Suchergebnisse für die Suche nach: höhepunkt



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Höhepunkt I: Erlebensform

Höhepunkt meint den Punkt der höchsten Intensität, den Kulminationspunkt. Ganz im Sinne der allgemeinen Bedeutung von Höhepunkt wird das Filmerleben durch ein intensivstes Höhepunkt-Ereignis abgeschlossen. Es ist sicher kein Zufall, dass auch der Orgasmus als Höhepunkt bezeichnet wird. ... [weiterlesen]
2.

Höhepunkt II: narratologische Auffassung

Der Höhepunkt ist dann erreicht, wenn Prot- und Antagonist gezwungen sind zu handeln. Der Höhepunkt ist hier der Moment der Entscheidung, den zentralen Konflikt auszutragen. Die Entscheidung, die in der Höhepunkts-Szene gefällt wird, ist eine Alles-oder-nichts-Entscheidung. In High Noon (1952) ist der ... [weiterlesen]
3.

Pyramidenschema

Gustav Freytags Dramaturgie (Die Technik des Dramas, 1863) gilt als Zusammenfassung der Gebrauchsdramaturgien des 19. Jahrhunderts und als nach wie vor gültiger Ausgangspunkt der Drehbuch-Dramaturgien. Er beschrieb die ideale Dramenstruktur als „pyramidalen Bau“: Der erste Teil der Handlung wird „aufsteigend“ genannt, er mündet in einen Höhepunkt, der den zweiten „absteigenden“ Teil der Handlung er&o ... [weiterlesen]
4.

buildup

manchmal auch: lead-inEher umgangssprachliche Bezeichnung für die Beschleunigungsphase des Films vor dem Höhepunkt der Erzählung: die Handlung wird beschleunigt, die Geschwindigkeit, in der das Geschehen fortschreitet, steigt ebenso wie die Intensität der Auseinandersetzung, der Spannung und des Konfliktes, die Musik dramatisiert und steuert mit einem Crescendo auf den Höhepunkt z ... [weiterlesen]
5.

Caper-Movie

Das big caper ist ein „großes Ding“, ein komplizierter Einbruch oder Raub, der zum Mittelpunkt eines Krimis wird. Der Einbruch ist meist die zentrale Szene des Films, er ist Spannungshöhepunkt und dramatisches Zentrum. Oft sind die Mitglieder der Gruppe, die das big caper ausführt, individuell sehr unterschiedliche Spezialisten, die erst unter der Anspannung des Coups ihre Leistungsh& ... [weiterlesen]
6.

Italowestern

... vornherein zu. Die Filmmusik vieler Italo-Western stammt von Ennio Morricone, der mit seinen Filmmusiken entscheidend zur spezifischen Ästhetik des Italo-Western beitrug. Der Italo-Western erreicht seinen Höhepunkt in Leones Once Upon a Time in the West (Spiel mir das Lied vom Tod, 1968) und Corbuccis Il grande silenzio (Leichen pflastern seinen Weg, 1969). Die neuen, jungen und doch gebrochenen Helden des Italo-Western markierten bereits den Umschlag des Italo-Western zur Komödie und zur Parodie, die E.B. Clucher (d.i. Enzo Barboni) in seinen Filmen mit Terence Hill und Bud Spencer zu einem ersten Höhepunkt brachte (Lo chiamavano Trinità / Die rechte und linke Hand des Teufels, 1970, Continuavano a chiamarlo Trinità / Vier Fäuste für ein Hallelujah, 1971), in denen der Helden- und Männlichkeitskult des Genres parodiert wird. Höhepunkt dieser Entwicklung zur Western-Parodie ist Tonino Valeriis nach Leones Drehbuch gedrehte Western-Parodie Il mio nome è Nessuno (Mein Name ist Nobody, 1973), in dem Ernst und Satire aufeinandertreffen, wobei Terence Hill das neue parodistische Genre, Henry Fonda die Welt des klassischen Westerns vertritt.Literatur: Baumgarten, Oliver: Um sie weht der Hauch des Todes : der Italowestern – die Geschichte eines Genres. 2., erw. Aufl. Bochum: Schnitt-Verlag 1999. – Bruckner, Ulrich P.: Für ein paar Leichen mehr. Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute. Berlin: Schwarzkopf und Schwarzkopf 2002. – de España, Rafael: Breve historia del Western mediterráneo. La recreación europea de un mito americano. Barcelona: Glâenat 2002. – Hughes, Howard: Once upon a ... [weiterlesen]
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Antiklimax

von griech.: klimax = Leiter, übertragen: Steigerung; engl.: anticlimaxWenn die Erwartung des Zuschauers, dass ein Geschehen auf einen Höhepunkt zusteuere – sei es, dass die Gefahr für den Helden äußerst bedrohlich wird, sei es, dass die glückliche Lösung unmittelbar bevorsteht –, der sich dann aber nicht ergibt, nennt man die Strategie, mit der der erwartete und wahrscheinliche weiterlesen]
8.

Cliffhanger

... der Zuschauer animiert werden, zur nächsten Folge wieder einzuschalten. Heute ist die Strategie des Cliffhangers vor allem in den seriellen Formaten des Fernsehens verbreitet – als unaufgelöster Höhepunkt am Ende der Episode oder als Zwischenhöhepunkt vor dem Werbeblock. Literatur: Jurga, Martin: Der Cliffhanger. Formen, Funktionen und Verwendungsweisen eines seriellen Inszenierungsbausteins. In: Inszenierungsgesellschaft. Hrsg. v. Herbert Willems u. Martin Jurga. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1998, S. 471-488. 
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9.

tag

manchmal auch: tag sceneOft synonym mit dem französischen dénouement oder dem deutschen Auflösung gebraucht, bezeichnet tag oft die Szene nach dem Höhepunkt, in der die Fäden der Handlung zusammengeführt werden, in der sich das happy ending ankündigt oder auch der Höhepunkt ironisch oder sarkastisch gebrochen wird. Oft auch nur im Sinne einer abschließenden ... [weiterlesen]
10.

Klimax

engl. climax(1) Traditionellerweise wird der Höhepunkt des Spiels, an dem alle Fäden der Handlung zusammenkommen und der unmittelbar vor der Auflösung (dem dénouement) der Intrige steht, Klimax genannt. Sie bezeichnet sowohl den emotional intensivsten Punkt der Rezeption wie auch den entscheidenden letzten Wendepunkt der Geschichte. Die Klimax steht am Ende einer Krise (buildup), wird durch eine Erhöhung des Tempos und eine ... [weiterlesen]
11.

money shot

(1) Filmische Repräsentation der Spannungslösung beim sexuellen Höhepunkt: Ursprünglich euphemistisch-vornehme, in der Sexindustrie verwendete Variante für den Ausdruck cum shot (bzw. come shot), mit dem Nahaufnahmen von Orgasmen und das Verspritzen von Sperma im Pornofilm gemeint sind. Zuerst von Steven Ziplow in The film maker's guide to pornography (New York 1977) terminologisch erfasst. Da nach vorherrschender Meinung der ... [weiterlesen]
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Merton Park Studios

... hrend des Krieges waren die Studios sogar die Exil-Adresse von Radio Luxemburg. Hier entstanden nach Informationsfilmen während der Kriegszeit vor allem in den 1950ern bis 1967 mehr als 130 Spielfilme (der Höhepunkt der Produktivität lag Anfang der 1960er mit 13 Filmen 1961 und je 12 Filmen in den drei folgenden Jahren). Merton Park war ein Studio der Low-Budget-Filme; darum lag es nahe, dass seit den 1950ern zunehmend Fernsehproduktionen im Studio realisiert wurden. Außenaufnahmen fanden in unmittelbarer Nachbarschaft statt – viele der Filme waren Krimis, in denen sich eine Verfolgungsjagd einen nahegelegenen Hügel hinauf oder hinab findet, die zugleich die landschaftlichen Schönheiten des Themse-Tals zeigt. Stars waren beim Studio nicht unter Vertrag. Aber da die Produktionszeiten sehr kurz waren (für einen Film ca. 14 ... [weiterlesen]
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Kangaroo-Western

... en Nationaldichters Banjo Petersen. 1890 verfasst handelt es von den besonderen Reitfähigkeiten des Titelhelden auf der Jagd nach einem wilden Pferd – der Film inszeniert sie als abschließenden Höhepunkt einer melodramatischen Geschichte, die von einem jungen Mann handelt, der sich auf einer Ranch bewähren muss, um die Tochter des Besitzers der Ranch (gespielt von Kirk Douglas) für sich zu gewinnen. 1998 entstand mit Return to Snowy River ein von Disney koproduziertes Sequel. Literatur: Clancy, Jack: The Man from Snowy River: Parents and Orphans. In: Cinema Papers, 42, March 1983, S. 50-52. – Limbrick, Peter: The Australian Western, or a Settler Colonial Cinema par excellence. In: Cinema Journal 46,4, 2007, S. 68-95. – O’Regan, Tom: „The Man from Snowy River and Australian Popular Culture.” In: Moran, Albert / O’Regan, Tom (eds.): An Australian Film Reader. Sydney: Currency Press 1985, S. 242-251; online: http://wwwmcc.murdoch.edu.au/ReadingRoom/film/Snowy.html.  ... [weiterlesen]
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Duelle im Film

... im Piratenfilm gehört das Fechtspektakel zur brillanten Unterhaltung und ist oft genug (wie in George Stevens‘ The Three Musqueteers, 1948) von Chroreografen wie Gene Kelly inszeniert worden – Höhepunkte temperamentvoller Aktion, oft zum Spielerisch-Akrobatischen weiterentwickelt – in Nachfolge jenes Stils, den Douglas Fairbanks in den 1920er Jahren für den Film entwickelte. Der neuere Action-Film reduziert gerade die tänzerischen Elemente des Fecht-Duells zu recht roher Aktion, die nichts mehr von der Eleganz und Leichtigkeit des klassischen Degen-Duells an sich hat. (2) Ähnlich formelhaft ist das Duell als Showdown des Westerns. Hier geht es um eine oft pathetisch wirkende Konfrontation der Gegenspieler, die zudem zeitlich gedehnt (und seit dem Spätwestern oft sogar in Zeitlupe dargeboten) wird, die wie eine zum Statischen tendierende Manifestation des Konflikts wirkt. Ein berühmtes Beispiel ist die finale Konfrontation, die der von den Bürgern der Stadt verlassene US-Marshall (gespielt von Gary Cooper) am Ende von High Noon (1952) durchzustehen hat. (3) Auch der Historienfilm kennt das Ritual des Duells, das hier allerdings meist als düsterer Hinweis auf d ... [weiterlesen]
15.

Kammerspiel / Kammerspielfilm

... er gilt als Urheber und wichtigster Vertreter dieser Gattung. Seine Filme (Scherben, 1921, Lupu Pick; Hintertreppe, 1921, Paul Leni; Der letzte Mann, 1924, Friedrich Wilhelm Murnau) markieren entsprechend deren Höhepunkte. Wesensmerkmale sind neben der Hinwendung an das psychologische Drama und der Konzentration auf wenige Figuren sowie die meist strikt eingehaltene Einheit von Ort, Zeit und Handlung die Konzentration auf Handlung in Innenräumen und die außerordentlich auffallende Nähe der Kamera zu den Akteuren. Der innere, oft als zwanghaft und unentrinnbar erscheinende Konflikt der Figuren rückt sowohl thematisch wie durch das Ausdrucksverhalten der Schauspieler in den Vordergrund. Außerdem verzichten die Kammerspielfilme weitgehend auf Zwischentitel. Dass unter diesen Bedingungen die Schauspielkunst der Darsteller von zentraler Bedeutung ist, gehört ebenso zu den stilistischen Prinzipien des Kammerspiels wie die symbolische Aufladung einzelner Objekte und Gegenstände.Weitere Beispiele: Michael (Deuts ... [weiterlesen]
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Nordisk Films-Kompagni

... tung, insbesondere der Zwang, die deutsche Niederlassung in die neugegründete Ufa einzubringen, führten zu einer tiefen Krise, die 1920 – mit einer Produktion von nur noch 8 Filmen – ihren Höhepunkt erreichte. Olsen, der seine eigenen Aktien schon 1914 verkauft hatte, verließ die Nordisk 1924. Regisseure wie Carl Theodor Dreyer, vor allem der Finanzmakler Carl Bauder, der die Nordisk mit der Nordisk Tonefilm fusionierte, retteten die inzwischen konsolidierte Firma in die Tonfilmzeit; bis 1939 entstanden ca. 30 Filme pro Jahr. In der Besatzungszeit wurde das Studio teilweise zerstört. Doch die Reorganisation der Nordisk durch Holger Brøndum (ab 1944), namhafte dänische Regisseure, der Spezialpreis in Cannes 1957 für Erik Ballings Qvivitoq, die 13 Filme umfassende Reihe der Olsen-Bande-Filme (1968-81) – die Nordisk blieb die wichtigste und mächtigste dänische Filmproduktion. 1987 wurde die Nordisk Film Broadcast als fernsehbezogene Produktionsgesellschaft gegründet – im gleichen Jahr erhielt Bille Augusts Pelle Erobreren als erster dänischer Film den großen Preis in Cannes und Gabriel Axels Babettes gæstebud (1987) den Oscar als Bester Auslandsfilm. 1992 wurde Nordisk vom Egmont-Konzern, einem skandinavischen Medien-Mischkonzern, übernommen, firmi ... [weiterlesen]
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Indianerwestern

... Diffamierung als Wilde zum Opfer gefallen ist, sondern weil er bewusst macht, dass es unter diesen Stämmen hoch entwickelte Kulturen gab...“Literatur: Pflügl, Helmut (Red.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946-1992. Wien: Filmarchiv Austria 2001, S. 355f. – Wehrstedt, Norbert: Indianerwestern made in GDR. In: Zwischen Marx und Muck. Hrsg. v. Ingelore König, Dieter Wiedsemann, Lothar Wolf. Berlin: Henschel 1996, S. 54-69. ... [weiterlesen]
18.

Storyliner

... em Team für den einzelnen Handlungsstrang einen Plan, wie sich die Geschichte in mehreren Folgen entwickeln soll, welche Konflikte auftreten und ggf. als Cliffhanger genutzt werden können, wo Spannungshöhepunkte vorgesehen sind etc. Die einzelnen Handlungslinien müssen aufeinander abgestimmt werden; der Storyliner arbeitet die einzelnen Szenen und Sequenzen bis ins Detail aus – die Ergebnisse sind „storylines“, sie ähneln dem Treatment eines Drehbuchs. Sie bilden die Grundlage für die Dialogbücher, die oft wiederum von anderen Autoren erarbeitet werden.  ... [weiterlesen]
19.

Parallelhandlung

engl.: parallel actionAls Parallelhandlung bezeichnet man entweder eine Handlung, die der eigentlichen Haupthandlung nebengeordnet ist, diese aber zu Zwecken der Spannungserzeugung unterbricht, Höhepunkte hinauszögert, die Haupthandlung kontrastiert (z.B. als komische Gegenhandlung) oder sich dieser zum Vergleich anbietet (wenn die gleiche Geschichte z.B. in anderem Milieu angesiedelt ist). Oder es handelt sich um eine zwei Handlungen in ei ... [weiterlesen]
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punch line

gelegentlich: Höhepunkt; von engl.: punch = Faustschlag; oft auch: gag lineEine punch line ist ein Satz, mit der man einen Witz abschließt; er folgt meist einer sogenannten feed line (auch: setup line), die keinen Gag enthält, aber das Stichwort für den Gag liefert; manchmal folgt noch ein topper, der dem Gag einen zweiten folgen läßt. In Sketchen bezeichnet man die Formen, die mit einer „harten Pointe“ ode ... [weiterlesen]
21.

Intermezzo

... m berühmten Wagenrennen wieder ein; in It's a Mad Mad Mad Mad World (1963, Stanley Kramer) werden die Verwicklungen der Intrigen und Gegenintrigen immer mehr beschleunigt und scheinen auf einen befreienden Höhepunkt zuzustreben, als die Pause die Spannungskurve beendet; der zweite Teil beginnt mit größter, allerdings erkennbar trügerischer Ruhe.Literatur: Morris, Christopher: Reading opera between the lines. Orchestral interludes and cultural meaning from Wagner to Berg. Cambridge [...]: Cambridge University Press 2002. ... [weiterlesen]
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Anarcho-Komödie

... uml;ndigten Energie des Anarcho-Lachens). Mit den Marx Brothers erlebte die anarchic comedy ihre hohe Zeit – Filme wie The Cocoanuts (1929), Duck Soup (1933) und Horse Feathers (1932) gelten bis heute als Höhepunkte dieses komischen Stils. W.C. Fields (mit Filmen wie The Bank Dick, 1940, oder Never Give A Sucker An Even Break, 1941) betrieb eine respektlose und bissige Auseinandersetzung mit Ausdrucks- und Umgangsformen des Besitzbürgertums. Mit Hellzapoppin (1941, H.C. Potter) entstand ein oft nichtlineares Spektakel, in dem die Filmindustrie selbst karikiert wurde. Komiker wie Bob Hope, Bing Crosby, Dorothy Lamour, in den 1950ern dann Jerry Lewis (und sein Regisseur Frank Tashlin), in den 1970ern die englische Gruppe Monty Python (und Filme wie Monty Python And The Holy Grail, 1975, oder The Meaning Of Life, 1983): die Anarcho-Komödie ist Teil des Kinos geblieben und hat neben dem Erzählkino eine andere, dem populären Theater nahe Tradition des Unterhaltens wachgehalten.Literatur: Jenkins, Henry: What Made Pistachio Nuts? Early Sound Comedy and the Vaudeville Aesthetic. New York: Columbia University Press 1992.  ... [weiterlesen]
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Shaw Brothers I: 1958-1970

... s nach dem in Hollywood erprobten Prinzip des Star-Systems und der Massenfertigung. Zwischen 1961 und 1964 produzierte das Studio 13-18 Filme im Jahr, 1965 kam man auf 26. Ein Jahr später erreichte man den Höhepunkt mit über 40 Filmen. Während ein normaler Hongkong-Film ein nur sehr geringes Budget von 200.000HK$ (etwa 20.000སྒྱ) aufwies, lag das Budget von Shaw-Produktionen etwa fünfmal höher. Der erste Shaw-Blockbuster war The Kingdom and the Beauty (1958, Li Hanxiang). Zu den weiteren Hits zählen u.a. das Musical Love Eterne (1963, Li Hanxiang, King Hu Jinquan) und der Kostümfilm The Empress Dowager (1975).Literatur: Hong Kong Film Archive (ed.): The Shaw screen. A preliminary study. Hong Kong: Hong Kong Film Archive 2003. – Rayns, Tony: Le veritable histoire des freres Shaw. In: Cahiers du Cinéma, 362/363, Sept. 1984, S. 58-60. ... [weiterlesen]
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FilmFour Ltd.

... senders etablieren, regionale Filmthemen von kleinen regionalen Produktionsfirmen wurden entwickelt, und auch Produktionen aus der Dritten Welt wurden unterstützt. In den 1990ern erreichte Channel Four den Höhepunkt seiner Produktionstätigkeit – Filme wie The Crying Game (1992), Four Weddings and a Funeral (1994) und Trainspotting (1996) waren künstlerische und ökonomische Erfolge. Die Produktionsabteilung war als eigenständige Tochtergesellschaft von Channel Four in FilmFour Ltd. umbenannt und um einen Verleih erweitert worden, sie förderte annähernd 20 Filme pro Jahr, übernahm gelegentlich sogar die Gesamtproduktion. Nach mehreren Flops wurde die Firma 2002 aber wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe, Filme zur Ausstrahlung auf dem Channel-Four-Sender zu fördern, verpflichtet.  ... [weiterlesen]
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Komplikation

(1) In der Akteinteilung des Dramas in Gustav Freytags Schema formen fünf Schritte den Gang der Erzählung:– Exposition (auch: Einleitung, Protase): die Figuren werden eingeführt, der Konflikt angekündigt;– Komplikation (auch: Steigerung, Epitase): die Situation verschärft sich; es treten erregende Momente auf (Katastase)– Peripetie: die Glücksumstände des Helden verkehren sich, der Höhepunkt ( ... [weiterlesen]
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Live-Drama

selten auch: Real-DramaVor allem serielle Formate des Radios und des frühen Fernsehens (insbesondere Seifenopern) wurden live im Studio gespielt und in Echtzeit versendet. Es waren technische und vor allem produktionsökonomische Gründe, die bis in die 1960er hinein gegen eine Aufzeichnung derartiger Sendungen sprachen. Heute werden live-gespielte Fernsehfilme als besondere Höhepunkte des Fernsehprogramms produziert und vermarktet: ... [weiterlesen]
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community singing

Community singing bezeichnet eine Praxis der frühen amerikanischen Kinovorführung, die ihren Höhepunkt während des ersten Weltkrieges erreichte. Abgeleitet von den illustrated songs handelt es sich beim Community Singing um von Musikern begleitete Liedtexte, die mittels Glasscheiben auf die Leinwand projiziert und vom Kinopublikum mitgesungen wurden.Geprägt wurde der Begriff von George Beynon, einem langjährigen Kolumn ... [weiterlesen]
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Divenfilm (1)

... im proletarischen Umfeld, die Darstellerinnen klar herausarbeitende Lichtsetzungen und Geschichten, die sich um Themen wie Liebe, Leid und das Ringen um Glück rankten konturierten ein Kleingenre, zu dessen Höhepunkten Filme wie Assunta Spina (1915, Francesca Bertini, Gustavo Serena), Fior di male (1915, Carmine Gallone), Tigre reale (1916, Piero Fosco [d.i. Giovanni Pastrone]) oder Malombra (1917, Carmine Gallone) zählten. Literatur: Ochsner, Beate: Dive Divine: Göttinnen des italienischen Stummfilms. In: Italien und Europa: Der italienische Beitrag zur europäischen Kultur. Hrsg. v. Franziska Meier. Innsbruck: Studienverlag 2007, S. 139‑157.  ... [weiterlesen]
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Jesusfilm

... tionsfilm Der Stern von Bethlehem (BRD 1956, Lotte Reiniger, Carl Koch), das Musical Jesus Christ Superstar (USA 1973, Norman Jewison) sowie manchmal mehrteilige Bibelverfilmungen des Fernsehens in den 1990ern. Höhepunkt des Stoffkreises waren die 1950er und 1960er, als in den Hollywood-Monumentalfilmen mehrfach die Geschichte der Evangelien dramatisiert wurde (wie in Ben Hur, USA 1959, William Wyler, zuerst USA 1924-26, Fred Niblo, oder in King of Kings, USA 1961, Nicholas Ray) – gelegentlich mit der Jesus-Figur in Nebenhandlungen (wie in The Robe, USA 1953, Henry Koster). In den 1960ern folgten aber auch Versuche, die Figur neu zu poetisieren und des monumentalen Beiwerks zu entkleiden (wie in Il vangelo secondo Matteo, Italien 1964, Pier Paolo Pasolini), ebenso wie Parodien und Satirisierungen (wie in Monty Pythons Life of Brian, Großbritannien 1979, Terry Jones, oder Das Ge ... [weiterlesen]
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Habsburgerfilm

... 19. Jahrhunderts spielen (Kaisermanöver, 1954; Der Kongress tanzt, 1955; Kronprinz Rudolfs letzte Liebe, 1956; Kaiserball, 1956 usw.). Mit den drei Sissi-Filmen (1955-57) erreichte das kleine Genre seinen Höhepunkt. Es ist die Abwendung vom Österreich der Nachkriegszeit, die den Filmen ablesbar ist und die oft als „Erinnerungsverweigerung“ und indirekt als Auseinandersetzung mit der Frage nach der Schuld Österreichs an der Nazizeit gelesen wurde.Literatur: Fritz, Walter: Im Kino erlebe ich die Welt. 100 Jahre Kino und Film in Österreich. Wien/München: Brandstätter 1997. – Seeßlen, Georg: Sissi – Ein deutsches Orgasmustrauma. In: Marsiske, Hans-Arthur (Hrsg.): Zeitmaschine Kino. Darstellungen von Geschichte im Film. Marburg: Hitzeroth 1992, S. 64-79. ... [weiterlesen]
31.

sensation scene

... auml;.) vom Publikum als besonderer Reiz und als oft eigenständig wahrgenommene Gratifikation genossen wurden. Das Spektakuläre überlagerte in diesen Szenen oft die Erzählung, sie wurden als Höhepunkte der Inszenierung aufgefasst (und auch in den zeitgenössischen Kritiken vermerkt). Das frühe Kino adaptierte gerade diese Qualität für die eigenen Inszenierungen – darin an eine Darbietungsform des Spektakulären anknüpfend, die dem populären Theater der Zeit entstammte.Literatur: Brewster, Benjamin Robert / Jacobs, Lea: Theatre to cinema. Stage pictorialism and the early feature film. Oxford [...]: Oxford University Press 1997. Repr. 2003. – Singer, Ben: Melodrama and modernity. Early sensational cinema and its contexts. New York: Columbia University Press 2001. – Radford, Andrew D.: Victorian sensation ... [weiterlesen]
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Sittenfilm

Ein Sittenfilm ist ein Film, der unter dem Mantel der Aufklärung tabuisierte Themen, meist aus dem Bereich der Sexualität, behandelt. Das im Nachkriegsdeutschland verbreitete Genre diente primär der erotischen Unterhaltung und erlebte in Deutschland seinen Höhepunkt ab etwa 1918, begünstigt durch die Tatsache, dass es zwischen November 1918 und Mai 1920 keine Filmzensur gab. Gegen Ende der 1920er erlebte das Genre eine kurze ... [weiterlesen]
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toyetic

... er Einsatz von viel Spielzeug geeignet ist. Das Prinzip der Spielbarkeit als Grundlage der Herstellung von Merchandising-Produkten (nicht nur für Kinder) ist viel älter, erreichte in den 1960ern erste Höhepunkte (etwa in den puppenanimierten Filmen der britischen SF-Serie Thunderbirds, 1964-66, die die Vorlage zu über 3.000 Merchandising-Produkten war) und ist bisheute ein Zentrum der Vermarktung von Filmen, Filmkonzepten und -ideen geblieben. Literatur: Kurwinkel, Tobias: Medienverbund. In:/Lexikon des Kinder- und Jugendfilms im Kino, im Fernsehen und auf Video/. Hrsg. von Horst Schäfer. /Teil 6: Genre, Themen und Aspekte/. 42. Ergänzungslieferung. Meitingen: Corian-Verlag 2013, S. 1-6. Verfasser: JvH ... [weiterlesen]
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Blödelfilm

... es) an den Grenzen des Unsinns (oder Nonsense) arbeiten. Das Blödeln als komische Form gehört in die Traditionen der Kleinkunstbühnen; Künstler wie Karl Valentin markierten schon frühe Höhepunkte dieser oft subversiven, mit vorgeblicher Naivität und Kontrollverlust hantierenden Art des Lachenmachens. Manchmal wird das Blödeln als Akt der Regression angenommen, als Rückschritt auf eine die Semantik missachtende Form des Sprachgebrauchs (und damit auch als anarchischer Austritt aus dem Raum gesellschaftlicher Kontrolle). Literatur: Wellershoff, Dieter: Infantilismus  als  Revolte  oder Das  ausgeschlagene Erbe. Zur Theorie  des  Blödelns. In: Wolfgang Preisendanz / Rainer Warning (Hrsg.): Das Komische. München: Fink 1976, S. 335-357 (Poetik und Hermeneutik. 7). ... [weiterlesen]
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Emergo

Emergo nannte sich ein Verfahren, bei dem ein fast vier Meter großes Kunststoffskelett während der Vorführung des Horrorfilms House on Haunted Hill (USA 1959, William Castle) mit fluoreszierenden Knochen an einem Seil über das Publikum im Kinosaal flog und in einer Loge verschwand, während auf der Leinwand während des Höhepunkts des Films ein Gerippe mit Getöse in sich zusammenfiel. Castle setzte Emergo ein, u ... [weiterlesen]
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Body-Horror (1)

... parasitären Befalls. Häufig haben die exponierte Wunde und das Spiel mit der existenziellen Funktion des Körperlichen in der visuellen Inszenierung einen hohen Stellenwert, bilden attraktionelle Höhepunkte des Films. Schon in den Gestaltwandler-Filmen, die dem Body-Horror verpflichtet sind (wie etwa An American Werewolf in London, USA 1981, John Landis), ist die Transformation des Körpers eine höchst schmerzhafte Sache. Nur in Ausnahmefällen ruft die Mutation des Körpers auch Genuss hervor (z.B. Tetsuo, 1989 Japan, Shin‘ya Tsukamoto, oder In My Skin, USA 2002, Marina de Van); oft ist sie dann an nicht-menschlichen Geschöpfen dargestellt, deren Erscheinung mit ästhetischen Darstellungsnormen und Normalitätsvorstellungen bricht (z.B. Society, USA 1989, Brian Yuzna, oder Hellbound – Hellraiser II, ... [weiterlesen]
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Alltagsfilm

... aft vorgehalten wurde. Manchmal kontrastierte die Tristesse der Alltagsschilderung mit den Wunschphantasien der Figuren (wie etwa in Heiner Carows Liebesgeschichte Die Legende von Paul und Paula, 1973). Als ein Höhepunkt des Alltagsfilms gilt Warnekes dokumentarischer Spielfilm Die Beunruhigung (1982) über eine junge Frau, die einen Tag lang auf die Diagnose einer Krebsuntersuchung wartet (darin Agnès Vardas Cléo de 5 à 7, Frankreich 1962, verwandt). Noch Matti Geschonnecks Boxhagener Platz (BRD 2010) erinnert an die Darstellungskonventionen des DDR-Films der 1970er.Literatur: Feinstein, Joshua: The Triumph of the Ordinary: Depictions of Daily Life in the East German Cinema, 1949-1989. Chapel Hill, NC: University of North Carolina 2002. – Harhausen, Ralf: Alltagsfilm in der DDR – die "Nouvelle Vague" der DEFA. Marburg: Tectum 2007. Zuerst Diss., Oldenburg 2006. – Richter, Erika: Alltag und Geschichte in DEFA‑Gegenwartsfilmen der siebziger Jahre. Potsdam: HFF 1976 (Filmwissenschaftliche Beiträge. 1, 1976.). ... [weiterlesen]
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Walzeroperette

Seine Vorrangstellung in den sogenannten Walzeroperetten erhielt der Walzer erst durch die Umformung des Genres von einem satirischen und somit partiell gesellschaftskritischen  – wie es Jacques Offenbach mit Werken wie Orphée aux Enfers / Orpheus in der Unterwelt, La belle Hélène / Die schöne Helena und La Grande-Duchesse du Gerolstein / Die Großherzogin von Gerolstein begründet und zum Höhepunkt ... [weiterlesen]
39.

Schürzung (2)

Begriff aus der Filmdramaturgie Freilichs, aber auch in allgemeinerem Gebrauch. Danach folgt der Einführung der Handlungsgrundlagen die Schürzung, die als Handlungssteigerung zum Höhepunkt des Dramas führt. Hier wird die Vorgeschichte des dramatischen Geschehens dargelegt und der Konflikt zugespitzt.Freilichs Aufbau der Tragödie mit Schürzung, Entwicklung und Lösung des dramatischen Konflikts entspricht den drei Tei ... [weiterlesen]
40.

highlightning

Kunstwort; aus lightning = Aufflammen, Blitzen und high = hochEin highlightning ist ein Musikstück, das auf einen Höhepunkt zustrebt, dann aber unvorbereitet abreißt und so eine eigene strukturelle Spannung schafft. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers wird extrem angesprochen, weil der Abbruch gegen die Erwartung der Gestaltschließung verstößt. Highlightnings sind wie Ausrufezeichen, die zu einer Umorientierung der Aufm ... [weiterlesen]
41.

beach party movies

... und Dr. Goldfoot and the Bikini Machine, 1965, als groteske Science-Fiction-Varianten, Fireball 500, 1966, der eine Autonarren- und Rennfahrergeschichte erzählt) gesellten. Das Genre erreichte 1965 seinen Höhepunkt; selbst Elvis Presley steuerte mit Girl Happy (1965) einen für das Genre allerdings unerheblichen Film bei.Literatur: Betrock, Alan: The I was a teenage juvenile delinquent rock 'n' roll horror beach party movie book. A complete guide to the teen exploitation film, 1954-1969. London: Plexus 1986. – Chidester, Brian / Priore, Domenic: Pop surf culture. Music, design, film, and fashion from the Bohemian surf boom. Santa Monica, Cal.: Santa Monica Press 2008. – Lisanti, Thomas: Hollywood Surf and Beach Movies. The First Wave, 1959-1969. Foreword by Aron Kincaid. Jefferson, N.C.: McFarland  2005. – Morris, Gary: Beyond the Beach. Social and formal aspects of AIP‘s „beach party“ movies. In: Journal of Popular Film and Television 21,1, Spring 1993, S. 2-11.Filmo-Bibliographie: Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere 115, 2011: Beach-Party-Filme. URL: http://www1.uni-hamburg.de/Medien/berichte/arbeiten/0115_11.pdf ... [weiterlesen]
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Katastrophe

... l;hrt werden, der in Filmen dann häufig als überraschende neue Figur oder plötzlich und meist recht unmotiviert bedeutend werdende Nebenfigur in die Handlung eingreift. Die Katastrophe stellt den Höhepunkt des jeweils letzten Aktes im fünf‑ oder dreiaktigen Drama der geschlossenen Form dar und soll die Katharsis auslösen. In Freytags Dramaturgie bezeichnet das Konzept der Katastrophe die abschließende Lösung des tragischen Konflikts, lässt sich also nicht auf Geschichten mit glücklichem Ende übertragen.  ... [weiterlesen]
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Krise / Krisis / crisis

griech., = Entscheidung(1) Im Drama wird der Moment als crisis bezeichnet, wenn der Held auf dem Höhepunkt des dramatischen Konflikts durch eine bestimmte Entscheidung seine Handlungsfreiheit und damit andere mögliche Handlungsoptionen aufgibt und so den Umschwung der Handlung (die Peripetie) einleitet. Fortan wird die Handlung nicht mehr durch die Entscheidungen des Helden vorangetrieben, sondern sie ist determiniert und treibt unausweichl ... [weiterlesen]
44.

Minitel

... so erfolgreich, dass dessen Einnahmen im Jahre 1996 sogar die des Internets in den USA in diesem Jahr überstiegen. Mit dem System wurde zeitweise mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr gemacht. Seinen Höhepunkt erreichte das Minitel im Jahr 2000, als rund 25 Millionen Franzosen fast neun Millionen Geräte besaßen. Anfänglich bekämpfte die Zeitungsbranche in Frankreich das Netzwerk, da es den Verlust von Kleinanzeigen fürchtete (was aber nicht eintrat).Die überwiegend simplen Textbotschaften konnten gegen die im Internet mögliche Informationsübertragung nicht standhalten. Das Minitel blieb ein geschlossenes französisches System ohne Vernetzung mit Benutzern in anderen Ländern. Der Dienst wurde angesichts fallender Nutzerzahlen und nicht mehr erwirtschaftbarer Instandhaltungskosten am 30.6.2012 endgültig eingestellt.Literatur: Cats‑Baril, William L. / Jelassi, Tawfik: The French Videotex System Minitel: A Successful Implementation of a National Information Technology Infrastructure. In: MIS Quarterly 18,1, March 1994, S. 1‑20. – Dauncey, Hugh: A Cultural Battle. French Minitel, the Internet and the Superhighway. In: Convergence 3,3, Sept. 1997, S.  72‑89. – Luzzati, Daniel: Oralité et interactivité dans l'écrit Minitel. In: Langue française 89, 1991, S. 99‑109. ... [weiterlesen]
45.

Todesdarstellung

So häufig auch der Tod von Protagonisten zur Erzählung gehört und meist einen der Höhepunkte emotionaler Beteiligung der Zuschauer darstellt, so wenig ist der Sterbevorgang selbst Gegenstand der Darstellung – er wird meist auf wenige visuelle Kürzel reduziert, schauspielerisch als Aufhebung aller Körperspannung symbolisiert, oft begleitet durch trauernd-kommentierende Musik. Die Sterbeszene wird zum theatralische ... [weiterlesen]
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Hollywood Anti-Nazi League

... einer von der Liga organisierten Masssen-Demonstration gegen Hitler, bei der sich 10.000 Menschen im L.A.-Shrine-Auditorium versammelten, um Reden von Eddie Cantor, Gale Sondergaard u.a. zu hören. Auf dem Höhepunkt ihrer Wirkung hatte die Liga mehr als 5.000 zahlende Mitglieder (darunter viele aus der Filmwirtschaft), sowohl Kommunisten (wie Ring Lardner) wie auch Liberale (wie Julius und Philip Epstein) und Konservative (wie etwa Herman Mankiewicz). Fast wöchentlich gab es Kundgebungen, Versammlungen, Vorträge, mittels derer die Situation im Dritten Reich erörtet und diskutiert wurde. Des Weiteren wurden die Konsulate von Deutschland und Japan boykottiert, Gegendemonstrationen zur American Nazi Party veranstaltet und Briefkampagnen an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt organisiert. Die Aktivisten der Laegue veröffentlichten einen zweimal monatlich erscheinenden Newsletter. Als Leni Riefenstahl und Vittorio Mussolini die Filmhauptstadt im Jahre 1938 besuchten, wurden sie von Anti-Nazi-League-Demonstranten begrüßt. Doch es gab auch Gegner de Liga wie Joseph Breen, den katholischen Leiter der Production Code Administration, der der Liga vorwarf, „die Leinwand für kommunistische Propaganda zu vereinnahmen.“ Im Jahre 1939, nachdem der Hitler-Stalin-Vertrag zu einem starken Einbruch in de ... [weiterlesen]
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Mikrofotografie

Aus der Dokumentation der naturwissenschaftlichen Erkenntnis kommend, hat die Mikrophotographie ihren ersten Höhepunkt zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur“ (1899-1904) geben ihr das Generalthema vor: die Analogie zwischen menschlichen und natürlichen Konstruktionen, die als Kunstformen überhöht wurden. Den entscheidenden Schritt hin zu einer Ästhetik der Mikroformen taten s ... [weiterlesen]
48.

Knalleffekt

... von Lautstärke (meist durch die Gruppe der Geräuschemacher), eine Explosion oder ähnliches, die Aufmerksamkeit des Publikums in einer Schreckreaktion aktiviert wurde. Der „verblüffende Höhepunkt“ wurde schließlich eine dramaturgisch motivierte Übertragung, weil der „Knall“ immer im Zusammenhang mit einer unerwartbaren plötzlichen Drehung der Handlung verbunden war und dazu diente, das Publikum zu fesseln. In der Theater- und Kinokritik wurde „Knalleffekt“ zum Synonym für „Sensation“ und zum Anzeichen für den Schundcharakter des Lichtspiels. Im Sketch findet sich die „harte Pointe“ als eine weitere Form des Knalleffekts, der sich hier in m ... [weiterlesen]
49.

Heimatfilm

Der Heimatfilm ist ein bundesdeutsches und österreichisches Filmgenre, das in der Nachkriegszeit entstand und seinen Höhepunkt in der ersten Hälfte der 1950er Jahre hatte. Der Schauplatz der Handlung ist eine stets friedlich und idyllisch wirkende Landschaft, die beim Zuschauer an sentimentale Sehnsüchte appellieren, ihm ein Gefühl von Geborgenheit und Ruhe vermitteln und Trost spenden soll. Bevorzugt werden hierbei der Schwa ... [weiterlesen]
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Western: Indianerwestern

... famierung als Wilde zum Opfer gefallen ist, sondern weil er bewusst macht, dass es unter diesen Stämmen hoch entwickelte Kulturen gab...“ Literatur: Pflügl, Helmut (Red.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946-1992. Wien: Filmarchiv Austria 2001, S. 355f. - Wehrstedt, Norbert: Indianerwestern made in GDR. In: Zwischen Marx und Muck. Hrsg. v. Ingelore König, Dieter Wiedsemann, Lothar Wolf. Berlin: Henschel 1996, S. 54-69. ... [weiterlesen]
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Gestaltwandler II: Narratologie

... erändern. Ein Genre der Gestaltwandler ist der Spionagefilm (und -roman) - sein eigentliches Thema ist die Unsicherheit der Identitäten, das Verbergen und Maskieren anderer Zugehörigkeiten, seine Höhepunkte sind die oft plötzliche Entlarvung des Doppelagenten und der Erweis, dass die Wirklichkeit ganz anders ist als bislang angenommen.Literatur: Campbell, Joseph: Der Heros in tausend Gestalten. Frankfurt: Suhrkamp 1993 (Suhrkamp-Taschenbuch. 424.). Zuerst 1949. Dt. zuerst 1953. – Vogler, Christopher: The writer‘s journey. Mythic structure for storytellers and screenwriters. Los Angeles: Michael Wiese 1992. Dt.: Die Odyssee des Drehbuchschreibers. Frankfurt: Zweitausendeins 1997. ... [weiterlesen]
52.

Boxerfilm / Boxer im Film

... rkunftsmilieu entkommend, dabei gleichzeitig Identität verlierend (Raging Bull, USA 1979). Insofern enthalten Boxerfilme oft eine Sportkritik, auch wenn sie den Kampf immer als emotionalen und dramatischen Höhepunkt des Films feiern.Literatur: Grindon, Leger: Body and Soul: The Structure of Meaning in the Boxing Film Genre. In: Cinema Journal 35,4, 1996, S. 54-69. – Jahiel, Edwin: The ring and the lens: Films on boxing. In: Film Society Review, Sept. 1966, S. 26-28. – May, Stephan: Faust trifft Auge. Mythologie und Ästhetik des amerikanischen Boxfilms. Bielefeld: Transscript-Vlg. 2004. – Romano, Frederick V.: The boxing filmography. American features, 1920-2003. Jefferson, N.C.: McFarland 2004. – Singer, Marc P.: Fear of the Public Sphere: The Boxing Film in Cold War America (1947-1957). In: Film & History 31,1, 2001, S. 22-27. ... [weiterlesen]
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high school film

... iehung; Komik; Horror; Musik (Musicals, Rock’n’Roll-Filme mit ‚echten‘ Rockbands wie in Rock’n‘roll High School, 1979, Allan Arkush).Die High-School-Filme hatten einen ersten Höhepunkt in den USA der 1950er Jahren, allerdings mit Vorläufern, wie High School (1940, George Nichols Jr.). Sie waren vorwiegend als Exploitationsfilme angelegt und besaßen fast immer die Qualitäten von B-Filmen, wie z.B. Jack Arnolds High School Confidential! (Mit siebzehn am Abgrund, 1958). Eine weitere Massierung von Filmen dieser Art findet sich in den 1980er Jahren, insbesondere durch die Arbeit des Regisseurs und Produzenten John Hughes (z.B. [National Lampoon‘s] Class Reunion, 1982; Ferris Bueller‘s Day Off 1986).Eine speziell deutsche Entwicklung – an den Erfolg von Die Feuerzangenbowle (1944, Helmut Weiss) anzuknüpfen bemüht – waren die oft albern wirkenden Lümmel- und Pauker-Filme der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Seit den späten 1990er Jahren gibt es eine Neuauflage deutscher Gymnasial- und Abiturfilme (Schule, 2000, und Die Klasse von ’99, 2003, Marco Petry). Die Thematiken der Schulen-Filme setzen sich altersgemäß in den campus comedies, college movies und slacker comedies fort. Literatur: Doherty, Thomas Patrick: Teenagers and teenpics: the juvenilization of American movies in the 1950s. Boston: Unwin Hyman 1988 (Media and Popular Culture. 3.); rev. and exp. ed. Philadelphia: Temple Univ. Press 2002. ... [weiterlesen]
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große Szene

Die „große Szene“ war im Theater des 19. Jahrhunderts das Kernstück unzähliger Theaterstücke und ein Publikumsmagnet ersten Ranges. Oft ein Höhepunkt der emotionalen Erregung des Dramas, wurde von den (weiblichen) Darstellern erwartet, dass sie in unmäßigem Zorn außer sich gerieten. Die Darstellung weiblichen Furors gerät seit der französischen Revolution ins Zentrum eines melodramatisc ... [weiterlesen]
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Dreiakter / Dreiaktstruktur

... tstruktur als komprimierte Form des in den normativen Dramaturgien des 19. Jahrhunderts beschriebenen Fünfakters verstanden: Protasis (Einleitung, Exposition), Epitasis (Verwicklung, steigende Handlung mit Höhepunkt und Peripetie) und Katastrophe oder Lösung - etwa entsprechend dem kanonischen Geschichtenformat „Exposition, Konfrontation, Auflösung“ oder Hegels Denkschema von These, Antithese und Synthese. Die manifeste Handlung (plot) wird – in Anlehnung an die geschlossene Form des Dramas – als figurenzentrierte, kausallogische Konfliktstruktur verstanden, die sich in klar unterscheidbare Sinnabschnitte (Akte) gliedert; die einzelnen Aktivitäten des oder der Protagonisten definieren sich als Problemlösungsversuche im Hinblick auf die Bewältigung des Makrokonflikts und/oder das Erreichen eines Handlungsziels. Jeder Akt ist textsequentiell wie dramaturgisch und inhaltlich als geschlossene k ... [weiterlesen]
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Bureka-Film

... in Filmen wie Sallah, 1964, Ephraim Kishon, oder Fortuna, 1966, Menachem Golan) und formulierten in kommerziell sehr erfolgreichen Filmen erstmals Interessen auf Anerkennung ihrer kulturellen Traditionen. Einen Höhepunkt bildete Ani ohev otach Rosa (I Love You Rosa, 1972, Moshe Mizrahi), der eine ausgangs des 19. Jahrhunderts in Jerusalem spielende Geschichte um ein nur aus der sephardischen Kultur verstehbares Heiratsversprechen erzählt.Der Dokumentarfilm Forget Baghdad: Jews and Arabs – The Iraqi Connection (BRD/Schweiz 2002, Samir) thematisiert erstmals explizit die innere Auseinandersetzung um die kulturellen Rechte der Sepharden und Mizrahim in Israel, die einer jahrzehntelangen Diskriminierung ausgesetzt waren. ... [weiterlesen]
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bumper

... atorenkennung möglichst markant ausgeführt ist (so dass es eine ganze Reihe verschiedener bumper gibt; zu ihnen rechnen die show-opener, die als Sendungs-Kennungen gedacht sind, und die G-IDs, die die Höhepunkte der folgenden Sendung in kurzem, ankündigenden Anspiel präsentieren und die zur Charakterisierung von Musik- und DJ-Stilen dienen). Zum eine Sendung oder einen Werbeblock initiierenden bumper gehört der das Programmstück beendende stinger. ... [weiterlesen]
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Karnevalisierung / das Karnevaleske

... ächter als Befreiung erlebt wird.Auf die Literatur hat die Lachkultur frühen Einfluss. Gattungen wie Farce, Sotise und moralité entstehen und finden in der Renaissance (u.a. bei Rabelais) ihren Höhepunkt, gründend auf bereits in der Antike entwickelte Gattungen (Dialog, Tischgespräch, Anekdote). Später entwickeln sich Komödie, Satire, Fabel, Parodie und die burlesken Gattungen, die die Qualitäten der Asymmetrie, der Heterogenität, des In-sich-Widersprüchlichen und der Kollidierung unvereinbarer Elemente, die dem Karnevalesken zugehören, zu Gattungsmerkmalen erhoben.Das Karnevaleske hat besonders produktiven Einfluss auf die literarische Motivik, indem es sich vom „Normalen“ abhebt und auf Ambivalenzen gründet. Als semantisch ambivalent können beliebte karnevaleske Motive und Topoi beschrieben werden: Geburt und Tod (der „schwangere Tod“), Erniedrigung und Erhöhung (Sturz des Königs), Lob und Schelte, Gesicht und Gesäß usf. sowie kontrastierende Figurenpaare (dick und dünn, klug und dumm) oder Identitätskonstrukte (Doppelgänger, Zwilling). Auf die karnevalesken Filmgenres – Slapstick, Situationskomödie, Screwball-Comedy, Parodie, Satire oder Schwarze Komödie – haben sie naheliegenden Einfluss.Literatur: Bachtin, Michail M.: Literatur und Karneval. Zur Romantheorie und Lachkultur. Frankfurt: Fischer 1990. – Stam, Robert: SubversivePleasures: Bakhtin, Cultural Criticism, and Film. Baltimore/London: The John Hopkins University Press 1989. ... [weiterlesen]
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gimmick I: Dramaturgie

... tung der Kurzgeschichte, in der es darum geht, ein Geheimnis aufzudecken oder ein Rätsel zu lösen. Die Lösung wird nicht in der Geschichte selbst verraten – sie endet auf dem entscheidenden Höhepunkt, kurz vor der Auflösung -, sondern auf einer separaten Seite gegeben. Es gibt drei Arten von gimmicks: (1) Um ein fact gimmick auflösen zu können, bedarf es besonderer Sachkenntnis; z.B. muss der Leser oder Zuschauer die Regel des habeas corpus kennen, um gewisse Geschichten auflösen zu können. (2) Ein seasonal gimmick ist eng mit den besonderen lokalen, saisonalen oder politischen Gegebenheiten seines Erscheinens verbunden. (3) Zu den gimmicks rechnet schließl ... [weiterlesen]
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Weepie

von engl. to weep = weinen; auch: tearjerker; dt. abfällig: SchmachtfetzenAls weepies gelten Melodramen, die tragisch ausgehen, meistens an ein weibliches Publikum adressiert sind und gezielt auf die Tränendrüse drücken. Der Begriff kam schon in den 1920er Jahren auf, aber es war Douglas Sirk, der die Form zu ihrem ästhetischen Höhepunkt mit Filmen wie Magnificent Obsession (1954) und All That Heaven Allows (1956) fü ... [weiterlesen]
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Showdown

Umgangssprachlicher Begriff für das Ausagieren eines Höhepunkts der Handlung. Der Ausdruck stammt vermutlich vom Pokern, wenn die Karten offen gelegt werden müssen, meint aber im Englischen auch „Aufzeigen der wahren Verhältnisse“. Darum ist er nicht nur auf den Western übertragbar, wo er für die Schießerei am Ende des Films benutzt wird (z.B. in Unforgiven, Clint Eastwood, 1992), sondern auch für ... [weiterlesen]
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Schürzung (1)

Aristoteles bezeichnet in seiner Poetik mit der Schürzung des Knotens „den Teil des Dramas, der vom Beginn bis zu dem Teil reicht, wo die Wandlung des Geschickes in Unglück oder Glück beginnt.“ Man kann also sagen, die Schürzung des Knotens umfasst die Handlung vom Anstoß oder erregenden Moment bis zum Höhepunkt, die Lösung des Knotens von der Peripetie bis einschließlich der Katastrophe.  ... [weiterlesen]
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Skladanowsky, Max

... d Fotoausstellung (Kipho) 1925 bricht eine öffentlich Debatte zwischen Max Skladanowsky und Oskar Messter aus, der ebenfalls die Vorreiterrolle bei der Einführung des Films in Deutschland beansprucht. Höhepunkte dieser Auseinandersetzung sind die Jahre 1930 bis 1935, während der die Debatte auch zwischen französischen und deutschen Historikern geführt wird, wer nun der „eigentlich Erfinder“ der Kinematographie sei – die Brüder Lumière oder die Brüder Skladanowsky.Literatur: Castan, Joachim: Max Skladanowsky oder der Beginn der deutschen Filmgeschichte. Stuttgart: Füsslin Verlag, 1995.  ... [weiterlesen]
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kiss-off

... iss off bezeichnet, die dramatische Spannung wird herausgenommen, ein – im Sinne des Happy-Ends – glücklicher Alltag kann sich anschließen. Im kiss-off werden die Auswirkungen des finalen Höhepunkts noch einmal verdeutlicht; vor allem aber kann der Zuschauer seine Anspannung zurücknehmen. Der Film endet so nicht im Moment der höchsten Spannung, sondern moderiert die Spannung auf ein normales Maß zurück.  ... [weiterlesen]
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Schablonenkolorierung

... auml;rbung maschinell geschah, ließen sich bei diesem Verfahren viele Kopien recht schnell herstellen, was den Preis pro Kopie sinken ließ. Schablonenkolorierte Filme stellten wegen ihrer Pracht oft Höhepunkte im Programm dar. Dabei handelte es sich vor allem um Natur- und Reisefilme, während für Spielfilme lieber das billigere tinting und toning angewandt wurde. In den 1920er Jahren wurden nur noch ganz wenige Spielfilme auf diese Weise hergestellt.   ... [weiterlesen]
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Zombiefilm

... lme) und italienischen (zahlreiche Zombie-Filme von Lucio Fulci, Aristide Massaccesi [d.i. Joe d‘Amato] u.a.) Horrorfilm bedient wurde und ab Mitte der 1980er Jahre auch in den USA reüssierte. Seinen Höhepunkt hatte der moderne Zombiefilm mit dem Erscheinen der Romero-Sequels Dawn of the Dead (1979) und Day of the Dead (1985). Heute findet sich das Motiv in oft selbstreflexiver Form in Filmen und Remakes wie 28 Days later (Großbritannien 2002), Resident Evil (USA 2002) oder Dawn of the Dead (USA 2003).Literatur: Black, Andy: The Dead walk. Hereford: Noir Publ. 2000. – Dendle, Peter: The Zombie Movie Encyclopedia. Jefferson, NC: McFarland 2001. – Keßler, Christian: Das wilde Auge. Ein Streifzug durch den italienischen Horrorfilm. Meitingen: Corian 1997. – Hofmann, Frank: Moderne Horrorfilme. 2. Aufl. Rüsselsheim: Hofmann 1994. ... [weiterlesen]
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Schlüsselszene

... und die daraus resultierende Verfolgung durch die Hüter der Ordnung.Schlüsselszenen im ersten Sinne haben narrative Bedeutung, stellen meist Wendepunkte der Handlung dar; solche des zweiten Typs sind Höhepunkte der Charakterisierung von Figuren, jene des dritten Typs Symbolisierungen, die auf tiefere und allgemeinere Bedeutungen hindeuten und die man deshalb „allegorische Schlüsselszenen“ nennen kann.  ... [weiterlesen]
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Hauptanimator

engl.: supervising animator, key animatorEin Hauptanimator überwacht unter Leitung des ihm vorgesetzten Chefanimators die Arbeit von Animatoren bei der Herstellung eines Zeichentrick-/Animationsfilms. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk vornehmlich auf den Höhepunkten in einer Zeichentrickfolge, die der Hauptanimator im Groben vorzeichnet, um die restliche Arbeit dem Zeichnerteam zu überlassen. ... [weiterlesen]
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cross cutting: Frühzeit

... ;rker per Montage miteinander zu verknüpfen, so dass die zeitlich parallel verlaufenden Aktionen mit dem Fortschreiten der Narration auf einen gemeinsamen Kreuzungspunkt zulaufen, an dem die Spannung ihren Höhepunkt erreicht, die beiden narrative Stränge sich vereinen und der zugleich das Ende der filmischen Erzählung – in Amerika und Westeuropa oft ein happy ending – einleitet.Eine typische Ausgangssituation für die alternierende Montagetechnik in der Frühzeit der Kinematographie ist die Bedrohung einer Person, die, um sich zu retten, auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Der Kinozuschauer ist bis zum Kreuzungspunkt mit der Frage konfrontiert: Werden die Retter rechtzeitig ankommen oder nicht? Die Spannung ergibt sich aus dem sich kontinuierlich erhöhenden Schnittrhythmus; dieser reiht in immer kürzeren Abständen Einste ... [weiterlesen]
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Katastasis

griech. = Zustand, Aufstellung; ursprüngl. von kathistanai = in einen Zustand hineingeraten Katastasis nennt sich einerseits die Aufstellung aller Faktoren, die einen Konflikt ausmachen und die in die Katastrophe münden; andererseits versteht man darunter den scheinbare Ruhezustand bzw. die scheinbare Lösung einer dramatischen Handlung auf dem Höhepunkt der Verwicklung. Es handelt sich aber nur um die Ruhe vor dem Sturm. Der schei ... [weiterlesen]
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Bergfilm

engl.: mountain filmsBesondere Form des Heimat- oder Abenteuerfilms, der um Bergsteiger und die Lebensform im Gebirge kreist. Typisch für den Bergfilm sind heroische, selbstbestimmte und naturverbundene Menschen, häufig Einzelgänger, selten Einzelgängerinnen, die der Zivilisation entfliehen und auf der Suche nach sich selbst sind. Meist werden einfache melodramatische Geschichten erzählt, deren Höhepunkte im Schnee der B ... [weiterlesen]
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Vampire im Film / Vampirfilm

... n Spielfilm Dracula (USA 1931) von Tod Browning erschien.Spätestens mit Brownings Film begann die filmwirtschaftliche Exploration des Vampir-Genres, die bis heute hunderte Beiträge hervorgebracht hat. Höhepunkte in der Geschichte des Vampirfilms bilden Terence Fishers Dracula (Großbritannien 1957) als einer der ersten farbigen Horror- und Splatterfilme, Werner Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht (BRD 1979), eine Hommage an Murnau und Remake seines Films, Francis Ford Coppolas Bram Stoker’s Dracula (USA 1992), in dem der Versuch unternommen wird, Stokers Roman erstmals vollständig filmisch zu adaptieren und der ein stilbildendes Werk postmodernen Kinos darstellt, und E. Elias Merhiges Shadow of the Vampire (USA 2000), der eine fiktive Geschichte von den Dreharbeiten zu Murnaus Nosferatu erzählt und dabei die film- und kulturhistorischen Diskurse dieser Zeit reflektiert.Literatur: Waltje, Jörg: Blood Obsession. Vampires, Serial Murder and the Popular Imagination. New York [...]: Peter Lang 2005. – Dorn, Margit: Vampirfilme und ihre sozialen Funktionen. Ein Beitrag zur Genregeschichte. Frankfurt[...]: Peter Lang 1994. - Klewer, Detlef: Die Kinder der Nacht. Vampire in Film und Literatur. Frankfurt [...]: Lang 2007. - Pirie, David: Vampir Filmkult. Internationale Geschichte des Vampirfilms vom Stummfilm bis zum modernen Sex-Vampir. Gütersloh: Prisma 1977. – Silver, Alain / Ursini, James: The Vampire Film. From Nosferatu to Bram Stoker's Dracula. London: Limelight 1976.  ... [weiterlesen]
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Siebenakt-Struktur

engl.: seven act structureGemäß der Devise, dass im privatrechtlich organisierten Fernsehen die Spannungsbögen viel kürzer sind als im Kino (gelegentlich heißt es, Fernsehen „pulsiere“ und brauche Zwischenhöhepunkte), wird bei der Produktion von TV-Spielfilmen oft mit der Vorstellung einer sieben-aktigen Struktur (gegenüber der Fünfaktigkeit des normalen Drehbuchs) gearbeitet: Dabei wird die aufst ... [weiterlesen]
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Castle Films

... bdquo;Soundies“, eine Musik-Kurzfilm-Gattung, die zu den Vorläufern der Musikvideos zählt und die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Bars und Restaurants eingesetzt wurden. Auf dem Höhepunkt des Soundies-Umsatzes wurde Castle Films 1946 in die United World Films eingegliedert, blieb aber als Handelsname erhalten. Die neue Mutter wurde ihrerseits von Universal übernommen (1947), für die Castle Films bis in die Mitte der 1960er den 16mm-Markt, in zunehmendem Maße dann den 8mm- und Super-8-Amateurmarkt bediente. Es entstand eine Vielzahl von gekürzten 8mm-Fassungen (12-16min, ca. 60-70m). In den 1970ern wurde die Tochter in Universal-8 umbenannt, mit dem entstehenden Videomarkt wurde die Firma endgültig aufgegeben (1981). Castle Films dominierte den Amateurmarkt seit den 1950ern so stark, dass der Firmenname oft auch als Gattungsname für „Spielfilme im Amateurformat“ verwendet wurde. ... [weiterlesen]
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Verfolgung, Verfolgungsjagd

... aben. Die Verfolgung ist wohl auch das Motiv, das wesentlich zur Herausbildung der Parallelmontage als einer Grundform der Montage beigetragen hat. Bis heute sind manche Verfolgungsjagden aktionale und visuelle Höhepunkte des Films (man denke an Bullitt, 1968, Peter Yates, oder an French Connection, 1971, William Friedkin). Als auslösende Momente können bis heute Konkurrenzkämpfe ebenso fungieren wie Rache und Jagd. Meist sind es Männer, die verfolgen, während Frauen überdurchschnittlich oft verfolgt werden (man denke an Charade, 1963, Stanley Donen, als prototypischen Fall). Manchmal umfasst das Motiv ganze Filme (wie Steven Spielbergs Duel, 1973, in dem ein Mann von einem Lastwagen verfolgt wird, oder Alfred Hitchcocks North by Northwest, 1958, in dem ein Mann ein Phantom jagt und seinerseits gejagt wird). Das Motiv steht in ... [weiterlesen]
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Stationendrama

auch: Stationenstück; engl.: stationary dramaDas Stationendrama wird meist dem epischen Theater zugerechnet, weil es auf die akteweise Entwicklung eines Konflikts auf einen Höhepunkt hin verzichtet, stattdessen Einzelszenen aneinanderreiht, die das soziale Milieu der Handlung beschreiben und exemplifizieren. Oft ist das narrativ dominierte Handlungskontinuum, in dem eine Szene die folgende anstößt, durch eine viel offenere, nicht ... [weiterlesen]
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Biopic

... ten über heroische Individuen und deren Beitrag zum Fortschritt der Menschheit prägten auch in den faschistischen Ländern und in der Sowjetunion (z.B. Tschapajew, 1934) das klassische Biopic. Den Höhepunkt erreichte Hollywoods Produktion in den 1950ern, u.a. mit einer Reihe von Bandleader-Porträts nach The Glenn Miller Story (1954, Anthony Mann). Mit der Verlagerung von politischen zu künstlerischen Sujets nach dem 2. Weltkrieg kamen verstärkt Schattenseiten und pathologische Aspekte des Ruhms (Sucht, Wahn), später zunehmend auch Angehörige von Minderheiten in den Fokus, welche die moderne (Heldensturz-)Biografie seit den 1960er Jahren prägen. Die Titelfigur erscheint nun historisch dezentriert (Andrej Tarkowskijs Andrej Rubljow, 1968), als abwesendes nationales Phantasma (Francesco Rosis Salvatore Giuliano, 1961) oder als Verkörperung des Holocaust (Aus einem deutschen Leben, Theodor Kotulla, 1977). Trotz mitunter experimenteller Frauenbiografien, wie Jutta Brückners Rahel-Varnhagen-Kammerspiel Kolossale Liebe (1991), dominieren nach wie vor Männerporträts, wenn auch teils sehr exzentrische, wie die des Komikers Andy Kaufman in Milos Formans Man on the Moon (1999). Oft totgesagt, lebt das Genre schubweise immer wieder auf und hat auch in seiner jüngsten Konjunktur Oscar-gekrönten Erfolg (Ray ... [weiterlesen]
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Message Movie

... rogramm von Aufklärung gehörten. In den 1950er und 60er Jahren erlebte die Gattung mit Filmen von Elia Kazan (On the Waterfront, 1954) und vor allem Stanley Kramer (Judgement at Nuremberg, 1961) einen Höhepunkt, bevor sie in die Produktionssphäre des Fernsehens abwanderte. Message Movies sind heute selbst zu Themen wie Drogengebrauch, Promiskuität, Vergewaltigung oder Gewalt in der Familie im Kino Rarissima.Literatur: Cripps, Thomas: Making movies black. The Hollywood message movie from World War II to the civil rights era. New York: Oxford University Press 1993. ... [weiterlesen]
79.

komische Szene

Narratives Genre der frühen Kinematographie, bei der die Einheit des Ortes eingehalten wird und das zumeist einer deutlich ausmachbaren, traditionellen Dreigliederung aus Exposition, Höhepunkt und Katastrophe/Auflösung folgt. Die Komik beruht oft auf einem burlesken oder grotesken Umgang mit dem Körper und dessen Funktionen. In den kurzen Filmen, die aus einer einzigen Einstellung bestehen können, finden sich Anfänge des ... [weiterlesen]
80.

Dinosaurier im Film

... en Umgangs mit künstlichen Tiergestalten in den Fantasy- und Monsterfilmbereich einbrachte und in den 1960er Jahren perfektionierte (One Million Years B.C., 1966; The Valley of Gwangi, 1969). Einen letzten Höhepunkt der ersten „Dino-Welle“ in den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Monsterfilmwelle anfangs der 1960er Jahre (Stop-Motion-Technik in: Dinosaurus!, 1960); Darsteller im Saurierkostüm in: Gorgo, 1960; reale Echsen in Rückprojektion in: The Lost World, 1960). Ausläufer der Dinosaurier-Welle warteten mit perfektioniertem Trick auf (Planet of Dinosaurs, 1978; Caveman, 1981). Erst mit Jurassic Park (1993) und seinen computeranimierten Dinosauriern setzte die zweite Welle an Dinosaurier-Faszination ein. Daneben steht eine ganze Reihe von Dinosaurier-Serien im Fernsehen – die wohl bekannteste und beliebteste ist Jim Hensons Dinosaurs (1991-93) – sowie Dokumentationen, die durchaus wissenschaftliche Ansprüche zu erfüllen suchen (wie die BBC-Produktion Walking With Dinosaurs (1999). Literatur: Berry, Mark F.: The dinosaur filmography. Jefferson, NC [...]: McFarland 2002. – Blanco Lucas, Adolfo: Cinesaurios. Barcelona: Royal Books 1993. – Kempen, Thomas / Deist, Thomas: Das Dinosaurier-Filmbuch. Von „Gertie the Dinosaur“ bis „Jurassic Park“. München: Tilsner 1993. – Webber, Roy P.: The dinosaur films of Ray Harryhausen : features, early 16mm experiments and unrealized projects. Jeffer ... [weiterlesen]
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planting

... ders erfolgt als erwartet.Es liegen mehrere Konzepte des Planting vor: (1) Planting als globale Strategie der Informationsvergabe (vor allem in den Arbeiten Eugene Vales); (2) Planting als Strategie, emotionale Höhepunkte (payoffs) vorzubereiten (wie bei McKee); (3) Planting als Strategie der Einführung handlungsfunktioneller Elemente (vor allem Howard/Mabley).Ein Beispiel ist ein Giftfläschchen in Gloomy Sunday (BRD 1999, Rolf Schübel), das zunächst als Selbstmordmittel des ersten Mannes eingeführt wird; sodann kehrt es wieder als Mittel des zweiten Mannes, der das Fläschchen seinerzeit an sich genommen hatte, um den Freund zu schützen, sich der Verhaftung und Deportation durch die Deutschen zu entziehen; die Frau, die das Fläschchen gefunden hat, verwendet es fünfzig Jahre später, um den Deutschen, der so viel Unglück verursacht hat, zu töten.Literatur: Howard, David / Mabley, Edward: The tools of screenwriting. A writer‘s guide to the craft and elements of a screenplay. New York: St. Martin‘s Press 1993. – McKee, Robert: Story. Substance, structure, style, and the principles of screenwriting. New York: Regan Books 1997. Mehrere Neuausgaben. – Vale, Eugene: Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen. 3. Aufl. München: TR-Verlagsunion 1987. ... [weiterlesen]
82.

paralleles Kino

... M alalafilm, Severnyj poljus und Če-paev heraus.Als offizielles Geburtsdatum des Parallelen Kinos gilt das Jahr 1985, als durch Mittel der Autoren die Zeitschrift Cine Fantom ihre Erstauflage erlebte. Der Höhepunkt dieser künstlerischen Periode war das erste Cine Fantom-Festival 1987 in Moskau.1988 wurde in St. Petersburg und Moskau von den Regisseuren des Parallelen Kinos die „Unabhängige Akademie der Künste“ gegründet.Literatur: Drubek-Meyer, Natascha: Parallele Phantome: Traktoristen II (1992) der Brüder Alejnikov. In: Balagan 1,1, 1995, S. 123-131. – Kisina, Julia: Kurz zum parallelen (Kino). In: Balagan 2,1, 1996, S. 123-125. – Ljalina, Olga: Russischer Film-Underground 1984-1994: das ‚parallele Kino‘. In: Balagan 1,1, 1995, S. 132-140. – Rollberg, P.: Leichen im Zustand fortgeschrittenen Zerfalls: ‚Paralleles Kino‘ und ‚Nekrorealismus‘. In: Ästhetik und Kommunikation, 83, 1993, S. 80-87.Gruppe Če-paev ... [weiterlesen]
83.

Flow-Motion

oft kurz: Flow-Mo, auch: Time-Slice, Temps Mort, Timetrack, Virtual Camera, multicam, EyeVision (z.T. Markennamen); bullett timeThe Matrix (1999, Andy und Larry Wachowski) verblüffte seine Zuschauer mit Effekten, die in dieser Präzision und Schärfe neue Maßstäbe in der Illusionstechnologie setzten. Zu sehen war u.a. eine Figur, die in die Luft springt, um ihren Gegner zu treffen, bis zum Höhepunkt ihres Sprunges beschle ... [weiterlesen]
84.

Flapper

... bekanntesten waren The Flapper (1919), Wine of Youth (1924) von King Vidor, Our Dancing Daughters (1928) mit Joan Crawford, die Clara-Bow-Filme vor It (1927).Der Flapper-Film hatte Mitte der 1920er Jahre seinen Höhepunkt und endete mit der Stummfilmära, als das Jazz Age durch die Depression abgelöst wurde. Literatur: Basinger, Jeanine: Flappers. Colleen Moore and Clara Bow. In: Silent Stars. New York: Knopf 1999, S. 411-449. – Higashi, Sumiko: Virgins, Vamps, and Flappers. The American Silent Movie Heroine. St. Albans, Vt.: Eden Press Women's Publications 1978. – Ross, Sara: „Good Little Bad Girls“: Controversy and the flapper comedienne. In: Film History 13,4, 2001, S. 409-423.  ... [weiterlesen]
85.

cross cutting

... uster A1/B1, A2/B2, A3/B3 .. bis An/Bn –, spricht man von cross cutting.Parallelmontagen unterscheiden sich in ihrer Zeitform: Wenn derartige Doppel-Handlungsverläufe dramatisch auf einen gemeinsamen Höhepunkt zulaufen, kommt es am Ende oft zur koinzidierenden Schlusseinstellung, in der die beiden beteiligten Handlungsstränge zusammengeführt werden. Das kann beim dramaturgisch erprobten Verlauf eine „Rettung in letzter Minute“ zwischen Bedrängten (im frühen Western etwa bei einem Indianerüberfall die Siedler) und Rettern (die gerade noch rechtzeitig erscheinende US-Kavallerie) geschehen. Dann handelt es sich um eine zeitparallele, simultane Montage. Die Parallelmontage selbst kann aber auch sinnbildhaft parallele Motive alternierend in den Handlung ... [weiterlesen]