Suchergebnisse für die Suche nach: höhe



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Höhepunkt I: Erlebensform

Höhepunkt meint den Punkt der höchsten Intensität, den Kulminationspunkt. Ganz im Sinne der allgemeinen Bedeutung von Höhepunkt wird das Filmerleben durch ein intensivstes Höhepunkt-Ereignis abgeschlossen. Es ist sicher kein Zufall, dass auch der Orgasmus als Höhepunkt bezeichnet wird. ... [weiterlesen]
2.

Höhepunkt II: narratologische Auffassung

Der Höhepunkt ist dann erreicht, wenn Prot- und Antagonist gezwungen sind zu handeln. Der Höhepunkt ist hier der Moment der Entscheidung, den zentralen Konflikt auszutragen. Die Entscheidung, die in der Höhepunkts-Szene gefällt wird, ist eine Alles-oder-nichts-Entscheidung. In High Noon (1952) ist der ... [weiterlesen]
3.

Kamerahöhe

engl.: camera angleMan unterscheidet gemeinhin die Normalstellung der Kamera – auf Augenhöhe der beteiligten Akteure – von den Bereichen der Aufsicht und der Untersicht. Die Aufsichten gehen bis zum top shot, der die Szene aus 90-Grad-Aufsicht registriert; die Untersichten enden mit den Froschperspektiven, bei denen die Kamera in Höhe der Fußlichter steht. Sehr selten sind Unte ... [weiterlesen]
4.

Tiefenkriterien: Höhe im Blickfeld

auch: relative Höhe im BlickfeldIn der Wahrnehmungspsychologie gehört die Höhe im Blickfeld zu den Tiefenhinweisen – Objekte, die sich höher im Blickfeld befinden, erscheinen tendenziell entfernter. Die Regel gilt, wenn die Gegenstände unter der Horizontlinie angeordnet sind. Oberhalb der Horizontlinie kehren sich die Tiefenwerte ... [weiterlesen]
5.

cheat shot

... zen zwischen den beiden Akteuren verringert werden; auch diese Manipulation fällt nur bei genauestem Sehen auf. (2) Einer der einfachsten Filmtricks ist die Suggestion eines Geschehens in großer Höhe, das tatsächlich in nur wenigen Zentimetern Höhe stattgefunden hat – zeigt ein Bild nicht die Lage des tatsächlichen Bodens, muss die Höhe des Geschehens aus Kontextdaten erschlossen werden. Harold Lloyd zappelt (in Feet First, 1930) einmal an der Fassade, als sei er auf der Höhe des zehnten Stocks. Die Kamera fährt am Ende der Sequenz zurück und zeigt ihn zehn Zentimeter über dem Trottoir an einem Gitter hängend – entlarvt; es bildet sich schnell eine Menschentraube. Auch das Dach, von dem Laurel und Hardy in Lauging Gravy (1931) herunterfielen, war nur 15cm vom Studioboden entfernt. Und dass Meryl Streep i ... [weiterlesen]
6.

DVC-Pro

DVC-Pro basiert auf dem DV-Format, arbeitet jedoch mit einer höheren Bandgeschwindigkeit (3,38cm/s) und einer anderen Farbabtastung (4:1:1). Das Kompressionsverhältnis von 5:1 ist dem DV-Format gleich. Durch die höhere Aufzeichnungsgeschwindigkeit verbessert sich die Störsicherheit gegenüber Bandaufzeichnungsproblemen.Eine bessere Bildqualität erreicht DV-Cam im Allgemeinen a ... [weiterlesen]
7.

Pyramidenschema

Gustav Freytags Dramaturgie (Die Technik des Dramas, 1863) gilt als Zusammenfassung der Gebrauchsdramaturgien des 19. Jahrhunderts und als nach wie vor gültiger Ausgangspunkt der Drehbuch-Dramaturgien. Er beschrieb die ideale Dramenstruktur als „pyramidalen Bau“: Der erste Teil der Handlung wird „aufsteigend“ genannt, er mündet in einen Höhepunkt, der den zweiten „absteigenden“ Teil der Handlung er&o ... [weiterlesen]
8.

Praktikabel

auch: Podest; engl.: platformZerlegbare Podeste, heute oft in genormter Größe, von unterschiedlicher Höhe, manche sogar höhenverstellbar, gehören zur Bühnenausstattung und bilden im Theater begehbare Bauteile zur Herstellung von Bodenerhebungen und Bühnenaufbauten aller Art. Im Film werden sie außerdem dazu verwendet, die relative weiterlesen]
9.

Italowestern

... vornherein zu. Die Filmmusik vieler Italo-Western stammt von Ennio Morricone, der mit seinen Filmmusiken entscheidend zur spezifischen Ästhetik des Italo-Western beitrug. Der Italo-Western erreicht seinen Höhepunkt in Leones Once Upon a Time in the West (Spiel mir das Lied vom Tod, 1968) und Corbuccis Il grande silenzio (Leichen pflastern seinen Weg, 1969). Die neuen, jungen und doch gebrochenen Helden des Italo-Western markierten bereits den Umschlag des Italo-Western zur Komödie und zur Parodie, die E.B. Clucher (d.i. Enzo Barboni) in seinen Filmen mit Terence Hill und Bud Spencer zu einem ersten Höhepunkt brachte (Lo chiamavano Trinità / Die rechte und linke Hand des Teufels, 1970, Continuavano a chiamarlo Trinità / Vier Fäuste für ein Hallelujah, 1971), in denen der Helden- und Männlichkeitskult des Genres parodiert wird. Höhepunkt dieser Entwicklung zur Western-Parodie ist Tonino Valeriis nach Leones Drehbuch gedrehte Western-Parodie Il mio nome è Nessuno (Mein Name ist Nobody, 1973), in dem Ernst und Satire aufeinandertreffen, wobei Terence Hill das neue parodistische Genre, Henry Fonda die Welt des klassischen Westerns vertritt.Literatur: Baumgarten, Oliver: Um sie weht der Hauch des Todes : der Italowestern – die Geschichte eines Genres. 2., erw. Aufl. Bochum: Schnitt-Verlag 1999. – Bruckner, Ulrich P.: Für ein paar Leichen mehr. Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute. Berlin: Schwarzkopf und Schwarzkopf 2002. – de España, Rafael: Breve historia del Western mediterráneo. La recreación europea de un mito americano. Barcelona: Glâenat 2002. – Hughes, Howard: Once upon a
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Wissensklufthypothese

engl.: Knowledge-Gap HypothesisDie zuerst 1970 von Tichenor, Donohue und Olien geäußerte Vermutung, dass ein wachsendes Informations- und Medienangebot die Kluft zwischen Menschen mit formal höherem und Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad vergrößere, ist aus einer politischen Theorie der Medien-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Die These: Bildungs- und statushöhere Pe ... [weiterlesen]
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Lichtrichtungen

Je nachdem, wie die Richtung des Lichtes bezogen auf Kameraachse und dargestelltes Objekt bestimmt ist, unterscheidet man verschiedene Lichtrichtungen, ohne dass deren Grenzen immer eindeutig gefasst wären:– above / below key: Die Höhe der Lichtquellen wird oft an der Augenhöhe bemessen; Licht aus einer erhöhten Position korrespondiert weitestgehend den natürlichen Beleuchtu ... [weiterlesen]
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Vogelperspektive

engl.: bird‘s eye view; auch: extreme high angle shot; abgemildert: high angle, very high angle; die Extremformen sind 90° auf die Horizontlinie gekippte Perspektiven; diese werden overhead shot oder top shot genanntAufnahmen aus großer Höhe, als ob ein Vogel die Kamera geführt hätte. Vogelperspektiven werden stationär, als Kran- oder als Hubschrauberaufnahmen realisiert. Im inneren von Szenen sind sie selten, werd ... [weiterlesen]
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Antiklimax

von griech.: klimax = Leiter, übertragen: Steigerung; engl.: anticlimaxWenn die Erwartung des Zuschauers, dass ein Geschehen auf einen Höhepunkt zusteuere – sei es, dass die Gefahr für den Helden äußerst bedrohlich wird, sei es, dass die glückliche Lösung unmittelbar bevorsteht –, der sich dann aber nicht ergibt, nennt man die Strategie, mit der der erwartete und wahrscheinliche weiterlesen]
14.

Caper-Movie

Das big caper ist ein „großes Ding“, ein komplizierter Einbruch oder Raub, der zum Mittelpunkt eines Krimis wird. Der Einbruch ist meist die zentrale Szene des Films, er ist Spannungshöhepunkt und dramatisches Zentrum. Oft sind die Mitglieder der Gruppe, die das big caper ausführt, individuell sehr unterschiedliche Spezialisten, die erst unter der Anspannung des Coups ihre Leistungsh& ... [weiterlesen]
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Trilent-35

Trilent-35 nannte sich ein Modul, das das Bildfeld auf eine Höhe von drei Perforationslöchern reduzierte und in Arricam-Kameras eingebaut werden konnte (entsprechende Kameras gibt es inzwischen auch von Aaton und Panavision). Die meisten 35mm-Projektionsformate nutzen die originale Vier-Perforationslöcher-Höhe des Bildes gar nicht aus (von den 1,33:1-Vollformat- und den anamorphotische
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DV-Cam

DV-Cam basiert auf dem DV-Format, arbeitet jedoch mit einer höheren Bandgeschwindigkeit von 2,82cm/s. Das Kompressionsverhältnis (5:1) und die Farbabtastung (4:2:0) sind dem DV-Format gleich. Durch die höhere Aufzeichnungsgeschwindigkeit verbessert sich die Störsicherheit gegenüber Bandaufzeichnungsproblemen. Eine bessere Bildqualität erreicht DV-Cam im Allgemeinen aber durch ... [weiterlesen]
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buildup

manchmal auch: lead-inEher umgangssprachliche Bezeichnung für die Beschleunigungsphase des Films vor dem Höhepunkt der Erzählung: die Handlung wird beschleunigt, die Geschwindigkeit, in der das Geschehen fortschreitet, steigt ebenso wie die Intensität der Auseinandersetzung, der Spannung und des Konfliktes, die Musik dramatisiert und steuert mit einem Crescendo auf den Höhepunkt z ... [weiterlesen]
18.

Untersicht

engl.: low angle, low angle shot, up shot„Untersichten“ werden alle Kamerapositionen genannt, die unterhalb der „Normalsicht“ in Höhe der Augen der angerbildeten Figur sind; dazu gehören die – je nach relativer Kamerahöhe – manchmal so genannten „Bauch-“ und „Beinsichten“ sowie die „Froschperspektiven“. Untersichten wer ... [weiterlesen]
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ScanoScope

ScanoScope war ein dem TechniScope verwandtes Verfahren, bei dem ein Bild im Seitenverhältnis von 2,35:1 nur über die Höhe von zwei Perforationslöchern belichtet wurde (so dass nur die Hälfte des bei anamorphotischer Belichtung nötigen Materials benötigt wurde). Anders als bei TechniScope wurden aber auch die Projektionskopien in der Höhe von zwei Perfolöchern ... [weiterlesen]
20.

money shot

(1) Filmische Repräsentation der Spannungslösung beim sexuellen Höhepunkt: Ursprünglich euphemistisch-vornehme, in der Sexindustrie verwendete Variante für den Ausdruck cum shot (bzw. come shot), mit dem Nahaufnahmen von Orgasmen und das Verspritzen von Sperma im Pornofilm gemeint sind. Zuerst von Steven Ziplow in The film maker's guide to pornography (New York 1977) terminologisch erfasst. Da nach vorherrschender Meinung der ... [weiterlesen]
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Trianon Film GmbH

... nsolvenz – von der Grunewald Film‑Atelier GmbH übernommen. 1930 zum Tonfilm‑Atelier umgebaut, wurde das Atelier verkleinert und um ein zweites erweitert (Atelier 1: 1080qm, 24x45m, 16m Bauhöhe; Atelier 2: 210qm, 10x21m, 9m Bauhöhe). Es umfasste zudem einen Fundus und Werkstätten. Ab 1934 gehörte das Grunewald‑Atelier zur Tobis Ateliergesellschaft mbH (ab 1938 Tobis Filmkunst GmbH). Das Gebäude wurde während der Kampfhandlungen Anfang 1945 zerstört. Literatur: Vonderau, Patrick: Bilder vom Norden. Schwedisch‑deutsche Filmbeziehungen, 1914‑1939. Marburg: Schüren 2007. ... [weiterlesen]
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Digitale Videosysteme: Übersicht

... fessionelle Varianten liegen Mini-DV und Digital-8 vor– DV-Cam – ein von Sony für den professionellen Anwenderbereich entwickeltes DV-Format; als Grundlage diente DV; DV-Cam zeichnet sich durch höhere Bandgeschwindigkeit und größere Spurbreite aus– DVC Pro 25 – DV-Format für den Profibereich: höhere Bandgeschwindigkeit und größere Bandbreite als DV; wird u.a. von Hitachi, Ikegami, Panasonic und Philips verwendet– DVC Pro 50 (= D-7) – Profiformat auf der Basis von DVC Pro 25 mit verdoppelter Bandgeschwindigkeit; wird unter anderem von Panasonic verwendet– DVC-Pro HD (auch: DVC-Pro 100) - HDTV-Format– Mini-DV – Variante des DV; verwendet besonders kompakte Kassetten. ... [weiterlesen]
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Bürgschaftsgesellschaft mbH

... ; außerdem sollten Prämien und Preise eingeführt werden, die der Qualitätssicherung oder -förderung dienten.  Am 31.3.1950 beschloss der Bundestag, die Ausfallbürgschaften in Höhe von bis zu 22,5 Millionen DM für drei Jahre durch eine eigens dafür eingerichtete GmbH ausgeben zu lassen. Ein interministerieller Ausschuss mit Vertretern aus dem Wirtschafts‑ , Finanz‑ und Innenministerium entschied über die Auswahl der Filme und die Vergabe der Bürgschaftszusage; die Geschäftsführung wurde der Deutschen Revisions‑ und Treuhand GmbH in Frankfurt übertragen. Die Bürgschaften wurden in größerem Umfang in Anspruch genommen; insgesamt wurden 82 Filme gefördert. In einer Revision der Maßnahme (1953) wurde die Bürgschaft ... [weiterlesen]
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direktionale Kontinuität

... iner Person oder Sache“) verschmolzen werden können. Die direktionale Ordnung des abgebildeten Geschehens dient also als Fundus anschaulicher Hinweisreize, die mit Alltagswissen und der Bildung einer höheren Einheit des Verstehens zusammentreten, so dass Zeit- und Raumsprünge überbrückt werden können, ohne dass der Handlungsfaden abrisse. Literatur: Ennenbach, Wilfrid: Über das Rechts und Links im Bilde. München : Universität der Bundeswehr, Fakultät für Pädagogik 1994. – Luschey, Heinz: Rechts und Links. Untersuchungen über Bewegungsrichtung, Seitenordnung und Höhenordnung als Elemente der antiken Bildsprache. Tübingen [...]: Wasmuth 2002.  ... [weiterlesen]
25.

billing

... ouml;ßere Bedeutung haben als solche im unteren Plakatfeld. Immer geht man davon aus, dass Namen, die in der Plakatwerbung links oben (also in der Laufrichtung der Schrift und des Lesens) angeordnet sind, höhere Aufmerksamkeit auf sich ziehen als alle anderen. Auch werden Namen, die in der Titelsequenz vor dem eigentlichen Titel des Films genannt werden, als höherwertig behandelt als diejenigen, die erst danach kommen. Der- oder diejenige, der/die als erste(r) im Titel genannt werden oder die als Hauptnamen in einer Filmwerbung vertreten werden, gelten als top billings; werden mehrere Namen gleichberechtigt behandelt, spricht man von equal billing. Es gibt Filme, an denen mehrere Stars mitgewirkt haben, für die unterschiedliche Werbematerialien hergestellt wurden, in dene ... [weiterlesen]
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Farbfilm (technisch) II

... der Aufgabe des letzten Zweifarbenfilms (Cinecolor bzw. Color by Color Corporation of America) ab. Im Laufe der Zeit erfolgten erhebliche Verbesserungen bei den Filmmaterialien: Steigerung der Empfindlichkeit, höhere Farbsättigung und genauere Farbtontrennung, feinere Körnigkeit und höhere Schärfe sowie in der Verarbeitung durch einheitliche Entwicklungsprozesse mit kürzeren Verarbeitungszeiten für die kompatibel gewordenen Filme. Eine wichtige Aufgabe, um die sich Institute, spezielle Unternehmen und Fernsehanstalten verdient machen, ist die Restaurierung (besser: Rekonstruktion) alter Farbfilme, sowohl was Ton und Farben als auch ihre Vollständigkeit betrifft.Literatur: Coe, Brian: The Development of Colour Cinematography. In: The International Encyclopedia of Film. Ed. by Roger Manvell. London: Michael Joseph 1972, S. 29-48. – Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951. Zuerst 1936. – Koshofer, Gert: Color. Die Farben des Films. Berlin: Spiess 1988. – Koshofer, Gert: Kodak und der Kinofarbfilm. In: Weltwunder der Kinematographie 6, 2002, S. 311-360. – Mehnert, Hilmar: Die Farbe im Film und Fernsehen. Leipzig: VEB Fotokinoverlag Leipzig 1974. – Nowotny, Robert A.: The Way of All Flesh Tones. A History of Color Motion Picture Technology. New York/London: Garland 1983. – Ryan, Roderick T.: A History of Motion Picture Color Technology. London/New York: The Focal Press 1977. – Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953. ... [weiterlesen]
27.

FilmFour Ltd.

Als Channel Four 1982 gegründet wurde, kam es zu einer Veränderung in den Beziehungen zwischen der englischen Film- und Fernsehindustrie. Anders als BBC und ITV war Channel Four als Verbreiter, nicht als Produzent von Sendungen konzipiert. Unter diesen Vorzeichen wurde die Serie „Films on Four“ gegründet, die Beteiligungen an Filmproduktionen in Höhe von £500.000 vergeben konnte. Das Engagement von Channel Four w ... [weiterlesen]
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tag

manchmal auch: tag sceneOft synonym mit dem französischen dénouement oder dem deutschen Auflösung gebraucht, bezeichnet tag oft die Szene nach dem Höhepunkt, in der die Fäden der Handlung zusammengeführt werden, in der sich das happy ending ankündigt oder auch der Höhepunkt ironisch oder sarkastisch gebrochen wird. Oft auch nur im Sinne einer abschließenden ... [weiterlesen]
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Deutscher Filmpreis

... eistungen vergeben und hat neben der publizistischen Wirkung gleichzeitig eine finanziell unterstützende Funktion (seit 1956): Dem Produzenten eines ausgezeichneten Filmes werden Preisgelder in erheblicher Höhe zugewendet, die für die Herstellung eines neuen Filmes zweckgebunden sind. Im Rahmen der Neu-Regelung des Deutschen Filmpreises im Februar 2000 wurde das Budget aufgestockt, so dass seitdem Gelder in Höhe von jährlich ca. 2,8 Millionen zur Verfügung stehen. Seit 1951 flossen mehr als 38,8 Millionen an die mit Gold bzw. Silber ausgezeichneten Produktionen. Dazu kamen mehr als 17 Millionen, die bereits mit der Nominierung eines Filmes verbunden waren. Einzelleistungen sind erst seit 1991 mit einem Preisgeld verbunden. Die Trophäe ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.Der erste Preisträg ... [weiterlesen]
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Shaw Brothers I: 1958-1970

... s nach dem in Hollywood erprobten Prinzip des Star-Systems und der Massenfertigung. Zwischen 1961 und 1964 produzierte das Studio 13-18 Filme im Jahr, 1965 kam man auf 26. Ein Jahr später erreichte man den Höhepunkt mit über 40 Filmen. Während ein normaler Hongkong-Film ein nur sehr geringes Budget von 200.000HK$ (etwa 20.000སྒྱ) aufwies, lag das Budget von Shaw-Produktionen etwa fünfmal höher. Der erste Shaw-Blockbuster war The Kingdom and the Beauty (1958, Li Hanxiang). Zu den weiteren Hits zählen u.a. das Musical Love Eterne (1963, Li Hanxiang, King Hu Jinquan) und der Kostümfilm The Empress Dowager (1975).Literatur: Hong Kong Film Archive (ed.): The Shaw screen. A preliminary study. Hong Kong: Hong Kong Film Archive 2003. – Rayns, Tony: Le veritable histoire des freres Shaw. In: Cahiers du Cinéma, 362/363, Sept. 1984, S. 58-60. ... [weiterlesen]
31.

sad ending

... in Message in a Bottle, 1999, Luis Mandoki) lassen einen Filmschluss ebenso als „traurig“ oder bedrückend erscheinen wie eine melodramatische Selbstaufopferung, ein Verzicht zugunsten eines als höherwertig beurteilten Zieles (wie etwa in King Vidors Film Stella Dallas, 1937, in dem die geschiedene Mutter ihre Bindung an die über alles geliebte Tochter löst, damit diese ihren sozialen Aufstieg adäquat fortsetzen kann).Traurige Enden können dem Zuschauer als folgerichtig und erwartbar oder gar als notwendig erscheinen, sie können ihn aber auch frustriert zurücklassen, weil seine Erwartungen düpiert wurden, und in einigen Fällen können sie ihn auf eine gleichsam höherer Gefühlebene transformieren, die ihn seltsam mild („bittersweet“) gestimmt den traurigen Schluss als akzeptable Lösung erleben lässt, wie etwa in der ästhetisch überhöhten Schlusssequenz von Thelma & Louise (1991, Ridley Scott), wenn das Fluchtauto der Protagonistinnen zum letzten Ausweg des letalen Fluge ... [weiterlesen]
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Klimax

engl. climax(1) Traditionellerweise wird der Höhepunkt des Spiels, an dem alle Fäden der Handlung zusammenkommen und der unmittelbar vor der Auflösung (dem dénouement) der Intrige steht, Klimax genannt. Sie bezeichnet sowohl den emotional intensivsten Punkt der Rezeption wie auch den entscheidenden letzten Wendepunkt der Geschichte. Die Klimax steht am Ende einer Krise (buildup), wird durch eine Erhöhung des Tempos und eine ... [weiterlesen]
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Sensationsdarsteller

... obat im Zirkus ausgebildet worden war). Stetza doubelte später oft Hans Albers, dem er ähnelte. Einer der Pioniere der Stunts war der deutsche Harry Arias Froboess. Er sprang schon früh von immer höheren Brücken und Türmen ins Wasser; dies gipfelte schließlich im Sprung aus einem Zeppelin in 110m Höhe in den Bodensee. Dieser Sprung ist bis heute unübertroffen und wird im Guiness-Buch der Rekorde geführt. Als er einen Brückensturz mitsamt seinem Pferd von einer 60m hohen Brücke vollbrachte (in: Harry Hills Jagd auf den Tod, 1924), ging dieser Stunt, der auch heute noch als gewagtester Brückensturz gilt, als „größte Filmsensation der Welt“ um den Globus. Froboess ging daraufhin nach Hollywood, doubelte in mehr als 400 Filmen Stars wie Stan Laurel, Harold Lloyd, Buster Keaton, Robert Mitchum, Burt Lancaster, Richard Widmark, Errol Flynn oder Humphrey Bogart. ... [weiterlesen]
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Fallhöhe

Die Metapher der Fallhöhe wurde von dem französischen Ästhetiker und Dramentheoretiker Charles Batteux und in seinem Gefolge von Johann Christoph Gottsched im 18. Jahrhundert zur Begründung der älteren Ständeklausel formuliert: Die Bedeutung vor allem tragischer Umstände steigt für die Figuren wie für die Zuschauer, je höher eine Figur im Gefüge der g ... [weiterlesen]
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Cromoscope

Als Technicolor zu Beginn der 1960er Jahre das TechniScope-Verfahren entwickelte, bei dem CinemaScope-Bilder unverzerrt auf 35mm-Film aufgenommen wurden, wobei die Bildhöhe nur zwei Perforationslöchern entsprach (so dass also mit halbem Materialverbrauch gegenüber dem herkömmlichen CinemaScope-Verfahren gearbeitet werden konnte), entstand eine so große Nachfrage, dass Technicolor das Verfahren für andere Kopierwerke liz ... [weiterlesen]
36.

Vertigo-Effekt

Den schwindelartigen Eindruck, den die Kombination von Zoom und Fahrt macht – als werde der Raum gestaucht oder gedehnt –, nennt man oft Vertigo-Effekt. Die Bezeichnung ist dem lateinischen vertigo (= Schwindelgefühl, Höhenangst) entlehnt, populär geworden aber erst mit Hitchcocks Film gleichen Titels (1958), in dem er die Zoom-Fahrt-Kombination zur Darstellung des Höhenkol ... [weiterlesen]
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CinemaScope: Ton

Zusätzlich zur Vergrößerung des Bildes und zur Veränderung der Bild-Höhen-Seitenverhältnisse kamen im Rahmen der Einführung von CinemaScope konkave Großleinwände und ein stereophonisches Lautsprechersystem mit drei Lautsprechern hinter der Leinwand und einem Effektlautsprecher im Zuschauerraum in die Kinos. Die 20th Century Fox kaufte dieses zwischen Stereophonie und Surround-Ton stehende, bereits 1937 a ... [weiterlesen]
38.

Kameraperspektive

... mera zum Objekt (Einstellungsgrößen) und die verwendeten Optiken (angle of view), (2) bezogen auf die vertikale Objektachse (oben-unten-Gliederung des Objekts; dazu das Prinzip der Schwerkraft; Kamerahöhe und -verkantung; man spricht auch von Kamerahöhe), (3) bezogen auf die horizontale Objektachse (vorne-hinten-Gliederung des Objekts; das Prinzip der Frontalität; das Prinzip der vierten Wand). ... [weiterlesen]
39.

Bitrate

... konstante Ausgabezeit gebundenen jeweiligen Medien (wie etwa CD-, DVD- oder Blu-Ray-Spielern). Die Bitrate spielt insbesondere in allen Audio- und Video-Kompressionsverfahren eine Rolle. Als Faustregel gilt: Je höher der Datendurchsatz ist, desto höher ist die Qualität der Kompression (bzw. der folgenden Wiedergabe). Um Speicherplatz zu sparen, verfahren die meisten neueren Verfahren nicht mit konstanter (constant bit rate, CBR), sondern mit variabler Bitrate (variable bit rate, VBR), reduzieren also in Phasen geringerer Informationsdichte die Bitrate, so dass eine optimale Ausnutzung des Speicherplatzes ermöglicht wird. Im Film etwa ist die Bitrate in actionreichen Szenen hoch, in ruhigen Szenen dagegen niedrig. ... [weiterlesen]
40.

Seitenverhältnis

Das Seitenverhältnis (engl.: aspect ratio) bezeichnet das Verhältnis der Breite zur Höhe des Bildes. Dabei wird heute das Verhältnis am projizierten Bild bestimmt, fußte ursprünglich aber auf der Größe der belichteten Fläche des Filmstreifens.Der Stummfilm nutzte das zwischen den Perforationsstreifen liegende Feld vollständig aus (1,33:1). Mit dem Tonfilm wurde eine eigene Tonspur nötig, und es ... [weiterlesen]
41.

Bandgeschwindigkeit

Bei der Aufzeichnung von Signalen auf Magnetbänder wird die Bandlaufgeschwindigkeit in ips (inches per second = Zoll pro Sekunde) oder in cm/sec (Werte gerundet) angegeben; als Standardregel gilt dabei: je höher die Bandlaufgeschwindigkeit, desto besser ist die Qualität der Aufzeichnung. Die Laufgeschwindigkeit muss sehr genau eingehalten werden, weil sich sonst das unangenehme „Jaulen“ einstellt. Für Spulen-Tonbandger ... [weiterlesen]
42.

Handlungsachse

... nkte einer durch die Beobachtung hervorgebrachten Verbindung zwischen beiden. Die Handlungsachse begrenzt den Handlungsraum und bildet zugleich eine der Grundlagen für die Wahl von Kamerastandort und Kamerahöhe. Ist die Achse schräg im Raum angeordnet (ein Stehender spricht mit einem Sitzenden), wird sie in einer Schuss-Gegenschuss-Auflösung als Unter- bzw. Aufsicht in der Folge der Kamerahöhen dargestellt. Der Achsensprung ist verpönt, war im continuity style der Hollywood-Studioära sogar verboten, weil beim Sprung über die Achse die Seitenverhältnisse vertauscht werden, so dass der Zuschauer die Orientierung verli ... [weiterlesen]
43.

cross cutting: Frühzeit

... ;rker per Montage miteinander zu verknüpfen, so dass die zeitlich parallel verlaufenden Aktionen mit dem Fortschreiten der Narration auf einen gemeinsamen Kreuzungspunkt zulaufen, an dem die Spannung ihren Höhepunkt erreicht, die beiden narrative Stränge sich vereinen und der zugleich das Ende der filmischen Erzählung – in Amerika und Westeuropa oft ein happy ending – einleitet.Eine typische Ausgangssituation für die alternierende Montagetechnik in der Frühzeit der Kinematographie ist die Bedrohung einer Person, die, um sich zu retten, auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Der Kinozuschauer ist bis zum Kreuzungspunkt mit der Frage konfrontiert: Werden die Retter rechtzeitig ankommen oder nicht? Die Spannung ergibt sich aus dem sich kontinuierlich erhöhenden Schnittrhythmus; dieser reih ... [weiterlesen]
44.

Digital Video

... itet.– Eine Weiterentwicklung von Sony ist das professionelle DV-CAM-Format, das im News-Bereich (ENG) eingesetzt wird. Es hat ebenfalls eine Datenrate von 25Mbit/s und eine Kompression von 5:1, aber eine höhere Bandgeschwindigkeit 28,2mm/s. Der Vorteil liegt in einer höheren Störsicherheit (weniger ‚Spratzer‘), vor allem wird dieses Format jedoch in aufwändigeren Kameras mit einer besseren Bildverarbeitung verwendet. Die Bänder sind sowohl im Mini-Format (40min), wie auch im Standard-Format (bis zu 184min) erhältlich.Die Firma Panasonic hat basierend auf dem DV-Format weitere Standards auf den Markt gebracht:– DVC-Pro entspricht in seinen Spezifikationen weitgehend dem Sony-Format DV-CAM mit 25Mbit/s und 5:1 Kompression, hat jedoch eine andere Farbauflösung und eine andere Bandgeschwindigkeit mit 33,8mm/s. Es ist daher nicht kompatibel mit DV-CAM, jedoch gibt es Player, die sowohl DV-CAM wie auch DVC-Pro lesen können.– DVC-Pro 50 arbeitet mit einer Datenrate von 50Mbit/s, ... [weiterlesen]
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mystery thriller

Der mystery thriller erfüllt in erster Linie die Kriteren eines mystery film, weist aber im Unterschied zu diesem einen wesentlich höheren Anteil an inszenierter Spannung (Suspense, ‚thrill‘) auf, verwendet mehr Angst, Furcht oder gar Terror erzeugende Elemente, zeigt ein erheblich höheres Gewaltpotential und bringt seine Protagonisten (wie z.B. in Klute, USA 1971, Alan J.Pakula ... [weiterlesen]
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hohes Paar / tiefes Paar

auch: hohes Paar / niederes Paar Die Personnage der Oper (insbesondere der opera buffa) und der Operette ist oft geteilt in ein Paar, das dem höheren, und ein anderes, das dem niederen Stand zugehört. Die Parallelität der beiden Paare dient nicht nur dazu, die Fallhöhe des Dramas zu verdeutlichen, sondern auch, unterschiedliche Stile des interpersonellen und insbesondere interse ... [weiterlesen]
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Cliffhanger

... der Zuschauer animiert werden, zur nächsten Folge wieder einzuschalten. Heute ist die Strategie des Cliffhangers vor allem in den seriellen Formaten des Fernsehens verbreitet – als unaufgelöster Höhepunkt am Ende der Episode oder als Zwischenhöhepunkt vor dem Werbeblock. Literatur: Jurga, Martin: Der Cliffhanger. Formen, Funktionen und Verwendungsweisen eines seriellen Inszenierungsbausteins. In: Inszenierungsgesellschaft. Hrsg. v. Herbert Willems u. Martin Jurga. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1998, S. 471-488.  ... [weiterlesen]
48.

Drehzeit

... -20 Tagen, von 40-50 Tagen oder auch bei Großproduktionen von 80-100 Tagen zugrunde gelegt; nur im Ausnahmefall sind kürzere Drehs möglich. In anderen nationalen Kinematographien sind wesentlich höhere Drehzeit-Budgets möglich (für die UdSSR galten einmal Produktionszeiten von annähernd einem Jahr). Ein Meister der kurzen Drehzeiten war Roger Corman, der in der Regel mit 8 bis 10 Tagen auskam. Chaplin war für manchmal extrem lange Drehzeiten bekannt (so brauchte er z.B. für Modern Times, 1936, fast ein Jahr). Drehzeiten bei dokumentarischen Projekten und bei manchen experimentellen Filmen lassen sich oft nicht angeben, weil sich Dreharbeiten u.U. mit vielen Unterbrechungen über Jahre hinziehen.   ... [weiterlesen]
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three-quarter backlight

dt. selten: Dreiviertel-HinterlichtEine der Gegenlichtdramaturgien, bei der die Lichtquelle 15-30° abweichend vom direkten Gegenlicht positioniert ist. Manchmal spricht man auch vom three-quarter front light – dann ist die Lichtquelle in Kamerarichtung im Winkel von 30-45° über der Augenhöhe angeordnet.   ... [weiterlesen]
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Sensation Seeking

... r korreliert. Zwar wird angenommen, dass Menschen generell versuchen, ein mittleres Erregungsniveau aufrechtzuerhalten und Unter- wie auch Überforderungen ausweichen. Allerdings ist klar, dass Jüngere höhere Erregungsniveaus als Ältere suchen, Frauen niedrigere als Männer. Das Auswahlverhalten Medieninhalten gegenüber legt eine Typologie von „Erregungssuchern“ nahe: (1) Im Fall der Thrill/Risiko-Suche (thrill and adventure seeking) werden riskante, hocherregende und angsterzeugende Inhalte bevorzugt wie z.B. Horrorfilme; (2) Im Falle der Suche nach Erfahrungserweiterung (experience seeking) wird Interesse für unbekannte Inhalte dominant; dann treten historische Stoffe, Reiseberichte, Darstellungen unbekannter Kulturen etc. ins Zentrum; (3) gelegentlich kommt es zur Suche nach Enthemmung (disinhibition seeking); gewisse Filme werden dann im Ausnahmefall wie Rauschmittel verwendet; (4) im Falle der Abneigung gegen Langeweile und Ungeduld (boredom suscep ... [weiterlesen]
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Merton Park Studios

... hrend des Krieges waren die Studios sogar die Exil-Adresse von Radio Luxemburg. Hier entstanden nach Informationsfilmen während der Kriegszeit vor allem in den 1950ern bis 1967 mehr als 130 Spielfilme (der Höhepunkt der Produktivität lag Anfang der 1960er mit 13 Filmen 1961 und je 12 Filmen in den drei folgenden Jahren). Merton Park war ein Studio der Low-Budget-Filme; darum lag es nahe, dass seit den 1950ern zunehmend Fernsehproduktionen im Studio realisiert wurden. Außenaufnahmen fanden in unmittelbarer Nachbarschaft statt – viele der Filme waren Krimis, in denen sich eine Verfolgungsjagd einen nahegelegenen Hügel hinauf oder hinab findet, die zugleich die landschaftlichen Schönheiten des Themse-Tals zeigt. Stars waren beim Studio nicht unter Vertrag. Aber da die Produktionszeiten sehr kurz waren (für einen Film ca. 14 ... [weiterlesen]
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Drehtage

engl.: shooting daysDie Tage, an denen gedreht wird, werden schlicht „Drehtage“ genannt (im Unterschied zu den Tagen etwa, die die Bauten erfordern). Man sollte annehmen: Ein Film hat so viele Drehtage wie Tage, an denen tatsächlich gedreht wurde. Tatsächlich wird die Anzahl der Drehtage aber oft höher angesetzt, Drehpausen werden mitgezählt. Schwer kalkulierbar ist die genaue Anzahl der Drehtage nicht nur wegen der Na ... [weiterlesen]
53.

Verleihkopie

... wenigen Kopien, sind so von vornherein für ein kleines Spezialpublikum reserviert. In der BRD werden Filme für ein Breitenpublikum sowie viele Arthaus-Filme heute mit ca. 200 Verleihkopien gestartet. Höhere Kopienzahlen sind selten und großen Blockbustern vorbehalten; Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (2004) startete z.B. mit 1.231 Kopien, The Day After Tomorrow (2004) mit 995 Kopien, so dass in einem solchen Fall nahezu ein Drittel der BRD-Kinoleinwände gleichzeitig bespielt werden kann. Für die Kalkulation wichtig ist der sogenannte Kopienschnitt – Lola rennt (1998), der mit ca. 200 Kopien gestartet wurde, erreichte 1.734 Zuschauer pro Kopie; dagegen erreichten Lethal Weapon 4 (1998, BRD: 689 Kopien) nur 833 Zuschauer pro Kopie , The X-Files – The End (1998, BRD: 649 Kopien) nur 717 Zuschauer.  ... [weiterlesen]
54.

Realismus II

... uch die Fähigkeit einzelner stilistischer Mittel wie der Tiefenschärfe angesehen, Realität ungefiltert zu repräsentieren; allgemein wird die Zurücknahme des Artistischen als Hinweis auf höhere Realistik genommen ebenso wie die Präferenz für längere Aufnahmen (long-takes), die längere soziale Prozesse in einem Stück festhalten können; (3) als narrativer Realismus wird insbesondere die Erzählweise mancher Kunstfilme angesehen, die nicht allein die für die Geschichte notwendigen Ereignisse reportieren, sondern auch Ereignisse am Rande darstellen, mit losen Enden spielen etc.; (4) ein interpretatorischer Realismus (engl. manchmal: recognitive realism) wird an der inneren Bedeutung von Ereignissen und Handlung ... [weiterlesen]
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Gruppenporträt

... ster des Figurenmosaiks kennen sich nicht alle Beteiligten, so dass nicht so sehr ein Kollektiv gemeint ist, sondern eher das Nebeneinander, die Parallelität verschiedener Figuren, deren Anzahl tendenziell höher ist als beim Gruppenporträt und die sich an zahlreicheren und weiter entfernten Orten befinden.  ... [weiterlesen]
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Eon Production

... e Handlung spielte an exklusiven, meist exotischen Orten, die Interieurs (insbesondere der Bösewichte) waren die von Superreichen. Der große Erfolg machte es möglich, die Produktionskosten immer höher anzusetzen (und die production values auch sichtbar zu machen). Der erste Film der Reihe wurde Dr. No (1962, Terence Young). Die Partnerschaft mit Saltzman endete 1975 (Saltzman verkaufte seine Anteile an United Artists, den Bond-Verleih). Broccoli führte Eon zunächst allein weiter, nahm 1985 seinen Stiefsohn Michael G. Wilson in die Firma auf, die jener heute – nach Broccolis Ausscheiden 1995 und Tod 1996 – mit Broccolis Tochter Barbara Broccoli führt.Um den Namen „Eon“ (von griech. Aion = Ewigkeit, Äone) rankt sich die – falsche – Anekdote, dass es sich um ein Akronym für „Everythong or nothing“ handele.  ... [weiterlesen]
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Multiple camera shooting (1)

... p; Kristin Thompson. New York: Columbia University Press 1985, S. 298-308. 3) Im Coverage-Verfahren wurde das gleiche Geschehen manchmal mit drei Kameras gleichzeitig gefilmt, bei variierenden Kameradistanzen, -höhen, Objektivlängen etc. Dabei entstand ausreichend überlappendes Material, dass eine Auflösung der Szene ohne Nachdreh nahezu immer möglich war. 4) Action-Szenen, insbesondere solche, bei denen Requisiten oder ganze Häuser beschädigt werden, werden mit zahlreichen Kameras dokumentiert - der Augenblick des Geschehens ist u.U. unwiederbringlich. Das gleiche gilt für Stunt-Szenen, die nach Möglichkeit nicht wiederholt werden, um die Gesundheit der Akteure nicht zu gefährden. 5) Seit den 1980ern kam es in Mode, ein B-Team auf dem Set arbeiten zu lassen, das alternative Aufnahmen bereitstellte, mit dem Zusatzmaterial schnellere Schnittfolgen ermöglichte und zugleich Material für die Making-Ofs bereitstellte. Das B-Team war nicht durch ein Schema wie das Coverage-System gebunden, sondern auf das Handlungsgeschehen, Anekdoten während des Drehs und der Pausen, auf Details am Set, aber auch im Backstage-Bereich a ... [weiterlesen]
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Dialektfilm

... s Italienisch durchzusetzen. Während der Heimatfilm einen mehr oder weniger realitätsfernen Pseudodialekt zelebriert, legt der neue Heimatfilm oft viel Wert auf detailgetreue Dialektlautung.Beispiele: Höhenfeuer (Schweiz 1985, Fredi M. Murer); Der Herr Karl (Österreich 1961, Carl Merz, Helmut Qualtinger); Die Siebtelbauern (Österreich 1998, Stefan Ruzowitzky).Literatur: Aeppli, Felix: Vorsicht Baseldeutsch! Zur Funktion des Dialekts im Schweizer Film. In: Zürcher Filmrollen. Hrsg. v.d. Zürcher Kantonalbank. Zürich: Selbstvlg. 2005, S. 32-43. – Gaudenzi, Cosetta: Memory, dialect, politics: linguistic strategies in Fellini's Amarcord. In: Federico Fellini: contemporary perspectives. Ed. by Frank Burke & Marguerite R. Waller. Toronto: University of Toronto Press 2002, S. 155-168. – Sitney, P. Adams: Visconti: the national language, dialect, and the southern question. In seinem: Vital crises in Italian cinema. Austin: University of Texas Press 1995, S. 58-78. ... [weiterlesen]
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Studiobrände

... n Brandes in Hollywood wurde auf 1,5 Millionen US-$ beziffert.– In den Studios von Samuel Goldwyn brannte es gleich mehrfach. Zwei kleinere Feuer machten 1972 den Beginn; im Mai 1974 folgte ein Schaden in Höhe von 1 Million US-$, ein weiter Brand folgte im Dezember 1975, der für 3 Millionen US-$ Schaden anrichtete, ein kleineres Feuer folgte im Juni 1976.Neben diesen Bränden gab es von Beginn der Filmgeschichte an zahllose kleinere Brände in Studios, Postproduktionsgebäuden und Kinos.  ... [weiterlesen]
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Hornlautsprecher

engl.: exponential horn; selten: Druckkammerlautsprecher Lautsprecher mit einem vorgesetztem Trichter, der den Schall bündelt, die abstrahlende Fläche vergrößert und damit am Hörplatz deutlich höhere Schalldrücke erzeugt als frei abstrahlende Modelle, werden Hornlautsprecher genannt. Sie kommen hauptsächlich auf Bühnen und in Kinos zum Einsatz.  Sie werden am Ausgangspunkt (an der inneren Hornö ... [weiterlesen]
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Mutzenbacher-Urteil

... ber nicht aus. Ein Werk als Kunst anzuerkennen, dürfe nicht von einer staatlichen Stil-, Niveau- und Inhaltskontrolle abhängig gemacht werden. In summa: Der Kunstfreiheit sei in einem solchen Fall ein höheres Gewicht als dem Jugendschutz einzuräumen.Literatur: Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfGE) 83, 1990, S. 130ff. ... [weiterlesen]
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Drei-Kamera-Verfahren

engl.: triple-take filming, three-camera mode of production, three-camera techniqueEines der am meisten verwendeten Aufnahme-Verfahren im Continuity-System nahm ein Geschehen aus drei Perspektiven gleichzeitig auf, in Bildwahl, Kameradistanz, u.U. Kamerahöhe und Objektivlänge variierend. Dabei entstand so reichhaltiges Material, dass im Schnitt praktisch immer auf eine der drei Varianten zurückgegriffen werden konnte, die sogar im gena ... [weiterlesen]
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Hochkantformat

engl.: upend cinemaFast alle Filmformate sind Breitformate, die Unterlänge des Bildes ist größer als die Bildhöhe. Das ist sicherlich mit der Architektur des Kinos zu begründen, weil bei Hochkantformaten der zugängliche Raum im Zuschauersaal deutlich kleiner wird. Es hat im Verlauf der Filmgeschichte nur wenige Versuche gegeben, die dominanten Breitformate aufzugeben. So nutzt Ernst Lubitsch in Filmen wie Sumurun (1920) ... [weiterlesen]
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Live-Drama

selten auch: Real-DramaVor allem serielle Formate des Radios und des frühen Fernsehens (insbesondere Seifenopern) wurden live im Studio gespielt und in Echtzeit versendet. Es waren technische und vor allem produktionsökonomische Gründe, die bis in die 1960er hinein gegen eine Aufzeichnung derartiger Sendungen sprachen. Heute werden live-gespielte Fernsehfilme als besondere Höhepunkte des Fernsehprogramms produziert und vermarktet: ... [weiterlesen]
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Nordisk Films-Kompagni

... tung, insbesondere der Zwang, die deutsche Niederlassung in die neugegründete Ufa einzubringen, führten zu einer tiefen Krise, die 1920 – mit einer Produktion von nur noch 8 Filmen – ihren Höhepunkt erreichte. Olsen, der seine eigenen Aktien schon 1914 verkauft hatte, verließ die Nordisk 1924. Regisseure wie Carl Theodor Dreyer, vor allem der Finanzmakler Carl Bauder, der die Nordisk mit der Nordisk Tonefilm fusionierte, retteten die inzwischen konsolidierte Firma in die Tonfilmzeit; bis 1939 entstanden ca. 30 Filme pro Jahr. In der Besatzungszeit wurde das Studio teilweise zerstört. Doch die Reorganisation der Nordisk durch Holger Brøndum (ab 1944), namhafte dänische Regisseure, der Spezialpreis in Cannes 1957 für Erik Ballings Qvivitoq, die 13 Filme umfassende Reihe der Olsen-Bande-Filme (1968-81) – die Nordisk blieb die wichtigste und mächtigste dänische Filmproduktion. 1987 wurde die Nordisk Film Broadcast als fernsehbezogene Produktionsgesellschaft gegründet – im gleichen Jahr erhielt Bille Augusts Pelle Erobreren als erster dänischer Film den großen Preis in Cannes und Gabriel Axels Babettes gæstebud (1987) den Oscar als Bester Auslandsfilm. 1992 wurde Nordisk vom Egmont-Konzern, einem skandinavischen Medien-Mischkonzern, übernommen, firmi ... [weiterlesen]
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Kulturkontrast

... stitutives Element, so wie auch nicht nur der kolonialistische Abenteuerfilm von der Begegnung unterschiedlicher Kulturen lebt. Dramaturgisch dient die Konfrontation von Kulturen entweder als Markierung der Fallhöhe oder der Unzugänglichkeit ganzer Milieus oder aber als Mittel, an der Differenz der eigenen zur anderen Kultur, subjektives Werturteil, Reflexion über Lebensentwürfe und ähnliches auszulösen. ... [weiterlesen]
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Tandemspot

... ten, eigentlichen Spot erinnert) oder einander ergänzend (wenn z.B. im zweiten eine Frage beantwortet wird, die im ersten aufgeworfen wurde). Man setzt Tandemspots ein, um die angestrebte Werbewirkung zu erhöhen.Literatur: Dumbs, S. / Essbauer, S. / Jenzowsky, Stephan: Bessere Werbewirkung durch Tandemspots ? Ein Experiment über Wiederholungseffekte in der Werbung. In: Fernsehwerbung. Theoretische Analysen und Empirische Befunde. Hrsg. v. Mike Friedrichsen & Stephan Jenzowsky. Opladen: Westdeutscher Verlag 1999, S. 221-234. ... [weiterlesen]
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Peepshow

... ügen gewechselt werden, so dass in Kombi-Shows Bildwechsel wie Bühnenumbauten eingesetzt wurden. Ein zweiter Typus – manchmal boite d‘optique [= optisches Gehäuse] genannt – war höher als tief und führte den Blick mit einem Spiegel auf die Frontseite zurück. Ein dritter Typus entstammt dem erotischen Theater und gestattet einen (heimlichen und meist anonymen) Blick auf eigentlich verbotene erotische Szenen. Heute sind Peepshows zentrale Drehbühnen, um die Einzelkabinen der Zuschauer herumgruppiert sind. Durch einen Schlitz, den man durch den Einwurf von Geldstücken öffnen kann, wird für eine vereinbarte Frist der Blick auf das Bühnengeschehen freigegeben.Edisons Filme wurden in Peepshows ausgewertet, und auch manche Formen der Daumenkinos standen als Peepshows an öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Penny-Arkaden und ähnlichen Orten.Literatur: Balzer, Richard: Peepshows. A Visual History. New York: Abrams 1998. – Robinson, David: From Peep Show to Palace. The Birth of American Film. New York: Columbia 1996. – Dewitz, Bodo von / Nekes, Werner (Hrsg.): Ich sehe was, was Du nicht siehst! Sehmaschinen und Bilderwelten – die Sammlung Werner Nekes. Göttingen: Steidl 2002. ... [weiterlesen]
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Upstage

= hinten, Hintergrund(1) Der am weitesten vom Publikum entfernte Bereich der Kulisse resp. der Bühne wird im englischen Theater bis heute upstage genannt. Die Bezeichnung entstammt der Praxis, Bühnen mit Neigung zum Publikum hin zu bauen, so dass der hintere Teil der Bühne höher liegt als der vordere und so für das Publikum besser sichtbar ist. Beim Film versteht man darunter den am weitesten von der Kamera entfernten Teil de ... [weiterlesen]
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made-for-mobile movie

auch nur: made-for-mobileNach dem Muster von „made-for-cable/home/TV“ gebildeter Neologismus des Englischen für Spielfilmmaterial, das über ein Mobiletelefon empfangen und auf dessen Bildschirm betrachtet werden kann. Trotz stetig sich erhöhender Speicherleistungen und verbesserter Bildschirme, die aus dem ursprünglichen Funktelefon ein tragbares Fernsehgerät machen, erfordert die verbleibende Beschränktheit ... [weiterlesen]
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Minimumgarantie

... dert, wird oft mit einem angenommenen minimalen Einspielergebnis gerechnet, dass der Kinobetreiber auf jeden Fall an den Verleiher zu zahlen hat. Die Preise schwanken sehr; so werden nichtgewerblichen Kinos oft höhere Minimumgarantien für eine Tagesauswertung angeboten als kommerziellen Kinos für eine Wochennutzung. ... [weiterlesen]
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Teufelspakt

... hlungen, die zumeist von den Schwierigkeiten der Selbstfindung der Protagonisten handeln, zwischen Versuchen zur Vertragsanbahnung und Versuchen zur Vertragsauflösung auf. Vertragsauflösung kann durch höherwertige Güter wie die erlösende Liebe herbeigeführt werden. Jedoch kann die Selbsterkenntnis auch zur Pakterfüllung führen wie in Alan Parkers Angel Heart (1987), in dem der detektivische Protagonist erst zum tragischen Schluss erkennt, dass der Teufel sein Auftraggeber ist und er selbst der höllengeweihte Gesuchte, oder aber erst die misslungene Selbstfindung führt zum suizidalen Pakt wie in Robert Bressons Le Diable probablement (1977).Literatur: Mitchell, Charles P.: The devil on screen: feature films worldwide, 1913 through 2000. Jefferson, NC: McFarland 2002. – Schreck, Nikolas: The satanic screen: an illustrated guide to the devil in cinema. London: Creation Books 2001 (Creation Cinema Collection, 17.). – Staiger, Michael: Faust verfilmt. Gründgens – Murnau – Clair. In: Der Deutschunterricht 1 (1999), S. 120-127 ... [weiterlesen]
73.

Schürzung (2)

Begriff aus der Filmdramaturgie Freilichs, aber auch in allgemeinerem Gebrauch. Danach folgt der Einführung der Handlungsgrundlagen die Schürzung, die als Handlungssteigerung zum Höhepunkt des Dramas führt. Hier wird die Vorgeschichte des dramatischen Geschehens dargelegt und der Konflikt zugespitzt.Freilichs Aufbau der Tragödie mit Schürzung, Entwicklung und Lösung des dramatischen Konflikts entspricht den drei Tei ... [weiterlesen]
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cross cutting

... uster A1/B1, A2/B2, A3/B3 .. bis An/Bn –, spricht man von cross cutting.Parallelmontagen unterscheiden sich in ihrer Zeitform: Wenn derartige Doppel-Handlungsverläufe dramatisch auf einen gemeinsamen Höhepunkt zulaufen, kommt es am Ende oft zur koinzidierenden Schlusseinstellung, in der die beiden beteiligten Handlungsstränge zusammengeführt werden. Das kann beim dramaturgisch erprobten Verlauf eine „Rettung in letzter Minute“ zwischen Bedrängten (im frühen Western etwa bei einem Indianerüberfall die Siedler) und Rettern (die gerade noch rechtzeitig erscheinende US-Kavallerie) geschehen. Dann handelt es sich um eine zeitparallele, simultane Montage. Die Parallelmontage selbst kann aber auch sinnbildhaft parallele Motive alternierend in den Handlung ... [weiterlesen]
75.

Audiokassette

... nd der Anfälligkeit zu Jaulen, Reißen und Bandsalat aber weniger verbreitet war. Als magnetisierbares Beschichtungsmaterial wurde zunächst Ferrit (Kassettentyp I) verwendet, später dann das höher aussteuerbare Chromdioxid (Typ II), kurzfristig eine Eisen-Chrom-Verbindung (Typ III) und „elementar metallische Partikel“ („Metal“ = Fe²O³, Typ IV). Die beiden letzten konnten sich wegen des hohen Preises am Markt aber nicht durchsetzen. Die Weiterentwicklung der Audiokassette wurde mit der Entwicklung digitaler Aufzeichnungsmedien (DAT = Digital Audio Tape; MD = MiniDisc; CD = Compact Disc; DVD = Digital Versatile Disc) praktisch aufgegeben.  ... [weiterlesen]
76.

Arztfilm

... lbgötter in Weiß’ charakterisiert sind; das Verhalten dieser Ärzte dient als eine Art ‚moralisierender Leitfaden’, anhand derer vorgeführt wird, dass auch gesellschaftlich Höhergestellte mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben und ihre Erfüllung im Dienst am Patienten finden.Literatur: Reuter, Martin: Ärzte im Bundesdeutschen [!] Spielfilm der Fünfziger [!] Jahre. Alfeld: Coppi 1997. – Seidl, Claudius: Nachts, wenn der Doktor kam. Der Arztfilm. In seinem: Der deutsche Film der fünfziger Jahre. München: Heyne 1987, S. 103-121. ... [weiterlesen]
77.

Anti-Trust

Es gehört zu den Praktiken kapitalistischer System, dass monopolistische Absprachen zwischen Firmen den Wettbewerb zu unterdrücken suchen und die Firmengewinne dadurch zu erhöhen. In fast allen Rechtssystemen gibt es darum Anti-Trust-Gesetze. Vor allem in den USA hat der Oberste Gerichtshof mehrfach trust-ähnliche Absprachen verboten. Schon 1915 wurde die Praxis der Motion Picture Patents Company unterdrückt; wohl am berü ... [weiterlesen]
78.

Castle Films

... bdquo;Soundies“, eine Musik-Kurzfilm-Gattung, die zu den Vorläufern der Musikvideos zählt und die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Bars und Restaurants eingesetzt wurden. Auf dem Höhepunkt des Soundies-Umsatzes wurde Castle Films 1946 in die United World Films eingegliedert, blieb aber als Handelsname erhalten. Die neue Mutter wurde ihrerseits von Universal übernommen (1947), für die Castle Films bis in die Mitte der 1960er den 16mm-Markt, in zunehmendem Maße dann den 8mm- und Super-8-Amateurmarkt bediente. Es entstand eine Vielzahl von gekürzten 8mm-Fassungen (12-16min, ca. 60-70m). In den 1970ern wurde die Tochter in Universal-8 umbenannt, mit dem entstehenden Videomarkt wurde die Firma endgültig aufgegeben (1981). Castle Films dominierte den Amateurmarkt seit den 1950ern so stark, dass der Firmenname oft auch als Gattungsname für „Spielfilme im Amateurformat“ verwendet wurde. ... [weiterlesen]
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Siebenakt-Struktur

engl.: seven act structureGemäß der Devise, dass im privatrechtlich organisierten Fernsehen die Spannungsbögen viel kürzer sind als im Kino (gelegentlich heißt es, Fernsehen „pulsiere“ und brauche Zwischenhöhepunkte), wird bei der Produktion von TV-Spielfilmen oft mit der Vorstellung einer sieben-aktigen Struktur (gegenüber der Fünfaktigkeit des normalen Drehbuchs) gearbeitet: Dabei wird die aufst ... [weiterlesen]
80.

Tunnelblick

engl.: tunnel vision(1) Bei höheren Geschwindigkeiten, in denen sich das sehende Subjekt durch die Umgebung bewegt, kommt es zum sogenannten „Tunneleffekt“ der Wahrnehmung: Die Augen können eigentlich nur in einem Bereich von 30-40 Grad scharf sehen; das gesamte Gesichtsfeld von 200 Grad wird erst dadurch ausgeschöpft, dass der Blick ständig die Umgebung abtastet. Steigt die Eigen-Geschwindigkeit, ist das Auge übe ... [weiterlesen]
81.

Meinungsführer

... r. Aktuelle Ergebnisse legen es nahe, die Differenzierung in opinon leader und non-leader aufzugeben – die Einflüsse aus den sozialen Netzwerken auf die politische Meinungsbildung scheinen wesentlich höher einzuschätzen sein als der der Massenmedien (und ihrer sozialen Agenten, der Meinungsführer).(2) Im Marketing von Produkten gelten Meinungsführer als Frühkonsumenten und dienen im Rahmen der zweistufigen Kommunikation als Multiplikatoren, die ihre positiven (aber leider auch negativen) Erfahrungen weitergeben.Literatur: Katz, Elihu: The Two-Step Flow of Communication: An Up-To-Date Report on a Hypothesis. In: Public Opinion Quarterly, 21, 1957, S. 61-78. – Renckstorf, Karsten: Zur Hypothese des „two-step-flow“ der Massenkommunikation. In: Rundfunk und Fernsehen 18,3-4, 1970, S. 314-333. Auch in: Burkart, Roland (Hg.): Wirkungen der Massenkommunikation. Theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse. Wien: Braumüller 1987, S. 40-56. - Schenk, Michael / Rössler, Patrick: The Rediscovery of Opinion Leaders. An Application of the Personality Strength Scale. In: Communications 22,1, 1997, S. 5-30. ... [weiterlesen]
82.

Tonformate: DVD – Übersicht

... ktkanal; alle Kanäle enthalten das gesamte Frequenzspektrum.– 5.1 DTS: Von Matsushita lizensiertes alternatives Surround-Verfahren, das sich gegenüber Dolby-5.1 durch geringere Komprimierung und höhere Abtastung des Tonsignals auszeichnet.– Dolby Digital EX / DTS ES: Erweiterte Mehrkanalformate mit zusätzlichem Surround-Kanal für die Wiedergabe direkt hinter dem Zuschauer; EX bzw. Es kann auf 6.1- oder 7.1-Verfahren angehoben werden. ... [weiterlesen]
83.

Assoziationsmontage

... age von Bildern einer Stierschlachtung mit Bildern von Kosaken, die Arbeiter niedersäbeln. Assoziationsmontage basiert auf der elementaren Fähigkeit des Menschen, aus signifikativen Bruchstücken höhere Einheiten des Denkens zu synthetisieren: Fügt man Einstellungen aneinander, die keine Handlung gemein haben, keinen gemeinsamen Raum, keine Ähnlichkeit, stellt sich doch der Eindruck eines Zusammenhangs her. Dabei treffen u.U. Bedeutungen aufeinander, die – in Eisensteins Metapher – miteinander kollidieren und dabei Bedeutungsimpulse freisetzen, die zu einem Dritten, Nichtgezeigten voranschreiten. Die in der Assoziation erschlossenen Bedeutungen sind nicht immer eindeutig oder stabil. Die Bildfolge etwa lässt heute die Bedeutung „saurer Regen“ oder „Umweltverschmutzung“ entstehen. Wenngleich Assoziationsmontagen mit der außerordentlichen Produktivität spielen, die Bildfolgen in der Rezeption erweisen können, tendieren auch sie zur Konventionalisierung. Wenn etwa im russischen Revolutionskino die Bildfolge „Kapitalist“ signifiziert, so ist sie Stereotyp gewordene Assoziation.Literatur: Holenstein, Elmar: Phänomenologie der Assoziation. Zu Struktur und Funktion eines Grundprinzips der passiven Genesis bei E. Husserl. Den Haag: Nijhoff 1972. – Klejman, Naum I.: Der aufbrüllende Löwe. Zur Entstehung, Bedeutung und Funktion einer Montage-Metapher. In: Montage/AV 2,2, 1993, S. 5-34.  ... [weiterlesen]
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Anarcho-Komödie

... uml;ndigten Energie des Anarcho-Lachens). Mit den Marx Brothers erlebte die anarchic comedy ihre hohe Zeit – Filme wie The Cocoanuts (1929), Duck Soup (1933) und Horse Feathers (1932) gelten bis heute als Höhepunkte dieses komischen Stils. W.C. Fields (mit Filmen wie The Bank Dick, 1940, oder Never Give A Sucker An Even Break, 1941) betrieb eine respektlose und bissige Auseinandersetzung mit Ausdrucks- und Umgangsformen des Besitzbürgertums. Mit Hellzapoppin (1941, H.C. Potter) entstand ein oft nichtlineares Spektakel, in dem die Filmindustrie selbst karikiert wurde. Komiker wie Bob Hope, Bing Crosby, Dorothy Lamour, in den 1950ern dann Jerry Lewis (und sein Regisseur Frank Tashlin), in den 1970ern die englische Gruppe Monty Python (und Filme wie Monty Python And The Holy Grail, 1975, oder The Meaning Of Life, 1983): die Anarcho-Komödie ist Teil des Kinos geblieben und hat neben dem Erzählkino eine andere, dem populären Theater nahe Tradition des Unterhaltens wachgehalten.Literatur: Jenkins, Henry: What Made Pistachio Nuts? Early Sound Comedy and the Vaudeville Aesthetic. New York: Columbia University Press 1992.  ... [weiterlesen]
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Zoom-Fahrt-Kombination

... ls die hinteren. Darum entsteht der Eindruck, der Raum würde gestaucht oder gedehnt. Kombiniert man nun Zoom-In und Fahrt-Zurück – wie Alfred Hitchcock es in einer subjektiven Aufnahme des unter Höhenangst und Schwindel leidenden Helden in Vertigo (1958) vorexerziert hat –, entsteht eine Art von „visuellem Sog“, die Szene wird dramatisch aufgeladen, einiges der Irritation, die die mit natürlichen Sinnen unmögliche Wahrnehmung auslöst, überträgt sich auf die Leinwand (der in natürlicher Wahrnehmung unmögliche visuelle Effekt der Zoom-Fahrt-Kombination wird bis heute vertigo effect enannt). Andere Beispiele finden sich in Jos Stellings De Illusioniste (1985), um die Unbegehbarkeit eines labyrinthisch wirkenden Sanatoriums zu symbolisieren, oder in Martin Scorseses Go ... [weiterlesen]
86.

Aufsicht

Alle Kamerapositionen, die oberhalb der Augenhöhe der protagonalen Figur lokalisiert sind, werden Aufsichten (down shots, high angle shots) genannt. Die Differenzierung erfolgt gleitend (leichte, starke Aufsicht). Sehr starke Aufsichten werden als Vogelperspektive bezeichnet, die Überkopf-Position als top shot. Aufsichten entstehen zum einen als Anschmiegungen an Handlungsachsen in Schräglage (etwa in Interaktionen zwischen Kindern un ... [weiterlesen]
87.

Festobjektiv

Objektive mit unveränderlicher Brennweite werden „Festobjektive“ genannt. Der Vorteil gegenüber Vario- oder Zoomobjektiven liegt zum einen in der besseren Abbildungsqualität (obwohl sich heute die Unterschiede weitestgehend ausgeglichen haben), zum anderen in der wesentlich kürzeren Bauart, dem meist geringeren Gewicht und der bis heute höheren Lichtstärke.  ... [weiterlesen]
88.

Inzest

... ist es selten anzutreffen. In Zeiten empfindlicher Zensurbehörden werden inzestuöse Verhältnisse allenfalls indirekt suggeriert.Beispiele: Vaghe Stelle dell'Orsa (Italien 1964, Luchino Visconti); Höhenfeuer (Schweiz 1985, Fredi M. Murer); Once Were Warriors (Neuseeland 1994, Lee Tamahori); The War Zone (USA 1999, Tim Roth).Literatur: Champagne, Rosaria: Oprah Winfrey's Scared Silent and the spectatorship of incest. In: Discourse 17,2, Winter 1994, S. 123-138. – Curtis-Webber, Amy J.: Not just another pretty victim. The incest survivor and the media. In: Journal of Popular Culture 28,4, 1995, S. 37-47. – Davis, Todd F. / Womack, Kenneth: Forget the Alamo. Reading the ethics of style in John Sayles's Lone Star. In: Style 32,3, 1998, S. 471-485. ... [weiterlesen]
89.

Robespierre-Affekt

... nicht-geahndeter Gewalt gegen Opfer mit einer latenten Bereitschaft, Bestrafungen der Täter außerhalb des Justizsystems zu akzeptieren oder sogar zu wünschen; je wehrloser die Opfer sind, desto höher ist der Solidarisierungseffekt mit ihnen. Manche Formen des „Kinos der Empörung“ (etwa im Politfilm) inszenieren das Paradox als Verfahren, den Zuschauer einzunehmen.Der Begriff des Robespierre-Affekts wurde in der vorliegenden Definition von Jürgen Grimm in die kommunikationswissenschaftliche Terminologie zur Bezeichnung eines nichtimitativen Typus medieninduzierter Aggression eingeführt, der von der moralischen Empörung lebt und diese in eine (latente) Gewaltbereitschaft gegen „Täter“ übersetzt. Er kennzeichnet aber auch einen weit verbreiteten Mechanismus außerhalb der Medien, Täter in einer moralisch-aggressiv überschießenden Reaktion ihrerseits zu Objekten von Gewaltanwendung zu machen.Literatur: Grimm, Jürgen: Der Robespierre-Affekt. Nichtimitative Wege filmischer Aggressionsvermittlung. In: Kultur in der Informationsgesellschaft. Hrsg. v. W. Mahle. Konstanz: UVK 1998, S. 101-122 (AKM-Studien. 42.). – Grimm, Jürgen: Fernsehgewalt. Zuwendungsattraktivität, Erregungsverläufe, sozialer Effekt. Zur Begr&u ... [weiterlesen]
90.

Rostrum-Kamera

oft einfach nur: Rostrum; von lat. rostrum = (eigentl.:) Schnabel, davon übertragen: (die mit Schnäbeln verzierte) Rednerbühne auf dem ForumIm Allgemeinen eine fest auf einer tischartigen Bühne angebrachte Kamera, die im einfachsten Fall senkrecht nach unten auf das abzufilmende Objekt ausgerichtet ist. Die Beine der Vorrichtung sind von Hand oder motorgetrieben in der Höhe verstellbar. Rostrum-Konstruktionen, die von untersc ... [weiterlesen]
91.

Parallelhandlung

engl.: parallel actionAls Parallelhandlung bezeichnet man entweder eine Handlung, die der eigentlichen Haupthandlung nebengeordnet ist, diese aber zu Zwecken der Spannungserzeugung unterbricht, Höhepunkte hinauszögert, die Haupthandlung kontrastiert (z.B. als komische Gegenhandlung) oder sich dieser zum Vergleich anbietet (wenn die gleiche Geschichte z.B. in anderem Milieu angesiedelt ist). Oder es handelt sich um eine zwei Handlungen in ei ... [weiterlesen]
92.

Intermezzo

... m berühmten Wagenrennen wieder ein; in It's a Mad Mad Mad Mad World (1963, Stanley Kramer) werden die Verwicklungen der Intrigen und Gegenintrigen immer mehr beschleunigt und scheinen auf einen befreienden Höhepunkt zuzustreben, als die Pause die Spannungskurve beendet; der zweite Teil beginnt mit größter, allerdings erkennbar trügerischer Ruhe.Literatur: Morris, Christopher: Reading opera between the lines. Orchestral interludes and cultural meaning from Wagner to Berg. Cambridge [...]: Cambridge University Press 2002. ... [weiterlesen]
93.

hallyu

korean., dt. = Korea-WelleSeit 2000 geht die Rede von einer „Korea-Welle“ in Asien um – einer umfassenden Begeisterung für die koreanische Popmusik, Fernsehserien und Filme. Die internationale Vermarktung insbesondere für Produkte der Unterhaltungsindustrie schoss rapide in die Höhe. Laut offizieller Statistik kamen 2004 weit über 3 Millionen Touristen ins Land, um die Orte, an denen die Filme spielen, die Studio ... [weiterlesen]
94.

punch line

gelegentlich: Höhepunkt; von engl.: punch = Faustschlag; oft auch: gag lineEine punch line ist ein Satz, mit der man einen Witz abschließt; er folgt meist einer sogenannten feed line (auch: setup line), die keinen Gag enthält, aber das Stichwort für den Gag liefert; manchmal folgt noch ein topper, der dem Gag einen zweiten folgen läßt. In Sketchen bezeichnet man die Formen, die mit einer „harten Pointe“ ode ... [weiterlesen]
95.

Bild-Ton-Abstand

... n. In den Digitalformaten gelten bei 35mm-Film die folgenden Abstände:– bei SRD-Ton ist das Tonsignal 26 Bilder vor dem Bild aufgebracht,– bei SDDS-Ton ist das P-Signal (p=picture=Bild) auf der Höhe des Bildsegments,– das S-Signal (s=soundtraxx=Tonspur) um 17,8 Bilder nachversetzt (Ton- nach Bildwiedergabe),– bei DTS-Ton gehört der Ton unmittelbar dem Bild zu. ... [weiterlesen]
96.

Digression

... fischen assoziativen Feldes orchestrierend. Digressionen sind Ablenkungen des Zuschauers, die ihm einen allzu trockenen oder bedrückenden Stoff erleichtern, oder sie gehören zu den Retardationen und erhöhen die Spannung, weil sie kurz vor einer Wendung gesetzt sind und die Spannungslösung hinauszögern, sofern es sich nicht um rein ornative Elemente handelt. Ursprünglich der Rhetorik entstammend, ist das Konzept der Abschweifung in der englischen und französischen Prosa des 18. Jahrhunderts zu einem poetischen Mittel ausgearbeitet worden, insbesondere, um satirische Unter- und Zweitbedeutungen zu verdeutlichen (im Film denke man an manche Strategien der Monty-Python-Gruppe). In der postmodernen Literatur (und ähnlich im Film) wird die Abschweifung reflexiv dazu verwendet, den Rezipienten auf die Fiktionalität des Dargestellten und d ... [weiterlesen]
97.

Storyliner

... em Team für den einzelnen Handlungsstrang einen Plan, wie sich die Geschichte in mehreren Folgen entwickeln soll, welche Konflikte auftreten und ggf. als Cliffhanger genutzt werden können, wo Spannungshöhepunkte vorgesehen sind etc. Die einzelnen Handlungslinien müssen aufeinander abgestimmt werden; der Storyliner arbeitet die einzelnen Szenen und Sequenzen bis ins Detail aus – die Ergebnisse sind „storylines“, sie ähneln dem Treatment eines Drehbuchs. Sie bilden die Grundlage für die Dialogbücher, die oft wiederum von anderen Autoren erarbeitet werden.  ... [weiterlesen]
98.

Embrafilme

... onsfirmen auf oft billig produzierte Sexfilme, die das Publikum aber nur kurze Zeit binden konnten. Als in den 1980ern das Land in eine umfassende Wirtschaftskrise geriet und die Inflationsrate in astronomische Höhen von mehreren 100% pro Jahr kletterte, da zudem eine ganze Reihe von Kosten traditionellerweise in US-$ abgerechnet wurden, wurde eine Budgetierung eigener Filmproduktionen fast unmöglich. Als Brasilien 1985 zur Demokratie zurückkehrte, geriet die Embrafilme als Gründung der Militärregierung, die zudem als korrupt galt, unter erheblichen Druck. Die Firma wurde am 15.3.1990 aufgelöst. In der Hochphase der Tätigkeit hatte Embrafilme annähernd 30% der brasilianischen Filme produziert (insgesamt 156 Filme), war an zahlreichen Koproduktionen beteiligt und hatte den Marktanteil verdoppelt.Literatur: Hawken, Janet / Litewski, Chaim: Exploitation for export. In: Screen 24,2, 1983, S. 66-70. – Johnson, Randal: The film industry in Brazil. Culture and the state. Pittsburgh, Penn.: University of Pittsburg Press 1987, bes. S. 137-197. – Johnson, Randal: The Nova Republica and the crisis in Brazilian cinema. In: Latin American Research Review 24,1, 1989, S. 124-139. ... [weiterlesen]
99.

Dolby SR

Kurzform für: Dolby Stereo Spectral RecordingDolby Stereo SR baut auf dem Dolby-Stereo-Verfahren auf und wurde 1987/88 entwickelt. Es basiert auf dem RAuschunterdrückungsverfahren Dolby-S Noise Reduction. Durch die sogenannte Kompression wurde eine höhere Dynamik des Tons erreicht, wodurch das Klangvolumen nochmals erheblich verbessert wurde. Wie bei Dolby-A wurden aus zwei Kanälen mittels Matrix vier Kanäle plus Subwoofer er ... [weiterlesen]
100.

Blickbewegungsmessung

... rschungen primär zu Kindersendungen ging es darum, Programmfaktoren zu isolieren, die aufmerksamkeitsbindend sind. Spannung, gefühlte Nähe zu den Figuren der Handlung und inhaltliches Interesse erhöhen demzufolge die Aufmerksamkeit (und die Blickzuwendung).Verwendet werden heute meist Head‑Mounted Eye Tracker, die – anders als frühere Geräte, bei denen der Proband fixiert werden musste – die seine freie Beweglichkeit ermöglichen; die ebenfalls verwendeten Remote Eye Tracker verzichten auf die kopfhörerartigen Apparaturen, der Rechner kann die Augen nach einer Kalibrierung in einem kleinen Bewegungsfeld automatisch verfolgen und die Fixationen berechnen.Literatur: Block, Andreas: Die Blickregistrierung als psychophysiologische Untersuchungsmethode. Grundlagen, Anwendung und technische Realisierung. Hamburg: Kovac 2002. – Holmqvist, Kenneth [...]: Eye tracking. A comprehensive guide to methods and measures. Oxford: Oxford University Press 2011. - Issing, Ludwig J. / Mickasch, Heidemarie D. / Haack, Johannes (Hrsg.): Blickbewegung und Bildverarbeitung. Kognitionspsychologische A ... [weiterlesen]
101.

Schmalfilmformate

... llel dazu gab es in Deutschland von AGFA eine Kassette mit 10m 8mm‑Film. Beide Systeme konnten sich nicht durchsetzen. Die AGFA‑Kassette bildete jedoch später das Vorbild für die technisch höher stehende Single‑8‑Kassette.-- 17,5mm: Es gab mindestens 4 verschiedene Filmformate mit 17,5 mm Breite. Nennenswerte Verbreitung fand dabei nur das französische „Pathé‑Rural“‑System. Zunächst stumm, wurden die Kopien später mit Lichtton versehen. Zur Amateurnutzung war das Format eigentlich nicht gedacht, jedoch erschien später auch eine Billig-Kamera dafür auf dem Markt.-- 28mm: Ein frühes Heimkinoformat, das in Frankreich unter dem Namen „Pathé‑Kok“ eine gewisse Verbreitung fand.  ... [weiterlesen]
102.

Walzeroperette

Seine Vorrangstellung in den sogenannten Walzeroperetten erhielt der Walzer erst durch die Umformung des Genres von einem satirischen und somit partiell gesellschaftskritischen  – wie es Jacques Offenbach mit Werken wie Orphée aux Enfers / Orpheus in der Unterwelt, La belle Hélène / Die schöne Helena und La Grande-Duchesse du Gerolstein / Die Großherzogin von Gerolstein begründet und zum Höhepunkt ... [weiterlesen]
103.

Mindgame-Movies

... dash; ebenso wie der Protagonist – einem Geschehen gegenüber, das er genauso wenig durchdringen kann wie jener. Narrative Komplexität und Unsicherheit der Rezeption komplementieren einander; das höhere Maß an kognitiver Zuschauer-Aktivierung gehört zu den wichtigsten Bestimmungselementen des Motivkreises.Dabei besteht eine deutliche Verwandtschaft zwischen dem mindgame-Prinzip und den Merkmalen des Neo-Noir. Beide zeichnen sich aus durch die Dekonstruktion zeitlich linearer Wahrnehmungsprinzipien, was zu einer Delinearisierung der Erzählstuktur führt. Darüber hinaus erlebt der Zuschauer die Narration zumeist aus der subjektiven Perspektive des Protagonisten, wodurch ihm weder ein Wissensvorsprung, noch ein Abgleich zwischen dem Erleben der Charaktere und einer objektiven Ordnung gewährt wird. Durch die Absenz impliziter Bewertungsmaßstäbe, kann das Gezeigte vom Zuschauer nicht einheitlich bewertet werden. Sowohl für Neo-Noir- wie auch für mindgame-Filme ist die Irritation der Wahrnehmungskonventionen konstitutives Merkmal.Literatur: Elsaesser, Thomas: Was wäre, wenn du schon tot bist? Vom ,postmodernen‘ zum ,post-mortem‘-Kino am Beispiel von Christopher Nolans Memento. In: Schenk, Irmbert (...) (Hrsg.): Zeitsprünge. Wie Filme Geschichte(n) erzählen. Berlin: Bertz + Fischer 2004, S. 115-125. – Elsaesser, Thomas: Hollywood heute. Geschichte, Gender und Nation im postklassischen Kino. Berlin: Bertz + Fischer 2009, v.a. S. 237-263. – Linge, Friederike: Mindgame Films. Dekonstruktion der klassischen Erzählweise am Beispiel von Tom Tykwers Film „Lola rennt“. Dip ... [weiterlesen]
104.

sensation scene

... auml;.) vom Publikum als besonderer Reiz und als oft eigenständig wahrgenommene Gratifikation genossen wurden. Das Spektakuläre überlagerte in diesen Szenen oft die Erzählung, sie wurden als Höhepunkte der Inszenierung aufgefasst (und auch in den zeitgenössischen Kritiken vermerkt). Das frühe Kino adaptierte gerade diese Qualität für die eigenen Inszenierungen – darin an eine Darbietungsform des Spektakulären anknüpfend, die dem populären Theater der Zeit entstammte.Literatur: Brewster, Benjamin Robert / Jacobs, Lea: Theatre to cinema. Stage pictorialism and the early feature film. Oxford [...]: Oxford University Press 1997. Repr. 2003. – Singer, Ben: Melodrama and modernity. Early sensational cinema and its contexts. New York: Columbia University Press 2001. – Radford, Andrew D.: Victorian sensation ... [weiterlesen]
105.

Leinwandgröße (1)

selten und irreführenderweise auch: Bildgröße; engl.: screen sizeDie Leinwandgröße im Kino wird in Meter-Angaben notiert (Bildbreite:Bildhöhe). Die tatsächlich in der Projektion ausgeleuchtete Fläche der Leinwand ist meist kleiner als die gesamte Bildwand. Manchmal wird die Leinwandgröße auch in Quadratmetern angegeben. Als Kino mit der größten Leinwand der Welt gilt das Das IMAX-Kino in ... [weiterlesen]
106.

Alltagsfilm

... aft vorgehalten wurde. Manchmal kontrastierte die Tristesse der Alltagsschilderung mit den Wunschphantasien der Figuren (wie etwa in Heiner Carows Liebesgeschichte Die Legende von Paul und Paula, 1973). Als ein Höhepunkt des Alltagsfilms gilt Warnekes dokumentarischer Spielfilm Die Beunruhigung (1982) über eine junge Frau, die einen Tag lang auf die Diagnose einer Krebsuntersuchung wartet (darin Agnès Vardas Cléo de 5 à 7, Frankreich 1962, verwandt). Noch Matti Geschonnecks Boxhagener Platz (BRD 2010) erinnert an die Darstellungskonventionen des DDR-Films der 1970er.Literatur: Feinstein, Joshua: The Triumph of the Ordinary: Depictions of Daily Life in the East German Cinema, 1949-1989. Chapel Hill, NC: University of North Carolina 2002. – Harhausen, Ralf: Alltagsfilm in der DDR – die "Nouvelle Vague" der DEFA. Marburg: Tectum 2007. Zuerst Diss., Oldenburg 2006. – Richter, Erika: Alltag und Geschichte in DEFA‑Gegenwartsfilmen der siebziger Jahre. Potsdam: HFF 1976 (Filmwissenschaftliche Beiträge. 1, 1976.). ... [weiterlesen]
107.

Minitel

... so erfolgreich, dass dessen Einnahmen im Jahre 1996 sogar die des Internets in den USA in diesem Jahr überstiegen. Mit dem System wurde zeitweise mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr gemacht. Seinen Höhepunkt erreichte das Minitel im Jahr 2000, als rund 25 Millionen Franzosen fast neun Millionen Geräte besaßen. Anfänglich bekämpfte die Zeitungsbranche in Frankreich das Netzwerk, da es den Verlust von Kleinanzeigen fürchtete (was aber nicht eintrat).Die überwiegend simplen Textbotschaften konnten gegen die im Internet mögliche Informationsübertragung nicht standhalten. Das Minitel blieb ein geschlossenes französisches System ohne Vernetzung mit Benutzern in anderen Ländern. Der Dienst wurde angesichts fallender Nutzerzahlen und nicht mehr erwirtschaftbarer Instandhaltungskosten am 30.6.2012 endgültig eingestellt.Literatur: Cats‑Baril, William L. / Jelassi, Tawfik: The French Videotex System Minitel: A Successful Implementation of a National Information Technology Infrastructure. In: MIS Quarterly 18,1, March 1994, S. 1‑20. – Dauncey, Hugh: A Cultural Battle. French Minitel, the Internet and the Superhighway. In: Convergence 3,3, Sept. 1997, S.  72‑89. – Luzzati, Daniel: Oralité et interactivité dans l'écrit Minitel. In: Langue française 89, 1991, S. 99‑109. ... [weiterlesen]
108.

pace

... auf eine eher schnelle Phase der Erzählung folgt eine langsame, bevor das Tempo wieder angezogen wird. Der Tempo-Eindruck ist zudem historisch und kulturell variabel. Meist wird angenommen, dass die Phasen höheren Tempos vom Zuschauer intensiver wahrgenommen werden; ob es allerdings einen Gedächtniseffekt gibt, ist ungeklärt.Literatur: Heft, Harry / Ragnar Blondal: The Influence of Cutting Rate on the Evaluation of Affective Content of Film. In: Empirical Studies of the Arts 5,1, 1987, S. 1-14. – Kraft, R.N.: The Role of Cutting in the Evaluation and Retention of Film. In:  Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition 12, 1986, S. 155-163. - Lang, A. [...]: The Effects of Production Pacing and Arousing Content on the Information Processing of Television Messages. In: Journal of Broadcasting and Electronic Media 43,4, 1999, S. 451‑475. – Mitry, Jean: Esthétique et psychologie du cinéma. I. Paris: Klincksieck 1963, chap. 3, "Le rhythme et le montage". Engl.: The aesthetics and psychology of the cinema. Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press 1997, S. 89-167. – Snow, Robert P.: Interaction with the Mass Media: The Importance of Rhythm and Tempo. In: Communication Quarterly 35,3, 1987, S. 225-237. ... [weiterlesen]
109.

Krise / Krisis / crisis

griech., = Entscheidung(1) Im Drama wird der Moment als crisis bezeichnet, wenn der Held auf dem Höhepunkt des dramatischen Konflikts durch eine bestimmte Entscheidung seine Handlungsfreiheit und damit andere mögliche Handlungsoptionen aufgibt und so den Umschwung der Handlung (die Peripetie) einleitet. Fortan wird die Handlung nicht mehr durch die Entscheidungen des Helden vorangetrieben, sondern sie ist determiniert und treibt unausweichl ... [weiterlesen]
110.

Katastrophe

... l;hrt werden, der in Filmen dann häufig als überraschende neue Figur oder plötzlich und meist recht unmotiviert bedeutend werdende Nebenfigur in die Handlung eingreift. Die Katastrophe stellt den Höhepunkt des jeweils letzten Aktes im fünf‑ oder dreiaktigen Drama der geschlossenen Form dar und soll die Katharsis auslösen. In Freytags Dramaturgie bezeichnet das Konzept der Katastrophe die abschließende Lösung des tragischen Konflikts, lässt sich also nicht auf Geschichten mit glücklichem Ende übertragen.  ... [weiterlesen]
111.

Studiofilm

engl.: studio picture, studio filmFilme, die primär oder ausschließlich im Studio entstanden sind, nennt man im Gegensatz zu solchen, die vor Ort (on lacation) gedreht wurden, Studiofilme. Sie tendieren dazu, auf allen Ebenen der Inszenierung einschließlich des Tons in höherem Maße kontrolliert zu sein. Sie zeigen in aller Regel deutlich artifiziellere Handlungsszenarien. Meist wirkt auch das Licht eher gekünstelt, or ... [weiterlesen]
112.

Hollywood Anti-Nazi League

... einer von der Liga organisierten Masssen-Demonstration gegen Hitler, bei der sich 10.000 Menschen im L.A.-Shrine-Auditorium versammelten, um Reden von Eddie Cantor, Gale Sondergaard u.a. zu hören. Auf dem Höhepunkt ihrer Wirkung hatte die Liga mehr als 5.000 zahlende Mitglieder (darunter viele aus der Filmwirtschaft), sowohl Kommunisten (wie Ring Lardner) wie auch Liberale (wie Julius und Philip Epstein) und Konservative (wie etwa Herman Mankiewicz). Fast wöchentlich gab es Kundgebungen, Versammlungen, Vorträge, mittels derer die Situation im Dritten Reich erörtet und diskutiert wurde. Des Weiteren wurden die Konsulate von Deutschland und Japan boykottiert, Gegendemonstrationen zur American Nazi Party veranstaltet und Briefkampagnen an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt organisiert. Die Aktivisten der Laegue veröffentlichten einen zweimal monatlich erscheinenden Newsletter. Als Leni Riefenstahl und Vittorio Mussolini die Filmhauptstadt im Jahre 1938 besuchten, wurden sie von Anti-Nazi-League-Demonstranten begrüßt. Doch es gab auch Gegner de Liga wie Joseph Breen, den katholischen Leiter der Production Code Administration, der der Liga vorwarf, „die Leinwand für kommunistische Propaganda zu vereinnahmen.“ Im Jahre 1939, nachdem der Hitler-Stalin-Vertrag zu einem starken Einbruch in de ... [weiterlesen]
113.

true story

oft: based on a true story; im Dt. manchmal: nach einer wahren Begebenheit, nach einem tatsächlichen Fall o.ä.Der meist in der Titelsequenz enthaltene Hinweis, die folgende Geschichte basiere auf tatsächlichen Geschehnissen, markiert nicht unbedingt die folgende Geschichte als Dokufiktion, sondern reklamiert dem Filmstoff höhere Glaubwürdigkeit oder hebt die Geschichte auf das Niveau des Exemplarischen (wie etwa in Changeling ... [weiterlesen]
114.

Todesdarstellung

So häufig auch der Tod von Protagonisten zur Erzählung gehört und meist einen der Höhepunkte emotionaler Beteiligung der Zuschauer darstellt, so wenig ist der Sterbevorgang selbst Gegenstand der Darstellung – er wird meist auf wenige visuelle Kürzel reduziert, schauspielerisch als Aufhebung aller Körperspannung symbolisiert, oft begleitet durch trauernd-kommentierende Musik. Die Sterbeszene wird zum theatralische ... [weiterlesen]
115.

Segmentierung (1)

... ig;erung aus kleineren, ihrerseits aber systematisch gegliederten Einheiten zusammengesetzt sind. Immer gilt das Prinzip der Übersummativität: Durch die Kombination segmentaler Einheiten entsteht eine höhere Einheit, die Qualitäten hat, die den Segmenten nicht zukommen. Das wichtigste Kriterium der Segmentierung (und zugleich ein Probeverfahren) ist die Feststellung der Austauschbarkeit von Segmenten der gleichen Klasse (oft Substitutions- oder Kommutationsprobe genannt). Segmentationsverfahren im Film haben z.T. versucht, ähnlich wie in der Sprache kleinere bis kleinste Einheiten der filmischen Signifikation aufzufinden; vor allem Umberto Ecos Entwurf einer Filmsemiotik ging darauf hinaus, die Zerlegung bis auf kleinste, nur noch bedeutungsunterscheidende Einheiten voranzutreiben.Heute werden in der filmischen Textanaly ... [weiterlesen]
116.

Habsburgerfilm

... 19. Jahrhunderts spielen (Kaisermanöver, 1954; Der Kongress tanzt, 1955; Kronprinz Rudolfs letzte Liebe, 1956; Kaiserball, 1956 usw.). Mit den drei Sissi-Filmen (1955-57) erreichte das kleine Genre seinen Höhepunkt. Es ist die Abwendung vom Österreich der Nachkriegszeit, die den Filmen ablesbar ist und die oft als „Erinnerungsverweigerung“ und indirekt als Auseinandersetzung mit der Frage nach der Schuld Österreichs an der Nazizeit gelesen wurde.Literatur: Fritz, Walter: Im Kino erlebe ich die Welt. 100 Jahre Kino und Film in Österreich. Wien/München: Brandstätter 1997. – Seeßlen, Georg: Sissi – Ein deutsches Orgasmustrauma. In: Marsiske, Hans-Arthur (Hrsg.): Zeitmaschine Kino. Darstellungen von Geschichte im Film. Marburg: Hitzeroth 1992, S. 64-79. ... [weiterlesen]
117.

Jesusfilm

... tionsfilm Der Stern von Bethlehem (BRD 1956, Lotte Reiniger, Carl Koch), das Musical Jesus Christ Superstar (USA 1973, Norman Jewison) sowie manchmal mehrteilige Bibelverfilmungen des Fernsehens in den 1990ern. Höhepunkt des Stoffkreises waren die 1950er und 1960er, als in den Hollywood-Monumentalfilmen mehrfach die Geschichte der Evangelien dramatisiert wurde (wie in Ben Hur, USA 1959, William Wyler, zuerst USA 1924-26, Fred Niblo, oder in King of Kings, USA 1961, Nicholas Ray) – gelegentlich mit der Jesus-Figur in Nebenhandlungen (wie in The Robe, USA 1953, Henry Koster). In den 1960ern folgten aber auch Versuche, die Figur neu zu poetisieren und des monumentalen Beiwerks zu entkleiden (wie in Il vangelo secondo Matteo, Italien 1964, Pier Paolo Pasolini), ebenso wie Parodien und Satirisierungen (wie in Monty Pythons Life of Brian, Großbritannien 1979, Terry Jones, oder Das Ge ... [weiterlesen]
118.

Transaktionsfernsehen

... wieder ein. Erst mit der Integration von TV und Internet sind – entgegen der um 2000 geäußerten Umsatzerwartungen – im sogenannten Teleshopping tatsächlich Umsätze in Milliardenhöhe generierbar. Literatur: Goldhammer, Klaus / Wiegand, André: Transaktionsfernsehen in Deutschland. In: Kommerz, Kommunikation, Konsum. Zur Zukunft des Fernsehens. Hrsg. v. Mike Friedrichsen. Baden-Baden: Nomos 2004, S. 225‑240. – Lueg, Christian: Pay‑TV, Transaktionsfernsehen, Hotlines und Call‑Media. Alternative Einnahmequellen für den Privaten Rundfunk am Beispiel des Senders Neun Live. München: AVM 2009.  ... [weiterlesen]
119.

Body-Horror (1)

... parasitären Befalls. Häufig haben die exponierte Wunde und das Spiel mit der existenziellen Funktion des Körperlichen in der visuellen Inszenierung einen hohen Stellenwert, bilden attraktionelle Höhepunkte des Films. Schon in den Gestaltwandler-Filmen, die dem Body-Horror verpflichtet sind (wie etwa An American Werewolf in London, USA 1981, John Landis), ist die Transformation des Körpers eine höchst schmerzhafte Sache. Nur in Ausnahmefällen ruft die Mutation des Körpers auch Genuss hervor (z.B. Tetsuo, 1989 Japan, Shin‘ya Tsukamoto, oder In My Skin, USA 2002, Marina de Van); oft ist sie dann an nicht-menschlichen Geschöpfen dargestellt, deren Erscheinung mit ästhetischen Darstellungsnormen und Normalitätsvorstellungen bricht (z.B. Society, USA 1989, Brian Yuzna, oder Hellbound – Hellraiser II, ... [weiterlesen]
120.

Lichttonspur

... Tonspuren des kanadischen Experimentalfilmers Norman McLaren: In Filmen wie Mony a Pickle (1938) kratzte er die Tonspur des Films mit der Hand ins Negativ – es wurde möglich, nahezu jede beliebige Tonhöhe, dynamische Abstufungen, Vibrati und Glissandi direkt auf der Tonspur ohne Zuhilfenahme technischer Apparate von Hand zu gestalten. Das Verfahren wurde erstmals in Rudolf Pfenningers Tönende Handschrift (1932) perfektioniert. ... [weiterlesen]
121.

Content Marketing

... , Infografiken, aber auch Spiele, Tests, Ratgeber und ganze E-Books. Das Content-Marketing erfolgt meist in den Online-Medien (z.B. mittel sogenannter corporate blogs). Es verfolgt kurzfristige (Erzeugung einer höheren Reichweite, Generierung neuer Webseitenbesucher, user engagement) und langfristige Ziele (Stärkung der Markenbekanntheit, Themenführerschaft, Aufbau einer community), die durch das Bemühen um Kundenbindung zusammengehalten werden, die aber auch eine Expertenschaft der werbenden Firma zu propagieren suchen. Oft wird mit Formen der Direktadressierung gearbeitet, um die Besonderheit von Ansprache und Inhalt zu unterstreichen. Literatur: Pulizzi, Joe: Epic content marketing. How to tell a different story, break through the clutter, and win more customers by marketing less. New York [...]: Mc Graw Hill 2014. - Rose, Robert / Pulizzi, Joe: Managing content marketing. The real‑world ... [weiterlesen]
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Televoting

... sehens, sondern auch auf großen Aktionärsversammlungen eingesetzt. Um das Verfahren gegen ausbeuterische Interessen zu sichern, dürfen in der BRD laut Rundfunkstaatsvertrag nur Gebühren in Höhe von maximal 0,50 € je abgegebener Stimme erhoben werden. Gleichwohl lassen sich durch das Verfahren Kostendeckung oder sogar Kostenüberschüsse erzielen. Gerade wegen dieser verdeckten Geldflüsse ist dem Televoting vorgeworfen worden, eine verdeckte Verwertung der Zuschauerkontakte zu sein und eben nicht – wie von vielen Betreibern reklamiert – Teil einer Demokratisierung des Fernsehens ist. Literatur: Bolay, Stefan: Televoting‑ und Gewinnspiel‑Call‑In‑Shows zwischen Teleshopping und reaktionellen Programm. In: Kommunikation & Recht 12,2, 2009, S.91‑96. ... [weiterlesen]
123.

Spieldauer

(1) Lauflänge (2) heute meist: Verwertungsfenster; engl.: release window, theatrical window Ältere Bezeichnung für die Zeit, in der Filmkopien zur Vorführung verwendet werden können. In der älteren Praxis ging man davon aus, dass eine Vorführkopie nach 600 Vorführungen (insbesondere wegen der Laufstreifen) nicht mehr im Kino eingesetzt werden kann; bei sorgfältiger Pflege sind höhere Vorführzah ... [weiterlesen]
124.

Emergo

Emergo nannte sich ein Verfahren, bei dem ein fast vier Meter großes Kunststoffskelett während der Vorführung des Horrorfilms House on Haunted Hill (USA 1959, William Castle) mit fluoreszierenden Knochen an einem Seil über das Publikum im Kinosaal flog und in einer Loge verschwand, während auf der Leinwand während des Höhepunkts des Films ein Gerippe mit Getöse in sich zusammenfiel. Castle setzte Emergo ein, u ... [weiterlesen]
125.

Payne Fund Studies

... ml;ffentlichung wurden die Studien methodisch kritisiert, weil sie die formale und inhaltliche Analyse der verwendeten Filme unterschlagen hätten; zudem sei unthematisiert geblieben, dass die festgestellte höhere Aggressivität der Probanden eher der Schichtzugehörigkeit als mit den Filmen in Verbindung stehen könnten. Im amerikanischen Medien- und Moraldiskurs ihrer Zeit spielten sie allerdings eine gewichtige Rolle und wurden in der Begründung des Hays-Code und in der Kritik am Hollywood vor dem Code, aber auch in anderen bewahrpädagogischen Kontexten instrumentalisiert. Literatur: Anderson, Mark Lynn: Taking Liberties: The Payne Fund Studies and the Creation of the Media Expert. In: Inventing film studies. Ed. by Lee Grieveson & Haidee Wasson. Durham [...]: Duke University Press 2008, S. 38-65. – Jowett, Garth S. / Jarvie, Ian C. / Fuller, Kathryn H.: Children and the Movies: Media Influence and the Payne Fund Controversy. New York: Cambridge University Press 1996. – Lowery, Shearon A. / DeFleur, Melvin L.: Milestones in mass communication research media effects.  New York [...] Longman 1995, bes. ch.2, S. 21-44. ... [weiterlesen]
126.

light-novel

... ght-novels in Japan höchst erfolgreich (so dass einige light-novels es zu Serien gebracht haben), doch ist die Nachfrage im Ausland sehr gering, so dass sich die im Verhältnis zu den Mangas wesentlich höhere Übersetzungsaufwand nicht lohnt. ... [weiterlesen]
127.

Begleitfahrt

... l ist die initiale Plansequenz in Orson Welles‘ Touch of Evil (USA 1957), die zwei Handlungsträger alternierend in einer einzigen Begleitfahrt ins Bild nimmt, zudem noch mittels eines Krans die Kamerahöhe dynamisiert.Literatur: Lohmeier, Anke‑Marie: Hermeneutische Theorie des Films. Tübingen: Niemeyer 1996, S. 104-108. ... [weiterlesen]
128.

Divenfilm (1)

... im proletarischen Umfeld, die Darstellerinnen klar herausarbeitende Lichtsetzungen und Geschichten, die sich um Themen wie Liebe, Leid und das Ringen um Glück rankten konturierten ein Kleingenre, zu dessen Höhepunkten Filme wie Assunta Spina (1915, Francesca Bertini, Gustavo Serena), Fior di male (1915, Carmine Gallone), Tigre reale (1916, Piero Fosco [d.i. Giovanni Pastrone]) oder Malombra (1917, Carmine Gallone) zählten. Literatur: Ochsner, Beate: Dive Divine: Göttinnen des italienischen Stummfilms. In: Italien und Europa: Der italienische Beitrag zur europäischen Kultur. Hrsg. v. Franziska Meier. Innsbruck: Studienverlag 2007, S. 139‑157.  ... [weiterlesen]
129.

Sofica

... ml;ffentlichen Zuschüssen zu plazieren.Die Gesellschaft wurde auf Betreiben von Filmproduzenten und Banken am 11.7.1985 gegründet. Steuerzahler, die sich an Sofica beteiligen, können bis zu einer Höhe von 6.480_ pro Steuer-Haushalt eine jährliche Steuerermäßigung von 30% (oder 36%, wenn Sofica mehr als 10% der Produktionskosten übernimmt) erwirken, gleichgültig, ob es sich um eine Erstteinlage oder eine Einlagenerhöhung handelt. Das Verfahren wurde 2006 durch eine Steuerminderung ersetzt (von 40% bis zu 18.000 _). Die SOFICA setzt sich insbesondere für die Förderung von Erstlingswerken ein (Stand: 2016). Der Steuerzahler verpflichtet sich, seine Einlagen für mindestens fünf Jahre in Sofica stehen zu lassen. Die einzelnen SOFICAs sind öffentliche Aktiengesellschaften für die Finanzierung von Filmen und audiovisuellen Werken. Sie agieren als Investmentfonds, deren einzige Tätigkeit die Finanzierung von Filme ... [weiterlesen]
130.

Synchronpunkte

... werden. Fällt etwas oder jemand auf den Boden oder schlägt z.B. gegen eine Wand, wird der Aufprall durch einen zeitgleichen musikalischen Knall untermalt. In kontinuierlichen Bewegungen sind es Dreh-, Höhe- und Umschlagpunkte, die für einer Synchronisation mit der Musik in Frage kommen – der Ton wird der physikalischen Qualität der Bewegung parallelisiert. Diese oft überdeutliche Analogie von Bildinhalt und Musik wird auch Mickey‑Mousing genannt. ... [weiterlesen]
131.

Sittenfilm

Ein Sittenfilm ist ein Film, der unter dem Mantel der Aufklärung tabuisierte Themen, meist aus dem Bereich der Sexualität, behandelt. Das im Nachkriegsdeutschland verbreitete Genre diente primär der erotischen Unterhaltung und erlebte in Deutschland seinen Höhepunkt ab etwa 1918, begünstigt durch die Tatsache, dass es zwischen November 1918 und Mai 1920 keine Filmzensur gab. Gegen Ende der 1920er erlebte das Genre eine kurze ... [weiterlesen]
132.

Musikszenarium

... die starre Festlegung auf konkrete musikalische Nummern und zielen auf ein tieferes Verständnis narrativer und dramatischer Strukturen, auf Spannungskurven, voraus‑ und zurückdeutende Verweise, Höhe‑ und Tiefpunkte einer Filmhandlung sowie neuartige, den klassizistischen Theorien der geschlossenen Dramenform unbekannte Plotstrukturen wie Rückblende und Parallelmontage. Eine komplementäre Funktion erfüllen die zunehmend komplexen topischen Systematiken der Musikalien‑Kataloge in der späten Stummfilmära, indem sie nicht mehr nur szenische Stichwörter (cues), sondern auch dramaturgische Potenziale von Musik verzeichnen und in hierarchischen Taxonomien anordnen. Die Adressaten sowohl der Musikszenarien als auch der Kataloge – Kinokapellmeister, Salonorchester, Pianisten und Organisten gerade der kleineren, provinziellen Lichtspiel‑Theater – sollten sich idealiter zu Musikdramaturgen bilden. ... [weiterlesen]
133.

toyetic

... er Einsatz von viel Spielzeug geeignet ist. Das Prinzip der Spielbarkeit als Grundlage der Herstellung von Merchandising-Produkten (nicht nur für Kinder) ist viel älter, erreichte in den 1960ern erste Höhepunkte (etwa in den puppenanimierten Filmen der britischen SF-Serie Thunderbirds, 1964-66, die die Vorlage zu über 3.000 Merchandising-Produkten war) und ist bisheute ein Zentrum der Vermarktung von Filmen, Filmkonzepten und -ideen geblieben. Literatur: Kurwinkel, Tobias: Medienverbund. In:/Lexikon des Kinder- und Jugendfilms im Kino, im Fernsehen und auf Video/. Hrsg. von Horst Schäfer. /Teil 6: Genre, Themen und Aspekte/. 42. Ergänzungslieferung. Meitingen: Corian-Verlag 2013, S. 1-6. Verfasser: JvH ... [weiterlesen]
134.

MTV style editing

... die ungemein beschleunigte Handlung, durch Folgen von Jump-Cuts, durch sehr schnelle Assoziationsmontagen (fast-edits) und durch einen schnellen und unmotivierten Wechsel der Kameraneigungen, -verkantungen und -höhen sowie durch verrissene Handkamera-Bilder charakterisiert. Vorformen des Stils finden sich in manchen surrealistischen Filmen, in Drogensequenzen (wie in Easy Rider, USA 1969, Dennis Hopper), manchen Tanzfilmen (wie Flashdance, USA 1983, Adrian Lyne) oder in Filmen wie Natural Born Killers (USA 1984, Oliver Stone), in denen der so modische Montage-Stil dazu genutzt wurde, assoziativ zusammengeschlossene Bildstrecken dazu zu nutzen, die Erzählung an die Geschichte der visuellen populären Kultur anzuschließen. Der MTV-Stil z ... [weiterlesen]
135.

22.2

auch: Hamasaki 22.2, nach dem Entwicklungsingenieur Kimio Hamasaki der NHK Science & Technology Research Laboratories in Japan Das Surround-Ton-System des Ultra High Definition Television (UHDTV) wurde von den NHK-Laboratorien entwickelt und nutzt 22 Tonkanäle, die auf drei Ebenen auch in die Höhe arrangiert sind (oben: neun Kanäle, mittig: zehn Kanäle, unten: drei Kanäle),  sowie zwei Subwoofer-Kanäle. Das Sys ... [weiterlesen]
136.

Kangaroo-Western

... en Nationaldichters Banjo Petersen. 1890 verfasst handelt es von den besonderen Reitfähigkeiten des Titelhelden auf der Jagd nach einem wilden Pferd – der Film inszeniert sie als abschließenden Höhepunkt einer melodramatischen Geschichte, die von einem jungen Mann handelt, der sich auf einer Ranch bewähren muss, um die Tochter des Besitzers der Ranch (gespielt von Kirk Douglas) für sich zu gewinnen. 1998 entstand mit Return to Snowy River ein von Disney koproduziertes Sequel. Literatur: Clancy, Jack: The Man from Snowy River: Parents and Orphans. In: Cinema Papers, 42, March 1983, S. 50-52. – Limbrick, Peter: The Australian Western, or a Settler Colonial Cinema par excellence. In: Cinema Journal 46,4, 2007, S. 68-95. – O’Regan, Tom: „The Man from Snowy River and Australian Popular Culture.” In: Moran, Albert / O’Regan, Tom (eds.): An Australian Film Reader. Sydney: Currency Press 1985, S. 242-251; online: http://wwwmcc.murdoch.edu.au/ReadingRoom/film/Snowy.html.  ... [weiterlesen]
137.

Natriumdampflampen-Verfahren

... störende blaue Farbsäume an den Konturen zwischen Szene und Hintergrund, die beim Yellowscreen-Verfahren nicht auftreten. Mit der Verbesserung der Bluescreen-Technik verlor dieses Verfahren wegen des höheren Aufwands an Bedeutung. Disney ließ tatsächlich nur eine einzige Kamera für das Verfahren bauen. Namhafte Filme, in denen der Natriumdampflampen-Prozess verwendet wurde, sind die Jules-Verne-Verfilmung Mysterious Island (USA 1961, Cy Endfield), Alfred Hitchcocks Mystery-Thriller The Birds (USA 1962) und die Musical-Adaption Mary Poppins (USA 1964, Robert Stevenson). Außerdem entstanden noch in den 1970ern einzelne Szenen in dem Verfahren. ... [weiterlesen]
138.

35mm-Blowup

manchmal auch: 70mm-BlowupIn den 1970ern und 1980ern wurden öfter 70mm-Versionen von Filmen erstellt, die selbst nur in 35mm-Panavision gefilmt worden waren. Man wollte damit eine bessere Bildqualität auf großen Leinwänden mit der Möglichkeit verbinden, sechskanaligen Magnetton einzusetzen. Das ursprüngliche, anamorphe 35mm-Negativ (2,35:1-Seitenverhältnis) wird dazu minimal in der Höhe beschnitten, um das 2,2 ... [weiterlesen]
139.

Nebelmaschine

... det Nebelmaschinen in Film- und Fernsehproduktionen, aber auch im Rahmen von Bühnenshows, meist, um eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen oder um die räumliche Wirkung von Scheinwerfern zu erhöhen. Bis in die 1970er wurde Film-Nebel mittels kochendem Wasser, durch die Erwärmung von Ölen, mittels flüssigen Stickstoffs oder Trockeneis (die beiden letzteren vor allem für Bodennebel) hergestellt. Der Hamburger Günther Schaidt entwickelte das heutige Nebelfluid und Maschinen, die mit Hilfe einer Kolbenpumpe o.ä. unter hohem Druck durch ein auf ca. 300°C erhitztes Heizelement mit enger Mensur ein Gemisch aus bidestilliertem Wasser (um mineralische Rückstände zu verhindern) und hochreinen Glykolen drückten. Schaidt bekam für diese Entwicklung der sogenannten SAFEX-Maschine in Hollywood einen T ... [weiterlesen]
140.

Selenophon

... Verfahren ermöglichte. Sie erfolgt mit Licht auf lichtempfindlichem Papier. Im Zentrum der Technik stand die Thirringsche Selenzelle, die gegenüber der damals meist üblichen Alkaliphotozelle eine höhere Empfindlichkeit vor allem in den tieferen Tonlagen hatte. Ein zweiter Vorteil des Verfahrens bestand darin, dass das Verfahren mit geringeren Verstärker-Leistungen auskam und Tonverzerrungen bei der Wiedergabe deutlich seltener auftraten. Zudem konnte die Tonaufzeichnung auf viel billigerem Positiv-Film vorgenommen werden. Allerdings war zur Wiedergabe ein eigenes Gerät nötig, das beide Filmbänder synchron wiedergeben konnte. Die Qualität der Aufzeichnungen war so überzeugend, dass nicht nur US-amerikanische Rundfunkanstalten wie CBS und NBC mit Selenophon-Bändern arbeiteten, sondern dass der Dirigent Arturo Toscanini die Salzburger Festspiele nicht auf Platte, sondern auf Tonbänder der Selenophon aufzeichnen ließ (eine Falstaff-Aufnahme von 1937 liegt in restaurierter Form vor).Literatur: Schlögl, Reinhard: Oskar Czeija. Radio- und Fernsehpionier, Unternehmer, Abenteurer. Wien: Böhlau 2005. ... [weiterlesen]
141.

pitch (2)

Im Bereich der Akustik und des Filmtons Bezeichnung für die Höhe (bzw. Tiefe) eines (musikalischen) Tones (vgl. auch engl. pitch fork = Stimmgabel). ... [weiterlesen]
142.

Tiefenkriterien: monokulare Tiefenkriterien

von griech.: monos = einfach; und lat.: oculus = AugeUnter monokularen Tiefenkriterien werden jene cues zusammengefasst, die Informationen räumlicher Tiefe aus einem zweidimensionalen Bild liefern. Sie werden auch dann wirksam, wenn man nur mit einem Auge auf das Bild schaut. Unterschieden werden insgesamt sieben Hinweisreize: (1) Verdecken von Objekten; (2) relative Größe im Blickfeld; (3) relative Höhe im Blickfeld; (4) atmosph ... [weiterlesen]
143.

Sprechrolle

engl.: speaking roleGenerell bezeichnet man alle Rollen, in denen die Schauspieler eine Dialogzeile oder mehr zu sprechen haben, als „Sprechrollen“. Sprechrollen werden meist deutlich besser bezahlt als Auftritte als Statist oder Komparse, darum wird der Begriff meist gebraucht als Kennzeichnung der „Höhe“ einer Kleinrolle. Natürlich gibt es eine ganze Rolle von viel gewichtigeren Rollen (als Stumme, Schweigsame, bed ... [weiterlesen]
144.

Jukebox-Musical

... Cash, oder La Môme, Frankreich 2007, Olivier Dahan, über Edith Piaf) eine weitere Spielart darstellt, die das Kapital der Popularität der Musik zu verzinsen sucht. Alle derartige Produktionen erhöhen die Bekanntheit der zugrundeliegenden Musik, die Soundtracks spielen erhebliche Summen ein, die Filme erweisen sich als höchst effektive Auffrischung der Attraktivität eines schon eingeführten Produkts. (2) manchmal als Bezeichnung für kurze Musikfilme oder Film-Schnipsel, die mit musikbox-ähnlichen Apparaten ausgewertet wurden  ... [weiterlesen]
145.

optisches Kopieren

... n“, die den Komposit-Bildern zugehören.Optisches Kopieren gehörte als einer der wesentlichen Arbeitsgänge zum TechniScope-Verfahren, bei dem ein Breitbild (2,35:1) als normale, aber auf die Höhe von nur zwei Perforationslöchern reduzierte Aufnahme gemacht wurde; erst beim Übergang auf das Positiv wurden anamorphotische Optiken eingesetzt, so dass eine normale CinemaScope-Projektionskopie entstand – und dieser Übergang wurde als optische Kopie realisiert. Ein anderer wichtiger Anwendungsbereich der optischen Kopie ist die Restauration beschädigter oder geschrumpfter Nitro-Kopien.  ... [weiterlesen]
146.

Informationsüberlastung

... ondition her, die aus der Größe, Dichte und Heterogenität moderner, meist urbaner Umweltszenarien resultiere. Zwar kann der Mensch seine Informationsverartbeitungskapzitäten (kurzfristig) erhöhen, doch folgt dann eine Überforderungsphase, eine intellektuelle Müdigkeit (cognitive fatigue). Umgekehrt wird auch die informationelle Unterforderung als stressinduzierend empfunden und führt zu Formen sensorischer Deprivation.Literatur: Jacoby, Jacob.: Information Load and Decision Quality. Some Contested Issues. In: Journal of Marketing Research 14, 1977, S. 569-573. – Laczniak, Russell N. / Muehling, Darrel D.: Toward a Better Understanding of the Role of Advertising Message Involvement in Ad Processing. In: Psychology and Marketing 10,4, 1993, S. 301-319. – Miller, G. A.: The Magic Number Seven, Plus or Minus Two: Some Limits an Our Capacity for Processing Information. In: Psychological Review 63, 1956, S: 81-97. – Rutenberg, Jan: Der Einfluss der Informationsqualität und -menge auf die Mental Convenience in Kaufentscheidungen. Hamburg: Kóvacs 2008. ... [weiterlesen]
147.

Indianerwestern

... Diffamierung als Wilde zum Opfer gefallen ist, sondern weil er bewusst macht, dass es unter diesen Stämmen hoch entwickelte Kulturen gab...“Literatur: Pflügl, Helmut (Red.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946-1992. Wien: Filmarchiv Austria 2001, S. 355f. – Wehrstedt, Norbert: Indianerwestern made in GDR. In: Zwischen Marx und Muck. Hrsg. v. Ingelore König, Dieter Wiedsemann, Lothar Wolf. Berlin: Henschel 1996, S. 54-69. ... [weiterlesen]
148.

LFE

auch: LFE-Kanal; selten auch: Boom-KanalBei den neuen Surround-Systemen werden Frequenzen unter 100Hz über einen sogenannten Subwoofer abgestrahlt; nur die höheren Frequenzen werden auf die einzelnen Kanäle des Surround-Systems verteilt, weil nur sie vom menschlichen Gehör richtungsspezifisch wahrgenommen werden können. Die Bezeichnung LFE (= low frequency effcts) basiert genau auf dieser Eigenschaft der tiefen Töne des ... [weiterlesen]
149.

Ansco Color

... 1955 nach dem Agfacolor-Verfahren hergestellte 16mm-Schmalfilme, die zunächst nur für militärische Zwecke zur Verfügung standen, aber 1946 allgemein freigegeben wurden. Sie wurden durch die höher empfindlichen Anscochrome Schmalfilme abgelöst.  ... [weiterlesen]
150.

Arrilaser

... robungsphase wurde das Gerät 1999 auf dem Markt vorgestellt. Es nutzt drei Festkörperlaser als Lichtquelle und erreicht hohe Bildqualitäten (bei einer Auflösung von 3.000x4.000 Pixeln) durch höheren Kontrastumfang, bessere Farbsättigung, extrem hohe Auflösung und damit präzisere Detailwiedergabe als bei herkömmlichen Laserfilmbelichtern. Für die 1,5 Billionen Einzel-Pixel-Belichtungen eines 90minütigen Spielfilms benötigt der Arrilaser vier Tage (Stand: 2002). Das Fraunhofer-Institut wurde 2002 für die Entwicklung mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet. Das Gerät konnte sich schnell durchsetzen und wird in allen Bereichen verwendet, in denen eine hochw ... [weiterlesen]
151.

Veriscope

Das erste Breitwandverfahren der Filmgeschichte wurde 1897 von der amerikanischen Filmgesellschaft Veriscope Company in New York angewendet. Sie arbeitete mit einem 63-mm-Film, bei dem die Bildbreite auf der Leinwand fast doppelt so groß wie die Bildhöhe war (Seitenverhältnis 1,75:1). Gezeigt wurde ein von Enoch J. Rector produzierter Film über den Boxkampf zwischen James Corbett (Gentleman Jim) and Robert Fitzsimmons, der am 17. ... [weiterlesen]
152.

Qawwali-Party

... e Qawwali-Nummer dauert im Durchschnitt zwischen 15 und 20 Minuten. Im Hindi-Film werden Qawwali Parties in der Funktion eines griechischen Chors eingesetzt. Die Handlung wird mittels der Musiknummern auf eine höhere Ebene gehoben und kommentiert. Dabei ist die Qawwali-Party nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, ihre Mitglieder haben jedoch außerhalb der Musiknummer keine Rolle im Film, gehören also weder der diegetischen Realität der Handlung an noch sind sie in die Narration involviert. Einer männlichen Qawwali-Party wird in der Dramaturgie des Hindi-Films gern eine rein weibliche gegenübergestellt. Auch die Qawwali-Party ist auf den ersten Blick einer massiven Säkularisierung und Enttraditionalisierung ausgesetzt: Die ursprünglich religiös konnotierten Texte werden zunehmend auf ihre weltliche Dimension beschränkt. Andererseits sind solche Musikeinlagen aber bis heute in der Lage, einen Bezug der Handlung und/oder der Figuren des Films mit einem der beiden großen Epen Indiens, dem Mahabharata und dem Ramay ... [weiterlesen]
153.

Mehr-Kamera-Verfahren

... p; Kristin Thompson. New York: Columbia University Press 1985, S. 298-308.(3) Im Coverage-Verfahren wurde das gleiche Geschehen manchmal mit drei Kameras gleichzeitig gefilmt, bei variierenden Kameradistanzen, -höhen, Objektivlängen etc. Dabei entstand ausreichend überlappendes Material, dass eine Auflösung der Szene ohne Nachdreh nahezu immer möglich war.(4) Action-Szenen, insbesondere solche, bei denen Requisiten oder ganze Häuser beschädigt werden, werden mit zahlreichen Kameras dokumentiert – der Augenblick des Geschehens ist u.U. unwiederbringlich. Das gleiche gilt für Stunt-Szenen, die nach Möglichkeit nicht wiederholt werden, um die Gesundheit der Akteure nicht zu gefährden.(5) Seit den 1980ern kam es in Mode, ein B-Team auf dem Set arbeiten zu lassen, das alternative Aufnahmen bereitstellte, mit dem Zusatzmaterial schnellere Schnittfolgen ermöglichte und zugleich Material für die Making-Ofs bereitstellte. Das B-Team war nicht durch ein Schema wie das Coverage-System gebunden, sondern auf das Handlungsgeschehen, Anekdoten während des Drehs und der Pausen, auf Details am Set, aber auch im Backstage-Bereich angesetzt (es gibt es manchm ... [weiterlesen]
154.

Montagetheorie

... und in eine zweite Frage übergeleitet wird. Dagegen steht das Konzept der „Kollision“ der einzelnen Einstellungen bei Eisenstein, die er als „Zellen“ ansieht, die in der Montage zu höheren organischen Ganzheiten zusammengefügt werden: Hier hat man es mit einem dynamischen Neben- und Gegeneinander verschiedener Einstellungen zu tun, das die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich selbst lenkt und ihn dazu anregt, bewusste Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Aufbau von Konflikten und Kontrasten wird in ein dialektisches Verhältnis der einzelnen Einstellungen umgesetzt.Montage ist gleich mehrfach mit der Erzählung verwoben: Sie folgt oft den Blicken von Filmfiguren und kann so zur Subjektivierung (und Psychologisierung) des Geschehens (und der Erzählung) beitragen. Sie dient dazu, das Geschehen zu dramatisieren und Spannung zu erzeugen. Sie hilft dabei, Details hervorzuheben und anderes zu unterdrücken. In allen diesen Formen manifestiert sich in der montierten Sequenz eine „textuelle Instanz“, ein „impliziter Erzähler“, der den Bilder- und Informationsfluss steuert und so mit dem Zuschauer interagiert. ... [weiterlesen]
155.

Stasi im Film

... greichem Material aus privaten und öffentlichen Archiven. Auch Das Ministerium Für Staatssicherheit – Alltag einer Behörde (2002, Christian Klemke, Jan N. Lorenzen), auf Interviews mit neun höheren Mitarbeitern der Stasi basierend, sucht bei aller Distanz zu verstehen, wie die Behörde funktionierte und ihre Mitarbeiter moralisch entlastete. ... [weiterlesen]
156.

Prädikatisierung: Deutschland

... n: künstlerisch, volksbildend, Lehrfilm. Das politische Ziel der Filmprädikatisierung bestand darin, das Niveau der Filmproduktion – die damals oft nur Jahrmarktsqualität hatte – zu erhöhen. Für die Filmproduzenten bestand der Anreiz, sich um ein Prädikat zu bemühen, darin, dass prädikatisierte Filme bei der Kinoauswertung von der Vergnügungsteuer, die damals „Lustbarkeitssteuer“ hieß, entweder ganz (Prädikat „künstlerisch“) oder teilweise (Prädikat „volksbildend“) befreit waren.(2) In der Nazizeit wurde mit dem Lichtspielgesetz vom 16.2.1934 die Filmprädikatisierung neu geregelt. Die Zuständigkeit für die Verleihung von Filmprädikaten wurde auf die Filmprüfstelle übertragen, die bis dahin eine reine Zensurbehörde gewesen war. Die Prüfung erforderte von Seiten der Produktionsgesellschaften keinen gesonderten Antrag, sondern war Teil des normalen Zensurverfahrens. Die Prädikatisierungsregeln und -kategorien wurden mehrfach geändert (5.11.1934, 1.4.1939). Mit dem Prädikat „künstlerisch besonders wertvoll“ so ... [weiterlesen]
157.

community singing

Community singing bezeichnet eine Praxis der frühen amerikanischen Kinovorführung, die ihren Höhepunkt während des ersten Weltkrieges erreichte. Abgeleitet von den illustrated songs handelt es sich beim Community Singing um von Musikern begleitete Liedtexte, die mittels Glasscheiben auf die Leinwand projiziert und vom Kinopublikum mitgesungen wurden.Geprägt wurde der Begriff von George Beynon, einem langjährigen Kolumn ... [weiterlesen]
158.

Ständeklausel

... tellationen und in schicksalhaften Verläufen dargestellt werden, so dass einem bürgerlichen Publikum die Identifikation mit den Figuren auf der Bühne erleichtert wurde. Als Prinzip der „Fallhöhe“ sind Nachklänge der Ständeklausel bis heute in Geltung. ... [weiterlesen]
159.

Quotierung

auch: Filmkontingent, KontingentierungAls Kontingent bezeichnet man jene Menge an Filmen, die in ein bestimmtes Land in einem bestimmten Zeitraum importiert werden dürfen. Die Höhe eines Filmkontingents wurde meist durch eine Importquote festgelegt, die das Mengenverhältnis von inländischen zu ausländischen Filmen bestimmte. Filmkontingente wurden in den 1920er Jahren von vielen europäischen Staaten eingeführt um ... [weiterlesen]
160.

interclass romance

... A 1934, Frank Capra). Alle Filme des Motivkreises folgen der These, dass die Kraft reiner Liebe dazu in der Lage ist, alle Klassenschranken zu überwinden (meist mit dem Aufstieg eines der Liebenden in eine höhere Kaste). Den Filmen könnte man vorwerfen, dass sie die Illusion schürten, die Klassenverhältnisse seien nur äußerliche Schranken, die der Reinheit des Herzens (und meistens auch: der Aufrichtigkeit und Integrität der Figuren) entgegenstünden und so die Rolle des Kinos als Ort der Wunscherfüllungs-Fantasien unterstrichen; und man könnte sie als Dramatisierungen einer unspezifischen Hoffnung ansehen, dass der amerikanische Traum vom sozialen Aufstieg auch durchsexuelle Attraktivität realisiert werden könnte. Interessant ist allerdings, dass die Filme sensibel auf die historischen Verhältnisse ihrer Zeit und dominierende sozialpsychologische Haltungen der Bevölkerung reagierten – wie z.B. die Zeit der Depression (wie in der Dreiecksgeschichte The Easiest Way, USA 1931, Jack Conway), die Phase der Paranoia und der Biederkeit in den 1950ern (wie in A Place in the Sun, USA 1951, George Stevens, der mit der Todesstrafe für den Reichen endet, der ein ... [weiterlesen]
161.

Hipster

von engl.: hip = angesagt, schick, auf der Höhe der Zeit; gelegentlich auch: hipness = AngesagtheitEin Hipster war ein Angehöriger einer hauptsächlich in den USA verbreiteten, urbanen Subkultur der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er gilt als eine modernere, amerikanische Ausprägung des europäischen Bohémien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Prägend für das Rollenmodell waren vor allem zwei Gruppen seine ... [weiterlesen]
162.

highlightning

Kunstwort; aus lightning = Aufflammen, Blitzen und high = hochEin highlightning ist ein Musikstück, das auf einen Höhepunkt zustrebt, dann aber unvorbereitet abreißt und so eine eigene strukturelle Spannung schafft. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers wird extrem angesprochen, weil der Abbruch gegen die Erwartung der Gestaltschließung verstößt. Highlightnings sind wie Ausrufezeichen, die zu einer Umorientierung der Aufm ... [weiterlesen]
163.

beach party movies

... und Dr. Goldfoot and the Bikini Machine, 1965, als groteske Science-Fiction-Varianten, Fireball 500, 1966, der eine Autonarren- und Rennfahrergeschichte erzählt) gesellten. Das Genre erreichte 1965 seinen Höhepunkt; selbst Elvis Presley steuerte mit Girl Happy (1965) einen für das Genre allerdings unerheblichen Film bei.Literatur: Betrock, Alan: The I was a teenage juvenile delinquent rock 'n' roll horror beach party movie book. A complete guide to the teen exploitation film, 1954-1969. London: Plexus 1986. – Chidester, Brian / Priore, Domenic: Pop surf culture. Music, design, film, and fashion from the Bohemian surf boom. Santa Monica, Cal.: Santa Monica Press 2008. – Lisanti, Thomas: Hollywood Surf and Beach Movies. The First Wave, 1959-1969. Foreword by Aron Kincaid. Jefferson, N.C.: McFarland  2005. – Morris, Gary: Beyond the Beach. Social and formal aspects of AIP‘s „beach party“ movies. In: Journal of Popular Film and Television 21,1, Spring 1993, S. 2-11.Filmo-Bibliographie: Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere 115, 2011: Beach-Party-Filme. URL: http://www1.uni-hamburg.de/Medien/berichte/arbeiten/0115_11.pdf ... [weiterlesen]
164.

Fliegerfilme

Basis-Motive des Fliegerfilms wie der Höhenrausch, die Tollkühnheit und die Risiken des Fliegens, aber auch der Luftkampf werden bereits im Hollywood-Kino der 1920er Jahre etabliert (z.B. Wings, 1927, Hells Angels, 1930, u.a.) und seitdem im Hollywood-Kino immer neu variiert. In populären Fliegerfilmen wie The Great Waldo Pepper (1975) oder Top Gun (USA 1985) werden bis heute dynamische nationale Images kreiert, die Fliegerei demonstri ... [weiterlesen]
165.

Klangabschnitte

... s ist in den Resonanzsystemen des Musikinstrumentes noch Energie gespeichert, die im Ausklingvorgang abgegeben wird. Je weniger ein Resonanzsystem bedämpft ist, desto länger klingt es nach. Meist sind höhere Teiltöne stärker bedämpft, so dass sich beim Ausklingvorgang die Klangfarbe dunkler und damit weicher färbt.Gelegentlich wird das Einschwingen oder Ausklingen der Instrumente in der Ton-Überlappung von Szenen berücksichtigt – ohne dass allerdings die Klangabschnitte genau auf den Schnitt abgestimmt würden. Literatur: Arthur H. Benade: Fundamentals of musical acoustics. Osford: Oxford University Press 1976. 2nd ed. New York: Dover Publications 1990. – Reuter, Christoph: Der Einschwingvorgang nichtperkussiver Musikinstrumente. Auswertung physikalischer und psychoakustischer Messungen. Frankfurt [...]: Lang 1995. – Winckel, Fritz: Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der musikalischen Lautperzeption. In: Acta Musicologica 31,3/4, Juli-Dez. 1959, S. 186-192. – Winkler, Klaus: Die Physik der Musikinstrumente. Heidelberg: Spektrum der Wissenschaften 1988. ... [weiterlesen]
166.

Kammerspiel / Kammerspielfilm

... er gilt als Urheber und wichtigster Vertreter dieser Gattung. Seine Filme (Scherben, 1921, Lupu Pick; Hintertreppe, 1921, Paul Leni; Der letzte Mann, 1924, Friedrich Wilhelm Murnau) markieren entsprechend deren Höhepunkte. Wesensmerkmale sind neben der Hinwendung an das psychologische Drama und der Konzentration auf wenige Figuren sowie die meist strikt eingehaltene Einheit von Ort, Zeit und Handlung die Konzentration auf Handlung in Innenräumen und die außerordentlich auffallende Nähe der Kamera zu den Akteuren. Der innere, oft als zwanghaft und unentrinnbar erscheinende Konflikt der Figuren rückt sowohl thematisch wie durch das Ausdrucksverhalten der Schauspieler in den Vordergrund. Außerdem verzichten die Kammerspielfilme weitgehend auf Zwischentitel. Dass unter diesen Bedingungen die Schauspielkunst der Darsteller von zentraler Bedeutung ist, gehört ebenso zu den stilistischen Prinzipien des Kammerspiels wie die symbolische Aufladung einzelner Objekte und Gegenstände.Weitere Beispiele: Michael (Deuts ... [weiterlesen]
167.

Chronophonograph

... und andere Musikdarbietungen, dramatische Dialogszenen und ähnliches. Letzten Endes spielte das Verfahren aber nach 1913 keine Rolle mehr, was auf die gegenüber normaler Filmmusik-Beschallung deutlich höheren Kosten, große Probleme bei der Synchronisation von Grammophon und Geschwindigkeit der Projektion sowie auf die mangelhafte Lautstärke in größeren Kinosälen zurückzuführen ist. Literatur: Gaumont, Leon: Werdegang des Tonfilms. Berlin: Gaumont 1929. – Jossé, Harald: Die Entstehung des Tonfilms. Beitrag zu einer faktenorientierten Medien­geschichtsschreibung. Freiburg/München: Karl Alber 1984, S. 85ff. ... [weiterlesen]
168.

Duelle im Film

... im Piratenfilm gehört das Fechtspektakel zur brillanten Unterhaltung und ist oft genug (wie in George Stevens‘ The Three Musqueteers, 1948) von Chroreografen wie Gene Kelly inszeniert worden – Höhepunkte temperamentvoller Aktion, oft zum Spielerisch-Akrobatischen weiterentwickelt – in Nachfolge jenes Stils, den Douglas Fairbanks in den 1920er Jahren für den Film entwickelte. Der neuere Action-Film reduziert gerade die tänzerischen Elemente des Fecht-Duells zu recht roher Aktion, die nichts mehr von der Eleganz und Leichtigkeit des klassischen Degen-Duells an sich hat. (2) Ähnlich formelhaft ist das Duell als Showdown des Westerns. Hier geht es um eine oft pathetisch wirkende Konfrontation der Gegenspieler, die zudem zeitlich gedehnt (und seit dem Spätwestern oft sogar in Zeitlupe dargeboten) wird, die wie eine zum Statischen tendierende Manifestation des Konflikts wirkt. Ein berühmtes Beispiel ist die finale Konfrontation, die der von den Bürgern der Stadt verlassene US-Marshall (gespielt von Gary Cooper) am Ende von High Noon (1952) durchzustehen hat. (3) Auch der Historienfilm kennt das Ritual des Duells, das hier allerdings meist als düsterer Hinweis auf d ... [weiterlesen]
169.

Mikrofotografie

Aus der Dokumentation der naturwissenschaftlichen Erkenntnis kommend, hat die Mikrophotographie ihren ersten Höhepunkt zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur“ (1899-1904) geben ihr das Generalthema vor: die Analogie zwischen menschlichen und natürlichen Konstruktionen, die als Kunstformen überhöht wurden. Den entscheidenden Schritt hin zu einer Ästhetik der Mikroformen taten s ... [weiterlesen]
170.

Komplikation

(1) In der Akteinteilung des Dramas in Gustav Freytags Schema formen fünf Schritte den Gang der Erzählung:– Exposition (auch: Einleitung, Protase): die Figuren werden eingeführt, der Konflikt angekündigt;– Komplikation (auch: Steigerung, Epitase): die Situation verschärft sich; es treten erregende Momente auf (Katastase)– Peripetie: die Glücksumstände des Helden verkehren sich, der Höhepunkt ( ... [weiterlesen]
171.

A-Film

selten auch: event movieIn der Hochphase des Hollywood-Studiosystems (1930-1960) Bezeichnung für einen hochbudgetierten Film, der vor allem in Erstaufführungstheatern ausgewertet wurde. In einer Kinovorstellung lief neben diesem Film ein weiterer, weitaus niedriger budgetierter Film (der gemeinhin B-Film genannt wurde) sowie Werbe- und Kurzfilme. Die Höhe der Budgetierung gibt nicht unbedingt Aufschluss über die ästhetische Q ... [weiterlesen]
172.

Bergfilm

engl.: mountain filmsBesondere Form des Heimat- oder Abenteuerfilms, der um Bergsteiger und die Lebensform im Gebirge kreist. Typisch für den Bergfilm sind heroische, selbstbestimmte und naturverbundene Menschen, häufig Einzelgänger, selten Einzelgängerinnen, die der Zivilisation entfliehen und auf der Suche nach sich selbst sind. Meist werden einfache melodramatische Geschichten erzählt, deren Höhepunkte im Schnee der B ... [weiterlesen]
173.

Gestaltwandler II: Narratologie

... erändern. Ein Genre der Gestaltwandler ist der Spionagefilm (und -roman) - sein eigentliches Thema ist die Unsicherheit der Identitäten, das Verbergen und Maskieren anderer Zugehörigkeiten, seine Höhepunkte sind die oft plötzliche Entlarvung des Doppelagenten und der Erweis, dass die Wirklichkeit ganz anders ist als bislang angenommen.Literatur: Campbell, Joseph: Der Heros in tausend Gestalten. Frankfurt: Suhrkamp 1993 (Suhrkamp-Taschenbuch. 424.). Zuerst 1949. Dt. zuerst 1953. – Vogler, Christopher: The writer‘s journey. Mythic structure for storytellers and screenwriters. Los Angeles: Michael Wiese 1992. Dt.: Die Odyssee des Drehbuchschreibers. Frankfurt: Zweitausendeins 1997. ... [weiterlesen]
174.

Simpliziade

... esonders dann angewendet worden, wenn die Übermächtigkeit der äußeren Geschichte gegenüber dem Schicksal des einzelnen gezeigt werden sollte. Dazu gehört die zufällige, durch höhere Macht veranlasste Reise durch die Existenzweisen der Zeit. Ein Beispiel ist Le 25ème Heure (Frankreich 1966, Henri Verneuil), in dem Anthony Quinn einen rumänischen Bauern spielt, der zunächst als Jude deportiert, dann als rumänischer Agent in Ungarn aufgegriffen, als ungarischer Fremdarbeiter nach Deutschland abgeschoben wird, dort in ein Lager gerät, als Vorzeige-Arier schließlich in der SS dient, als Widerstandskämpfer flieht, dem in Nürnberg der Prozess gemacht und der eher zufällig freigesprochen wird und nach elf Jahren seine Frau und Kinder wiedersieht. ... [weiterlesen]
175.

Kinemacolor

... liam Friese-Green, der sein eigenes Farbsystem Bicolour vermarkten wollte, hatte im Dezember 1913 Einspruch gegen die Patente von Urban erhoben. Obwohl die Richter Urban zunächst Recht gaben, entschied ein höheres Gericht im März 1914 gegen Urban, ein Spruch, der vom House of Lords ein Jahr später bestätigt wurde. Urban hatte behauptet, seine Farben seien „natürlich“, doch die Lords stellten fest, seine Rotgrün-Projektion könne keine blauen Farbtöne wiedergeben. Literatur: http://www.widescreenmuseum.com/oldcolor/kinemaco.htm ... [weiterlesen]
176.

Montage

... zweiten beantwortet und in eine nächste Frage übergeleitet wird. Dagegen steht das Konzept der „Kollision“ der Einstellungen bei Eisenstein, der „Zellen“, die in der Montage zu höheren organischen Ganzheiten zusammengefügt werden. Hier hat man es mit einem dynamischen Neben- und Gegeneinander verschiedener Einstellungen zu tun, das die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich selbst lenkt und ihn anregt, Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Aufbau von Konflikten und Kontrasten wird in ein dialektisches Verhältnis der Einstellungen zueinander umgesetzt.Das größte Problem der Montage ist die Frage nach der Kontinuität, die sich trotz der Differenz der einzelnen Bilder einstellt. Die wohl mächtigste Bindung zwischen Einstellungen ist das Handeln der Akteure – es schafft einen Fluss von Kausalitäten, von Bewegungen und Adressierungen, von räumlichen und zeitlichen Bezügen, der sich in der Rezeption wie eine Klammer unter die Bildfolge zu legen scheint. Aber auf allen Ebenen der filmischen Struktur können Bindungseffekte auftreten, die sich nicht allein auf die Kontinuität der Handlung reduzieren lassen: grafische Verbindungen, rhythmische Beziehungen, räumliche und temporale Verhältnisse, Darstellung von Handlungen und Teilhandlungen, Kontiguitätsbeziehungen wie vor allem der Kausalität; deskriptive Folgen von Bildern; Bilder in Argumentationsfolgen; usw.Literatur: Beller, Hans (Hrsg.): Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. München: TR-Verlagsunion 1993. – Dmytryk, Edward: On Film Editing. An Introduction to the Art of Film Construction. Boston/London: Focal Press 1984. – Fritz, Horst (Hrsg.): Montage in Theater und Film. Tübingen/Basel: Francke 1993. - Reisz, Karel / Millar, Gavin: Geschichte und Technik der Filmmontage. München: Filmlandpresse 1988. – Schumm, Gerhard: Der Film verliert sein Handwerk. Montagetechn ... [weiterlesen]
177.

Association Internationale du Film d'Animation (ASIFA)

engl. manchmal: International Animation Association; International Animated Film AssociationASIFA wurde 1960 von Animationsfilmern in Frankreich gegründet. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO ist es Aufgabe des Verbandes, die internationale Aufmerksamkeit für den künstlerischen Animationsfilm zu erhöhen, Fortbildungen zu organisieren sowie ein Forum der Animationsfilmer zu bilden. Dieser Aufgabe entsprechend, organisiert der Ver ... [weiterlesen]
178.

Froschperspektive

... die Salzwüste in John Fords Stagecoach (1939) mit Froschaufnahmen durchsetzt. In Citizen Kane (1941) sind die Aufnahmen, die Kane während seiner Gouverneurs-Kampagne zeigen, zum Teil aus Fußbodenhöhe gemacht worden. Als allgemeine Regel gilt, dass Froschperspektiven – sofern sie nicht als subjektive oder dramatisierende Aufnahmen motiviert sind – verstörend und deplatziert wirken.Literatur: Schmitt-Sasse, Joachim: Froschperspektiven: Gestaltung und Wahrnehmung. In: 1. Film- und Fernsehwissenschaftliches Kolloquium / Münster '88. Akten. Hrsg. v. Karl-Dietmar Möller, Hasko Schneider & Hans J. Wulff. Münster: MAkS Publikationen 1994, S. 17-24. ... [weiterlesen]
179.

Derussa

... Screen Production Ltd. Noch 1929/1930 hatte die Derussa 11 Langfilme in Produktion, musste aber 1929 Konkurs mit einem Verlust von mehr als 2,8 Mill. RM anmelden. Als Gründe für den Verlust wurden die Höhe der Geschäftsunkosten, die Kosten für die Beschaffung von Filmen sowie Sondergeschäfte von Vorstandsmitgliedern genannt. Literatur: Mühl-Benninghaus, Wolfgang: Deutsch-russische Filmbeziehungen in der Weimarer Republik. In: Positionen deutscher Filmgeschichte. Hundert Jahre Kinematographie: Strukturen, Diskurse, Kontexte. Hrsg. v. Michael Schaudig. München: Diskurs FilmVerlag 1996, S. 91-118 (Diskurs Film. 8.). ... [weiterlesen]
180.

bumper

... atorenkennung möglichst markant ausgeführt ist (so dass es eine ganze Reihe verschiedener bumper gibt; zu ihnen rechnen die show-opener, die als Sendungs-Kennungen gedacht sind, und die G-IDs, die die Höhepunkte der folgenden Sendung in kurzem, ankündigenden Anspiel präsentieren und die zur Charakterisierung von Musik- und DJ-Stilen dienen). Zum eine Sendung oder einen Werbeblock initiierenden bumper gehört der das Programmstück beendende stinger. ... [weiterlesen]
181.

Teenie-Film

... leme mit der Sexualität, Übernahme von Verantwortung, Suche nach metaphysischen Werten und Fragen nach dem Sinn von Zukunftsgestaltung durchziehen die Teeniefilme. In den High School films spielt die (höhere) Schule als Ort der Zusammenführung von Teilhandlungen eine zentrale Rolle, während die sogenannten Collegefilme an Universitäten oder Hochschulen spielen. Neben Treffpunkten von Cliquen (beach movies, surf movies, summer camp movies, party movies) können Teeniefilme als Komödien, Null-Bock-, Nichtengagement- und Abhängerfilme (= slacker movies), Musik-Filme, Musicals, Horror- und Slasherfilme oder Gewalt-Filme (Rockerbanden-Filme, Hood-Filme, gangsta films, Jugendknast-Filme) subkategorisiert werden. Auch Genremischungen sind möglich. Teeniefilme wurden seit den 1950er Jahren in großer Zahl – über 100 – als Exploitationsfilme hergestellt, als die Filmindustrie diese Altersklasse als Zielgruppe entdeckte ... [weiterlesen]
182.

Zensur

... ier von Zensoren geraten. Für je wirkungsvoller ein Medium von Politikern, Kirchenmitgliedern und anderen, die als Zensoren auftreten können, gehalten wird, desto genauer erfolgt die Kontrolle. Und je höher ein Medium im Kunstbetrieb angesehen ist und je ungefragter ihm Kunstcharakter zugebilligt wird, desto weniger Zensuraufmerksamkeit zieht es auf sich. Zensur ist dabei oft die Beeinflussung der Kommunikation mit Volksschichten, denen zumindest implizit die Mündigkeit und Souveränität abgesprochen wird, sich zu einem Kommunikat kritisch zu verhalten. Gerade den trivialen und populären Formen wird große Wirksamkeit bei geringer ästhetischer Qualität zugesprochen – umso dringender scheint es geraten, hier regulierend einzugreifen. Inhaltlich macht sich Zensur meist an den Themen Sexualität, Gewalt, Politik, Religion fest. Insbesondere am Themenfeld der Sexualität lässt sich zeigen, dass Zensur immer mit der Gefahr zu kämpfen hat, sich auf eine problematische Normalitätsvorstellung auszurichten, selbst repressiv und normativ zu sein und dabei doch nur den Normenkodex einer besonderen sozialen Gruppe als allgemeinverbindliche Lebens- und Anschauungsnorm anderen sozialen Gruppen aufzuzwingen.Literatur: Buchloh, Stephan: Eingriffe in die Freiheit des Journalismus und der Kunst. Eine Typologie von Zensurformen. In: Chancen und Gefahren der Mediendemokratie. Hrsg. v. W ... [weiterlesen]
183.

Isokephalie

von griech. isos = gleich und kephale = Kopf; engl.: isocephalyIsokephalie ist ein Stilprinzip aus der bildenden Kunst. Es besagt, dass die Köpfe der Figuren einer dargestellten Gruppe in gleicher Höhe, also auf einer horizontalen Linie angeordnet sein sollten. Dabei ist gleichgültig, ob die Figuren sitzen oder stehen; die logische Distanz der Figuren spielt ebenso wenig eine Rolle wie die zum Betrachter. Das Prinzip wurde in der griec ... [weiterlesen]
184.

Stereoskop: View-Master

... wyer’s in Portland zusammen – und der View-Master war das erste gemeinsame Produkt. Andere Stereobetrachter stammten aus anderen Firmen, viele benützten größere Bildscheiben, so dass höhere Auflösungen erreicht werden konnten. In den 1950er Jahren kamen View-Master-Kameras auf den Markt. Nach diesem Stereoskopen-Prinzip wurden bis in die späten 1960er Jahre View-Master-Betrachter gebaut, die meist in Spielzeugläden vertrieben wurden.  ... [weiterlesen]
185.

kiss-off

... iss off bezeichnet, die dramatische Spannung wird herausgenommen, ein – im Sinne des Happy-Ends – glücklicher Alltag kann sich anschließen. Im kiss-off werden die Auswirkungen des finalen Höhepunkts noch einmal verdeutlicht; vor allem aber kann der Zuschauer seine Anspannung zurücknehmen. Der Film endet so nicht im Moment der höchsten Spannung, sondern moderiert die Spannung auf ein normales Maß zurück.  ... [weiterlesen]
186.

Charisma

... r Glaubensgemeinschaften. Sie kann als Stellvertreter auftreten oder ein Prototyp dessen sein, wofür sie steht. Charisma ist den Auserwählten eigen, den Boten Gottes, den irdischen Inkarnationen einer höheren Instanz. Die charismatische Figur steht der Gemeinschaft derjenigen, die sie als Sendboten ansehen, gegenüber, Charisma ist ein relationaler Begriff. Nun ist Charisma eine kommunikative Tatsache, kommt weder der Person noch dem Kollektiv zu, sondern ist vielmehr „das intentionale Medium zwischen beiden“ (Soboth). Der Charismatiker ist in den Symboliken der Macht und der Gesandtheit inszeniert. Charisma wird zum propagandistischen Effekt, setzt nicht nur den Apparat der Medien voraus, sondern natürlich auch ein Kollektiv, das den Sendboten auch empfangen mag. An der charismatischen Figur lassen sich Bereitschaften von Kollektiven abl ... [weiterlesen]
187.

künstliche Menschenwesen

... s über den Mechanismus der natürlichen Zeugung, der darauf als primitiv erscheint. Andererseits können sie durch körperliche Überlegenheit oder eine erotische Fixierung ihren gleichwohl höherwertigen Schöpfern gefährlich werden. In verschiedenen Epochen bilden sich charakteristische Untermotive, bspw. in der Romantik das der Seelenlosigkeit und gesellschaftlichen Randstellung von künstlichen Menschen. Häufig versuchen diese – ohne letztlichen Erfolg – ihre Unzulänglichkeiten zu überwinden und sich ihren menschlichen Schöpfern anzugleichen.Filmbeispiele reichen von Der Golem (1915, Henrik Galeen, Paul Wegener) über 2001 - A Space Odyssey (1968, Stanley Kubrick) bis zu The Terminator (1984, James Cameron) oder Edward Scissorhands (1990, Tim Burton). Literatur: Frenzel, Elisabeth: Motive der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte. Stuttgart: Kröner 1999. ... [weiterlesen]
188.

Karnevalisierung / das Karnevaleske

... ächter als Befreiung erlebt wird.Auf die Literatur hat die Lachkultur frühen Einfluss. Gattungen wie Farce, Sotise und moralité entstehen und finden in der Renaissance (u.a. bei Rabelais) ihren Höhepunkt, gründend auf bereits in der Antike entwickelte Gattungen (Dialog, Tischgespräch, Anekdote). Später entwickeln sich Komödie, Satire, Fabel, Parodie und die burlesken Gattungen, die die Qualitäten der Asymmetrie, der Heterogenität, des In-sich-Widersprüchlichen und der Kollidierung unvereinbarer Elemente, die dem Karnevalesken zugehören, zu Gattungsmerkmalen erhoben.Das Karnevaleske hat besonders produktiven Einfluss auf die literarische Motivik, indem es sich vom „Normalen“ abhebt und auf Ambivalenzen gründet. Als semantisch ambivalent können beliebte karnevaleske Motive und Topoi beschrieben werden: Geburt und Tod (der „schwangere Tod“), Erniedrigung und Erhöhung (Sturz des Königs), Lob und Schelte, Gesicht und Gesäß usf. sowie kontrastierende Figurenpaare (dick und dünn, klug und dumm) oder Identitätskonstrukte (Doppelgänger, Zwilling). Auf die karnevalesken Filmgenres – Slapstick, Situationskomödie, Screwball-Comedy, Parodie, Satire oder Schwarze Komödie – haben sie naheliegenden Einfluss.Literatur: Bachtin, Michail M.: Literatur und Karneval. Zur Romantheorie und Lachkultur. Frankfurt: Fischer 1990. – Stam, Robert: SubversivePleasures: Bakhtin, Cultural Criticism, and Film. Baltimore/London: The John Hopkins University Press 1989. ... [weiterlesen]
189.

Proben

... der Produktion, verbessern aber die Qualität und sind darum unabdingbar. Proben dienen allgemein dazu, nicht nur den Verlauf einer Szene einzuüben, sondern auch die Koordination aller Beteiligten zu erhöhen. Oft wird zwischen einer kalten (dry run) und einer heißen Probe unterschieden – die ‚kalte‘ findet ohne, die ‚heiße‘ mit Kamera statt. Eine erste und noch sehr einfache Form ist die Textprobe (read-through), die von den Darstellern durchgeführt, aber weder mit Kostümen noch in der späteren Bühnenposition geprobt wird. In den Textproben beginnen die Diskussionen um das Mise-en-Scène des Stücks. Die ‚Trockenprobe‘ dien ... [weiterlesen]
190.

Western: Indianerwestern

... famierung als Wilde zum Opfer gefallen ist, sondern weil er bewusst macht, dass es unter diesen Stämmen hoch entwickelte Kulturen gab...“ Literatur: Pflügl, Helmut (Red.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946-1992. Wien: Filmarchiv Austria 2001, S. 355f. - Wehrstedt, Norbert: Indianerwestern made in GDR. In: Zwischen Marx und Muck. Hrsg. v. Ingelore König, Dieter Wiedsemann, Lothar Wolf. Berlin: Henschel 1996, S. 54-69. ... [weiterlesen]
191.

Umgebungsbeleuchtung

... rt auf visuelle Informationen des Umgebungsraums „umschalten“ zu können. Derartiges Umgebungslicht beeinflusst natürlich die Projektion. In der TV-Rezepti­on sind die Effekte sehr viel höher, da hier das Zimmerlicht üblicherweise nicht ausgeschaltet wird und nicht nur den Kontrastumfang des Bildes mindert, sondern oft störende Streulichter oder gar Reflektionen auf dem Monitor verursacht.  ... [weiterlesen]
192.

Gassenlicht

Das vor allem im Theater manchmal verwendete Gassenlicht ist eine spezielle Form des Seitenlichts. Man versteht darunter Lichtquellen, die seitlich der Szene in Kopfhöhe der Akteure angeordnet sind. Der Einfallswinkel des Lichts ist extrem niedrig – dadurch vergrößert sich der plastische Effekt des Seitenlichts. Es entsteht zudem der Eindruck, dass der Akteur der oft überstrahlten Gasse wie einem Lichtraum gegenüberges ... [weiterlesen]
193.

Flutlicht

... uml;hnliche Beleuchtungskörper verwendet, die mit Lampen zwischen 250W und 500W, oft auch darüber betrieben werden. Viele Flutlichter enthalten mehrere Lampen, so dass der Anschlusswert z.T. erheblich höher liegt. Flutlicht wird zur Beleuchtung von industriellen Freiflächen und Anlagen, zur Beleuchtung von Sportstätten und ähnlichem verwendet. Im Film dient Flutlicht zur Erzeugung der Grundhelligkeit von Außenaufnahmen. ... [weiterlesen]
194.

Rembrandt im Film

Von Rembrandt van Rijn (1606/07-1669) stammt u.a. die bedeutendste Serie von Selbstbildnissen in der Kunstgeschichte. Dagegen ist aus dem Leben des Malers wenig überliefert. Die bekannten Fakten klingen dramatisch: Tod der ersten Frau auf der Höhe des Ruhms, Verstrickungen mit der Amme des Sohnes, ein kompletter Bankrott, Tod der zweiten Frau und mehrerer Kleinkinder, schließlich des erwachsenen Sohnes im vorletzten Lebensjahr des Mal ... [weiterlesen]
195.

Allied Artists Pictures Corporation

Gegründet wurde die Firma im November 1946 zunächst als Tochterfirma und Label für die A-Filme der Monogram Productions. Ab September 1952 ging Monogram dann in Allied Artists ein, obwohl deren Filmproduktion kaum ein höheres Niveau erreichte als die eigene. In den 1950er Jahren produzierte die Firma weiterhin zahlreiche B-Filme, u.a. von Don Siegel (Riot in Cell Block 11, 1954), Phil Karlson (Phenix City Story, 1955), Joseph L. L ... [weiterlesen]
196.

Reminder

... ts, wenn mehrere Spots anderer Produkte schon gezeigt wurden. Man bezeichnet das Doppel von Spot und Reminder als Tandemspot. Er hat die Aufgabe, die Erinnerung an das Produkt und seine Erscheinung im Spot zu erhöhen. Von seinen Funktionen her ist er darum verwandt dem recap aus der Soap-Produktion: Er gehört zu den Techniken der Gedächtnisauffrischung und den Strategien des Gedächtnismanagements. ... [weiterlesen]
197.

eyeline

auch: eye line; sight line; dt. manchmal „Blicklinie“Blickachse des Schauspielers. Sonderfall der Handlungsachse: Dabei wird eine imaginäre Verbindung zwischen einer Figur und einer anderen hergestellt, als sollte der Blick als Linie dargestellt werden. Die Kamera wird meist so eingerichtet, dass sie – als eyeline shot – auf Höhe der Augen der Akteure steht. Die eyline muss der Regie stets ... [weiterlesen]
198.

Stufenlinsenscheinwerfer

... rf abgegrenzt. Dabei ändert sich der Lichtausfallwinkel und damit die Größe der beleuchteten Fläche. Das Scheinwerferlicht ist seitlich, oben und unten durch Lampentore begrenzbar. Ein noch höherer Bündelungsgrad kann mit Effektscheinwerfern, z.B. mit einem Verfolgerscheinwerfer, erzielt werden. Je nach elektrischer Leistung werden Stufenlinsenscheinwerfer unterschieden:– 10.000W – tenner– 5000W – senior– 2000W – junior spot, junior– 100W-300W – inky– 100W-300W – dinky-inky.   ... [weiterlesen]
199.

Blockbuchen

... pplungsverträge im Recht der Wettbewerbsbeschränkungen. Eine rechtstatsächliche und rechtsvergleichende Untersuchung zum amerikanischen, deutschen und europäischen Recht. Bad Homburg vor der Höhe: Gehlen [1968]. – Stigler, George J.: United States v. Loew's Inc.: A note on block-booking. In: Supreme Court Review 152, 1963, S. 152-157. Repr. in Stiglers: The organization of industry. Homewood: Irwin 1968, S. 165-170. ... [weiterlesen]
200.

Fox Grandeur (2,13:1)

auch: GrandeurVon 1928 bis 1931 experimentierte Fox Film mit einem 70mm-Format, das die Firma „Grandeur“ nannte. Erfunden hatte Earl I. Sponable, der technische Direktor der Fox das Verfahren, das sich vor allem durch eine exzellente Tonaufzeichnung auszeichnete (7mm breit war die Tonspur gegenüber 2mm auf 35mm-Standardfilm). Bei einem Bildformat von 22,5x48mm (Höhe: vier Perforationslöcher) war ein höchstauflösen ... [weiterlesen]
201.

Circlorama

1958 wurde in England ein Verfahren vorgestellt, das – ähnlich dem Disney-Verfahren Circle-Vision sowie dem russischen Circorama-Format – mit elf 35mm-Projektoren ein Vollpanorama projizierte. Dabei wurde jeweils die Bildhöhe von vier Perforationslöchern ausgenutzt. 1964 wurde das Verfahren im Londoner Krogorama-Kino eingesetzt und nennt sich darum gelegentlich auch Krogorama.  ... [weiterlesen]
202.

Realife (2,13:1)

Mit modifizierten Mitchell-Kameras ermöglichte MGM 1930 ein Verfahren, bei dem 70mm-Material (Seitenverhältnis 2,13:1) verwendet wurde. Aufgeführt wurden die beiden Filme, die in dem Verfahren hergestellt wurden, aber meist von der reduzierten 35mm-Kopie (Bildhöhe 3 Perforationslöcher). King Vidors Billy the Kid, der am 16.10.1930 uraufgeführt wurde, ist der wohl einzige Reallife-Film, der auch als 70mm-Kopie vorgefü ... [weiterlesen]
203.

Academy Curve

... astung, Stereo- und Mehrkanalton, Verbesserung der Lautsprecher) bis in die 1970er Jahre die Standardvorgabe für Filmton. Erst 1972 wurde sie durch die von Dolby entwickelte X-Curve abgelöst, die auch höhere Frequenzen zuließ und eine Absenkung von lediglich 3dB für alle Frequenzen ab 2kHz forderte und die ihrerseits von der International Standards Organization als ISO 2969 zur Norm erhoben wurde. ... [weiterlesen]
204.

Chronochrome

Im Jahre 1912 entwickelte Gaumont ein Farbfilmverfahren, das Gaumont Chronochrome genannt wurde. Es handelte sich um ein additives Dreifarben-Farbsystem (Trichrome), bei dem das Bild mittels Spiegel in drei Teile des Farbspektrums gebrochen und auf drei aufeinanderfolgende Schwarzweiß-Filmkader belichtet wurde. Das Negativ war also mehr als zweieinhalb Mal so lang wie normaler 35mm-Film – eine Chronochrome-Aufnahme war also mit entsprechend h&ou ... [weiterlesen]
205.

Heimatfilm

Der Heimatfilm ist ein bundesdeutsches und österreichisches Filmgenre, das in der Nachkriegszeit entstand und seinen Höhepunkt in der ersten Hälfte der 1950er Jahre hatte. Der Schauplatz der Handlung ist eine stets friedlich und idyllisch wirkende Landschaft, die beim Zuschauer an sentimentale Sehnsüchte appellieren, ihm ein Gefühl von Geborgenheit und Ruhe vermitteln und Trost spenden soll. Bevorzugt werden hierbei der Schwa ... [weiterlesen]
206.

Synästhesie

... ch in den experimentellen Filmen der Zeit seine Spuren hinterlassen. Zu den frühen Filmschaffenden, die die Reinheit einfacher geometrischer Formen zur Simulation von Bewegung, Rhythmus, Farbe, Form und Tonhöhe genutzt haben und Musik durch farbige Formen in Bewegung zu visualisieren suchten, gehören Walter Ruttmann (1887-1941) mit seinen schwarz-weißen (z.B. Lichtspiele Opus 1-4, 1921-1925) und Oskar Fischinger (1900-1967) mit seinen farbigen Animations-Kurzfilmen (wegweisend: Komposition in Blau, 1935) sowie der Schotte Norman McLaren (1914-1987) (z.B. mit seinem Pixillations-Kurzfilm Neighbours, 1952; Synchrony 1971).(2) Der Terminus Synästhesie wird in Literatur- und Sprachwissenschaft auch auf dem Gebiet der Metaphernbildung genutzt.Literatur: Adler, Hans / Zeuch, Ulrike (Hrsg.): Synästhesie: Interferenz – Transfer – Synthese der Sinne. Würzburg: Königshausen und Neumann 2002. – Emrich, Hinderk M. / Schneider, Udo / Zedler, Markus: Welche Farbe hat der Montag? Synästhesie: das Leben mit verknüpften Sinnen. Stuttgart [u.a.]: Hirzel 2002. – Harrison, John: Synaesthesia - the strangest thing. Oxford [u.a.]: Oxford Univ. Press 2001. – Kremer, Detlef: Art. Synästhesie. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Bd. 3. Hrsg. v. Jan-Dirk Müller. Berlin / New York: de Gruyter 2003, S. 557-559. – Paetzold, Heinz: Synästhesie. In: Ästhetische Grundbegriffe. Hrsg. v. Karlheinz Barck u.a. Bd. 5. Stuttgart/Weimar: Metzler 2003, S. 840-868. – Themenheft der Zeitschrift Leonardo 32,1, 1999. – Whitney, John: Digital harmony: on the complementarity of music and visual art. Peterborough, NH: Byte Books 1980.  ... [weiterlesen]
207.

Magnascope

... rchmesser von 3,5 Zoll und warf bei den ersten öffentlichen Vorführungen ein 9,1x12,2m großes Bild – gegenüber den gewohnten Bildgrößen eine Verdoppelung der Breite und der Höhe. Paramount bewarb das System auf einer Vorführung im Rivolikino in New York im Dezember 1926, indem einzelne Rollen von Old Ironsides (1926, James Cruze) in Magnascope vorgeführt wurden, während der größte Teil des Films im herkömmlichen Format lief; am Anfang der Magnascoperollen wurde das Bild mit einer Blende in allen Richtungen vergrößert, so dass eine Erweiterung der Bildfläche noch unterstrichen wurde. Doch die Mehrkosten der Vorführung überstiegen die Bereitschaft der Kinobesitzer, Magnascope ei ... [weiterlesen]
208.

Fotoroman

... hrenden französischen Fotoroman-Gazette – es zeigte ein Bild Johnny Hallydays als Held in La belle aventure de Johnny.Die Auflage der fotoromanzi erreichte in den 1970er Jahren allein in Italien eine Höhe von wöchentlich 8 bis 10 Millionen Exemplaren. Von Beginn an bildeten Frauen aus benachteiligten Schichten die Mehrzahl der Konsumenten. Interessant ist dabei, dass der Fotoroman in seiner Hoch-Zeit in den 1970ern nicht in der Teenagerpresse erschien, sondern die Lesergruppe der 14- bis 70jährigen adressierte. Der erste farbige Fotoroman kam 1984 heraus. Im November 1985 feierte die Zeitschrift Nous Deux mit Erzählungen von François Nourrissier, Nadine de Rotschild, Françoise Xenakis und Frédéric Dard das Erscheinen ihrer zweitausendsten Nummer. Heute erscheint das Blatt in einer Auflage von 550.000 Exemplaren und hat wöchentlich 2.023.000 Leser, davon 25% männliche (Stand: 2002). In vie ... [weiterlesen]
209.

Showdown

Umgangssprachlicher Begriff für das Ausagieren eines Höhepunkts der Handlung. Der Ausdruck stammt vermutlich vom Pokern, wenn die Karten offen gelegt werden müssen, meint aber im Englischen auch „Aufzeigen der wahren Verhältnisse“. Darum ist er nicht nur auf den Western übertragbar, wo er für die Schießerei am Ende des Films benutzt wird (z.B. in Unforgiven, Clint Eastwood, 1992), sondern auch für ... [weiterlesen]
210.

Parodie

... odieren die stereotypen Formeln ganzer Genres.Durch das entstandene Auseinanderfallen von Form und Aussageanspruch werden komische Effekte gewonnen, die umso größer sind, je größer die Fallhöhe vom Parodierten zur Parodie ist. Allerdings will die Parodie keineswegs nur Komik erzeugen; oft ist das Lächerliche und Komische nur ein Mittel zu – bisweilen düsterer oder schriller – Gesellschafts- oder Systemkritik. Das Gelingen jeder Parodie ist darauf angewiesen, dass das Publikum den parodierten Bezugstext oder -film überhaupt erkennt. Ganz anders verfährt die Travestie, die den Bezug umkehrt und einen bekannten Stoff in eine neue, oft unangemessene, Darstellungsform fließen lässt; außerdem die Satire, die sich nicht auf ein anderes Werk, sondern auf außerfilmische Zustände der Realität bezieht; allerdings kann die Satire auch in den Techniken der ... [weiterlesen]
211.

Lichtstärke

Maßeinheit zur Bestimmung der Lichtdurchlässigkeit eines Objektivs. Sie wird in einer Verhältniszahl angegeben, z.B. 1:3,5 oder 1:1,7. Je kleiner die zweite Zahl dieses Verhältnisses ist, desto höher ist die Lichtstärke. Die Lichtstärke ist zugleich die größte Blende eines Objektivs. ... [weiterlesen]
212.

Stakhanovistische Montage

Alexei Gregorowitsch Stakhanov war ein Russe, der 1935 durch Geschwindigkeitssteigerungen die Leistungsfähigkeit seiner Arbeitsbrigade erhöhen konnte und dadurch im Russland Stalins zum propagandistischen Vorbild wurde. In Deutschland ist der Begriff Stakhanovismus heute ungebräuchlich. In den USA und Frankreich wird er bis heute als ironische oder gar abfällige Bezeichnung von Akkord- und Fließband-Tätigkeit mit schlec ... [weiterlesen]
213.

Werbefilm

... n Auftrag gegeben, werden Werbefilme häufig von eigenständigen Agenturen entworfen. Zum größten Teil werden sie im Fernsehen präsentiert, aber auch – gerade bei aufwendigeren und höher dotierten Produktionen – im Kino, wo sie vor Beginn von Vor- und Hauptfilm gezeigt werden. Produktion und Programmierung von Werbefilmen wird meist durch Werbeagenturen vollzogen. Werbefilmfeste wie das in Cannes genießen inzwischen große öffentliche Aufmerksamkeit – und seit Mitte der 1980er Jahre wurden die Sieger des Cannes-Wettbewerbs erfolgreich auch im Kino ausgewertet, offenbar einem öffentlichen Interesse an ästhetischen Formen der konsumistischen Spaßkultur folgend; es entstand außerdem eine Reihe von Fernsehmagazinen, in denen Werbefilme als witzige oder künstlerisch anspruchsvolle Kurzfilme, nicht in ihrer primären Funktion als Produktwerbung liefen; in den späten 1990er Jahren schlief die Neugierde am Werbefilm aber wieder ein. ... [weiterlesen]
214.

Techniscope

Techniscope ist eine Variante des Superscope-Formats. Es wurde von der italienischen Abteilung von Technicolor entwickelt. Techniscope nutzt für ein Bildkader nur die Hälfte des Filmnegativs aus und hat eine Bildhöhe, die nur zwei statt der üblichen vier Perforationslöcher belegt. So ist das Verfahren außerordentlich sparsam im Umgang mit dem Material. Außerdem können für die Aufnahme normale Optiken ver ... [weiterlesen]
215.

Weepie

von engl. to weep = weinen; auch: tearjerker; dt. abfällig: SchmachtfetzenAls weepies gelten Melodramen, die tragisch ausgehen, meistens an ein weibliches Publikum adressiert sind und gezielt auf die Tränendrüse drücken. Der Begriff kam schon in den 1920er Jahren auf, aber es war Douglas Sirk, der die Form zu ihrem ästhetischen Höhepunkt mit Filmen wie Magnificent Obsession (1954) und All That Heaven Allows (1956) fü ... [weiterlesen]
216.

Farbtemperatur

... atur gilt nur für Temperaturstrahler, z.B. Halogenlampen, nicht jedoch für die häufig verwendeten Lumineszenzstrahler wie z.B. Leuchtstoffröhren, die kein kontinuierliches Spektrum aufweisen.Höhere Farbtemperatur weist auf ein helles blaues Licht hin. Typische Farbtemperaturen sind 2.800K (Glühlampen), 3.000K (Halogen), 4.100K (hellweißer Leuchtstoff) und 5.000K (Tageslicht simulierender Leuchtstoff). Tageslicht hat eine Temperatur von 5.400-5.600K (im Tagesverlauf etwas schwankend). Für die unterschiedlichen Farbtemperaturen werden verschiedene Filmmaterialien (Tageslichtfilm, Kunstlichtfilm) verwendet, die die Farben trotz unterschiedlicher Lichtzusammensetzung ausgleichen. ... [weiterlesen]
217.

Drehbuch

... t. Die allgemein bekannte Regel, nach der eine Seite Drehbuch einer Minute Film entspräche, gilt für Hollywood-Filme der Studiozeit nicht. Hier finden sich Drehbücher, deren Seitenanzahl deutlich höher als die Länge des darauf entstandenen Films in Minuten ist.Das Drehbuch ist in seiner US-amerikanischen Version die knappste und effizienteste Form, eine Geschichte zu erzählen. Die Informationen sind auf das Wesentliche beschränkt und vereinheitlicht. Alles was nicht sicht- oder hörbar ist, also etwa innere Zustände, sollten sich in einem Drehbuch nicht finden. Aber alles Sicht- und Hörbare des Films gilt es zu beschreiben. Dazu gehören alle Figuren, aber auch Requisiten, Ausstattungen, Wettersituationen usw., die für eine Szene von Bedeutung sind, sowie alle hörbaren Geräusche und Stimmen, wobei kenntlich gemacht sein muss, ob diese Teil des Bildes sind oder nicht.Neben dieser streng genormten Version des Drehbuchs verwenden in Europa einzelne Regisseure wie etwa Mike Leigh oder Michael Winterbottom auch schriftliche Unterlagen, welche nur rudimentäre Handlungsabläufe festhalten und Raum zur Improvisation bieten. Die Festlegung, was genau zu drehen ist, passiert in diesem Ausnahmefall in ausführlichen Proben.Literatur: Stempel, Tom: Framework. A History of Screenwriting in the American Film. New York: Continuum 1988. – Fine, Richard: West of Eden. Writers in Hollywood, 1928-1940. Washington: Smithsonian Institution Press 1993. – McGilligan, Pat (Hg.): Backstory. Interviews With Screenwriters of Hollywood's Golden Age. Berkeley: University of California Press 1986.  ... [weiterlesen]
218.

Optiken

... “, die den Komposit-Bildern zugehören. Optisches Kopieren gehörte als einer der wesentlichen Arbeitsgänge zum TechniScope-Verfahren, bei dem ein Breitbild (2,35:1) als normale, aber auf die Höhe von nur zwei Perforationslöchern reduzierte Aufnahme gemacht wurde; erst beim Übergang auf das Positiv wurden anamorphotische Optiken eingesetzt, so dass eine normale CinemaScope-Projektionskopie entstand - und dieser Übergang wurde als optische Kopie realisiert. Ein anderer wichtiger Anwendungsbereich der optischen Kopie ist die Restauration beschädigter oder geschrumpfter Nitro-Kopien. ... [weiterlesen]
219.

Vario-35 / Vario-35A

... 3" (= 0,75:1). Gleichzeitig wurde das Vario-35A-Verfahren vorgestellt, bei dem ein variabler Anamorphot zum Einsatz kam, der das Bild horizontal bis zum Scope-Verhältnis 2,35:1, vertikal bis zur doppelten Höhe entzerren konnte. Der Nachteil waren die Zeiten, die zur Umstellung der anamorphotischen Optik nötig waren. Die Umstellungen der Optik wurden Signale gesteuert, die zwischen den Perforationslöchern untergebracht waren. Die Optik war auf sechs Seitenverhältnisse ansprechbar: – 2,35:1 (anamorphotischer Faktor: 2:1),– 1,85:1 (anamorphotischer Faktor: 1,57:1),– 1,37:1, 1 (anamorphotischer Faktor: 1,17:1),– 1: 1 (anamorphotischer Faktor: 0,85:1),– 0,75:1 (anamorphotischer Faktor: 0,64:1),– 0,59:1 (anamorphotischer Faktor: 0,5 x 1). ... [weiterlesen]
220.

Creative Artists Agency (CAA)

... ein und benutzte dabei ähnliche Methoden des ‚packaging‘, was in der Filmwirtschaft eine ganz neue Praxis war. Dadurch schossen die Kosten für Drehbücher und Schauspieler in ungeahnte Höhen hinauf, wobei C.A.A. bei jeder Transaktion gut verdiente. Als Jeffrey Katzenberg von Walt Disney im Jahre 1991 für einen Skandal sorgte, als er sich öffentlich über die hohen Produktionskosten des Filmemachens beschwerte, galt seine Wut hauptsächlich Michael Ovitz und C.A.A., obwohl diese nicht namentlich genannt wurden. C.A.A. war in der Tat unter die Filmproduzenten gegangen, da Prestigeprojekte wie Rain Man (1988) und Ghostbusters (1987) nicht nur von der Firma als Produktions-Packages zusammengestellt, sondern auch überwacht worden waren. Anfang der 1990er Jahre galt C.A.A. als die mächtigste Firma Hollywoods. Zu ihren Klienten gehörten Martin Scorsese, Oliver Stone, Robert Redford, Dustin Hoffman, Barbara Streisand, Cher und Sean Connery.  ... [weiterlesen]
221.

anamorphotisch

... 20th Century Fox die Rechte an Chrétiens Patenten. Zum ersten Mal wurden anamorphotische Verfahren beim CinemaScope verwendet, bei dem eine besondere Linse das Bild in der Breite fast halbiert und in der Höhe gleich lässt. Dieselbe Linse muss auch bei der Projektion wieder verwendet werden. Damit lässt sich auf normalem 35mm-Film ein Wide-Screen-Bild in der Projektion erzeugen (Format 2,35:1). Die besten und bis heute gebräuchlichen Linsen stammen von Panavision.   ... [weiterlesen]
222.

Aufprojektion

... er das Bild des Aufprojektors im Winkel von 45 Grad auf die Reflexbildwand projiziert. Bildwände für Aufprojektionen bestehen aus einer Schicht winziger Glaskugeln, deren Reflexionsfähigkeit viel höher ist als die der vor ihr agierenden Schauspieler. Zur Überstrahlung des aufprojizierten Bildes wird trotzdem auf die Personen ein zusätzliches Aufhell-Licht gerichtet. Ein berühmtes Beispiel sind die zahlreichen Komposit-Bilder in Kubricks 2001 (1968).   ... [weiterlesen]
223.

Cinerama

Anfang der 1950er Jahre patentierte Fred Waller, der auch Vitarama entwickelt hatte, das Verfahren Cinerama, das nur drei 35mm-Projektoren für eine halbkreisförmige Projektion (Bildwinkel: 146° in der Breite, 55° in der Höhe) benötigte. Das Verfahren wurde öffentlich am 30.9.1952 mit dem Film This is Cinerama in New York vorgestellt; der Film lief 122 Wochen. Die Aufnahmen erfolgten mit drei gekoppelten Kameras auf 35 ... [weiterlesen]
224.

Blende I: technisch

... s hat zwei Öffnungen, so dass jedes Bild nicht nur einmal, sondern zweimal auf die Leinwand geworfen wird, wir also nicht nur 24, sondern 48 Bilder/Sekunde sehen, wobei immer zwei Bilder identisch sind. Je höher nämlich die Bildfrequenz, desto besser ist der Schärfeneindruck (weniger Flimmern). Beim Stummfilm hat die Flügelblende 3 Öffnungen, da der Stummfilm mit nur 16 Bildern/Sek. arbeitete (3 x 16 = 48). ... [weiterlesen]
225.

17,5mm-Film - frühe Verfahren

... tor verwendbar. Auch der amerikanische Projektor Ikonograph der Firma E.J. Rector benutzte 1905 mittenperforierten 17,5mm-Film. A.F. Victor stellte 1912 das Verfahren Duoscope vor, bei dem das einzelne Bild die Höhe von zwei Perforationslöchern füllte. American Sinemat benutzte 1915 einen halbierten 35mm-Film, der nur einseitig perforiert war. Die 1917 auf den Markt gebrachte Movette-Kamera, die nichtexplosiven 17,5mm-Azetatfilm verwendete, der auf beiden Seiten runde Perforationslöcher hatte, spielte in der weiteren Entwicklung ebenso wenig eine Rolle wie alle anderen bis dahin präsentierten Verfahren. ... [weiterlesen]
226.

branding

(1) Begriff der Werbewirtschaft. Ein brand ist ein Markenname. Unter branding versteht man das Einprägen von Markennamen. Um die Einprägsamkeit von Markennamen zu erhöhen, werden eine ganze Reihe von Werbemaßnahmen (wie z.B. der Einsatz von Werbefilmen) ergriffen, um den potentiellen Konsumenten von der Existenz des Unternehmens und dessen Produkten in Kenntnis zu setzen und den Produkten ein besonderes Image assoziativ zuzuordne ... [weiterlesen]
227.

subjektive Kamera

... n Reporter mittels einer in seinen Kopf implantierten Kamera die letzten Tage einer todkranken Frau für eine Reality-TV-Sendung begleiten soll.Die ‚echte‘ Subjektive, bei der die Kamera in Augenhöhe der Figur steht, ist eher selten. Meist wird eine Kameraperspektive eingenommen, die dem Idealort nahe, aber dennoch spürbar seitlich leicht versetzt die Filmperson begleitet und damit den Zuschauer nur an deren Seite stellt, ohne deren Sicht vollständig zu übernehmen. Dementsprechend müssen die Gesprächspartner bei Dialogszenen auch nicht direkt in die Kamera schauen.Literatur: Branigan, Edward R. : Point of View in the Cinema. A Theory of Narration and Subjectivity. New York: Mouton 1984, ch. 4. – Moreno, Julio L.: Subjective cinema: And the problem of film in the first person. In: Quarterly Review of Film, Radio and Television 7,4, Summer 1953, pp. 341-357. – Peters, Jan Marie: The subjective camera – optical effects, meaning, and emotional impact. In: Zwischenbilanz. Eine Festschrift für Joachim Paech zum 60. Geburtstag. Hrsg. v. Frank Furtwängler, Kay Kirchmann, Andreas Schreitmüller & Jan Siebert . Konstanz: Universität 2001 [online].  ... [weiterlesen]
228.

Skladanowsky, Max

... d Fotoausstellung (Kipho) 1925 bricht eine öffentlich Debatte zwischen Max Skladanowsky und Oskar Messter aus, der ebenfalls die Vorreiterrolle bei der Einführung des Films in Deutschland beansprucht. Höhepunkte dieser Auseinandersetzung sind die Jahre 1930 bis 1935, während der die Debatte auch zwischen französischen und deutschen Historikern geführt wird, wer nun der „eigentlich Erfinder“ der Kinematographie sei – die Brüder Lumière oder die Brüder Skladanowsky.Literatur: Castan, Joachim: Max Skladanowsky oder der Beginn der deutschen Filmgeschichte. Stuttgart: Füsslin Verlag, 1995.  ... [weiterlesen]
229.

Lichtempfindlichkeit

... mera reagiert.Die Lichtempfindlichkeit eines Films wird auf der Packung oder der Dose des unbelichteten Films in ASA (American Standard Authority) bzw. in DIN (Deutsches Institut für Normung) angegeben. Je höher die ASA- oder DIN-Zahl, desto lichtempfindlicher ist der Film. Ein lichtunempfindlicher 18 DIN-Film entspricht einem 50 ASA-Film, ein sehr sensibles 27 DIN-Filmband einem 400 ASA-Filmstreifen.Zwei Emulsionsarten werden für den gewöhnlichen Verbrauch hergestellt: die kontraststarke, wenig lichtempfindliche high contrast emulsion und die „schnelle“ (auf Licht schnell reagierende), d.h. sehr sensible high speed emulsion. Zur Umkopierung alter Schwarzweißfilme aus Archiven ist ein sogenannter Feinkornfilm (fine grain master) notwendig, der sich durch eine sehr feine Körnung auszeichnet und ein besonders gutes Auflösungsvermögen sowie brillante Schärfe aufweist. ... [weiterlesen]
230.

Vorführgeschwindigkeit

... B/S, 1 Fuß = 1 Sekunde Filmlaufzeit, 1 Rolle (= 1000 Fuß) = ca. 16 Minuten.Der Umstieg auf 24 B/S erfolgte erst 1927, als der Ton zum Bild hinzukam: Er erforderte aus Qualitätsgründen eine höhere Geschwindigkeit. Bei der Projektion des Films unterbrach die Flügelblende die Projektion noch ein zusätzliches Mal, so dass eine Frequenz von 48 B/S erreicht wurde. Die Bilderfrequenz beim Fernsehen beträgt wegen der unterschiedlichen Schwingungszahlen des Wechselstroms (USA 60Hz, Europa 50Hz) in den USA 30 B/S bzw. 60 Halbbilder/Sekunde und in Europa 25 B/S bzw. 50 HB/S.  ... [weiterlesen]
231.

Belichtungszeit

... iger Licht durchfallen, so dass die Menge verfügbaren Lichts größer sein muss, um auf dem Filmbild den gleichen Effekt zu bewirken. Dabei gilt, dass die Belichtungszeit kürzer sein kann, je höher die Empfindlichkeit des Filmmaterials ist. Die optimale Belichtungszeit wird durch die Belichtungsmessung unter Bezug auf die Empfindlichkeit des Filmmaterials ermittelt. Dabei spielen ästhetische Überlegungen durchaus eine Rolle: Je kürzer die Belichtungszeit ist, desto größer ist nämlich wiederum der Schärfentiefenbereich des Bildes. Film kann absichtlich (oder auch versehentlich) über- oder unterbelichtet werden – im ersteren Falle wird zu viel Licht durchgelass ... [weiterlesen]
232.

Schablonenkolorierung

... auml;rbung maschinell geschah, ließen sich bei diesem Verfahren viele Kopien recht schnell herstellen, was den Preis pro Kopie sinken ließ. Schablonenkolorierte Filme stellten wegen ihrer Pracht oft Höhepunkte im Programm dar. Dabei handelte es sich vor allem um Natur- und Reisefilme, während für Spielfilme lieber das billigere tinting und toning angewandt wurde. In den 1920er Jahren wurden nur noch ganz wenige Spielfilme auf diese Weise hergestellt.   ... [weiterlesen]
233.

Bildstrich

Bildstrich nennt sich die schwarze Linie resp. der schwarze Balken, die zwei Phasenbilder voneinander trennt. Er kann unterschiedlich breit sein, je nach Bildformat. Während er beim Vollbild eines Stummfilms (1:1.33) minimal ist, hat beispielsweise das 1:1,85-Breitwandfilmformat (Bildhöhe 11,5mm) innerhalb eines Photogramms auf jeder Seite einen schwarzen Streifen von rund 2,25mm, d.h. der schwarze Abstand von Bild zu Bild beträgt somi ... [weiterlesen]
234.

Schürzung (1)

Aristoteles bezeichnet in seiner Poetik mit der Schürzung des Knotens „den Teil des Dramas, der vom Beginn bis zu dem Teil reicht, wo die Wandlung des Geschickes in Unglück oder Glück beginnt.“ Man kann also sagen, die Schürzung des Knotens umfasst die Handlung vom Anstoß oder erregenden Moment bis zum Höhepunkt, die Lösung des Knotens von der Peripetie bis einschließlich der Katastrophe.  ... [weiterlesen]
235.

Stuntman / Stuntwoman

von engl. stunt = Kraft-, Kunststück, Heldentat, Sensation; dt. früher als: Sensationsdarsteller oder Kaskadeur (von frz.: cascadeur = Lebemann, Abenteurer)Eine Person, die als Double des Hauptdarstellers gefährliche Aktionen im Film durchführt, wird Stuntman (oder Stuntwoman) genannt. Sprünge und Stürze aus großer Höhe, Auto- und Motorradunfälle, gewagte Aktionen auf und mit Pferden, dazu Environments wi ... [weiterlesen]
236.

Drehgenehmigung

... muss während der Filmaufnahmen immer mitgeführt werden, um sich bei etwaigen Kontrollen ausweisen zu können. Oft wird die Genehmigung nur gegen eine Gebühr oder eine Entgeltung erteilt. Ihre Höhe hängt meist von Aufwand und Umfang der Filmaufnahmen sowie der Attraktivität des Drehortes ab.(2) Im Sonderfall handelt es sich um eine Drehgenehmigung, die die Straßenverkehrsverordnung vorschreibt: sie muss immer dann vorliegen, wenn „öffentliches Straßenland“ mehr als verkehrsüblich oder abweichend von Vorschriften der StVO genutzt werden soll, also eine „straßenverkehrsrechtliche Sondernutzung“ erfolgt.  ... [weiterlesen]
237.

Filmstadt Wien

... abgeschlossen, die „Filmstadt Wien“ wurde als Four-Wall-Studiobetrieb mit Film-Wirtschaftspark neueröffnet und sollte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stadt als Filmschauplatz erhöhen. Literatur: Die Rosenhügelstudios. In: Filmbuch Österreich. Hrsg. vom Bundeskanzleramt. Red.: Gertraud Steiner. Wien: Bundespressedienst 1995, S. 43-44. ... [weiterlesen]
238.

falscher Alarm

engl.: false alarmEin falscher Alarm wird dann ausgelöst, wenn der Zuschauer meint, dass der Protagonist in höchster Gefahr – vor allem der Entdeckung, der Entlarvung etc. – schwebt. Es stellt sich aber heraus, dass die Annahme falsch gewesen ist. Falsche Alarme werden schnell wieder vergessen, erhöhen nur momentan die Spannung. Blitzartig öffnet sich der Erwartung des Zuschauers ein Handlungsverlauf, der dann aber nic ... [weiterlesen]
239.

Auteur

... en. Ursprünglich war damit eine Aufforderung an diejenigen verbunden, die sich als Autoren des Kinos verstanden, die Produktionsmittel selbst in die Hand zu nehmen, um die Freiheitsgrade des Ausdrucks zu erhöhen. Sarris stellte gerade diesen filmpolitischen Aspekt zurück und verwendete in seiner sich eher deskriptiv verstehenden Weiterführung den Begriff auteur theory. Dieser eigentlich der literarischen Vorstellung des Dichters entlehnte filmanalytische und -wertende Ansatz veränderte vor allem die Wahrnehmung und Einordnung von Hollywood-Filmen. Er propagierte einen analytischen Zugriff auf das amerikanische Studiosystem, der einzelne Hollywood-Regisseure als auteurs, als kreative und wiedererkennbare Autoren ihrer Filme herausstellte. Hollywood-Filme sollten nicht länger allein als gesichtslose Produkte einer uniformierten Unterhaltungsindustrie verstanden und abgeurteilt oder gar ignoriert werden, sondern wurden in den Rang des Kinokunstwerks gehoben und nachdrücklich einer näheren Betrachtung empfohlen. Der Ansatz ist bis heute einer der Königswege der Filmhistoriographie und -analyse geblieben. I ... [weiterlesen]
240.

Chapman-Kran

... a, als sie für Cecil B. DeMilles Film The Ten Commandments (1956) einen halbautomatischen Kran baute. Den Bau von Kränen hatte Chapman schon 1946/47 aufgenommen, die größten erreichten eine Höhe von 12m. Mobilkräne (Hercules Mobile Crane, 1953; Atlas Mobile Crane, 1957) und seitlich bewegliche Crab Cranes (1958, 4,5m hoch; elektrisch betriebener Nachfolger: Nike Stage Crane, 1964; mit größerem Ausleger: Zeus Stage Crane, 1967) ermöglichten es, Kräne auch an Orten außerhalb der Studios und in engen Räumlichkeiten einzusetzen. Der Titan-Kran (1962) war hydraulisch gefedert und gestattete es, außerordentlich weiche Kranbewegungen auszuführen. Er wird ebenso wie sein als Kran und als Crab-Dolly e ... [weiterlesen]
241.

GRAF

Akronym für: Graphic Additions to FORTRANIn den 1960er Jahren von Jack P. Citron am IBM Los Angeles Scientific Center aus FORTRAN abgeleitete höhere Computersprache, die speziell für die vereinfachte Programmierung von Grafik auf IBM-Bildschirmen entwickelt worden ist. Sie weist gegenüber FORTRAN eigene Deklarationen auf, die umständliche Subroutinen in FORTRAN ersetzen, ist aber andererseits nicht für ein spezielles Ger ... [weiterlesen]
242.

gimmick I: Dramaturgie

... tung der Kurzgeschichte, in der es darum geht, ein Geheimnis aufzudecken oder ein Rätsel zu lösen. Die Lösung wird nicht in der Geschichte selbst verraten – sie endet auf dem entscheidenden Höhepunkt, kurz vor der Auflösung -, sondern auf einer separaten Seite gegeben. Es gibt drei Arten von gimmicks: (1) Um ein fact gimmick auflösen zu können, bedarf es besonderer Sachkenntnis; z.B. muss der Leser oder Zuschauer die Regel des habeas corpus kennen, um gewisse Geschichten auflösen zu können. (2) Ein seasonal gimmick ist eng mit den besonderen lokalen, saisonalen oder politischen Gegebenheiten seines Erscheinens verbunden. (3) Zu den gimmicks rechnet schließl ... [weiterlesen]
243.

Traum: nichtsubjektive Träume

Nicht alle Träume sind in der Psychologie von Individuen begründet und entstammen subjektiver Traumarbeit. (1) So kann eine magische Figur wie der Teufel selbst der Quell der Bilder und der durch sie vermittelten Versuchung sein. (2) Oder der Träumer kann auf höhere Fügung hin Einblick in Geschehensverläufe nehmen, die als flashforwards in die Zukunft hineinragen und ihm das folgende weissagen. (3) Schließlich kann ... [weiterlesen]
244.

Boxerfilm / Boxer im Film

... rkunftsmilieu entkommend, dabei gleichzeitig Identität verlierend (Raging Bull, USA 1979). Insofern enthalten Boxerfilme oft eine Sportkritik, auch wenn sie den Kampf immer als emotionalen und dramatischen Höhepunkt des Films feiern.Literatur: Grindon, Leger: Body and Soul: The Structure of Meaning in the Boxing Film Genre. In: Cinema Journal 35,4, 1996, S. 54-69. – Jahiel, Edwin: The ring and the lens: Films on boxing. In: Film Society Review, Sept. 1966, S. 26-28. – May, Stephan: Faust trifft Auge. Mythologie und Ästhetik des amerikanischen Boxfilms. Bielefeld: Transscript-Vlg. 2004. – Romano, Frederick V.: The boxing filmography. American features, 1920-2003. Jefferson, N.C.: McFarland 2004. – Singer, Marc P.: Fear of the Public Sphere: The Boxing Film in Cold War America (1947-1957). In: Film & History 31,1, 2001, S. 22-27. ... [weiterlesen]
245.

Flapper

... bekanntesten waren The Flapper (1919), Wine of Youth (1924) von King Vidor, Our Dancing Daughters (1928) mit Joan Crawford, die Clara-Bow-Filme vor It (1927).Der Flapper-Film hatte Mitte der 1920er Jahre seinen Höhepunkt und endete mit der Stummfilmära, als das Jazz Age durch die Depression abgelöst wurde. Literatur: Basinger, Jeanine: Flappers. Colleen Moore and Clara Bow. In: Silent Stars. New York: Knopf 1999, S. 411-449. – Higashi, Sumiko: Virgins, Vamps, and Flappers. The American Silent Movie Heroine. St. Albans, Vt.: Eden Press Women's Publications 1978. – Ross, Sara: „Good Little Bad Girls“: Controversy and the flapper comedienne. In: Film History 13,4, 2001, S. 409-423.  ... [weiterlesen]
246.

Swissorama

... Vorführraums mit nach unten gerichtetem Objektiv eingelassen und war mit einer gleichen Linse ausgestattet. Die aufgenommenen Bilder konnten nahtlos und verzerrungsfrei auf die zylindrische Leinwand von 5m Höhe und über 60m Länge projiziert werden. Das Swissorama im Verkehrshaus der Schweiz hatte einen Durchmesser von ca. 20m und Platz für 400 stehende Zuschauer.Nachdem sich geplante Nachfolgeprojekte für weitere Swissoramen nicht realisieren ließen, arbeitete Ernst A. Heiniger ab 1986 mit Iwerks Entertainment in Los Angeles zusammen. Nach Überarbeitung von Kamera und Projektor wurde das System unter dem neuen Namen Imagine 360 für eine Handvoll weiterer Filme verwendet, die überwiegend auf großen internationalen Ausstellungen zu sehen waren.Das Swissorama in Luzern wurde im Frühjahr 2002 geschlossen und durch ein anderes Exponat ersetzt.  ... [weiterlesen]
247.

paralleles Kino

... M alalafilm, Severnyj poljus und Če-paev heraus.Als offizielles Geburtsdatum des Parallelen Kinos gilt das Jahr 1985, als durch Mittel der Autoren die Zeitschrift Cine Fantom ihre Erstauflage erlebte. Der Höhepunkt dieser künstlerischen Periode war das erste Cine Fantom-Festival 1987 in Moskau.1988 wurde in St. Petersburg und Moskau von den Regisseuren des Parallelen Kinos die „Unabhängige Akademie der Künste“ gegründet.Literatur: Drubek-Meyer, Natascha: Parallele Phantome: Traktoristen II (1992) der Brüder Alejnikov. In: Balagan 1,1, 1995, S. 123-131. – Kisina, Julia: Kurz zum parallelen (Kino). In: Balagan 2,1, 1996, S. 123-125. – Ljalina, Olga: Russischer Film-Underground 1984-1994: das ‚parallele Kino‘. In: Balagan 1,1, 1995, S. 132-140. – Rollberg, P.: Leichen im Zustand fortgeschrittenen Zerfalls: ‚Paralleles Kino‘ und ‚Nekrorealismus‘. In: Ästhetik und Kommunikation, 83, 1993, S. 80-87.Gruppe Če-paev ... [weiterlesen]
248.

bungei-eiga

Japanisch für literarischer Film, Literaturverfilmung (von japan. bungei = Literatur + eiga= Film).Es handelt sich um Romane oder Erzähltexte, die als Hochliteratur (jun-bungaku) und ausdrücklich nicht als Trivial- oder Populärliteratur angesehen werden. Derartige Verfilmungen genießen in Japan beim Publikum wie auch bei den Regisseuren und Studios eine höhere Wertschätzung, als ihnen bei ähnlichen Produktione ... [weiterlesen]
249.

Flow-Motion

oft kurz: Flow-Mo, auch: Time-Slice, Temps Mort, Timetrack, Virtual Camera, multicam, EyeVision (z.T. Markennamen); bullett timeThe Matrix (1999, Andy und Larry Wachowski) verblüffte seine Zuschauer mit Effekten, die in dieser Präzision und Schärfe neue Maßstäbe in der Illusionstechnologie setzten. Zu sehen war u.a. eine Figur, die in die Luft springt, um ihren Gegner zu treffen, bis zum Höhepunkt ihres Sprunges beschle ... [weiterlesen]
250.

Ut pictura poesis

... das Gemälde schweigende Poesie) postuliert. Die die Künste vergleichende Formel wurde in der Folgezeit vor allem in Poetiken thematisiert, die nahezu immer der Poesie einen gegenüber der Malerei höheren Rang zuwiesen. Erst Leonardo da Vinci reklamierte die Überlegenheit der Malerei angesichts ihrer Fähigkeit, die Welt in ihrer Gleichzeitigkeit für das Auge als den höchsten der menschlichen Sinne darstellen zu können. Während der Aufklärung gewann die Formel erneut an Gewicht. Lessings Laokoon stellte Poesie und bildende Kunst einander gegenüber; sie hinsichtlich Gegenstand, Darstellungsmittel und Wirkung differenzierend, maß er beiden Eigenständigkeit zu; dennoch gab er der Dichtung den Vorzug, weil sie zeitliche Verläufe nachahmen konnte und durch das Medium der Sprache ... [weiterlesen]
251.

Paragone

von ital.: paragone = Vergleich, GegenüberstellungSchon in der Antike hob ein Streit darüber an, welche der Künste höher zu bewerten sei. Dieser Rangstreit flammte im 15. und 16. Jahrhundert wieder auf – für Leonardo da Vinci oder Albrecht Dürer hatte die Malerei Vorrang vor allen anderen künstlerischen Ausdrucksmitteln, sie galt ihnen als edelster Sinn des Menschen (Fenster der Seele), sogar gegenüber Mu ... [weiterlesen]
252.

planting

... ders erfolgt als erwartet.Es liegen mehrere Konzepte des Planting vor: (1) Planting als globale Strategie der Informationsvergabe (vor allem in den Arbeiten Eugene Vales); (2) Planting als Strategie, emotionale Höhepunkte (payoffs) vorzubereiten (wie bei McKee); (3) Planting als Strategie der Einführung handlungsfunktioneller Elemente (vor allem Howard/Mabley).Ein Beispiel ist ein Giftfläschchen in Gloomy Sunday (BRD 1999, Rolf Schübel), das zunächst als Selbstmordmittel des ersten Mannes eingeführt wird; sodann kehrt es wieder als Mittel des zweiten Mannes, der das Fläschchen seinerzeit an sich genommen hatte, um den Freund zu schützen, sich der Verhaftung und Deportation durch die Deutschen zu entziehen; die Frau, die das Fläschchen gefunden hat, verwendet es fünfzig Jahre später, um den Deutschen, der so viel Unglück verursacht hat, zu töten.Literatur: Howard, David / Mabley, Edward: The tools of screenwriting. A writer‘s guide to the craft and elements of a screenplay. New York: St. Martin‘s Press 1993. – McKee, Robert: Story. Substance, structure, style, and the principles of screenwriting. New York: Regan Books 1997. Mehrere Neuausgaben. – Vale, Eugene: Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen. 3. Aufl. München: TR-Verlagsunion 1987. ... [weiterlesen]
253.

Filmbüchse

... och die Tatsache, dass diese Büchsen luftdicht waren, machten sie ungeeignet für die Lagerung von Filmmaterial, das „atmen“ muss. Auch die Feuergefahr war bei Plastikbüchsen erheblich höher. Die teuersten Kunststoffbüchsen brennen allerdings nicht.  ... [weiterlesen]
254.

home movie

... acht sind. Gerade dadurch treten sie mit den tatsächlichen Erinnerungen des Publikums nicht in Konflikt und ermöglichen den Beteiligten, Erlebtes nach eigenem Ermessen zu erinnern – wogegen eine höhere Professionalität der Bilder die eigentlichen Erinnerungen in den Hintergrund rücken würde. Im sozialhistorisch engagierten Dokumentarfilm und Experimentalfilm werden Home movies (oft als Found Footage) in Kompilationsfilme integriert. Der Spielfilm bedient sich besonders dann der (nun sehr professionell angegangenen) Formensprache des Home movies, wenn es etwa in Parodien und Satiren gilt, (Klein-)Bürgerliches auf die Schippe zu nehmen. Beispiele: Mes Parents un Jour d‘Été (Frankreich 1990, François Ozon); Alpsee (BRD 1994, Matthias Müller).Literatur: Chalfen, Richard: Home Movies as Cultural Documents. In: Film Culture, 1982, S. 126-138. – Raine, Craig: History – the home movie. London [...]: Penguin Books 1994. ... [weiterlesen]
255.

Dinosaurier im Film

... en Umgangs mit künstlichen Tiergestalten in den Fantasy- und Monsterfilmbereich einbrachte und in den 1960er Jahren perfektionierte (One Million Years B.C., 1966; The Valley of Gwangi, 1969). Einen letzten Höhepunkt der ersten „Dino-Welle“ in den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Monsterfilmwelle anfangs der 1960er Jahre (Stop-Motion-Technik in: Dinosaurus!, 1960); Darsteller im Saurierkostüm in: Gorgo, 1960; reale Echsen in Rückprojektion in: The Lost World, 1960). Ausläufer der Dinosaurier-Welle warteten mit perfektioniertem Trick auf (Planet of Dinosaurs, 1978; Caveman, 1981). Erst mit Jurassic Park (1993) und seinen computeranimierten Dinosauriern setzte die zweite Welle an Dinosaurier-Faszination ein. Daneben steht eine ganze Reihe von Dinosaurier-Serien im Fernsehen – die wohl bekannteste und beliebteste ist Jim Hensons Dinosaurs (1991-93) – sowie Dokumentationen, die durchaus wissenschaftliche Ansprüche zu erfüllen suchen (wie die BBC-Produktion Walking With Dinosaurs (1999). Literatur: Berry, Mark F.: The dinosaur filmography. Jefferson, NC [...]: McFarland 2002. – Blanco Lucas, Adolfo: Cinesaurios. Barcelona: Royal Books 1993. – Kempen, Thomas / Deist, Thomas: Das Dinosaurier-Filmbuch. Von „Gertie the Dinosaur“ bis „Jurassic Park“. München: Tilsner 1993. – Webber, Roy P.: The dinosaur films of Ray Harryhausen : features, early 16mm experiments and unrealized projects. Jeffer ... [weiterlesen]
256.

Tanzfilm / Tanzen im Film

... entstanden. Zunächst wurden Broadway-Produktionen abgefilmt, bevor mit Fred Astaire der erste Tanzfilm-Star ein festes Publikum binden konnte – Filme wie Shall We Dance (1937) erhielten ein deutlich höheres Budget als bisherige Musikfilmproduktionen, das Marketing wurde perfektioniert, aus abgefilmtem Revuetheater wurde eine eigene narrative Unterhaltungsform. Fred Astaire und Ginger Rogers waren ein erstes „Traumpaar“ des Tanzfilms; andere Stars wie Gene Kelly, Eleanor Powell oder Cyd Charisse folgten vor allem in musicalartigen Filmen. Der Tanz spielte im Kino der 1960er und 1970er Jahre gegenüber Konzertaufzeichnungen keine bedeutende Rolle. Erst mit dem Erfolg von Grease (1978) mit John Travolta und Olivia Newton John setzte ein Re ... [weiterlesen]
257.

komische Szene

Narratives Genre der frühen Kinematographie, bei der die Einheit des Ortes eingehalten wird und das zumeist einer deutlich ausmachbaren, traditionellen Dreigliederung aus Exposition, Höhepunkt und Katastrophe/Auflösung folgt. Die Komik beruht oft auf einem burlesken oder grotesken Umgang mit dem Körper und dessen Funktionen. In den kurzen Filmen, die aus einer einzigen Einstellung bestehen können, finden sich Anfänge des ... [weiterlesen]
258.

Neuer Heimatfilm

... auf die traditionelle Heimatdarstellung und Ausgriffe auf einen historisch sensibilisierten Regionalismus als Gegenkonzept gegen die konsumistischen Tendenzen des Spätkapitalismus bezogen.Neuere Beispiele: Höhenfeuer (Schweiz 1985, Fredi M. Murer); Herbstmilch (BRD 1988, Joseph Vilsmaier); Die Siebtelbauern (Österreich 1998, Stefan Ruzowitzky).Literatur: Schacht, Daniel Alexander: Fluchtpunkt Provinz. Der neue Heimatfilm zwischen 1968 und 1972. Münster: MakS Publikationen 1991. ... [weiterlesen]
259.

Biophon

... lühte. Im Jahre 1904 stellte Messter ein Biophon-Theater auf der St. Louis-Weltausstellung auf und zeigte dort eigens diese Gelegenheit hergestellte englischsprachige Filme. Die Biophonfilme erreichten die Höhe ihrer Popularität um 1908, so dass in dem Jahr 90% der Messter-Produktion dieser Art von Filmen gewidmet war. Doch es tummelten sich bald weitere Anbieter auf dem Markt, so dass Messter schon 1909 die Produktion von Tonbildern drastisch einschränkte und ca. 1912 ganz einstellte. Messter drehte ca. 500 Tonfilme, viele mit berühmten Theaterschauspieler und Opernsängern wie etwa Otto Reutter, J. Giampietro und Robert Steidl; doch die Qualität des Tons ließ bis zum Auslaufen der Produktion zu wünschen übrig, da man weder Verstärker für größere Kinos noch ausreichende Lautsprecher erfunden hatte. Nur wenige Beispiele sind noch erhalten.Literatur: Loiperdinger, Martin (Hrsg.): 100 Jahre Kino. Ausstellungskatalog „Oskar Messter – Filmpionier der Kaiserzeit“. Basel/Frankfur ... [weiterlesen]
260.

Message Movie

... rogramm von Aufklärung gehörten. In den 1950er und 60er Jahren erlebte die Gattung mit Filmen von Elia Kazan (On the Waterfront, 1954) und vor allem Stanley Kramer (Judgement at Nuremberg, 1961) einen Höhepunkt, bevor sie in die Produktionssphäre des Fernsehens abwanderte. Message Movies sind heute selbst zu Themen wie Drogengebrauch, Promiskuität, Vergewaltigung oder Gewalt in der Familie im Kino Rarissima.Literatur: Cripps, Thomas: Making movies black. The Hollywood message movie from World War II to the civil rights era. New York: Oxford University Press 1993. ... [weiterlesen]
261.

Hard Matte / Soft Matte

... ch für Breitwand ansprechend zu gestalten und so das Negativformat optimal auszunutzen. Dabei zeigt die Kinovorführung die gesamte Breite des Bildes, die Fernsehabtastung hingegen fast die gesamte Bildhöhe. ... [weiterlesen]
262.

Biopic

... ten über heroische Individuen und deren Beitrag zum Fortschritt der Menschheit prägten auch in den faschistischen Ländern und in der Sowjetunion (z.B. Tschapajew, 1934) das klassische Biopic. Den Höhepunkt erreichte Hollywoods Produktion in den 1950ern, u.a. mit einer Reihe von Bandleader-Porträts nach The Glenn Miller Story (1954, Anthony Mann). Mit der Verlagerung von politischen zu künstlerischen Sujets nach dem 2. Weltkrieg kamen verstärkt Schattenseiten und pathologische Aspekte des Ruhms (Sucht, Wahn), später zunehmend auch Angehörige von Minderheiten in den Fokus, welche die moderne (Heldensturz-)Biografie seit den 1960er Jahren prägen. Die Titelfigur erscheint nun historisch dezentriert (Andrej Tarkowskijs Andrej Rubljow, 1968), als abwesendes nationales Phantasma (Francesco Rosis Salvatore Giuliano, 1961) oder als Verkörperung des Holocaust (Aus einem deutschen Leben, Theodor Kotulla, 1977). Trotz mitunter experimenteller Frauenbiografien, wie Jutta Brückners Rahel-Varnhagen-Kammerspiel Kolossale Liebe (1991), dominieren nach wie vor Männerporträts, wenn auch teils sehr exzentrische, wie die des Komikers Andy Kaufman in Milos Formans Man on the Moon (1999). Oft totgesagt, lebt das Genre schubweise immer wieder auf und hat auch in seiner jüngsten Konjunktur Oscar-gekrönten Erfolg (Ray ... [weiterlesen]
263.

gimmick II: Filmwerbung

Aufmerksamkeit erregender Verkaufstrick. (1) Unter Gimmicks sind erstens technologische Innovationen zu verstehen, die strategisch eingesetzt werden, um das Interesse an der Produktion eines Studios zu erhöhen. In diesem Sinne war der Film selbst ursprünglich nichts anderes als ein Gimmick, der den attraktionellen Wert der Schaustellungen erhöhte, in deren Rahmen er gezeigt wurde; aber auch Ton, Farbe, Cinemascope und 3-D ließen ... [weiterlesen]
264.

Knalleffekt

... von Lautstärke (meist durch die Gruppe der Geräuschemacher), eine Explosion oder ähnliches, die Aufmerksamkeit des Publikums in einer Schreckreaktion aktiviert wurde. Der „verblüffende Höhepunkt“ wurde schließlich eine dramaturgisch motivierte Übertragung, weil der „Knall“ immer im Zusammenhang mit einer unerwartbaren plötzlichen Drehung der Handlung verbunden war und dazu diente, das Publikum zu fesseln. In der Theater- und Kinokritik wurde „Knalleffekt“ zum Synonym für „Sensation“ und zum Anzeichen für den Schundcharakter des Lichtspiels. Im Sketch findet sich die „harte Pointe“ als eine weitere Form des Knalleffekts, der sich hier in m ... [weiterlesen]
265.

Verfolgung, Verfolgungsjagd

... aben. Die Verfolgung ist wohl auch das Motiv, das wesentlich zur Herausbildung der Parallelmontage als einer Grundform der Montage beigetragen hat. Bis heute sind manche Verfolgungsjagden aktionale und visuelle Höhepunkte des Films (man denke an Bullitt, 1968, Peter Yates, oder an French Connection, 1971, William Friedkin). Als auslösende Momente können bis heute Konkurrenzkämpfe ebenso fungieren wie Rache und Jagd. Meist sind es Männer, die verfolgen, während Frauen überdurchschnittlich oft verfolgt werden (man denke an Charade, 1963, Stanley Donen, als prototypischen Fall). Manchmal umfasst das Motiv ganze Filme (wie Steven Spielbergs Duel, 1973, in dem ein Mann von einem Lastwagen verfolgt wird, oder Alfred Hitchcocks North by Northwest, 1958, in dem ein Mann ein Phantom jagt und seinerseits gejagt wird). Das Motiv steht in ... [weiterlesen]
266.

Mundpropaganda

... ort. Empfehlungen von Freunden und Bekannten gelten als zuverlässigste Quelle der Information über die Qualität eines Films. Empirische Untersuchungen zeigen, dass negative Urteile über eine höhere Glaubwürdigkeit verfügen als positive. Die Mundpropaganda kann so gesehen den Erfolg eines geglückten (das heißt den Anliegen und Bedürfnissen seines Publikums angemessenen) Films zwar nur unterstützten, den Misserfolg eines missglückten Films aber besiegeln. ... [weiterlesen]
267.

Videokassette

Anfänglich wurden Videosignale auf offenen Bändern mit Spulen aufgezeichnet (1", 2", Japan-Standard). Das war nicht sehr bedienfreundlich und setzte das Bandmaterial einer höheren Belastung und Verschmutzung aus. 1974 kam das VCR-System mit einer Videokassette auf den Markt, die automatisch in den Videorekorder eingefädelt wurde. Sie erlaubte eine Aufzeichnungsdauer von 34 Minuten. Wenig später kamen die Formate Betamax, VHS, ... [weiterlesen]
268.

low concept

... n Gegenstand erheblich komplizierter als der durchschnittliche Publikumsgeschmack ist und/oder dessen komplexe Erzählweise vor dem Hintergrund eingängiger Erfolgsbeispiele bereits durch das Einfordern höherer Aufmerksamkeits- und Verständnisleistungen als zwar ungewöhnlich und originell, jedoch auch als schwierig bzw. nur aufwendig vermittelbar angesehen wird. Ein als low concept angesehenes Filmprojekt, das weder vom Publikum unbeachtet bleiben, noch bei der Kritik völlig durchfallen will, bedarf daher zu seiner Realisierung bei aller finanziellen ‚Bescheidenheit‘ größerer kreativer Anstrengungen seitens seiner Macher als high-concept-Produktionen, denen wegen ihrer anderen Attraktionen narrative Ungereimtheiten und cineastische Fehler leichter nachgesehen werden. ... [weiterlesen]
269.

limelight

... osphärischen Konnotationen des Ausdrucks zielte – nicht als erster und auch nicht als letzter – Charles Chaplin als Regisseur bei der Titelgebung zu seinem Films Limelight (USA 1952), in dem er Höhen und Tiefen im Lebens eines beinahe abgeschriebenen Komödianten beschreibt, der durch eine neue Liebe noch einmal zu künstlerischer Kraft zurück findet. Literatur: Bowers, Brian: Lengthening the day: a history of lighting technology. Oxford / New York: Oxford University Press 1998, S. 57-60. – Held, McDonald Watkins: A history of stage lighting in the United States in the nineteenth century. Diss., Evanston, IL: Northwestern University 1955 [Ann Arbor: University Microfilms 1955]. ... [weiterlesen]
270.

Vampire im Film / Vampirfilm

... n Spielfilm Dracula (USA 1931) von Tod Browning erschien.Spätestens mit Brownings Film begann die filmwirtschaftliche Exploration des Vampir-Genres, die bis heute hunderte Beiträge hervorgebracht hat. Höhepunkte in der Geschichte des Vampirfilms bilden Terence Fishers Dracula (Großbritannien 1957) als einer der ersten farbigen Horror- und Splatterfilme, Werner Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht (BRD 1979), eine Hommage an Murnau und Remake seines Films, Francis Ford Coppolas Bram Stoker’s Dracula (USA 1992), in dem der Versuch unternommen wird, Stokers Roman erstmals vollständig filmisch zu adaptieren und der ein stilbildendes Werk postmodernen Kinos darstellt, und E. Elias Merhiges Shadow of the Vampire (USA 2000), der eine fiktive Geschichte von den Dreharbeiten zu Murnaus Nosferatu erzählt und dabei die film- und kulturhistorischen Diskurse dieser Zeit reflektiert.Literatur: Waltje, Jörg: Blood Obsession. Vampires, Serial Murder and the Popular Imagination. New York [...]: Peter Lang 2005. – Dorn, Margit: Vampirfilme und ihre sozialen Funktionen. Ein Beitrag zur Genregeschichte. Frankfurt[...]: Peter Lang 1994. - Klewer, Detlef: Die Kinder der Nacht. Vampire in Film und Literatur. Frankfurt [...]: Lang 2007. - Pirie, David: Vampir Filmkult. Internationale Geschichte des Vampirfilms vom Stummfilm bis zum modernen Sex-Vampir. Gütersloh: Prisma 1977. – Silver, Alain / Ursini, James: The Vampire Film. From Nosferatu to Bram Stoker's Dracula. London: Limelight 1976.  ... [weiterlesen]
271.

CGI Blockbuster

... elfilme mittels computeranimierter Akteure hergestellt werden.Längst nicht alle CGI-unterstützten Filme erreichen trotz aller technischen Finesse und dramaturgischen Geschicklichkeit den (ständig höhere und vor allem schnellere Einspielergebnisse, nunmehr jenseits von 200 Mio. US- $ fordernden) Status von Blockbustern. Einige, die als solche gelten, sind: Terminator 2: Judgement Day (1991), Jurassic Park (1993), Independence Day (1996), Titanic (1997), The Matrix (1999), die späteren Produkte des Star Wars-Zyklus, Shrek (2001), die Trilogie The Lord of the Rings (2001-2003).   ... [weiterlesen]
272.

Event-Movie

... er (Blockbuster, High Concept) und antizipiert bewusst die Auseinandersetzung des Zuschauers mit den Inhalten der Filme. Diese Inhalte sind meist, um die Anschlussfähigkeit an die Alltagskommunikation zu erhöhen, schon vor dem Start Bestandteil der Populärkultur (Buch-, Computerspiel- und Comicverfilmungen, Sequels). Basierend auf solchen bereits etablierten Elementen werden Event-Movies mit hohem Marketingaufwand gestartet. Die Auswertung zielt darauf ab, verschiedene Zielgruppen ins Kino zu locken. Die Vermarktung im lukrativen Bereich des Home Entertainment wird zentraler Bestandteil des Event Movies, um die hohen Investitionen in Produktion und Marketing zu decken. Filmreihen wie Star Wars, Lord of the Rings, Spider-Man oder Harry Potter stellen Beispiele für erfolgreiche Event-Movies dar.Literatur: Blanchet, Robert: Blockbuster. Ästhetik, Ökonomie und Geschichte des ... [weiterlesen]
273.

Eurimages

... stens drei (gelegentlich auch nur zwei) Mitgliedsländern zustande kommen und für eine Kinoauswertung vorgesehen sind. Die Eurimages-Mittel dürfen 15% der Gesamtproduktionskosten und die nominelle Höhe von 700.000 € nicht übersteigen. Außerdem werden gelegentlich Exportmaßnahmen europäischer Filme in Nicht-Eurimages-Länder subventioniert. Eurimages beteiligt sich in Form von Darlehen, die – abhängig von den Umsätzen an der Kinokasse – rückgezahlt werden müssen. Die Mittel des Fonds werden aus jährlichen Pflichtbeiträgen der Mitgliedsländer bereitgestellt. Von 1989 bis 2004 wurden 980 Produktionen mit über 280 Millionen € gefördert.Nähere Informationen: http://www.coe.int/T/E/Cultural_Co-operation/Eurimages/. ... [weiterlesen]
274.

uncut version

auch: unrated versionIn Ländern, in denen eine Zensur sexueller, gewaltdarstellender oder anderer inkriminierter und tabuverletzender Filminhalte stattfindet, etabliert sich häufig ein alternativer Markt für ungekürzte Fassungen. Dies geschieht entweder unter Einhaltung oder unter Umgehung der Gesetzeslage. So können ungekürzte Fassungen mit einer höheren Altersfreigabe auf den Markt gelangen, was jedoch häufig ... [weiterlesen]
275.

Stationendrama

auch: Stationenstück; engl.: stationary dramaDas Stationendrama wird meist dem epischen Theater zugerechnet, weil es auf die akteweise Entwicklung eines Konflikts auf einen Höhepunkt hin verzichtet, stattdessen Einzelszenen aneinanderreiht, die das soziale Milieu der Handlung beschreiben und exemplifizieren. Oft ist das narrativ dominierte Handlungskontinuum, in dem eine Szene die folgende anstößt, durch eine viel offenere, nicht ... [weiterlesen]
276.

Katastasis

griech. = Zustand, Aufstellung; ursprüngl. von kathistanai = in einen Zustand hineingeraten Katastasis nennt sich einerseits die Aufstellung aller Faktoren, die einen Konflikt ausmachen und die in die Katastrophe münden; andererseits versteht man darunter den scheinbare Ruhezustand bzw. die scheinbare Lösung einer dramatischen Handlung auf dem Höhepunkt der Verwicklung. Es handelt sich aber nur um die Ruhe vor dem Sturm. Der schei ... [weiterlesen]
277.

Psychoanalyse (als Sujet des Films)

... lytikerin – einer „Traumdetektivin“ – aufgeklärt hatte und der einer Popular-Psychoanalytik tief verbunden blieb. Mit Vertigo (1958) – einer Geschichte von Traumatisierung und Höhenangst –, Psycho (1960) – der Geschichte eines schizophrenen Mörders – und Marnie (1964) – der Geschichte einer Phobie, die durch kindliche Traumatisierung ausgelöst wurde – hat er wie kein zweiter Motive einer populären Psychoanalyse in diversen Genres des Kinos heimisch gemacht. Seitdem stößt man immer wieder insbesondere auf verdrängte Kindheitserlebnisse oder Schuldkomplexe, deren Aufarbeitung zu einer Befreiung vom krankmachenden Syndrom führt – zu den Beispielen gehören Il Diario di una Schizofrenica (1968, Nelo Risi), Peeping Tom (1959, Michael Powell) und selbst ein historischer Abenteuerfilm wie L‘Avventuriero (1967, Terence Young).Schon früh wurde auch eine gewisse Skepsis gegen die Psychoanalyse zum Gegenstand des Films. Man denke an Psychoanalytiker, die überflüssige und ratlose Therapien für die Reichen geben wie der Analytiker in Billy Wilders Emperor‘s Waltz (1948), der einen Pudel gegen Angstneurosen behandelt, die rastlos ihre Psychiater aufsuchenden Figuren aus den Filmen Woody Allens oder die trotz Psychoanalyse gelingenden Kommunikationen in Chantal Akermans Un Divan à New York (1996).Literatur: Ries, Paul: Popularise and/or be damned: psychoanalysis and film at the crossroads in 1925. In: International Journal of Psychoanalysis 76,4,1995, S. 759-791. – Shortland, Michael: Screen memories: Towards a history of psychiatry and psychoanalysis in the movies. In: British Journal of the History of Scien­ces 20, 1987, S. 421-462. – Wulff, Hans J.: Psychiatrie im Fil ... [weiterlesen]
278.

Hauptanimator

engl.: supervising animator, key animatorEin Hauptanimator überwacht unter Leitung des ihm vorgesetzten Chefanimators die Arbeit von Animatoren bei der Herstellung eines Zeichentrick-/Animationsfilms. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk vornehmlich auf den Höhepunkten in einer Zeichentrickfolge, die der Hauptanimator im Groben vorzeichnet, um die restliche Arbeit dem Zeichnerteam zu überlassen. ... [weiterlesen]
279.

Schlüsselszene

... und die daraus resultierende Verfolgung durch die Hüter der Ordnung.Schlüsselszenen im ersten Sinne haben narrative Bedeutung, stellen meist Wendepunkte der Handlung dar; solche des zweiten Typs sind Höhepunkte der Charakterisierung von Figuren, jene des dritten Typs Symbolisierungen, die auf tiefere und allgemeinere Bedeutungen hindeuten und die man deshalb „allegorische Schlüsselszenen“ nennen kann.  ... [weiterlesen]
280.

Rückstellung

engl. deferment = Aufschub; im Sonderfall auch: forbearance = StundungRückstellungen sind in der betriebswirtschaftlichen Kalkulation Bilanzposten, die auf ein „erwartetes Kapital“ ausgerichtet sind. Insbesondere fallen Verbindlichkeiten darunter, die erst dann fällig werden, wenn Einnahmen in entsprechender Höhe vorliegen. Gerade bei Low-Budget-Produktionen werden Lohnkosten, oft auch Leihmieten für Geräte nicht ... [weiterlesen]
281.

Aleatorischer Film / aleatorische Technik

... entarfilmer (wie etwa Frederick Wiseman) haben sich bei Film- und Tonaufnahmen aleatorischer Techniken konzeptuell bedient, um den Eindruck von Realität, Echtheit, Authentizität und Improvisation zu erhöhen. Bei Spielfilmen kann ein derartiges Vorgehen den – nicht immer korrekten – Eindruck erwecken, als sei ohne Drehbuch gearbeitet worden (wie manchmal auf Robert Altmans Vielpersonenfilm A Wedding, 1978, oder auf Filme wie John Cassavetes‘ wie improvisiert wirkenden Husbands, 1970, hingewiesen wird). Mit eigenartigen Formen „dokumentarischer Fiktion“ auf der Grundlage von aleatorischen Zitations-Montagen experimentierten seit den späten 1960er Jahren Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, in deren Filmen musikalische Kompositionsformen ohnehin eine große Rolle spielen. Literatur: Brady, Martin: 'Du Tag, wann wirst du sein...': quotation, emancipation and dissonance in Straub/Huillet's Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter. In: German Life and Letters 53,3, 2000, S. 281-302.  ... [weiterlesen]
282.

feature film

... k der französischen und italienischen Produktion auf fünf und mehr Rollen an (à ca. 14 Minuten Vorführzeit).(2) In der Double-Feature-Zeit des Tonfilms war der feature film der A-Film, mit höherem Budget, berühmten Stars, längerer Laufzeit und größerem Werbeaufwand. Der billigere B-Film wurde dementsprechend als co-feature bezeichnet.(3) Heute wird der Begriff auf alle Langfilme angewendet, die im Kino laufen. ... [weiterlesen]
283.

change blindness

... bsuchen, bevor die Aufmerksamkeit wieder das – nunmehr veränderte – Objekt fokussieren kann. Durch entsprechendes Training lässt sich die Aufmerksamkeit für derartige Störungen erhöhen, so dass dann auch bis zu einem gewissen Grad Veränderungen und Übergänge als solche erkannt werden können. Aus dem Vorkommen von change blindness lässt sich der Schluss ziehen, dass wir weniger in unserer visuellen Umwelt bewusst wahrnehmen als wir denken. Literatur: O’Regan, J. Kevin: Thoughts on change blindness. In: Jenkins, Michael / Harris, Laurence (eds.): Vision and attention. New York: Springer 2001, S. 281-302. – Simons, Daniel J. (ed.): Change blindness and visual memory. In: Visual Cognition 7,1-3, 2000 [Themenheft].  ... [weiterlesen]
284.

churro / churro cinematográfico

von mexikan.-span.: churro, einer Art frittierten Spritzgebäcks, übertragen dann: Murks, Quatsch; auch als Redewendung: etwas, das „weggeht wie die Semmeln“Bezeichnung für im Mexiko der 1950er und frühen 1960er Jahre mit geringen Budgets massenhaft hergestellte Unterhaltungsfilme ohne höheren künstlerischen Anspruch. Entspricht in seiner Bedeutungsfärbung weitgehend der engl.-amerikan. Bezeichnung quicki ... [weiterlesen]
285.

Bureka-Film

... in Filmen wie Sallah, 1964, Ephraim Kishon, oder Fortuna, 1966, Menachem Golan) und formulierten in kommerziell sehr erfolgreichen Filmen erstmals Interessen auf Anerkennung ihrer kulturellen Traditionen. Einen Höhepunkt bildete Ani ohev otach Rosa (I Love You Rosa, 1972, Moshe Mizrahi), der eine ausgangs des 19. Jahrhunderts in Jerusalem spielende Geschichte um ein nur aus der sephardischen Kultur verstehbares Heiratsversprechen erzählt.Der Dokumentarfilm Forget Baghdad: Jews and Arabs – The Iraqi Connection (BRD/Schweiz 2002, Samir) thematisiert erstmals explizit die innere Auseinandersetzung um die kulturellen Rechte der Sepharden und Mizrahim in Israel, die einer jahrzehntelangen Diskriminierung ausgesetzt waren. ... [weiterlesen]
286.

Spacevision

auch: SpaceVisionIm Sommer 1954 stellte Robert V. Bernier ein 3D-Verfahren vor, das die beiden Teilbilder eines polarisierten Bildes auf der Größe eines einzigen Negativs darstellen sollte. Bernier nutzte dazu die Bildteilung des späteren TechniScope-Format: Die Gesamtbildfläche wird geteilt, das einzelne Bild nimmt nur die Höhe zweier Perforationslöcher ein und hat das CinemaScope-Seitenverhältnis von 2,35:1. Die ... [weiterlesen]
287.

Society of Operating Cameramen (SOC)

... „retired“); als aktive Mitglieder werden ausschließlich die operating cameramen geführt. Das Interesse der SOC ist darauf gerichtet, die handwerkliche Qualität der Kameraarbeit zu erhöhen. Seit 1991 gibt der Verband zweimal im Jahr die Zeitschrift The Operating Cameraman heraus.Literatur: http://www.soc.org. ... [weiterlesen]
288.

high school film

... iehung; Komik; Horror; Musik (Musicals, Rock’n’Roll-Filme mit ‚echten‘ Rockbands wie in Rock’n‘roll High School, 1979, Allan Arkush).Die High-School-Filme hatten einen ersten Höhepunkt in den USA der 1950er Jahren, allerdings mit Vorläufern, wie High School (1940, George Nichols Jr.). Sie waren vorwiegend als Exploitationsfilme angelegt und besaßen fast immer die Qualitäten von B-Filmen, wie z.B. Jack Arnolds High School Confidential! (Mit siebzehn am Abgrund, 1958). Eine weitere Massierung von Filmen dieser Art findet sich in den 1980er Jahren, insbesondere durch die Arbeit des Regisseurs und Produzenten John Hughes (z.B. [National Lampoon‘s] Class Reunion, 1982; Ferris Bueller‘s Day Off 1986).Eine speziell deutsche Entwicklung – an den Erfolg von Die Feuerzangenbowle (1944, Helmut Weiss) anzuknüpfen bemüht – waren die oft albern wirkenden Lümmel- und Pauker-Filme der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Seit den späten 1990er Jahren gibt es eine Neuauflage deutscher Gymnasial- und Abiturfilme (Schule, 2000, und Die Klasse von ’99, 2003, Marco Petry). Die Thematiken der Schulen-Filme setzen sich altersgemäß in den campus comedies, college movies und slacker comedies fort. Literatur: Doherty, Thomas Patrick: Teenagers and teenpics: the juvenilization of American movies in the 1950s. Boston: Unwin Hyman 1988 (Media and Popular Culture. 3.); rev. and exp. ed. Philadelphia: Temple Univ. Press 2002. ... [weiterlesen]
289.

psychedelischer Film: Filme

... s (USA 1980, Ken Russell) entstanden erst zu Zeiten der höchsten Popularität der Drogenkultur und der mit ihr verbundenen Techniken der Darstellung psychodelischer Bewusstseinserweiterung. Sie zeigten Höhen und Tiefen psychedelisch beeinflusster Lebensweisen und Gegenkulturen, während Produktionen wie die Beatles-Filme Magical Mystery Tour (Großbritannien 1967, The Beatles) oder Yellow Submarine (USA/Großbritannien 1968, George Dunning) eine gleichsam familienfreundliche Mainstream-Version von Psychedelia lieferten. ... [weiterlesen]
290.

Sinoscope

In dem TechniScope ähnelnden Verfahren werden Breitwandbilder auf die Bildhöhe von nur zwei Perforationslöchern belichtet. Allerdings wurde das Bild dabei anamorphotisch horizontal gestaucht. Bei der Ausbelichtung entsteht so wieder ein Bild im Vollformat. Das Verfahren wurde 1957 von der Hamburger Firma Kaiser-Film vorgestellt, spielte in der Praxis aber keine Rolle. ... [weiterlesen]
291.

StereoVision

... wieder zusammengefügt und ergeben ein Vollbild im Academy-Format (1,33:1). Eine Variante von StereoVision wurde 1970 von Todd-AO vorgestellt, bei der mittels modifizierter Todd-AO-Kameras auf eine Bildfeldhöhe von nur drei Perforationslöchern belichtet wurde, so dass bei der Entzerrung ein Bildformat von 1,85:1 zustande kommt.Einer der wenigen Filme, die in StereoVision gedreht wurden, ist The Stewardesses (USA 1969). Allerdings wurden einige Filme, die ursprünglich in NaturalVision gedreht worden waren, auf StereoVision umkopiert und ausgewertet (wie The House of Wax, USA 1953, Umkopierung 1971).  ... [weiterlesen]
292.

Breitwandformate

Jedes Format, dessen Seiten-Höhen-Verhältnis größer als 1:1,33 ist, wird Breitwandfilm genannt. Die Breitwandformate wurden in den 1950er Jahren entwickelt, als das Kino sich vom Fernsehen abzugrenzen suchte. Stereophonie, Bildgröße und -art, Farbigkeit des Bildes waren luxurierende Qualitäten des Kinos, die damals vom Fernsehen nicht realisiert werden konnten. Neben den beiden Breitwand-Standard-Formaten (amerika ... [weiterlesen]
293.

Sittenkomödie

... Verhaltens von Männern und Frauen zueinander unter dem Einfluss herrschender, weitgehend plakativ akzeptierter sozialer Codes und gesellschaftlicher Verhaltensweisen (‚Sitten‘) in mittleren und höheren sozialen Schichten auf ironische bis satirische Weise anhand exemplarischer Vorfälle und Ereignisse abgehandelt wird. Ähnlich wie die romantic comedy sucht dieser Typ der Komödie ihren Gegenstand mit Eleganz und leichtfüßiger Eloquenz vorzustellen, wie die aggressivere screwball comedy setzt sie auf geschliffenen, balancierten Schlagabtausch voller Ironie und – auch schwarzem – Humor, Zynismus und Sarkasmus. Die Sittenkomödie steht nah an Karikierung und satirischen Überzeichnung charakterlicher Besonderheiten und Unzulänglichkeiten im gesellschaftlichen Umfeld, beim Versuch etwa, soziales Ansehen zu steigern, oder bei der Profilierung im ‚Geschlechterkampf‘.Beispiele für unterschiedlich realisierte filmische comedies of manner sind der Stummfilm Un Chapeau de Paille d‘Italie (D ... [weiterlesen]
294.

Gestalt: Gestaltpsychologie

... uml;ndige Einheiten aufgefasst. Hinzu kommt, dass die Gestaltqualität nicht an die besondere Realisierung und ihre Reizwerte gebunden ist; eine Melodie bleibt auch dann erhalten, wenn sie in eine andere Tonhöhe, auf ein anderes Instrument etc. übertragen wird – Gestalten sind also transponierbar.Die bekanntesten Gestaltgesetze sind das Gesetz der guten Gestalt, das Gestalt der Geschlossenheit, das Gesetz der Gleichartigkeit, das Gesetz der Nähe, das Gesetz der guten Kurve und das Gesetz der Symmetrie. Diese Gesetze verantworten, dass isolierte Reize immer zu Konstellationen zusammengeschlossen und eben als zusammenhängende Gestalten wahrgenommen werden. Am schärfsten wurde die Auffassung, dass die Gestalten zur physiologischen Organisation der Wahrnehmung gehörten, von der „Berliner Schule“ um Max Wertheimer vertreten (Wertheimer hatte 1912 auch die Bezeichnung „Gestaltpsychologie“ aus der Taufe gehoben). Durch Rudolf Arnheim gelangten Theoreme und Ansichten der Gestaltpsychologie, die selbst schon früh mit filmischem Stimulus-Material experimentiert hatte, in die Filmtheorie hinein. Literatur: Ehrenfels, Christian von: Über Gestaltqualitäten. In: Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Philosophie 14,3, 1890, S. 242-292. – Metzger, Wolfgang: Gesetze des Sehens. 2. Aufl. Frankfurt: Waldemar Kramer 1975. – Metzger, Wolfgang: Gestalt-Psychologie: Ausgewählte Werke aus den Jahren 1950-1982. Hrsg. und eingeleitet von Michael Stadler u. Heinrich Crabus. Frankfurt: Waldemar Kramer 1986. ... [weiterlesen]
295.

Luftaufnahmen

... eug, Helikopter, Zeppelin, Ballon; ein Sonderfall sind Aufnahmen, die während des Fallschirmabsprungs gemacht werden).Luftaufnahmen werden dann nötig, wenn man ein Geschehen aus großer Weite und Höhe zeigen will, um Distanz herzustellen oder eine intensive Verbindung des Geschehens zum Umgebungsraum herstellen will, aber auch, um ein weites Panorama der Handlung einzufangen. Zwar können oft auch Kräne eingesetzt werden, doch erweitern Luftaufnahmen den Handlungsraum enorm. Erinnert sei an den Anfang von West Side Story (1961), der nahezu das ganze Viertel als räumlich-sozialen Horizont der Geschichte etabliert.Schon in den 1910er Jahren begann man in Hollywood – wohl auch befördert durch die Popularität der Luftkämpfer des 1. Weltkriegs –, nicht nur Fliegerfilme zu drehen, sondern auch Kameras auf und in Flugzeugen zu montieren und die Bewegung des Fliegens auch kinematographisch zu repräsentieren. Paul Mantz, der die Flugaufnahmen in dem Film Test Pilot (1938) koordinierte, wurde zu einem der ersten Luftaufnahmen-Spezialisten. 1957 wurden die ersten Hubschrauber für Luftaufnahmen eingesetzt.Literatur: Lange, Heinz-Joachim: Die Verwendung von Luftfahrzeugen zur Herstellung von Luftaufnahmen bei der Produktion von Kino- und Fernsehfilmen unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes von Hubschraubern. Dipl.-Arb. [Potsdam: HFF, F ... [weiterlesen]
296.

Hubschrauberaufnahmen

engl.: helicopter cinematographySonderfall der Luftaufnahme. Ähnlich wie die Luftaufnahme kann auch die Hubschrauberaufnahme ein Geschehen aus großer Entfernung und Höhe zeigen. Darüber hinaus gestattet die Wendigkeit des Hubschraubers in der Luft, insbesondere bei Action-Aufnahmen, bei Verfolgungsfahrten oder auch bei Kriegshandlungen atemberaubende Bewegungen in der Luft (die noch kombinierbar sind mit Bewegungen der Kamera) du ... [weiterlesen]
297.

Timecode

... am letzten Bild anschneidet. Gleichfalls nehmen es Schnittsteuerungen übel, wenn die zu schneidende Einstellung über den Timecode 00:00:00:00 läuft, denn dann hat der Anfang der Einstellung einer höheren Timecode als das Ende.Für den Timecode gibt es verschiedene Aufzeichnungsformate: (1) VITC (= Vertical Interval Timecode) wird ins Videosignal geschrieben und kann daher nur gleichzeitig mit diesem aufgezeichnet werden. (2) LTC (= Longitudinal Timecode) wird wie eine Tonspur längs auf das Band geschrieben. (Er ist auch hörbar, wenn der LTC-Ausgang an einen Verstärker angeschlossen wird.) Der LTC kann unabhängig von einer Bildaufnahme aufgezeichnet werden. (3) User-Bit kann unabhängig von VITC und LTC eingestellt werden. Damit kann der Aufnahme eine Signatur gegeben oder zusätzlich zum Timecode die aktuelle Uhrzeit aufgezeichnet werden. (4) RCTC (= Rewritable Consumer Timecode) ist ein semiprofessionelles Format, das bei den Formaten Video8 und Hi8 Verwendung findet und in die Lücke der Schrägspurabschnitte zwischen Videosignal und PCM-Ton aufgezeichnet wird. (5) RAPID Timecode ist ein Timecode für das VHS Format, der nur von speziell modifizierten Recordern g ... [weiterlesen]
298.

Ultra-Semiscope (2,35:1)

auch: Ultra Semi-Scope; U.S. Scope1964 stellte Toyo Koki in Japan ein – TechniScope ähnelndes – Verfahren vor, das Breitbilder (Seitenverhältnis: 2,35:1) herstellte, auf die anamorphotische Kompression aber verzichtete: Das Bild wurde in der Höhe von zwei Perforationslöchern belichtet und auch projiziert. Das Verfahren war nur in Japan und Ägypten (unter dem Namen ArabiScope) verbreitet.  ... [weiterlesen]
299.

binokulares Sehen / monokulares Sehen

... e Informationen für eine räumliche Interpretation erhält. Jedoch ist das Unterscheidungsvermögen beim binokularen Sehen – abgesehen vom biologischen Sicherheitsaspekt – erheblich höher.Die übliche Kamera mit einem Objektiv – es gibt auch Stereokameras – funktioniert wie ein monokulares Auge. Sie liefert Bilder, bei denen die räumliche Repräsentation des tatsächlich zweidimensionalen Abbildes vom Gehirn aus strukturellen Erwartungen und erlerntem Umgang mit den Hinweisreizen errechnet wird.Literatur: Julesz, Bela: Foundations of cyclopean perception. Chicago [u.a.] : Univ. of Chicago Press 1971. – Kögel, Gustav: Der plastische Film. Die Gestaltung des ebenen Bildes für die plastische Wahrnehmung insbesondere in Bezug auf die kinematographische Lichtbildvorführung. Stuttgart: Franckh 1934Wahrnehmung. Vom visuellen Reiz zum Sehen und Erkennen.Heidelberg/Berlin: Spektrum 1998, S. 45-74. ... [weiterlesen]
300.

Multi-Angle

... olt werden können, werden sie mit mehreren Kameras gleichzeitig gedreht; dieses Material wird im Schnitt manchmal multiangular eingesetzt, um die Zeit zu dehnen und die Intensität der Darstellung zu erhöhen. Oft wird dem Zuschauer eine das Geschehen umkreisende Position zugeordnet, was zu den Exzessformen gerechnet werden kann. ... [weiterlesen]
301.

Pennälerfilm

benachbart zu: Lümmelfilm; Paukerfilm; von lat. penna = „Feder“ über Penne (schülersprachlich für „Schule“). Der Ausdruck Pennäler bezeichnet Schüler einer höheren Lehranstalt, z.B. eines Gymnasiums; er findet sich heute eher selten und dann mit leicht verächtlichem UntertonPennälerfilme sind Filme über Schule, Schüler, Lehrer und ihr oft konfliktgeladenes Zusammenleben, d ... [weiterlesen]
302.

Zombiefilm

... lme) und italienischen (zahlreiche Zombie-Filme von Lucio Fulci, Aristide Massaccesi [d.i. Joe d‘Amato] u.a.) Horrorfilm bedient wurde und ab Mitte der 1980er Jahre auch in den USA reüssierte. Seinen Höhepunkt hatte der moderne Zombiefilm mit dem Erscheinen der Romero-Sequels Dawn of the Dead (1979) und Day of the Dead (1985). Heute findet sich das Motiv in oft selbstreflexiver Form in Filmen und Remakes wie 28 Days later (Großbritannien 2002), Resident Evil (USA 2002) oder Dawn of the Dead (USA 2003).Literatur: Black, Andy: The Dead walk. Hereford: Noir Publ. 2000. – Dendle, Peter: The Zombie Movie Encyclopedia. Jefferson, NC: McFarland 2001. – Keßler, Christian: Das wilde Auge. Ein Streifzug durch den italienischen Horrorfilm. Meitingen: Corian 1997. – Hofmann, Frank: Moderne Horrorfilme. 2. Aufl. Rüsselsheim: Hofmann 1994. ... [weiterlesen]
303.

Abbaukosten

engl.: striking costsWenn ein Set, der für die Zwecke der Aufnahme umgestaltet oder umgebaut wurde, nach den Dreharbeiten in den ursprünglichen Zustand versetzt werden soll, spricht man von „Abbaukosten“. Wird in natürlichen Settings gedreht, fallen vor allem Kosten für Reparaturen und Reinigung an; deutlich höhere Abbaukosten entstehen im Studio, weil hier manchmal ganze Dekorationen abgerissen und entsorgt werde ... [weiterlesen]
304.

Gain-Faktor

auch: Leuchtdichtefaktor; von engl. gain = Vorteil, Verbesserung, VerstärkungAbhängig von der gewählten Tuchsorte von Leinwänden wird das Licht verschieden stark reflektiert. Der Gain-Faktor misst das Reflektionsverhalten von Leinwänden. Je höher die Leuchtdichte einer Leinwand oder Lichtbildwand ist, desto stärker reflektiert sie das Licht. Mit steigendem Reflektionsmaß nimmt allerdings der Sichtwinkel der Le ... [weiterlesen]
305.

Auflösung: Bildqualität

Der Begriff bezieht sich auf die Bildqualität des Filmmaterials – auf ihre Fähigkeit, wie scharf, grob oder feinkörnig die fotografische Emulsion das Bild wiedergibt. „Langsames“ Filmmaterial, das zur Belichtung sehr viel mehr Licht verlangt, hat ein viel höheres Auflösungsvermögen als „schnelles“ Filmmaterial, das unter schlechten Lichtverhältnissen noch ein Bild reproduzieren kann. El ... [weiterlesen]
306.

Cinch-Stecker

... er Dolby® Surround) nach der S/PDIF- oder SPDIF-Norm genutzt (Akronym aus: Sony/Philipps Digital Interface), sind dann üblicherweise schwarz markiert und bei CD/DVD-Geräten, Surround-Receivern und höherwertigen Soundkarten vorzufinden.Gelbe Cinch-Stecker oder Buchsen sind für die Video-Composite-Signale gedacht (auch als Video oder Composite-Verbindung bezeichnet). Im Gegensatz zum Antennen- oder Koaxialstecker wird hier kein Audiosignal mitübermittelt.Die Vorteile des Cinchsteckers haben zu seiner weiten Verbreitung beigetragen: Cinch-Kabel sind einfach und somit günstig zu fertigen, die Kontaktsicherheit ist wegen der relativ großen Fläche sehr groß; außerdem ist durch den Steckerabstand die Gefahr geringer, dass sich die Signale gegenseitig stören (das sogenannte Übersprechen). ... [weiterlesen]
307.

Roadshow

auch: road show(1) Als roadshow wird eine Auswertungsform von Hollywood-A-Filmen und Blockbustern bezeichnet, die sich auf wenige Kinos in großen Städten konzentriert. Roadshow-Veranstaltungen finden einzelfall-artig statt, nicht als dauernde Angebote; die Eintrittspreise sind höher, meistens wird mit Vorbestellungen und Platzkarten gearbeitet (darum auch die eher abfällige Rede vom reserved-seater). Das Prestige der Theater-Auff ... [weiterlesen]
308.

major promotion / minor promotion

Vor allem im Radio unterscheidet man zwei Arten der Werbeaktion: Eine Major-Promotion hat eine Mindestlänge von vier Wochen und verfolgt das strategische Ziel, die Verweildauer von Hörern zu erhöhen, den Hörerkreis zu vergrößern, Hörer zum Bleiben zu veranlassen. Derartige Maßnahmen werden durch alle Sendeformen hindurch in der gesamten Sendezeit unterstützt. Meist wird Major-Promotion durch Off-Air-Ma&s ... [weiterlesen]
309.

Cinéorama

... e als Ballongondel ausgestaltete Zuschauerplattform für 200 Personen. Um die Illusion noch zu verstärken, schwebte darüber der untere Teil einer Ballonhülle. Die 10 Leinwände von gut 9m Höhe waren an der Außenwand der Rotunde befestigt. Die Masse des Cinéoramas lassen den Schluss zu, dass Grimoin Sanson darauf spekulierte, seine Erfindung in bestehende Panoramarotunden einbauen zu können.In seiner 1926 erschienenen Autobiografie behauptet Grimoin Sanson , dass die Premiere des Cinéoramas am 8.5.1900 vor einem begeisterten Publikum stattgefunden habe – nach nur 4 Tagen seien die Vorführungen aber nach einem Unfall in der Vorführkabine behördlich verboten worden. Die neuere Forschung zweifelt an dieser Version, fehlen doch sowohl in den vielfältigen Pressenotizen Anfang Mai wie auch im offiziellen Abschlussbericht der Weltausstellung konkrete Hinweise auf Cinéorama-Vorführungen.   ... [weiterlesen]
310.

Film-Fernseh-Koproduktion

... Jahren auch einige privatrechtliche Programmanbieter beigetreten sind, haben sich die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Anstalten bereit erklärt, ihren Anteil um jährlich 11,2 Mio. Euro zu erhöhen. Auch die privatrechtlichen Anbieter wollen ihren Beitrag steigern. Im Gegenzug erhalten sie dafür bei den von ihnen geförderten Filmen die Fernsehrechte. Literatur: Blaney, Martin: Symbiosis or confrontation? The relationship between the film industry and television in the Federal Republic of Germany from 1950 to 1985. Berlin: Ed. Sigma 1992. – Blaney, Martin: The Development of Film/Television Relations in the Federal Republic of Germany: A Bibliography. In: Film Theory 21-23, 1988, S. 9-130. – Hickethier, Knut: Die Zugewinngemeinschaft. Zum Verhältnis von Film und Fernsehen in den sechziger und siebziger Jahren. In: Abschied von Gestern. Bundesdeutscher Film der sechziger und siebziger Jahre. Hrsg. v. Hilmar Hoffmann u. Walter Schobert. Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1991, S. 190-211.  ... [weiterlesen]
311.

Univision

manchmal auch: UnivisiumUnivision ist ein 35mm-Verfahren, das der Kameramann Vittorio Storaro seit Mitte der 1990er Jahre propagiert hat (unterstützt von Firmen wie Technovision, Technicolor, Sony Classics). Dabei wird ein Bild in der Höhe von drei Perforationslöchern im Format 2:1 belichtet, das die Formatanforderungen des Kinos (2:1, 1,85:1, 1,66:1) wie die des Fernsehens (1,78:1, 1,33:1) abdeckt. Die Vorzüge: 25% weniger Verbra ... [weiterlesen]
312.

große Szene

Die „große Szene“ war im Theater des 19. Jahrhunderts das Kernstück unzähliger Theaterstücke und ein Publikumsmagnet ersten Ranges. Oft ein Höhepunkt der emotionalen Erregung des Dramas, wurde von den (weiblichen) Darstellern erwartet, dass sie in unmäßigem Zorn außer sich gerieten. Die Darstellung weiblichen Furors gerät seit der französischen Revolution ins Zentrum eines melodramatisc ... [weiterlesen]
313.

Dreiakter / Dreiaktstruktur

... tstruktur als komprimierte Form des in den normativen Dramaturgien des 19. Jahrhunderts beschriebenen Fünfakters verstanden: Protasis (Einleitung, Exposition), Epitasis (Verwicklung, steigende Handlung mit Höhepunkt und Peripetie) und Katastrophe oder Lösung - etwa entsprechend dem kanonischen Geschichtenformat „Exposition, Konfrontation, Auflösung“ oder Hegels Denkschema von These, Antithese und Synthese. Die manifeste Handlung (plot) wird – in Anlehnung an die geschlossene Form des Dramas – als figurenzentrierte, kausallogische Konfliktstruktur verstanden, die sich in klar unterscheidbare Sinnabschnitte (Akte) gliedert; die einzelnen Aktivitäten des oder der Protagonisten definieren sich als Problemlösungsversuche im Hinblick auf die Bewältigung des Makrokonflikts und/oder das Erreichen eines Handlungsziels. Jeder Akt ist textsequentiell wie dramaturgisch und inhaltlich als geschlossene k ... [weiterlesen]
314.

Prestige-Film

Als „Prestige-Filme“ werden gelegentlich Filme bezeichnet, durch die sich ein Studio auszeichnet und die gewissermaßen die Glanzstücke der Produktion sind. Sie dienen dazu, die öffentliche Reputation der Studios zu erhöhen und ihre ökonomische und insbesondere kulturelle Bedeutsamkeit zu unterstreichen. Citizen Kane (1940) war für die RKO-Studios ein solcher Film, A Midsummer Night's Dream (1935) einer f&uum ... [weiterlesen]