Suchergebnisse für die Suche nach: homosexualität



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Lesben (1)

Dass lesbische Figuren im Kino äußerst selten vorkommen, hat vor allem drei Gründe. Zum einen natürlich die jahrhundertealte Ablehnung der Homosexualität durch die westliche (heterosexuelle) Gesellschaft. Zum anderen meint die Alltagsvorstellung von Homosexualität bis heute vor allem die männliche Homosexualität und ble ... [weiterlesen]
2.

Homoerotik

Der Begriff blickt auf eine problematische Geschichte zurück und ist im Alltag bis heute eine Art terminologischer Verlegenheitslösung, die dann verwendet wird, wenn der vermeintlich anstößige Begriff der Homosexualität durch ein Wort ersetzt werden soll, das weniger nach explizitem Sex und mehr nach harmloser Schwärmerei klingt; gemeint ist freilich meist dasselbe. Hier gilt er für das unterschwellige, indirekte E ... [weiterlesen]
3.

Schwule

... e gelten als Bedrohung einer unbescholtenen männlichen Heterosexualität und als Gefahr für die männliche Jugend. Derart explizite (und explizit gehässige) Kommentare zur männlichen Homosexualität werden ergänzt durch unterschwellige, indirekte Schilderungen gleichgeschlechtlichen Begehrens. Seit dem Beginn der Schwulen- und Lesbenbewegung (insbesondere seit den New Yorker Stonewall-Unruhen von 1969) werden die negativen Vorurteile insofern durch positive ersetzt, als die Mainstream- Komödie heute regelmäßig auf schwule Nebenfiguren zurückgreift, die sich durch Harmlosigkeit und Austauschbarkeit auszeichnen. Ernstzunehmende Darstellungen schwuler Figuren sind oft an die Existenz schwuler Filmemacher gebunden, die seit den 1980er und 1990er Jahren – vor allem im Rahmen des Queer Cinema – den heterosexuellen Konzepten realistische Entwürfe schwuler Lebenslogiken und Figuren entgegenstellen.Beispiele: Cruising (USA 1980, William Friedkin); Parting Glances (USA 1985, Bill Sherwood); ... [weiterlesen]
4.

Homosexualität / Homoerotik

... wird als Person auf seine Sexualität reduziert, ihm wird deren Realisierung gleichzeitig nicht zugestanden – er erscheint somit als doppelt defizitär. Typische narrative Modelle des Umgangs mit Homosexualität sind die Motive der ‚Ausgrenzung‘ und der ‚Re-Integration‘. In letzterem wird der ‚oberflächlich‘ Schwule einer Persönlichkeitsveränderung unterzogen, die ihn wieder zum ‚Normalen‘, der er eigentlich immer schon ist, werden lässt (analoges gilt für Lesben im Film, für die dieses Modell filmgeschichtlich sogar das dominante ist). Eine dritte Variante bildet die ‚Entgrenzung‘. Hier wird versucht, der gegebenen Grenzziehung zwischen ‚normal‘ und ‚abweichend‘ entgegenzuwirken, Konstruktionen von Grenzen also wieder zurückzunehmen oder die Entstehung von solchen Grenzen von vornherein zu verhindern. Dieses Motiv findet sich im Mainstream-Kino nach wie vor aber eher selten, zumal sich solche Strategien häufig als Pseudo-Entgrenzungen erweisen.Eine eigenständige ‚schwule‘ oder ‚lesbische‘ Ästhetik (schwuler/lesbischer Filmemacher und Filmemacherinnen) findet sich in cineastischen oder intellektuellen Nischen, sie ist vom Mainstream-Kino aber strikt zu unterscheiden. Hier sind solche Einflüsse nach wie vor marginal.Literatur: Ehrenstein, David: Open secret. Gay Hollywood, 1928-1998. New York: Morrow 1998. – Lang, Robert: Masculine interests. Homoerotics in Hollywood film. New York: Columbia University Press 2002. – Russo, Vito: Die schwule Traumfabrik. Homosexualität im Film. Berlin: Gmünder 1990. Orig.: The celluloid closet. Homosexuality in the movies. New York [...]: Harper & Row 1981. M ... [weiterlesen]
5.

Coming-Out

Motiv im Spielfilm, das bisweilen die Dimension eines Erzählmusters annehmen und die dramaturgische Bewegung eines ganzen Films bestimmen kann. Im Zentrum steht der freiwillige (gegebenenfalls erzwungene) Schritt einer Lesbe oder eines Schwulen, zu ihrer resp. seiner Homosexualität zu stehen und die eigene Sexualität nicht länger nur im Versteckten zu leben. Meist sind die Figuren jung, in der Adoleszenz oder in den Zwanzigern, da ... [weiterlesen]
6.

Seefilm / Seeleute im Film

... eit haben und an Bord ein entbehrungsreiches Leben führen. Die Abwesenheit von Frauen an Bord bietet nicht selten eine ‚natürlich‘ Gelegenheit zu meist klischeebeladenen Inszenierungen von Homosexualität (gleichzeitig sind Matrosen fester Bestandteil schwuler Ikonografie). Dagegen haben Seeleute auf Landurlaub der Redewendung gemäß in jedem Hafen ein Mädchen, so dass Hafenviertel, Spelunken und Bordelle geschildert werden können als Bereiche eines Lebens, das jenseits bürgerlicher Moralvorstellungen steht. Zur Variante meist farbenprächtiger Korsaren- und Piratenabenteuer vgl. den Piratenfilm.Beispiele: Mutiny on the Bounty (Frank Lloyd, USA 1935); On the Town (Gene Kelly, Stanl ... [weiterlesen]
7.

good value comedy

Ironisch verwendete Bezeichnung für Fernsehserien (vor allem Sitcoms), die Themen wie Gewalt,  Drogen, Sexualität unter Minderjährigen, vor allem aber auch Homosexualität oder Abtreibung rigoros verweigern, sich darüber hinaus jeder Kirchen-, Religions- und Politikkritik enthalten. Auch die Darstellung oder Dramatisierung von (rassischen, ethnischen, sozialen) Minderheitenproblemen wird vermieden. Die good value comedy a ... [weiterlesen]
8.

Baudelarian cinema

... sie Filme machten, als äquivalent zum action painting in der Art Jackson Pollocks. Sie umgingen nach Möglichkeit jede Form der (Selbst-)Zensur, wendeten sich tabuisierten Themen zu (vor allem Bi- und Homosexualität). Mekas gab der Bewegung die Bezeichnung Baudelarian cinema, an den Drogenpoeten Charles Baudelaire erinnernd, dessen Gedichtzyklus Les Fleurs du Mal als klassisches Beispiel einer dekadenten, den dunklen Seiten der Erfahrung aufgeschlossenen, symbolistischen Poetik galt. Schon die Filme Andy Warhols setzten sich kritisch mit den Filmen der kleinen Gruppe auseinander, bezogen einen statischen Standpunkt gegenüber der wilden und ungezügelten Kreativität ihrer Protagonisten (wie etwa in The Chelsea Girls, USA 1966, Paul Morrissey, Andy Warhol), kombinierten so die Bemühung um Entfesselung des Kinos mit der minimalistischen Kontrolliertheit des Dandys (der als Modellfigur ebenfalls in den Baudelaireschen Kosmos gehört).Literatur: Rowe, Carel: The Baudelarian cinema. A trend within the American avant‑garde. Ann Arbor, Mich.: UMI Research Press 1982. ... [weiterlesen]
9.

durchstechen

... nahe liegt natürlich die Annahme, dass das Durchstechen Teil eines politischen Kalküls ist (wie in dem Film The Best Man, USA 1963, Franklin J. Schaffner, in dem einem Präsidentschaftskandidaten Homosexualität angedichtet wird). Die Rolle des whistle blower ist im Journalistenfilm als eigener Figurentypus ausentwickelt worden – der Informant „Deep Throat“ aus dem Watergate-Szenario ist ein prägnantes Beispiel (etwa in dem Film All the President's Men, USA 1976, Alan J. Pakula). ... [weiterlesen]
10.

queerbaiting

... Textes konfrontiert werden, dass das queere Verständnis suggeriert, in der Ausführung der Handlung aber abgewertet wird (bis zum Gebrauch sexistischer Witze oder zur expliziten Ablehnung jeder Art von Homosexualität). Queerbaiting wird oft als exploitative Strategie angesehen, die im Subtext eine andere Genderpolitik verfolgt als im Oberflächentext. Zu den Beispielen gehören Serien wie die BBC-Produktion Sherlock (2010ff), die amerikanische Mysteryserie  Supernatural (2005ff) oder die amerikanische Werwolf-Teenserie Teen Wolf (2011ff). Queerbaiting ist eine Polysemierung der Ausgangstexte in der Rezeption. Derartige Strategien finden sich auch in Fan-Studien, z.B. in der Verehrung von Stars (etwa an den Beispielen James Franco und Nick Jonas). Literatur: Fathallah, Judith: Moriarty’s ghost: Or the queer disruption of the BBC’s Sherlock. In: Television & New Media 16,5, 2015, S. 490‑500. – Goldyn, Lawrence: Gratuitous language in appellate cases involving gay people: ,Queer bating‘ from the bench. In: Political Behavior 3,1, 1981, S. 31&# ... [weiterlesen]
11.

social guidance film

... tät traten bald andere Themen, die mit der sich herausbildenden Jugendkultur und der erstarkenden Bürgerrechtsbewegung entstanden: Umgang mit Sexualität (einschließlich der Diffamierung der Homosexualität), rassistische und soziale Vorurteile, jugendliche Straffälligkeit, Drogenkonsum und -abhängigkeit. Daneben entstanden auch Filme für Erwachsene (zu Themen wie Ehe, Kindeserziehung, Finanzplanung des Haushalts, Karriereplanung u.ä.). Schätzungen zufolge entstanden mehr als 3.000 derartige Filme. Ob ihrer Naivität wurden einige Filme als Satiren ihrer selbst bekannt; dazu zählt der 9minüter Duck and Cover (1951) über Schutzmaßnahmen im Falle eines Atombombenangriffs. Derartige Filme entstanden auch in anderen Ländern. Literatur: Low, Brian J.: „The new generation“. Mental hygiene and the portrayals of children by the National Film Board of Canada, 1946-1967. In: History of Education Quarterly 43,4, 2003, S. 540‑570. – Smith, Ken: Mental hygiene. Classroom Films 1945-1970. New York: Blast Books 1999. ... [weiterlesen]
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humanitärer Dokumentarfilm

... nseitergruppen und auf damit verwobenen Motiven. Entsprechend positiv werden Minderheiten und Subkulturen porträtiert und Fragen über Minoritätsprobleme, Kulturkontraste und Emigration, aber auch Homosexualität, Generationenbeziehungen, Behinderung, bäuerliches Leben etc. einfühlsam geschildert. Außerdem werden soziale und politische Missstände angeklagt, die das Potenzial des Menschen schmälern: das Leben in Trabantenstädten, Arbeitslosigkeit, Krieg, Prostitution, Apartheid, Jugendkriminalität etc. Die Wirkungsabsicht der Filme besteht darin, ethnozentrische, schichtspezifische u. a. Vorurteile und Chauvinismen abzubauen und zur Gründung einer family of man (nach dem Titel der berühmt ... [weiterlesen]
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Adoleszenz

... e von ihnen bevorzugt anzubieten scheinen und erstaunlich regelmäßig anzutreffen sind: Dazu gehören Jugendkriminalität, Gewalt, Sucht und Drogen, City und Schule, aber auch Sexualität, Homosexualität und Inzest.Längst nicht bei allen Filmen, die die Adoleszenz thematisieren, handelt es sich gleichzeitig um Teenagerkino (das allein durch die Zielgruppe definiert ist). Ob dort auch tatsächlich Geschichten über die Adoleszenz erzählt werden, ist zweitrangig. Einige Beispiele aus dem unübersehbar großen Korpus von Filmen: Mädchen in Uniform (Deutschland 1931, Leontine Sagan), Pather Panchali (Indien 1955, Satyajit Ray), Der junge Törless (BRD 1966, Volker Schlöndorff). Literatur: Vergerio, Flavio (a cura di): Cinema e adolescenza. 400 filme. Bergamo: Moretti & Vitali 2000. – Bernstein, Jonathan: Pretty in pink. The golden age of teenage movies. New York: St. Martin's Griffin 1997. – Shary, Timothy: Generation multiplex. The image ... [weiterlesen]
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Dichterfilm

... bzw. genialen Schreibers ab. Die Dichterfiguren werden dabei häufig mittels biografischer Klischees und Attribute der sozialen, psychischen, sexuellen Devianz (z.B. ‚Wahnsinn‘, Suchtkrankheit, Homosexualität etc.) charakterisiert. Konstitutiv für das Genre sind das Aufrufen des historischen Namens, die Schreib- und die Rezitationsszene. In vielen Fällen vermengt sich der Dichterfilm mit der Literaturverfilmung, nicht zuletzt durch die ‚Rückübertragung‘ der Werke in die Biografie des Autors (besonders deutlich etwa bei ‚Der Prozess‘ in Kafka von Soderbergh, 1992). Dichterfilme (re-)etablieren den literarischen Kanon im Kulturbetrieb und schreiben auf ihre Weise an einer breitenwirksamen, filmischen Literaturgeschichte mit. ... [weiterlesen]
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Zensurfall

... lagen, die Louis Malles Lacombe Lucien, 1974, in Frankreich hatte), oder um moralische Gründe, die die sittlichen und religiösen Normen einer Gesellschaft gewährleisten sollen (wie das Verbot der Homosexualität in Anders als die anderen, 1919, Richard Oswald). Neben der staatlichen existiert auch die Selbstzensur, die oft nur scheinbar freiwillig ist und häufig ein Resultat großer politischer und moralischer Repression (man denke an die Weigerung des Disney-Konzern, Michael Moores präsidentenkritischen Film Fahrenheit 9/11, 2004, in den Verleih zu nehmen). Der Unterschied zur staatlichen Zensur liegt im Umstand, dass hier bestimmte Sachverhalte von Anfang an gar nicht zur Sprache kommen – um eben das Risiko eines Eingriffs durch die staatliche Zensur zu umgehen. ... [weiterlesen]
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paralleles Kino

... kamen und somit anders als die Regisseure des offiziellen Kinos waren. Bezeichnend für diese Künstlergruppe war das gemeinsame Thematisieren von gesellschaftlichen Tabus (Ideologiekritik, Gewalt, Tod, Homosexualität) sowie das Bestreben, ein individuelles ästhetisches Programm zu verwirklichen, das keine Rücksicht auf den Zuschauer und filmische Traditionen nahm. In Russland verbindet man mit dem Parallelen Kino vor allem fünf Namen: Igor‘ und Gleb Alejnikov, Evgenij Jüfit, Evgenij Kondrat‘ev und Boris Juchanov. Innerhalb dieser Bewegung bildeten sich neue Tendenzen wie Nekrorealismus und kleinere Künstlergruppen wie M alalafilm, Severnyj poljus und Če-paev heraus.Als offizielles Geburtsdatum des Parallelen Kinos gilt das Jahr 1985, als durch Mittel der Autoren die Zeitschrift Cine Fantom ihre Erstauflage erlebte. Der Höhepunkt dieser künstlerischen Periode war ... [weiterlesen]
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Hays-Code

... . Dazu gehörte, dass (Gewalt-)verbrechen nicht explizit gezeigt werden durften, ebensowenig die Heroisierung von Kriminellen und erst recht keine sexuelle Perversion, was die damalige Umschreibung für Homosexualität war. Später wurden auch Angriffe auf die Institution der Ehe (vor- und außer-eheliche Verhältnisse) mitaufgenommen. Insgesamt finden sich teilweise absurde Einschränkungen der MPPDA-Zensoren. Als 1933 nach dem Präsidentenwechsel ein nationales Zensurgesetz drohte, veranlasste Hays die MPPDA, den Code noch strenger zu fassen. Ab 1934 war er verbindlich insofern, dass die Studios für Filme ohne MPPDA-Siegel im Vorspann $25.000 zahlen mussten und - was schlimmer war - diese Fime nicht in die MPPDA-Kinos kamen, wozu die wichtigsten Premierenkinos gehörten. Der "Hays-Code" war de facto Standard. Er galt bis zu Beginn der 60er Jahre. Bei ihrem Versuch, externer Zensur zuvorzukommen, versuchten die Studios auch zu vermeiden, dass Szenen gedreht werden, die dann sowieso weggeschnitten wurden. Dadurch zwangen sie aber auch die Künstler zu teilweise interessanten Umgehungsstrategien (explizite Gewalt fand im Off statt, Dialoge waren oft zweideutig: bekannt sind auch Hitchcocks symbolische Darstellungen von Sexualität: Der Zug am Ende von North by Northwest fährt den Beischlaf symbolisierend in einen Tunnel, nachdem das Paar sich gerade gemeinsam in ein Bett gelegt hat). ... [weiterlesen]
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Problemfilm

... , Georg Tressler (Die Halbstarken, 1956) und Frank Wysbar (Nasser Asphalt, 1958). Der „Junge deutsche Film“ umfasste auch eine Zuwendung zu den Stoffen des Problemfilms (Abtreibung, Landstreicherei, Homosexualität, ethnische Abweichung, Arbeitslosigkeit etc.), die zu nennenswerten Teilen inzwischen aber zu einem der größten Themenfelder des Fernsehfilms geworden sind. Die Stoff- und Motivgruppe findet sich nicht allen in der deutschen Filmgeschichte, sondern in allen nationalen Kinematographien der Welt.Beispiele: Frauennot – Frauenglück (Schweiz 1929/30, Eduard Tissé); Intruder in the Dust (USA 1949, Clarence Brown); On the Waterfront (USA 1954, Elia Kazan); L'Argent (Frankreich 1983, Robert Bresson).Literatur: Koebner, Thomas: Problemfilm. In: Sachlexikon des Films. Hrsg. v. Tho­mas Koebner. Stutt­gart: Reclam 2002, S. 465-468. ... [weiterlesen]
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queer theory / queer studies

... turalisierung normativer Geschlechterbilder zu argumentieren wie auch die Entkoppelung der Konzepte von Geschlecht und Sexualität herbeizuführen und die Destabilisierung des Binarismus von Hetero- und Homosexualität und die Anerkennung eines sexuellen Pluralismus zu bewirken. Aufbauend auf den Einsichten von Sigmund Freud, Ferdinand de Saussure, Louis Althusser, Jacques Lacan, Roland Barthes und vor allem Michel Foucault findet Queer Theory neue Formen persönlicher Identifikation und Identität und erinnert stets an die Einsicht, dass das ‚Ich‘ niemals außerhalb ideologisch-machtstruktureller Darstellungsräume stehen kann und dass ‚Identität‘ Mythos, kulturelle Fantasie und politisch und psycho-sexuell notwendige Fiktion ist. Besonders zentral für die Entstehung der Queer Theory sind Foucaults Thesen. In seiner dreibändigen Geschichte der Sexualität legte er dar, dass Sexualität nicht ein natürlicher Zustand ist, sondern eine Kategorie, der man aus politischen und sozialen Gründen zugeordnet wird. Sexualität ist daher nicht nur Ziel des gesellschaftlichen Macht- und Kräftespiels, sondern auch konkreter Effekt und Zwischen- oder Endprodukt dieses Prozesses.Literatur: Creekmur, Corey K. / Doty, Alexander (Hrsg.): Out in Culture: Gay, Lesbian, and Queer Essays on Popular Culture. Durham/London: Duke University Press 1995. – Kraß, Andreas (Hrsg.): Queer denken: Gegen die Ordnung der Sexualität (Queer Studies). ... [weiterlesen]
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Hays-Code: Gründung

... vornahmen. Dazu gehörte, dass (Gewalt-)Verbrechen nicht explizit gezeigt werden durften, keine Heroisierung von Kriminellen und erst recht keine sexuelle Perversion, was die damalige Umschreibung für Homosexualität war. Später wurden auch Angriffe auf die Institution der Ehe (vor- und außer-eheliche Verhältnisse) mitaufgenommen. ... [weiterlesen]