualitativ hoher Basis brachten. Sie lösten die alten Verfahren spätestens 1954 mit der Aufgabe des letzten Zweifarbenfilms (Cinecolor bzw. Color by Color Corporation of America) ab. Im Laufe der Zeit erfolgten erhebliche Verbesserungen bei den Filmmaterialien: Steigerung der Empfindlichkeit, höhere Farbsättigung und genauere Farbtontrennung, feinere Körnigkeit und höhere Schärfe sowie in der Verarbeitung durch einheitliche Entwicklungsprozesse mit kürzeren Verarbeitungszeiten für die kompatibel gewordenen Filme. Eine wichtige Aufgabe, um die sich Institute, spezielle Unternehmen und Fernsehanstalten verdient machen, ist die Restaurierung (besser: Rekonstruktion) alter Farbfilme, sowohl was Ton und Farben als auch ihre Vollständigkeit betrifft.Literatur: Coe, Brian: The Development of Colour Cinematography. In: The Internation ... [weiterlesen]
345.

Farbkuppler

... ome-) und Perutz-Verfahren sowie beim DuPont-Color-Film auf unterschiedliche Weise. Beim Kodachrome-Verfahren(2) gelangen sie in drei Entwicklerlösungen nachträglich in die Filmschichten. Es gibt eine große Anzahl von Farbkupplern, die für verschiedene Herstellerfirmen patentiert worden sind.Literatur: Gert Koshofer: Farbfotografie. 2: Moderne Verfahren. München: Laterna magica 1981, S. 13-15, 35 und 38. – Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953, S. 38-49. ... [weiterlesen]
346.

Free Flow of Information

... ngshandel begründet. Unterstützt von den Europäern, die die kommunistischen Einflüsse im Weltnachrichtensystem einzudämmen suchten, investierten amerikanische Konzerne und Behörden große Summen in den Ausbau neuer Informationstechnologien (Fernsehen, Satellitenkommunikation, das Internet), die zu monopolartiger Vorherrschaft der Amerikaner auf dem Informationsmarkt führte. Die kulturelle Selbstbestimmung der Nationen geriet in Gefahr, man sprach von einem zunehmenden US-Kulturimperialismus.Die Kontroverse hat sich seitdem kaum bewegt. 1970 vollzog die UNESCO zwar eine Kehrtwendung ihrer Politik: Auf Initiative der Sowjetunion erklärt sie das Prinzip der Nichteinmischung sowie das Recht auf nationale Souveränität mit dem Recht einer jeden Person, Informationen zu suchen, zu erhalten oder zu verbreiten, für vereinbar. Zudem sicherte sie Nationen das Recht zu, unerwünschte Nachrichten von ihren Territorien fernzuhalten. Auf einer KSZE-Konferenz 1973 attackierte aber der finnische Präsident Urho Kekkonen diese Politik des Free Flow of Information mit einer Generalkritik, nach der ein „freier“ Nachrichtenverkehr dazu führe, die nationalen kulturellen und religiösen Wertvorstellungen der ökonomischen und ideologischen Dominanz im Nachrichtenhandel unterzuordnen, was nur zu neuen monopolartigen resp. hegemonialen Strukturen im Informationsmarkt führe. Studien seit den 1950ern und 1960ern belegen tatsächlich, dass der vorgeblich „freie Informationsfluss“ nur vom „reichen Norden“ in den „armen Süden“ fließt. Die Entwicklungsländer wollten darum die Machtverhält ... [weiterlesen]
347.

Cinécosmorama / Cinéorama

... -Grad-Panorama-Leinwand geworfen. Der Zuschauer saß in einer Zuschauerkabine; ihm wurden Bilder einer gemalten Szenerie gezeigt, die den Eindruck einer Ballonfahrt erwecken sollten. Das Projekt hatte zwar großes Publikumsinteresse erregt, erlebte nach Aussagen von Groimoin-Sanson drei Vorstellungen, die aber bis heute nicht belegt sind. Es ist anzunehmen, dass die Hitze der zehn Projektoren eine Vorstellung aus Sicherheitsgründen unmöglich machte.Quelle: Meusy, Jean-Jacques: L‘enigme du cinéorama de l”Exposition Universelle de 1900. In: Archives, 37, Januar 1991. ... [weiterlesen]
348.

cinema of evil

... f evildagegen zeigt kalt und unerotisch das verzweifelte und hoffnungslose Ringen um Liebe als kindliche, letztlich aber so mörderische wie selbstzerstörerische, sexuelle Aggression gegen dem Anderen. Große Teile der Filmkritik wollen in derartigen Filmen kunstgewerbliche Pornographie sehen oder wenden sich gegen ihre vermeintlich erbärmliche Amoralität.Beispiele: Sombre (Dunkle Triebe, Frankreich 1998, Philippe Grandrieux); A ma Soeur! (Meine Schwester, Frankreich/Italien 2001, Catherine Breillat); La Vie nouvelle (Verraten und verkauft, Frankreich 2002, Ph. Grandrieux).Literatur: Beugnet, Martine: Evil and the senses: Philippe Grandrieux's Sombre and La Vie nouvelle. In: Studies in French Cinema 5,3, 2005, S. 175-184. – Maddock, Trevor H. /Krisjansen, Ivan: Surrealist poetics and the cinema of evil: the significance of the expression of sovereignity in Catherine Breillat́s A Ma Soeur. In: Studies in French Cinema 3,3 2002, S. 161-171. ... [weiterlesen]
349.

Durchhaltefilm

Als mit der Katastrophe von Stalingrad auch für Goebbels eine endgültige Niederlage des Krieges nicht mehr völlig auszuschließen war, entstand das Konzept der sogenannten Durchhaltefilme. Gemeint waren Filme, die den Durchhaltewillen der Bevölkerung stärken sollten. Z.T. waren Filme dieser Phase der nationalsozialistischen Propagandaarbeit reine Unterhaltungsfilme (wie Die große Liebe, 1941/42, Rolf Hansen, mit de ... [weiterlesen]
350.

dynamisch-transaktionaler Ansatz

... stellation. Da Medienkonsum meist ein täglicher, gleichbleibender Vorgang ist, spielen Effekte der Habitualisierung über alle Unterstellungen intentionaler Zuwendung zu Medien oder Medieninhalten eine große Rolle. Eine eigene Rolle spielen hier sogenannte „Initialreize“, die als subjektiv (sozial, emotional und kognitiv) besonders wichtig angesehen werden und die ein intensives Informationssuchen auslösen, das alle Habitualisierungen überlagern kann. Es sind derartige Einmischungen von Interesse, subjektiver Betroffenheit und moralischem Engagement, die das in sich stabilisierte Gegenüber von Kommunikatoren und Rezipienten immer wieder aufbrechen und die Prozesse der Informationsentstehung und -übertragung anstoßen. Literatur: Früh, Werner (Hrsg.): Medienwirkungen. Das dynamisch- transaktionale Modell. Theorie und empirische Forschung. Opladen: Westdeutscher Verlag 1991. – Früh, Werner: Der dynamisch-transaktionale Ansatz. Ein integratives Paradigma für Medienrezeption und Medienwirkungen. In: Rössler, Patrick / Hasebrink, Uwe / Jäckel, Michael (Hg.): Theoretische Perspektiven der Rezeptionsforschung. München: Reinhard Fischer 2001, S. 11-34. – Früh, Werner / Schönbach, Klaus: Der dynamisch-transaktionale Ansatz. Ein neues Paradigma der Medienwirkungen. In: Publizistik 27,1-2, 1982), S.74-88. – Wirth, Werner (Hrsg.): Dynamisch-transaktional denken ... [weiterlesen]
351.

Dolly

... , und auf den größeren Dollys sind für Kameramann und Hilfskräfte, in den größten Ausführungen sogar für den Regisseur eigene Sitzmöglichkeiten eingebaut (derartig große Kamerawagen werden manchmal auch camera truck genannt). Dollys werden entweder auf Schienen bewegt oder haben Gummiräder, auf denen sie über normalen Boden bewegt werden können. Der Wagen wird entweder geschoben oder durch nahezu unhörbare Elektromotoren bewegt. Die Kugellager laufen geräuschfrei, die Federung ist optimiert, so dass lautlose und ruckelfreie Bewegungen möglich sind. Die Kameraplattform lässt sich auf vielen Dollys hydraulisch ruckfrei auf- und abwärts bewegen. Dolly ist auch gebräuchlich als Bezeichnung für Zu- oder Wegfahrten (dolly in / dolly out, pull back).  ... [weiterlesen]
352.

dub stage

... erial benutzen kann. Vor allem die Dialogmischungen können so in einer Art „Rohzustand“ komponiert werden, ohne durch Musik und Geräusche gestört zu werden. Erst in einem (meist recht großen) Studio, in dem man mit Monitorboxen den Klang hören kann, den später auch das Kinopublikum vernimmt, werden dann die Dialog- und ADR-Bänder mit den anderen Tonkomponenten gemischt. Dieses Studio wird (vor allem in Hollywood) dub stage genannt.  ... [weiterlesen]
353.

Powers Cinephone

... ephone-Verfahren realisierte. Powers überwarf sich kurzzeitig mit Disney, als er den Animator Ub Iwerks abwarb, der ein eigenes Trickfilmstudio aufbauen sollte. Das Cinephone-Verfahren spielte danach keine große Rolle mehr; wenige Filme wie die B-Western von Harry S. Webb – darunter Phantom of the Desert (1930), Beyond the Rio Grande (1930) und Westward Bound (1930) – entstanden außerhalb der Zusammenarbeit mit Disney, der das Verfahren wohl noch bis 1932 weiterverwendete.  ... [weiterlesen]
354.

cinéma nordiste

... any Boons Regional-Komödie Bienvenue chez les Ch'tis (Willkommen bei den Ch'tis, 2008), in der ein Südfranzose in jenes ferne, kalte und unwirtliche Land im Norden versetzt wird, war in Frankreich ein großer Publikumserfolg.Literatur: Bénézet, Delphine: Contrasting visions in le jeune cinéma: poetics, politics and the rural. In: Studies in French Cinema 5,3, 2005, S. 163-174. – Ors, Sébastien / Tancelin, Philippe / Jouve, Valérie: Bruno Dumont. Paris: Dis Voir 2001. ... [weiterlesen]
355.

cinéma djidid

... minas Chronique des Années de Braise (Chronik der Jahre der Glut, 1975), ein Film, der die koloniale Zeit von 1939 bis zum Ausbruch der Revolution 1954 behandelt und der als erster afrikanischer Film den Großen Preis von Cannes gewann, steht für diese Abkehr vom Jungen Film des cinéma djidid. Literatur: Hennebelle, Guy: Cinéma Djidid. In: Salmane, Hala / Hartog, Simon / Wilson, David (eds.): Algerian Cinema. London: British Film Institute 1976, S. 28-36 [mit Liste von 12 Regisseuren]. ... [weiterlesen]
356.

Charro

... a resp. des Mariachi-Orchesters – auf; ihr äußeres Kennzeichen war die Festtagstracht der Charros, der mexikanischen ländlichen Elite zu Pferd: bestickter Filzsombrero mit hohem Becher und großem Durchmesser, enge Hosen mit einer Doppelreihe von durch Kettchen verbundenen Silberknöpfen an den Seitennähten, kurzes Jäckchen und Stiefel mit Silberbeschlägen. Von größter Popularität wurde der charro als Genrefigur des mexikanischen Western seit 1936, als Allá en el Rancho Grande (Fernando de Fuentes) ein überraschender Kinoerfolg wurde. Jorge Negrete (der „singende Charro“), der Musiker Mariachi Vargas (der in den 1940ern und 1950ern in annähernd 200 Filmen spielte) und der Schauspieler Pedro Infante wurden zu mexikanischen Genrestars. Der Charro-Film verlor anfangs der 1960er seine Popularität, die Produktion ging zurück.Der Char ... [weiterlesen]
357.

narrowcasting

engl., dt. etwa: Schmalfunk; im Gegensatz zum broadcasting = allgemein und massenhaft adressierender RundfunkDer Begriff narrowcasting wurde 1968 von dem am MIT arbeitenden Psychologen und Computerwissenschaftler Joseph C.R. Licklider in einer scharfen Kritik an der Dominanz der großen Networks NBC, ABC und CBS, die mehr als 90% des Marktes kontrollierten, eingeführt. Er verstand darunter eine Vielzahl spezialisierter und unabhängig p ... [weiterlesen]
358.

interclass romance

dt. ewa: Romanze über Klassengrenzen hinwegEine der Konfliktlinien, die von Beginn des Films an dramatisiert worden sind, ist die Liebe über Klassengrenzen hinweg. Schon The New Disciple (USA 1921, Oliver L. Sellers) über die Liebe eines Mühlenbesitzers zu der Tochter des Arbeiterführers, der gegen ihn rebelliert, faßsst das Motiv in großer Klarheit, das in zahlreichen Variationen bis heute neue Interpretationen g ... [weiterlesen]
359.

Visionola

Die Visionola war ein Apparat, den die die New Yorker Firma Sparton von 1929-31 auf dem Markt zu plazieren suchte; es handelte sich um eine Kombination von Radio, 16mm-Filmprojektor und Plattenspieler (für 16"-Platten), die nach dem Muster des Vitaphone-Tonfilms die Vorführung von Filmen im Privathaushalt ermöglichen sollte. Trotz großer Investitionen fanden sich kaum Interessenen, so dass die Produktion bereits 1931 wieder einge ... [weiterlesen]
360.

Monterey Productions

Ähnlich, wie John Ford sich mit seiner Firma Argosy Pictures vom Studiosystem freimachte und seine Filme selbst produzierte, gelang es für kurze Zeit auch Hawks, die künstlerische Kontrolle über seine Filme zu maximieren. Zusammen mit dem Agenten Charles K. Feldman, der immer wieder als Vermittler zu den Studios auftrat (etwa im Fall von Sergeant York, 1941, den Jesse L. Lasky produzierte und der ein großer Publikumserfolg w ... [weiterlesen]
361.

Moy & Bastie

... Firma eine Kamera für den Smith-Urban-Zweifarben-Kinemacolor-Prozess vor; 1911 folgte eine Gyroskop-Kamera, die für Luftaufnahmen verwendet werden konnte. Nach dem Tod Moys (1926) geriet die Firma in große Schwierigkeiten, obwohl sie noch ein Patent zur Verbesserung des Malteserkreuzes angemeldet hatte. Die Firma existiert bis heute und ist als technisches Service-Unternehmen in den Elstree Studios in Borehamwood, Hertfordshire, lokalisiert. ... [weiterlesen]
362.

Schlemihl

von jidd.: schlamassl = Unglück (Abl. v.: massl = Glück)Der Schlemihl – ein sprichwörtlich gewordener Pechvogel und Unglücksrabe – ist auch in zahlreichen (meist melancholisch eingefärbten) Filmkomödien als Held der Geschichte aufgetreten. Er ist naiv und linkisch, unschuldig und moralisch rein, machtlos und unscheinbar – aber er hat große Träume. Und wird gerade darum zum Spielelement von ... [weiterlesen]
363.

Blickbewegungsmessung

auch engl.: eye tracking; manchmal auch: eyes-on-screen methodBereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Film eingesetzt, um die Augenbewegungen (Fixationen und Sakkaden) von Versuchspersonen aufzuzeichnen – bei allerdings großer Ungenauigkeit der damit gewinnbaren Daten. Heute wird das Verfahren als psychophysiologische Methode vor allem in der Werbepsychologie eingesetzt, um die Häufigkeit und Zeitdauer der Zuwendung (Aufmerksamk ... [weiterlesen]
364.

Visiophone

Das im Juli 1921 im Théâtre des Champs Elisées in Paris vorgestellte, von Pierre Chaudy patentierte Visiophone-Verfahren diente dazu, es dem Dirigenten mittels einer Steuerungseinheit zu ermöglichen, die Geschwindigkeit des Projektors so zu verändern (von 10 bis 24 B/S!), so dass der Film mit der Musik synchron wurde. Das Visiophone stand inmitten des Orchesters; Elektrodrähte verbanden es mit dem Projektor. Auf groß ... [weiterlesen]
365.

Sound-Bibliothek

... port“ etc.). Manchmal handelt es sich um Sammlungen genrespezifischer Töne (etwa zum Horrorfilm). Oft werden die in Sound-Bibliotheken gesammelten Töne „Effekte“ genannt. Die meisten großen Produktionsfirmen (wie vor allem auch die Fernsehanstalten wie ARD oder BBC) haben eigene Soundbibliotheken.   ... [weiterlesen]
366.

Antike im Film

... ontstellung zwischen dem West- und Ostblock begünstigten in Europa wie in den Staaten eine gesellschaftliche und kulturelle Restauration. Die scheinbar unbelastete Antike hatte somit wieder Konjunktur. Die großen Hollywoodproduktionen der 50er und frühen 60er Jahre (Quo Vadis 1951; The Robe 1953; Ben Hur 1959; Spartacus 1960), in denen häufig ein korruptes Rom im Kampf mit der frühen Christenheit steht oder als Gegenentwurf zu amerikanischen Freiheitsidealen erscheint, und die europäischen B-Produktionen neomythologischen Inhalts (die sogenannten Peplums) boten dem Publikum durch exotische Schauwerte Ablenkung vom Alltag. Die erotische Aufladung der Filmhandlung begünstigte den zeitgenössischen Voyeurismus, der wegen der zeitlichen Ferne und des häufig mit dem Filmende einhergehenden Endes der Sünde(r) die Zensurbestimmungen umgehen konnte.Dienten die Antikfilme gerade wegen der opulenten Farbtechnik und des Breitwandsystems ursprünglich als Garant im Kampf mit dem jungen Fernsehen um die Zuschauergunst, so wurden ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre die antiken Inhalte zunehmend im Kino von Action und Science-Fiction abgelöst, hielten sich aber vereinzelt in der Fernsehlandschaft (I, Claudius, Großbritannien 1976; A.D., USA/Italien/Frankreich 1985). Zu einem Wiederaufleben verhalfen dem Antikgenre um Fantasyelemente erweiterte Fernsehserien antiker Mythen (Hercules, USA/Neuseeland 1995-99). Zum Millennium kehrte der Antikfilm ... [weiterlesen]
367.

Drahtmodell

auch: Drahtgittermodell; engl.: wireframe, wireframe modelDrahtmodelle dienen in der Computer-Graphik zur Visualisierung von 3D-Gegenständen. Sie werden auch als Kantenmodelle bezeichnet, weil die die äußere Gestalt des Objekts als Kantenpunkte darstellen, die durch Drähte oder Linien miteinander verbunden sind. Tatsächlich bestehen Drahtmodelle aus einer – unter Umständen sehr großen – Anzahl von Poly ... [weiterlesen]
368.

StereoCam (2)

Allgemeine Gelegenheitsbezeichnung für 3D-Amateurvideokameras nach den großen 3D-Erfolgen siet Avatar (2009). ... [weiterlesen]
369.

Body Double

im Engl. auch: butt double; gelegentlich auch: stunt buttHeute auch im Deutschen gebräuchliche Bezeichnung für Doubles, die vor allem in Sexszenen eingesetzt werden, die die eigentlichen Darsteller nicht drehen wollen (oder können). Dabei muss auf eine große Ähnlichkeit hinsichtlich des Körperbildes geachtet werden. Bei der Inszenierung wird darauf geachtet, dass die Kamera das Gesicht nicht erfasst.Brian dePalma hat da ... [weiterlesen]
370.

Eikon

... er Anteile an der Studio‑TV‑Film GmbH, einer hauptsächlich mit der Produktion von Kindersendungen beschäftigten Firma (Löwenzahn mit Peter Lustig, Siebenstein mit dem Raben Rudi). Ein großer Erfolg wurde die vierteilige Filmserie Jahrestage (2000, Margarete von Trotta), der für den Emmy-Award nominiert wurde. Heute ist Eikon Muttergesellschaft einer Firmengruppe mit zehn Gesellschaften, die bundesweit an unterschiedlichen Standorten Kino‑ und Fernsehfilme, Dokumentationen und Kinderprogramme produzieren. ... [weiterlesen]
371.

Medizindrama

... m Personal eine Fülle von Konflikten und Intrigen enthält. Vor allem Serien haben sich den Handlungsort „Klinik“ (und manchmal auch „Praxis“) als Rahmenvorgabe einer unabsehbar großen Menge möglicher Geschichten angenommen (wie zuerst wohl in der Filmserie um den Filmarzt Dr. James Kildare, USA 1937-42, diverse Serien als Sequel).Es geht dabei nicht nur um den Umgang mit Krankheit und Gesundheit (besonders dramatisch dann, wenn ein Arzt zum Kranken wird wie in The Doctor, USA 1991, Randa Haines) und die Auseinandersetzung zwischen Schul- und Alternativmedizin (wie schon in Le Guerisseur, Frankreich 1953, Yves Ciampi), sondern vor allem um emotionale und moralische Probleme, die im Gewand der Arzt-Patient-Beziehung und unter der Bedingung des Erkranktseins ausgehan ... [weiterlesen]
372.

Berufe des Films: Szenenbild (engl./dt.)

art department / Szenenabteilung, Künstlerische Abteilungart department assistant / Assistent des Filmarchitekten (erste zwei bis drei Berufsjahre)art department runner / Volontärart director / Filmarchitektassistant art director / assistierender Filmarchitekt (mit großer Berufserfahrung)construction foreman, draftsman / Bühnenmeistercostume design / Kostümbildnerillustration artist, production painter / Illustratorproduct ... [weiterlesen]
373.

Big Bug Films

... efsee auf. Es waren bevorzugt Insekten – Spinnen (wie in Tarantula, 1954, Jack Arnold, oder Earth v. The Spider, 1958, Bert I. Gordon), Skorpione (wie in The Black Scorpion, 1957, Edward Ludwig), elefantengroße Grashüpfer (wie in Beginning of the End, 1957, Bert I. Gordon), Gottesanbeterinnen (wie in The Deadly Mantis, 1957, Nathan Juran) oder auch Wespen (wie in The Wasp Woman, 1959, Roger Corman). Die Filme sind ausnahmslos B-Produktionen und gehören dem SF-Horror der Zeit zu. Zwar gibt es auch weiterhin Rieseninsekten im Film, doch bilden die Filme der späten 1950er eine eigene Gruppe, die sich durch die Klarheit der Weltordnung auszeichneten, die durch die Insektenwesen bedroht wurden; meist wird die Verteidigung der amerikanisch-bürgerlichen Welt als Symbolisierung eines möglichen Angriffs fremder Mächte interpretiert.Literatur: Bellin, Joshua: Us or Them!: Silent Spring and The "Big Bug" Films of the 1950s. In: Extrapolation 50,12, 2009, S. 145‑168. – Tsutsui, William M.: Looking Straight at "Them!" Underst ... [weiterlesen]
374.

Payola

... Musikwerks (v.a. Produzenten), die keinerlei kreativen Anteil an dessen Entstehung gehabt hatten (die Variety hatte bereits 1916 derartige Praxen notiert). Zum „Payola-Skandal“ kam es 1959, als die großen Plattenfirmen eine Untersuchung der Federal Communications Commission anregten, um den zunehmenden Erfolg kleiner und unabhängiger Labels als Effekt der Bestechung der Radiomoderatoren zu erklären und zu unterbinden. 1962 wurden sechs DJs verurteilt, nachdem die Radiosender freiwillig die Ausstrahlung unabhängiger Produktionen (vor allem aus dem Rock‘n‘Roll-Bereich) drastisch reduziert hatten. Auch die Manipulation von Charts gehört zu den Erscheiningsformen des Payola. Seit den 1970ern ist es mehrfach zu Prozessen gegen bestechende Firmen gekommen (zuletzt 2005 gegen Sony BMG).Literatur: Mol, Joeri M. / Wijnberg, Nachoem M.: Competition, selection and Rock and Roll. The economics of Payola and authenticity. In: Journal of Economic Issues 31,3, 2007, 701‑714. – Lindsay, Cotton Mather / Maloney, Michael T.: Party politics and the price of payola. In: Economic Inquiry 26,2, 1988, S. 203‑221. – ... [weiterlesen]
375.

Studios de Joinville

... rice à Saint‑Maurice im Val‑de‑Marne – zu einer zweiten größeren Produktionsstätte der Firma. 1923 wurde ein Neubau errichtet. Im Krieg brannten die Aufnahmehallen großenteils ab (1940); erst 1946 wurden sie zunächst nur teilweise wieder aufgebaut. 1947 wurden die Studios in die Studio-Union Franstudio integriert. Der Aufnahmebetrieb wurde 1987 eingestellt; 1991 wurden die Studios abgerissen. Zu den Filmen, die in Joinville entstanden, gehörten L’Argent (1928, Marcel l’Herbier), Pépé le Moko (1936, Julien Duvivier), Les Portes de la Nuit (1947, Marcel Carné)  und die Jean-Renoir-Filme French Cancan (1954) und Le Déjeuner sur l’Herbe (1959). ... [weiterlesen]
376.

Figurenrede

... n Monolog/Bewusstseinsstrom (= Wiedergabe der Rede und der gleichzeitigen Gedanken und Empfindungen der Figur). Die meisten dieser Formen sind der literarischen Erzählung vorbehalten, spielen im Film keine große Rolle; wird dennoch (mittels Voice-Over u.ä.) auf die Vielfalt der Formen zurückgegriffen, entsteht eine Hybridform literarischen Erzählens.(2) Im Theater (und ähnlich im Film) erfolgt die Rede der Figuren, die hinsichtlich dialektaler und soziolektaler Färbung von vornherein festgelegt sein müssen, fast immer direkt aus deren subjektiver Perspektive; entsprechend ist dramaturgisch immer zu berücksichtigen, welches Vorwissen die einzelne Figur besitzt, möglicherweise auch, welche sachlichen und sozialen Ziele sie verfolgt. Natürlich finden sich aber auch Formen des indirekten Rede-Reports (von Botenbericht bis Zeugenaussage). Gelegentlich kann die Subjektivität des unvermittelten Sprechens in Redestücken, die der sachlichen Erläuterung oder der Moral von der Geschichte gewidmet sind auch modal auf ... [weiterlesen]
377.

Heinrich-Greif-Preis

... enannt und wurde in drei Stufen zusammen mit Geldpreisen bis zu 7.500 Mark (bei Einzel‑) beziehungsweise bis zu 20.000 Mark (bei Kollektivauszeichnungen) verliehen. Die bis 1973 aus Silber bestehende 30mm große Medaille zeigte auf der Vorderseite den Kopf Greifs in Seitenansicht. Die Verleihung wurde jeweils meistens am 11. März – dem Geburtstag Heinrich Greifs – durch den Minister für Kultur vorgenommen. Die erste Verleihung erfolgte am 25.5.1951. Zu den Preisträgern gehörten der Komponist Hans‑Hendrik Wehding (1956), die Regisseure Heiner Carow (1959, 1967) und Frank Beyer (1961, 1984) und die Cutterin Evelyn Carow (1985). ... [weiterlesen]
378.

Videohermeneutik

... einer Konstruktion zu exponieren. Die Kontrastierung mit einer abweichenden Sequenz innerhalb einer Analyse dient der Validierung resp. Falsifizierung einer zuvor gebildeten Hypothese. Die Videohermeneutik hat große Gemeinsamkeiten mit der wissenssoziologisch geprägten Videoanalyse. Von der filmwissenschaftlichen Analyse unterscheidet sie sich durch eine Hinwendung zu symbolischen, ordnungsstiftende Interaktionen und ein sekundäres Interesse an formalästhetischen Elementen, die als hier lediglich als Faktoren der Sinngenese verstanden werden.  Literatur: Bohnsack, Ralf: Qualitative Bild- und Videointerpretation. Die dokumentarische Methode. Opladen/Farmington Hills: Barbara Budrich 2009. – Raab, Jürgen / Tänzler, Dirk: Video Hermeneutics. In: H. Knoblauch [...] (Hrsg.):Video Analysis. Methodology and Methods. Qualitative Audiovisual Data Analysis in Sociology. Frankfurt: Internationaler Verlag der Wissenschaften 2009. – Reichertz, Jo / Englert, Jasmin: Einführung in die qualitative Videoanalyse. Eine hermeneutisch-wissenssoziologische Fallanalyse. Wiesbaden: VS 2011.  ... [weiterlesen]
379.

Macrovision

Macrovision ist ein analoges Kopierschutz‑System, das von der gleichnamigen Firma 1983 patentiert wurde und seitdem von ihr weiterentwickelt und gepflegt wurde; Macrovision Corporation nannte sich 2007 in Macrovision Solution Corporation um und nahm 2009 den Namen Rovi Corporation an, nach wie vor ein großer Anbieter von Software-Lösungen für die Medienindustrie (insbesondere Kopierschutz und Rechtemanagement). Das ursprüng ... [weiterlesen]
380.

Shitstorm

... n Fansites und vor allem durch das Verbot des Videos setzte der sogenannte Streisand‑Effekt ein. Das Video wurde mehrfach neu hochgeladen, die Kampagne gewann an Bekanntheit und Nestlé erfuhr einen großen Reputationsschaden. Mittlerweile hat sich das Unternehmen aufgrund öffentlichkeitswirksamer Gegenmaßnahmen davon erholt. Literatur: Scherg, Christian: Rufmord im Internet. So können sich Firmen, Institutionen und Privatpersonen wehren. Berlin: Ambition 2011. – Zegart, Dan: Dan Civil warriors. The legal siege on the tobacco industry. New York: Delacorte Press 2000. ... [weiterlesen]
381.

yarn

... st neben The Hotel New Hampshire (Großbritannien [...] 1984, Tony Richardson) Big Fish (USA 2003, Tim Burton), der in phantastisch anmutenden Rückblenden das Leben seines Helden erzählt, der ein großer Fabulierer ist (auch wenn es in einem tieferen Sinne um einen Konflikt zwischen ihm und seinen eher nüchternem Sohn geht).  ... [weiterlesen]
382.

Ouvertüre

... he Ouvertürensequenz (mit schwarzem Bild); das im Film mehrfach verwendete For He's a Jolly Good Fellow ist wie ein musikalisches Nachspiel auch dem Abspann unterlegt. Manchmal wurden die Filme wegen ihrer großen Länge durch ein musikalisches Zwischenspiel unterbrochen (oft verbunden mit einer tatsächlichen Pause der Vorstellung). Filme, in denen die Musik eine zentrale Rolle spielte (wie High Society, USA 1956, Charles Walters, mit der Musik von Cole Porter), aber auch Abenteuerfilme markierten ihre Fiktionalität durch vorangestellte Ouvertüren. Ben Hur (USA 1959, William Wyler), Khartoum (Großbritannien 1966, Basil Dearden) oder The Sand Pebbles (USA 1966, Robert Wise) kennen sogar Vor- und Zwischenspiel (wie schon Sam Woods Spanien-Drama For Whom the Bell Tolls, USA 1943).  Lawrence of Arabia (Großbritannien 1962, David Lean) hatte sogar ein Vorspiel, ein Zwischenspiel und ein kurzes Nachspiel. Die Konvention wurde von Großfilmen wie Ghandi (Großbritannien/Indien 1982, Richard Attenborough) oder Once upon a Time in America (USA 1984, Sergio Leone) nahmen die Konvention der 1960er wieder auf, darin ihren Charakter als Epos unterstreichend.Literatur: Botstiber, Hugo: Geschichte der Ouvertüre und der freien Orchesterformen. Leipzig: Breitkopf u. Härtel 1913. Neudr.: Wiesbaden: Sändig 1969. – Capelle, Irmlind: Das Verhältnis der Ouvertüre zu den übrigen Nummern der Schauspielmusik bei Spohr, Marschner und Lortzing. In: Carl Maria von Weber und die Schauspielmusik seiner Zeit. [...] Mainz [...]: Schott 2003, S. 255‑267.  ... [weiterlesen]
383.

Beat Generation

... mus) sowie die Idealisierung exzessiver und unkontrollierter Formen künstlerischen Ausdrucks. Eine der wichtigsten Techniken der Beatliteratur wurde die Textcollage, das cutup. Seit den 1950ern gab es eine große Anzahl von Versuchen, auch Filme unter der Vorgabe der Poetik des Beat zu realisieren. Sie gehören ausnahmslos dem Underground-Cinema an. Zu den Regisseuren gehörten neben Jonas Mekas auch John Cassavetes (Shadows, 1959), Ron Rice (The Queen of Sheeba Meets the Atom Man, 1963, erst 1982 fertiggestellt), Jack Smith (Flaming Creatures, 1963). Von größter Bedeutung waren die Einflüsse der Beat-Bewegung auf die europäischen Kunstszenen.Film: The Source (Die Beat Generation – Wie alles anfing); USA 1999, Chuck Workman. – Filmographie: The Beat Movement on Film, URL: http://www.lib.berkeley.edu/MRC/CarneyFilms.html.Literatur: Mullins, Patrick: Hollywood and the Beats. In: Journal of Popular Film and Television 29,1, 2001, S. 32‑41. – Sargeant, Jack: Naked lens. An illustrated history of beat cinema. London: creation books 1997, repr. 2001 (Creation Cinema Collection. 7.). – Sterritt, David: Mad to be saved. The Beats, the '50s, and film. Carbondale [...]: ... [weiterlesen]
384.

Telethon

... Schallplatten- und Film- bzw. Videoindustrie.Literatur: Jakobsen, Anne: „The Last Thing the Planet Needs Is a Rock Concert“: Das Spannungsverhältnis von Politik und Popkultur in der Konzeption großer Aid-Konzerte. In: Rock and Pop in the Movies, 2, 2012. ... [weiterlesen]
385.

Gaunerkomödie

... uml;gerinnen in Filmen wie The Lady Eve (USA 1941, Preston Sturges) oder neuerdings Intolerable Cruelty (USA 2003, Joel Coen) – treten kaum je als Kriminelle auf, sondern als Menschen, die in der Welt der großen Fische, der tatsächlich Kriminellen, sich verdientermaßen ein kleines Stück vom Kuchen sichern. ... [weiterlesen]
386.

inszenierter Dokumentarfilm

... Konflikt mit dem Ministerpräsidenten Putin geriet. In vielen Fällen arbeiten Dokumentaristen mit Formen der Inszenierung; schon Nanook of the North (USA 1922, Robert Flaherty) basiert auf Bildern, die großenteils für die Aufnahmen gestellt wurde. Flahertys halbdokumentarische Louisiana Story (USA 1948) geht den Weg, den Dokumentaristen bis heute gehen: Wenn man die inszenierten Szenen als solche kenntlich macht, nimmt man ihnen den Anspruch auf eine ursprüngliche Authentizität,kennzeichnet sie stattdessen als Elemente eines Diskurses über Reales. ... [weiterlesen]
387.

CineSexuality

... l;rperliche Qualität zu: Es wird zu einem cinematic body (Steven Shaviro), dem sich der menschliche Sinnesapparat in einem quasi sexuellen Akt hingibt. In ihrem durchaus exzentrischen Theoriemodell, das in großen Zügen der Seduktionstheorie des Films entspricht, wie sie von Fuery und Stiglegger vorgeschlagen wurde, plädiert MacCormack deutlich für eine performative Körperlichkeit des Films (durch Textur, Licht, Schatten, letztlich alle gebotenen ,Sensationen’), die unabhängig von einer bloßen Abbildung des (menschlichen) Körpers besteht und jenseits von symbolischen und semantischen oder gar kulturspezifischen Zuschreibungen funktioniert. CineSexuality kann als Ansatz gesehen werden, eine Deleuze’sche Filmphilosophie radikal weiterzudenken und letztlich in eine „Schizoanalysis“ ... [weiterlesen]
388.

DyaliScope

In Frankreich wurde bereits 1954 ein eigenes anamorphotisches System entwickelt (als Weiterentwicklung des Fox-Patents). Die DyaliScope genannten Vorsatz-Optiken zeichneten sich durch die große Schärfe der Darstellung in allen Bereichen des Bildfeldes aus. Es war bekannt als Format des Sandalenfilms (Agi Murad, il diavolo bianco, 1959, Riccardo Freda; L‘assedio di Siracusa, 1959/1962, Franco Francisci) und historischer Epen (Austerli ... [weiterlesen]
389.

Dramatisierung

... ouml;ßere und grundlegende Konfliktlinien, durch Personalisierung und Benennung von Gegnern, durch Moralisierung und ähnliches mehr einen Gegenstand-in-Rede in einer unverhältnismäßig großen Bedeutung darzustellen. Jemandem vorzuhalten, er dramatisiere, ist fast immer ein Vorwurf, beklagt die Unproduktivität des Verfahrens und bittet den Dramatisierer um Mäßigung; er ist oft verbunden mit der Kritik am Kommunikationspartner, sei es, dass er die Unverhältnismäßigkeit der Darstellung erst produziere, sei es, dass man ihm vorwirft, er dramatisiere, um sich selbst Geltung zu verschaffen.  ... [weiterlesen]
390.

Lenfilm

... o;Union[s]film“]). 1934 wurde das Studio schließlich Lenfilm benannt, wobei die ersten drei Buchstaben von ,Leningrad‘ abgeleitet wurden. Seit 1934 bis heute ist das Reiterstandbild Peters des Großen in Sankt Petersburg (Medny wsadnik = Der eherne Reiter) des französischen Bildhauers Etienne‑Maurice Falconet das Erkennungszeichen von Lenfilm. Für das Studio arbeiteten viele Regisseure des sowjetischen Kinos, darunter Sergei Eisenstein, Sergei Gerassimow oder Wladimir Menschow. Das Studio arbeitete auch nach der Auflösung der UdSSR als halbprivates Unternehmen weiter; 2004 wurde es als Kinostudiya Lenfilm endgültig privatisiert. Von Beginn an entwickelte es sich kontinuierlich zu einem der führenden sowjetischen, später russischen, Filmstudios; seit den späten 1970ern wurden zunehmend internationale Produktionen realisiert. Lenfilm produzierte bislang insgesamt rund 1.500 Filme.Homepage: http://www.lenfilm.ru/.  ... [weiterlesen]
391.

Dispositiv

... uschauer und hat Anteil an den Wirkungen des Films. Im Fall des Kinos lässt sich das Arrangement wie folgt charakterisieren: immobile Anordnung der Zuschauersubjekte in einem relativ dunklen Saal vor einer großen Leinwand, auf die Bilder projiziert werden, die von einem Apparat stammen, der (für die Zuschauer unsichtbar) hinter ihren Köpfen installiert ist. Dieses Arrangement lässt sich in mancher Hinsicht mit der Höhle aus Platons Höhlengleichnis vergleichen. Ihm wurden verschiedene Wirkungen zugeschrieben wie der traumähnliche, semi-regressive Zustand der Filmrezipienten und der daraus resultierende verstärkte Realitätseindruck.Alle Medien konstituieren eine dispositive Ordnung: Das Fernsehdispositiv unterscheidet sich von der Konstellation der beteiligten Größen im Kino in mehrfacher Hinsicht: Das Bild ist kleiner, die Zuschauer können sich freier bewegen und das Programm wechseln. Neue Wahrnehmungsdispositive wie Laptop und Smartphone diversifizieren die Bedingungen der Filmwahrnehmungen weiter. In Filminstallationen in Museum oder anderen Showrooms ist die Gestaltung des Dispositivs oft integraler Bestandteil des Werks. Ein erweiterter Dispositiv-Begriff beinhaltet auch die Dimension der Rezeptionskultur. In diesem Sinn unterscheidet sich das Dispositiv des frühen von dem des klassischen Kinos und das Dispositiv individueller, voyeuristischer Kontemplation von dem der kollektiven ... [weiterlesen]
392.

Segmentierung (3)

In durchaus vergleichbarer Weise werden große Videoarchive durch „Metadaten“ (= meist stichwortartige Inhaltsbeschreibungen) erschlossen, die manuell von Archivaren eingegeben werden; das Verfahren ist zwar mühsam und kostenaufwendig, doch haben die Erfahrungen im Umgang mit automatischem Indexing der Inhalte der Archivbestände gezeigt, dass die Zuordnung von inhaltlichen Kategorien zu einem Video-/Filmsegment ein hochgrad ... [weiterlesen]
393.

Raubtierfilm

... ionen, die dem Zuschauer geboten wurden (was sich bis in die Titel hinein verfolgen lässt – man denke an Die Rätsel Afrikas. Der Welt größter Sensations‑ u. Raubtierfilm, 1923). Große Prominenz nahm neben dem Schauspieler Carl de Vogt, der in einer ganzen „Raubtierfilm-Reihe“ die Hauptrolle spielte und dabei alle Stunts selbst realisierte, vor allem der deutsche Schauspieler und Regisseur Harry Piel ein, von 1916 an in seinen Filmen mit Großkatzen arbeitete, die er des Öfteren auch als Dompteur betreute. Konsequenterweise spielte einer seiner letzten Filmerfolge (Menschen, Tiere, Sensationen, 1938) im Zirkus.Die Raubtierfilm-Reihe: Der Herr der Bestien (1921); Die Schreckensnacht in der Menagerie (1921); Unter Räubern und Bestien (1921); Die Tigerin (1922); Allein im Urwald (1922, auch Die Rache der Afrikanerin); Die weisse Wüste (1922); Regie in allen Fällen: Ernst Wendt.Literatur: Schöning, Jörg: „Kleines Urwaldreich gedeiht.“ Die Dschungelfantasien des Filmp ... [weiterlesen]
394.

Gremienfilm

oft auch: FörderungsfilmAls es in den späten 1960ern in der BRD zur Bereitstellung von Fördermitteln und zur Einrichtung von Fördergremien kam, die den Film als kulturelles Produkt finanziell unterstützen sollten, entstand eine große Zahl von Filmen, die nach Meinung vieler Kritiker sich nicht mehr an das Publikum wandten und sich nicht mehr den Konditionen des Marktes aussetzten, sondern die am Urteil der Gremien orien ... [weiterlesen]
395.

Filmförderung

... rgreifenden Institutionen Filmförderanstalt (FFA) in Berlin, Bundesministerium des Innern und das Kuratorium Junger Deutscher Film in Wiesbaden vergeben. Angesichts der Tatsache, dass die Länder einen großen Anteil der verfügbaren der Filmfördermittel ausschütten, greifen die meisten Filme auf Mischförderungen zurück. Literatur: Döpkens, Harm‑Randolf: Handelsliberalisierung im Bereich audiovisueller Medien : die welthandelsrechtliche Beurteilung von Quotenregelungen und finanziellen Fördermaßnahmen für Film und Fernsehen. Berlin: Duncker & Humblot 2010. – Duvvuri, Stefan A.: Öffentliche Filmförderung in Deutschland. Versuch einer ökonomischen Erfolgs‑ und Legitimationsbeurteilung. München: Fischer 2007. – Jacobs, Olaf: Finanzierung von Film‑ und Fernsehproduktionen. Strategien zur erfolgreichen Mittelbeschaffung. Berlin: Schmidt 2011.  ... [weiterlesen]
396.

episodisches Erzählen

Es gibt große Gruppe episodisch erzählter Filme, bei denen zwar eine Verbindung bzw. ein Kontakt der einzelnen Erzählstränge bzw. Protagonisten innerhalb der Diegese zustande kommt und die deshalb nicht der Gruppe der Episodenfilme zuzurechnen sind, die jedoch auch weder eine Reigenstruktur aufweisen noch den Filmen mit einer Rahmenhandlung oder einem Einzelprotagonisten angehören. Bei den episodisch erzählten Filmen ka ... [weiterlesen]
397.

sonic flashback

dt. etwa: akustischer Flashback, akustische RückblendeNur akustisch repräsentierte Rückblenden sind in aller Regel subjektive Ton-Imaginationen, die an Vorgeschichten erinnern und Figuren oder Ereignisse vergegenwärtigen, die für die imaginierende Figur von großer Bedeutung gewesen sind. Beispiele entstammen etwa Akira Kurosawas Film Waga seishun ni kui nashi (Kein Bedauern für meine Jugend, Japan 1946), in dem die ... [weiterlesen]
398.

Situationskomik

... de aktuellen Situation, vor allem mit den beziehungsrelevanten Elementen. Situationskomik kann nur entstehen, wenn die Akteure selbstbewusst sind und sich einander nicht unterordnen mögen. Hinzu kommt eine große und lustvoll ausgespielte Spontaneität und Schlagfertigkeit, die mit der Fähigkeit, das gerade Geschehende als (meist latenten) Angriff auf die eigene Person, eng verbunden ist. Ein zweiter Anlass, Situationskomisches zu erzeugen, ist dann gegeben, wenn jemand eine Meinung vertritt, die durch Übertreibung bis ins Groteske verzerrt wird, oder wenn jemand einen Handlungsplan verfolgt, der zu absurden Ergebnissen führt. Situationskomik ist auch dann ein Lachanlass, wenn sie das Z ... [weiterlesen]
399.

familyscape

... filmische Orchestrierung von Sozialgeflechten, in deren Mittelpunkt die Familie steht, zumeist eine bestimmte, mit all ihren innerfamiliären sozialen Beziehungen (zwischen Kindern und Eltern, Geschwistern, Großeltern oder entfernteren Verwandten), Freundschaften, Liebesbeziehungen, Generationenkonflikten, emotionalem Leben und mitsamt ihren konkreten geschichtlichen Widerfahrnissen. Auf einer solchen filmischen Basis lassen sich soziologische Aussagen über einen Familientyp eines bestimmten Jahrzehnt (historisch weiter zurückliegend eher: eines bestimmten Jahrhunderts) in einem bestimmten Land treffen, etwa über die amerikanische Familie der 1950er Jahre oder die italienische der 1980er und auch für ein nicht fachwissenschaftlich interessiertes Publikum ansprechend visualisieren.Literatur: Harwood, Sarah: Family fictions. Representations of the family in 1980s Hollywood cinema. Houndmills [...]: Macmillan 1997. – Laviosa, Flavia: Francesca Archibugi's Cinema: Minimalism or Micro-History? Italian Cinema: 1980s-2000s. In: Studies in European Cinema 4,2, 2007, S. 99-110. – Mills, Katie: ... [weiterlesen]
400.

Filmklassiker

Anders als ein „Top-“ oder „Spitzenfilm“, als den man einen Film mit maximal großem Unterhaltungswert bezeichnet, ist ein Filmklassiker ein Film, der in Struktur und ästhetischem Anspruch eine Phase oder Richtung der Filmgeschichte repräsentieren kann. Listen von Filmklassikern unterscheiden sich dadurch von Listen der „besten Filme“, weil sie nicht das Auswahlkriterium der Unterhaltsamkeit anlegen, ... [weiterlesen]
401.

Parufamet-Vertrag

... amerikanischen Verleih aufzunehmen, doch eine Klausel („für den amerikanischen Geschmack geeignete Produktionen“) ließ die Amerikaner diesen Punkt spielend umgehen.So musste die Ufa einen großen Teil ihrer Freiheit einbüßen. Obwohl die Amerikaner kein Stimmrecht im Direktorium des Ufa-Konzerns erhielten, hatten sie sich durch die Parufamet einen Mehrheitsplatz in den Uraufführungstheatern der Ufa erworben.Die Kurzzeitwirkungen des Parufamet-Vertrags fielen besonders stark im deutschen Verleihgeschäft aus. Im Jahre 1926 konnten Paramount, Metro und Universal insgesamt 70 Filme in die Weimarer Republik importieren. Im Jahre 1928, nachdem die Universum Film Ges. wieder in völlig deutsche Hände überging (zum Hugenberg-Konzern kam), konnte Ludwig Klitsch die Bedingungen des Parufamet-Vertrages mildern und den seinerzeit gewährten Kredit relativ schnell abzahlen. Die Zahl der amerikanischen Filme im Ufa-Angebot fiel auf insgesamt 56, davon gingen 44 auf das Konto des Parufamet-Verleihs, der aber auch nur vier deutsche Filme verlieh. Der Anteil der amerikanischen Filme in Ufa-Kinos sank deshalb auf 45 Titel (gegenüber 27 deutschen Filmen). Erst 1932 konnte sich die Ufa vollständig aus dem ungünstigen Vertrag lösen.Literatur: Horak, Jan-Christopher: Rin-Tin-Tin erobert Berlin oder amerikanische Filminteressen in Weimar. In: Filmkultur zur Zeit der Weimarer Republik. Hrsg. v. Uli Jung und Walter Schatzberg. München/New York: K.G. Saur 1992. – Saunders, Thomas J.: Hollywood in Berlin. American Cinema and Weimar Germany. Berkeley: University of Californ ... [weiterlesen]
402.

Serial

... ngen bestand und Pearl White zum international Star machte. Der längste Fortsetzungsfilm war Hazards of Helen (119 Teile, zwischen November 1914 und Februar 1917). Auch in Frankreich erfreuten sich Serials großer Beliebtheit, vor allem die Feuillade-Serien Fantômas (1913) und Les Vampires (1915). In Deutschland drehte Otto Rippert Homunculus (1916) in sechs Folgen.Bis in die späten 1940er Jahre hinein blieben Serials in Amerikas Kinos populär, ob im Science-Fiction-Genre – Flash Gordon (1936), King of the Rocket Men (1949) –, im Kriminalfilm – Dick Tracy vs. Crime, Inc. (1941) – oder im Anti-Nazifilm – Secret Service in Darkest Africa (1943). Mit dem Aufkommen des Fernsehens wanderte die Form ins neue Medium und bildete eine der Ausgangsformen der Fernsehserie.Literatur: Cline, William C.: In the nick of time. Motion picture sound serials. Jefferson, N.C.: McFarland 1984. – Lahue, Kalton C.: Continued next week: a history of the moving picture serial. Norman, Okl.: University of Oklahoma Press 1964. – Nowlan, Robert A. / Nowlan, Gwendolyn Wright: Cinema sequels and remakes, 1903-1987. Jefferson, NC/London: McFarland 1989.  ... [weiterlesen]
403.

Alternierendes Syntagma

auch: alternierte Montage, parallele Montage, Synchronismus Ein alternierendes Syntagma ist in der „großen Syntagmatik“ von Christian Metz idealerweise eine Parallelmontage, bei der zwei oder mehr zeitlich zusammenhängende Handlungslinien so geschnitten werden (A/B, A/B, ...), dass der Eindruck von Simultaneität und Konsekutivität zugleich entsteht. Innerhalb jeder Serie oder Handlungslinie stellen die Bilder eine Ge ... [weiterlesen]
404.

DEFA

... fvertrag rechtskräftig, der das DEFA-Studio für Spielfilme in Babelsberg in den Besitz der französischen Holding CGE brachte.Zur DEFA zählten im Lauf der Jahre eine ganze Reihe manchmal sehr großer Abteilungen; zu ihnen zählten: das DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg (seit 1948; es handelte sich um das ehemalige Ufa-Gelände); das DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme in Potsdam, Alt-Nowawes (seit 1955); das DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme in Berlin (1968 zum DEFA-Studio für Kurzfilme reorganisiert, 1975 zum VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme); das DEFA-Studio für Trickfilme in Dresden (seit 1956); das DEFA-Studio für Synchronisation in Berlin-Johannisthal; die DEFA-Kopierwerke in Berlin-Köpenick und Berlin-Johannisthal; der DEFA-Außenhandel in Berlin. Alle Unternehmen der Filmproduktion und Filmdistribution unterstanden in der DDR einer zentralen staatlichen Leitung, dem Ministerium für Kultur (seit seiner Gründung am 7.1.1954), Hauptverwaltung Film. Filmproduktion und Verleih wurden vom Staat subventioniert. Die Hauptverwaltung Film nahm maßgeblich Einfluß auf die Produktion von Filmen und nahm die Funktion einer Zensurbehörde wahr. Literatur: http://www.defa-stiftung.de/. – Glass, Peter: Kino ist mehr als Film. DEFA-Spielfilm, Kino und Kulturpolitik in der DDR. Berlin: AG Vlg. 1996. – Schenk, Ralf (Red.): Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992. Hrsg. v. Filmmuseum Potsdam. Beitr. v. Christiane Mücken­berger [et alii]. Berlin: Henschel 1994. – Schittly, Dagmar: Zwischen Regie und Regime: die Filmpolitik der SED im Spiegel der DEFA-Produktionen. Berlin: Links 2002 (Forschungen zur DDR-Gesellschaft.).  ... [weiterlesen]
405.

Western: Indianerwestern

... ld und hebt sie zu mythischen Figuren an. Der Indianerwestern findet ausgerechnet in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik seine ausgereifteste Form. Am 18.2.1966 hat der DEFA-Film Die Söhne der großen Bärin in Berlin-Ost seine Premiere. Diese „historischen Abenteuerfilme im Milieu der Indianer“ (SED-Sprachregelung) sollten den populären Winnetou-Filmen der BRD Konkurrenz machen, dabei aber eine historisch-materialistische Ideologie der wirklichkeitsfernen Sentimentalität der Karl-May-Filme entgegensetzen. Bis 1975 entstand jedes Jahr ein DEFA-Indianerfilm, danach noch vier weitere Filme, wovon Weiße Wölfe (1969), Osceolo (1971) und Blaufvogel (1979) als die gelungensten gelten. Was den DEFA-Indianerfilm sympathisch macht, nach Helmut Pflügl, „ist nicht bloß die Tatsache, dass er für ein Volk Partei ergreift, das einem jahrhundertelangen Genozid mit begleitender Diffamierung als Wilde zum Opfer gefallen ist, sondern weil er bewusst macht, dass es unter diesen Stämmen hoch entwickelte Kulturen gab...“ Literatur: Pflügl, Helmut (Red.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946-1992. Wien: Filmarchiv Austria 2001, S. 355f. - Wehrstedt, Norbert: Indianerwestern made in GDR. In: Zwischen Marx und Muck. Hrsg. v. Ingelore König, Dieter Wiedsemann, Lothar Wolf. Berlin: Henschel 1996, S. 54-69. ... [weiterlesen]
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Filmplakat

... m Kinobesitzer eine ganze Reihe von Formaten zur Verfügung. Standardgrößen für Filmplakate waren 1 sheet (69x104cm), 3 sheets ab 1912 (104x206cm), 6 sheets ab 1912 (205x205cm) und 24 sheets große Plakatwände ab 1915 (274x625cm). Hinzu kamen die auf schwerem Papier gedruckten half sheets (56x71cm), inserts (35x91cm) und lobby cards (28x35cm), die ca. 1912 eingeführt wurden und meistens in den Vorhallen des Kinos ausgehängt wurden. Die Standardgrössen in Deutschland waren 60x80cm und 80x120cm; in England 101x76cm bzw. 70x101cm; in Frankreich 120x160cm; in Italien 100x140cm und 140x200cm; in Japan 51x71cm.Stilistisch hat es über die Jahrzehnte gravierende Veränderungen gegeben: Waren Plakate bis in die 1950er Jahre oft gemalt, basierte ihr Design danach zunehmend auf Fotos. Allerdings hielt sich das graphisch gestaltete Plakat als Aushängeschild für den künstlerisch anspruchsvollen Film. Besonderes Ansehen genoss in den 1960er Jahren die polnische Plakatkunst. Obwohl Plakate früher kostenlos verteilt wurden, gelten sie heute al ... [weiterlesen]
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Drittes Kino I: Programmatik

... iv-liberale oder humanistische Systemkritik jedoch trotzdem von vielen Regimen wegen ihrer Alibifunktion mehr oder weniger geduldet wird. Diesen Formen setzt das Dritte Kino radikalkritische Agitationsfilme von großer Formenvielfalt entgegen, die kollektiv produziert sind oder zumindest ihr Publikum zum kollektiven Denken mobilisieren, die weiterhin dem System so fremd sind, dass es sie nicht assimilieren kann und die das System direkt und ausdrücklich bekämpfen.Der Begriff wurde erstmals im März 1969 in einem Interview benutzt, das Mitglieder der argentinischen Politfilmgruppe Cine Liberación dem kubanischen Filmmagazin Cine Cubano gaben. Im gleichen Jahr schrieben Fernando Solanas und Octavio Getino, die Schlüsselfiguren der Gruppe, den Artikel „Hacia un Terce Cine“ (Für ein Drittes Kino), das zum Manifest der Bewegung wurde. Es war von Marxismus und Maoismus beeinflusst und legte Ziele und Praktiken des „Dritten Kinos“ dar, wie die Aufhebung der Trennung von Kunst und Alltag und intellektueller Elite und Volksmassen sowie die Verankerung der filmischen Darstellung in politischer Realität und sozialer Praxis (erzielt durch die breite Beteiligung der Bevölkerung am Filmschaffen). Literatur: Getino, Octavio: Some Notes on the Concept of a "Third Cinema" [1984]; Solanas, Fernando / Getino, Octavio: Towards an Imperfect Cinema: Notes and Experiences for the Development of a Cinema of Liberation in the Third World [1969]. Beides in: New Latin American Cinema. 1. Hrsg. v. Michael T. Martin. Detroit: Wayne State University Press 1997, S. 33-58. – Stam, Robert: Hour of the Furnaces a ... [weiterlesen]
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Kitsch / Kitschfilm II: Ästhetik

Zu allen Zeiten der Filmgeschichte haben auch bedeutende Regisseure auf die therapeutische Funktion von Kitschelementen (gerade auch von musikalischen) gesetzt: „Kitsch löst umfassende Reizeffekte aus durch die Anhäufung von emotions- und assoziationsstimulierenden Strukturen“ (Volkmann). Ganz bewusst verfuhr so Douglas Sirk, der ohnehin nur eine gewisse Distanz zwischen der großen Kunst und dem Trivialen sah, in seinen Me ... [weiterlesen]
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Vogelperspektive

engl.: bird‘s eye view; auch: extreme high angle shot; abgemildert: high angle, very high angle; die Extremformen sind 90° auf die Horizontlinie gekippte Perspektiven; diese werden overhead shot oder top shot genanntAufnahmen aus großer Höhe, als ob ein Vogel die Kamera geführt hätte. Vogelperspektiven werden stationär, als Kran- oder als Hubschrauberaufnahmen realisiert. Im inneren von Szenen sind sie selten, werd ... [weiterlesen]
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Featured role

auch: featured partEine featured role umfasst solche Rollen, die gegenüber den Hauptrollen zweitrangig sind, aber dennoch für das Drama von großer Bedeutung sind und oft von namhaften Schauspielern dargestellt werden. Sie entsprechen in ungefähr den „deuteragonalen Rollen“ des Theaters. ... [weiterlesen]
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bomb

In den USA Bezeichnung für einen großen finanziellen Misserfolg. In England dagegen bezeichnet das Bild der Bombe den (beginnenden) ökonomischen Erfolg eines Films. ... [weiterlesen]
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Twentieth Century Pictures

... tists-Studios anmieteten. Im Juli 1933 folgte ein Vertrag mit United Artists, die den Vertrieb der Filme der neuen Firma übernehmen würden. Unter den Filmen der Twentieth Century Pictures waren einige große Erfolge – schon The Bowery (1933, Raoul Walsh), ihr erster Film, signalisierte, auf welchem Niveau die neue Firma produzieren würde. Schnell kam es wegen Archivrechten zum Streit mit United Artists, deretwegen Schenck UA verließ. Schon nach kurzen Vorgesprächen fusionierte Twentieth Century Pictures 1935 mit der finanziell angeschlagenen Fox zum neuen Hollywood Major-Studio Twentieth Century-Fox. Sidney Kent, der vormalige Fox-Präsident, blieb Präsident, Schenck wurde Aufsichtsratvorsitzen ... [weiterlesen]
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Writer's Guild of America (WGA)

... ississippis alle Tarifverhandlungen für Autoren in Film, Radio, TV und neuerdings Neuen Medien führen. Im Oktober 1959 kam es zu einem achtmonatigen Streik gegen die Film- und TV-Produzenten sowie die großen TV-Networks, der erst im Juni 1960 beigelegt wird und zu einem neuen Grund-Vertrag führte. Weitere Streiks gegen die Produzenten fanden 1973, 1981, 1985 und 1988 statt. Die Zeitschrift der Writers Guild erscheint seit 1965 unter verschiedenen Namen, zuletzt seit 1997 als Written By.Literatur: Schwartz, Nancy Lynn: The Hollywood writers‘ war. New York: Knopf 1982. ... [weiterlesen]
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Cannon Films / Cannon Group, Inc.

... II (1984/85), The Delta Force (1984) und Invasion U.S.A. (1985) konsolidierten die Marktposition der Cannon-Group. 1986 übernahmen die Cannons die Filmabteilung der englischen EMI (einschließlich der großen Rechtebibliothek); im gleichen Jahr produzierte die Gruppe 43 Filme. Die Theaterkette Lord Lew Grades sowie zwei weitere Ketten in England und den Niederlanden wurden aufgekauft, und die Auswertung der Videorechte durch den Zukauf einer ganzen Reihe älterer Filme verbreitert. Zunehmend wurden auch künstlerisch wertvolle Filme (wie Barfly, 1987, Shy People, 1987, Tough Guys Don’t Dance, 1987) durch die Cannon Group finanziert. Das finanzielle Desaster des Science-Fiction-Films Lifeforce (1986), des Sylvester-Stallone-Films Over the Top (1987), Superman IV: The Quest For Peace (1987) und der Fantasy-Action Masters of the Universe (1987) deutete aber auf den Zusammenbruch hin: 1987 begann sich der Italiener Giancarlo Paretti finanziell bei Cannon zu engagieren. Die Firma wurde in Pathé Communications umgetauft (1988). Finanziert von der französischen Bank Crédit Lyonnais übernahm er 1989 zusammen mit Florio Fiorini die Gruppe. Schon im nächsten Jahr ver ... [weiterlesen]
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SMPTE Universal Leader

auch: Academy leaderJeder kennt es: Die großen Zahlen auf der Leinwand, die von acht bis drei einen Countdown zählen, bevor ein Film anfängt. Es folgen einzelne Bilder, die jeweils durch ein Schwarzkader unterbrochen sind. Außerdem wird akustisch ein Piepton wiedergegeben. Die Zählung beginnt vor der acht – mit einem Einzelkader, das die Schrifttafel „Picture Start“ zeigt. Der Leader dient dazu, im Kopierw ... [weiterlesen]
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Seagram

... Lew Wassermann, der die Firma über Jahrzehnte hinweg geleitet hatte, wurde in den Ruhestand gedrängt und durch Ron Meyer als Chef der Produktion abgelöst. Nach dem Erwerb von Polygram und anderen großen Medienfirmen wie Geffen verkaufte Bronfmann Seagram im Jahre 2000 an die französische Firma Vivendi, die binnen zwei Jahren die Firma fast in den Konkurs herunterwirtschaftete. Die Seagram-Alkohol-Produktion und -Vertrieb wurden im Jahre 2001 zwischen Marktführer Diageo und Pernod-Ricard aufgeteilt. ... [weiterlesen]
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Kurze / lange Optiken

Abhängig von der Brennweite spricht man von kurzen (Weitwinkel-) und langen (Tele-)Optiken. Kurze Optiken werden dann eingesetzt, wenn man eine große tiefenscharfe Durchzeichnung des Bildes wünscht: lange Optiken führen dagegen zu „flachen“ Bildeindrücken, weil das Tiefenschärfenfeld viel enger ist und sich die scharfen Gegenstände aus der Umgebung herauszulösen scheinen. ... [weiterlesen]
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Lampentor

engl.: barndoors; dt. auch: Flächentor, Lichtblende, Torblende; Slang-Ausdruck: ScheunentorDie vertikal und horizontal angebrachten Klappen, die es bei großen Flächen-Scheinwerfern gestatten, das austretende Licht zu begrenzen und den Lichtfall genauer zu steuern, nennt man Flächen- oder Lampentore. ... [weiterlesen]
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Majors: Major-Verleihe

... e schließlich zur Transformation der traditionellen Studios in internationale Medien-Mischkonzerne. Für das Kino-Geschäft entstand aus den alten Firmen eine Reihe von Verleihen, die den Vertrieb großer amerikanischer Studios übernahmen, und diese neuen „Majors“ sind z.T. Neugründungen oder Ausgründungen der alten Konzerne – MGM (als Verbindung von MGM und United Artists), 20th Century Fox, Sony Pictures Entertainment (als Verbindung von Columbia und Tri-Star), Warner Bros., Paramount, Universal und Disney in Gestalt von Buena Vista. Diese Gruppe von Verleihen bringen etwa 50% der Filme an den US-Markt, kontrollieren damit aber annähernd 90% des ... [weiterlesen]
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American International Pictures (AIP)

... 1963, eröffnete einen ganzen Zyklus von beach films, den die AIP produzierte) ein festes Genre der Jugendkulturen der USA war. Nicholson starb 1971, doch blieb die Firma als Lieferant von Horrorfilmen von großer Bedeutung – Count Yorga, Vampire (1971), The Incredible Two-Headed Transplant (1971), die Phibes-Filme (1971, 1972), Scream, Blacula, Scream! (1973), and The Food Of The Gods (1976) stehen für Dutzende anderer. Als sich die Firma in den 1970er Jahren an teureren Produktionen beteiligte, die eher in den Mainstream-Kinos laufen sollten – dazu rechneten Filme wie The Island of Dr. Moreau (1977), Love At First Bite (1979) and The Amityville Horror (1979) –, geriet sie 1979 in die Verlustzone und ging in Filmways auf, die nach kurzer Zeit wiederum von Orion übernommen wurde.   ... [weiterlesen]
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National Association of Theatre Owners (NATO)

... st es, den Kinobesuch zu fördern, das Kinoerlebnis für den Konsumenten zu erhalten und zu verbessern sowie ethische Maßstäbe für die Wirtschaft zu setzen. Der Verband veranstaltet zwei große Messen jährlich, „Showeast“ und „Showest“, auf denen Preise an Filme und Filmemacher verliehen sowie neue Filme vorgestellt werden. Seit dem Jahre 2000 gibt die NATO die Zeitschrift In Focus heraus. ... [weiterlesen]
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Archetyp: Film

... lt seine Aufgabe oder ‘Mission’, Menschen oder die ganze Menschheit vor dem drohenden Untergang zu erretten, um anschließend wieder im Privaten unterzutauchen. Insbesondere der Western und die großen Weltraumopern wie Star Wars sind Gegenstand filmwissenschaftlich aufschlussreicher Archetypenforschung geworden (American Monomyth), und in den letzten Jahren hat gerade das Werk von Steven Spielberg entsprechende Interpretationen auf sich gezogen.Literatur: Barrett, Gregory: Archetypes in Japanese film: the sociopolitical and religious significance of the principal heroes and heroines. Selinsgrove: Susquehanna University Press / London: Associated University Presses 1989. – Hill, Geoffrey: Illuminating shadows: The mythic power of film. Boston/London: Shambala 1992. – Iaccino, James F.: Psychological reflections on cinematic terror: Jungian archetypes in horror films. Westport, Conn.: Praeger 1994. – Ders.: Jungian reflections within the cinema: a psychological analysis of sci-fi and fantasy archetypes. ebd. 1998. – Silet, Charles L.P. (ed.): The films of Steven Spielberg: critical essays. Lanham, Md.: Scarecrow Press 2002 (Filmmakers, 94.).  ... [weiterlesen]
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Centro Sperimentale del Cinematografia (CSC)

... ilms ausgebildet, u.a. Michelangelo Antonioni, Lianna Cavani, Pietro Germi, Luigi Zampa, Marco Bellocchio und Carlo Verdone sowie die Kameraleute Pasqualino De Santis, Nestor Almendros und Vittorio Storaro. Die große ästhetische und intellektuelle Bedeutung des Centro spiegelt sich auch darin wieder, dass immer wieder herausragende Theoretiker und Praktiker des Films als Lehrende im Haus gearbeitet haben, unter ihnen Alessandro Blasetti, Luchino Visconti, Vittorio De Sica, Roberto Rossellini, Béla Balàzs, Giuseppe De Santis, Carlo Lizzani und Lina Wertmüller.  ... [weiterlesen]
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Cinecittà

Die in einem südlichen Vorort von Rom gelegene „Filmstadt“ (= cinecittà) wurde durch Benito Mussolini am 21.4.1937 eröffnet, bezeichnenderweise am mythischen Gründungstag der Stadt Rom. Das Filmgelände umfasst die damals modernsten Ateliers Europas, ein backlot sowie eine Kopieranstalt. Nicht nur die großen faschistischen Filme der nächsten Jahre – darunter Gallones Scipio Africanus (1937) und B ... [weiterlesen]
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Kinoketten

... t wurden) die bedeutendsten Kinoketten. Heute ist die United Artists Thetare Circuit in den USA der größte derartige Zusammenschluss – ihr gehören 2.500 Leinwände an. Kinoketten haben große Marktmacht und können oft besondere Verträge mit den Verleihen schließen, sie können Filme zu Erfolgen machen oder sie am Markt verhindern. So haben in Deutschland die Kinoketten Cinestar, CinemaxX und UCI den Film Sin City (2005) noch vor dem Start aus dem Programm genommen, weil sie mit den Preisforderungen des Buena-Vista-Verleihs nicht einverstanden waren. Aufgrund ihres unwägbaren Einflusses auf den Kinomarkt werden die Ketten von den Kartellbehörden seit Jahrzehnten beobachtet.   ... [weiterlesen]
426.

romp

... ’ im Zusammenhang mit Spielfilmen wurde von der Sensationspresse eingeführt, jedoch findet der Ausdruck auch in der seriösen feuilletonistischen Kritik recht häufig Verwendung für ohne großen künstlerischen oder ästhetischen Anspruch zuweilen augenzwinkernd gefertigte, tolldreist-vergnügliche Bücher, Theaterstücke oder eben auch Spielfilme.Das Wort kommt zudem häufig mit der journalistischen Nebenbedeutung ‘Streifzug, Parforceritt, Beutezug’ (a romp through history etc.) vor und wird auch zur Bezeichung freizügiger sexueller Betätigungen verwendet, wobei sich diese Bedeutungskomponenten mit den oben genannten mischen können. ... [weiterlesen]
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Expeditionsfilm

... rt Oertels Land am Nil (1950). In Frankreich wurden u.a. unter Sponsorenschaft von Citroën La croisière noire (1926) und La croisière jaune (1935) gedreht, auch Voyage au Congo (1927) war ein großer ein Erfolg. All diesen Filmen gemein ist der touristische (und imperialistische) Blick der Europäer auf die „primitive“ Dritte Welt. Diese Tradition zieht sich bis in die Zeit der BRD hinein mit Filmen wie Dämonisches Afrika (1952) oder Hans Schomburgks Mein Abschied von Afrika (1958). Heute werden Expeditionsfilme vornehmlich als Breitwanderfahrung im IMAX-Kino (Beispiel: China: The Panda Adventure, 2001) oder im Fernsehen auf dem Discovery Channel gezeigt.  ... [weiterlesen]
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Box Office

wörtlich: Theaterkasse resp. das Kassenhäuschen im Eingang großer Kinos; auch: box office gros; gross receiptsIm übertragenen Sinne versteht man unter box office die Übersicht über die Einnahmen, die Filme während ihrer Spielzeit erbringen (gross). In den USA wurde das Einspiel einzelner Filme immer schon veröffentlicht; in Europa ist es erst in den letzten Jahrzehnten üblich geworden, den ökonomisch ... [weiterlesen]
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Tableaux vivants I: Formatgeschichte

... nzu. Dabei traten auch allegorische Figuren wie der Krieg, die Armut, die Habsucht oder auch die Pest auf. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es aufwendige Theater-Tableaux, sie bildeten in den großen Städten ein beliebtes Freizeitvergnügen. Das Melodrama des 19. Jahrhunderts griff die dramatische Aussagekraft und das Pathos der stehenden dramatischen Geste mit Begeisterung auf. Vor allem inszenierten aber sogenannte Bio- oder Mimoplastiker Tableaux für Zirkus- und Variety-Shows. Noch heute treten Tableau-Darsteller als Straßenkünstler auf.Eigenartig ist der Zeiteffekt, den lebende Bilder verursachen: Die Schauspieler versinken in Starre und Versteinerung, sie schließen die Augen oder blicken ins Leere, gehen manchmal in die Posen von Gestorbenen. Die Darsteller werden zu personae der Künstlichkeit und des stillgestellten Lebens, des „Still-Lebens“ oder auch des Sarkophags (von griech. ‚Fleischfresser‘ – der Raum also, wo das Fleisch aufgezehrt ist), zu Statuen eben. Diese Transformation ist durchaus br& ... [weiterlesen]
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Alabastra-Verfahren

... mittels Spiegel auf eine durchsichtige Leinwand projiziert, während das Publikum durch die Leinwand auf die Bühne schaute; Filmbild und Bühne ergaben einen zusammenhängenden Aktionsraum. Der große Aufwand führte zum wirtschaftlichen Misserfolg des Verfahrens. Einige Alabastrafilme sind noch in den Archiven erhalten geblieben, so z.B. Aufnahmen eines Fächertanzes.  ... [weiterlesen]
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C.C.C.-Studios

Artur („Atze“) Brauner erhielt 1946 eine amerikanische Lizenz für die Film-Produktion Central-Cinema-Company Film GmbH (CCC). 1949 begann er, auf dem 35.000qm großen Gelände einer ehemaligen Versuchsanstalt für Kampfstoffe in Spandau ein Filmstudio – das C.C.C.-Atelier – aufzubauen. Das Studio bestand zunächst aus zwei Hallen, 1954 und 1956 kamen – gegen den Widerstand des Westberliner Senats, d ... [weiterlesen]
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Englische Komödie: 1990ff

... mit diversen Spielarten des Komischen (die schon bei Mike Leigh aufscheint) verhalf Filmen wie Brassed Off (Mark Herman, 1996), The Full Monty (Peter Cattaneo, 1997) oder Billy Elliot (Stephen Daldry, 2000) zu großem Erfolg. Ein Sonderfall dieses Typs sind Filme über ethnische Minoritäten in Großbritannien (Bhaji on the Beach, Gurinder Chadha, 1993, oder East is East (Damien O'Donnell, 1999), die zwar ernste interkulturelle Probleme vorstellen, sie aber komisch relativieren.  ... [weiterlesen]
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Blacklisting

engl. = Erstellung von schwarzen ListenWährend die Sitzungen des House Committee for Unamerican Activities (HUAC) in den Jahren 1947 bis 1951 die Namen prominenter amerikanischer Linke und Liberale in Hollywood in die Öffentlichkeit brachten und manchmal heftige öffentliche Anprangerungen der Betroffenen provozierten, waren die sogenannten „schwarzen Listen“ von einzelnen, die in konspirativer Verbindung mit den Leitern der gro&sz ... [weiterlesen]
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Empire Marketing Board, Film Unit (EMB)

... rial Britain (1933, Robert Flaherty), Windmill in Barbados (1933, Basil Wright) und Aero Engine (1933, Arthur Elton). Doch im Zuge der Weltwirtschaftkrise wurde das EMB im Juli 1933 aufgelöst. Grierson und große Teile seiner Equipe folgte im selben Jahr Tallents zum General Post Office.   ... [weiterlesen]
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Key Sound

... ml;zision zum Ausdruck bringen. Ein anderes, von Flückiger eingehend diskutiertes Beispiel ist das Hubschraubergeräusch in Francis Ford Coppolas Apocalypse Now (USA 1979), das zu Beginn des Films eine große Rolle spielt, die in seinem Verlauf mit dem Zurücktreten der eigentlichen Kriegshandlungen immer mehr zurücktritt.Literatur:  Flückiger, Barbara: Sound Design: Die virtuelle Klangwelt des Films. Marburg: Schüren 2007, S. 174-176. ... [weiterlesen]
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Thatcherismus und Film

... rie wurde danach nur möglich durch öffentliche Finanzierungshilfen (British Screen) sowie intensive Kooperation mit dem Fernsehen, insbesondere Channel Four. Inhaltlich fand der Thatcherismus in einer großen Zahl sozialrealistischer Dramen ein Echo, die zum Teil scharf gegen die Verschärfungen der Lebensbedingungen der lower class polemisierten, sowie in zahlreichen satirischen, manchmal sogar zynischen Auseinandersetzungen mit dem neuen Nationalismus der Zeit. In Filmen wie My Beautiful Laundrette (1982, Stephen Frears) wurde die Thatcher-Doktrin auch an der Gender-Politik und der sich in den Gender-Gruppen formierenden Opposition festgemacht.Literatur: Friedman, Lester Friedman (ed.): British Cinema and Thatcherism. London: UCL Press 1993. – Friedman, Lester (ed.): Fires were started: British cinema and Thatcherism. 2nd ed., London: Wallflower 2006. – Hill, John: Briti ... [weiterlesen]
437.

Thatcherismus

Die Regierungszeit Margaret Thatchers (1979-1990) markierte einen radikalen Wandel in der britischen Politik der Nachkriegszeit, weil sie die Abkehr von dem bisher zwischen den großen Parteien (Labour, Konservative) herrschenden Konsens über grundsätzliche Ziele der Politik bedeutete. Bis dahin bestand trotz wechselnder Regierungen Einheit über bestimmte Grundprinzipien, z.B. die Bewahrung des Wohlfahrtsstaats, das Bemühen d ... [weiterlesen]
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Filmzeitschriften: Typologie

Es gibt eine große Vielzahl verschiedener Typen von Zeitschriften, die der Filmpublizistik zugehören:– Anzeigenblätter des Films geben das Programm von Produzenten oder Verleihern, manchmal auch von Kinos oder Kinoketten bekannt.– Branchenblätter enthalten neben Anzeigen auch Kommentare, Berichte und Kritiken.– Technisch orientierte Blätter sind für die technischen Berufe des Films konzipiert und infor ... [weiterlesen]
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Mythos und Film

... hen Individuums zum Ganzen der ihn umgebenden Welt ihren überindividuellen bildhaften Ausdruck. Sie finden sich bei allen Völkern und zu allen Zeiten, von den Religionen und Kulturen begründenden großen Schöpfungs- und Entstehungsmythen über Heldengeschichten, Wundertaten und ätiologische Erzählungen der Alltagsmythologien, die auch geringerrangige Phänomene der Lebenswelt erklären wollen, bis hin zu den sogenannten urban legends der globalisierten Jetztzeit, in denen – gleichsam als blinder Fleck – der Rationalität unseres verwissenschaftlichten, technisierten und automatisierten Informationszeitalters ein phantastisches, magisches oder auch mystisches Sinn-Residuum untergescho ... [weiterlesen]
440.

Quota quickies

... r Produktionsfirmen und die Neueröffnung zahlreicher Kinos. Da der Begriff „britisch“ bei den Produktionen nicht klar genug definiert war, nutzten US-amerikanische Firmen die Gelegenheit, eine große Menge von Filmen herstellen zu lassen, deren Zweck allein in der Erfüllung der Quotengesetze bestand, also möglichst billig und möglichst schnell produziert wurden und daher bald mit dem negativ besetzten Etikett „quota quickies“ versehen wurden. Der medienpolitische und ökonomische Erfolg gelang so nur um den Preis der Qualität britischer Filme: filmästhetisch galten „quota quickies“ lange als minderwertige Ramschware, reduziert auf Schemata des Detektiv- und Komödiengenres. Mit Ende der 1990er Jahre zeichnete sich eine Neubewertung der „quota quickies“ ab, bedingt u.a. durch die Besinnung auf später renommierte Regisseure (wie Michael Powell), die an ihnen mitgewirkt hatten, aber auch mit der Neuorientierung auf die Funktion dieser Filme für das damalige Publikum. So wird die Popularität dieser Filme damit erklärt, dass sie gegenüber den Hollywood-Produktionen Aspekte britischer Identität wie etwa Traditionen der Music Hall in den Vordergrund stellten. Insofern markieren sie einen Gegenpol zu Versuchen, den britischen Film als konkurrenzfähiges Produkt auf dem internationalen Markt zu etablieren, was z.B. Balcon und Korda anstrebten.Literatur: Helbig, Jörg: Geschichte des britischen Films. Stuttgart: Metzler 1999. – Nap ... [weiterlesen]
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Columbia Pictures

... ened One Night (1934), der das Genre begründete und fünf Oscars gewann. Spezialisiert auf B-Filme und Serials sowie auf Western, wurde das Studio in den 1950ern reorganisiert und begann als erstes der großen Studios, intensiv für das Fernsehen zu produzieren. Screen Gems, eine Tochterfirma des Studios, wurde zu einem der führenden Produzenten für das neue Medium. Aber auch die Kinoabteilung produzierte Kassenerfolge wie On the Waterfront (1954) sowie internationale Produktionen wie The Bridge on the River Kwai (1957) oder Lawrence of Arabia (1962). Ende der 1960er Jahre engagierte sich Columbia in den Produktionen des New Hollywood (unter den Filmen waren Titel wie Easy Rider, 1969, Taxi Driver, 1975, Kramer vs. Kramer, 1979). 1982 kaufte Coca-Cola die Firma für 750 Millionen US-$ auf und baute sie zu einem breit diversifizierten Medienkonzern um. Unter anderem wurde 1982 das neue Studio TriStar Pictures als Joint Venture von Columbia, CBS und HBO gegründet (das 1994 allerdings wieder in Columbia aufging). 1989 gab Coca-Cola sein Engagement auf, verkaufte das Firmenkonglomerat für 3,4 Milliarden US-$ an Sony, die die Columbia in das neue Sony Pictures Entertainment integrierten. 1994 geriet das Studio in finanzielle Schwierigkeiten, die jedoch durch radikale Einsparungen überwunden werden konnten. Literatur: Dick, Bernard F. ( ... [weiterlesen]
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Groteske

... berleben kann und der in einer langen Reihe von Traum- und Erinnerungsgeschichten sich seiner Lage und Geschichte zu versichern sucht.Die Breite des Begriffes ist uneinheitlich. Noch in den 1920er Jahren galten große Teile der Slapstick-Komödie als „Groteskfilm“. Heute spannt er zwischen der Vorstellung eines drastischen Kontrastes zwischen erzählter Welt und den Ereignissen der Geschichte (wie in M.A.S.H., 1968 oder in Fargo, 1996), der Inszenierung von Misstönen, Dissonanzen und Widersprüchen (wie in Lisztomania, 1975) und der vor allem von Bachtin vertretenen Auffassung, das Groteske sei durch Übertreibung, Hyberbolik, Übermaß und Überfluss gekennzeichnet (wie in späten Filmen Bunuels oder Fellinis).Literatur: Adams, James Luther / Yates, Wilson / Warren, Robert Penn (Hrsg.): The Grotesque in Art and Literature. Theological Reflections. Grand Rapids, Mich.: Eerdmans 1997. – Fuß, Peter: Das Groteske. Ein Medium des kulturellen Wandels. Köln/Weimar: Böhlau 2001. – Kort, Pamela (Hrsg.): Grotesk! 130 Jahre Kunst der Frechheit. [Katalog.] München: Prestel 2003. – Meindl, Dieter: American Fiction and the Metaphysics of the Grotesque. Columbia: University of Missouri Press 1996. ... [weiterlesen]
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Mehrfachbild

... 1) Mehrfach heißt es, Mehrfachbilder seien für Breitwand-Formate besser geeignet als für Normalformate. Schon in der Frühzeit finden sich aber eine Fülle von Beispielen, und die zweite große Welle von Split-Screen-Filmen von The Thomas Crown Affair (1968), The Boston Strangler (1968) bis zu The Andromeda Strain (1970) beginnt lange nach der Einführung der Breitwandformate. (2) Die split screen gebe allerdings Gelegenheit, einen besonderen Rezeptions-Effekt herzustellen. Zwar wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers geteilt, doch rechnet das Mehrfachbild zu den Techniken der filmischen Emphase, etabliert einen eigenen ästhetisch-reflexiven Bildmodus. Gerade darum ist die Hoch-Zeit der split screen in den 1960er und frühen 1970er Jahren wohl auch eine Spielart „visuellen Exzesses“, der auf einen zeitgeistigen Umgang mit dem Filmbild als Design-Phänomen hindeutet, das Pop-Art, graphische Spielereien des Comic Strip und Werbeästhetik miteinander ver ... [weiterlesen]
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Norden: Bilder des Nordens

... t. Das Feld der Beispiele gliedert sich in einige Motivkreise auf: (1) der Sagenkreis der Wikinger und ihrer Eroberungen und Züge, (2) die Entdeckungsreisen des Nordens, (3) die Randlage des Nordens in den großen politischen Formationen – vor allem im Spionagefilm, (4) die eigenständige Kinderfilmproduktion, die den Lebensformen der skandinavischen Länder Ausdruck verleiht und auf entsprechende literarische Produktionen zurückgreift.Das tendenziell heterogene Korpus weist einige strukturelle und thematische Gemeinsamkeiten auf: (1) die Leere des Raums als Ausgangspunkt jeder Poetologie des Nordens; Raum als Projektions- und Spielfläche, die Leere eines entgrenzten, nicht feststellbaren Raumes als Metapher existentielle ... [weiterlesen]
445.

pack shot

... in denen es darum geht, Objekte oder Produkte als Akteure in Handlungsszenen und Geschichten auftreten zu lassen. In Fischingers Werbefilm Muratti greift ein (1934) werden z.B. Zigaretten als Tänzer einer großen Revue-Szene inszeniert.  ... [weiterlesen]
446.

Produktion, Pre-Production, Post-Production

... l usw. Die Postproduktion umfasst alle Tätigkeiten ab dem Moment, ab dem der Film fertig gedreht ist, also Tonbearbeitung, Schnitt, Filmmusik etc.Bei einer genauen Analyse zeigt sich, dass heute gerade bei großen Produktionen diese früher auch zeitlich klar getrennten Bereiche ineinander laufen und teilweise ineinander wirken. Spätestens beim Verfahren der CGI (Computer Generated Images) wird oft der Prozess umgekehrt: Da wird zuallererst am Computer die Szene erstellt, werden Hintergründe und Bewegungen programmiert und dann erst vor der Blue-Screen die Handlung des Schauspielers gedreht.Gelegentlich ist die Pre-Production noch nicht abgeschlossen, wenn bereits mit den Dreharbeiten begonne ... [weiterlesen]
447.

Magnetton auf 70mm-Kopien

... n den 1980er und 1990er Jahren wurden trotz der enormen Mehrkosten nur noch im Ausnahmefall 70mm-Kopien mit Magnetton vor allem wegen des qualitativ überragenden Magnettons für Premieren- und übergroße Multiplex-Kinos hergestellt. Heute haben die Digitalton-Formate den Magnetton abgelöst. ... [weiterlesen]
448.

made-for-TV movie

... y Night at the Movies und strahlte den Spielfilm Wie angelt man sich einen Millionär (1953) aus – sie markierte damit den Beginn der Fernsehauswertung erfolgreicher Kinofilme. Daneben entstand in den großen Studios eine eigene Produktion von Spielfilmen für die Fernsehnutzung. Der ABC-Reihentitel Movie of the Week (ab 1969) gab der Gattung ihren Namen. ... [weiterlesen]
449.

Halbstarkenfilm

... Hans Wolff, Österreich 1956), Die Frühreifen (Joseph von Baky, BRD 1957), Die Halbzarte (Rolf Thiele, Österreich 1958). Das Genre fand von Anfang an starke Ausprägung im B-Movie-Bereich, mit großer Nähe zum Highschool- und Internatsfilm sowie zum Roadmovie, und wurde seinerseits Gegenstand nostalgischer Reinszenierungen, Reminiszenzen und Remakes (Grease, 1978; American Graffiti, 1973; Die Halbstarken, 1996).Literatur: Faulstich, Werner: Die neue Jugendkultur. Teenager und das Halbstarkenproblem. In: Werner Faulstich (Hrsg.): Die Kultur der 50er Jahre. München: Fink 2002, S. 277-290. – Grotum, Thomas: Die Halbstarken – Zur Geschichte einer Jugendkultur der 50er Jahre. Frankfurt/New York: Campus 1994. ... [weiterlesen]
450.

Penny-Arkaden

... me an - Naturaufnahmen, Eisenbahn- und Straßenszenen, Kurzkomödien, kurze Varieté-Nummern, aktuelle Ereignisse und Sport-, vor allem Boxfilme.In einigen Fällen nimmt die Erfolgsgeschichte großer Firmen in den Penny-Arkaden ihren Ausgang: Marcus Loew und David Warfield gründeten 1903 die Automatic Vaudeville Company an der 14. Straße in New York. Schnell bauten sie neue Penny-Arkaden in Boston, Philadelphia und Newark. 1905 bezog Loew seine eigene Arkade an der 23. Straße, nachdem er mit Warfield die People's Vaudeville Company gegründet hatte. Zu seinen Tochterunternehmen gehörte das Penny Hippodrome in Cincinnati, aus dem bald ein Kino wurde – eines der ersten „Nickelodeons“, in dem man für ein Zehn-Cent-Stück eine Kino-Vaudeville-Show geboten bekam. Am Ende (1924) ging die Loewsche Kinokette in MGM auf. ... [weiterlesen]
451.

L.C. Concept

... .-Concept-Ton veröffentlicht (darunter Cyrano de Bergerac, 1991, L‘Amant, 1991, Basic Instinct, 1992, und Free Willy, 1994), doch scheiterte das System daran, dass es keine Unterstützung von den großen Firmen bekam. Chedeville erhielt 1995 den Academy Award für technische Errungenschaften zugesprochen. ... [weiterlesen]
452.

Reporter im Film

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat es drei große Wellen von Reporterfiguren im Kino gegeben: (1) In den 1930er Jahren formierte sich der Zeitungsfilm, der zu Beginn der 1940er Jahre zurückging; in seinem Zentrum steht der Zeitungsmann – eine oft schlitzohrige, zutiefst urbane, moralisch manchmal zweifelhafte Type. Beispiele: The Front Page (USA 1931, Lewis Milestone); Nothing Sacred (Denen ist nichts heilig; USA 1937, William A. Wel ... [weiterlesen]
453.

Schwanken

... uch dazu benutzt, das Schwanken von Objekten – z.B. von Booten auf bewegter See – darzustellen. Ein ebenso prägnantes wie seltenes Beispiel eines dramatisch motivierten Kameraschwankens ist Der große Bagarozzy (1999): Hier findet man Dialogeinstellungen, die von links-verkantet nach rechts-verkantet langsam gerollt werden, was zur Irrealisierung der Gesprächsszenen und zur Visualisierung von Macht bzw. Ohnmacht dient. ... [weiterlesen]
454.

Container-Show

... ndash; meist Laien, gelegentlich auch Prominente – stellen sich für eine gewisse Zeit in einer Art von Experiment unter besondere Lebensbedingungen. In Big Brother wurden 10 Mitspieler in einem 150qm großen Container untergebracht; die täglichen Geschehnisse wurden aufgezeichnet, ein Zusammenschnitt täglich gesendet; alle 2 Wochen mussten 2 Teilnehmer der WG den Container verlassen; die am Ende Verbliebenen bekamen einen Preis. Eine scharfe satirische Auseinandersetzung mit dem in der Spielanlage fixierten Zwang zur sozialen Evaluation inszenierte Christoph Schlingensief in Wien, als er unter dem Titel „Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche“ zwölf Schauspieler in drei Containern als „Asylbewerber“ kasernierte; d ... [weiterlesen]
455.

Filmsymphonie

... eses bedeutenden Komponisten von Filmmusik bekannt wurde. Ein besonderer Fall sind die „Vier Stücke für Filmmusik“ (1929/1930) – späterer Titel: Vier kleine Stücke für großes Orchester – von Franz Schreker (1878-1934). Diese spätromantischen Kompositionen wurden zwar nicht filmisch verwendet, aber ein Schüler Schrekers im Fach Komposition, der polnische Pianist Wladyslaw Szpilman, kam als Protagonist in Roman Polanskis The Pianist (2002) zu nachträglichem Filmruhm.  ... [weiterlesen]
456.

Filmprojektor

auch: Projektor; ältere Bezeichnung: LaufbildwerferEin Gerät zur Wiedergabe von Filmaufnahmen auf einer Leinwand. Der Filmprojektor ist in der Lage, Einzelbilder einer Bewegung bei entsprechend schneller Projektion und unter Einsatz von (Flügel-)Blenden so zu verschmelzen, dass der Betrachter die Einzelphasen als Gesamtbewegung wahrnimmt.Eine Vorform dieses Geräts zur Bildervorführung vor großem Publikum war der Zoö ... [weiterlesen]
457.

Itinérama

von frz.: cinérama itinérant = Wander-CineramaAus Frankreich stammendes mobiles Cinerama-Projektionsverfahren für die Vorführung in einem 3.000 Sitzplätze großen Zelt. Vorgestellt wurde das von Nicolas Reisini konzipierte Cinerama Mobile Theatre im Sommer 1961 in Angers. Es kam 1961 vor allem in Frankreich, später auch in England (Erstaufführung im Juni 1964 in Richmond) zu Aufführungen. ... [weiterlesen]
458.

briefing

von engl. brief = zusammenfassende Darstellung, einen genauen Lagebericht geben; etym. wohl aus lat. breve = päpstliches Schreiben abgeleitet; jurist.: Beauftragung eines Anwalts; militär.: (genaue) Anweisung, Instruktion, Einweisung; militär.: Lage-, Einsatzbesprechung, BefehlsausgabeUnter briefing versteht man eine Einsatzbesprechung vor oder während großer Veranstaltungen. Die Teilnehmer empfangen Weisungen für ihre ... [weiterlesen]
459.

Überblendzeichen

... Überblendzeichen. Beide Zeichen bestehen aus Kreisringen mit 1,5mm Außendurchmesser, deren Mitte 3mm vom oberen und rechten Bildrand entfernt ist. Das Achtungszeichen kann auch aus einem entsprechend großen, auf der Spitze stehenden Dreieck an gleicher Stelle bestehen. Achtungs- und Überblendzeichen sind im Abstand von 168 Einzelbildern angebracht, was bei einer Projektion mit 24 B/s einer Filmlaufzeit von 7 Sekunden entspricht. Beim Erscheinen des zweiten, runden Signalzeichens erfolgt die Überblendung durch den Vorführer mittels einer speziellen Überblendungseinrichtung. Die zeitgleiche Bild- und Tonüberblendung ist nur im Spulenbetrieb mit zwei Filmprojektoren notwendig, um für den Zuschauer einen lückenlosen Anschluss von einem Filmakt (Filmrolle) zum nächsten zu gewährleisten.  ... [weiterlesen]
460.

Altersfreigaben: MPAA-Ratings

In den USA werden die Filme der großen Studios einer Kommission der Motion Pictures Association of America (MPAA) vorgelegt, die die Filme mit Altersempfehlungen (ratings) auszeichnet. G = General Audience: Für alle Altersstufen. PG = Parental Guidance: Diese Filme sollten Kinder nur in Begleitung ihrer Eltern anschauen. Diese Filme sind frei von Darstellungen von Sex und Drogenmissbrauch, die Explizitheit von Horror- und Gewaltszenen &u ... [weiterlesen]
461.

Autokino

... ähernd 5.000 Autokinos in den USA betrieben. Die größten in Detroit und in Lufkin, Texas, konnten 3.000 Autos aufnehmen. Entsprechend groß mussten die Leinwände sein. Insbesondere die großen Autokinos wurden im Lauf der Jahre immer mehr zu Freizeitparks ausgebaut. In den 1980er Jahren ging die Zahl der US-amerikanischen drive-ins rapide auf unter 1.000 zurück. Das Autokino ist eine amerikanische Erscheinung geblieben und konnte sich in anderen Ländern nie durchsetzen. Das mag mit der besonderen Bedeutung des Automobils in den USA ebenso zusammenhängen wie mit den restriktiven Kontrollen, denen insbesondere Jugendliche in der Öffentlichkeit unterliegen. Die ungemeine Bedeutung des Autokinos als jugendkulturellem Ort ist in zahlreichen amerikanischen Filmen wiedergegeben (man denke an Targets, 1968). Literatur: Elizabeth McKeon / Linda Everett: Cinema Under the Stars: America's Love Affair with the Drive-In Movie Theater. Nashville, Tenn.: Cumberland House 1998. - Rhodes, Gary D. (ed.): Horror at the drive-in. Essays in popular Americana. Westport, Conn.: McFarland ... [weiterlesen]
462.

American Film Marketing Association (AFMA)

Die American Film Marketing Association wurde 1980 als Verband der kleineren Produzenten und Verleiher gegründet (unter ihnen Artisan Entertainment, Lions Gate, MDP Worldwide, Miramax und New Line). Die sieben großen Studios (Majors) sind dagegen Mitglied der MPAA. AFMA vertritt heute 170 Gesellschaften aus 16 Ländern, unter ihnen annähernd 25 reine Finanzunternehmen. Die Mitglieder spielen jährlich mit ihren Filmen mehr als ... [weiterlesen]
463.

Shingeki

... heatertradition, löste sich in seiner Thematik von den alten, oft starren historischen Vorbildern und wandte sich Problemen der modernen japanischen Gesellschaft zu. Filmproduktion fand nun in neu erbauten großen Studios statt und gewann erhebliche wirtschaftliche Bedeutung.Literatur: Arnold, Paul: Le théâtre japonais: nô, kabuki, shimpa, shingeki. Paris: L’Arche 1957. – Themenheft: Classic Film News 528, 2002: The world of shingeki as seen through classic films. – Freiberg, Freda: Comprehensive connections: the film industry, the theatre and the state in the early Japanese cinema. In: Screening the Past 11, 2000; online unter: http://www.latrobe.edu.au/www/screeningthepast/firstrelease/fr1100/fffr11c.h ... [weiterlesen]
464.

Low-Key-Stil: aufgehellter / unaufgehellter Low-Key-Stil

... zeigen auch keine ausgeprägten Lichterdetails. Es sind ‚brillanzlose‘ Bilder. Eine Abart des aufgehellten Low-Keys besteht darin, Lichterdetails möglichst gänzlich zu vermeiden, sehr große Teile des Bildes in die Schatten versinken zu lassen und die Übergänge zwischen ihnen und den Mitteltönen weich zu halten. Diese Ausleuchtungsform ist besonders dazu geeignet, Armut, Not, Trostlosigkeit und Elend zu schildern.Der unaufgehellte Low-Key-Stil (auch: out-of-balance-light­ing) zeichnet sich durch extrem harte Übergänge vom Hell zum Dunkel aus. Die Mitteltöne fehlen fast gänzlich. Die Schatten über­wiegen die Lichter bei weitem. Als Lichtquellen werden brillant strahlende Scheinwerfer verwandt. Diese Ausleuchtungsform eignet sich besonders zur Darstellung einer ung ... [weiterlesen]
465.

fotografisches Gewehr

... pro Sekunde. Marey fotografierte später auch andere Tiere und gehende Menschen (allerdings sind keine Aufnahmen davon erhalten geblieben), benutzte die Kamera aber nur kurze Zeit, weil die Aufnahmen aus zu großer Entfernung erfolgen mussten. Für die Betrachtung können die Einzelbilder mit einem Phenakistiskop wieder synthetisiert werden.Literatur: Braun, Marta: Picturing time: The work of Etienne-Jules Marey. Chicago, Ill.: University of Chicago Press 1994. ... [weiterlesen]
466.

AG Kino

... nten „Filmgroschens“ durch die bis heute gültige prozentuale Filmabgabe bewirkt, einen ermäßigten GEMA-Beitrags für die Mitglieder der AG sowie die wettbewerbswidrigen Blockaden großer Kinobetreiber durch eine Richtlinie des Bundeskartellamtes zur wettbewerbskonformen Filmbelieferung zu verhindern versucht. Bis heute versteht sich die AG Kino als Interessenvertretung der Programmkinos. Der Verband vereinigt derzeit 178 Kinobetreiber mit 267 Leinwänden; außerdem sind 29 Verleiher, Verbände, Einzelpersonen und Unternehmen als außerordentliche Mitglieder in der AG organisiert (Stand: 2003).Literatur: http://www.programmkino.de/; http://www.agkino.de/.  ... [weiterlesen]
467.

Diffusoren

... waren Schirme aus geriffeltem oder mattiertem Glas, oft auch aus lichtdurchlässigem Stoff, die vor die Lampen gesteckt wurden. (2) Frühe Stummfilmateliers, die auf Tageslicht angewiesen waren, hatten große Planen, mit denen die Glasdächer abgedeckt werden konnten, um zu helles Licht zu dämpfen. (3) Bis heute werden bei Außenaufnahmen Butterflies oder Flieger verwendet – über den Köpfen der Schauspieler geführte Diffusorenflächen –, um zu verhindern, dass die Augenhöhlen zu stark ausschwärzen und ein Totenkopf-Eindruck entsteht.   ... [weiterlesen]
468.

Kohlenbogenlicht

... gl-eye disease“). Extremer Lichtabfall in die Tiefe, hoher Personalbedarf gegenüber Glühlicht. Bis 1927 war Kohlebogenlicht die künstliche Standardlichtquelle. Als Effektscheinwerfer wurden große 5- und 10kW-Stufenlinsen-Scheinwerfer eingesetzt, die besonders harte Schatten produzierten, wenn die Stufenlinse entfernt wurde. Je nach Durchmesser nannte man diese Lampen „Kohle-50er“ oder „Kohle-70er“. Wegen des Netzbrummens im Tonfilm wird Kohlebogenlicht erst nach Entwicklung entsprechend geeigneter Stromkreise wieder verwendet.Über viele Jahrzehnte wurde Kohlebogenlicht in der professionellen Kinoprojektion fast ausschließlich verwendet – wegen der guten Lichtleistung und der hohen Betriebssicherheit. Das elektrische Bogenlicht der Reinkohle, das bis etwa 1920 gleichermaßen zur Projektion und in Aufnahmeateliers benutzt wurde, reichte in der Projektion schon bald nicht mehr aus ... [weiterlesen]
469.

Heimatfilm

... kulisse intendierten Eindruck einer friedvollen und harmonischen Welt (mitunter als Gegenpol zur Nachkriegsgegenwart). Als Regisseur und Produzent hat v.a. Hans Deppe dieses Genre geprägt: Einer der ersten großen Erfolge ist der 1950 von ihm inszenierte Film Schwarzwaldmädel, in den 16 Millionen Zuschauer strömten. Noch 1980 sahen ebenso viele Zuschauer die Fernsehausstrahlung von Grün ist die Heide (1951), der ebenfalls unter Deppes Regie entstand und neben Der Förster vom Silberwald (Österreich 1954, Alfons Stummer) als Prototyp des Heimatfilms gilt. Literatur: Greis, Tina Andrea: Der bundesdeutsche Heimatfilm der 50er Jahre. Phil. Diss. Frankfurt 1992. – Höfig, Willi: Der deutsche Heimatfilm 1947-1960. München: Hanser 1973. – Steiner, Ines / Brecht, Christoph: Der deutsche Heimatfilm – eine kommentierte Auswahl. In: Heimat. Lehrpläne, Literatur, Filme. Red.: Susanne Althoetmar-Smarczyk, Jochen Henrich und Ansgar Klein. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1990, S. 359-524. – Trimborn, Jürgen: Der deutsche Heimatfilm der fünfziger Jahre. Motive, Symbole und Handlungsmuster. Köln: Teiresias-Verlag 1998. ... [weiterlesen]
470.

Kompilationsfilm II

... ine Spielart des Kompilationsfilms, die die „offizielle Geschichte“ zu unterlaufen sucht und Teil eines gesellschaftlichen Konfliktes selbst ist. Filmemachen ist politische Tätigkeit. Eines der großen Themen ist die Anti-Atomkraft-Bewegung gewesen – man denke an Jayne Loaders und Kevin Raffertys The Atomic Cafe (1982) oder Jack Willis‘ und Saul Landaus Paul Jacobs and the Nuclear Gang (1978).(4) Schließlich sei auf den reflexiven Kompilationsfilm verwiesen, der das Material nicht mehr nur als authentische Spur in die Wirklichkeit nimmt, sondern es auf seine ästhetischen Qualitäten, seine Inszeniertheit und seine verborgenen theatralen Potentiale auszuhorchen sucht. Ein Beispiel ist Videogramme einer Revolution (1992) von Harun Farocki und Andrei Ujica, der verschiedene Materialien, die während der rumänischen Revolution und des Sturzes Caucescu entstanden, miteinander konfrontiert, ohne dabei den politischen Diskurs zu zentrieren.  ... [weiterlesen]
471.

Twentieth Century-Fox

... u seinem Rücktritt 1971 relativ erfolglos. Dennoch entstanden weiterhin erfolgreiche Filme wie The Sound of Music (1965) oder M.A.S.H. (1967). Erst Ende der 1970er Jahre produzierte 20th Century-Fox wieder große Blockbuster (mit Star Wars, 1977, Alien, 1978, und der Fernsehserie M.A.S.H., 1972-83). 1981 begann mit dem Verkauf an den Ölmagnaten Barry Diller die Umorganisation zu einem Mischkonzern, zu der auch Musikfirmen und Freizeitanlagen gehörten. Die erheblichen Verluste des Studios führten 1985 zum nochmaligen Verkauf – der Australier Rupert Murdoch übernahm den Konzern vor allem wegen der Rechte an den studioeigenen Archiven. Konsequent wurde das ehemalige Studio in den internationalen murdoch‘schen Fernsehkonzern News Corporation überführt. Es nannte sich seitdem Fox Corporation, zu der Fox Television und Fox Broadcasting gehören. 1986 entstand Fox als viertes US-Fernseh-Network; das Filmarchiv der 20th Century Fox wird seit 1994 im Kabel-Kanal fXM: Movies from Foxausgewertet. Literatur: Memo from Darryl F. Zanuck: the golden years at Twentieth Century-Fox. Sel., ed., and annot by Rudy Behlmer. New York: Grove Press 1993. ... [weiterlesen]
472.

Chronophotographie I

(1) Nach der Erfindung hochempfindlicher Photoplatten durch den Engländer Richard Maddox (1871, produktionsreif 1873) gab es seit den 1870er Jahren eine große Anzahl von Anstrengungen, fotografische Methoden zur Analyse von Bewegung einzusetzen. Etienne-Jules Marey, einer der wichtigsten Fotografen der Richtung, nannte seinen Gegenstand Photochronographie, änderte ihn aber 1885 in Chronophotographie; der Internationale Kongress fü ... [weiterlesen]
473.

First National

Die First National wurde als First National Exhibitors Circuit, Inc. am 25.4.1917 von Thomas L. Tally und John D. Williams gegründet – zunächst als Zusammenschluss und Interessenverband von 26 Kinoketten mit mehr als 6.000 Kinos (darunter 2.000 Erstaufführungskinos), schon bald aber auch als Produzent von Filmen. Die Gründung richtete sich aktiv gegen die Praxis des Blockbuchens durch die Paramount und andere große Ver ... [weiterlesen]
474.

Low-Key / Low-Key-Stil

... angs zwischen den Schatten, Mitteltönen und Lichtern sowie durch die Anteiligkeit der Lichter und den Grad der Allgemeinaufhellung. Bei allen drei Low-Key-Varianten werden die Szenen so ausgeleuchtet, dass große Bildteile undurchzeichnet sind. Primärschatten haben einen schnellen Fall-Off, der Hintergrund ist dunkel, das Licht ist selektiv eingesetzt, geringe Aufhellung, dunkle Hintergründe und niedriges Helligkeitsniveau im Szenenraum bestimmen den visuellen Eindruck. Unabhängig vom Standpunkt des Führungslichts hat man es durchwegs mit einer dunklen, kontrastreichen Szene zu tun.Low-Key-Beleuchtung ist im Film Noir die vorherrschende Lichtstilistik gewesen. Charakteristischerweise findet man es auch im Genrekino, insbesondere der Thriller und der Horrorfilm haben sich die eher düsteren Anmutungsqualitäten des Low-Key zunutze gemacht. ... [weiterlesen]
475.

Product Placement: rechtliche Regelungen

... le zu trennen. Unklar war auch lange, ob Product Placement nach § 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) eine unzulässige Irreführung der Verbraucher darstelle. Daneben gibt es eine große Vielzahl nationaler Regelungen.Literatur: Bülow, Lorenz: Themen-Sponsoring im Fernsehen. Möglichkeiten eines neuen Kommunikationsinstruments neben Spotwerbung und Product placement aus rundfunk- und wettbewerbsrechtlicher Sicht. München: VVF 1998. – Dörfler, Gabriele: Product Placement im Fern­sehen – unlautere Werbung oder denkbare Finanzie­rungsquelle im dualen Rundfunksystem? Eine Beurteilung aus dem Blickwinkel des Wettbewerbsrechts unter Be­rücksichtigung der Mediengesetze. Frankfurt [...]: Lang 1993. – Müller, Olaf: Product Placement im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. In der Grauzone zwischen unlauterem Wettbewerb und wichtiger Finanzierungsquelle. Frankfurt [...]: Peter Lang 1997. ... [weiterlesen]
476.

Rembrandt-Licht

Spielart der Chiaroscuro-Beleuchtung und des Low Key. Benannt nach dem Maler Rembrandt (1606; nach neuesten Forschungen 1607-1669), der dem Studium natürlichen Lichteinfalls große Aufmerksamkeit gewidmet hatte und der in seinen Gemälden und Graphiken häufig Einzelheiten durch starken Lichteinfall vom umgebenden Dunkel absetzte und damit heraushob. Zum Ausgang des 19. Jahrhunderts war die Rembrandt-Renaissance voll im Gange &ndash ... [weiterlesen]
477.

Rembrandt im Film

... er Hilfe das Werk zu erklären – eine Verschleifung, die zu problematisieren ist. Die Verfilmungen setzen 1906 ein und fokussieren zuerst das Problem des unverstandenen Genies (Die Tragödie eines Großen, Deutschland 1920, A. Günzburg; Rembrandt, Großbritannien 1934, Alexander Korda). Die zweite Jahrhunderthälfte sieht ein experimentelleres Herangehen an den Stoff. Herausragende Resultate: Rembrandt, Painter of Man (Bert Haanstra, Niederlande 1957), Rembrandt fecit 1669 (Jos Stelling, Niederlande 1977) und Charles Mattons Rembrandt (Frankreich/Deutschland/Niederlande 1999). Besonderes Interesse verdient Ewiger Rembrandt von Hans Steinhoff (aka: Rembrandt, Deutschland, Terra 1942), weniger wegen seiner (offensichtlichen) großdeutschen Ambitionen als für die Arbeit mit Licht (Kamera: Richard Angst). Vom Extremfall dieses Films ausgehend, wäre eine Untersuchung des expressiven Gestus zu durchzuführen, die sich nicht auf das Rembrandtlicht zu beschränken hätte. Offene Fragen wären die „feine“ und die „raue Manier&ld ... [weiterlesen]
478.

Flächenleuchte

Wannenähnlicher Scheinwerfertyp, der über einen großen Raumwinkel verfügt. Er kann meist als Tages- und als Kunstlichtscheinwerfer (5.400K oder 3.200K) eingesetzt werden. Er wird für großflächige Beleuchtung (insbesondere zur Allgemeinbeleuchtung) eingesetzt. Das Licht von Flächenleuchten – oft auch „Flutlicht“ genannt – weist im Allgemeinen einen langsamen Schattenverlauf auf. &n ... [weiterlesen]
479.

Warner Bros. II: nach 1950

... Filmproduktion aktiv – Alfred Hitchcock, William Wellman, Robert Wise, Elia Kazan und John Ford waren prominente Regisseure, die für Warner Filme machten. Zu den späteren Produktionen rechnen so große Erfolge wie My Fair Lady (1964), Bonnie and Clyde (1967), Dirty Harry (1971) und All the President‘s Men (1976).Bis in die 1960er Jahre blieben die Veränderungen eher marginal: Das Sunset-Studio-Gelände wurde 1954 an Paramount verkauft. Firmenanteile gingen 1956 an einen Bankier aus Boston. Der Bruch mit der Tradition kam Ende der Dekade: Der kanadische Rechtehändler und Verleiher Seven-Arts fusionierte 1967 mit dem Studio - interessiert an der Rechtebibliothek, aber auch an den Liegenschaften. Das Firmendoppel firmierte als Warner Brothers – Seven A ... [weiterlesen]
480.

Programmkino

... aus. Oft wurden die Kinos mit (Szene-)Kneipen oder Bistros verbunden. Der Wandel im Freizeitverhalten seit den späten 1980er Jahren war nicht ohne Auswirkung auf die Arbeit der Programmkinos: Video und die große Anzahl von Spielfilmausstrahlungen im öffentlich-rechtlichen und später im Privatfernsehen führten zum drastischen Rückgang des Repertoire-Kinos. Die 1990er Jahre bewirkten mit dem Siegeszug der Multiplexe den Untergang vieler alter Kinos, insbesondere von Programmkinos. Mit Event-Angeboten wie Previews, langen Filmnächten, Doppelprogrammen, Diskussionsveranstaltungen mit Filmemachern, dazu mit regelmäßigem Kinderkino, der Präsentation von Originalfassungen, Dokumentar- und Kurzfilm-Reihen, Filmreihen in Zusammenarbeit mit Schulen, Volkshochschulen und anderen Initiativen gewannen sie ein neues Gesicht und bilden heute als „Art-House-Kinos“ eine Alternative zum kommerziellen Kino-Angebot des Mainstream-Kinos.Literatur: Gerz, Raimund: Das „andere“ Kino. Filmclubs, Initiativen und Programmkinos in Frankfurt. In: Worschech, ... [weiterlesen]
481.

Triangle Film Corporation

... o; vor allem von Griffith hergestellt wurden. Aufgabe der Triangle war der Verleih der Produktionen der Teilgesellschaften. Obwohl der Erfolg ausblieb und die Firma chronisch unterfinanziert war, baute Triangle große Ateliers in Culver City. Zuverlässige Einnahmen brachten Douglas Fairbanks‘ frühe Komödien, die William-S.-Hart-Western und Sennetts Slapstick-Filme. Schon 1917 verließen Ince, Sennett, Fairbanks, Griffith und Hart die Triangle, die Studios mussten an Goldwyn vermietet werden. Aitken versuchte, ältere Filme unter neuem Titel zu vermarkten. 1921 wurde er verklagt, die Firma musste 1923 liquidiert werden.Literatur: Lahue, Kalton C.: Dreams for Sale. The Rise and Fall of the Triangle Film Corporation. New York: Barnes 1971. ... [weiterlesen]
482.

Warner Bros. I: vor 1950

... o Moscow, 1943) – was Jack Warner in den 1950er Jahren die Kontrolle über das Studio kostete. Größte Bedeutung hatte Warner für die Entwicklung des Cartoons – keines der anderen großen Studios hatte eine so kreative und produktive Zeichentrickabteilung, in der z.B. Tex Avery arbeitete und der u.a. die Figur des Bugs Bunny entstammt. Literatur: Inside Warner Bro[ther]s: (1935 - 1951). Sel., ed. and annot. by Rudy Behlmer. New York: Viking 1985. – Freedland, Michael: The Warner Brothers. New York: St. Martin's Press 1983. – Roddick, Nick: A new deal in entertainment. Warner Brothers in the 1930s. London: British Film Institute 1983. – Hollywood be thy name – the Warner Brothers story. [By] Cass Warner Sperking and Cork Millner with Jack Warner, Jr. Lexington, Ky.: University Press of Kentucky [1994]. – Warner, Jack L. / Jennings, Dean: My first hundred years in Hollywood. New York: Random House 1965. ... [weiterlesen]
483.

Farce I: Geschichte

... von Beginn an den Ton farcenhaften Spiels an. Im populären Theater des 19. Jahrhunderts überlebte die Farce, um in Music-Halls, Vaudeville-Theatern und Variétés neu aufzublühen. In großer Nähe zu den Traditionen der Commedia dell‘Arte wirkte die Tradition massiv in die frühe Filmkomik hinein. Die frühen Komödien Charlie Chaplins, die Geschichten der Keystone Cops und die aus einer Bühnenshow entwickelten Gags der Marx Brothers. Moderne Vertreter eines farcenhaften Stils sind Reihen wie die englische Carry-On-Serie, manche Filme Eddie Murphys oder auch Leslie Nielsens. Heute findet sich die Tradition der Farce auch in den komischen Formaten des Fernsehens.Literatur: Bermel, Albert: Farce. A history from Aristophanes to Woody Allen. New York: Simon and Schuster 1982. – Nowak, Anneliese: Die amerikanische Filmfarce. München: TR-Verlagsunion 1991. ... [weiterlesen]
484.

Sexploitation / Sexploitation Film

... ation in den 1960/1970er Jahren. Nachdem lange nur Undergroundfilmer und Kleinstproduktionen das Genre bedient hatten, wagte sich mit Russ Meyers Beyond the Valley of the Dolls (USA 1970) erstmals auch eine der großen Produktionsfirmen (20th Century Fox) an die Materie. Inzwischen ist für die Vermarktung derartiger Filme der Videoverleih und mit dem Internet das Video-on-Demand (VOD) zum vermutlich wichtigsten Faktor geworden. Literatur: Schaefer, Eric: "Bold! Daring! Shocking! True!": a history of exploitation films, 1919-1959. Durham, NC: Duke University Press 1999. – Sexploitation filmmakers: wildest, sexiest, weirdest, sleaziest films: masters of the nudie-cutie, ghoulie, roughie, and kinkie, ed. Riccardo Morrocchi & Stefano Piselli. Text by James Elliot Singer. Foreword by David F. Friedman. Firenze: Glittering Images 1995; erw. Neuaufl. 1997 (Bizarre Sinema!.).  ... [weiterlesen]
485.

Show

... die die einzelnen Segmente in bunter Reihe hintereinander stellt. Die Wettkampf-Strukturen von Aktions- und Rate-Spielen geben vielen Shows ein Ziel und einen Gesamtrahmen. Wurden in den 1950er Jahren Shows mit großem Ernst als „Abendschule der Nation“ inszeniert, traten in den 1960er Jahren zunehmend spielerische und schließlich sozialkritische Sendekonzepte auf. „Begriffs-Spiele“ und schließlich parodistisch-postmodernistische Formen finden in den 1980er Jahren zunehmende Verbreitung. Heute wandern Elemente der Quiz- und Gameshow auch in andere Genres hinein, so dass sich das Format partiell aufzulösen scheint. ... [weiterlesen]
486.

Stakhanovistische Montage

... and-Tätigkeit mit schlechter Qualität verwendet. Stakhanovistische Montage bezeichnet so eine Schnitt-Technik, bei der es hauptsächlich um die Geschwindigkeit der Bildfolge und den Eindruck einer großen visuellen Dynamik geht – was einen Stil meint, wie er neuerdings in Produktionen wie Bay/Bruckheimers The Rock auftritt.  ... [weiterlesen]
487.

Studiosystem

Als Studiosystem bezeichnet man im engeren Sinne die Produktionsstruktur, die Hollywood in der Zeit zwischen 1930 und 1960 hatte – bestehend aus den fünf großen (MGM, Paramount, RKO, 20th Century Fox, Warner Bros.) und drei kleinen Studios (Universal, United Artists, Columbia), die jeweils eine vertikale Unternehmensstruktur mit eigenen Produktionsstätten, Verleihen und Kinos besaßen. Die kleinen Studios besaßen kein ... [weiterlesen]
488.

Stummfilm

... vor 1928 nennt man darum meist Stummfilm-Zeit. Tatsächlich war die Aufführung nie stumm – Musik von Orchestern, einzelnen Musikern und Musikmaschinen ertönte, es gab Kino-Erzähler, und große Kinos hatten sogar Geräuschimitatoren.   ... [weiterlesen]
489.

Serie

... rs sind Kopien, Remakes, Sequels (=Fortsetzungen), Fälschungen und Plagiate. In der entwickelten Massen- und Konsumgesellschaft ist das Serielle eine fundamentale Größe: Alles und jeder kommt in großer Zahl ähnlich oder gleichartig in den Waren- und Lebenswelten vor. Literatur: Cassetti, Francesco (a cura di): L'immagine al plurale. Serialità e ripetizione nel cinema e nella televisione. Venezia: Marsilio 1984. – Eco, Umberto: Serialität im Universum der Kunst und der Massenmedien. In seinem: Im Labyrinth der Vernunft. Texte über Kunst und Zeichen. Leipzig: Reclam 1989, S. 301-324. – Hoff, Peter / Wiedemann, Dieter (Hrsg.): Serie. Kunst im Alltag. Berlin: Vistas 1992 (Beiträge zur Film- und Fernsehforschung. 43.). – Klein, Thomas / Hißnauer, Christian: Einleitung. In: dies. (Hrsg.): Klassiker der Fernsehserie. Stuttgart: Reclam 2012, S. 7-26.   ... [weiterlesen]
490.

Bildverarbeitung

Als Fachterminus der Informatik bezeichnet der Ausdruck „Bildverarbeitung“ (neben der Computergrafik und der Informationsvisualisierung) einen der drei großen informatischen Bildbereiche, als deren übergeordnete Bezeichnung sich der Ausdruck „Computervisualistik“ durchzusetzen beginnt. Während sich die Informationsvisualisierung und die Computergrafik primär mit Verfahren der Erzeugung digitaler Bilder aus ... [weiterlesen]
491.

location manager

auch im Dt. üblich; bei großen Produktionen gibt es oft einen assistant location manager Der Location Manager ist für die Koordination allen Anfallendens beim Dreh on location zuständig, insbesondere die Organisation von Drehgenehmigungen, die Abstimmung mit lokalen Behörden wegen Absperrungen, die Bereitstellung von technischen Ausrüstungen (wie Wasser- und Stromversorgung). Oft übernommt der location scout die A ... [weiterlesen]
492.

Moviola

... des Cutters wesentlich erleichtet. Im Jahre 1946 übernahm Sohn Mark die Firma. Vater und Sohn erhalten im Jahre 1979 einen Oscar für ihre technischen Leistungen. Neben Moviola ist Steenbeck der zweite große Anbieter auf dem Weltmarkt, deren Maschinen den Film waagerecht von Teller zu Teller führten.(2) Oft auch allgemein für Schneidetisch. ... [weiterlesen]
493.

Regieassistenz/ Assistent /Associate Director

Regieassistenten übernehmen organisatorische Aufgaben. Sie arbeiten eng mit dem Regisseur zusammen, insbesondere in der Vorbereitungsphase. Während der Dreharbeiten vermitteln sie oft die Weisungen des Regisseurs an Stabsmitglieder und Schauspieler. Sie sind oft für die Statistenführung zuständig, während der Regisseur mit den Hauptdarstellern arbeitet. Sie arbeiten mit Script und Continuity zusammen. Bei großen Pr ... [weiterlesen]
494.

Tierfilm

... den 1930er Jahren auch für den Einsatz in der Schule) sowie als Angebot für den Naturliebhaber, der im Vorprogramm der Kinos des Interesses des Publikums sicher sein konnte.Der Tierfilm hat immer eine große Sympathie des Publikums genossen. Einige Filme waren auch an der Kinokasse ausgesprochen erfolgreich – neben Disneys Die Wüste lebt (1954) könnte man Grzimeks Serengeti darf nicht sterben (1959) nennen. Das Genre ist heute fester Bestandteil der Fernsehprogramme.Neben dem „beobachtenden“ Tierfilm, der meist Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zeigte, entwickelte sich recht früh ein „analytischer“ Tierfilm, der Tiere als Teile ökologischer Systeme präsentierte, ohne doch schon „wissenschaftlicher“ Tierfilm zu sein. Der führende und nach wie vor seriöseste Produzent von halblangen Tierfilmen ist die BBC, die eine eigene Produktionsabteilung („Natural History Unit“) unterhält.   ... [weiterlesen]
495.

Unterrichtsfilm

... zeigen, eigens für den Unterricht konzipierte Filme produziert werden sollten. Schon kurz nach der Jahrhundertwende waren kurze „Sachfilme“ zum Einsatz in den Schulen angeboten worden, die vor großen Schülergruppen in angemieteten Kinosälen gezeigt wurden. Ab 1910 entstanden in Deutschland sogenannte Lichtbildbühnen, worunter man sich Vereinigungen vorstellen muss, die kulturell bedeutsame Filmveranstaltungen für Schulen und ein allgemeines bildungsbeflissenes Publikum organisierten. 1918 schlossen sie sich im Bilderbühnenbund deutscher Städte zusammen. 1919 entstand die erste Bildstelle (am Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht). Eine erste Fundierung einer Didaktik des Lehrfilms wurde durch die 3. Internationale Lehrfilmkonferenz in Wien (1931) ... [weiterlesen]
496.

Filmformate: frühe Nichtstandardformate

Schon in Edisons Kintetoskop wurde 35mm-Material verwendet, was einen Standard für die ganze Filmgeschichte setzte. Gleichwohl gab es vor allem in der Frühzeit eine große Fülle von Alternativ-Filmformaten:– 54mm (= 2 1/8"), Friese-Greene, 1887;– 54mm (= 2 1/8"), Le Prince, 1888 (als Papierfilm!);– 54mm, Skladanowsky (Skladanowski Film), 1895;– 60mm, Prestwich Demeney (Demeny Phonoscope, 1893; Gaumont-Demen ... [weiterlesen]
497.

Filmstadt

Ältere Bezeichnung für große Studiogelände, die alle Einrichtungen für Filmaufnahmen haben – Ateliers, technische Räume, Verwaltungs- und Fundusgebäude, Freigelände einschließlich der Außenbauten und der Werkstätten. Beispiele sind das frühere Ufa-Gelände in Babelsberg, die Pinewood-Studios in Bucks nahe London, Buftea bei Bukarest, das Bavariagelände in Geiselgasteig bei ... [weiterlesen]
498.

Hypothesenbildung

... schen, ideologischen und zeitaktuellen Bezüge sowie der dramaturgischen Muster der Erzählung sowie (3) ihre Evaluation hinsichtlich dramaturgischer Bedingungen (zwar steht die Hauptfigur = der Star in großer Gefahr, aber er kann nicht zu Beginn des Films sterben). Unter der Hand wird mit der Hypothesenbildung eine Vorstrukturierung der noch bevorstehenden weiteren Aneignung des Textes vollzogen, Aufmerksamkeit gesteuert, Filter von Relevanz und Signifikanz aufgerichtet.Literatur: Bordwell, David: Narration in the fiction film. Madison, Wisc.: University of Wisconsin Press 1985, bes. 31-47. – Meijsing, Monica: Expectations in understanding complex stories. In: Poetics 9, 1980, S. 213-221. – Ohler, Peter / Nieding, Gerhild: Antizipation und Spieltätigkeit bei der Rezeption narrativer Filme. In: Nicht allein das Laufbild auf der Leinwand... Strukturen des Films als Erlebnispotentiale. ­Hrsg. v. Jörg Frieß, Britta Hartmann u. Eggo Mül­ler. Berlin: Vistas 2001, S. 13-30. ... [weiterlesen]
499.

16mm-Film

... Um 1950 wurde 16mm-Farbmaterial angeboten. Schon 1925 begann Kodak, ein Angebot von Kauf- und Leihfilmen für den 16mm-Markt aufzubauen. Andere Firmen folgten. Nach dem 2. Weltkrieg entstand in den USA eine große Anzahl von 16mm-Filmclubs – das Verfahren hatte sich für den nichtkommerziellen Gebrauch damit endgültig durchgesetzt. Als Produktionsformat war 16mm vor allem im Dokumentarfilm (wegen der Leichtigkeit der Kameras) und im Bereich des Independent-Kinos (wegen der viel geringeren Kosten) von größter Bedeutung. Erst nach der Einführung von Video und DVD verliert es seine zentrale Rolle. ... [weiterlesen]
500.

Punktuierung

... zu erfassen schien, gab Metz von vornherein ein Bedenken kund: Optische Punktuierungen (wie Blenden, Überblendungen, Farbwechsel etc., bis hin zu Trailern, Ansagen, Werbeblöcken im Fernsehen) trennen große Segmente der Äußerung und korrespondieren daher eher den „Textgliederungssignalen“ – wie z.B. Zeilenanfänge in der Lyrik, Kapitelgliederungen in der Epik, Szenen in der Dramatik – als den Interpunktionszeichen, die meist auf der Ebene der inneren Gliederung von Sätzen fungieren; es handelt sich um eine Makro-Punktuierung, die auf der Ebene der makrotextuellen Gliederungen (vom Typ „Sequenz“ oder „Syntagma“) operiere und nicht im mikrotextuellen Feld zwischen Einstellungen. In der späteren Metzschen Theorie wurde die Vorstellung der „Punktuierung“ durch eine Markierungstheorie abgelöst, die Markierungen als Hinweise auf die kommunikative Instanz des „Sprechenden“ versteht. ... [weiterlesen]
501.

Weitwinkel-Objektiv

... kelobjektive für 35mm-Kameras haben eine Brennweite von 35 und weniger Millimetern. Verwendung finden sie bei Innen-, Landschafts- und Architekturaufnahmen. Außerdem hat ein Weitwinkel-Objektiv einen großen Tiefenschärfebereich. ... [weiterlesen]
502.

Werbefilm

... Kino, wo sie vor Beginn von Vor- und Hauptfilm gezeigt werden. Produktion und Programmierung von Werbefilmen wird meist durch Werbeagenturen vollzogen. Werbefilmfeste wie das in Cannes genießen inzwischen große öffentliche Aufmerksamkeit – und seit Mitte der 1980er Jahre wurden die Sieger des Cannes-Wettbewerbs erfolgreich auch im Kino ausgewertet, offenbar einem öffentlichen Interesse an ästhetischen Formen der konsumistischen Spaßkultur folgend; es entstand außerdem eine Reihe von Fernsehmagazinen, in denen Werbefilme als witzige oder künstlerisch anspruchsvolle Kurzfilme, nicht in ihrer primären Funktion als Produktwerbung liefen; in den späten 1990er Jahren schlief die Neugierde am Werbefilm aber wieder ein. ... [weiterlesen]
503.

Detailaufnahme

... onderen Ausdruck eines Gesichts hervorheben; Detailaufnahmen der Augenpartien waren im Italo-Western vielfach zu finden, Nichtgeschehen und Langeweile ebenso signifizierend wie Momente höchster Furcht oder großen Erschreckens. Die Detailaufnahme eines sprechenden Mundes diente nicht nur im sowjetischen Revolutionsfilm der Darstellung der Denunziation. Im Thriller sind Aufnahmen einer Schere oder eines Schlüsselbundes spannungsfördernde Indizien, manchmal auch deutliche Hinweise auf Waffen oder Spuren. Detailaufnahmen intensivieren die Handlungsdarstellung, durchsetzen sie mit Bildern, in denen der Zeigegestus des Films deutlich ausgeprägt ist. Trotz dieser reflexiven Qualitäten der Detailaufnahme schafft ein Film wie Walter Hills Geronimo (1993), der zwischen extrem weiten und Detailaufnahmen hin- und herspringt, eine visuelle Spannung, die im Kino gemeinhin vermieden wird.   ... [weiterlesen]
504.

Kulturfilm

... er). In der DDR wird der Begriff ‚Kulturfilm‘ schon gar nicht mehr übernommen, sondern duch den des ‚populärwissenschaftlichen Films‘ ersetzt. Insgesamt steht der Kulturfilm in großer Nähe zu Dokumentarfilm und ethnografischem Film, kommt aber ohne die bewusstseinsbildende Motivation des ersteren und den wissenschaftlichen Anspruch des letzteren aus. Auch mit dem Lehrfilm ist er eng verwandt, wird jedoch nur im Kino und nicht, wie dieser, an Bildungsinstituten gezeigt. Die Funktionen des Kulturfilms werden heute meist von Programmformen des Fernsehens wahrgenommen. ... [weiterlesen]
505.

Kriegsfilm

Sammelbegriff für eines der ältesten Genres, das als dokumentarische Kriegsberichterstattung entstand, dem aber bereits um 1900 große Fiktionswürdigkeit zugeschrieben wurde: Sei es, dass ein Krieg die Handlung selbst ist, sei es, dass er den situativen Kontext bildet, der Handlung und Dramaturgie nachhaltig beeinflusst (als Drama, Romanze oder auch als Kriegsgefangenen- oder -heimkehrerfilm). Auch wenn Kriege schon immer gefü ... [weiterlesen]
506.

Bioskop

... nahmen wurden auseinandergeschnitten, sodann alle geraden und alle ungeraden Bildern zu zwei neuen Bändern zusammengeklebt. Mit dieser Technik übertrafen die Skladanowskys zwar ihre Konkurrenten durch große Bilder und eine flickerfreie Projektion, doch für eine industrielle Verwertung war die Erfindung nicht geeignet. ... [weiterlesen]
507.

Blaxploitation

... schaftlich festgelegte Dreh- und Personalbedingungen, indem er die Produktion offiziell als Pornoproduktion einstufte. Obwohl Shaft schon in Produktion war, als Sweetback in den USA Premiere hatte, wurde dessen großer Erfolg zum Anlass, das Drehbuch für Shaft umzuschreiben und viel mehr auf ein schwarzes Publikum zuzuschneiden, die Hauptrolle u.a. mit einem schwarzen Schauspieler zu besetzen. Der Einfluss des sexuell sehr freizügigen, dabei aber auch sehr sexistischen und anarchisch-afrozentrischen Sweetback auf das Sub-Genre der Blaxploitation weist auf die letztlich ambivalente Wirkungsdimension der Blaxploitation hin: Im Gegensatz zu Filmen von Schwarzen über Schwarze diente der Blaxploitation-Film der kommerziellen Ausbeutung der schwarzen Zuschauer, trug aber dennoch gleichzeitig zu einem gestärkten filmischen Selbstbewusstsein der Schwarzen bei, wobei nicht erwiesen ist, inwieweit dieses Selbstbewusstsein bei beiden Geschlechtern gleich stark entwickelt werden konnte.Literatur: Guerrero, Ed: Framing Blackness: The African American Image in Film. Philadelphia: Temple University Press 1993. – Bogle, Donald: Toms, Coons, Mulattoes, Mammies & Bucks: An Interpretive Histo ... [weiterlesen]
508.

Blockbuster

Ursprünglich Bezeichnung für Filme, die innerhalb weniger Wochen ihr Geld wieder einspielen. In den 1950er und 1960er Jahren galten große, teure, episch vorgetragene überlange Ausstattungsfilme, die durch den Aufwand, mit dem sie hergestellt waren, Publikum gewinnen sollten (Filme wie The Ten Commandments, Ben Hur oder El Cid) als Blockbuster. Im New-Hollywood-Kino der 1970er Jahre wurde der Begriff wieder für Publikumserfol ... [weiterlesen]
509.

Butterfly

Ein Butterfly ist ein großes Segel in einem Rahmen, das mit einem oder mehreren Ständern hoch aufgestellt wird, um auf eine Szene einfallendes Licht abzumildern, zu filtern oder komplett abzuhalten. ... [weiterlesen]
510.

Aufnahmeleiter

... ich, also für das Erstellen der Tagesdispositionen, die Organisation des Transports, der Mahlzeiten für Crew und Schauspieler, für Absperrungen und Sicherheitsfragen, Gewerkschaftsfragen usw. Bei großen Produktionen gibt es bisweilen zwei Aufnahmeleiter (einer im Produktionsbüro, einer am Set). Literatur: Gumprecht, Hans-Peter: Ruhe bitte! Aufnahmeleitung bei Film und Fernsehen. Konstanz: UVK‑Medien 1999 (Reihe praktischer Journalismus. 41.). ... [weiterlesen]
511.

Antihelden-Filme

Eine ganze Reihe von Filmen (vor allem aus der Zeit der großen Umwälzungen zwischen 1965 und 1975) kannten den Antihelden als eine rhetorische Technik, den Zuschauer auf der Seite derjenigen zu vereinnahmen, denen Unrecht zugefügt wird. In Filmen wie Easy Rider (1969), Vanishing Point (1971) oder auch Dog Day Afternoon (1975) unterliegen sie und kommen zum größeren Teil sogar um, aber sie sind die eindeutig moralisch bedeut ... [weiterlesen]
512.

General Film Corporation

... die Filmproduktion ein. In einer lustigen und erfolgreichen PR-Kampagne entwarf Laemmles Presseagent Eddie Cochrane eine Zeichentrickfigur „General Filmco“, einen aufgeblasenen Offizier mit übergroßer Militärmütze und Säbel – wie unschwer zu erkennen war, um die Bestrebungen des Trusts aufs Korn zu nehmen. Bald gewannen die „Independents“ die Überhand, so dass die General Film Co. schon 1914 in Bedeutungslosigkeit versunken war. Eine Rolle beim relativ schnellen Ableben der Firma und des dahinter stehenden Trusts hat sicherlich auch die Tatsache gespielt, dass das wichtigste Fachblatt der Kinobesitzer (Motion Picture World) immer offensiv gegen die Bemühungen polemisierte, die Verleihrechte in einer Hand zu bündeln.  ... [weiterlesen]
513.

Nickelodeon

... Kino, das für niedrige Eintrittspreise Unterhaltung bot. Für den amerikanischen Filmhistoriker Charles Musser beginnt die Nickelodeon-Ära 1905, als sich die wandernden Schausteller in den Zentren großer Städte wie Pittsburgh niederließen und in ehemaligen Verkaufsräumen Filmvorführstätten eröffneten, die sogenannten Ladenkinos. Im Gegensatz zum ambulanten Filmvorführer, der von Jahrmarkt zu Jahrmarkt, von Versammlungsraum in Gaststätten zum Hinterzimmer in Hotels zog und vor immer neuem Publikum spielte, hatte der Nickelodeon-Besitzer bald Stammgäste, für die er ein- bis zweimal pro Woche das Programm wechselte. Lange wurden die Nickelodeons haupts&a ... [weiterlesen]
514.

Amnesie

Das Motiv der Amnesie ist eine Familie narrativer Strukturen, die um den Gedächtnisverlust gruppiert sind. Dabei lassen sich zwei große Gruppen von Geschichten unterscheiden: (1) Der Gedächtnisverlust wird als Defekt oder gar als Schädigung der Person aufgefasst, so dass die Behebung zugleich eine Wiederherstellung einer als ursprünglich und vollständig erlebten Person ist; derartige Geschichten basieren oft auf der Psy ... [weiterlesen]
515.

Caper-Movie

Das big caper ist ein „großes Ding“, ein komplizierter Einbruch oder Raub, der zum Mittelpunkt eines Krimis wird. Der Einbruch ist meist die zentrale Szene des Films, er ist Spannungshöhepunkt und dramatisches Zentrum. Oft sind die Mitglieder der Gruppe, die das big caper ausführt, individuell sehr unterschiedliche Spezialisten, die erst unter der Anspannung des Coups ihre Leistungshöhepunkte finden. Ursprünglich ... [weiterlesen]
516.

Fan / Fandom

von engl. fanaticUm 1880 als Beschreibung äußerst begeisterter Baseball-Anhänger gebildet. Allgemeine Bezeichnung für Menschen, die einer Person oder Sache großes Interesse und Begeisterung entgegenbringen und die Beziehung zu ihrem Idol nicht nur als Element von Medienselektion, sondern auch zu anderen symbolischen Zwecken nutzen. Fans finden sich in allen Bereichen des öffentlichen, insbesondere des kulturellen Leben ... [weiterlesen]
517.

Independent

Auch wenn der Begriff längst (vor allem auch in der Musikszene) ins Deutsche übertragen wurde, meint er im Amerikanischen einfach jemanden, der seine Produktionen unabhängig, also meist selbst oder durch Freunde und Bekannte (oder auch ihm verbundene Investoren) finanziert. Der Begriff ist inzwischen ausgehöhlt, da alle großen Studios derweil auf den Zug aufgesprungen sind und Tochterfirmen gegründet haben, die Filmemac ... [weiterlesen]
518.

Jump Cut

... dlung. Ein Sonderfall ist das Heranspringen an einen Gegenstand auf der gleichen Kameraachse. Meist erfolgen solche Heran- oder Wegsprünge über mehrere Aufnahmen des Objekts und erwecken den Eindruck großer Dynamik und Dramatik. ... [weiterlesen]
519.

kitchen sink films

engl. = SpülsteinAngeregt durch die programmatischen Auseinandersetzungen um das Free Cinema und nach den großen Erfolgen der „Angry Young Men“ des englischen Theaters und der Literatur (John Osborne, Harold Pinter, Alan Sillitoe) entstanden meist nach ihren Vorlagen die Spielfilme The Entertainer (Der Komödiant, 1960, Richardson), A Kind of Loving (Nur ein Hauch Glückseligkeit, 1961, John Schlesinger), The Loneliness ... [weiterlesen]
520.

vidding

... tlerische Möglichkeiten und wird schließlich im digitalen Zeitalter mit Plattformen wie YouTube und der standardmäßigen Installation von simpler Schnittsoftware zum Massenphänomen mit großer Reichweite und Verfügbarkeit.Sowohl bei der Herstellung von Neumontagen als auch bei Neusynchronisationen wird in der Regel auf den Einsatz der ursprünglichen Tonspur verzichtet. Stattdessen wird ein Musikstück unterlegt (Songvid) beziehungsweise eine neue Tonspur mit von den viddern eigens eingesprochenen Dialogen (fandub) eingefügt, die häufig parodistischen Charakters sind. Bekannte Beispiele aus Deutschland sind Sinnlos im Weltraum (Fandub von Star Trek: The Next Generation, 1987-1994), Lord of the Weed (Fandub der ersten halben Stunde von Peter Jacksons The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring, 2001) und Harry Potter und der geheime Pornokeller (Fandub von Harry Potter and the Chamber of Secrets, 2002), die durch das Internet virale Verbreitung erfuhren. Zu den bekanntesten Songvids zählt Closer von T. Jonesy und Killa: Szenen zwischen Kirk und Spock aus Star Trek (1966-1969) werden in Closer mit pornografischem Filmmaterial unterfüttert und neu kombiniert, um ... [weiterlesen]
521.

Fokus

... ml;rfentiefenbereich desto größer ist, je kürzer die Optiken und je größer das verfügbare Licht ist.Im klassischen Stil des Kinos bemüht man sich darum, einen möglichst großen Bereich tiefenscharf darzustellen. Dagegen entwickelte sich der Stil des „flachen Bildes“ (shallow focus), das einen nur engen Schärfenbereich hat, so dass einzelne Objekte oder Akteure scharf, die Hintergründe dagegen verschwommen gezeichnet werden.Das Bild und seine Komposition ist meistens thematisch (oder auch: topikal) motiviert und zeigt etwas oder jemanden, die im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, von denen die Erzählung handelt etc. Dieses Bildzentrum wird fast immer durch die Wahl des Schärfenpunktes zentriert und hervorgehoben. ... [weiterlesen]
522.

Fanzine

... en der etablierten Kulturindustrie werden. Mit der massenhaften Verbreitung von Internetzugängen und der Möglichkeit, online fanzines oder e-zines (bzw. Ezines) anzubieten, wird der Unterschied zu den großen Publikumszeitschriften und wissenschaftlichen Fachblättern hinsichtlich technischer Aufbereitung und Distributionsverfahren wesentlich geringer und kann dann primär nur noch inhaltlich bestimmt werden. Literatur: Forman, Murray: Media form and cultural space: negotiating rap "fanzines". In: Journal of Popular Culture 29,2, 1995, S. 171-188. – Sanjek, David: Fans' notes: the horror film fanzine. In: The horror reader. Ed. by Ken Gelder. London / New York: Routledge 2000, S. 314-323. – Smith, Matthew J.: Strands in the Web: community-building strategies in online fanzines. In: Journal of Popular Culture 33,2, 1999, S. 87-100. – Triggs, Teal: Alphabet soup: reading British fanzines. In: Visible Language 29,1, 1995, S. 72-87. ... [weiterlesen]
523.

Filmgeschichte

... trienationen das sogenannte Starsystem heraus. Eine Begleitpresse um Stars, Sternchen und Filme entsteht. Der Film wurde schnell zum führenden Produkt der Kulturindustrie.Vor allem in den USA bildeten sich große Studios als ökonomische Einheiten der Produktion heraus, die über ausreichend Kapital verfügten, das Risiko der Einzelfilmproduktion abzufedern, eine Belegschaft von technischen, bürokratischen und kreativen Mitarbeitern dauerhaft zu beschäftigen und schließlich eine Qualitätssicherung der Produkte gewährleisteten, dass sich das Kino schnell als wichtigster Ort eines industriell organisierten Freizeitvergnügens herausstellte. Das Ende des heute sogenannten Studiosystems um 1960 war zugleich ein erster Einfluss des sich seit der Mitte der 1940er Jahre rapide verbreitenden Fernsehens: Neben das Kino trat ein zweites Bildmedium, das zunächst in Kneipen und Cafés als Versammlungsmedium, zunehmend aber in den Wohnungen der Zuschauer zugänglich war. Das Fernsehen steht zwar dem Radio näher als dem Kino, serielle Formen und die Funktionen der Information und der Unterhaltung dominierten das Programm von Beginn an. Literatur: Bordwell, David / Staiger, Janet / Thompson, Kristin: The Classical Hollywood Cinema: Film Style and Mode of Production to 1960. New York 1985. – Harpole, Charles (e ... [weiterlesen]
524.

Fischaugenobjektiv

auch: Fisheye-Objektiv; engl.: bug eye, fish eye lensSuperweitwinkelobjektiv, das einen Kameraausschnitt von u.U. mehr als 180° darstellen kann. Dabei treten die zentralen Bereiche des Bildfeldes in scheinbar große Kameranähe, die entfernten treten dagegen extrem zurück. Darum ist die Projektion der äußeren Bereiche des Bildes nur mit extremer Verzeichnung zu erreichen.  ... [weiterlesen]
525.

Art house

... s Publikum, das sich zudem oft elitär verhielt und die Art von Filmen, die die art houses anboten, zur symbolischen Abgrenzung ihrer Geschmackskultur gegen das Massenpublikum nutzten. Im Unterschied zu den großen Filmpalästen verzichteten sie z.B. auf jedes Rahmenprogramm, um den Film als selbständiges Werk in den Mittelpunkt zu stellen. Der Art-House-Bewegung korrespondieren die Kultur der deutschen Filmkunstkinos und die englischen specialized halls. In den 1970er und 1980er Jahren etablierten sie sich als Spielstätten für den Independent- und Underground-Film. Zwischen Anfang der 1930er und Anfang der 1960er Jahre galt art film bisweilen auch als Codewort für Pornografie, was unter anderem daher rührte, dass die importierten europäischen Filme Sexualität und Erotik freizügiger darstellten als amerikanische, die dem Production Code unterlagen. Heute hat sich die Redeweise vom art house als Bezeichnung für Nicht-Mainstream-Kino verselbständigt. Noch die Video-Labelbezeichnung Arthaus, die der Kinowelt-Filmverleih zunächst (1994) für seine Videos ... [weiterlesen]
526.

Hyperbel

... ;cken ist als ästhetischer Hyperbolismus lesbar, der die Schemahaftigkeit der Handlung und die Durchsichtigkeit der Figuren unterstreicht. Nicht nur übertreibendes Spiel, sondern auch underacting kann große Wirkung erzielen, etwa die Stoik von Buster Keaton oder das beiläufige Auslösen letztlich erfolgreich-positiver Katastrophen bei Leslie Nielsen.Das Hyperbolische im Film ist so weniger eine rhetorische Figur als vielmehr eine rhetorische Strategie, die in Suprasegmentalia wie dem Schauspiel, der Kostümierung, im Einsatz von Zeitraffer und Zeitlupe und ähnlichem realisiert ist. Genres und Darstellungsformen wie Komödie, Satire, Parodie und Karikatur arbeiten natürlich gern mit hyperbolischen Strukturen. Darum auch sind die Filme Monty Pythons in der Nähe zur – immer auch hyperbolischen – Groteske als Genre. ... [weiterlesen]
527.

Action-Film

... ahlreiche Stunts, sensationell wirkende Special Effects und suggestive Montagen werden gepaart mit Geschichten, in denen es meist um die Fähigkeit des Einzelnen geht, sich gegen Machtapparate, Kartelle und große Organisationen durchzusetzen. ... [weiterlesen]
528.

Archivaufnahme

engl.: stock shot; allgemein auch: stock footage; auch: library shotUnter stock shots versteht man Filmstreifen, die aus einem Archivfundus von generischen oder dokumentarischen Aufnahmen stammen (Bilder von Eisenbahnen, Bahnhöfen, Straßen, Autos etc.). Auch das Filmmaterial der großen Wochenschauen, ob Fox-Movietone News oder Hearst Metrotone News, werden heute als stock shots wiederverwertet. Solche Bilder werden von Produzenten in ... [weiterlesen]
529.

Black Maria

Das erste Filmatelier der Edison Film Company hieß Black Maria. Es wurde im Dezember 1892 in West Orange, New Jersey, gebaut, um kurze Streifen für die Edisonschen Kinetoskopen zu produzieren. Das mit schwarzem Teerpapier bedeckte Atelier hieß „Black Maria“, weil es Ähnlichkeit mit den schwarzen Polizeiwagen der Zeit hatte, die im amerikanischen Slang als Black Maria bezeichnet wurden. Im Dach war ein großes Fe ... [weiterlesen]
530.

Fahrt / Fahraufnahme

... ederung). Neuerdings werden Fahr-Effekte auch mit einer Steadycam hergestellt. Fahrten sind fast immer topikal geführt. Man unterscheidet Voraus- und Verfolgungsfahrten, Begleitfahrten, Zu- und Wegfahrten. Großer Aufwand für Fahrten und die mit ihnen abgestimmte Choreografierung von Personen- und Objektbewegungen wird immer wieder in Plansequenzen getrieben. Ein kompliziertes Beispiel ist die Eröffnungssequenz von Welles‘ Touch of Evil (1958). ... [weiterlesen]
531.

3D-Kinematographie

... Teilbilder als dünne Streifen projiziert oder gedruckt; das Auge sieht dann je nach Betrachtungswinkel immer nur einen Streifen, wodurch ein stereoskopisches Sehen möglich wird; das Verfahren hat den großen Vorteil, dass die Bildbetrachtung ohne zusätzlich Hilfmittel möglich ist und auch Farbbilder angeschaut werden können, jedoch ist es technisch sehr aufwendig.Literatur: Peter A. Hagemann: Der 3D Film. München: Monika Nüchtern 1980. – Hayes, R.M.: 3-D movies. A history and filmography of stereoscopic cinema. Jefferson, N.C./New York/London: McFarland/St. James 1989. – David Hutchinson: Fantastic 3-D. London: Starlog Press 1982. – Lipton, Lenny: Foundations of the Stereoscopic Cinema. A study in depth. New York [u.a.]: Van Nostrand Reinhold 1982. ... [weiterlesen]
532.

pink-eiga

auch: pinkku-eiga, pinku movies; auch: eroduction; neuerdings auch engl.: pink film; von japan pink(ku) (von dem engl. Lehnwort für die Farbe Rosa abgeleitet:) ‚Erotik, Lüsternheit, Obszönität‘ + eiga ‚Film‘In den 1960er Jahren in Japan aufgekommene, bis heute in großer Zahl hergestellte erotische Spielfilme, die eine eigenartige experimentierfreudige Symbiose zwischen sexueller Freizügigkeit und ... [weiterlesen]
533.

Association of Film Commissioners International (AFCI)

Die AFCI wurde 1975 als Nonprofit-Organisation gegründet, um die zunehmenden Interessen einer On-Location-Filmproduktion zu vertreten. Seit 1983 sitzt die Gesellschaft in Washington, D.C. Ursprünglich war sie ein Zusammenschluss von Regierungsvertretern für Film, ist inzwischen aber zu einem Verband von 300 Filmkommissionen aus mehr als 30 Ländern angewachsen (Stand: 2002). Eine erste große Veranstaltung der AFCI war das sei ... [weiterlesen]
534.

vertikale Integration

... schon vor dem ersten Weltkrieg ihre Filme selbständig produziert und vertrieben und zudem in eigenen Kinos aufgeführt. Vertikale Integration ist in vielen Ländern, die viele Filme produzieren und große Studios haben, bis heute gängige Geschäftspraxis. Allerdings ist derartigen Firmenstrukturen immer wieder vorgeworfen worden, dass sie Konkurrenz minimiere, Märkte monopolisiere und gegen Prinzipien des freien Wettbewerbs verstieße. Darum erlegte das Oberste Bundesgericht in Washington 1948 der Paramount, sich von den Kinoketten zu trennen und zumindest Teil der vertikalen Integration aufzugeben. Später wurde den amerikanischen Fernsehanbietern untersagt, mit der Produktion von Fernsehfilmen vertikal zu integrieren.Literatur: Edgerton, Gary / Pratt, C.: The influence of the Paramount decision on network television in America. In: Quarterly Review of Film Studies 8, 1983, S. 9-23.  ... [weiterlesen]
535.

Agitprop

Kofferwort aus russ. agitacija (= Agitation) und propaganda (= Propaganda)Eines der wichtigsten Mittel zur politischen Aufklärung und Erziehung der Massen war im nachrevolutionären Russland der Film. Agitprop-Filme (russ. damals oft agitki) – Nachrichtenfilme, Dokumentarfilme und Dokumentationen sowie Spielfilme mit politischer Thematik – wurden in großem Umfang eingesetzt. Der neue sowjetische Film sollte zum einen gegen ... [weiterlesen]
536.

Magnascope

Das Magnascope-Projektionssystem wurde zuerst im Jahre 1924 von seinem Erfinder Lorenzo del Riccio vorgeführt. Es gilt als Vorläufer von Cinemascope und anderen 35mm-Verfahren, die ein vergrößertes Leinwandbild mittels Weitwinkeloptiken erzeugen. Das Weitwinkelobjektiv des Magnascope-Projektors hatte einen Durchmesser von 3,5 Zoll und warf bei den ersten öffentlichen Vorführungen ein 9,1x12,2m großes Bild – ... [weiterlesen]
537.

Stereoskop: View-Master

auch: Viewmaster; Viewmaster-Klone nannten sich oft „Stereorama“, „StereoRama“ oder „Stereorama-Betrachter“, um dem Markennamen-Schutz auszuweichenDer stereoskopische Film blieb eine Randerscheinung der Filmgeschichte. Dagegen hatte das photographische Stereoskop auch im 20. Jahrhundert große Popularität. Der aus München stammende Erfinder Wilhelm B. Gruber entwickelte in den 1930er Jahren eine Sche ... [weiterlesen]
538.

Rockumentary

... r, Wolf Koenig) über Paul Anka ist der wohl erste Film in dieser Art. D.A. Pennebakers Bob-Dylan-Film Don‘t Look Back (1966), sein Konzert-Film Monterey Pop (1967) und vor allem Michael Wadleighs mit großem Aufwand gedrehte Dokumentation Woodstock (1970) brachten einen enormen wirtschaftlichen Erfolg und stießen eine ganze Reihe weiterer Filme an. Dazu rechnet die Dokumentation des desaströsen Auftritts der Rolling Stones 1969 in Altamont, bei dem die Hell‘s Angels einen Besucher erstachen (Gimme Shelter, 1971, David Maysles, Albert Maysles, Charlotte Zwering). Äußerst erfolgreich war auch Martin Scorseses The Last Waltz (1978) über das Abschiedskonzert von The Band. Obwohl Filme im Stil der Rockumentaries immer noch weiter produziert werden (man denke an Jonathan Demmes Talking-Heads-Film Stop Making Sense, 1984), feierte Rob Reiner in der Pseudo-Dokumentation This is Spinal Tap (1983) einen parodistischen Abgesang auf das Genre.Literatur: Plantinga, Carl: Gender, Power, and a Cucumber: Satirizing Masculinity in This is Spinal Tap. In: (eds): Documenting the Documentar ... [weiterlesen]
539.

Zensur

... mit Volksschichten, denen zumindest implizit die Mündigkeit und Souveränität abgesprochen wird, sich zu einem Kommunikat kritisch zu verhalten. Gerade den trivialen und populären Formen wird große Wirksamkeit bei geringer ästhetischer Qualität zugesprochen – umso dringender scheint es geraten, hier regulierend einzugreifen. Inhaltlich macht sich Zensur meist an den Themen Sexualität, Gewalt, Politik, Religion fest. Insbesondere am Themenfeld der Sexualität lässt sich zeigen, dass Zensur immer mit der Gefahr zu kämpfen hat, sich auf eine problematische Normalitätsvorstellung auszurichten, selbst repressiv und normativ zu sein und dabei doch nur den Normenkodex einer besonderen sozialen Gruppe als allgemeinverbindliche Lebens- und Anschauungsnorm anderen sozialen Gruppen aufzuzwingen.Literatur: Buchloh, Stephan: Eingriffe in die Freiheit des Journalismus und der Kunst. Eine Typologie von Zensurformen. In: Chancen und Gefahren der Mediendemokratie. Hrsg. v. Wolfgang Donsbach u. Olaf Jandura. Konstanz: UVK 2003, S. 82-94. ... [weiterlesen]
540.

Motion Picture Relief Fund (MPRF)

... ten war, der Geschäftsführer. Im Kuratorium der Stiftung versammelten sich schnell viele der bedeutendsten Figuren Hollywoods, darunter Cecil B. DeMille, Jesse L. Lasky und Irving Thalberg. Eine erste große Welle an Unterstützungsanträgen brachte der Übergang zum Tonfilm mit sich. Um Geld zusammenzubringen, begann der MPRF, Benefiz-Bälle, -Premieren, -Sportveranstaltungen, -Modenschauen und ähnliches zu veranstalten. 1932 schlug Mary Pickford das Payroll Pledge Program vor, nach dem jeder, der in Hollywood mehr als $200 pro Woche verdiente, 0,5% seines Einkommens in den MPRF einzahlen sollte. 1938 schlossen sich Ausbildungsstätten, Produzenten und Gewerkschaften dem Programm an. Als weitere Maßnahme wurde die hochkarätig besetzte The Screen Guild Show aus der Taufe gehoben, die von Gulf Oil subventioniert und von 1939 bis 1952 von CBS ausgestrahlt wurde (Erstausstrahlung: 8.1.1939). Die Sho ... [weiterlesen]
541.

Retrospektive

... ationaler Kinematographien oder stilistischer Epochen, von Genres und dergleichen mehr. Auch für Kommunale Kinos gehört die Retrospektive zu einer Grundform des Angebots. Seit vielen Jahren werden die großen Retrospektiven, wie sie z.B. die Stiftung Deutsche Kinemathek in Berlin mit Beteiligung der internationalen Archive anlässlich der Berlinale veranstaltet, von manchmal umfangreichen Dokumentationen oder Katalogen begleitet. Die Retrospektive hat sich so als das wichtigste Darstellungs- und Aufführungsformat der Filmgeschichte herausgestellt. ... [weiterlesen]
542.

Repoussoir

von frz. repousser = zurücktreiben, von sich weisenIn der Malerei wird ein großer Gegenstand oder eine Figur im Vordergrund des Bildes, die zur Steigerung des Tiefeneindrucks dient, als Repoussoir bezeichnet. Gerade die Großaufnahme im Bildvordergrund wird auch in der Komposition des Filmbildes vielfach verwendet, insbesondere dann, wenn die Bildtiefe dennoch scharf gezeichnet ist (viele derartige Bilder werden als Rückprojektio ... [weiterlesen]
543.

Stereoskopie

... Verfahren benutzen dagegen eine Rasteranordnung von feinen vertikal angeordneten Drähten vor der Bildwand zur Erzeugung von Richtungsunterschieden. Letztere spielen für die Stereokinematographie keine große Rolle. Literatur: Gerhard Kemner (Hrsg.): Stereoskopie. Technik, Wissenschaft, Kunst und Hobby. Berlin: Museum für Verkehr und Technik 1989. – Lüscher, H.: Räumliches Sehen und die wichtigsten Grundbegriffe der Stereo-Photographie. Braunschweig: Franke & Heidecke 1928.  ... [weiterlesen]
544.

trade show

Im engeren Sinne die Vorführung eines einzelnen Films vor einem Publikum, das mit Filmhandel zu tun hat – Kinobesitzern, Verleihern, Ankäufern von Fernsehrechten etc. Im weiteren Sinne sind trade shows oft mehrtägige Veranstaltungen für das gleiche Publikum. Die großen Filmfestivals (wie in Berlin, Cannes, Rotterdam) umfassen fast immer eine parallel zum öffentlichen Festival ausgerichtete trade show, das den Film ... [weiterlesen]
545.

Kindfrau

... eine zwischen Kindlichkeit und raffiniert-verführerischer Naivität changierende Attraktivität ausübt. Die Nymphette verliert mit dem Älterwerden ihre Aura der Unschuld und auch zu einem großen Teil ihre Attraktivität.Die Kindfrau im eigentlichen Sinne ist dagegen eigentlich alterslos, kann also jung wie Lolita sein, sich aber durchaus im fortgeschrittenen Erwachsenenalter befinden. Sie wird meist als zierliche Naive mit liebenswertem, mädchenhaften Charme und Herz geschildert, die ihre Umwelt verzaubert. Unselbständigkeit im Denken ist dabei allerdings – ganz im Gegensatz zu Wörterbucheintragungen – kein Definiens der Kindfrau. Keinesfalls dürfen Lolita und Kindfrau in eins gesetzt werden. Während das Lolitasein ein Durchgangsstadium ist, welches mit dem „Sündenfall“ des sexuellen Kontakts mit einem Gleichaltrigen beendet ist, behä ... [weiterlesen]
546.

Manga

... ben Fantasy-Stoffe zum Thema. Sie sind überwiegend schwarzweiß gezeichnet, besitzen einen unverwechselbaren, an Storyboards erinnernden Zeichenstil – auffällig sind insbesondere die extrem großen runden Augen der gezeichneten Figuren – und werden in Japan in ungeheuren Mengen und mit extremer Geschwindigkeit konsumiert. Nicht-japanische Produktionen werden mit speziellen Ausdrücken unterschieden, so etwa Amerimanga für entsprechende Comics (jap. komikkusu) aus den USA. Mangas werden auch abgefilmt, und die gezeigten Folgen starrer Bilder entwickeln dann einen eigentümlichen Reiz auf den Betrachter. Sie können zudem zu richtigen Zeichen(trick)filmen umgearbeitet werden (sog. Anime oder Animes, von engl. animated bzw. animation movie), und umgekehrt entstehe ... [weiterlesen]
547.

Gonzo movie

... w. für entsprechendes Verhalten). (2) Besonders im Jargon schwarzer Amerikaner wird gonzo auch für ‚schwer berauscht, (durch Drogen oder Musik) betäubt‘ verwendet. (3) Gonzo (aka: Der Große Gonzo) heißt auch ein ziemlich verrücktes, blauhaariges Zotteltier mit rüsselartigem, rechtwinklig gebogenen Schnabel (oder Nase?), halb Geier, halb Makake – offiziell ist seine Spezies „Whatever“ –, aus Jim Hensons The Muppet Show (TV, 1976-1981). Er ist ein Freund des Frosches Kermit.(1) Überwiegend sind mit gonzo movies billig produzierte Pornofilme gemeint, bei denen die Darsteller/innen zuweilen angetrunken oder sonstwie berauscht erscheinen, ausgefallene Sexpraktiken ausüben und direkt die Kamera ansprechen. Das Personal am Set wird ebenfalls gezeigt und häufig in die sexuellen Handlungen eingebunden.(2) Der Ausdruck bezeichnet zudem Filme, die zwar keinen expliziten Sex zum Gegenstand haben, ihre Botschaft jedoch in einer besonderen Mischung aus ‚fr ... [weiterlesen]
548.

Blimp

... inium- oder Magnesium-Kästen ausgeführt. Als „stumme Kameras“ lassen sich viele ältere Kameras aus dem Blimp herauslösen und auch außerhalb des Gehäuses betreiben. Von großer Bedeutung für die Entwicklung des Dokumentarfilms sind seit Mitte der 1950er Jahre geblimpte 16mm-Kameras gewesen, die leichter als die nahezu zentnerschweren 35mm-Kameras waren und es gestatteten, on location Tonaufnahmen herzustellen. Moderne Kameras verfügen über ein geräuscharmes Laufwerk, sind damit selbstgeblimpt. Die Arri 35BL wurde 1972 als erste selbstgeblimpte Kamera vorgestellt; sie verfügte sogar über Objektiv-Blimps, die verhinderten, dass Geräusche der Kameramechanik durch die Optik nach außen traten. ... [weiterlesen]
549.

Ingénue

... oder der Magnolia in Show Boat sind klassische Beispiele der ingénue. Ingénues sind romantische Figuren, auch wenn sie im Thriller oft als Opfer auftreten. (2) Oft werden die Schauspieler in zwei große Gruppen physischer Erscheinung eingeteilt – den ingénue-Typus und den Charakterdarsteller. Der Ingénue-Typus zeichnet sich durch die Jugendlichkeit der Erscheinung, Schlankheit des Körpers, einen unschuldigen Gesamteindruck, Attraktivität in einem konventionellen Sinne und hohe Tonlage der Stimme aus.Manche Schauspielerinnen wie Teresa Wright waren für viele Jahre auf Ingénue-Rollen abonniert, galten als deren prädestinierte Performer: Wrights Laufbahn begann am Broadway mit der Rolle der Unschuldigen in Our Town (1940); ihre erste Filmrolle war wiederum eine Naive in The Little Foxes (1941). Sie gab der Ingénue-Figur in Shadow of a Doubt (1943) and The Best Years of Our Lives (1946) eine moralische Tiefe, die sonst oft vermisst wird – sie spielt nicht nur die attraktive, aber naive und manchmal sog ... [weiterlesen]
550.

Kostümfilm

... ngs Gone with the Wind, 1939, nach dem Bestseller von Margaret Mitchell). Ein bekanntes Beispiel ist Polanskis Adaption von Thomas Hardys Roman Tess of the d‘Urbervilles (Tess, 1979), der das Geschehen in großer Fremdheit und Distanz belässt; dagegen ist Martin Scorseses Age of Innocence (1993) nach dem gleichnamigen Roman von Edith Wharton (1993), der in einer historischen Zeit nahe der Zeit Tess‘ spielt, deutlich als Kritik an den Moralvorstellungen des Spätviktorianismus konzipiert. Im Unterschied zu Kostümfilmen werden derartige Filme oft als period dramas bezeichnet. Auch diese Filme sind in Ausstattung, Kostüm, Makeup, manchmal sogar in der Besetzung den Stilvorstellungen vergangener Epochen nachempfunden, doch sind sie offener im Umgang mit den Lebensformen dieser Epoche. Damit eine Epoche zum Anlass eines Kostümfilms wird, muss die historische und stilistische Differenz zwischen der dargestellten Zeit des Films und der Zeit des Z ... [weiterlesen]
551.

crash zoom

Wird ein zoom-in (ein schneller zoom-out ist sehr viel seltener) sehr schnell ausgeführt, spricht man von einem crash zoom. Ähnlich wie beim normalen Zoom ist auch die schnellere Variante topikal gesteuert, fixiert und vergrößert also ruckartig ein Objekt oder eine Figur. Der Zuschauer scheint mit großer Kraft zum fokalen Objekt der Bewegung hingezogen zu werden. Crash zooms werden im Horrorfilm gern mit schockartigen Kl&au ... [weiterlesen]
552.

Auteur

... ang des Kinokunstwerks gehoben und nachdrücklich einer näheren Betrachtung empfohlen. Der Ansatz ist bis heute einer der Königswege der Filmhistoriographie und -analyse geblieben. In den heute in großer Menge vorliegenden Autorenstudien fällt eine oft unreflektierte Emphase auf, die die untersuchten Autoren feiert und sie dadurch für die Analyse nobilitiert.Literatur: Caughie, John (ed.): Theories of authorship. London/New York: Routledge 1981. – Cook, Pam: Authorship and cinema. In: The cinema book. Ed. by Pam Cook and Mieke Bernink. London: BFI Publishing 1999, S. 235-310. – Crofts, Stephen: Authorship and Hollywood. In: The Oxford Guide to film studies. Ed. by John Hill and Pamela Church Gibson. Oxford: Oxford University Press 1998, S. 310-324.  ... [weiterlesen]
553.

Verleih

... er 1980er Jahre eine gemeinsame internationale Verleihorganisation mit dem Namen UIP mit Hauptsitz in London. Die Verleihorganisationen bilden auch das zentrale Element der institutionellen Kontinuität der großen Studios. Ende der 1910er bis Mitte der 1920er Jahre gegründet, agierten die Majors bis Ende der 1940er Jahre als vertikal integrierte Konzerne. In den 1950er und 1960er Jahren beschränkten sie sich oft auf die Rolle als bloße Finanzierungs- und Verleihpartner unabhängiger Produzenten, während sie heute wieder in allen drei Geschäftsbereichen tätig sind.Literatur: Acland, Charles R.: Screen traffic. Mmovies, multiplexes, and global culture. Durham [...]: Duke University Press 2003. – Cones, John W.: The feature film distribution deal. A critical analysis of the single most important film industry agreement. Carbondale [...]: Southern Illinois University Press 1997. – Hahn, Anke / Schierse, Anna: Filmverleih. Zwischen Filmproduktion und Kinoerlebnis. Konstanz: UVK 2004 (Praxis Fi ... [weiterlesen]
554.

Agent, Agentur

... rag zu nehmen), wuchs die Macht der Agenten nach dem Zusammenbruch des Studiosystems, ganze Pakete von Verträgen zusammenzubringen und sich so massiv an der Realisierung von Filmen zu beteiligen. Die erste große Agentur, die aus der damit verbundenen Professionalisierung des Agentenwesens hervorging, war in den 1950er und 1960er Jahren die William Morris Agency (WMA). Ihr traten in den 1970er Jahren das International Creative Management (ICM) und in den 1980er Jahren die Creative Artists Agency (CAA) zur Seite. WMA, ICM und CAA sind bis heute die dominierenden Hollywood-Agenturen geblieben. Dagegen mutet ein Agent, wie er in Woody Allens Broadway Danny Rose (1984) melancholisch gefeiert wird, wie ein Akteur aus einer anderen Welt an.  ... [weiterlesen]
555.

Kamerabewegungen: Übersicht

... chwanken / Dutch angle shot– Luft- oder Hubschrauberaufnahme / air-to-air shot– Handkamera, Handkamera-Aufnahme / hand camera shot, portable camera shotNeben diesen einfachen Bewegungen gibt es eine große Anzahl kombinierter Bewegungen. Man kann mit dem Kran hochfahren und gleichzeitig nach unten schwenken, man kann Schwenks und Fahrten kombinieren etc. ... [weiterlesen]
556.

Schwenk

... Durch die Bewegung öffnet sie den filmischen Raum in eine Richtung, die mit der Handlung koordiniert sein kann oder nicht. Schwenks dienen vor allem zum Verfolgen von Figuren, Autos usw. sowie zum Abtasten großer Objekte wie Gebäuden, Raumschiffen etc. Vor allem in den Schwenks, die nicht den Handlungen der Akteure folgen, wird die Grenze des reinen Handlungsraums überschritten und der environmentale Raum ins Bild gebracht. ... [weiterlesen]
557.

Omnibusfilm

... Disney), Dead of Night (1945, Ealing) von Alberto Cavalcanti und anderen oder auch Roberto Rosselinis Paisa (1946). In den 1950er und 1960er Jahren erfreute sich die Gattung vor allem in Frankreich und Italien großer Beliebtheit. Omnibusfilme werden nicht aus beliebigem Material kompiliert, sondern haben in aller Regel ein gemeinsames Zentrum: Als Klammer zwischen den Einzelfilmen eines Omnibusfilms dienten manchmal thematische Vorgaben (wie das Sujet des Taxifahrers in Jim Jarmuschs Night on Earth, 1991), die oft aber nur äußerst locker vorgegeben werden (noch in New York Stories, 1989), manchmal gab es gemeinsame literarische Vorlagen (Il Decamerone, 1970, Pier Paolo Pasolini), manchmal auch wurde ein einzelner Akteur geehrt (wie die Schauspielerin Silvana Mangano in Le Streghe, 1966). Manchmal werden die einzelnen Filme wie Sätze einer Sinfonie behandelt, so dass ganz unterschiedliche Modi und Aff ... [weiterlesen]
558.

Dimension 150

1963 erwarb Todd-AO das Verfahren Dimension 150 (oft auch: D-150) von seinen Erfindern Richard Vetter und Carl W. Williams. Ähnlich wie das Todd-AO-Verfahren war es ein 65/70mm-Breitwandverfahren, in dem mit Spezial-Optiken gearbeitet wurde, die Bildwinkel zwischen 50 und 150 Grad abbildeten. Die Projektion erfolgte auf einer sehr großen, stark gekrümmten Leinwand im Seitenverhältnis 2,71:1 (die Leinwand im New Yorker Rivoli-Thea ... [weiterlesen]
559.

Festivalfilm

In der Filmkritik eher distanzierte Bezeichnung für Filme, die auf Festivals mit großer Zustimmung des Publikums gezeigt werden, die oft sogar mit Preisen ausgezeichnet werden, die aber dennoch im offenen Verleih nur bescheidene Einspielsummen erwirtschaften können und darum in vielen Fällen auch gar nicht in den nationalen Kinoverleih kommen. ... [weiterlesen]
560.

Lehrer im Film

... ruf hineinfand, dann aber zur erfolgreichen und verantwortungsvollen Pädagogin heranwuchs. Judy Garland stellt in A Child Is Waiting (1962) eine junge Pädagogin dar, die erst lernen muss, dass eine zu große empathische Nähe zu den behinderten Zöglingen den pädagogischen Prozess eher behindert als fördert. Anne Bancroft spielt in The Miracle Worker (1961) die Erzieherin Annie Sullivan, die erst erhebliche Widerstände ihres Zöglings, der taubblinden Helen Keller brechen musste, bevor das Mädchen unter Anleitung zu lernen begann. Emil Jannings spielt in Der blaue Engel (1930) die Rolle des pedantischen Gymnasiallehrers Professor Unrat, der sich in eine Tingeltangeltänzerin verliebt und, die Selbstachtung verlierend, am Ende zerbricht. Natürlich finden sich auch solidarische Lehrer wie der Schulleiter in Taverniers Ça commence aujourd‘hui (1999), der unermüdlich für seine Schüler kämpft. Manchmal kehrt sich das Sorgeverhältnis um, man findet Lehrer, denen von den Kindern geholfen wird; ein Beispiel i ... [weiterlesen]
561.

Anime

... nicht zuletzt durch das erfolgreiche Wirken des seit den 1960er Jahren tätigen Regisseurs Hayao Miyazaki vom Studio Ghibli – auch wieder Animes mit Mythen- und Märchenstrukturen für Kinder großen Erfolg, und das auch bei Erwachsenen und der Filmkritik (Mononoke-Hime / dt.: Prinzessin Mononoke, 1997; Sen to Chihiro no Kamikakushi, aka: Spirited Away / dt.: Chihiros Reise ins Zauberland, 2001).Literatur: Clements, Jonathan / McCarthy, Helen: The anime encyclopedia: a guide to Japanese animation since 1917. Berkeley, Calif.: Stone Bridge Press 2001. – Napier, Susan J.: Anime from Akira to Princess Mononoke: experiencing contemporary Japanese animation. New York: Palgrave 2001. – Themenheft der Zeitschrift Japan Forum 14,2 (Sept. 2002). – Einige einschlägige Online-Artikel versammelt http://www.animeresearch.com/resources.html.  ... [weiterlesen]
562.

Altersfreigabe

... en. Freigaben unterliegen historischem und geschmacklichem Wandel. Darum müssen sie auch periodisch kontrolliert werden.In der Praxis der Filmverwertung kann eine Veränderung von Freigaben zum Verlust großer Publikumsanteile führen; darum stimmen die meisten Produzenten ihre Filme schon im Vorfeld auf die gewohnten Kriterien der Freigabeinstitutionen ab. Auch werden häufig Schnittauflagen ausgesprochen, um die Filme in eine besondere Freigabekategorie hineinzubekommen.  ... [weiterlesen]
563.

Academy Award

... amera, Ausstattung, Special Effects etc.). Für die Nominierung müssen die Filme besondere Bedingungen erfüllen. Der Oscar ist eine begehrte und werbewirksame Auszeichnung, hat darüber hinaus große Bedeutung in der Einschätzung der künstlerischen Qualität eines Films oder einer darin eingegangenen Leistung – schon die Nominierung für den Wettbewerb gilt als äußerst ehrenvoll.Literatur: Fischer, Erika J. (Hrsg.): The inauguration os ‚Oscar‘. Sketches and documents from the early years of the Hollywood Academy of Motion Picture Arts and Sciences and the Academy Awards, 1927-1930. München [...]: Saur 1988. – Pond, Steve: The big show. High times and dirty dealings backstage at the Academy Awards. New York: Faber and Faber 2005. – Steinberg, Cobbett: Reel facts. The movie book of records. Harmondsworth: Penguin 1981. ... [weiterlesen]
564.

Diorama I: Illusionsszenen

... dieser das Gefühl hatte, sich inmitten des Gezeigten zu befinden. Das Daguerresche Diorama öffnete 1822 an der Rue Samson. Die Leinwand war 22m breit und so hoch wie der Raum (14m). Die Show wurde mit großem Erfolg auch in England gezeigt. Allerdings war Daguerre anfangs der 1830er Jahre bankrott.Eine Neuerung war das Pleorama. Der Zuschauer schien sich dabei in einer schaukelnden Barke zu befinden.Eines der wichtigsten europäischen Dioramen war das der Gebrüder Gropius in Berlin. Es wurde am 29.10.1827 eröffnet und bot in der Größe von 20x13m bis zum 31.5.1850 Innenansichten von Kirchen, gigantische Reproduktionen von Bildern von Schinkel, darunter den Golf von Neapel, und dergleichen mehr. Literatur: Buddemeier, Heinz: Panorama, Diorama, Photographie. München: Fink 1970. – Gernsheim, Helmut / Allison, L. J. M. Daguerre: The History of the Diorama and the Daguerreotype. New York: Dover Publications 1968. – Wood, R. Derek: The Diorama ... [weiterlesen]
565.

Konglomerat-Strukturen

Große Gesellschaften, die auf verschiedensten Gebieten produzieren, nennt man Konglomerate (conglomerates). Seit den frühen 1960er Jahren sind die Major-Studios nahezu vollständig in multinationale Konglomerate überführt worden. Angesichts der sinkenden Zuschauerzahlen und der nicht greifenden Strategie der superteuren Filme gerieten die Studios in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, die sie übernahmefähig mach ... [weiterlesen]
566.

Stuntman / Stuntwoman

von engl. stunt = Kraft-, Kunststück, Heldentat, Sensation; dt. früher als: Sensationsdarsteller oder Kaskadeur (von frz.: cascadeur = Lebemann, Abenteurer)Eine Person, die als Double des Hauptdarstellers gefährliche Aktionen im Film durchführt, wird Stuntman (oder Stuntwoman) genannt. Sprünge und Stürze aus großer Höhe, Auto- und Motorradunfälle, gewagte Aktionen auf und mit Pferden, dazu Environments wi ... [weiterlesen]
567.

Gestalt: Gestaltgesetze

... zusammengehörig erlebt als einander unähnlich sehende. (4) Gesetz der Nähe – Elemente mit geringen Abständen zueinander werden eher als zusammengehörig wahrgenommen als solche mit großen Abständen. (5) Gesetz der guten Kurve – Elemente werden in einem Zusammenhang gesehen, wenn sie in einer guten Kurve angeordnet sind. (6) Gesetz der Symmetrie – in der visuellen Wahrnehmung tendiert der Wahrnehmende dazu, Spiegelungs- und Drehsymmetrien als Ordnungsmuster der Wahrnehmung zu konstruieren, in der akustischen Wahrnehmung zeigt sich entsprechend eine Tendenz zur Wiederholungssymmetrie oder zur Serialität. (7) Gesetz der Konvexität – jede gekrümmte Linie und jeder Winkel haben eine Innenseite und eine Außenseite; der von der Innenseite eingeschlossene Raum, auch wenn sie ihn nicht ganz einschließt, wird zur Figur. (8) Gesetz der Stabilität – Gestalten sind auch gegenüber Deformationen, partiellen Zerstörungen etc. ausgesprochen resistent; außerdem tendiert der Wahrnehmende zur Konstanzannahme, die wiederum für das Zustandekommen filmischer Kontinuität ausgesprochen wichtig ist. (9) Gesetz der gemeinsamen Bewegung – Elemente, die sich gleichmäßig bewegen bzw. verändern, werden als eine Einheit erlebt. Literatur: Helson, Harry: The fundamental propositions of Gestalt Psychology. In: Psychological Review 40, 1933, S. 13-32. – Katz, David: Gestaltpsychologie. 4. Aufl. Basel/Stuttgart: Schwabe 1969. ... [weiterlesen]
568.

Hubschrauberaufnahmen

engl.: helicopter cinematographySonderfall der Luftaufnahme. Ähnlich wie die Luftaufnahme kann auch die Hubschrauberaufnahme ein Geschehen aus großer Entfernung und Höhe zeigen. Darüber hinaus gestattet die Wendigkeit des Hubschraubers in der Luft, insbesondere bei Action-Aufnahmen, bei Verfolgungsfahrten oder auch bei Kriegshandlungen atemberaubende Bewegungen in der Luft (die noch kombinierbar sind mit Bewegungen der Kamera) du ... [weiterlesen]
569.

Christie Film Company

... n (am Sunset Boulevard und an der Gower Street). Im ersten halben Jahr produzierten die Christies Komödien für Universal, boten ihre Filme ab Juli 1916 auch anderen Verleihern an und hatten schnell so großen Erfolg, dass sie die Studio-Einrichtungen kaufen konnten. Innerhalb kürzester Zeit war die Studiofläche verdoppelt, die Firma besaß sogar ein eigenes hochmodernes Kopierwerk. Die Firma spezialisierte sich auf Situationskomödien. Mädchen in knappen Kostümen gehörten ebenso zum Stil des Studios wie einige Komiker, die später berühmt wurden (zu ihnen gehören Harold Lloyd und Anita Garvin sowie der schwarze Schauspieler Spencer Williams, der als „Andy Brown“ in der CBS-Serie Amos & Andy nationenweit bekannt wurde). Außerdem produzierte das Studio Film Follies, ein Magazinformat, das die neuesten Filme sowie Ereignisse im Studio vorstellte. Charles Chrisie, der eine ka ... [weiterlesen]
570.

point of attack

... t nicht nur die Stimme eines Beteiligten, sondern auch die Leiche, die am Anfang des Films in einem Swimmingpool schwimmt.Doch nicht nur erzählerisch, sondern auch das Erscheinungsbild des Auftakts ist von großer Bedeutung: Requisite, Kostüm, Statur und Bewegung der Akteure, Musik setzen ein erstes Signal für die Atmosphäre dessen, was folgt.Literatur: Pfister, Manfred: Das Drama: Theorie und Analyse. München: Fink 1977. Zahlr. Neuaufl.(2) Manchmal wird auch der initiale plot point, an dem der zentrale Konflikt des Dramas, das Problem des Protagonisten u.ä. klar wird, point of attack genannt. ... [weiterlesen]
571.

historische Rekonstruktion

Spielfilm, dessen Handlung sich an einem verbürgten historischen Ereignis orientiert und der versucht, dieses Geschehnis (die Krönung Napoleons, die Invasion in der Normandie o.ä.) mit filmischen Mitteln zu rekonstruieren. Hinter der Methode des Rekonstruierens steht der (grundsätzlich problematische) Anspruch auf (mehr oder weniger erreichte/erreichbare) Authentizität und Detailtreue – was die Rekonstruktion keineswegs vor gr ... [weiterlesen]
572.

35mm-Blowup

manchmal auch: 70mm-BlowupIn den 1970ern und 1980ern wurden öfter 70mm-Versionen von Filmen erstellt, die selbst nur in 35mm-Panavision gefilmt worden waren. Man wollte damit eine bessere Bildqualität auf großen Leinwänden mit der Möglichkeit verbinden, sechskanaligen Magnetton einzusetzen. Das ursprüngliche, anamorphe 35mm-Negativ (2,35:1-Seitenverhältnis) wird dazu minimal in der Höhe beschnitten, um das 2,2 ... [weiterlesen]
573.

Bahnhöfe im Film

... Verbrechens (man denke an Union Station, USA 1950, Rudolph Maté), als Ort des Drogenhandels und der Prostitution an (Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo; BRD 1981, Ulrich Edel). Er war Schauplatz großer und kleiner Schicksale; Abschieds-, Trennungs- und Wiedersehensszenen gehören zum Grundbestand der Bahnhofsinszenierung: Bahnhöfe sind Ausgangspunkt für Flüchtende, Endstation für Zurückkehrende. Verschiedene Genres kontextualisieren Bahnhöfe verschieden – die Verschickung jüdischer Häftlinge in die KZs gehört zu den Schlüsselszenarien, die an Bahnhöfen spielen, wogegen Bahnhöfe im Western die Ankunft der Zivilisation verkörpern. Die Wartehallen wurden als Globalbilder der Entwurzelung und Heimatlosigkeit (wie in Central Station, Brasilien/Frankreich 1998, Walter Salles, Jr.), als Sinnbilder der Ernüchterung, als Orte der Melancholie (Stazione Termini, Italien 1953, Vittorio de Sica), der Verlassenheit und der Einsamkeit, aber auch als Räume der Hoffnung, Sehnsucht und Verheißung wahrgenommen. Dokumentarfilme wie Rangierer (DDR 1984, Jürgen Böttcher) inszenierten Bahnhöfe als Symbole der Entfremdung, andere wie Bahnhof Brest (BRD 1994, Gerd Kroske) dagegen als Orte zwischen Erster und Dritter Welt, zwischen Armut und Reichtum und zwischen Hoffnung und Resignation.  ... [weiterlesen]
574.

Miniserie

... tionen in Schwarzweiß wie der damalige „Straßenfeger“ Das Halstuch (1962), ein Sechsteiler nach Francis Durbridge, oder der Dreiteiler Die Gentlemen bitten zur Kasse (1966) über den großen englischen Postzugraub.Die ABC-Produktion Rich Man, Poor Man (ABC, 1976, 720 Min.), eine Familiensaga nach Irwin Shaw mit Nick Nolte in einer Hauptrolle, wird als erste Miniserie im engeren Sinne angeführt. Als besonders erfolgreich und zukünftige Stoffgestaltungen beeinflussend gilt das auch in Deutschland gezeigte 8-teilige US-Geschichtsdrama Roots (1977, 720 Min.).Literatur: Hickethier, Knut: Serie. In: Hügel, Hans-Otto (Hrsg.): Handbuch Populäre Kultur. Stuttgart / Weimar: Metzler 2003, S. 397-403. – Magistrale, Tony: Hollywood's Stephen King. New York: Palgrave Macmillan 2003, S. 173-217 [über die Miniserien Salem‘s Lot, It, The Stand, The Shining, Storm of the Century und Rose Red]. – Selznick, Barbara: World-class budgets and big-name casts: the miniseries and international coproductions. In: Elmer, Greg / Gasher, Mike (eds.): Contracting out Hollywood: runaway productions and foreign location shooting. Lanham, MD: Rowman & Littlefield 2005. – Stark, Steven D.: Glued to the set: the 60 televisio ... [weiterlesen]
575.

Wide Release

auch: saturation release, blanket strategyMassenstart von Kinofilmen mit mehreren hundert bis mehreren tausend Kopien am gleichen Tag in einem Markt, in Verbindung mit einer umfangreichen TV-Werbekampagne. In der klassischen Ära wurden Kinofilme nur mit wenigen Kopien in den großen Filmpalästen der Innenstädte lanciert. Seit Mitte der 1970er Jahre ist der Wide Release das vorherrschende Modell des Verleihs und der Vermarktung von ... [weiterlesen]
576.

bathing beauties

... Beine und Füße. Während das offiziöse Amerika verschnupft auf derartige, moralisch bedenklich erscheinende Zügellosigkeiten reagierte, hatte Sennett mit seinen Mädchen bereits die große Mehrheit der Kinogänger zu seinem Verständnis von populärer Unterhaltung bekehrt.Einige Bathing Beauties machten sich auch weiterhin einen Namen als Filmschauspielerinnen, so Mabel Normand, Gloria Swanson und später auch Carol Lombard.Bildmaterial: Martin, Mary L. / Skinner, Tina (eds.): Naughty Victorians & Edwardians: early images of Bathing Beauties. London: Schiffer Publishing 2004. –http://www.silentsaregolden.com/photos/bathingbeautiesphoto1.html ... [weiterlesen]
577.

Low-Budget-Produktion

deutsch: Film, der mit beschränkten finanziellen Mitteln hergestellt worden ist; auch: Low-Budget-FilmWas man als ein geringes Finanzvolumen für die Herstellung eines Films ansieht, ist in der Filmwirtschaft wie im sonstigen Leben eine sehr relative Größe: Mit 15 Millionen Euro können die großen Studios der Hollywood Majors heutzutage kaum einen Film finanzieren, doch bedeutet die gleiche Summe für eine kleine Ind ... [weiterlesen]
578.

ADR operator

... der am Set verpatzte Dialoge im Tonstudio neu aufnimmt und dann über die Originalszenen legt. So wird nicht nur bei gestörten Aufnahmen verfahren, sondern insbesondere dann, wenn Dialoge während großer Explosionen oder gefährlicher Stunts mit einem Geräuschpegel abgemischt werden sollen, der sie normalerweise unhörbar machen würde.  ... [weiterlesen]
579.

Arztfilm

... zwei Klassen einteilen: (1) die der Ärzte jüngeren oder mittleren Alters, die sich ihre Position in der Gesellschaft erst noch erkämpfen müssen (z.B. Die Ehe des Dr. med. Danwitz, 1956, Die große Versuchung, 1952) und die als ‚Spielball der Geschichte’ erscheinen; anhand des Protagonisten wird exemplifiziert, dass es möglich ist, sich mit den herrschenden Verhältnissen zu arrangieren, bleibt man immer auf dem ‚Pfad der Tugend’; die Moral von der Geschichte besagt immer wieder, dass es bei allen Widrigkeiten des Lebens doch etwas gibt, wofür es sich zu leben lohnt: Lebensmut kann vor allem durch die Erfüllung privaten Glücks erreicht werden, Identität und Geborgenheit sind auch jenseits materieller Befriedigungen in Ehe und Familie zu finden, die sicheren Halt geben.(2) die der Professoren, die jeweils den Rang einer autoritären, omniszienten und treusorgenden Vaterfigur einnehmen (z.B. Frauenarzt Dr. Prätorius, 1949/50, Sauerbruch - das war mein Leben, 1954) und die als ‚Halbgötter in Weiß’ charakterisiert sind; das Verhalten dieser Ärzte dient als eine Art ‚moralisierender Leitfaden’, anhand derer vorgeführt wird, dass auch gesellschaftlich Höhergestellte mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben und ihre Erfüllung im Dienst am Patienten finden.Literatur: Reuter, Martin: Ärzte im Bundesdeutschen [!] Spielfilm der Fünfziger [!] Jahre. Alfeld: Coppi 1997. – Seidl, Claudius: Nachts, wenn der Doktor kam. Der Arztfilm. In seinem: Der deutsche Film der fünfziger Jahre. München: Heyne 1987, S. 103-121. ... [weiterlesen]
580.

Spiegel-Einstellung

dt. auch: Spiegeltrick; engl.: mirror shot, glass shotSpiegel spielen in der Produktion von Special Effects eine große Rolle. Dabei wird – wie im Schüfftan-Verfahren –ein Spiegel im 45-Grad-Winkel vor der Kamera aufgebaut; ein Teil des Spiegels ist frei, man kann durch ihn hindurch eine Realszene sehen; im Spiegel selbst sieht man ein Modell – und die Kamera synthetisiert Real- und Modellszene (der berühmteste Fall i ... [weiterlesen]
581.

Third Person Effect

... anderzusetzen, zubilligt, wird dem „Anderen“ – meist dem „verallgemeinerten Anderen“ oder dem Kollektivum „die Anderen“ – genau diese Fähigkeit abgesprochen. Große Teile der Meinungen über die Macht der Medien, über ihre Fähigkeit, Weltbilder zu kontrollieren und Meinungen und Meinungsflüsse zu organisieren, basieren auf dem Third-Person-Effect. Gerade im Umgang mit Kindern hat das Urteil über die Bildsamkeit der anderen durch die Medien manchmal erhebliche alltagspraktische Implikationen.Literatur: Davidson, W. Phillips: The Third-Person-Effect in Communication. In: Public Opinion Quarterly 47, 1983, S. 1-15. – Hoffner, C. [...]: The Third-Person Effect in Perceptions of the Influence of Television Violence. In: Journal of Communication 51, 2001, S. 283-299. – Salwen, M.B. / Dupagne, M.: The Third Person Effect. In: Communication Research 26,5, 1999, S. 523-549. ... [weiterlesen]
582.

Touchstone Pictures

... hichte Splash. 1986 produzierte Touchstone den ersten Film in der Geschichte des Disney-Konzerns, der das „R“-Rating erhielt (Down and Out in Beverly Hills). Der Konzern produzierte eine ganze Reihe großer erfolge (darunter Scenes from a Mall, 1991, O Brother Where Art Thou, 2001, oder Pearl Harbor, 2001). Die Filme der Touchstone werden durch den Disney-Verleih Buena Vista verliehen, der auch die Auswertung der Video- und DVD-Rechte übernimmt.Touchstone Television – die Fernsehabteilung – wurde bekannt durch Serien wie Golden Girls (1985-1993); heute produziert sie vor allem Serien wie Scrubs (2001ff) oder Desperate Housewives (2004ff), die auf dem Disney-Channel und den ABC-Kanälen, gelegentlich auf anderen Networks ausgestrahlt werden; allein in der Saison 2004-05 entstanden 13 Serien in ihrer Hand. Zur Rechtebibliothek gehören auch die zwischen 1973 und 1996 ... [weiterlesen]
583.

Schachtelkino

Als Schachtelkino bezeichnet man ein Kino bzw. einen Kinosaal – meist als Teil eines damals sogenannten „Kinocenters“ – mit kleinen Ausmaßen bis hinunter zur Größe eines durchschnittlichen Wohnzimmers. Als Erfinder der Schachtelkinos in Deutschland gilt Heinz Riech, der 1972 die Ufa-Kinos übernahm. Er begann, die großen Säle und Foyers in kleinere Einheiten bis hin zu Kleinstkinos mit nur 20 od ... [weiterlesen]
584.

Matthias-Film

... größten Erfolge. Martin Luther (USA/BRD 1953, Irving Pichel) wurde von Matthias (in Form der Luther-Film GmbH) koproduziert; der Film wurde heftig diskutiert, erhielt 1954 eine Oscar-Nominierung. Ein großer Erfolg war auch der Dokumentarfilm Albert Schweitzer (USA 1957, Jerome Hill), der 1958 Oscar-prämiiert wurde. Pasolinis Il Vangelo secondo Matteo (Italien1964) wurde 1968 ins Programm übernommen (und bis heute für nichtkommerzielle Vorführungen vertrieben).1955 erreichten kirchliche Filmvorführungen 1,4 Millionen Zuschauer; danach gingen die Besucherzahlen zurück. Allerdings erreichten zwischen 8.000 und 9.000 Abendvorführungen und zwischen 3.000 und 4.000 Jugendvorführungen in den evangelischen Kirchengemeinden noch 1960 1,3 Millionen Zuschauer. 1973 wurden – bei allerdings sinkenden Zuschauerzahlen – 50.000 kirchliche Vorführungen mit Filmen beschickt. 1975 wurde ein Super-8-Verkaufsprogramm aufgelegt, schnell aber wieder eingestellt. 1977 wurden erste Videokassetten als Kaufkassetten vermarktet. Im Dezember 1960 wurde die Eikon Gesellschaft für Fernsehen und Film mbH als Tochter der Matthias-Film gegründet – sie übernahm die Produktion von Fernsehsendungen. Am 1.1.1982 wurde das Evangelische Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) gegründet. Es sollte die Filmarbeit in ... [weiterlesen]
585.

Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV)

Der „Bundesverband Audiovisuelle Medien“ wurde 1982 als „Bundesverband Video“ gegründet und vertritt seitdem die Interessen der deutschen DVD- und Video-Programmanbieter. Zu den Mitgliedsfirmen gehören die Tochterunternehmen der großen Hollywood-Studios (Buena Vista, Columbia TriStar, MGM, Paramount, Twentieth Century Fox, Universal Pictures, Warner Vision und Warner Home Video) sowie eine Reihe unabhängig ... [weiterlesen]
586.

Freed Unit

In der Kernphase des Hollywood-Studiosystems (bis in die 1950er Jahre hinein) war die Produktion von Genrefilmen oft sogenannten „Units“ (etwa: Produktionsabteilungen) überstellt. Die Mitarbeiter einer Unit blieben bei dieser, auch wenn ein Film fertiggestellt war. Units hatten recht große Entscheidungs-Freiräume, so dass sich oft ein eigener Stil herausbilden konnte, der dann wiederum den Studios zugerechnet wurde – ... [weiterlesen]
587.

Improvisation

... visiert, enthalten aber oft improvisierte Sequenzen. Regisseure wie Robert Altman, John Cassavetes oder Jean-Luc Godard sind bekannt dafür, dass sie ihren Akteuren vor der Kamera während der Aufnahmen große Freiräume geben und sie so an der Entwicklung der Dialoge, u.U. sogar der Handlung beteiligen. Zusätzlich gewinnen sie in diesem Verfahren eine eigene Qualität einer naturalistisch wirkenden Spontaneität und Authentizität des Verhaltens der Figuren. Häufiger wird mit Improvisationen in der Probenphase gearbeitet, vor allem dann, wenn man Situationskomik erreichen will; oft werden erst nach improvisierenden Proben die endgültigen Skripten für die Szene erstellt. Es ist bekannt, dass z.B. die Marx Brothers bei vielen ihrer Filme mit diesem Verfahren arbeiteten.Beispiele: Warum läuft Herr R. Amok? ( BRD 1969, Rainer Werner Fassbinder); Husbands (USA 1970, Joh ... [weiterlesen]
588.

Production Code

Instrument der freiwilligen Selbstkontrolle, Regelwerk, das die Darstellung von Sexualität, Gewalt und Rauschmittelkonsum in Filmen reguliert und Instrument der Marktkontrolle in den Händen der großen Studios. Im Jahr 1930 formuliert von Martin Quigley, dem Herausgeber der Branchenzeitung Motion Picture Herald und Daniel Lord, einem Jesuitenpater aus Chicago, wurde der Code auf Druck der katholischen Laienorganisation 1934 wirksam in ... [weiterlesen]
589.

Junket

... l;r diese Veranstaltungen. Selten werden auch Rohfassungen des Films vorgestellt (allerdings meist verbunden mit einer Schweigepflicht bis zum endgültigen Start des Films). Junkets finden in Luxushotels in großen Metropolen wie Los Angeles, New York, London, Berlin oder Paris oder bei Filmfestivals wie Cannes statt. Oft werden die Starinterviews als Gruppeninterviews abgehalten, um Zeit zu sparen. Junkets sind seit den 1990ern ein wichtiges Instrument der Filmvermarktung.Die Grenze zwischen Journalismus und Werbung wird so zum Verschwinden gebracht, weil Journalisten, die sich kritisch über Filme äußern, in der Regel zu keinen weiteren junkets eingeladen werden.  ... [weiterlesen]
590.

Artisan Entertainment

... novativer Geschäftsbereiche konzentrierte und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren suchte. So wurde Artisan schnell zu einem der wichtigsten Anbieter von TV-Spielfilmen, Miniserien und Serien für die großen Fernsehveranstalter, beliefert weltweit mehr als 12.000 Videotheken. Zu den Firmen, die Koproduktionen vereinbarten, gehörten eine ganze Reihe von Sparten- und Special-Interest-Anbietern wie Marvel Entertainment, Alliance Atlantis, Showtime Networks, Mattel Inc., The Discovery Channel und Scholastic Entertainment. Zu den erfolgreichsten Artisan-Filmen gehörten Requiem for a Dream (2000), Killing Zoe (1994), The Blair Witch Project (1999) und Startup.com (2001). 2003 ging Artisan in den Besitz von Lions Gate Entertainment über.Nähere Informationen: www.artisanpictures.com ... [weiterlesen]
591.

Samuraifilm

... s Shichinin No Samurai wurde zu John Sturges‘ The Magnificent Seven (1960), sein Yojimbo (1960) zu Sergio Leones Per Un Pugno Di Dollari (1964), sein Rashomon (1951) zu Martin Ritts The Outrage (1964).Das große Paradox des Samuraifilms liegt darin, dass die weit überwiegende Zahl der Filme in der Tokugawa-Periode (1600-1868) angesiedelt ist, in der die Samurai sozial und politisch überflüssig wurden. Eine funktionierende Zentralregierung übernahm die Macht im Land, die Kämpfe der lokalen Potentaten fanden ein Ende, und die Samurai wurden herrenlos, wurden zu so genannten „Ronin“. Sie hatten plötzlich Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Und so sieht man in den meisten Filmen Samurai in wenig ehrenvollen Situationen. Einen, der seine Zeche im Teehaus abarbeiten muss: Bakumatsu Taiyo-Den von Yuzo Kawashima (1957). Einen, der auf alle Ehre pfeift und sich für die Gangsterbande verdingt, die am besten zahlt: Yojimbo. Einen, der für seinen Lebensunterhalt seine Schwertkünste vor Publikum vorführt: Goyokin von Hideo Gosha (1969).Literatur: Buehrer, Beverley Bare: Japanese Films. A Filmography and Commentary, 1921-1989. Chicago: St. James Press 1990. – Desser, David: The Samurai Films of Akira Kurosawa. Anne Arbour: UMI Research Press 1981. – Kaminsky, Stuart: The Samurai Film and the Western. In: Journal of Popular Film 1,4, Autumn 1972, S. 312-324. – Silver, Alain: The Samurai Film. Woodstock, NY: Overlook Press 1977. – Tucker, Richard N.: Japan: Film Image. London: Studio Vista 1973.   ... [weiterlesen]
592.

Kabuki

... wie z.B. die onnagat oder oyama genannten Männer, die die Frauenrollen spielten und dabei als Männer zu erkennen blieben, und das System der sogenannten benshi, der Erzähler-Kommentatoren.Mit dem großen Einschnitt, den das Erdbebens von 1923 bedeutete, bei dem die technischen Einrichtungen und Möglichkeiten der japanischen Filmindustrie weitgehend zerstört worden waren, konnte ein Neuanfang eingeleitet werden, der auch die Standards der westlichen Studios und Regisseure zur Kenntnis nahm und zur weitgefassten und grundsätzlichen Unterscheidung filmischer Arbeiten in Jidai-geki (historische Stoffe) und Gendai-geki (aktuelle Thematiken) führte. Während der Zeit des 2. Weltkriegs zogen sich auch so bedeutende Regisseure wie Akira Kurosawa oder Kenji Mizoguchi auf Kabuki-Stoffe zurück; sie behielten zudem in ihrem späteren Werk entsprechende Elemente dieser Kunst auf beeindruckende Weise bei. Ein moderner, das Verfahren neu belebender Kabuki-Darsteller von Frauenrollen (wie z.B. in Yashagaike [„weiblicher Demon“], 1979, Masahiro Shinoda) ist der 1950 geborene Schauspieler und Regisseur Tamasaburo Bando, dem Daniel Schmid eine eigene filmische Dokumentation gewidmet hat (The Written Face, aka: Das geschriebene Gesicht, Schweiz/Japan 1995).Literatur: Kirihara, Donald: Kabuki, cinema, and Mizoguchi Kenji. In: Heath, Stephen / Mellencamp, Patricia (eds.): Cinema and language. Frederick, MD: University Publications of America 1983, S. 97-106. &ndas ... [weiterlesen]
593.

Spiegeltrick

... s agieren. Wenn Perspektive und Beleuchtung von Kulisse und Modell übereinstimmen und die jeweils nicht zu zeigenden Bereiche schwarz abgedeckt werden, entsteht der Bildeindruck von Schauspielern vor einem großen Gebäude.Schüfftan entwickelte die Technik weiter, indem er später die Spiegelschicht vom Glas teilweise abkratzte, um so beliebig geformte durchsichtige Bereiche zu schaffen. Bekannte Filme mit solchen Szenen sind Metropolis (1927, Fritz Lang) und Blackmail (1929, Alfred Hitchcock). ... [weiterlesen]
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Childrens‘s Film Foundation (CFF)

... und staatliche Organisationen vertreten waren und der die Aufgabe hatte, die Produktion der Filme mit der CEF zu beaufsichtigen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen; der Beirat hatte aber nie einen großen Einfluß. Literatur: Agajanian, Rowana: 'Just for Kids?' Saturday morning cinema and Britain's Children's Film Foundation in the 1960s. In: Historical Journal of Film, Radio and Television 18,3, 1998, S. 395-410. ... [weiterlesen]
595.

Vistarama

... erschiedliche Markennamen letztendlich für das gleiche Produkt. Es gab später Versuche, das System für 70mm-Aufnahmen anzupassen (Super Vistarama 70), doch spielte die Bezeichnung Vistarama keine große Rolle mehr – Warner hatte mit Fox vereinbart, die eigenen Filme als „CinemaScope-Filme“ zu verleihen.  ... [weiterlesen]
596.

four-walling

auch: four walling, four wall distribution, four walling exhibitionWenn ein Studio oder ein Verleiher ein ganzes Kino mietet und die Einnahmen nicht mit dem Kinobesitzer teilt (wie im normalen Kinobetrieb), spricht man von four wall distribution. Die Praxis war in einigen Staaten der USA in den späten 1960ern und 1970ern recht verbreitet. Der wohl erste Film, der großenteils in dem Verfahren vermarktet wurde, war der Natur- und Tourismusfi ... [weiterlesen]
597.

Hixploitation

... pel („hayseed“), patriotischem Einfaltspinsel („Landei“, „Hinterwäldler“) und verschrobenem, tierhaft-bösartigem Sadisten und schließlich mordendem Freak eine große Bandweite haben.Filmgeschichtlich sind grob zwei Phasen der Hixploitation zu unterscheiden:(1) Mit einem bis heute immer wieder angespielten, „Hix Nix Stix Flix“ überschriebenen Variety-Artikel von 1935 wurde das Ende der beliebten Hollywood hick flicks, einer Spielart des ländlichen Melodramas (rural melodrama), vorbereitet, in dem witzig-verschlagene, wenngleich manchmal auch rassistisch angehauchte Landärzte, Apotheker, Richter usw. ihr Publikum mit derbem Mutterwitz, Schlagfertigkeit und handfestem Zupacken zu erfreuen wussten, d.h. die Aufgabe jenes Typus von Landarzt-Filmen, wie sie die Fox Film Corporation mit Stars wie Charles Ray oder Will Rogers in Produktionen wie John Fords Doctor Bull (1933) und Judge Priest (1934) oder David Butlers Dorfapo ... [weiterlesen]
598.

Produktionszyklus

... ge Jahre, bevor die Formel erschöpft ist und/oder der Zeitgeist in eine andere Richtung weht; Überlappungen mit dem Sequel-Phänomen, der Serie und Stilrichtung kommen auch vor. So führte der große Erfolg von Jonathan Demmes Psychothriller The Silence of the Lambs (USA 1991) in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zu einer ganzen Reihe von Serienmörder-Filmen; vergleichsweise langlebiger, wenn auch mit größeren Intervallen, sind die für den Weltmarkt konzipierten Brit-Comedies nach Four Weddings and a Funeral (Großbritannien 1994, Mike Newell), jeweils mit Hugh Grant als Prototyp des verklemmten Engländers in einer tragenden Rolle. Auch das Kunstkino kennt den Produktionszyklus – vgl. etwa die dänische Dogma-Bewegung. Historische Zyklen können von Kritik und Filmwissenschaft dann als Genres konzipiert werden, wenn sie eine Neuauflage in veränderter Form erfahren, wie etwa der Katastrophenfilm, dessen aus heutiger Sicht biederer 1970er-Jahre-Zyklus nach Die Hard (USA 1988, John McTiernan) in den 1990er Jahren actiongepackt aufgefrischt wurde und mit Titanic (USA 1997, James Cameron) immer noch die Hitparade der kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten anführt.Literatur: Neale, Steve: Genre and Hollywood. London [etc.]: Routledge 200 ... [weiterlesen]
599.

filk

... ale Archivierung spielen eine nur untergeordnete Rolle – vielmehr werden die Lieder in Gruppen vorgestellt, sind Teil eines Gruppenerlebnisses Die Gruppen können im Rahmen von sogenannten Circles auf großen Conventions zusammenfinden. Allerdings hat die community der Filker seit ihren Anfängen in den 1950ern eine derartige Größe erreicht, dass auch ausschließlich dem Filk gewidmete Musikfestivals wie die alljährliche UK-Filk-Convention in Lincolnshire und NEFilk in den USA bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten abgehalten werden können.Literatur: Jenkins, Henry: Textual Poachers: Television Fans and Participatory Culture. London/New York: Routledge 1992, S. 250-276. ... [weiterlesen]
600.

Keystone Kops

... erbeiführende Polizeitruppe genannt. Sie gehörte zum festen Repertoire jener mit geradezu mechanistisch zu nennenden Plotabfolgen arbeitenden Slapstick-Komödien, wie sie zwischen 1912 und 1917 in großer Zahl von der Keystone Film Company hergestellt wurden, der Filmwerkstatt des Finanziers und überaus kreativen, an französischen und italienischen Slapsticks geschulten Allroundtalents Mack Sennett (1880-1960). Gerade das scheinbar wirre Wüten der – u.a. von Schauspielern wie Hank Mann, Ford Sterling, Roscoe „Fatty“ Arbuckle und Mack Sennett selbst verkörperten – penibel uniformierten Amts- und Würdenträger auf der Leinwand, ihr planloses Durcheinanderrennen und Übereinanderstolpern beim Regeln des Straßenverkehrs wie insbesondere bei der zum Straßenrennen mutierenden Ü ... [weiterlesen]
601.

Arthouse

Kleineres Kino, das künstlerisch anspruchsvolle Autorenfilme zeigt und sich meist an ein urbanes Publikum richtet. Ende der 1920er Jahre in den USA vor allem in den Großstädten der Ostküste aus Filmklubs heraus entstanden. Arthouse-Kinos zeigten europäische Filme und Avantgarde-Produktionen und verzichteten im Unterschied zu den großen Filmpalästen auf jedes Rahmenprogramm, um den Film als selbstständiges Wer ... [weiterlesen]
602.

Filmindustrie

... inem Urteil des obersten Gerichtshofs von 1948 mussten die Studios ihre Kinoketten verkaufen. Dieses Urteil wurde von der Reagan-Administration de facto aufgehoben. Im Zug der 1980er und 1990er Jahre wurden die großen Studios Teil von vertikal und horizontal integrierten Medienkonglomeraten. Die amerikanische Filmindustrie dominiert den Weltmarkt aufgrund der ökonomischen Vorteile, die ihr aus der Größe ihres Heimmarktes erwachsen. Die europäischen Filmindustrien sind nur bedingt konkurrenzfähig und bleiben auf staatliche Beihilfen angewiesen. Ohne staatliche Beihilfe kommen Filmindustrien wie die indische oder die Hongkong-chinesische aus. Die indische Filmindustrie hält in ihrem Heimmarkt weiterhin eine quasi-monopolistische Stellung und exportiert ihre Filme nach Afrika, Vorderasien, aber auch in europäische Länder und in die USA.   ... [weiterlesen]
603.

High Concept

... n Trailern, Teasern oder auf Postern vermarktet werden kann. Die Distributionspolitik (Release Strategy) basiert darauf, dass ein Film begleitet durch massive Print- und Rundfunkwerbung auf einer möglichst großen Anzahl an Leinwänden gestartet wird (Wide Release, Saturation Release). Das High Concept bleibt dabei nicht mehr nur auf die Filme der 1980er Jahre beschränkt, sondern kann auch heute noch – angepasst an die Entwicklung der Filmindustrie – als ein zentrales Element der Vermarktung hoch budgetierter Filme gesehen werden.Literatur: Lacey, Nick: Media Institutions and Audiences. Key Concepts in Media Studies. Houndsmill, New York: Palmgrave 2002. – Maltby, Richard: Nobody Knows Everything. Post-Classical Historiographies and Consolidated Entertainment. In: Neale, Steve / Smith, Murray (eds.): Contemporary Hollywood Cinema. London/New York: Routledge 1998, S. 21-44. – Wyatt, Justin: High Concept. Movies and Marketing in Hollywood. Austin: University of Texas Press 1994. ... [weiterlesen]
604.

Massenmedien im Film

... ktiv, ein dramaturgisches Instrument, um gesellschaftliche Schranken zu überschreiten und in diversen Milieus als Zeuge und oft mit dem Ziel einer Gesellschaftskritik anwesend zu sein.Seit 1930 hat es drei große Wellen von Medienfilmen gegeben: (1) In den 1930er Jahren formierte sich der Zeitungsfilm, der zu Beginn der 1940er Jahre zurückging; in seinem Zentrum stand der Zeitungsmann – diese Filme behandelten einen Akteurstypus in seinen diversen sozialen und professionellen Verflechtungen (Meet John Doe, 1941, Frank Capra). (2) In den 1970er Jahren kam es zu einer neuen Welle von Reporterfilmen, in denen der Reporter meist investigative Aufgaben übernahm; diese Filme knüpften an die Zeit des Zeitungsfilms an, bestimmten aber die Rolle des Journalisten neu – er war gezwungen, sich parteilich zu verhalten, weil er dem sozialen und politischen System nicht mehr nur entgegengestellt war, sondern sich als handelnder Teil desselben herausstellte (Network, 1976, Sidney Lumet; La Mort en direct, 1979, Bertrand Tavernier). (3) Seit den frühen 1990er Jahren bildet sich die Gattung des Medienfilms heraus, in der das ursprüngliche Interesse am Journalisten zurückging und die Medienfigur als ein ganz neuer, dem Journalistischen nu ... [weiterlesen]
605.

Football im Film

... renz zwischen und innerhalb von Teams, die Rolle der Mädchen. Man denke immer noch an den Harold-Lloyd-Film The Freshmean (1925), aber auch an Tom Cruise in All the Right Moves (1984). (2) Mehrfach ist die große Bedeutung des Footballs als Thema der Sozialisation und der Vermittlung von sozialen Werten angesprochen worden. In der sitcomartigen Komödie Wildcats (1986) spielt Goldie Hawn eine Trainerin, die in den ärmsten Wohnvierteln eine Football-Mannschaft aufbaut. Zu den Filmen dieses Typs zählt auch The Longest Yard (1974), in dem ein Ex-Profispieler in einem Gefängnis die Insassen zur Mannschaft zusammenschweißt, die gegen die Wärter antritt. (3) Insbesondere neuere Filme thematisieren die implizite Gewalttätigkeit des Spiels sowie seine nationalistischen Bedeutungen. Ein Beispiel ist ... [weiterlesen]
606.

Kolossalfilm

von griech.: colossos = riesiges GebildeSchon im Ersten Weltkrieg bezeichnete man eine aufwendige Produktion mit großen Dekorationen, stolzen Fassaden, prächtigen Palästen, riesigen Massenszenen als Kolossalfilm. Zu den fast immer mit historischen Stoffen spielenden Beispielen gehören Joe Mays Veritas Vincit (1918-19), Fritz Langs Nibelungen (1924) oder auch Leo Königs deutschtümelnde Die Hermannschlacht (1922-23). Sp&a ... [weiterlesen]
607.

Pilotfilm

... ttlichen Qualität, da die Produktionsentscheidung der Serie ausschließlich anhand des Piloten getroffen wird. Manchmal wird die Entscheidung, einem Kinofilm eine Serie folgen zu lassen, auf Grund des großen Erfolgs des Films gefällt, der dann unwillentlich zum Piloten seiner Serie wird. ... [weiterlesen]
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Weibliche Täter

... . Fälle wie der der Serienmörderin Aileen Wuornos (verhaftet 1991) werden schnell filmisch aufgegriffen (Peter Levins TV-Film Overkill – The Ailee Wuornos Story, USA 1992) und erhalten teilweise große öffentliche Aufmerksamkeit (Patty Jenkins’ Monster, der zweite Wuornos-Film von 2003, wird u.a. mit dem „Oscar“ für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet).Literatur: Siebenpfeiffer, Hania: Böse Lust. Köln [...]: Böhlau 2005. – Peitz, Christiane: Marilyns starke Schwestern. Frauenbilder im Gegenwartskino. Hamburg: Klein 1995. – Doane, Mary Ann: Femmes Fatales. Feminism, Film Theory, Psychoanalysis. New York/London: Routledge 1991. ... [weiterlesen]
609.

Ungleiches Paar

Figurenkonstellation, die großes dramaturgisches Potential allein aus der Verschiedenheit zweier gleichberechtigter Figuren gewinnt sowie aus den Spannungen und Konflikten, die sich – dank dieser Verschiedenheit – auf quasi natürliche Art zwischen den beiden (meist Haupt-)Figuren entzünden. Die Ungleichheit des Paars kann sich aus kulturellen, sozialen, generationen- oder geschlechterspezifischen Unterschieden heraus ergeb ... [weiterlesen]
610.

first run syndication

In den USA sieht das Syndication-Modell als Idealfall vor, dass eine Sendung zunächst in den großen Networks ausgestrahlt wird und erst danach in das Programm lokaler Anbieter und Kabelnetzbetreiber gestellt wird. Wird ein Film nicht zuerst auf einem National Network Television gesendet, sondern unmittelbar einem anderen Sendeunternehmen angeboten, spricht man von „First Run Syndication“. Ein Beispiel ist Star Trek: The Next Ge ... [weiterlesen]
611.

morality play

... ewusstem Verzicht auf dramaturgisch durchgeformte psychologische Tiefe mit dem Protagonisten konfrontiert. Noch heute werden Stücke wie etwa der Hofmannsthalsche „Jedermann“ auf dem Theater vor großem Publikum gespielt. Seit dem Renaissance-Theater Shakespearescher Prägung bis hin zu Brechts Moralitäten werden mit den Mitteln der Komik doppeldeutiger, auch politisch ausdeutbarer Hintersinn und sexuelle Anzüglichkeiten in morality plays untergebracht.Grundfrage in allen filmischen Anverwandlungen des morality play bleibt die moralisch – nicht primär religiös – motivierte Frage danach, wie Sünde (der Verstoß gegen elementare ethische Regeln vom Typ „Du sollst nicht ...“) zu vermeiden ist und wie angesichts der unbestreitbaren Existenz des Bösen in der Welt ein ethisch-lebenspraktisch richtiges und gerechtes Leben gelebt werden kann. ... [weiterlesen]
612.

Teufelspakt

engl. compact/pact with the devil, demonic contract, diabolic compact, satanic pact; frz. pacte avec le diable, pacte sataniqueDie Idee, dass ein Mensch mit dem Teufel handelseinig wird und einen Vertrag oder Pakt mit ihm abschließt, in dem er für ihm zugesagte Leistungen im Gegenzug seine Seele verkauft, liegt den beiden großen Motiv-Gruppen der Filme mit Pakten nach dem Faust-Modell und in solche nach dem Morpheus-Typ zugrunde. (1) ... [weiterlesen]
613.

Filmaufbau GmbH

... cht (Falk Harnack) und Das Mädchen Rosemarie (Rolf Thiele). Es war die Rolle der Filmaufbau in den 1950ern, ein Hort des problemorientierten Spielfilms zu sein. In den 1960ern und 1970ern spielte sie keine große Rolle mehr, war noch an einigen Koproduktionen beteiligt (darunter Tonio Kröger, 1964, Rolf Thiele; Ansichten eines Clowns, 1975, Vojtech Jasný). Der Nachlass der Filmaufbau ist 1991 an die Hannoveraner „Gesellschaft für Filmstudien“ gefallen. Literatur: Findbuch zum Nachlaß der Filmaufbau GmbH Göttingen. Hrsg. v. Gesellschaft für Filmstudien. Hannover: Gesellschaft für Filmstudien [...] 1993ff. – Meier, Gustav: Filmstadt Göttingen. Bilder für eine neue Welt? Zur Geschichte der Göttinger Spielfilmproduktion 1945 bis 1961. Hannover: Reichold Vlg. 1996 (Schriftenreihe des Landschaftsverbandes Südniedersachsen. 6.). – Sobotka, Jens U.: Die Filmwunderkinder.Hans Abich und die Filmaufbau GmbH Göttingen. Diss. Münster 1998 [Druckfassung 1999]. ... [weiterlesen]
614.

Pop Art

... ;r jedermann verständlich, vergänglich, überflüssig, billig, industriell pro­du­ziert, jung (und für Junge gemacht), witzig, sexy, gimmicky, glamourös und nicht zuletzt ein großes Ge­schäft sein. Die meisten dieser Eigenschaften löste dann die amerikanische Pop Art ein, die Anfang der 1960er Jahre explodierte, weil sie sich zwei Vorteile zunutze machen konnte­: die Erschöpfung des abstrakten Expressionismus in der Malerei sowie den gerade mit kul­tu­rellen Neuerungen verbundenen Natio­nal­stolz der Amerikaner. Die Symbolik der flags und maps wird ersetzt durch isolierende Groß-Aufnahmen banaler Alltagsgegen­stände, die nur das Kriterium made oder seen in the U.S.A. erfüllen mussten: Comic-Panels, Pin-Ups, High­ways, Markenartikel aller Art und nicht zuletzt Leinwandstars sind die Objekte der ame­ri­­kanischen Pop Art.Gemäß ihrer genetischen Differenz beeinflusste die Pop Art die Filmproduktion in bei­den Ländern unterschiedlich. Während in England das „Populäre“ der Pop Art überwog und eine lebendige Auseinandersetzung von High und Low in Gang kam – Beispiele sind Pop Goes the Easel (1962, Ken Russell), alle Beatles-Filme, Privilege (1967, Peter Watkins) –, blieb die amerikanische Pop Art auf Museen und Galerien beschränkt und wurde alsbald durch kon­zep­tuelle Kunst verdrängt. Bezeichnend ist, dass die paradigmatische Auseinander­set­zung von Film und jener folgenschweren Erneuerung der bildenden Kunst hier einem Nicht-Amerikaner überlassen blieb: Michelangelo Antonioni mit seinem Film Zabriskie Point (1969).Literatur: Joselit, David: American art since 1945. London: Thames & Hudson 2003. – Kock, Bernhard: Michelangelo Antonion ... [weiterlesen]
615.

Jugendfilmstunden

... s gab, wurden Jugendfilmstunden in Jugendhäusern, Schulgebäuden, Schießhallen, Wirtshäusern und Gemeindesälen durchgeführt. Auf den weihevollen Charakter der Veranstaltungen wurde großer Wert gelegt. Auf den geschlossenen Einmarsch der HJ-Jungen folgte gemeinsamer Gesang und die Vorführung der aktuellen Wochenschau und von Dokumentar- und Spielfilmen (oft propagandistischen Interesses). Die Teilnahme an den Jugendfilmstunden erfolgte offiziell außerhalb des eigentlichen HJ-Dienstes. Daher genossen die Veranstaltungen auch keine staatliche Förderung, sondern mussten sich finanziell selbst tragen. Ab November 1939 wurden die Kinobesitzer allerdings verpflichtet, mindestens einen Sonntagvormittag pro Monat für Jugendfilmstunden zur ... [weiterlesen]
616.

Versteckte Kamera

... onen greifen, um die Kontrolle wiederzuerlangen. Zu den Arrangements gehört eine Fernsteuerung, ohne dass die Flugzeuge allerdings auf diese ansprächen, oder ein kleiner Hund, der heimlich gegen einen großen ausgetauscht wird; eine der berühmtesten Szenen zeigt jemanden, der mit einem Schnittmusterbogen in der Stadt nach dem Weg fragt. Derartige Szenarien stehen in der Nähe der soziologischen Störexperimente, suchen sie doch einzelne kurzzeitig mit Situationen zu konfrontieren, die aus jeder Alltagsnormalität herausfallen.Literatur: Al-Khatib, Mahmoud A.: Provoking Arguments for Provoking Laughter: A Case Study of the Candid Camera TV Show. In: Text 17,3, 1997, S. 263-299. – Engle, Harrison: Hidden cameras and human behaviour. An interview with Allen Funt. In: Film Comment 3,4, 1965, pp. 42-43. – Funt, Allen / Zimbardo, Philip G.: Sprechende Briefkästen, Autos ohne Motor, Affen auf dem Kopf. Ein Gespräch zwischen dem Erfinder der versteckten Kamera, Allen Funt, und Philip G. Zimbardo. In: Psychologie heute 12,12, 1985, S. 60-65. ... [weiterlesen]
617.

Mischfilm

... uuml;ber den Bruder Rabbit erzählt. Gerade in der Figur des Roger Rabbit erlangte noch einmal als Mischwelt-Wesen Berühmtheit, als Robert Zemeckis mit Who Framed Roger Rabbit? (1988) einen der letzten großen Mischwelten-Film vor der elektronischen Bildbearbeitung realisierte. Die Irrealität der Mischfilm-Bilder scheint sie nicht nur für den Kinderfilm (man denke an die deutsche Pumuckl-Reihe, 1982ff, oder auch an Pete‘s Dragon, 1977, Don Chaffey), sondern auch für das Musical besonders interessant gemacht zu haben – man denke an die flotte Sohle, die Donald Duck mit einer realen Tänzerin in The Three Caballeros (1944, Norman Ferguson) hinlegte, an den Tanz von Gene Kelly und Jerry Mouse in Anchors Away (1945, George Sidney), an Gene Kellys eigenen Film Invitation to the Dance (1956) oder auch an das Disney-Musical Mary Poppins (1964, Robert Stevenson).Literatur: Glaubitz, Nicola: Reanimationsversuche des Spielfilms. Kopplungen von Zeichentrick und Realfilm und das Kino der 1990er Jahre. In: Spielformen im Spielfilm. Zur Medienmorphologie des Kinos nach der Postmoderne. Hrsg. v. Rainer Leschke u. Jochen Venus. Bielefeld: Transcript 2007, pp. 41-66. ... [weiterlesen]
618.

Operatives Video

... rin ging es vor allem um neue Ideen für Videoeinsätze in der Stadtteilarbeit, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und in Protestbewegungen. Video erweckte den Eindruck eines Werkzeugs, das ohne großen Aufwand, ohne überhöhten Kunstanspruch und ohne die Aura des Kinofilms für die verschiedensten Zwecke im soziokulturellen und politischen Alltag benutzt werden konnte. In den Protestbewegungen der späten 1970er, wegen der zunehmenden Verbreitung und Verbilligung der Videotechnologie vermehrt dann in den 1980ern und 1990ern ermöglichte Video einen schnellen Austausch zwischen Protestgruppen und den Aufbau von Gegenöffentlichkeiten (z.B. durch den Aufbau dezentraler Abspielringe). Medienwerkstätten, Jugendzentren, Kneipen und Kinos bildeten dabei einen institutionellen Rückhalt für die „Videoarbeiter“. Züri brennt (1980) war eine Produktion des Videoladens Zürich, der 1979 gegründet worden war; der Film protokolliert das Geschehen um den „Opernhauskrawall“ vom 30.5.1980 aus einer deutlich parteiisch gefärbten Position heraus. Er gilt als erstes „Bewegungsvideo“, das we ... [weiterlesen]
619.

wiederholtes Sehen

... uml;hrung von Video in den 1970er Jahren eine übliche Verwertungsform und sprachen auch ein Publikum an, das die Filme bereits kannte. Auch der wirtschaftliche Erfolg von Video und DVD beweist, dass es ein großes Publikum gibt, das sich Filme offensichtlich mehr als einmal ansieht. Mit steigenden Produktionskosten sind gerade Hollywood Blockbuster seit den 1980er Jahren auf wiederholtes Sehen angewiesen, wollen sie finanziell erfolgreich sein. Der verstärkte Einsatz von Elementen wie Action-Szenen im sogenannten postklassischen Hollywoodkino stellt auch eine Erhöhung des „repeat (viewing) value“ dar und ist daher auch vor ökonomischem Hintergrund zu betrachten. Wiederholtes Sehen konnte als Rezeptionspraxis zuletzt in Fällen wie Titanic (1997) und Men In Black (1997) registriert werden. Der Erfolg von ersterem war ohne wiederholtes Sehen nicht möglich, da ein derartiges Einspielergebnis mit einem Publikum, das nur einmal ins Kino geht, nicht erreichb ... [weiterlesen]
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Mandalay Pictures

Als der Manager Peter Guber 1995 Sony verließ, gründete er Mandalay Pictures als einen multimedial agierenden Unterhaltungskonzern, der gleichermaßen Kino-, Fernseh-, Sport- und Neue-Medien-Märkte bedienen sollte. Ein Vertrag, der Universal die Erstverwertungsrechte an Mandalay-Produktionen sicherte, eröffnete einen Zugang zu weltweit operierenden Verleihstrukturen. Mandalay rechnet bis heute zu den Indiependents. Ein erster gro&s ... [weiterlesen]
621.

Rialto Film

Rialto Film wurde 1897 von Constantin Philipsen in Kopenhagen gegründet. Dessen Sohn Preben Philipsen gründet 1950 mit Waldfried Barthel die nach dem Vater benannte Filmverleihfirma Constantin-Film und fasst damit auf dem deutschen Filmmarkt Fuß. Rialto produzierte 1959 Der Frosch mit der Maske und sicherte sich nach dem großen Erfolg die Rechte für alle Edgar-Wallace-Stoffe. Philipsen und der deutsche Filmkaufmann Franz Su ... [weiterlesen]
622.

Alterniertes Syntagma

auch: alternierendes Syntagma, alternierte Montage, parallele Montage, SynchronismusEin alternierendes Syntagma ist in der „großen Syntagmatik“ von Christian Metz idealerweise eine Parallelmontage, bei der zwei oder mehr zeitlich zusammenhängende Handlungslinien so geschnitten werden (A/B, A/B, ...), dass der Eindruck von Simultaneität und Konsekutivität zugleich entsteht (gehört also den chronologischen Formen d ... [weiterlesen]
623.

big eye

Slangbezeichnung für eine große 10.000W-Leuchte, z.B. für Flächenstrahler. ... [weiterlesen]
624.

Kinoorgel

... uuml;r die Verwendung in Kinos an. Bis zum Ende der Stummfilmzeit verkaufte die Firma 2.238 Geräte (wobei der Gesamtbestand an Kinoorgeln auf 7.000 geschätzt wird). Es waren zwei Typen im Einsatz: die große Kinoorgel sowie eine kleinere (und billigere) Ausgabe als Kombination von kleiner Orgel und Klavier, auf der der Spieler das Instrument während der Vorstellung wechseln konnte. Literatur: Dettke, Karl Heinz: Kinoorgeln und Kinomusik in Deutschland. Stuttgart: Metzler 1995. – Dettke, Karl Heinz: Kinoorgeln. Installationen der Gegenwart in Deutschland. / Theatre organs, cinema organs. Frankfurt: Bochinsky 1998. – Göttert, Karl-Heinz: Der Ton vor dem Tonfilm. Zur Geschichte der Kinoorgel. In: Sound. Zur Technologie und Ästhetik des Akustischen in den Medien. Hrsg. v. Harro Segeberg u. Frank Schätzlein. Marburg: Schüren 2005, S. 60-73. ... [weiterlesen]
625.

Parabel

... en Sachverhalt übertragen; die Allegorie ist dagegen Punkt für Punkt auf zwei Ebenen zu lesen, verlangt also vom Publikum ein größeres Abstraktionsvermögen. Damit öffnet sich eine große interpretatorische Macht, die die Bedeutung eines Films in die Hände des Publikums und in die Abstraktionslust der Kritik legt. Als Parabel von Macht und Untergang gilt Kurosawas Ran (1984), Fassbinders Faustrecht der Freiheit (1975) als wüste Parabel über die Erfolgs- und Leistungsgesellschaft. Die Beispiele zeigen, dass das Parabolische oft als interpretativer Fluchtpunkt von Filmen ausgewiesen wird, das Besondere der Erzählung als Exemplarisches umdeutend und darin eine Verallgemeinerung ermöglichend.Beispiele: Du skal ære din hustru (1925, Carl Theodor Dreyer); O thiassos (1975, Theo Angelopoulos); Pastry, Pain and Politics (1998, Stina Wehrenfels).Literatur: Dithmar, Reinhard (Hrsg.): Theorien zu Fabel, Parabel und Gleichnis. Ludwigsfelde: Ludwigsfelder Verlags-Haus 2000. – Liebchen, Wilfried: Die Fabel: Das Vergnügen der Erkenntnis. Fabel, Gleichnis, Parabel, Witz. Mit einer Abhand ... [weiterlesen]
626.

Parabase

... ine eigene Beziehung des Akteurs oder der Figur zum Publikum begründen, bis zu Kommentaren des Regisseurs oder auch des Requisiteurs (wie am Ende von Truffauts La Nuit américaine, 1972) gibt es eine große Vielzahl parabasischer Formen. Meist werden Parabasen ironisch gesetzt – wie der Chef der Budapester U-Bahn, der noch vor dem Titel des ungarischen U-Bahn-Thrillers Kontroll (2003, Nimród Antal) versichert, die folgende Geschichte spiele zwar in der U-Bahn, diese habe aber mit der realen U-Bahn nichts zu tun.Literatur: Hubbard, Thomas K.: The mask of comedy. Aristophanes and the intertextual parabasis. Ithaca [...]: Cornell University Press 1991. ... [weiterlesen]
627.

Kollektivfilm

... de, aber konventionell arbeitsteilig hergestellte Filme. Insofern ist auch die oft zu lesende Behauptung, Filme wie Deutschland im Herbst (1978) oder 11‘09‘‘01 (2002) seien Kollektivfilme, mit großer Skepsis zu verstehen: Es gab Vorabstimmungen über Thema und Atmosphäre, aber keine weitergehende Aufhebung der professionellen Zuständigkeiten. Erst im Zusammenhang mit den Protestbewegungen der 1960er entstanden politische Filme, die im engeren Sinne als Kollektivfilme zu bezeichnen sind, die aber künstlerisch fast nie überzeugen konnten und heute meist vergessen sind (wie Tutto, tutto nello stesso instante, Italien 1968, an dem 14 Filmemacher gleichberechtigt kooperierten). Ein bis heute bekannter Ausnahmefilm ist Winter Soldier (1971), der ein Tribunal dokumentiert, auf dem Vietnam-Soldaten sich selbst als Kriegsverbrecher bezichtigten; für diesen Film war das „Wintersoldier-Collective“ verantwortlich, ein Zusammenschluss von 19 unabhängigen Filmemachern. Zu den meist politisch motivierten Gruppen dieser Zeit gehört das 1967 gegründete Newsreel-Kollektiv um die New Yorker Filmmakers‘ Cooperative (das bis 1978 arbeitete), aber auch die englische Gruppe Amber-Film.   ... [weiterlesen]
628.

Mostra Internazionale d`Arte Cinematografica

Die Internationalen Filmfestspiele in Venedig (Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica) sind das älteste der drei großen A-Filmfestivals. 1932 fanden sie zum ersten Mal im Rahmen der Biennale statt (als Esposizione Internazionale d'Arte Cinematografica) – so erfolgreich, dass sie 1934 ein zweites Mal ausgerichtet wurden. Danach wurde die Mostra Internazionale eigenständig. Das Ziel jener Jahre war, den Film zu einer Kunstfo ... [weiterlesen]
629.

News Corporation Ltd.

... Sunday Times“. Heute (Stand: 2004) kontrolliert die News Corp. die Mehrheit der Zeitungsverlage Australiens und etwa ein Drittel des britischen Zeitungsmarktes. Außerdem gehört eine ganze Kette großer Verlage zum Konzern. Schon früh begann Murdoch, sich auch im Fernsehgeschäft zu engagieren. Er gründete oder kaufte Fernsehstationen, Pay-TV- und Satellitenprogramme – zunächst in den USA (Fox Network) und Großbritannien (BskyB), später in Italien (Sky Italia) und vor allem auch in Asien (Star Television ist ein Südostasien abdeckender Satellitensender). In Deutschland betreibt News Corp. heute die Sender Vox und 9Live. 1985 nahm Murdoch die amerikanische Staatsbürgerschaft an, um in den USA die Twentieth Century-Fox kaufen zu können, die seitdem zu einem ganzen Netz von Medienproduzenten und -betreibern ausgebaut wurde (Studios: 20th Century Fox, Fox Searchlight, Fox Television Studios; Fernsehkanäle: Fox Network ... [weiterlesen]
630.

Wardour Street

Die Wardour Street liegt im Londoner Soho zwischen Shaftesbury Avenue und Oxford Street. Sie ist von 1920 bis in die 1970er Jahre hinein eines der kommerziellen Zentren der britischen Filmindustrie gewesen. Noch heute logieren hier die meisten der großen Verleihe (auch wenn sie in amerikanischer Hand sind) und steht eine ganze Reihe von Sichträumen für Einkäufer, Produzenten und Verleiher zur Verfügung. ... [weiterlesen]
631.

Rezeptionsästhetik

... sches Verstehen, keinen objektiv-zeitlosen Sinn eines Werkes, sondern eine Vermittlung von kulturellen und historischen Erwartungs- und Rezeptionshorizonten.Das Gesamtfeld der Untersuchung gliedert sich in zwei große Bereiche:(1) Rezeptionsästhetik befasst sich mit der Untersuchung der im Werk angelegten Rezeptionsweisen und Adressatenmodelle, der Rezeptionsprozesse im Einzelnen, der Motivationen und Erwartungen, sozialer und individueller Funktionen, der Effekte und Wirkungen; im Zentrum steht der Rezeptionsprozess: Texte enthalten „Leerstellen“, die vom Adressaten „konkretisiert“ werden müssen; wenn dieser also sein Weltwissen in die Rezeption einbringt, stößt er auf den „Widerstand“ des Textes – einerseits führt das zu einer Erweiterung und Veränderung seines Welt- und Stilwissens, andererseits bildet diese Auseinandersetzung gerade den Kern der Rezeptionslust (pleasure);(2) Rezeptionsgeschichte untersucht dagegen Werke in Werksreihen, davon ausgehend, dass sich Wirkungsgeschichte als Einfluss in derartigen Ketten nachweisen ließe. Daneben liegen eine ganze Reihe von empirischen Themen an – am Beispiel des Films: die Untersuchung historischer Publika und Rezeptionspraxen, Geschichte der Verbreitung, der Filmwerbung, der Kinos, Geschichte der Filmskandale. Ähnlich lässt sich auch die Rezeptionsästhetik zu empirischen Fragen in Beziehung setzen.Heute steht die Rezeptionsästhetik anderen Fragehorizonten der Analyse nicht mehr entgegen, sondern ist integraler Bestandteil einer Kommunikationstheorie des Films geworden, in die Aspekte der Produktion, der Verbreitung ... [weiterlesen]
632.

gagman

(1) auch: gagster, gagwriter; dt. etwa: Gag-SchreiberKaum ein Komiker schreibt alle seine Gags, Pointen und Witze selbst, sondern greift auf die Arbeit der „gag men“ zurück. Von Harold Lloyd etwa ist bekannt, dass er bis zu zehn Komödienschreiber beschäftigte (darunter Regisseure wie Fred Newmeyer, Sam Tyler und Clyde Bruckman). Einzig Charles Chaplin verzichtete von den großen Komikern auf Gag-Schreiber. Einige Komik ... [weiterlesen]
633.

Hogarth's Act

Der englische Maler William Hogarth hatte seinen ersten großen Erfolg mit der Gemäldeserie A Harlot‘s Progress (1731), in der er auf sechs Platten Etappen aus dem Leben eines Landmädchens, das als Hure in London lebte und in Schande und Unglück starb. Die Serie begründete die Gattung der modern moral subjects (etwa: Bilderzählungen mit moralisierendem Hintergrund). Als Hogarth die Reihe 1732 als Kupferstichreihe i ... [weiterlesen]
634.

Coogan-Gesetz

... r hatte bis dahin schätzungsweise 4 Millionen US-$ verdient. Das erste Urteil besagte, dass Coogan als Kind kein Verfügungsrecht über das Einkommen hätte, das er damals verdient habe. Es gab großen öffentlichen Protest gegen das Urteil. Der Prozess führte schließlich zum sogenannten Coogan-Gesetz: Das Einkommen des Kindes bleibt danach Eigentum des Kindes. Mindestens 15% vom Brutto-Einkommen, resultierend aus der beruflichen Tätigkeit in Sport-, Medien- und Unterhaltungsindustrie, werden einem Treuhandkonto zugunsten des Minderjährigen gutgeschrieben und bis zu seiner Volljährigkeit verwaltet. Der oder die Personen, die für das Geld des Kindes verantwortlich sind, haben dieses mit entsprechender Sorgfalt zu behandeln (Fassung v. 1.1.2004) ... [weiterlesen]
635.

Expo-Film

engl.: expo movie, Kurzform von: exhibition film; dt. etwa: AusstellungsfilmExpo Movies sind eine kleine Gruppe von Filmen, die für Weltausstellungen oder große Messen produziert werden und dort vor einem besonderen Publikum in eigenen Kinos vorgeführt werden. Die ersten Expo-Filme wurden auf der Pariser Weltausstellung von 1900 präsentiert (zusammen mit dem Multiprojektionssystem Cinéorama). Expo-Filme dienen nicht dazu, ... [weiterlesen]
636.

effects stock

auch: effects stock footageDer effects stock ist Filmmaterial, das bei großen Produktionen von der zweiten Kameraeinheit hergestellt wird und das der elektronischen Herstellung von Special Effects zugrunde liegt (es entstehen manchmal so genannte fabric effects). Meistens wird dazu empfindlicheres und feinkörnigeres Filmmaterial belichtet, um die Kopierverluste so gering wie möglich zu halten. Vor allem für grafische Zwecke exist ... [weiterlesen]
637.

Yonki-no kai

Japanisch wörtlich „Club der Vier“Name einer Produktionsfirma, die von den vier Regisseuren Kon Ichikawa, Keisuke Kinoshita, Akira Kurosawa und Masaki Tobayashi unter der Führung Kurosawas als kollektive Alternative zu den Bedingungen der großen japanischen Studios gegründet worden war. Der erste Film, Kurosawas Dode‘ska-den (Menschen im Abseits, 1971/1972) über das Leben von Slumbewohnern war wirtschaftlic ... [weiterlesen]
638.

Syndication: Regulierung

... der unabhängigen Fernsehproduzenten geführt, so dass der US-Fernsehmarkt lange Jahre eher von Produzenten als von Sendern bestimmt wurde. Heute hat sich die Konzentration verschärft – viele große Firmen suchen Produktion und Distribution zu koppeln. Fox, Paramount und Warner haben eigene Fernsehsender gegründet; Disney hat ABC, Viacom CBS übernommen und Paramount dem Konsortium beigefügt.Literatur: Covington, William: The Financial Interest and Syndication Rules in Retrospekt: History and Analysis. In: Communication and the Law, June 1994. – Einstein, Mara: Media diversity. Economics, ownership, and the FCC. Mahwah, N.J. [...]: Erlbaum 2004. – Schulze, Bernd: Mehrfachnutzung von Medieninhalten. Entwicklung, Anwendung und Bewertung eines Managementkonzepts für die Medienindustrie . Lohmar [...]: Eul 2005.  ... [weiterlesen]
639.

taiyozoku

... eichen Titel eine Miniserie von Nobuhiro Doi. Recht langlebig war jene motivlich angelehnte Filmserie, die zwischen 1961-1981 mit variablen Teiltiteln unter dem Leittitel Wakadaishô [wörtlich: „Großer Junge“] einigen Erfolg zu verzeichnen hatte. ... [weiterlesen]
640.

Utsushi-e

... sche Musik begleitete die Aufführung.Das Utsushi-e wurde aber von der neueren und erfolgreicheren Technik der Kinematographie verdrängt. Die meisten der noch vorhandenen Apparaturen zerstörte das große Kantô-Erdbeben von 1923, und die Kriegszeit ließ das Verfahren in den Köpfen der Menschen völlig in Vergessenheit geraten.Literatur: Huhtamo, Erkki: Elements of screenology;http://wrocenter.pl/biennale/wro01/erkki/html/erkki_en.htmlMaterialien: Utsushi-e (Japanese phantasmagoria); http://plaza.bunka.go.jp/bunka/museum/kikaku/exhibition02/english/index-e.html  ... [weiterlesen]
641.

Kinderdarsteller

engl.: child actorAllgemeine Bezeichnung für Kinder, die als Darsteller im Film auftreten. Kinder werden bis heute nicht nur im Kinderfilm besetzt, sondern in allen Gattungen des Films – sofern Kinder in der erzählten Welt auftreten. Sie unterliegen heute international eigenen arbeitsrechtlichen Regelungen.Zwar werden Kinder seit Beginn des Films als Sympathieträger eingesetzt, doch bricht die große Zeit der Kinderrollen er ... [weiterlesen]
642.

Kinderstars

engl.: child starsDer erste ausgewiesene Kinderstar, der als Star-Figur in das Starsystem integriert wurde, war Jackie Coogan, der in Chaplins The Kid (1921) einen Welterfolg hatte und der von First National sofort unter Vertrag genommen wurde. Die große Zeit der Kinderstars brach aber erst in den 1930er Jahren an – Shirley Temple war von 1932-38 der größte Kassenmagnet (Heidi, 1937, The Little Princess, 1939, sowie 40 weitere ... [weiterlesen]
643.

paralleles Syntagma

Ein paralleles Syntagma ist in der „großen Syntagmatik“ von Christian Metz idealerweise eine Parallel- oder genauer Assoziationsmontage, bei der zwei oder mehr Motive miteinander in Verbindung gebracht werden, ohne dass ihre Nebeneinanderstellung ein präzises räumliches, zeitliches oder kausales Verhältnis konstituierte. Meist werden derartige Parallelen genutzt, um symbolische Werte auszudrücken – Metz nen ... [weiterlesen]
644.

Performing Arts

dt. etwa: „Aufführungskünste“; wörtlich: die aufführenden Künste; frz.: arts du spectacleDie Gruppe der Performing Arts umfasst neben den Kernbereichen Theater, Film, Musik und Tanz eine große Vielzahl der Formen der Unterhaltungskünste: Oper und andere Formen des Musiktheaters, Varieté- und Kleinkunst, Show- und Zirkusveranstaltungen, Straßenkünste (wie z.B. Straßenkapellen; gel ... [weiterlesen]
645.

Repräsentationsfilm

Sonderfall des Industriefilms, der dazu dient, das Unternehmen oder die Institution, die den Film in Auftrag gegeben haben, zu repräsentieren. Der Zweck, eine öffentliche Selbstdarstellung vorzunehmen, in der der Auftraggeber gefeiert wird, ist meist deutlich zu spüren. Anlass sind häufig Messen, große Ausstellungen, Jubiläen und ähnliches. ... [weiterlesen]
646.

comedia picaresca

... ntertönen – während der Zeit der Militärdiktatur seit den frühen 1960er Jahren. Fernando Ayalas Hotel Alojamiento (dt.: Das Hotel für Fremdenverkehr, 1965/66) war einer der ersten großen und thematisch prägenden Erfolge der comedia picaresca, und Ayala blieb bis zu seinem Tod 1997 als einschlägiger Regisseur und Produzent in Argentinien einflussreich. Seit den späten 1960er/frühen 1970er Jahren und insbesondere im Anschluß an Ayalas Motel-Sexfarce La gran Ruta (dt.: The Big Highway, 1971) arbeiten zahlreiche dieser Filme mit einer doppel- oder zweideutigen Titelpoetik (genannt seien hier nur Gerardo Sofovichs Los Doctores las prefieren Desnudas („Ärzte, die Nackte bevorzugen“, 1973) oder Mi Novia el Travesti (aka: Mi Novia el ... [= Meine Braut, der Trans ... [weiterlesen]
647.

Senator Entertainment AG

... ia Ltd. mit Sitz in Irland gegründet, die mit internationalen Lizenzen handeln soll. Manta, der Film (1991) ist der erste Film der Firma, Heavenly Creatures (1994) die erste internationale Produktion. Eine große Reihe von zumindest national erfolgreichen Filmen folgen (Die Apothekerin, 1997, Comedian Harmonists, 1998, Das Wunder von Bern, 2003). Andere Firmen gehen in das Senator-Konglomerat ein – die Perathon Film- und Fernseh GmbH (München) wird 1998 mit 51% übernommen, der Central Filmvertrieb (Berlin) folgt 1999, eine 25%-Beteiligung am Vertrieb der X-Filme (Berlin) im Jahre 2000; Til Schweigers Produktionsgesellschaft Mr. Brown Entertainment stößt 1999 zur Grup ... [weiterlesen]
648.

Studiobassin

engl.: tankDa sich Wellen nicht miniaturisieren lassen, war es nötig, für Modellaufnahmen von Schiffen im Wasser recht große Modelle (der Maßstab variiert zwischen 1:4 und 1:24) zu bauen. Die Filmaufnahmen erfolgten im Außenbereich der Studios. Dort standen Wasserbecken von enormen Ausmaßen (90x110m, bei einer Tiefe von 90cm) für Schiffsmodellaufnahmen zur Verfügung, mit dahinter aufragendem Rundhorizont, i ... [weiterlesen]
649.

Viral-Marketing

... itutionalisierung von Mundpropaganda, letztlich um ihre Dokumentation und Steuerbarkeit. Andererseits ist virales Marketing außerordentlich billig und kann möglicherweise unterfinanzierte Produkte zu großer Bekanntheit verhelfen. Ein Beispiel aus dem Buchmarkt ist „ideavirus“ von Seth Godin, das zunächst als kostenloses eBook angeboten wurde (und 250.000 Downloads erfuhr); als das Buch dann als gedrucktes Buch erschien, wurde es sofort ein Bestseller. Der No-Budget-Film The Blair Witch Project (USA 1999, Daniel Myrick, Eduardo Sánchez) wurde zum Welt-Hit aufgrund exzessiver Web- und Mundpropaganda.Literatur: Langner, Sascha: Viral Marketing. Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen. Wiesbaden: Gabler Verlag 2005. – Sterne, Jim / Priore, Anthony: Email Marketing. Using Email to Reach Your Target Audience and Build Customer Relationships. New York: Wiley Computer Publishing 2000.  ... [weiterlesen]
650.

Filmepos

auch: epischer Film; engl.: epic, epic film, epic movie; oft auch nur: spectacleAußergewöhnliche Menschen in außergewöhnlichen Zeiten, die historische Figuren in Politik, Kunst, Religion, Kunst von Bedeutung waren, deren Schicksal in Filmen nachgezeichnet wird, die in großer Breite und aufwendiger Ausstattung inszeniert, meist sehr ruhig und in manchmal erheblichen Überlängen erzählt werden – das sind ... [weiterlesen]
651.

Firnatone

Firnatone war ein Name für ein Tonsystem, das in allen Einzelheiten mit Vitaphone übereinstimmte. Die First National, die keine eigene Entwicklungsabteilung hatte und über kein eigenes Tonsystem verfügte, hatte auf Geheiß ihres Präsidenten Clifford Hawley im April 1928 angekündigt, sie werde das Firnatone-System einsetzen. Damit war sie das erste große Studio, das sich auf ein Tonsystem festlegte. Dahinter st ... [weiterlesen]
652.

British Transport Films (BTF)

Im Rahmen des Verstaatlichungsprogramms der dritten Labour-Regierung wurden 1948 die vier großen britischen Eisenbahngesellschaften mit London Transport, Docks and Inland Waterways, British Transport Hotels sowie einigen kleineren Autobuslinien und Speditionen zusammengeschlossen. Die British Transport Comission rief am 1.5.1949 die firmåÆeneigene Industriefilm-Abteilung British Transport Films (BTF) ins Leben, in die zwei Filmprodu ... [weiterlesen]
653.

Fox Movietone News

Die von der Fox Film Corporation am 11.10.1919 eingeführte Wochenschau Fox News stieg mit einem Kapital von 5.000.000 US-$ als letzte der großen amerikanischen Wochenschauen in den Nachrichtenmarkt ein und eroberte bald eine Vormachtstellung, möglicherweise, weil sie sich als einzige mit einem etablierten Nachrichtendienst liierte, der United Press. Am 21.1.1927, also sieben Monate vor der Premiere von The Jazz Singer, wurde die Fox N ... [weiterlesen]
654.

Aktualitäten

... ht auf einem live- Effekt, dem „Hier und Jetzt-Dabeisein“. Die ersten Filmgesellschaften wie Lumière in Frankreich, Meeßter in Deutschland und Leuzinger in der Schweiz produzierten eine große Zahl von Aktualitäten. Die einaktigen, in der Regel nur mit einem Haupttitel versehenen Filme wurden in gemischten Programmen im Wechsel mit Landschaftsbildern, kurzen Komödien oder Kinodramen nach einer ausgeklügelten Programmdramaturgie vorgeführt. Sie können als Vorläufer der seit den 1910er Jahren und verstärkt mit Beginn des ersten Weltkrieges produzierten Wochenschau gelten. Beispiele: Arrivée des Congressistes… (Louis Lumière, Frankreich 1895), Cortège historique… (M. Tollini, M. Pagani, Schweiz 1910), The Funeral of Vera Kholodnaia (anonym, Rußland 1919).Literatur: Aktualitäten. Basel ... [weiterlesen]
655.

Berlinale

Der amerikanische Filmoffizier Oscar Martay berief 1950 ein vorbereitendes Gremium mit Vertretern aus Politik und Filmbranche zusammen, das die Weichen für das Filmfestival stellte. Am 6.6.1951 eröffneten im Titania-Palast die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin. Beim Publikum waren die Filmfestspiele sofort ein großer Erfolg. Für Besucher aus dem Berliner Ostsektor wurden die Filme zu verbilligten Kartenpreisen in einem ... [weiterlesen]
656.

Goldener Bär

... ;e Sintenis gestaltet. Die erste Vorlage zur Bärenstatuette stammt aus dem Jahre 1932. Anstelle des erhobenen rechten Arms grüßt die seit 1961 benutzte Vorlage mit dem linken Arm und gleicht den großen Bären an den Einfallstraßen Berlins im Norden und Süden der Stadt. Auch das Berliner Gastgeschenk an John F. Kennedy im Jahre 1963 war eine solche Bärenstatuette. Die beiden Originalmodelle für die Bären befinden sich seit Anbeginn im Besitz der Friedenauer Bildgießerei Noack, die bis heute die Plastiken zu den jeweiligen Festspielen als Bronzeguss-Statuen von Hand fertigt. ... [weiterlesen]
657.

Art-house Film

... odukte kleinerer, selbständiger (independent) und häufig mit geringeren Etats wirtschaftender Hersteller und Verleihe spezialisiert hat. Entsprechende Filme, die im Unterschied zu den Produktionen der großen Studios selten den auf Unterhaltung und Action ausgerichteten Geschmack des Massenpublikums bedienen und einen entsprechend begrenzteren Markt haben, heißen bis heute Art-House-Filme. Sie haben den Ruf, ein erhöhtes Reflexionsniveau zu besitzen, den Filmemachern größere künstlerische Freiheiten zu erlauben, gewagtere Thematiken anzugehen, experimenteller zu verfahren, aber dadurch eben auch den Zuschauern erhöhte Anstrengungen abzuverlangen. Zudem wer ... [weiterlesen]
658.

Vorverkauf

... hwarzen Marktes“ für die Karten, die manchmal zu Phantasie-Preisen gehandelt werden. Im Film spielt der Vorverkauf nicht nur bei festlichen Anlässen eine Rolle – Filmfestivals, Filmpreise, große Premieren –, sondern auch beim Start sehr beliebter Filme, zu deren ersten Aufführungen sowie zu den Aufführungen zu den Hauptterminen Karten oft nur im Vorverkauf zu erlangen sind.   ... [weiterlesen]
659.

Festival

... und auf der Berliner „Kino- und Fotomesse“ sowie manche Tradeshows der Filmindustrie, die sich aber oft unmittelbar an das Kinogewerbe wandten und zudem am Verkauf von Lizenzen orientiert waren (die großen Festivals haben einen für das allgemeine Publikum unzugänglichen „Trade-Bereich“ bis heute behalten und tragen darum auch den Charakter von Verkaufs- und Handelsmessen). 1932 wurden – analog zur Kunstbiennale – die Filmfestspiele Venedig gegründet, die von französischer und deutscher Filmindustrie dominiert waren. Die Festspiele in Cannes waren 1939 als Gegengewicht gegen diese Veranstaltung gedacht worden, konnten – des Krieges wegen – aber erst ab 1946 durchgeführt werden. Danach entstanden in rascher Folge weitere Festivals – 1946 in Karlsba ... [weiterlesen]
660.

United International Pictures (UIP)

... internationalen Märkten vertreibt. UIP hat in der BRD einen Marktanteil von ca. 25%. UIP hat seit Beginn seiner Arbeit 1.000 Filme verliehen, darunter 100 Oscar-Preisträger; zu den Filmen rechnen auch große Erfolge wie Shrek, Love Actually oder 8 Mile. Der Jahresumsatz betrug im Jahre 2002 1,2 Milliarden US-$.  ... [weiterlesen]
661.

Video I

lat.: „ich sehe“Ursprünglich ein Verfahren zur magnetischen Bild- und Ton­auf­zeichnung, das zur Konservierung von Fernsehbeiträgen diente; seit den 1990er Jahren um­fasst der Begriff auch die digitale Speicherung von Film (DV). Die Video-Technik wurde ab 1948 in USA entwickelt und kam 1956 erstmals öffentlich im Fernsehen zum Einsatz. Die auf Mag­net­band gespeicherten Filmsequenzen dienten den große ... [weiterlesen]
662.

authentischer Fall

... ;nlichkeiten und Ereignisse teilfiktional zum Leben zu erwecken. Die historische Rekonstruktion wiederum konzentriert sich weniger auf (zeitlich und geografisch meist eng begrenzte) Fälle, sondern mehr auf Großereignisse wie die Französische Revolution oder die Invasion der Alliierten im zweiten Weltkrieg. 
... [weiterlesen]
663.

Debutfilm

... quo; und galten als reine Fingerübungen. Auch außerhalb dieser Kondition produzierte Filme werden sehr genau registriert, gelten sie doch als Talentproben und manchmal auch als Erstarbeiten zu Beginn großer Karrieren. Beispiele sind Das blaue Licht (Deutschland 1932, Leni Riefenstahl), Citizen Kane (USA 1941, Orson Welles), Cerný Petr (CSSR 1964, Milos Forman), The Duelists (Großbritannien 1977, Ridley Scott) oder auch American Beauty (USA 1999, Sam Mendes). Es mag mit der Unerfahrenheit der Filmemacher ebenso zu tun haben wie mit einem ungebrochenen und durch Routinen noch unbeeinflussten Stilwillen der Autoren, aber auch mit den meist geringen Budgets, die zudem privat oder von Filmschulen aufgebracht und als Risikokapital-Einsatz angesehen werden, dass Debutfilme eine stilistische Frische und Klarheit haben, die sie manchmal sogar an den Beginn historischer Stilrichtungen setzt (man denke an Godards A Bout de Souffle, 1959, und Truffauts Les 400 Coups, 1959, die die französische Neue Welle einleiteten, oder Schlöndorffs Der junge Törless, 1966, und Fassbinders Liebe ist kälter als der Tod, 1967, die dem Jungen D ... [weiterlesen]
664.

Rückstellung

... rden müssen. Eine Ausbezahlung ist erst dann vorgesehen, wenn der Film so viel eingespielt hat, dass er die entstandenen nichtrückstellbaren Kosten gedeckt hat, so dass an die Ausbezahlung des zweiten großen Kostenblocks – die Rückstellungen – gegangen werden kann.Rückstellungen gehören zu den „ungewissen Verbindlichkeiten“, werden von den produzierenden Firmen in den Budgets der Filme zwar ausgewiesen, tatsächlich aber nicht oder nur sehr spät gezahlt. Juristisch handelt es sich dabei meist um „Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten im engeren Sinne“ (§249, Abs. 1, S.1, 1. Hs., HGB) oder um „Rückstellungen für nur faktische Verpflichtungen ohne rechtliche Verpflichtung“ (§249, Abs. 1, Nr. 2, HGB). Im Bilanzrecht werden Rückstellungen zwar passivisiert, doch wird dem Gläubigerschutzgedanken insoweit Rechnung getragen, als das Unternehmen über ausreichend Kapital verfügen muss, um die Verbindlichkeiten, die als Rückstellungen vorliegen, ausgleichen zu können. ... [weiterlesen]
665.

tschechoslowakische neue Welle

... (Sedmikrasky, 1966), Milos Forman (Lásky jedné plavovlásky, 1964), Jirí Menzel (Ostre slodovane vlaky, 1966) und Ivan Passer (Intimni osvetleni, 1966), Filme zu realisieren, die von großer stilistischer Unterschiedlichkeit und Experimentierfreudigkeit sind. Was sie verbindet, ist zum einen der Einfluss vorangegangener Bewegungen: des italienischen Neorealismus, der französischen Nouvelle Vague und des amerikanischen Direct Cinema. Zum anderen werden scheinbar harmlos-heiterere Komödien bevorzugt, die in Wahrheit aber mit scharf beobachteten Figuren – meist kleine Leute – und dem genauen Blick auf ihr alltägliches Leben aufwarten. Daraus entspringt eine subtile und ironische, vor allem aber hoch ... [weiterlesen]
666.

Zensurfall

... (wie das Verbot der Homosexualität in Anders als die anderen, 1919, Richard Oswald). Neben der staatlichen existiert auch die Selbstzensur, die oft nur scheinbar freiwillig ist und häufig ein Resultat großer politischer und moralischer Repression (man denke an die Weigerung des Disney-Konzern, Michael Moores präsidentenkritischen Film Fahrenheit 9/11, 2004, in den Verleih zu nehmen). Der Unterschied zur staatlichen Zensur liegt im Umstand, dass hier bestimmte Sachverhalte von Anfang an gar nicht zur Sprache kommen – um eben das Risiko eines Eingriffs durch die staatliche Zensur zu umgehen. ... [weiterlesen]
667.

Gain-Faktor

... dings der sogenannte „Hot Spot“ – die Bildmitte ist deutlich heller als der Bildrand.Einige Gain-Maße im Einzelnen:– 1,0 Gain: mattweiße Leinwand; diffuses Abstrahlverhalten, großer Sichtwinkel;– 1,2 Gain: gut geeignet bei starker Lichtleistung des Projektors bzw. Raumabdunkelung und breiteren Sitzreihen; Sichtwinkel: 70°; diffuses Abstrahlverhalten;– 2,0 Gain: gut geeignet bei engeren Sitzreihen; Sichtwinkel: 40°; Projektoren mit geringerer Lichtleistung;– 2,8 Gain: gut geeignet für Tischpräsentationen; Sichtwinkel: 25-30°. ... [weiterlesen]
668.

Goldene Kamera

... ktion „Kinderhilfe der Deutschen Krebshilfe e.V.“ im Rahmen von Großveranstaltungen, z.B. in der Deutschland-Halle in Berlin oder der Dortmunder Westfalenhalle, statt. Seit 1994 finden sie als große Medienereignisse im Konzerthaus am Gendarmenmarkt (Berlin) statt.Die Preisstatue der „Goldenen Kamera“ schuf der Berliner Bildhauer Wolfram Beck nach dem Vorbild der Farnsworth-Kamera, der ersten elektronischen Kamera der Welt. Diese wurde erstmals 1936 bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin eingesetzt. Die kleine Statue besteht aus 18 Karat vergoldetem Sterling Silber, ist 25cm hoch und wiegt etwa 600g. Seit 1988 werden zusätzlich zur Goldenen Kamera junge Schauspielerinnen mit der „Lilli-Palmer-Gedächtnis-Kamera“ für herausragende schauspielerische Leistungen ausgezeichnet. Seit 2003 gibt es die „Curd-Jürgens-Gedächtnis-Kamera“ für den besten männlichen Nachwuchsstar. Beide sind mit 10.000 € dotiert. Seit 2002 führt die Hörzu eine „Hall of Fame“ (mit Thomas Gottschalk als erstem Mitglied); s ... [weiterlesen]
669.

Starsystem

... g;nahmen wie plastische Chirurgie, Namensänderungen und die Fabrikation publicity-tauglicher Biographien.In den USA entwickelte sich in den 1910er Jahren das Starsystem, das bis in die 1960er Jahre von den großen Studios geprägt wurde. Schauspieler wurden auf Jahre hinaus verpflichtet, ihr Image wurde weitgehend vom Studio aufgebaut und kontrolliert. Der Star dient dem Studio zur Produktdifferenzierung. Mit Ende des Studiosystems übernahmen Schauspieleragenturen ähnliche Funktionen wie zuvor die Studios, wenngleich nicht in dem Ausmaß.Stars und Starsysteme gibt es nicht nur in den USA, sondern beispielsweise auch im populären indischen Film. Auch dort spielen Stars eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Films – und dies, obwohl es in Indien seit den 1930er Jahren kein Studiosystem mehr gibt und Medien nur eine beschränkte Rolle für das jeweilige Starimage spielen.Literatur: DeCordova, Richard: Picture personalities. The emergence of the star system in America. Urbana: University of Illinois Press 1990. – Holmes, Sean P.: The Hollywood star system and the regulation of actors’ labour, 1916-1934. In: Film History 12,1, 2000, S. 97-114. – Stenger, Josh: Consuming the planet. Planet Hollywood, stars, and the global consumer culture. In: Velvet Light Trap, 40, Fall 1997, S. 42-55.  ... [weiterlesen]
670.

Auf Abruf

... as Erscheinen am Drehort nötig ist, hat sich der Schauspieler ab einer vereinbarten Zeit bereitzuhalten, zum Team dazu zustoßen. Er muss ab der vereinbarten Zeit z.B. telefonisch erreichbar sein. Bei großen Produktionen wird allerdings – aus Kostengründen – meist ein sehr genau getakteter Drehplan erstellt, der Auf-Abruf-Kontrakte überflüssig macht.  ... [weiterlesen]
671.

Bambi

... acher und -prominente vergeben, die das Kinopublikum durch ihre Leistung „bewegt, beeindruckt und begeistert“ haben. Der Jury wird durch die Chefredakteure des Medienkonzerns besetzt. Die nach ihrem großen amerikanischen Vorbild auch „Deutschlands Medien-Oscar“ genannte Auszeichnung erhielten so unterschiedliche Preisträger wie Boris Jelzin und Verona Feldbusch. Die ersten Preisträger waren Jean Marais und Marika Rökk. Rekordhalter unter den bis heute rund 600 Geehrten ist Heinz Rühmann mit zwölf Bambis, Peter Alexander bringt es auf zehn Statuetten. Lange war der „Bambi“ die einzige deutsche Auszeichnung, mit der populäre Leistungen geehrt wurden, die beim breiten Publikum Zust ... [weiterlesen]
672.

Op Art

... menschlichen Auge kinetische Bewegungs- und Flimmereffekte hervorrufen. Für den abstrakten experimentellen Film waren die Experimente der Op Art (wie auch die Vaterfigur der Bewegung: Victor Vasarely) von großer Anregungskraft.Literatur: Barrett, Cyril: Op art. Köln: DuMont Schauberg 1974. – Lancaster, John: Introducing Op Art. London: Batsford 1973. - Türr, Karina: Op-art – Stil, Ornament oder Experiment? Berlin: Mann 1986.  ... [weiterlesen]
673.

Cinch-Stecker

... signal mitübermittelt.Die Vorteile des Cinchsteckers haben zu seiner weiten Verbreitung beigetragen: Cinch-Kabel sind einfach und somit günstig zu fertigen, die Kontaktsicherheit ist wegen der relativ großen Fläche sehr groß; außerdem ist durch den Steckerabstand die Gefahr geringer, dass sich die Signale gegenseitig stören (das sogenannte Übersprechen). ... [weiterlesen]
674.

Zeichentheorie

... Louis Hjelmslev, Charles W. Morris, Roman Jakobson, Roland Barthes, Algirdas Julien Greimas und Umberto Eco zählen zu den bedeutendsten Vertretern der Zeichentheorie im 20. Jahrhundert.Grundlegend und von großer Bedeutung für viele weitere Disziplinen ist die Unterscheidung in Syntax, Semantik und Pragmatik. Gegenstand der Syntax sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Zeichen und Zeichenelementen. (1) Die Syntax kann entweder als die Untersuchung der formalen Eigenschaften verstanden werden, die Zeichen unabhängig von ihrer Bedeutung und ihrer Verwendung besitzen. Spezifischer kann auch die Untersuchung der Beziehungen gemeint sein, die innerhalb komplexer Zeichen sowie zwischen den verschiedenen Zeichen eines Zeichensystems bestehen. Schließlich gilt als Syntax auch die Untersuchung des Regelsystems (z.B. der Grammatik), nach dem elementare Zeichen zu grö&szli ... [weiterlesen]
675.

Breitwandformate: Chronologie

Es gibt eine große Vielzahl von Breitwandformaten; die meisten sind allerdings Ableger von Cinemascope. In der Chronologie der ersten Filme im jeweiligen Format:1897: Veriscope (1,75:1)1926: Natural Vision (2,0:1)1930: Vitascope (2,13:1)1952: Cinerama (2,59:1)1953: Cinemascope (2,55:1, Magnetton, 2,35:1, Lichtton); Glomorama (2,25:1)1954: Superscope (2,0:1); Vistavision (1,85:1)1955: Camerascope (2,35:1); Metroscope (2,35:1); Todd-AO (2,2:1)195 ... [weiterlesen]
676.

Cinépanoramic

... d meist unter der Bezeichnung Franscope; in England wurde es als CameraScope ausgewertet, in den USA als Naturama. Auch das 1954 vorgestellte Dyaliscope basiert auf den Prinzipien von Cinépanoramic. Eine große Anzahl von Filmen liegen in den verschiedenen Verfahren vor; erwähnt seien insbesondere die Franscope-Produktionen: Dimanche (1956), Ikiru (1960), Jules et Jim (1961), Lola (1961, Le Journal d‘une Femme de Chambre (1963). ... [weiterlesen]
677.

Aleatorischer Film / aleatorische Technik

... der Grundlage von aleatorischen Zitations-Montagen experimentierten seit den späten 1960er Jahren Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, in deren Filmen musikalische Kompositionsformen ohnehin eine große Rolle spielen. Literatur: Brady, Martin: 'Du Tag, wann wirst du sein...': quotation, emancipation and dissonance in Straub/Huillet's Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter. In: German Life and Letters 53,3, 2000, S. 281-302.  ... [weiterlesen]
678.

Semiotik

... essen.Neben der „allgemeinen Semiotik“ als einer formalen Wissenschaft der Beziehungen signifikativer Gegenstände zueinander, zur Realität und zu Benutzern der Zeichen etablierte sich eine große Anzahl „spezifischer“ und „angewandter“ Semiotiken heraus (Architektur und Musik, nichtverbale Kommunikation und Literatur, Kulinarik und Design und anderes mehr), und schnell wurde deutlich, dass natürliche Sprache und Film zwei Gegenstände waren, die sich semiotischer Fragestellung anboten und dabei von solcher struktureller Verschiedenheit waren, dass sich allgemeine semiotische Fragen daran entwickeln könnten.Die Tatsache, dass Zeichen, Bedeutungen, Sprachen, Repräsentationen Realität nicht eins zu eins fassen, beschreiben oder wiedergeben, sondern sie in einem nominalistischen Sinne konstruieren, hat auf die mythischen und ideologischen Funktionen des Semiotischen verwiesen. Insbesondere Roland Barthes hat sie in „Mythologies“ (1957/ dt.: 1964) untersucht: Er identifiziert darin die beiden Signifikationsordnungen der Denotation und der Konnotation, die wiederum eine dritte – die der Ideologie – entstehen lassen. Unter Denotation ist auf der ersten Ebene die einfache, buchstäbliche oder oberflächliche Bedeutung zu verstehen (z.B. der Euro als Währung). Konnotation meint die assoziativen und bewertenden Bedeutungen, die seitens ... [weiterlesen]
679.

Republic Pictures

... den Regisseuren, die für das Studio arbeiteten, zählten Orson Welles, Allan Dwan, Frank Borzage und John Ford, und auch der Drehbuchautor Ben Hecht stand lange unter Vertrag. Sie genossen vertraglich große künstlerische Freiheiten. Von 1937 bis 1947 produzierte das Studio die Musical-Revue Hit Parade. Daneben standen Erfolge wie Macbeth (1948), Rio Grande (1950) und The Quiet Man (1952). Die Bedeutung des Studios ging in den 1950er Jahren rapide zurück, zum Teil wegen des aufkommenden Fernsehens, zum Teil, weil Yates Prestige-Produktionen favorisierte, die aber kein Publikum fanden.Yates trat am 1.7.1959 als Präsident der Republic zurück. Die Firma fiel an den kalifornischen Industriellen Victor M. Carter, der das Studio zunächst an Lippert Pictures, dann an CBS vermietete, die es 1967 übernahmen und in CBS Studio Center umbenannten. Republic Pictures lebte als Muttergesellschaft der Consolidated Film Industries weiter, spielte aber als Produktionsfirma keine Rolle mehr.Literat ... [weiterlesen]
680.

Kinematographie: Konzept

... , ab 14.4.1894 öffentlich zu sehen, arbeitet mit photographisch aufgenommenen Bildern auf Film, ist jedoch ein Einzelsichtgerät; Ottomar Anschütz projiziert mit seinem Schnellseher überlebensgroße lebende Fotografien öffentlich am 25.11.1894 in Berlin, doch benutzte er weiterhin Fotoplatten.  ... [weiterlesen]
681.

Luftaufnahmen

... l;t benutzt wird (Flugzeug, Helikopter, Zeppelin, Ballon; ein Sonderfall sind Aufnahmen, die während des Fallschirmabsprungs gemacht werden).Luftaufnahmen werden dann nötig, wenn man ein Geschehen aus großer Weite und Höhe zeigen will, um Distanz herzustellen oder eine intensive Verbindung des Geschehens zum Umgebungsraum herstellen will, aber auch, um ein weites Panorama der Handlung einzufangen. Zwar können oft auch Kräne eingesetzt werden, doch erweitern Luftaufnahmen den Handlungsraum enorm. Erinnert sei an den Anfang von West Side Story (1961), der nahezu das ganze Viertel als räumlich-sozialen Horizont der Geschichte etabliert.Schon in den 1910er Jahren begann man in Hollywood – wohl auch befördert durch die Popularität der Luftkämpfer des 1. Weltkriegs –, nicht nur Fliegerfilme zu drehen, sondern auch Kameras auf und in Flugzeugen zu montieren und die Bewegung des Fliegens auch kinematographisch zu repräsentieren. Paul Mantz, der die Flugaufnahmen in dem Film Test Pilot (1938) koordinierte, wurde zu einem der ersten Luftaufnahmen-Spezialisten. 1957 wurden die ersten Hubschrauber für Luftaufnahmen eingesetzt.Literatur: Lange, Heinz-Joachim: Die Verwendung von Luftfahrzeugen zur Herstellung von Luftaufnahmen bei der Produktion von Kino- und Fernsehfilmen unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes ... [weiterlesen]
682.

Katholisches Filmwerk (KFW)

Die AV-Medienarbeit entwickelte sich nach dem Krieg in den Diözesen der Bundesrepublik aus den Anliegen der katholischen Filmarbeit. Hauptanliegen kirchlicher Bemühungen war es, dem Einfluss minderwertiger Kinofilme zu begegnen und insbesondere die Jugend vor schädlichen Wirkungen zu bewahren. Eine große Rolle spielten dabei der 1947 gegründete „Filmdienst der Jugend“ (Düsseldorf), der „Filmspiegel&ldq ... [weiterlesen]
683.

spin doctor

... n von vertraulichen oder geheimen Informationen als effektive Strategie gezeigt. Mit dem „Präventiv-Schlag“ werden sorgfältig recherchierte Enthüllungsgeschichten entkräftet, mit großen Mengen von Informationen und Dokumenten lassen sich Halbwahrheiten und unangenehme Details abschirmen. Das spin doctoring gehört zu den Strategien des news management – die Anpassung politischer Themen und Nachrichten an die Medienformate und an die Prozesse, in denen Themen gefunden und geschärft werden.Als Rollenfigur ist der spin doctor mehrfach gezeichnet worden. Meist ist der amerikanische Wahlkampf der Hintergrund, vor dem die Arbeit der Presse-Leute als Versuch, Presselenk ... [weiterlesen]
684.

Cakewalk

Der Cakewalk, der zu den grotesk-übertreibenden Inszenierungsweisen der Bewegung auf der Bühne der populären schwarzen Jazzkultur gehörte, geht auf eine Tradition der Sklavenarbeiter der großen Südstaaten-Plantagen zurück, die an ihren freien Sonntagnachmittagen mit stark nach hinten gedrücktem Oberkörper den gravitätischen Gang der Gutsbesitzer nachahmten/verulkten. Ironischerweise berichtet die Leg ... [weiterlesen]
685.

British International Pictures (BIP)

... arieté) engagiert wurden. Eine geschickte Personalpolitik (bereits 1927 wurde der junge Alfred Hitchcock für zwölf Jahre verpflichtet) und hohe Produktionsstandards führten dazu, dass eine große Zahl der wichtigsten englischen Filme der späten 1920er und 1930er Jahre unter dem Namen BIP bzw. ABPC gedreht wurden. Noch nach dem Krieg entstanden Filme wie Piccadilly Incident (1946, Herbert Wilxox), Stage Fright (1950, Alfred Hitchcock) oder The Dam Busters (1955, Michael Anderson). Nach dem Krieg hatte Warner Bros. 37,5% der Firma gekauft, brachte aber 800 Kinos in den USA in das Geschäft ein. 1956 übernahm Warner-Pathé den Vertrieb der ABPC-Filme. Die Produktion wurde bis in die späten 1950er aufrechterhalten; danach ging die Bedeutung des Studios zurück. 1969 kaufte EMI den Komplex auf (es arbeitete 1969-71 mit Bryan Forbes als verantwortlichem Chef), bis es in den 1980ern an Cannon überging.Literatur: Helbig, Jörg: Geschichte des britischen Films. Stuttgart/Weimar: Metzler 1999, S. 28-31. – Ryall, Tom: A British Studio System: The Associated British Picture Corporation and the Gaumont-British Picture Corporation in the 1930s. In The British Cinema Book Ed. by Robert Murphy. 2nd ed. London: BFI 2001, S. 35-41. ... [weiterlesen]
686.

nanar

... quo; Wood (1924-1978), der sich mit berüchtigten Werken wie dem Science-Fiction-Film Plan 9 from Outer Space(USA 1958) den Titel „schlechtester Regisseur der Welt“ erwarb, jedoch bis heute eine große Fangemeinde besitzt und zu mancher Parodie Anlass gibt. Literatur: Grey, Rudolph: Nightmare of ecstasy: the life and art of Edward D. Wood, Jr. Portland, OR: Feral House 1994. – Medved, Harry / Medved, Michael: The Golden Turkey Awards: nominees and winners, the worst achievements in Hollywood history. New York: Perigee Books 1980. – Rhodes, Gary D. (ed.): Horror at the drive-in: essays in popular Americana. Jefferson, N.C.: McFarland 2003. ... [weiterlesen]
687.

Roadshow

auch: road show(1) Als roadshow wird eine Auswertungsform von Hollywood-A-Filmen und Blockbustern bezeichnet, die sich auf wenige Kinos in großen Städten konzentriert. Roadshow-Veranstaltungen finden einzelfall-artig statt, nicht als dauernde Angebote; die Eintrittspreise sind höher, meistens wird mit Vorbestellungen und Platzkarten gearbeitet (darum auch die eher abfällige Rede vom reserved-seater). Das Prestige der Theater-Auff ... [weiterlesen]
688.

landmark film

Als landmark film werden solche Filme genannt, die hinsichtlich ihrer technischen, ästhetischen oder politischen Qualitäten Durchbruchs- oder Vorbildcharakter haben. So gelten The Jazz Singer (1927) als erster Tonfilm, Busby Berkeleys Footlight Parade (1933) – der den Stil der Berkeleyschen Musicalinszenierung zum ersten Mal markant vorführte –, Citizen Kane (1941) als großes Werk der Filmgeschichte überhaupt ode ... [weiterlesen]
689.

Blindbuchen

... auml;ft zu minimieren. Es handelt sich dabei jedoch um eine mittlerweile in vielen Staaten illegale (Verleih-)Praxis, die in der Vergangenheit unverhältnismäßig nicht nur Verleiher, sondern auch große Kinoketten bevorteilt hat. Das block booking und blind bidding gehörte zu den wirtschaftlichen Standardpraktiken Hollywoods in der Studioära, bevor die Paramount Decrees von 1948 den Hollywoodstudios derartige Verleihpraktiken untersagt haben. ... [weiterlesen]
690.

amour fou

... t und wird nicht durch die Kompromisse des Alltags „entweiht“ – endet sie doch fast immer tragisch, bleibt unerfüllbar. Im Kino ist die ‚amour fou‘ von Beginn an als eines der großen romantischen Motive der Liebe immer wieder dargestellt worden. Ultimo Tango a Parigi (1972, Bernardo Bertolucci) erzählt von einem Versuch einer rein körperlichen Beziehung. Ai no borei (dt.: Im Reich der Sinne, 1978, Nagisa Oshima) erzählt von der ekstatischen Leidenschaft eines Paares, das bis zum Selbstopfer in der gemeinsamen Liebe aufgeht. Vom Verfall jeder moralischen Kontrolle in der ‚mad love‘ (vor allem mit einer ‚femme fatale‘) erzählen die verschiedenen Adaptionen des Krimi-Klassikers The Postman Always Rings Twice (1934) von James M. Cain. Das einseitige Begehren ist eine der Varianten der ‚amour fou‘ – Bunuel hat in Cet obscur objet du désir (1977) von der Verweigerung eines Hausmädchens erzählt, durch die ein vermögender Mann den Wahnsinn der Liebe und den Zustand der Erniedrigung kennenlernt; eine ähnliche Geschichte erzählt L‘École de la chair (1998, Benoît Jacquot) aus weiblicher Perspektive; auch La dentillere (1977, Claude Goretta) und L‘Histoire d‘Adèle H. (1976, François Truffaut) erzählen von einseitigen weiblichen Lieben, die in vollständigem Realitätsverlust der Heldinnen enden. Mit dem Tod des Paares enden eine ganze Reihe ‚verrückter Lieben‘ – erinnert sei an Truffauts Jules et Jim (1961), an die kulinarisch untersetzte Liebe in Tampopo (1985, Juzo Itami). Diese Beispiele sind Extremformen der dramatischen Entgegensetzung der Liebesbeziehung gegen äußere Ansprüche der Ziemlichkeit und der (politischen und moralischen) Korrekt ... [weiterlesen]
691.

Tod des Autors

... der ‚Tod des Autors‘ mit der ‚Geburt des Lesers‘ und einer neuen Begründung der Rezeptionsästhetik einher.In der Filmtheorie spielte die Diskussion um den Rang des Autors keine große Rolle – drängen sich doch gerade bei populären Produktionen des Kinos ideologiekritische, diskurstheoretische und rezeptionsbezogene Untersuchungsmethoden auf; gleichwohl ist der Autorenzugang nach wie vor einer der mächtigsten Methodenzweige der Filmwissenschaft geblieben.Literatur: Barthes, Roland: La mort de l’auteur [1968]. Wiederabgedr. in: Oeuvres complètes. Tome II: 1966-1973. Paris: Seuil 1994, S. 491-495. Engl. als „The Death of the Author“ in: Image – Music – Text. London 1968, 142-148. Dt. als: „Der Tod des Autors“ in: Texte zur Theorie der Autorschaft. Stuttgart: Reclam 2000, S. 185-197. - Kristeva, Julia: Bakhtine, le mot, le dialogue et le roman [1967]. Als: „Le mot, le dialogue et le roman“ wiederabgedr. in: Semiotiké. Recherches pour une sémanalyse. Paris: Seuil 1978, S. 82-112. – Foucault, Michel: Qu'est-ce qu'un auteur? [1969]. Mit späteren Varianten u. Erg. wiederabgedr. in: Dits et écrits 1954-1988. Tome I: 1954-1969. Paris: Gallimard 1994, S. 789-821. Dt. als „Was ist ein Autor?“ in: Schriften zur Literatur. Frankfurt: Fischer 1988, 7-31. Repr. in: : Texte zur Theorie der Autorschaft. Stuttgart: Reclam 2000, S.198-229. ... [weiterlesen]
692.

Amphibischer Film

... dlich, das Fernsehen setze seine ästhetischen Erwartungen durch, weil es finanziell stärker ausgestattet sei als die Kinoindustrie, gerade der Mehrdreh für die Langfassung müsse mit übergroßem Zeitdruck beim Dreh erkauft werden etc.Literatur: Rohrbach, Günther: Das Subventions-TV. Plädoyer für den amphibischen Film. In: Jahrbuch Film, 1977/78, 1978, S. 95-100.  ... [weiterlesen]
693.

Dokumentarspiel

... enheimer“ (HR 1964) und „Die Geschichte des Joel Brand" (WDR 1964) oder „Die Ermittlung“ von Peter Weiss (WDR 1966). Die spielerische Behandlung vergangener Themen ist bis heute eine der großen Fernsehgattungen geblieben – erinnert sei an die auch formal Neuland betretenden Arbeiten Heinrich Breloers (Einmal Macht und zurück..., 1995; Das Todesspiel, 1996; Die Manns, 2001). Literatur: Neubauer, Franz: Geschichte im Dokumentarspiel. Paderborn/München/Wien/Zürich: Schöningh 1984 (Geschichte, Politik und Massenmedien. 2.). – Paget, Derek: True stories? Documentary drama on radio, screen and stage. Manchester [...]: Manchester University Press 1990.  ... [weiterlesen]
694.

Musical

... selbst in den jüngeren Beispielen im Kern erhalten geblieben. Auch wenn die Hochphase des schon oft totgesagten Genres eindeutig in der Zeit von 1930 bis 1960 zu verorten ist, erfreut es sich nach wie vor großer Beliebtheit. Neben aufwendigen Hollywood-Produktionen (Chicago, 2002) entstehen heute außerdem immer wieder innovative europäische Variationen des amerikanischen Musical-Formats.Literatur: Altman, Rick (ed.): Genre: The Musical. London/Boston: Routledge&Kegan Paul 1981. – Cohan, Steven (ed.): Hollywood Musicals. The Film Reader. London/New York: Routledge 2002. – Feuer, Jane: The Hollywood Musical. Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press, 2nd ed. 1993. – Green, Stanley: Encyclopedia of the Musical Film. New York: Oxford University Press 1981. – Hischak, Thomas S.: Film it with music. An encyclopedic guide to the American movie musical. Westport, Conn. [u.a.]: Greenwood Press 2001. – Stern, Lee Edward: Der Musical-Film. München: Heyne 1974. ... [weiterlesen]
695.

Swissorama

... tertainment in Los Angeles zusammen. Nach Überarbeitung von Kamera und Projektor wurde das System unter dem neuen Namen Imagine 360 für eine Handvoll weiterer Filme verwendet, die überwiegend auf großen internationalen Ausstellungen zu sehen waren.Das Swissorama in Luzern wurde im Frühjahr 2002 geschlossen und durch ein anderes Exponat ersetzt.  ... [weiterlesen]
696.

Castle Rock Entertainment

... ndungspartnern (41%) gehörten. Time Warner übernahm ihrerseits TBS (1996). Der Versuch, Castle Rock zu verkaufen, misslang (vermutlich, weil der Demi-Moore-Film Striptease, 1996, sich als überaus großer Flop herausstellte). Im Dezember 1996 ließ Time Warner verlautbaren, dass die Firma im Konzern verbleiben würde und ca. fünf Produktionen pro Jahr realisieren sollte. Zu ihnen zählen Mickey Blue Eyes (1999), The Green Mile (1999), Miss Congeniality (2000), Two Weeks Notice (2002) oder Polar Express (2004). ... [weiterlesen]
697.

Fan-Fiction

auch: fanfiction; manchmal auch: fanfic, fan-ficAls Fanfiction wird eine Geschichte bezeichnet, die von einem Fan geschrieben wurde. Die produktiven Aktivitäten von Fans sind bislang noch ganz unerforscht geblieben. Besonders häufig treten sie in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy und Animation auf. In der Rezeption von Animes oder Mangas z.B. finden sich eine große Vielzahl von Geschichten (die teilweise auch als Comic-strips aus ... [weiterlesen]
698.

Kriegsberichterstatter

... eger, eine möglichst hohe Auflage zu verkaufen. Bis zum Ersten Weltkrieg kam es zur Institutionalisierung des Berufs des Kriegsberichterstatters – vor allem Großbritannien und Frankreich bauten große Propagandaapparate zur „geistigen Kriegsführung“ auf. Im Zweiten Weltkrieg lagen ganze „Propaganda-Kompanien“ an der Front, die alle am Öffentlichkeitsapparat beteiligten Medien mit aktuellen und authentischen Bildern und Berichten versorgten. Der Vietnamkrieg (1963-1973) - der „Krieg im Wohnzimmer“ – war der erste (und bisher einzige) Krieg ohne offizielle Zensur - mit fatalen Konsequenzen für das öffentliche Ansehen der US-Truppen und ihres Einsatzes; schon 1967 arbeiteten 700 Journalisten und Reporter in Vietnam, die die internationale Anti-US-Kampagne mit aktuellen Bildern unterstützen konnten. Nach dem öffentlichen Desaster von Vietnam finden seitdem Kriege und Konflikte ohne journalistische Zeugen statt – resp. vor solchen, die sich schon im Vorfeld der Kontrolle durch die Kriegführenden unterworfen haben: Journalisten erhalten als exklusive Zeugen Zutritt zum Geschehen (embedded journalists), wenn sie sich umgekehrt verpflichten, ihre Produkte zensieren zu lassen.Im Film ist die Rolle des Kriegs(bild)korrespondenten mehrfach durchgespielt worden (The Story of G.l. Joe, USA 1945, William Wellman; Die Fälschung, BRD 1981, Volker Schlöndorff; Welcome to Sarajewo, Großbritannien 2000, Michael Winterbottom). Immer wieder steht der Kriegsreporter in Distanz zum Geschehen, als Zyniker oder als Moralist; und er gerät auf die Seite d ... [weiterlesen]
699.

Indian Peoples' Theatre Association (IPTA)

1943 in Bombay gegründete Theaterbewegung mit großem Einfluss auf den indischen Film. Zunächst als antifaschistische Organisation nach europäischem Vorbild gegründet, wurde die IPTA nach der Unabhänigkeit zur sozialistischen und antikolonialistischen Bewegung, die eng mit der kommunistischen Partei Indiens und der „Progressive Writers‘ Association“ verbunden war.Der Schriftsteller und Drehbuchautor K.A ... [weiterlesen]
700.

Folklore im Film

... uren eine wichtige Rolle. Meist handelt es sich dabei um Klischees: Es werden mit Vorliebe solche „folkloristischen“ Phänomene gezeigt, die über eine Kultur weidlich bekannt sind und einen großen Wiedererkennungs-Effekt haben. So verzichten Filme über afrikanische Ethnien oder Südsee-Kulturen, von Murnaus Tabu (1931) bis zu Abenteuerfilmen wie Allan Quatermain and the Lost City of Gold (1987), selten auf die obligatorischen schamanistischen Tänze, auf Trommelmusik und die typischen Baströckchen oder Masken. Kaum ein Orientabenteuer der 1940er und 1950er Jahre, in dem eine Bauchtanz-Szene fehlte. Im deutschen Heimatfilm tragen die Damen adrette Dirndl, die Herren üben sich im Schuhplattler. Und wenn es Filmhelden nach Rio verschlägt, wie James Bond in Moonraker (1979), dann zur Zeit des berühmten Karnevals. Angesichts der zahllosen Beispiele nimmt es nicht wunder, wenn man das Folkloristische als eine entfrem ... [weiterlesen]
701.

Doordarshan

... ordashan wurde allerdings erst 1982 kommerziell. Die kommerziellen Sendungen des Senders basieren zumeist auf Filmen. Die bekanntesten und erfolgreichsten Miniserien des Senders sind die Verfilmungen der beiden großen Epen Indiens, Ramayan (1986-88, R: Ramanand Sagar) und Mahabharat (1988-90). Doordarshan hatte lange Zeit nicht nur ein Monopol auf Werbung, sondern auch auf Nachrichten und stellte nicht nur deshalb einen wichtigen politischen Faktor dar.Doordashan begann 1988, gemeinsam mit dem „National Film Development Corporation“ Filme zu finanzieren. (Ähnlich dem Film-Fernseh-Abkommen in Deutschland und Österreich.) In der Folge wurden u.a. Filme von Aravindan. Adoor Gopalalkrishnan, Girish Kasaravalli, Mira Nair und Mani Kaul koproduziert. Diese Filme wurden zumeist in einer Spätnacht-Programmschiene gezeigt.1992/93 forderte der Kabelsender STAR-TV ... [weiterlesen]
702.

Fernsehfestivals

... Sie sind damit nicht nur für den Vertrieb fertiger, sondern auch für die Finanzierung künftiger Produktionen von Bedeutung. Festivals bieten Gelegenheit zu Marktkontakten, die nicht über die großen Rechtehändler und -inhaber, die oft international operierenden Fernsehanstalten oder ausschließlich über Einschaltquoten vermittelt sind, sondern das unmittelbare Produkt zur Kenntnis nehmen. Außerdem finden sich reine Fernsehmessen, Märkte oder Messen für den Vertrieb von TV-Programmen (wie das NATPE in Las Vegas oder das MIP-TV in Cannes).Zu den wichtigsten Festivals des Fernsehens gehören:– Alberta: BANFF Television Festival– Amsterdam: IBC (internationale Medientechnik-Messe; Preise: Nombres d́Or)– Baden-Baden: Fernsehfestival– Berlin: Prix Europa– Biarritz: Festival International de Programmes Audiovisuels (FIPA)– Cannes: ... [weiterlesen]
703.

Folklore: Film als Folklore

... ich explizit eine „folkloristische“ Gattung als Stoffgrundlage wählt und entsprechend Motive und Handlungsmuster dieser „Volkskunst“ benutzt. Das betrifft, wenn auch indirekter, das große Hollywoodkino, das für seine Filmerzählungen oft Sagen, Mythen und deren Strukturen und Figuren verwendet, wie Christopher Vogler in seiner Studie zur „Odyssee des Drehbuchschreibers“ ausführt: Der Film als populäre Kunst ließe sich ähnlich wie das Fernsehen in diesem Sinn als moderne Fortschreibung von Folklore oder sogar als moderne Folklore ansehen, der allerdings jede regionale Bindung verloren gegangen ist.Literatur: Koven, Mikel J.: Folklore Studies and Popular Film and Television: A Necessary Critical Survey. In: Journal of American Folklore 116, 2003, S. 176-195. ... [weiterlesen]
704.

Flapper

... 25, und dem Sequel But Gentlemen Marry Brunettes, 1928) festgehalten.Im Film wurde das Flapper Girl u.a. von Clara Bow, Luise Brooks und Joan Crawford gespielt. Flapper-Filme erfreuten sich in den 1920er Jahren großer Beliebtheit, sie waren zumeist romantische Komödien, die bekanntesten waren The Flapper (1919), Wine of Youth (1924) von King Vidor, Our Dancing Daughters (1928) mit Joan Crawford, die Clara-Bow-Filme vor It (1927).Der Flapper-Film hatte Mitte der 1920er Jahre seinen Höhepunkt und endete mit der Stummfilmära, als das Jazz Age durch die Depression abgelöst wurde. Literatur: Basinger, Jeanine: Flappers. Colleen Moore and Clara Bow. In: Silent Stars. New York: Knopf 1999, S. 411-449. – Higashi, Sumiko: Virgins, Vamps, and Flappers. The American Silent Movie Heroine. St. Albans, Vt.: Eden Press Women's Publications 1978. – Ross, Sara: „Good Little Bad Girls“: Controversy and the flapper comedienne. In: Film History 13,4, 2001, S. 409-423.  ... [weiterlesen]
705.

stripping

... nprinzip gesprochen wird). In der amerikanischen Praxis steht dem stripping das checkerboarding entgegen – dieses betrifft vor allem die Sendeplätze der Primetime und ist darum bemüht, diese mit großer Vielfalt, mit dem Eigenwert von Sendungen oder der Bedeutung eines Events attraktiv zu machen. Stripping dagegen setzt auf den sendertreuen Zuschauer, der regelmäßig an jedem Tag ein Programm einschaltet (idealerweise handelt es sich dabei um Shows und Serien).Stripping ist eine der Erscheinungsformen einer „Ästhetik der Sendeplätze“ im Fernsehen. Diese sind auf der einen Seite etwas Fixes, sie ziehen ein starres Gerüst in den Fluss der Programme ein. Sie sind auf der anderen Seite aber etwas Veränderliches – man könnte nicht zur gleichen Zeit in jeder Woche oder an jedem Tag die gleiche ... [weiterlesen]
706.

Austrian Film Commission (AFC)

Um den österreichischen Festivalfilm zu fördern, wurde 1986 die Austrian Film Commission gegründet. Die AFC repräsentiert den österreichischen Film auf allen großen Festivals und Messen, ist seine Auslandsvertretung. Der Erfolg österreichischer Filme auf Festivals ist auch der Arbeit der AFC zu verdanken. Finanziert wird sie aus öffentlichen Mitteln und aus Geldern der Filmwirtschaft. Die Arbeit des AFC wird ... [weiterlesen]
707.

Hot Spot

engl.; wörtl.: heißer Fleck(1) Wenn in einem Projektions-Bild eine Zone liegt, deren Helligkeit stark über dem Licht-Durchschnitt des Restbildes liegt, spricht man von einem hot spot. Hot Spots treten bei großen Rückprojektionsflächen auf, weil der Bereich, in dem der Projektor hinter der Leinwand steht, sich vom Rest des Bildes abhebt (man hat versucht, den Effekt auszugleichen durch die Verwendung mehrerer Projektore ... [weiterlesen]
708.

Österreichisches Filminstitut (ÖFI)

... n mit dem österreichischen Rundfunk (ORF).1989 wurde das Filmförderungsgesetz novelliert, seit damals gibt es – über das ÖFI - auch eine Referenzmittelförderung für Filme mit großen kommerziellen und/oder künstlerischen Erfolg. 1993 erfolgte die Umbenennung in Österreichisches Filminstitut, das ÖFI zog in das Filmhaus am Spittelberg im siebten Wiener Gemeindebezirk ein.Langjähriger Geschäftsführer des ÖFI bzw. des FFF war Gerhard Schedl, dessen Agenden 2003 von Roland Teichmann übernommen wurden. Weitere Informationen: www.filminstitut.at. ... [weiterlesen]
709.

kokumin-eiga

Das japanische Wort kokumin bedeutet soviel wie „zwei Leute, Bürger, Volk“; es wird insbesondere in Ausdrücken verwendet, die „nationale Errungenschaften der Japaner“ bezeichnen. Ein Kokumin-eiga („Nationalfilm“) ist somit ein Film über die japanischen Menschen und behandelt Fragen von großem nationalen Prestige.Insbesondere während der Jahre 1939-1945 wurde auf der Grundlage eines speziel ... [weiterlesen]
710.

O-namida-choodai-mono

auch: o-namida-chôdai-mono; von japanisch namida = „Träne; auch: Gefühl“ + chôdai = „bemerkenswert groß“ + mono = „Geschichte, Erzählung, Spielfilm; eigentlich: -Ding“. Wörtlich ungefähr: „Riesentränen-Geschichte“, „Film der großen Gefühle“Der Ausdruck bezeichnet einen Film, in dem kräftig auf die Tränendrüsen der Zusc ... [weiterlesen]
711.

Twickenham Film Studios

Die Twickenham Film Studios wurden 1913 auf dem Gelände einer Eislaufbahn in St. Margaret‘s, Richmond-upon-Thames errichtet und wurden die Heimat der London Film Company, die Ralph Jupp 1913 ins Leben gerufen hatte. Die Firma war von Beginn an auf den internationalen Markt ausgerichtet. Der auf dem Roman Rodney Stone von Arthur Conan Doyle basierende erste Film des Studios – The House Of Temperley (1913) – wurde ein große ... [weiterlesen]
712.

Jun-bungaku eiga

... mischen Interpretationen mit durchaus gesellschaftskritischen Ansätzen vorzustellen.Beispiele: Verfilmt wurden Romane von Autoren/Autorinnen des 20. Jahrhundert wie Kan Kikuchi (1888-1948), selbst Chef des großen Filmstudios Daiei, Yasunari Kawabata (1899-1972, Literaturnobelpreis 1968), Fumiko Hayashi (1904-1951), Sawako Ariyoshi (1931-1984). Der Drehbuchautor und Szenarist Toshio Yasumi ist zwischen 1937-1976 allein mit fast 100 verfilmten Titeln vertreten. Gerade auch Regieroutiniers haben sich immer wieder mit jun-bungaku auseinandergesetzt (zu nennen sind hier etwa: Tadashi Imai (1912-1991), Umeji (= Umetsugu) Inoue (1923- ), Keisuke Kinoshita (1912-1998), Yasuzô Masumura (1924-1986), Noboro Nakamura (1913-1981), Shirô Toyoda (1906-1977) und Kozaburo Yoshimura (1911-2000)).Literatur: Richie, Donald: A hundred years of Japanese film: a concise history. With a selective guide to videos and Dvd's. Tokyo / New York: Kodansha International 2001, S. 134-176. ... [weiterlesen]
713.

kakushin eiga

... uuml;hrte die melodramatische Nikkatsu-Schule des shinpa-Films später zu formaler Vollendung.Leider sind fast alle Filme aus jener Zeit durch das verheerende Erdbeben von 1923 in der Region Kanto, das auch große Teile Tokyos zerstörte, vernichtet oder bleiben verschollen. Literatur: Bernardi, Joanne: Writing in light: the silent scenario and the Japanese Pure Film Movement. Detroit: Wayne State University Press 2001, bes. S. 26-27. – Gerow, Aaron: One print in the age of mechanical reproduction: film industry and culture in 1910s Japan. In: Screening the Past 11, 2000, URL: http://www.latrobe.edu.au/screeningthepast/firstrelease/fr1100/agfr11e.htm. – Masumoto, Kiyoshi: Riarizumu no eiga ["Filmischer Realismus"]. In: Katsudo Kurabu 4,5, Mai 1921, S. 28-29. ... [weiterlesen]
714.

Politikerfilm

... alisches Rührstück, als ideologisch aufbereiteter Thesenfilm, als manifeste Propaganda oder als bittere Dystopie mit Anspruch auf Systemkritik. Filme, in deren Zentrum eine Politikerin steht, sind die große Ausnahme (allerdings nur im Fall von historisch belegbaren Personen).Beispiele: Young Mr. Lincoln (USA 1939, John Ford); L‘Aveau (Frankreich/Italien 1969, Constantin Costa-Gavras); Dimenticare Palermo (Italien 1989, Francesco Rosi). ... [weiterlesen]
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Cautio-Treuhandgesellschaft

Um die Kontrolle über die gesamte Filmwirtschaft zu erlangen, wurde 1935 eine staatliche Scheinfirma mit dem Namen „Cautio-Treuhandgesellschaft” gegründet. Die Firma hatte den Auftrag, alle Filmfirmen, Verleihe und Kinos aufzukaufen, um ein großes zentralisiertes Staatskinowesen zu erschaffen. Als Vertreter der Cautio trat der Reichsbeauftragte für den deutschen Film, Max Winkler, auf. Dieser Vorgang dauerte von 1935 ... [weiterlesen]
716.

Daiei

... e japanischen Filmstudios zu zwei Firmen zusammengefasst; der Produzent Masaichi Nagata konnte die japanische Regierung zur Gründung einer dritten Firma überreden, die er Dai-Nippon Eiga (etwa: „großer japanischer Film“) nannte. Zwar wurde Nagata wegen Bestechlichkeit verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, doch konnte Daiei überleben. Regisseure wie Kon Ichikawa, Kenji Mizoguchi und Teinosuke Kinugasa wurden langfristig an das Studio gebunden, das sich auf historische Filme ( jidai-geki) spezialisierte. Insbesondere die Chambara-Filme mit Raizo Ichikawa, Shintaro Katsu und Tomisaburo Wakayama – Chambara ist ein populäres Subgenre des Jidai-Geki, in dem historische Vorgänge sehr aktionsreich gezeigt werden, um moderne Parallelen deutlich zu machen –, aber auch die als gew ... [weiterlesen]
717.

Nikkatsu

auch: Nikkatsu Corp.Nikkatsu ist das älteste der großen japanischen Studios. Es wurde 1912 von vier Filmhändlern in Tokio – Yoshizawa, M-Pathé, Hukuhou-do und Yokota – als Nihon Katsudo Film gegründet; zu der später Nikkatsu genannten Firma gehörte das Mukojima-Studio, das sich auf die Herstellung von Shinpa-Filmen spezialisierte. 1918 produzierten die Studios – inzwischen war das Daishogun-Stud ... [weiterlesen]
718.

Shintoho Corp. / Shintoho Motion Picture Company

... , gedacht. Nach einigen Erfolgen in den 1940er Jahren (Sambyaku-rokujugo ya [365 Nächte], 1948, Kon Ichikawa) gründete die Firma einen eigenen Verleih (1949), Als die Firma anfangs der 1950er Jahre in große finanzielle Schwierigkeiten kam, begann sie, Filme für ein Massenpublikum zu produzieren – in der Gegenwart spielende, aktionsreiche Krimis und Thriller (die auch wegen einiger Nacktszenen bekannt wurden), Kriegsfilme und Serien für Kinder. Trotz mancher Erfolge und einiger Klassiker der Filmgeschichte – zu ihnen rechnen Saikaku Ichidai Onna (Das Leben einer Frau nach Saikaku, 1952, Kenji Mizoguchi), Okasan (Mutter, 1952, Mikio Naruse) oder Entotsu no mieru Basho (Von wo die Schornsteine zu sehen sind, 1953, Heinosuke Gosho) – ging die Firma 1961 in den Konkurs.  ... [weiterlesen]
719.

Toho / Toho Co., Ltd.

... en Kultur- und Sachfilmen wuchs die Firma in der Kriegszeit zum größten japanischen Studio heran, wurde dann aber in harte Arbeitskämpfe verstrickt. Als Reaktion darauf verließen 1947 eine große Anzahl von Mitarbeitern, darunter diverse Stars und Regisseure, die die Mutterfirma und gründeten Shintoho (= Neue Toho). Viele kehrten im Lauf der nächsten Jahre zu Toho zurück, weil der ökonomische Erfolg des Studios attraktive Arbeitsmöglichkeiten eröffnete. Der Präsident Ichizo Kobayashi wagte Ende der 1940er Jahre den Sprung auf den internationalen Markt und konnte die Überraschungserfolge Shichinin no Samurai (Die sieben Samurai, 1954) von Akira Kurosawa und Gojira (Godzilla, 1954) von Inoshiro Honda verbuchen. Damit war Toho gleichzeitig mit intellektuell-anspruchsvollen Filmen und reiner Unterhaltungsware, die sich zu einem ganzen Genre des Monsterfilms auswuchs, auf dem i ... [weiterlesen]
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Schlagerfilm

... hebt nahezu keine Ansprüche, sondern hangelt sich von Auftritt zu Auftritt und ist nicht selten unfreiwillig komisch. In der Regel fehlt dem Schlagerfilm nicht nur das formale Raffinement, sondern auch die große (emotionale) Geste, die im strukturell verwandten amerikanischen Musical in ebenso rauschhaften wie berauschenden Nummern zum Ausdruck kommt.Beispiele: Du bist wunderbar (Paul Martin, BRD 1959); Freddy, die Gitarre und das Meer (Wolfgang Schleif, BRD 1959); Liebesgrüße aus Tirol (Franz Antel, Österreich 1964).Literatur: Hagener, Malte / Hans, Jan (Hrsg.): Als die Filme singen lernten. Innovation und Tradition im Musikfilm 1928-1938. München: Ed. Text + Kritik 1999. – Hobsch, Manfred: Liebe, Tanz und tausend Schlagerfilme. Ein illustriertes Lexikon mit allen Kinohits des deutschen Schlagerfilms von 1930 bis heute. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1998.(2) In der Populärmusik bezeichnet „Schlager“ ein in Mode befindliches, allgemein ... [weiterlesen]
721.

Dokudrama

... r allem in den USA als Fernsehformat entwickelt, dort schon früh gelegentlich als Mehrteiler konzipiert. Seit den 1980er Jahren finden sich Dokudramas auch vermehrt im deutschen Fernsehen und erfreuen sich großer Beliebtheit, wie beispielsweise Heinrich Breloers populäre Dreiteiler Die Manns – Ein Jahrhundertroman (BRD 2001) und Speer und Er (BRD 2004) zeigen. Literatur: Ebbrecht, Tobias / Steinle, Matthias: Dokudrama in Deutschland als historisches Ereignisfernsehen – eine Annäherung aus pragmatischer Perspektive. / Hißnauer, Christian: Das Doku‑Drama in Deutschland als journalistisches Politikfernsehen – eine Annäherung und Entgegnung aus fernsehgeschichtlicher Perspektive. In: Mediewissenschaft, 3, 2008, S. 250‑265. – Hißnauer, Christian: Fernsehdokumentarismus. Theoretische Näherungen, pragmatische Abgrenzungen, begriffliche Klärungen. Konstanz: UVK 2011. – Lipkin, Steven N.: Docudrama performs the past: Arenas of Argument in Films Based on True Stories. Newcastle upon Tyne: Cambridge Scholars Publishing, 2011. – Rhodes, Gary D. / Springer, John Parris (eds.): Docufictions: Essays on the Intersection of Documentary and Fictional Filmmaking. Jefferson [#SYMBOL  \f "Symbol"188]: McFarland 2006.   ... [weiterlesen]
722.

Quartierstudie

... ens ist ein bestimmtes Quartier einer Großstadt – Montmartre, Kreuzberg, East Village, St. Pauli, Langstraße etc. –, in dem meist kleine Leute leben. Das Quartier selbst hat einen ebenso großen Stellenwert wie das Figurenpersonal, und der Film bezieht einen Großteil seiner atmosphärischen Dichte aus dem oft spröden Charme des jeweiligen Quartiers, aus den Alltagsvollzügen. Wie die Milieustudie ist auch die Quartierstudie einem realistischen Stil verpflichtet. Gedreht wird in der Regel an Originalschauplätzen und nicht selten mit Laiendarstellern. Beispiele finden sich zu allen Zeiten der Filmgeschichte, sind vor allem angeregt worden durch das Bemühen des italien ... [weiterlesen]
723.

On-Air-Promotion

... ldquo; zu kontrollieren. Eigenwerbung dient drei Werbezwecken: (1) das einzelne TV-Movie als Programmereignis herausstellen, (2) den Programmplatz und seinen Titel („Der grosse TV-Roman“, „Der große SAT.1 Film“, „Fernsehfilm der Woche“, „Deutsches Kino“, etc.) bewerben sowie zugleich (3) das Sender-Image über Programmplatz und Programmereignis kommunizieren. On-Air-Promotion nutzt die folgenden Typen resp. Funktionen von Trailern: Event- oder Filmtrailer, die ein Programmereignis ankündigen; Reminder kurz vor der Sendung, in verkürzter Form, wenn ein Trailer das Ereignis bekannt gemacht hat; Teaser als Hinweis am Ende einer Sendung auf die nach dem Werbeblock nächstfolgende (5-10 Sekunden), die wie „Cliffhanger“ eingesetzt werden; Episodentrailer bei Reihen oder Serien am Ende einer Folge, die auf die Hand­lung einer nächsten Folge hinweisen; Produktionstrailer („making of“), die meist als Magazinbeiträge ausgestrahlt werden; Kombitrailer oder Blocktrailer, die auf zwei aufeinanderfolgende Sendungen (oft verwandter Art) hinweisen; Imagetrailer, die bspw. ein Feiertagsprogramm bewerben, ohne im engen Sinne übe ... [weiterlesen]
724.

corporate design / corporate identity

auch im Dt. üblich; manchmal auch in der Kurzform: CD bzw. CI; von dem engl. Adjektiv corporate = zu einer großen Firma gehörig; davon abgeleitet das Substantiv corporate = corporate companyUnternehmensdesign, das in der gleichartigen Gestaltung aller Produkte und Verpackungen sowie im äußeren Erscheinungsbild eines Unternehmens seinen Ausdruck sucht. Es soll die Geschlossenheit der Unternehmensidentität als Basis von ... [weiterlesen]
725.

Religion im Film

Fragen religiöser Zugehörigkeit, Glaubensfragen und Konflikte zwischen Religionen werden in allen filmischen Gattungen behandelt. Die Spannbreite ist groß und lässt vieles zu: üppige Ausstattungs- und Kostümfilme, die vor dem Hintergrund der „großen“ Ereignisse des Christentums spielen (Kreuzzüge, Reformation); hymnische Bibelverfilmungen und Heiligenlegenden sowie der Passion Christi nachempfunde ... [weiterlesen]
726.

Eidophor

... , kam aber auch bei Werbe- und Verkaufsvorführungen zum Einsatz. Der Name Eidophor bezeichnet einen Projektor, der mit Hilfe von drei sogenannten „Lichtventilen“ Farbfernsehbilder auf eine sehr große Leinwand projiziert. Bei dem Verfahren wird eine Ölschicht auf einem sphärischen Reflektor durch ein von einem Elektronenstrahl eingeschriebenes Ladungsmuster deformiert. Das Licht erfährt bei der Reflexion keine Abschwächung, sondern wird an jenen Stellen, an denen der Ölfilm deformiert ist, nur etwas in der Richtung geändert (phasenmoduliert). Vereinfacht gesagt: Lichtstrahlen, die am Reflektor nicht in ihrer Richtung geändert wurden, werden zur Lampe zurück reflektiert, jene, deren Richtung durch die deformierte Ölschicht geändert wurde, gelangen ins Projektionsobjektiv ... [weiterlesen]
727.

Bombay Talkies

Indisches Filmstudio, 1934 von Himansu Rai gegründet. In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war Bombay Talkies eines der größten Studios des Subkontinents. Es hatte eigene Hausregisseure, der Star des Studios war Devika Rani, zu den Autoren zählte u.a. Niranjan Pal. Das technische Team kam aus Europa, darunter auch der spätere Regisseur Franz Osten.Die Geschichte des Studios wird in drei große Phasen eingeteilt: (1) Di ... [weiterlesen]
728.

Prabhat Film Company

Indisches Filmstudio, 1929 als gemeinsame Unternehmung von fünf Schlüsselfiguren von Maharashtra Film in Kolhapur gegründet. Übersiedelte 1933 nach Puna. Die Prabhat Film Company war eines der wenigen Filmstudios, die es zu Ansehen in ganz Indien brachten. Der erste große Erfolg war V. Shantarams Amritmanthan 1934. Der Erfolg des Studios lag nicht zuletzt an den guten Übereinkommen, die man mit Verleihern hatte; spä ... [weiterlesen]
729.

World Film Corporation

Die World Film Corporation wurde von E. Mandelbaum und Philip Gleichman am 16.2.1914 in New York als Vertriebsfirma gegründet, nachdem das Paar einen großen Erfolg mit der Einfuhr einiger italienischen Großfilme, u.a. Gli Ultimi Giorni di Pompeii (1913), gehabt hatte. Mandelbaum verkaufte seine Anteile Mitte des Jahres. Danach wurde die Firma zu einer GmbH mit einem Stammkapital von 2 Millionen US-$ umgestaltet. Lewis J. Selznick wur ... [weiterlesen]
730.

Cultural Poetics

... ulturellen Poetik“ ein symbolisches und ein textuelles Phänomen – nur in Texten können die Sinnentwürfe formuliert werden, und sie manifestieren sich als Vielfalt der Bezugnahmen. Von großen historiographischen Metaerzählungen, die eine Gesamtsicht auf historische Entwicklung versuchen und nun als „totalisierende Gesamtbehauptungen“ kritisiert werden, schreitet die Methode der kulturellen Poetik fort zu einem anekdotischen Prinzip der Besprechung von Texten. Eine einheitliche Geschichte löst sich auf in „viele Geschichten“.Literatur: Greenblatt, Stephen: Schmutzige Riten. Betrachtungen zwischen Weltbildern. Berlin: Wagenbach 1991. Darin u.a.: Grundzüge einer Poetik der Kultur, S. 107-122. – Kaes, Anton: Filmgeschichte als Kulturgeschichte. In: Filmkultur zur Zeit der Weimarer Republik. Hrsg. v. Uli Jung & Werner Schatzberg. München: Saur 1992, S. 54-64. – Kriest, Ulrich: ‚Gespenstergeschichten‘ von Texten, die Texte umstellen. „New Historicism“ und Filmgeschichtsschreibung. In: Montage / AV 5,1, 1996, S. 89-118. ... [weiterlesen]
731.

Goldene Leinwand

Die „Goldene Leinwand“ wird seit 1964 vom Hauptverband Deutscher Filmtheater e.V. (HDF) und der Fachzeitschrift „Filmecho/Filmwoche“ für große Kinoerfolge deutscher und ausländischer Filme verliehen. Sie wird für programmfüllende Spiel-, Dokumentar-, Jugend- und Kinderfilme an die Verleihfirma des betreffenden Films vergeben, die binnen 18 Monaten mindestens 3 Millionen Zuschauer ins Kino geholt haben ... [weiterlesen]
732.

Schmuggler

... der Überträger des Ebola-Virus ein geschmuggelter Makake war).Im Unterschied dazu ist Rauschgiftschmuggel typischerweise in der Gegenwart angesiedelt, erfordert eine herbere Tonart und wird meist mit großer Härte, in Kriminalfilmen mit einem gelegentlich hohen Maß an Gewalt sowie vielfach mit dem Anspruch auf (pessimistische) Gesellschaftskritik dargestellt.Erst im neuesten Kino tritt das Thema des Menschenschmuggels auf – in Filmen wie In This World (2002, Michael Winterbottom) wird eine oft scharfe Kritik an den Abschottungen zwischen den Industriestaaten und dem Rest der Welt geübt. Ältere Menschenschmuggel-Geschichten erzählen fast ausschließlich von Befreiungsaktionen aus totalitären Staaten.  ... [weiterlesen]
733.

Mogul

(1) Nach dem mohammedanischen Herrscherhaus, das in Indien von 1526-1857 regierte, wird die Bezeichnung Mogul auf Figuren mit großer Finanzmacht und ausgeprägtem Gestaltungs- und Kontrollwillen in der Filmindustrie (wie auch in anderen Industriezweigen) übertragen. Die Macht der Mogule war wohl in der Studiophase am höchsten. Samuel Goldwyn, Harry Cohn und Louis B. Mayer gehören zu den prototypischen Mogul-Studiobossen, die ... [weiterlesen]
734.

Tycoon

im Deutschen gelegentlich: Taikun; von chines.: tai-kun = großer Prinz; tai-kun war die Bezeichnung, unter der der oberste Befehlshaber der japanischen Armee bei Ausländern bekannt war; neben dem Hollywood-Tycoon ist vor allem der „Öl-Tycoon“ alltagssprachlich üblichAls Tycoon bezeichnet man einen erfolgreichen, herrschsüchtigen, egozentrischen und reichen Unternehmer. Zu seinen Charakteristiken zählen neben ... [weiterlesen]
735.

Sound-Effekt-Maschinen

In der frühen Stummfilmzeit erfreuten sich Geräuschmaschinen, die in den Kinos synchron zur Filmvorführung benutzt und meist von einem Operateur bedient wurden, besonders in den USA großer Beliebtheit. In Europa dagegen verhielten sich das Publikum und die Liga der Kinobesitzer sehr zurückhaltend. Die beiden wichtigsten Apparaturen waren das Allefex aus England und due amerikanische Kinematophone Machine. Andere Apparate nan ... [weiterlesen]